Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 sowie Verwendungen dieser Vorrichtung gemäss der Patentansprüche 7 und 8.
Stand der Technik
[0002] In der PCT/CH 01/00319 ist ein mit einem Wirkstoff gefüllter bzw. füllbarer Speichertank
beschrieben. Die Vorrichtung hatte einen pyrotechnischen Treibsatz in einem ersten
Endbereich des Speichertanks. Im Speichertank war ein Treibspiegel vorhanden, der
durch beim Entzünden des Treibsatzes entstehende Treibgase den Wirkstoff durch eine
Düse aus dem Speichertank austrieb. Die Düse war in Verlängerung der Speichertanklängsachse
angeordnet. Die Vorrichtung diente hauptsächlich als Selbstverteidigungswaffe, sollte
aber in einer Abwandlung auch zur automatischen Brandbekämpfung eingesetzt werden
können.
[0003] In der deutschen Offenlegungsschrift DE-A 196 24 582 ist ein Flüssigkeitszerstäuber
beschrieben, bei dem eine in einem Tank befindliche Flüssigkeit durch einen pyrotechnisch
angetriebenen Treibspiegel (Kolben) unter hohem Druck durch eine Reihe von Kegeldüsen
ausgetrieben wurde. Als Flüssigkeit wurde ein Wirkstoff wie Pfefferöl verwendet, um
im Einbruchsfall z. B. einen grossen Einkaufsraum sicher und schnell zu vernebeln.
Auch hier wirkten die Kegeldüsenanordnung in Richtung einer Verlängerung der Speichertanklängsachse.
[0004] In der GB-A 937 023 ist eine als Flammenwerfer oder Feuerlöscher zu verwendende dreiteilige
Speichereinheit beschrieben. Die Einheit hatte einen U-förmigen Tank mit einer aufgeschraubten
Auslassdüse an einem der beiden Schenkelenden. Die Ausströmrichtung des Wirkstoffes
aus der Düse erfolgte in Schenkellängsachsrichtung. Am anderen U-Schenkelende war
ein auswechselbarer Gaserzeugungstank angeschraubt. Dieser U-Schenkel war nur teilweise
mit Wirkflüssigkeit derart gefüllt, dass bis zum Schenkelende ein Freiraum blieb.
Die Flüssigkeit war zum Freiraum hin mit einer elastischen Kugel oder anderen analog
wirkenden Elementen verschlossen.
[0005] In der US-A 5 660 236 ist eine Vorrichtung zur Brandbekämpfung beschrieben. Diese
Vorrichtung hatte einem mit einem Wirkstoff
(3) gefüllten bzw. füllbaren Speichertank. Der Wirkstoff konnte mit einem durch einen
pyrotechnischen Treibsatz bewegten Treibspiegel am Speichertankkopf ausgetrieben werden.
Eine Raumvernebelung erfolgte um den Speichertankkopf herum, in dessen Mantel hierzu
radiale Wanddurchlässe angeordnet waren.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine kompakte, preisgünstige Vorrichtung zu schaffen,
mit der ein Raumbereich selbsttätig vemebelbar ist.
[0007] Die Vorrichtung kann je nach zu vernebelndem Wirkstoff dazu dienen, Unbefugte, wie
Einbrecher, Vandalen, ... von einem Objekt femzuhalten oder durch Verwendung eines
Brandschutzmittels das Objekt gegen Brand zu schützen.
[0008] Wird die Vorrichtung zum Objektschutz gegen Einbrecher, Vandalen, etc eingesetzt,
so kann als Speichertankladung (Wirkstoff) eine Reizflüssigkeit oder ein Reizgas eingesetzt
werden; es können aber auch pulvrige Stoffe verwendet werden. Bei pulvrigen Stoffen
sind jedoch Leitelemente vorzusehen, damit auch dessen Führung um Biegungen herum
gewährleistet ist.
[0009] Als flüssige Wirkstoffe können beispielsweise die nachfolgend aufgeführten Stoffe
verwendet werden:
[0010] Eine Capsaicin-Lösung wird bereits jetzt in den bekannten "Pfeffersprays" eingesetzt.
Capsaicin ist ein Extrakt aus der Chilipfeffer-Pflanze, welches meistens mit einer
Konzentration zwischen 1% und 4% in Alkohol gelöst ist. Capsaicin führt zu schlagartigen,
vorübergehenden Entzündungen aller Schleimhäute, mit denen es in Berührung kommt (z.B.
Augen, Atemwege). Capsaicin wirkt sowohl beim Menschen wie auch beim Tier. Im Gegensatz
zum nachfolgend angeführten Lacrimonium führt es zum unwillkürlichen Schließen der
Augen.
[0011] Als weitere flüssige Ladung (Wirkstoff) kann eine CS-Lösung verwendet werden. CS
ist ein tränenerregendes Lacrimonium. Als zusätzliche Wirkung entsteht ein starker
Juckreiz auf der Haut. CS wirkt nur beim Menschen.
[0012] Es können auch CN-Lösungen verwendet werden. CN führt zu Übelkeit. Sie wirkt jedoch
langsamer als eine CS- oder Capsaicin-Lösung.
[0013] Es können femer Stinksekrete als flüssige Ladungen eingesetzt werden. Die meisten
Stinksekrete führen ausserdem zu Übelkeit.
[0014] CS und CN lassen sich anstelle einer flüssigen Ladung auch gasförmig einsetzen.
[0015] Als feste Ladung (Wirkstoff) zur Selbstverteidigung kann z.B. auch Capsaicin eingesetzt
werden, welches bei Raumtemperatur in seiner Reinform kristallin ist. Lösungen wirken
jedoch schneller als ausgebrachte feste, dann pulverisierte Ladungen. Pulverisierende
Ladungen haben jedoch den Vorteil, dass sie als Wolke eine gewisse Zeitdauer im Raum
stehen bleiben.
[0016] Es können als Ladungen auch Mischungen von flüssigen und gasförmigen Stoffen eingesetzt
werden. Es handelt sich hier dann oftmals um Schäume, welche auf dem abzuwehrenden
Angreifer haften bleiben. Auch hier kann Capsaicin eingesetzt werden.
[0017] Mischungen aus festen und flüssigen Wirkstoffen enthalten oftmals ebenfalls Capsaicin.
Es handelt sich hier z. B. um Gels. Es können auch Farbstoffe zur nachträglichen Identifizierung
bzw. Markierung eines Täters eingesetzt werden.
[0018] Die Vorrichtung eignet sich besonders gut zum Brandschutz in geschlossenen Räumen
z.B. in einem Motor- bzw. Frachtraum. Hier kann als Wirkstoff Wasser verwendet werden.
Aus den Düsen des Vemebelungsrohres der Vorrichtung wird dann unter Hochdruck in wenigen
Sekundenbruchteilen ein dichter Wassernebel ausgestossen, der aus kleinsten Wassertröpfchen
(Aerosol) besteht. Dieser Wassernebel breitet sich sehr schnell im brennenden Motor-
bzw. Frachtraum aus und löscht den Brand einerseits durch Sauerstoffentzug (Erstickung)
und andererseits durch Kühlung des Brandherdes. Die feinen Wassertröpfchen bilden
dabei eine sehr grosse Oberfläche und entziehen so dem Feuer viel Wärmeenergie, was
den Brandherd rasch abkühlt. Aus einem Liter Wasser entstehen ca. 1,5 m
3 Wasserdampf. Da der Wassemebel mit sehr hohem Druck im begrenzten Motor- bzw. Frachtraum
ausgestossen wird, brauchen die Vernebelungsdüsen nicht direkt auf den Brandherd gerichtet
zu sein. Der durch die Brandhitze entstehende Wasserdampf breitet sich rasch im abgeschlossenen
Raum aus und löscht den Brand indirekt. Um die Gefahr eine Nachbrandes zu verhindern,
kann die Installation eine zweite Anordnung von Vorrichtungen haben.
[0019] In Gegensatz zu bekannten Sprinkler-Anlagen ist die erfindungsgemässe Vorrichtung
bzw. eine Anlage mit mehreren dieser Vorrichtungen nicht mehr an ein Löschmittelrohrnetz
angeschlossen. Das Löschmittel befindet sich in der Vorrichtung mit einem vorgegebenen
Volumen. Auch steht einer Sprinkler-Anlage nur der Netzdruck zur Verfügung, die erfindungsgemässe
Vorrichtung hat hingegen einen pyrotechnischen Treibsatz der explosionsartig nach
dem Zünden einen Gasdruck zum Austreiben des Löschmittels aufbaut, sodass die Entladung
in etwa 20 ms erfolgen kann. Da die erfindungsgemässe Vorrichtung unabhängig von einem
Rohrnetz ist, kann sie ortsunabhängig, wie beispielsweise in Fahrzeugen, Container,
Gebinden, Versandkisten, ... eingesetzt werden. Auch ergibt sich durch die unten dargelegten
Vemebelungseinheiten eine bedeutend bessere Raumeinnebelung als bei den herkömmlichen
Sprinkler-Anlagen.
Lösung
[0020] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1. Teilaufgaben und
bevorzugte Aufgaben werden durch die abhängigen Patentansprüche gelöst.
[0021] Die erfindungsgemässe Vorrichtung hat einen mit einem Wirkstoff gefüllten bzw. füllbaren
Speichertank sowie einen pyrotechnischen Treibsatz in einem ersten Endbereich des
Speichertanks. Ferner hat die Vorrichtung einen Treibspiegel zum Austreiben des Wirkstoffes
aus dem Tank. Der Treibspiegel ist durch die Treibgase des entzündeten Treibsatzes
gegen das Tankende, welches nicht mit der Lage der Düsen identisch ist, bewegbar.
Die Düsen sind in einer am Tankendbereich angeordneten Vemebelungseinheit derart angeordnet,
dass der durch den Treibspiegel in Bewegung setzbare Wirkstoffstrom im zweiten Tankendbereich
umgelenkt und dann in das Vemebelungsrohr überführt wird. Ferner hat die Vorrichtung
wenigstens einen Zündbefehlsgeber, vorzugsweise einen Sensor, der zur Initiierung
des pyrotechnischen Treibsatzes dient. Je nach Einsatzbedingungen der Vorrichtung
wird der Zündbefehlsgeber ausgewählt. Durch die hier beschriebene Ausgestaltung ist
die Vemebelung eines Raumbereichs nicht mehr auf den Speichertankkopfendbereich beschränkt.
Der zu vernebelnde Raumbereich kann jetzt frei gewählt werden.
[0022] Soll die Vorrichtung zur Brandbekämpfung dienen, wird als Zündbefehlsgeber ein sogenannter
Feuermelder eingesetzt, der auf Temperatur bzw. Rauch anspricht. Soll die Vorrichtung
als Objektschutz gegen Einbrecher, Vandalen, ... dienen, ist der Zündbefehlsgeber
ein Erschütterungssensor, Näherungssensor, Glasbruchsensor, .... In beiden Fällen
kann auch eine nicht-automatische Auslösung erfolgen. In diesem Fall kann z.B. eine
Femsehüberwachung vorgesehen sein. Die Beobachtungsperson, welche dann via Fernsehbild
den Einsatzfall feststellt, wird dann eine manuelle Auslösung über einen "Zündschalter"
als Zündbefehlsgeber vornehmen.
[0023] Entgegen der Düsenanordnung des oben zitierten Stands der Technik hat die erfindungsgemässe
Vorrichtung jetzt ein Vernebelungsrohr mit mehreren Auslassdüsen im Rohrmantel. Es
erfolgt nun nicht mehr ein Versprühen des Wirkstoffes in Richtung eines Angreifers,
Gegners, .... Es wird statt dessen eine Vernebelung eines Raumbereichs vorgenommen.
Eines der Enden des Vernebelungsrohres ist an einem zweiten, dem ersten abgewandten
Tankendbereich angeordnet und erstreckt sich von diesem ausgehend. Der Verlauf des
Vemebelungsrohres kann somit derart erfolgen, dass eine optimale Vemebelung des Raumes
gegeben ist.
[0024] Die Auslassdüsen wird man vorzugsweise derart ausbilden, dass ein Wirkstoffaustritt
nicht in Verlängerung der Speichertanklängsachse erfolgt. Im Stand der Technik wurde
der Wirkstoffaustritt immer derart vorgenommen, dass dieser bei einem in der Regel
länglichen Speichertank an dessen Kopfscheite erfolgte. Hier hingegen wird gerade
der Wirkstoffaustritt an der Kopfseite vermieden. Vorzugsweise ist man sogar bestrebt,
bei mehreren Auslassdüsen diese gerade von der Kopfseite entfernt anzuordnen. Es hat
sich nämlich als vorteilhaft herausgestellt, soll ein Raumbereich gut vernebelt werden,
die Auslassdüsen über einen Längsbereich anzuordnen. Bei einem Einsatz gegen einen
Gegner mag es vorteilhaft sein den Wirkstoff gegen diesen zu richten. Bei einer selbsttätig
arbeitenden Vorrichtung, wo der Ort des Gegners bzw. Brandes ist nicht bekannt ist,
ist es vorteilhaft einen Raumbereich einzunebeln. Man hat deshalb bewusst die Auslassdüsen
nicht in unmittelbarer Nähe zum zweiten Tankendbereich (Kopfseite) gelegt.
[0025] Vorzugsweise wird man die Vorrichtung nicht mehr alleine, sondern in Anordnungen
mehrerer Vorrichtung verwenden. In einer bevorzugten Ausführungsvariante sind die
Vorrichtungen nun derart gestaltet, dass sie derart modular aufgebaut sind, dass sie
problemlos in einer "Parallelschaltung" sowie auch in einer Serienschaltung verlegte
werden können.
[0026] Eine Serienschaltung hat den Vorteil, dass mit nur einem einzigen Zündbefehlsgeber
(Sensor) mehrere Vorrichtungen nacheinander "abgefeuert" werden können. Hierdurch
ergibt sich eine verhältnismässig preisgünstige Anordnung, da in der Regel der Sensor
das aufwendigste und damit teuerste Element der Anordnung ist. Die serielle Anordnung
(Kaskadenreihe) der Vorrichtungen bietet sich beispielsweise bei einer Brandunterdrückungsanordnung
in Frachträumen eines Lastzugs an. Die Vorrichtungen würde man bevorzugt an der Frachtraumdecke
anbringen. Je nach benötigter Löschmittelmenge werden eine bis mehrere Kaskadenreihen
pro Frachtraum bzw. pro Anhänger installiert. Der Aufwand für die elektrische Kontaktierung
vom Sensor her ist sehr gering, da sie jeweils nur an einem Ende der Kaskade zu erfolgen
hat.
[0027] Dort wo nicht viel Raum für die Installation zur Verfügung steht und wo beispielsweise
voneinander getrennte Teilräume benebelt werden sollen, wie z.B. in Motorräumen, kann
die parallele Anordnung der Vorrichtungen (Löschmodule) angezeigt sein. Die einzelnen
Vorrichtungen werden getrennt voneinander installiert und separat mit einem "Zündkabel"
vom Sensor her kontaktiert. Die hohe Flexibilität bei der parallelen Installation
bedingt auf der anderen Seite jedoch einen höheren Aufwand für die elektrische Verbindung
mit dem bzw. den Sensoren.
[0028] Gleichgültig ob es sich um Vorrichtungen handelt, welche im parallelen oder im seriellen
Betrieb verwendet werden, haben alle einen gleichen Speichertank, einen gleichen Treibspiegel
und sofern ein analoger Raum vernebelt werden soll, ein gleiches Vernebelungsrohr.
[0029] Bei den Vorrichtungen für einen parallelen Betrieb ist dann lediglich ein einziger
Typ eines elektrisch zündbaren Treibsatzes vorhanden. Jeder Speichertank ist mit einer
Speichertankverschlusskappe verschlossen.
[0030] Bei den Vorrichtungen für einen seriellen Betrieb hat dann lediglich ein erster Speichertank
einen elektrisch zündbaren Treibsatz. Die Verschlusskappe dieses Speichertanks ist
jedoch entfernt und an deren Stelle ein Kupplungsstück angesetzt, mit dem ein zweiter
Speichertank anflanschbar ist. Dieser zweite Speichertank hat dann keinen elektrisch
zündbaren Treibsatz, sondern einen mechanisch zündbaren, der durch einen Aufschlag
des Treibspiegels der ersten Vorrichtung gezündet wird. An die zweite Vorrichtung
kann dann eine dritte usw. Vorrichtung angeflanscht werden. Die zweite und jede weitere
Vorrichtung wird bei einer derartigen Anordnung jeweils durch die kinetische Energie
des Treibspiegels der vorgeschalteten Vorrichtung gezündet.
[0031] Zur Vereinfachung der Modularität der Vorrichtung für eine Kaskaden bzw. Parallelanwendung
weisen sowohl der erste wie auch der zweite Tankendbereich ein Gewinde auf, auf dass
sowohl eine Haltekappe für einen pyrotechnischen, insbesondere einen elektropyrotechnischen
Treibsatz, wie auch ein Kupplungsstück zum Ankuppeln eines ersten Tankendbereichs
eines weiteren Speichertanks aufschraubbar ist. Man kann nun die beiden Gewinde identisch
ausbilden. Man kann aber auch unterschiedliche Gewinde verwenden, wobei man dann bevorzugt
gleiche Steigungen verwendet, jedoch eine Rechts- und Linksgängikeit vorsieht, damit
bei einem Aufschrauben des Kupplungsstükkes die benachbarten Vorrichtungen gegeneinander
gezogen werden.
[0032] Da ein Raumbereich vernebelt werden soll, wird man den Speichertank lang gestreckt,
insbesondere mit einem kreiszylindrischen Querschnitt, ausbilden und das Vemebelungsrohr
entlang des Speichertankmantels verlaufend anordnen. Das Vernebelungsrohr kann dann
als "Bügel" ausserhalb des Speichertanks verlaufen. Man kann aber auch den Speichertank
mit einem Aussenrohr "umhüllen", welches dann in seinem Mantel die Auslassdüsen trägt.
[0033] Bei einer Ausbildung des Vernebelungsrohres als "Bügel" hat der Speichertank am ersten
und am zweiten Tankendbereich je einen seitlich abstehenden Stutzen mit einem ersten
Flansch und das "Bügelrohr an seinen Rohrenden je einen zweiten, zu den ersten Flanschen
passenden Flansch. Vorzugsweise ist zwischen den benachbart zum zweiten Tankendbereich
(Kopfseite) liegenden Flanschen des Speichertanks und des Vemebelungsrohres ein Trennmittel
angeordnet, welches im ungezündeten Zustand des Treibsatzes ein Eindringen des Wirkstoffes
in das Vernebelungsrohr verhindert und beim Zünden des Treibsatzes durch den Druckaufbau
im Wirkstoff brechend den Wirkstoff in das Vernebelungsrohr zum Austrieb durch dessen
Düsen eintreten lässt.
[0034] Aus der nachfolgenden Detailbeschreibung und der Gesamtheit der Patentansprüche ergeben
sich weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Merkmalskombinationen der Erfindung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0035] Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung,
- Fig. 2
- einen zur Darstellung in Figur 1 analogen Längsschnitt, wobei hier der Treibsatz der Vorrichtung gerade gezündet worden
ist,
- Fig. 3
- eine Anlage mit vier Vorrichtungen in Parallelschaltung,
- Fig. 4
- eine Anlage mit vier Vorrichtungen in Kasaden-(Serie-) Schaltung,
- Fig. 5
- einen Längsschnitt durch zwei hintereinander angeordnete Vorrichtung einer Kaskadenschaltung,
- Fig. 6
- eine Ausschnittsvergrösserung der in Figur 5 gezeigten Verbindung der beiden Vorrichtungen miteinander und
- Fig. 7
- einen Querschnitt analog zur Darstellung in Figur 5, wobei hier der Wirkstoff der ersten Vorrichtung ausgetrieben ist und der Treibspiegel
dieser Vorrichtung den Treibsatz der nachfolgenden in Reihe angeordneten Vorrichtung
gerade zündet.
[0036] Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0037] Die in
Figur 1 dargestellte erfindungsgemässe Vorrichtung
1 hat einen mit einem Wirkstoff
3 gefüllten Speichertank
5, einen elektrisch zündbaren pyrotechnischen Treibsatz
6 und als Einheit zum Vernebeln des Wirkstoffes
3 ein Vemebelungsrohr
7. Der Speichertank
5 ist hier beispielsweise als eine Röhre mit kreiszylindrischem Querschnitt ausgebildet.
Der Treibsatz
6 ist in einem ersten Endbereich
9 des Speichertanks
5 angeordnet. Der Treibsatz
6 ist als elektrisch zündbarer pyrotechnischer Gasgenerator
10 ausgebildet und in einer auf den Endbereich
9 aufgeschraubten Haltekappe
12 gehalten. Der Gasgenerator
10 wird über die beiden Kabel
11 gezündet. Ferner ist ein Treibspiegel
13 vorhanden, der durch die nach dem Zünden entstehenden Gase vom Treibsatz
6 weg in den Speichertank
6 hinein gegen den Wirkstoff
3 getrieben wird.
[0038] Durch den auf den Wirkstoff
3 einwirkenden Druck des Gases wird der Wirkstoff
3 unter einer Umlenkung des Wirkstoffstromes in das Vernebelungsrohr
7 hinein gepresst und durch dessen im Mantel angeordnete Auslassdüsen
15, eine Vemebelung bildend, in einen benachbarten Raumbereich
14 ausgepresst. Dieser Vorgang ist in
Figur 2 angedeutet, wobei die Bewegung des Treibspiegels
13 durch den Pfeil
16 angedeutet ist. Erst durch die Umlenkung des Wirkstoffstromes, die gerade beim Stand
der Technik vermieden wird, und eine entsprechende Anordnung der Auslassdüsen ist
eine gezielte Auswahl des für eine Vernebelung vorgesehenen Raumbereichs möglich.
[0039] Die Auslassdüsen
15 sind hier beispielsweise in einer Reihe angeordnet. Die Düsenaustritte sind von der
Längsachse
5 des Speichertanks
5 weggerichtet.
[0040] Eines der Enden des Vernebelungsrohres
7 ist an einem zweiten
19, dem ersten
9 abgewandten Tankendbereich derart angeordnet ist, dass es sich von diesem ausgehend
erstreckt. Die Auslassdüsen
15 sind derart ausgebildet, dass ein Wirkstoffaustritt nicht in Verlängerung der Speichertanklängsachse
17 erfolgt. Auch liegen die Auslassdüsen
15 nicht in unmittelbarer Nähe zum zweiten Tankende
19.
[0041] Die in den
Figuren 1 und
2 dargestellte Vorrichtung
1 hat am ersten Speichertankendbereich
9 einen Blindstutzen
21a mit einem Flanschanschluss
21b. Der Blindstutzen
21a hat keine Verbindung zum Speichertankinnenraum
22; er hat nur eine Halteaufgabe. Am zweiten Speichertankendbereich
19, der dem ersten Speicherendbereich
9 gegenüberliegt, ist ein weiterer Stutzen
23a ebenfalls mit einem Anschlussflansch
23b vorhanden. Beide Stutzen
21a und
23a zeigen in die gleiche Richtung und verlaufen parallel zueinander. Der Stutzen
23a mündet in den Speichertankinnenraum
22. Das Vemebelungsrohr
7 ist bügelartig ausgebildet und besitzt zwei zu den Anschlussflanschen
21b und
23b passende Anschlussflansche
15a und
25b. Die Flansche
23b und
25a sind fluiddicht mittels eines Dichtungselements (z.B. einem O-Ring) miteinander verschraubt.
Zwischen den Flanschen
23b und
25a ist eine sogenannte Berstscheibe
27 randmässig eingeklemmt, welche den Wirkstoff
3 daran hindert in das Vernebelungsrohr
7 einzudringen. Diese Berstscheide
27 kann auch anstelle des Dichtungselements zum Abdichten dienen. Erst wenn der Treibsatz
6 gezündet worden ist, birst die Berstscheibe
27 infolge des Druckaufbaus im Wirkstoff
3 durch den Treibspiegel
13. Da die Berstscheibe
27 an ihren Rändern zwischen den Flanschen
23b und
25a fest eingeklemmt ist, bleibt sie auch im geborstenen Zustand an Ort und Stelle. Es
werden keine Scheibenteile abgerissen, wodurch kein Verstopfen der Auslassdüsen
15 möglich ist.
[0042] Der zweite Endbereich
19 ist mit einer Tankverschlusskappe
29 verschlossen. Sowohl der erste wie auch der zweite Tankendbereich
9 und
19 weisen ein identisches Aussengewinde
31 bzw.
32 auf. Der Treibsatz
6 und die Tankverschlusskappe
29 haben ebenfalls gleiche, zu den Gewinden
31 und
32 passende Innengewinde
33 bzw.
34. Der sich hieraus ergebende Vorteil wird unten erläutert.
[0043] Es kann nun eine Vorrichtung
1 alleine verwendet werden oder mehrere Vorrichtung als Anlage zusammen, wie bereits
oben angetönt.
Figur 3 zeigt eine Parallelschaltung von vier Vorrichtungen
1a - 1d, welche über Kabel
11a-11d elektrisch mit einem Sensor
35 als Zündbefehlsgeber verbunden sind. Anstelle des Sensors
35 kann auch nur ein Zündschalter verwendet werden. Soll die Anlage als Objektschutz
gegen Vandalismus, Einbruch oder sonstige Gewalttaten eingesetzt werden, wird als
Sensor
35a beispielsweise einen Näherungssensor, Glasbruchsensor, Erschütterungssensor, ...
verwendet. Die Vorrichtungen sind dann mit einem entsprechenden Wirkstoff, wie eingangs
erwähnt gefüllt. Es müssen nicht alle Vorrichtungen
1a - 1d mit ein- und demselben Wirkstoff gefüllt sein; es können auch je nach gewünschter
Wirkung unterschiedliche Füllungen verwendet werden.
[0044] Soll die Anlage zum Brandschutz eingesetzt werden, wird man die Vorrichtungen
1a - 1d mit Wasser, CO
2 oder einem anderen Löschmittel füllen.
[0045] Anstelle einer Parallelschaltung, wie in
Figur 3 dargestellt, können auch vier Vorrichtungen
1e - 1h mit jetzt nur einem einzigen Sensor
35b zusammen in Reihe als Serie- bzw. Kaskadenreihe angeordnet werden, wie in
Figur 4 dargestellt ist.
[0046] Die in einer Kaskadenanordnung zu verwendenden Vorrichtungen unterscheiden sich nur
geringfüg von denen, welche in einer Parallelschaltung eingesetzt werden. Da die Vorrichtungen
modular aufgebaut sind, lassen sich die Vorrichtungen betreffend Parallel- bzw. Kaskadenanordnung
auf einfache Weise ineinander umwandeln.
[0047] Figur 5 zeigt eine Kaskadenanordnung von zwei hintereinander angeordneten Vorrichtungen
1e und
1f. Die Vorrichtung
1e entspricht weitgehend der in den
Figuren 1 und
2 dargestellten Vorrichtung. Es sind deshalb auch gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen
gekennzeichnet. Zur Verbindung der beiden Vorrichtungen
1e und
1f wird lediglich die Tankverschlusskappe
29 durch ein Kupplungsstück
37 und einen pyrotechnischen Treibsatz
39 ersetzt, der durch ein mechanisches Aufschlagen des Treibspiegels
13 der Vorrichtung
1e zündbar ist.
[0048] Wie in der Ausschnittsvergrösserung der Verbindung der beiden Vorrichtungen
1e und
1f in
Figur 6 erkennbar ist, besteht der Treibsatz
39 aus einem Halteelement
40, in dem ein mechanisch zündbarer Gasgenerator
41 gehalten ist. Das Halteelement
40 ist mit einem kreiszylindrischen Querschnitt ausgebildet und am zweiten Endbereich
19 in den Innenraum
22 der Vorrichtung
1e soweit einschiebbar bis ein ringförmiger Abschlussrand
43 an der Stirnfläche
45 des Endbereichs
19 aufliegt. Der Aussenmantel
46 des Halteelements
40 ist mit zwei Dichtringen
47a und
47, welche in Nuten
49a und
49b im Aussenmantel
46 liegen, gegenüber der Innenfläche
50 des Innenraums
22 fluiddicht abgedichtet. Das Halteelement
40 hat eine zentrische Innenbohrung
51, welche in ihrem dem Rand
43 abgewandten Endbereich eine Nut
53 für einen Dichtring
54 aufweist. Das Halteelement
40 hat ferner zwei parallel zueinander verlaufende "Sekantenbohrungen"
55a und
55b. Die Sekantenbohrungen
55a und
55b verlaufen vom Aussenmantel
46 zur Innenbohrung
51, an deren Innenfläche annähernd tangential vorbei wieder zum Aussenmantel
46. Durch jede der Sekantenbohrung
55a und
55b ist ein Tragstift
57a und
57b gesteckt, der dann am Gasgenerator
41 in dessen Aussennut
59 eingreift, um diesen im Halteelement
40 zu halten. Der Gasgenerator
41 hat ebenfalls einen kreiszylindrischem Querschnitt. Er hat auf seiner in den Innenraum
22 der Vorrichtung
1e hineinragenden Stirnseite
60 einen Aufschlagstift
61.
[0049] Wird der pyrotechnische Gasgenerator
10 des Treibsatzes
6 der Vorrichtung
1e durch ein Signal des Sensors
35b elektrisch gezündet, so sendet dieser explosionsartig Gas in den Innenraum
63 des Treibspiegels
13, wodurch dieser vom Gasgenerator
10 in Pfeilrichtung
16 geschossartig getrieben wird. Die Berstscheibe
27 birst, Wirkstoff
3 schiesst in das Vernebelungsrohr
7 und tritt vemebelnd aus den Auslassdüsen
15 aus. Ist nahezu sämtlicher Wirkstoff
3 ausgetrieben, so schlägt die Stirnfläche
65 des Treibspiegels
13 auf den Aufschlagstift
61 des Gasgenerators
41 des Treibsatzes
39 der Vorrichtung
1f auf, wodurch dieser gezündet wird und nun Gas explosionsartig in den Innenraum
63 des Treibspiegels
13 der Vorrichtung
1f eintritt (siehe
Figur 7). Dieser Treibspiegel
13 wird nun geschossartig gegen den Wirkstoff
3 der Vorrichtung
1f gedrückt, wodurch dieser analog zu demjenigen der Vorrichtung
1e ausgetrieben wird. Dieser Vorgang wiederholt sich bis der Wirkstoff der letzten Vorrichtung,
hier die Vorrichtung
1h, ausgetrieben ist. Die Vorrichtung
1h hat als Abschluss dann die in den
Figuren 1 und
3 dargestellte Tankverschlusskappe
29.
[0050] Damit von den Gasgeneratoren kein Restdruck in den Vorrichtungen verbleibt, kann
eine Druckentlastung vorgesehen werden, wie sie in der PCT/CH 01/00319 beschrieben
und insbesondere in der dortigen
Figur 3 dargestellt ist.
[0051] Hier ist jedoch ein vor dem zweiten Endbereich
19 liegender Entlastungsbereich
67, der den Stutzen
23a enthält, des Speichertanks
5 mit einem gegenüber dem Aussendurchmesser des Treibspiegels
13 grösseren Innendurchmesser versehen. Auch ist die axiale Länge dieses Entlastungsbereichs
67 um eine Toleranz grösser als diejenige des Treibspiegels
13. Gelangt nun der Treibspiegel
13 unter Austreiben des Wirkstoffes
3 in diesen Entlastungsbereich
67, kann das Treibgas zwischen seiner Aussenwand und der Innenwand des Bereichs
67 in das Vemebelungsrohr
7 strömen und durch die Auslassdüsen
15 zur vollständigen Druckentlastung austreten.
[0052] Die "Sekantenbohrungen" müssen nicht parallel verlaufen; sie können einen beliebigen
Winkel miteinander einschliessen. Es müssen auch nicht zwei Sekantenbohrungen und
zwei Tragstifte vorhanden sein; es können auch mehr vorgesehen werden. Zur Halterung
kann auch ein Spannring verwendet werden, der dann in die Nut
59 einschnappt. Die oben beschriebene Ausführungsform hat sich jedoch aufgrund ihrer
einfachen Herstellung und Montage bewährt.
[0053] Das Vernebelungsrohr
7 ist oben als rohrförmiger Bügel beschrieben. Eine derartige Ausbildung ist vorteilhaft
bei einer robusten Ausführung der Vorrichtung. Es können aber auch andere Gestaltungen
vorgenommen werden. Wie oben bereits angetönt, kann das Vernebelungsrohr auch als
Mantelrohr um den Speichertank
5 herum ausgebildet werden. Man kann aber das Vemebelungsrohr auch als abstehendes
Rohr ausbilden, welches lediglich am Endbereich
19 befestigt ist. Das Vemebelungsrohr muss keinen kreisförmigen Querschnitt haben; beliebige
Querschnitte, wie beispielsweise in der Form eines Vierkantrohres, eines elliptischen
Rohres, ... sind möglich. Wählt man ein abstehendes Rohr, so muss dieses nicht gerade
abstehend sein; es kann beliebig gebogen sein.
[0054] Auch der Speichertank
5 muss nicht unbedingt einen kreiszylindrischen Querschnitt haben. Der Speicherinnenraum
muss lediglich derart ausgebildet sein, dass ein Treibspiegel zum Austreiben des Wirkstoffes
bewegbar ist. D.h. es sind elliptische und vieleckige Querschnitte unter Anpassung
der Form des Treibspiegels möglich.
[0055] Zur Verbindung der beiden Vorrichtungen
1e und
1f wurde, wie oben erwähnt, lediglich die Tankverschlusskappe
29 durch ein Kupplungsstück
37 und einen pyrotechnischen Treibsatz
39 ersetzt, wobei das Kupplungsstück
37 und der Aussenendbereich des Speichertanks
5 derart ausgebildet waren, dass eine Verschraubung möglich war. Anstelle dieser Verschraubung
kann jedoch auch eine Flanschverbindung analog zu den Elementen
25a und
23b gewählt werden. Selbstverständlich können auch andere Verbindungsarten gewählt werden.
1. Vorrichtung (1; 1 a-1 d; 1e-1h) mit einem mit einem Wirkstoff (3) gefüllten bzw. füllbaren Speichertank (5), mit einem pyrotechnischen Treibsatz (6; 39) in einem ersten Endbereich (9) des Speichertanks (5), mit einem durch Treibgase des entzündeten Treibsatzes (6; 39) antreibbaren Treibspiegel (13) zum Austreiben des Wirkstoffes (3) und mit einer Einheit (7) zur Vemebelung des austreibenden Wirkstoffes (3) sowie wenigstens einem Zündbefehlsgeber (35a; 35b), der mit dem Treibsatz (6; 39) zu dessen Initiierung zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit (7) zur Vernebelung als Vernebelungsrohr (7) mit mehreren Auslassdüsen (15) im Rohrmantel zur Vernebelung eines Raumbereichs (14) mit dem Material des Wirkstoffes (3) ausgebildet ist, wobei eines (18) der Enden des Vernebelungsrohres (7) an einem zweiten, dem ersten abgewandten Tankendbereich (19) derart angeordnet ist, dass der durch den Treibspiegel (13) in Bewegung setzbare Wirkstoffstrom im zweiten Tankendbereich (19) umgelenkt in das Vernebelungsrohr (7) überführt wird.
2. Vorichtung (1; 1a-1d; 1e-1h) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vernebelungsrohr (7) sich von zweiten Tankendbereich (19) ausgehend sich erstreckt und insbesondere die Auslassdüsen (15) derart ausgebildet sind, dass ein Wirkstoffaustritt nicht in Verlängerung der Speichertanklängsachse
(17) erfolgt, und vorzugsweise die Auslassdüsen (15) nicht in unmittelbarer Nähe zum zweiten Tankende (19) liegen.
3. Vorrichtung (1; 1a-1d; 1e-1h) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Treibsatz (6; 39), Speichertank (5) und Vernebelungsrohr (7) als Bausatzelemente derart ausgebildet sind, dass mehrere Vorrichtungen (1a-1d) derart angeordnet werden können, dass deren paralleler Betrieb möglich ist, indem
ein Zündbefehlsgeber (35a) auf mehrere Treibsätze (6) wirkt und jeder Speichertank (5) an seinem zweiten Endbereich (19) eine Tankverschlusskappe (29) hat, und auch mehrere Vorrichtungen (1e-1h) derart angeordnet werden können, dass deren Seriebetrieb möglich ist, wobei die Tankverschlusskappe
(29) durch ein Kupplungsstück (37) zum Ankuppeln des ersten Tankendbereichs (9) eines weiteren Speichertanks (5) ausgebildet ist und im Kupplungsstück (37) ein pyrotechnischer Treibsatz (39) angeordnet ist, der durch Aufschlag des Treibspiegels (13) der vorgängigen Vorrichtung (1e, 1f, 1g) zündbar ist.
4. Vorrichtung (1; 1a-1d; 1e-1h) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der erste wie auch der zweite Tankendbereich (9, 19) eine derartige Ankopplungsformation, vorzugsweise ein derartiges Gewinde (31, 32), aufweisen, dass sowohl eine Haltekappe (12) für einen pyrotechnischen, insbesondere einen elektropyrotechnischen Gasgenerator
(10) des Treibsatzes (6), wie auch für ein Kupplungsstück (37) zum Ankuppeln eines ersten Tankendbereichs (9) eines weiteren Speichertanks (5) möglich ist.
5. Vorrichtung (1; 1a-1d; 1e-1h) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Speichertank (5) langestreckt, insbesondere mit einem kreiszylindrischen Querschnitt, ausgebildet
und das Vernebelungsrohr (7) entlang des Speichertankmantels verlaufend angeordnet ist.
6. Vorrichtung (1; 1a-1d; 1e-1h) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Speichertank (5) am ersten und am zweiten Tankendbereich (9, 19) je einen seitlich abstehenden ersten Flansch (25a, 25b) hat, das Vernebelungsrohr (7) bügelartig gebogen ist und an seinen Rohrenden je einen zweiten, zu den ersten Flanschen
(21b, 23b) passenden Flansch (25a, 25b) hat und vorzugsweise zwischen den benachbart zum zweiten Tankendbereich (19) liegenden Flanschen (23b, 25a) des Speichertanks (5) und des Vernebelungsrohres (7) ein Trennmittel (27) angeordnet ist, welches im ungezündeten Zustand des Treibsatzes (6; 39) ein Eindringen des Wirkstoffes (3) in das Vernebelungsrohr (7) verhindert und beim Zünden des Treibsatzes (6; 39) durch den Druckaufbau im Wirkstoff (3) brechend den Wirkstoff (3) in das Vernebelungsrohr (7) zum Austrieb durch dessen Düsen (15) eintreten lässt.
7. Verwendung wenigstens einer Vorrichtung (1; 1a-1d; 1e-1h) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 als Objektschutz, wobei der Zündbefehlsgeber (35a, 35b) als Bruch-, Erschütterungs- und/oder Berührungssensor ausgebildet ist, um Unbefugte
(Einbrecher, Vandalen, ...) von einem zu schützenden Objekt ab- bzw. fernzuhalten.
8. Verwendung wenigstens einer Vorrichtung (1; 1a-1d; 1e-1h) nach einem derAnsprüche 1 bis 6 als Feuerlöschanlage ohne Anschluss an eine Löschwasserleitung,
wobei der Zündbefehlsgeber (35a, 35b) als sogenannter Rauchmelder ausgebildet ist und der Wirkstoff (3) ein Löschmittel ist.