[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Anschließen eines Steckverbinders
an eine geschirmte elektrische Leitung, über deren mindestens einen isolierten Leiter
aufweisender Seele ein als Geflecht aus metallischen Drähten bestehender Schirm angebracht
ist, der von einem Mantel aus Isoliermaterial umgeben ist, welche ein rohrförmiges,
metallisches Kontaktelement aufweist, auf dessen äußerer Oberfläche der Schirm der
Leitung rundum aufliegt und durch welches die Seele der Leitung hindurchgeführt ist
(EP 1 095 429 A1).
[0002] Geschirmte elektrische Leitungen werden dort eingesetzt, wo eine störungsfreie Signalübertragung
erforderlich ist. Sie werden beispielsweise an elektronische Geräte, wie Oszillographen,
Meßgeräte oder Steuergeräte, angeschlossen. Der Schirm einer solchen Leitung darf
an der Einführungsstelle der Leitung in das entsprechende Gerät nicht unterbrochen
sein. Das gilt auch dann, wenn an dem Ende der Leitung ein Teil eines Steckverbinders
angebracht wird, der in ein Gerät einzustecken oder mit einem komplementären Teil
des Steckverbinders zusammenzustecken ist. Auch im Bereich einer derartigen Steckverbindung
muß die Schirmung erhalten bleiben.
[0003] Bei der aus der DE 32 42 073 C2 bekannten Anordnung ist eine geschirmte Leitung in
ein metallisches Gehäuse eines elektrischen Geräts eingeführt. Der als Geflecht ausgeführte
Schirm der Leitung liegt hier außen auf einem als Rohr ausgeführten Kontaktelement
auf. Über dem Schirm ist eine denselben auf dem Rohr festlegende Quetschhülse angeordnet.
Das Leitungsende ist feuchtigkeitsdicht in einen durch Spritzen hergestellten Schutzkörper
aus Isoliermaterial eingebettet. Das durch die Wandung des Gehäuses hindurchragende
Rohr hat einen Gewindestutzen. Es ist in Montageposition im Innern des Gehäuses durch
eine auf den Gewindestutzen aufgeschraubte Mutter festgelegt. Die isolierten Leiter
der Leitung ragen dann durch das Rohr bis in das Gehäuse hinein.
[0004] Bei der bekannten Anordnung nach der eingangs erwähnten EP 1 095 429 A1 ist ein metallisches
Rohrstück zwischen der Seele der Leitung und dem dieselbe umgebenden Schirm angeordnet,
und zwar in einem vom Mantel aus Isoliermaterial umgebenen Bereich. Der an seinem
Ende abgemantelte Schirm ist so zurückgebogen, daß er außen auf dem Mantel aufliegt.
Über dem Rohrstück und dem Mantel der Leitung mit außen anliegendem Schirm ist eine
an ihrem über die Leitung ragenden, hinteren Ende verformbare metallische Hülse angebracht,
die mit ihrem vorderen Ende am Rohrstück anliegt. Die Hülse ist durch eine auf dieselbe
aufgeschraubte Überwurfmutter an ihrem verformbaren, freien Ende auf den Mantel der
Leitung mit Schirm und das darunter liegende Rohrstück aufgepreßt. Die Funktionssicherheit
dieser bekannten Anordnung ist wesentlich von der Festigkeit und vom Bestand des Mantels
abhängig. Sie ist daher auf Dauer nicht gewährleistet, da das Material des Mantels
bei der auf denselben einwirkenden Preßbelastung relativ schnell nachgibt. Die vielen
Teile der Anordnung lockern sich dann und die Schirmung wird unterbrochen.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Anordnung so
zu gestalten, daß sie bei voll wirksamer Schirmung auf Dauer Bestand hat.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst,
- daß der Steckverbinder in einem topfförmigen, denselben auf seiner ganzen Länge umgebenden
und seine Steckseite freilassenden, metallischen Gehäuse angeordnet ist,
- daß das Kontaktelement als durch die Wandung des Gehäuses hindurchragender Rohrstutzen
ausgebildet ist, an dessen im Gehäuse liegenden Ende eine Erweiterung angebracht ist,
die dicht und fest an der Wandung anliegt, und
- daß der Schirm durch eine über dem aus dem Gehäuse herausragenden Rohrstutzen angebrachte
Quetschhülse an demselben festgelegt ist.
[0007] Diese Anordnung ist einfach aufgebaut und einfach zu handhaben. Für den Anschluß
der Leitung an das metallische Gehäuse des Steckverbinders muß nur das Kontaktelement
so durch ein in der Wandung desselben vorhandenes Loch gesteckt werden, daß seine
umlaufende Erweiterung dicht und fest an der Wandung anliegt. Leiter und Schirm der
Leitung sind von deren aus Isoliermaterial bestehenden Mantel befreit. Der Leiter
wird durch den aus dem Gehäuse herausragenden Rohrstutzen des Kontaktelements hindurch
gesteckt. Dabei wird gleichzeitig der Schirm außen auf den Rohrstutzen aufgeschoben.
Die vorzugsweise vorher auf die Leitung aufgeschobene Quetschhülse wird dann bis zur
Anlage an der Wandung des Gehäuses in Position gebracht und in dieser Position um
Schirm und Rohrstutzen herumgequetscht. Der Schirm ist dadurch am Kontaktelement festgelegt
und das Kontaktelement selber ist ohne zusätzliche Befestigungsmittel mit dem Gehäuse
verbunden und an dessen Wandung befestigt. Da der Schirm direkt auf dem Rohrstutzen
aufliegt und die Quetschhülse direkt über dem Schirm angebracht ist, ergibt sich eine
auf Dauer feste Anordnung mit sicherer Schirmung von Leitung und Steckverbinder.
[0008] Die Quetschhülse kann sich bei entsprechender Länge bis über den Mantel der Leitung
erstrecken. Es ist aber auch möglich, einen Schrumpfschlauch aufzubringen, der an
einer kürzeren Quetschhülse und am Mantel der Leitung anliegt.
[0009] Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt.
[0010] Es zeigen:
Fig. 1 die Anordnung nach der Erfindung in schematischer Darstellung.
Fig. 2 eine Einzelheit der Anordnung in vergrößerter Darstellung.
Fig. 3 einen Schnitt durch Fig. 2 längs der Linie III - III.
Fig. 4 eine gegenüber Fig. 2 abgewandelte Ausführungsform.
[0011] In Fig. 1 ist schematisch ein Steckverbinder 1 dargestellt, bei dem es sich um einen
Teil einer elektrischen Steckverbindung handelt. Der Steckverbinder 1 kann mit Steckerstiften
oder Buchsenkontakten ausgerüstet sein. An den Steckverbinder 1 ist eine geschirmte
elektrische Leitung 2 angeschlossen, die mindestens einen isolierten elektrischen
Leiter (Ader) aufweist. Üblicherweise hat die Leitung 2 zwei oder mehr Adern, welche
gegebenenfalls mit zusätzlichen Umhüllungen die Seele der Leitung 2 bilden. Diese
ist von einem als Geflecht aus metallischen Drähten, insbesondere aus Kupferdrähten,
ausgeführten Schirm 3 umgeben, über dem ein Mantel 4 aus Isoliermaterial angebracht
ist (Fig. 2 und 4). Der Steckverbinder 1 ist von einem topfförmigen, metallischen
Gehäuse 5 umgeben, das nur dessen Steckseite freiläßt. Es besteht beispielsweise aus
Zink. Die Leitung 2 bzw. deren Seele ist durch die Wandung des Gehäuses 5 hindurchgeführt.
[0012] Die Verbindung des Schirms 3 der Leitung 2 mit dem Gehäuse 5 wird im folgenden anhand
der Fig. 2 bis 4 erläutert, in denen nur die für das Verständnis der Anordnung erforderlichen
Teile der Leitung 2 dargestellt sind:
[0013] Zum Einführen der Leitung 2 bzw. der Seele derselben in das Gehäuse 5 ist ein als
Rohrstutzen 6 ausgebildetes Kontaktelement verwendet. Der Rohrstutzen 6 besteht beispielsweise
aus Stahl bzw. Edelstahl. Er dient gleichzeitig der Verbindung des Schirms 3 der Leitung
2 mit dem metallischen Gehäuse 5 und damit der sicheren Durchverbindung der Schirmung.
Der Rohrstutzen 6 ist in ein Loch in der Wandung des Gehäuses 5 eingesetzt. Er hat
an seinem innerhalb des Gehäuses 5 liegenden Ende eine vorzugsweise mit rechtwinkligem
Übergang nach außen abstehende Erweiterung 7, die dicht und fest an der Wandung des
Gehäuses 5 anliegt. Das kann beispielsweise durch einen aus Zink bestehenden Quetschring
8 erreicht werden, der außen auf die Erweiterung 7 aufgepreßt ist. Der Quetschring
8 kann aber auch einteilig mit der Erweiterung 7 des Rohrstutzens 6 ausgeführt sein.
[0014] Der Rohrstutzen 6 ragt aus dem Gehäuse 5 heraus. An seiner äußeren Umfangsfläche
liegt der Schirm 3 der Leitung 2 rundum an. Er ist am Rohrstutzen 6 durch eine beispielsweise
aus Messing oder Kupfer bestehende Quetschhülse 9 festgelegt, welche direkt an dem
Schirm 3 anliegt und denselben auf den Rohrstutzen 6 preßt. Die Quetschhülse 9 liegt
außerdem mit einer Stirnseite vorzugsweise dicht an der Wandung des Gehäuses 5 an.
Sie dient in erster Linie zur festen Verbindung von Schirm 3 und Rohrstutzen 6 und
im Zusammenwirken mit der Erweiterung 7 des Rohrstutzens 6 zur Abstützung der Verbindung
am Gehäuse 5. Nach dem Verpressen kann die Quetschhülse 9 entsprechend Fig. 3 beispielsweise
einen sechseckigen Querschnitt haben.
[0015] Die Quetschhülse 9 kann gemäß Fig. 2 so lang sein, daß sie bis über den Mantel 4
der Leitung 2 ragt. Sie wird dann auch mit diesem verquetscht. Dadurch ist der Mantel
4 auf einfache Weise so an der Verbindungsstelle gehalten, daß er nicht wegrutschen
kann.
[0016] Alternativ zur Ausführungsform nach Fig. 2 kann gemäß Fig. 4 auch eine kurze Quetschhülse
9 verwendet werden. In diesem Fall kann zusätzlich ein aus einem bei Wärmezufuhr schrumpfenden
Material bestehender Schrumpfschlauch 10 eingesetzt werden, der an der Quetschhülse
9 anliegt und sich bis über den Mantel 4 der Leitung 2 erstreckt. Auch so ist der
Mantel 4 an der Verbindungsstelle festgehalten. Der Schrumpfschlauch 10 kann an seiner
äußeren Oberfläche auch mit Kennzeichen versehen sein.
[0017] Die Anordnung nach der Erfindung wird beispielsweise wie folgt hergestellt:
[0018] Der Rohrstutzen 6 wird durch ein Loch in der Wandung des Gehäuses 5 geschoben und
beispielsweise mit dem Quetschring 8 an demselben befestigt. Das Ende der Leitung
2 bzw. deren Seele wird dann durch den Rohrstutzen 6 geschoben und an demselben befestigt.
Dazu wird vorher der Mantel 4 der Leitung 2 auf einer vorgegebenen Länge entfernt.
Der dadurch freigelegte Schirm 3 wird danach so weit gekürzt (abgetrennt), daß die
Ader bzw. Adern der Seele der Leitung 2 mit ausreichender Länge aus demselben herausragt
bzw. herausragen. Beim Durchschieben der Seele der Leitung 2 durch den Rohrstützen
6 wird gleichzeitig der Schirm 3 außen auf den Rohrstutzen 6 aufgeschoben. Dabei wird
der Schirm 3 wegen des größeren Außendurchmessers des Rohrstutzens 6 etwas aufgeweitet,
so daß er fest an demselben anliegt. Das wird durch ein konisch geformtes Ende des
Rohrstutzens 6 erleichtert, so wie es in den Fig. 2 und 4 gezeigt ist. Die vorher
auf die Leitung 2 aufgeschobene Quetschhülse 9 wird dann positioniert und mit dem
Schirm 3 sowie gegebenenfalls dem Mantel 4 der Leitung 2 verquetscht.
1. Anordnung zum Anschließen eines Steckverbinders an eine geschirmte elektrische Leitung,
über deren mindestens einen isolierten Leiter aufweisender Seele ein als Geflecht
aus metallischen Drähten bestehender Schirm angebracht ist, der von einem Mantel aus
Isoliermaterial umgeben ist, welche ein rohrförmiges, metallisches Kontaktelement
aufweist, auf dessen äußerer Oberfläche der Schirm der Leitung rundum aufliegt und
durch welches die Seele der Leitung hindurchgeführt ist,
dadurch gekennzeichnet,
- daß der Steckverbinder (1) in einem topfförmigen, denselben auf seiner ganzen Länge
umgebenden und seine Steckseite freilassenden, metallischen Gehäuse (5) angeordnet
ist,
- daß das Kontaktelement als durch die Wandung des Gehäuses (5) hindurchragender Rohrstutzen
(6) ausgebildet ist, an dessen im Gehäuse (5) liegenden Ende eine Erweiterung (7)
angebracht ist, die dicht und fest an der Wandung anliegt, und
- daß der Schirm (3) durch eine über dem aus dem Gehäuse (5) herausragenden Rohrstutzen
(6) angebrachte Quetschhülse (9) an demselben festgelegt ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Quetschhülse (9) außen dicht an der Wandung des Gehäuses (5) anliegt.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Erweiterung (7) mit rechtwinkligem Übergang von außen von dem Rohrstutzen (6)
absteht.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Quetschhülse (9) sich mit ihrem freien Ende bis über den Mantel (4) der Leitung
(2) erstreckt.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß über der Quetschhülse (9) ein aus einem bei Wärmezufuhr schrumpfendem Material bestehender
Schrumpfschlauch (10) angeordnet ist, der sich bis über den Mantel (4) der Leitung
(2) erstreckt.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Rohrstutzen (6) und Erweiterung (7) sowie ein dieselbe außen umgebender Quetschring
(8) einteilig ausgeführt sind.