[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Sicherheitswerkbänke, insbesondere auf Zytostatika-Werkbänke
(primär für den Umfang mit CMR (cancerogen, mutagen, reproduktionstoxisch)-Arzneimittel
der Typen V (≙ Vorbereitung zur Anwendung) bzw. H (≙ Herstellung) bzw. mikrobiologische
Sicherheitswerkbänke (primär für den Umgang mit biologischen Agentien (der Klassen
I, II und III).
[0002] Sicherheitswerkbänke dienen der Durchführung von Arbeiten mit biologischen, chemischen
und sonstigen Agentien im Labor unter Schutz des Laborpersonals und der Umwelt vor
Kontaminationen, die in den Proben enthalten sind oder darin enthalten sein können.
Sicherheitswerkbänke weisen eine Arbeitsfläche auf, die von einem von vorne zugänglichen
Kasten umschlossen ist. Ziel ist die physikalische Trennung der Arbeitsfläche vom
Laborraum, um zunächst diesen und das Personal vor Kontaminationen zu schützen. Bei
Sicherheitswerkbänken der Klasse I geschieht dies durch eine an der Front vom Experimentator
weggerichtete Luftströmung, die vor dem Verlassen des Arbeitsraumes durch einen Filter
geleitet wird. In Sicherheitswerkbänken der Klasse II, wird zusätzlich ein Eindringen
von Kontaminationen in den Arbeitsraum vermieden, indem im Kasten eine turbulenzarme
Verdrängungs-Luftströmung erzeugt wird. Dazu tritt ein stetiger gefilterter Luftstrom
von oben oder seitlich ein, wird gleichmäßig über den Querschnitt des Kastens verteilt
und mit gleicher Geschwindigkeit wieder abgesaugt, zusammen mit einem Luftstrom, der
durch die Arbeitsöffnung von der Vorderseite in den Kasten eintritt. Zumeist wird
ein gefilterter Teilluftstrom zurückgeführt. Ein gefilterter Abluftstrom geht an die
Umgebung. Die Luftströmungen werden durch ein Gebläse erzeugt, das in die Sicherheitswerkbank
integriert ist. Sicherheitswerkbänke der Klasse III sind ganzseitig geschlossen und
mit fest eingesetzten Handschuhe zur Manipulation versehen. Sie stehen unter Unterdruck.
[0003] Zytostatika-Werkbänke funktionieren entsprechend, sind jedoch speziell für einen
kontaminationsarmen Filterwechsel vorbereitet. Hierfür weisen sie insbesondere eine
Gruppe aus Filter-Einzelelementen auf, die einfacher als ein großes zusammenhängendes
Filter ansorgbar sind.
[0004] Bei bekannten Sicherheitswerkbänken werden zur Filterung der Arbeitsraumluft aus
dem Arbeitsraum Keilfilter eingesetzt, die sich in einer Reihenanordnung unterhalb
der Arbeitsfläche befinden. Die Keilfilter haben zwei im wesentlichen plane Filterpakete,
die aus plissiertem Zellulose- oder Glasfaserpapier besteht. Zwei solcher Filterpakete
sind in V-förmiger Anordnung in einem Kunststoffgehäuse gehalten. Das Keilfilter hat
eine Öffnung an dem Ende, an dem die Filterpakete den weitesten Abstand voneinander
haben.
[0005] Mehrere Keilfilter sind in senkrechter bzw. leicht schräger Ausrichtung nebeneinander
unterhalb der Arbeitsfläche angeordnet, wobei Arbeitsraumluft in die Öffnungen der
Keilfilter hineingeführt wird und als Reinluft aus den Außenseiten der Filterpakete
austritt.
[0006] Bei diesen Sicherheitswerkbänken ist nachteilig, daß die Keilfilter und deren Sitz
im Gehäuse erhebliche Undichtigkeiten aufweisen können, wodurch die Filterwirkung
herabgesetzt wird.
[0007] Ferner ist bei den bekannten Sicherheitswerkbänken störend, daß die Keilfilter, die
eine Höhe von ca. 600 mm und eine Tiefe von etwa 200 bis 300 mm haben, den Fußraum
für den Experimentator begrenzen, der unterhalb der Arbeitsfläche vorhanden ist. Dies
wirkt sich nachteilig auf die Leistungsfähigkeit der Experimentatoren aus.
[0008] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine hinsichtlich der Reinigung
der Arbeitsraumluft und ergonomisch verbesserte Sicherheitswerkbank zur Verfügung
zu stellen.
[0009] Die Aufgabe wird durch eine Sicherheitswerkbank mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Sicherheitswerkbank sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0010] Die erfindungsgemäße Sicherheitswerkbank hat
- ein Gehäuse mit einem Arbeitsraum, der unten eine Arbeitsfläche und einen Luftaustritt
für Arbeitsraumluft und an der Vorderseite eine Arbeitsöffnung für einen Eingriff
in den Arbeitsraum und das Einströmen von Umgebungsluft aufweist,
- eine unterhalb der Arbeitsfläche angeordnete Reihe Patronenfilter, die an einem Ende
eines zylindrischen Filterkörpers einen offenen Deckel und an dem anderen Ende des
Filterkörpers einen geschlossenen Deckel aufweisen, an dem offenen Deckel einen Dichtsitz
im Gehäuse haben und auf der einen Seite des Filterkörpers pneumatisch mit dem Luftaustritt
verbunden sind und
- einem Gebläse, das eingangsseitig pneumatisch mit der anderen Seite der Filterkörper
verbunden ist, um Arbeitsraumluft und/oder Umgebungsluft durch den Luftaustritt abzuziehen
und in den Patronenfiltern zu filtern, und das ausgangsseitig mit Umgebung und wahlweise
einem Lufteintritt des Arbeitsraumes oberhalb der Arbeitsfläche verbunden ist, um
die gefilterte Luft zumindest teilweise an die Umgebung abzugeben unter Ausgleich
der abgegebenen Luft durch Einströmung von Umgebungsluft durch die Arbeitsöffnung
und wahlweise gefilterte Luft in den Arbeitsraum zu fördern.
[0011] Die Patronenfilter haben im Vergleich mit den herkömmlichen Keilfiltern eine deutlich
verbesserte Leckagefreiheit (insbesondere aufgrund reduzierter bzw. besser abdichtender
eigener Dichtbereiche) und einen deutlich verbesserten Dichtsitz am Gehäuse. Außerdem
sind die Patronenfilter mit erheblich mehr Filterfläche bezogen auf das Bauvolumen
ausführbar, als Keilfilter. Hierdurch ist es möglich, etwa dieselbe Filterfläche wie
bei Keilfiltern in einem reduzierten Volumen unterzubringen. Hierdurch ist der Freiraum
unterhalb der Arbeitsfläche, den der Experimentator für das Unterschieben der Beine
und Füße nutzt, viel weniger eingeschränkt. Insbesondere ist es möglich, die Filterpatronen
mit so geringer Höhe auszuführen, daß unterhalb der Filterpatronen ein Fußraum für
den Experimentator zur Verfügung gestellt wird. Eine Vergrößerung der Abmessungen
der Sicherheitswerkbank ist hierfür nicht erforderlich. Infolgedessen ist die erfindungsgemäße
Sicherheitswerkbank gegenüber dem Stand der Technik in filtertechnischer und ergonomischer
Hinsicht erheblich verbessert.
[0012] Gemäß einer Ausgestaltung besteht der zylindrische Filterkörper vollständig und im
wesentlichen aus Filtermaterial. Dieses ist vorzugsweise ein gefaltetes bzw. plissiertes
Material, das insgesamt die Form eines Zylinders aufweist. Vorzugsweise ist der Zylinder
ein Kreiszylinder. Grundsätzlich ist es möglich, das Filtermaterial nahtlos zu einem
Zylinder zu formen. Gemäß einer Ausgestaltung ist das Filtermaterial durch mindestens
eine längsgerichtete, abdichtende Verbindung zu einem Zylinder geschlossen. Die Verbindung
kann beispielsweise durch einen Klebstoff gebildet sein oder durch ein ausgehärtetes
Gießmaterial.
[0013] Gemäß einer Ausgestaltung ist der Filterkörper endseitig mittels eines Klebstoffes
und/oder eines ausgehärteten Gießmaterials abdichtend an den Deckeln fixiert. Gemäß
einer weiteren Ausgestaltung ist der Filterkörper endseitig in Nuten der Deckel eingesetzt.
Vorteilhafterweise ist er darin eingeklebt oder eingegossen.
[0014] Gemäß einer Ausgestaltung ist zwischen Gehäuse und offenem Deckel jeweils ein Dichtring
angeordnet. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung hat der offene Deckel einen angespritzten
Dichtring aus Schaumstoff.
[0015] Grundsätzlich können die Patronenfilter mittels einer von außen angreifenden Klemmvorrichtung
mit dem Rand ihres offenen Deckels abdichtend gegen das Gehäuse gedrückt sein. Auch
andere Befestigungen und Abdichtungen sind einbezogen. Gemäß einer Ausgestaltung weist
der offene Deckel einen seitlich überstehenden Randflansch zur Abdichtung und/oder
Befestigung im Gehäuse auf. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der Dichtring zwischen
Randflansch und Gehäuse angeordnet und/oder weist der Randflansch Befestigungslöcher
für Verschraubungen mit dem Gehäuse auf.
[0016] Die Patronenfilter sind unterhalb der Arbeitsfläche angeordnet, um Kontaminationen
auf dem kürzesten Wege abzufiltern. Gemäß einer Ausgestaltung ist die Reihe Patronenfilter
unter dem Rand der Arbeitsfläche gegenüber der Arbeitsöffnung angeordnet, um dem Experimentator
möglichst viel Beinfreiheit zu ermöglichen.
[0017] Aus demselben Grunde sind gemäß einer Ausgestaltung die Achsen der Filterpatronen
zur Vertikalen geneigt, wobei der obere Deckel einen geringeren seitlichen Abstand
von der Arbeitsöffnung als der untere Deckel aufweist. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung
sind die Patronenfilter gegenüber einer zur Horizontalten geneigten Fläche des Gehäuses
abgedichtet, um die Patronenfilter schräg zur Vertikalen auszurichten.
[0018] Gemäß einer Ausgestaltung sind die offenen Deckel oben angeordnet und gegenüber dem
Gehäuse abgedichtet, so daß die Arbeitsraumluft und/oder Umgebungsluft durch die Deckelöffnungen
in die Filterpatronen eintritt und auf der Außenseite der Filterkörper von dem Gebläse
abgezogen wird.
[0019] Gemäß einer Ausgestaltung ist unterhalb der Arbeitsfläche ein Zwischenraum vorhanden,
der mit dem Luftaustritt und der einen Seite der Filterpatronen verbunden ist. Vorzugsweise
begrenzt die Fläche, gegenüber der die Filterpatronen abgedichtet sind, den Zwischenraum
unten.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Filterpatronen in einem unterhalb der
Arbeitsfläche angeordneten Filtergehäuse angeordnet. Zwischen Filtergehäuse und Filterpatronen
kann die Luft kontinuierlich vom Gebläse abgezogen werden.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung hat das Filtergehäuse einen im wesentlichen keilförmigen
Querschnitt, um einen besonders großen Beinraum bereitzustellen.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung endet das Filtergehäuse in einem Abstand oberhalb
des Bodens, so daß zwischen Filtergehäuse und Boden ein Beinraum für den Experimentator
vorhanden ist.
[0023] Gemäß einer Ausgestaltung weist das Gehäuse seitlich zwei Füße auf, zwischen denen
die Arbeitsfläche und das Filtergehäuse und das gesamte Oberteil angeordnet sind.
Durch die Füße wird der Experimentator bei der Arbeit ebenfalls nicht behindert. Eine
bevorzugte C-Form der Füße ermöglicht es dem Experimentator, sogar in den Fußbereich
einzurücken.
[0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der anliegenden Zeichnungen eines Ausführungsbeispieles
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Sicherheitswerkbank in einem grobschematischen Vertikalschnitt;
- Fig. 2
- Gehäuse derselben Sicherheitswerkbank mit Patronenfiltern in einer perspektivischen
Seitenansicht;
- Fig. 3
- Filtergehäuse mit Patronenfiltern derselben Sicherheitswerkbank in einer vergrößerten
perspektivischen Seitenansicht;
- Fig. 4
- Filtergehäuse im Betrieb in einer vergrößerten Schnittdarstellung mit Durchströmung
veranschaulichenden Pfeilen.
[0025] Die Sicherheitswerkbank hat ein Gehäuse 1, das zwei Seitenteile 2, 3 umfaßt, die
unten Füße 4, 5 haben.
[0026] Oberhalb der Füße 4, 5 befindet sich zwischen den Seitenteilen 2, 3 ein Kasten 6
des Gehäuses 1, in dem sich ein Arbeitsraum 7 befindet. Der Arbeitsraum 7 ist unten
durch eine Arbeitsfläche 8 begrenzt und ist von vorn durch eine Arbeitsöffnung 9 zugänglich,
die sich direkt oberhalb der Arbeitsfläche 8 befindet. Die Arbeitsöffnung 9 hat die
Form eines schmalen Rechteckes, das sich horizontal entlang der gesamten Arbeitsfläche
8 erstreckt.
[0027] Unterhalb der Arbeitsfläche 8 befindet sich im Gehäuse 1 ein Zwischenraum 10. Dieser
ist durch einen Luftaustritt 11 mit dem Arbeitsraum 7 verbunden, der durch eine Vielzahl
Öffnungen in der Arbeitsfläche 8, die sich bevorzugt an deren vorderem und hinterem
Rand befinden, sich aber auch in deren Mittelbereich befinden könnten, gebildet ist.
[0028] Unterhalb des Zwischenraumes 10 ist ein Filtergehäuse 12 des Gehäuses 1 angeordnet,
das sich zwischen den Füßen 4, 5 über die gesamte Breite der Arbeitsfläche 8 erstreckt.
Das Filtergehäuse 12 ist unter dem hinteren Teil der Arbeitsfläche 8 angeordnet. Es
ist im Vertikalschnitt im wesentlichen keilförmig, unten jedoch abgeflacht. Unten
weist das Filtergehäuse 12 einen Abstand zum Boden auf, der einen Fußraum freiläßt.
Vorn weist es oben eine Gehäusefläche 13 auf, die zur Horizontalen geneigt ist, und
sich über seine gesamte Breite erstreckt. Die Gehäusefläche 13 hat kreisrunde Öffnungen
14 (im Beispiel sind dies sechs), in die Patronenfilter 15 mit kreiszylindrischen
Filterkörpern 16 eingesetzt sind.
[0029] Die Filterkörper 16 sind jeweils von einem plissierten Filtermaterial gebildet, das
entlang einer Längsklebung zu einem Zylinder geschlossen ist. Die Filterkörper 16
sind oben mit einem Deckel 17 vergossen, der eine Öffnung 18 aufweist, dessen Querschnitt
dem Innenquerschnitt des Filterkörpers 16 entspricht. Die Deckel 17 haben einen seitlich
überstehenden Randflansch 19. Der Randflansch 19 liegt an der Oberseite der Gehäusefläche
13 an und ist mit dieser über nicht gezeigte Schrauben verschraubt. Zwischen dem Randflansch
19 und der Gehäusefläche 13 befindet sich ein nicht gezeigter Dichtring aus Schaumstoff,
der an die Unterseite des Randflansches 19 angespritzt ist. Hierdurch sind die Patronenfilter
15 abdichtend im Gehäuse 1 gehalten.
[0030] Unten sind die Patronenfilter 15 durch geschlossene Deckel 20 geschlossen.
[0031] Die Filterkörper 16 sind endseitig in nicht gezeigte Nuten in den Deckeln 17, 20
eingesteckt und in diese eingegossen.
[0032] Vor dem Filtergehäuse 12 ist der Zwischenraum 10 unten durch eine weitere Gehäusefläche
21 abgedichtet, die parallel zur Arbeitsfläche 8 verläuft. Hinter der geneigten Gehäusefläche
13 hat das Filtergehäuse 12 oben eine kurze horizontale Gehäusefläche 22 zur Abdichtung
gegenüber dem Zwischenraum 10.
[0033] Hinten sind der Arbeitsraum 7 und der Zwischenraum 10 durch eine Rückwand 23 begrenzt.
Zwischen dieser und einer Gehäuserückwand 24 ist ein Rückströmkanal 25 vorhanden,
der in den Oberbereich 26 des Gehäuses 1 oberhalb des Arbeitsraumes 7 führt.
[0034] Der Rückströmkanal 25 mündet in einem Gebläseraum 27.
[0035] Im Gebläseraum 27 befindet sich ein Gebläse 28, das eingangsseitig mit dem Gebläseraum
27 verbunden ist. Ausgangsseitig ist das Gebläse 28 über einen nicht gezeichneten
Druckraum ("Plenum") mit einem Abluftfilter 29 an der Oberseite des Gehäuses 1 und
einem Umluftfilter 30 an einem Lufteintritt 31 an der Oberseite des Arbeitsraumes
7 verbunden. Der Abluftfilter 29 und der Umluftfilter 30 sind im wesentlichen plan,
wobei sie ebenfalls gefaltetes Filtermaterial umfassen. Das Gebläse 28 fördert somit
angesaugte Luft in einem festen Verhältnis durch das Abluftfilter 29 in die Umgebung
und durch das Umluftfilter 30 in den Arbeitsraum 7.
[0036] Es versteht sich, daß die vorerwähnten luftführenden Räume seitlich durch die Seitenteile
2, 3 dicht geschlossen sind und auch auf der Vorderseite dichte Begrenzungswände vorhanden
sind.
[0037] Bei Betrieb der Sicherheitswerkbank erzeugt das Gebläse 28 eingangsseitig einen Unterdruck,
der bewirkt, daß Arbeitsraumluft aus dem Arbeitsraum 7 und Umgebungsluft aus der Arbeitsöffnung
9 durch den Luftaustritt 11 in den Zwischenraum 10, von dort durch die Patronenfilter
15 filternd durch den Rückströmkanal 25 abgezogen wird. In den Rückströmkanal 25 gelangt
infolgedessen gefilterte Luft, die frei ist von Kontaminationen. Der Abluftfilter
29 und der Umluftfilter 30 hinter dem Gebläse 28 sind vorhanden, um für den Fall des
Versagens der Patronenfilter 15 die erforderliche Filterung der Arbeitsraumluft und
der Umgebungsluft (zusammen auch "Mischluft" genannt) zu bewirken.
[0038] Die vom Gebläse 28 durch den Abluftfilter 29 nach außen geförderte Luft wird durch
das Nachströmen von Umgebungsluft durch die Arbeitsöffnung 9 ersetzt.
[0039] Die Strömungsführung und Gestaltung der Filter sowie der Lufteintritte und - austritte
bewirken eine laminare, turbulenzarme Verdrängungsströmung im gesamten Arbeitsraum
7.
[0040] Der Experimentator sitzt vor der Arbeitsöffnung 9, wobei er seine Beine und Füße
bequem unter der Arbeitsfläche 8 und dem Filtergehäuse 12 anordnen kann.
[0041] Im Bedarfsfalle kann die Arbeitsfläche 8 leicht zum Austauschen der Patronenfilter
15 abgenommen bzw. geöffnet werden.
1. Sicherheitswerkbank mit
- einem Gehäuse (1) mit einem kastenförmigen Arbeitsraum (7), der unten eine Arbeitsfläche
(8) und einen Luftaustritt (11) für Arbeitsraumluft und an der Vorderseite eine Arbeitsöffnung
(9) für einen Eingriff in den Arbeitsraum (7) und für das Einströmen von Umgebungsluft
aufweist,
- einer unterhalb der Arbeitsfläche (8) angeordneten Reihe Patronenfilter (15), die
an einem Ende eines zylindrischen Filterkörpers (16) einen offenen Deckel (17) und
an dem anderen Ende des Filterkörpers (16) einen geschlossenen Deckel (20) aufweisen,
an dem offenen Deckel (17) einen Dichtsitz im Gehäuse (1) haben und auf der einen
Seite des Filterkörpers (16) pneumatisch mit dem Luftaustritt (11) verbunden sind
und
- einem Gebläse (28), das eingangsseitig pneumatisch mit der anderen Seite der Filterkörper
(16) verbunden ist, um Arbeitsraumluft und/oder Umgebungsluft durch den Luftaustritt
(11) abzuziehen und in den Patronenfiltern (15) zu filtern, und das ausgangsseitig
mit Umgebung und wahlweise einem Lufteintritt (31) des Arbeitsraums (7) oberhalb der
Arbeitsfläche (8) verbunden ist, um die gefilterte Luft zumindest teilweise an die
Umgebung abzugeben unter Ausgleich der abgegebenen Luft durch Einströmung von Umgebungsluft
durch die Arbeitsöffnung (9) und wahlweise gefilterte Luft in den Arbeitsraum (7)
zu fördern.
2. Sicherheitswerkbank nach Anspruch 1, bei der der Filterkörper (16) aus ungefaltetem
oder gefaltetem und/oder nahtlosem oder mindestens eine abdichtende Verbindung aufweisenden
Filtermaterial besteht.
3. Sicherheitswerkbank nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Filterkörper (16) endseitig
abdichtend mit den Deckeln (17, 20) verklebt und/oder vergossen ist.
4. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der der Filterkörper (16)
endseitig in Nuten der Deckel (17, 20) eingesetzt ist.
5. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der zwischen offenem Deckel
(17) und dem Gehäuse (1) jeweils ein Dichtring angeordnet ist.
6. Sicherheitswerkbank nach Anspruch 5, bei der der Dichtring an den offenen Deckel (17)
angespritzt ist.
7. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der der offene Deckel (17)
einen seitlich über den Filterkörper (16) überstehenden Randflansch (19) aufweist.
8. Sicherheitswerkbank nach Anspruch 7, bei der der offene Deckel (17) an dem Randflansch
(19) mit dem Gehäuse (1) verschraubt ist.
9. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der die Patronenfilter (15)
den offenen Deckel (17) oben haben und die Öffnung pneumatisch mit dem Luftaustritt
(11) des Arbeitsraumes (7) verbunden ist.
10. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei der die Reihe Patronenfilter
(15) unter dem Rand der Arbeitsfläche (8) gegenüber der Arbeitsöffnung (9) angeordnet
ist.
11. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei der die Achsen der Patronenfilter
(15) zur Vertikalen geneigt sind, wobei der obere Deckel (17) einen geringeren Abstand
von der Arbeitsöffnung (9) als der untere Deckel (20) aufweist.
12. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei der der offene Deckel der
Filterpatronen oben angeordnet und gegenüber dem Gehäuse abgedichtet ist.
13. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei der unterhalb der Arbeitsfläche
(8) und oberhalb des Patronenfilters (15) ein Zwischenraum (10) vorhanden ist.
14. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei der der Zwischenraum (10)
unten teilweise durch eine zur Horizontalen geneigte Gehäusefläche (13) begrenzt ist,
gegenüber der die Patronenfilter (15) abgedichtet sind.
15. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei der die Patronenfilter
(15) in einem unterhalb der Arbeitsfläche (8) angeordneten Filtergehäuse (12) angeordnet
sind.
16. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 15, bei der das Filtergehäuse (12)
einen im wesentlichen keilförmigen Querschnitt aufweist.
17. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 16, bei der das Filtergehäuse (12)
in einem Abstand oberhalb des Bodens endet, so daß zwischen Boden und Filtergehäuse
(12) ein Beinraum vorhanden ist.
18. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 17, bei der das Gehäuse (1) seitlich
zwei Füße (4, 5) aufweist, zwischen denen der Arbeitsraum (7) und das Filtergehäuse
(12) angeordnet sind.
19. Sicherheitswerkbank nach einem der Ansprüche 1 bis 18, bei der die Füße (4, 5) eine
nach vorn geöffnete C-Form haben.