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(11) |
EP 1 314 364 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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18.07.2012 Patentblatt 2012/29 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.10.2005 Patentblatt 2005/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 06.11.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zur Herstellung von stabförmigen Gegenständen
Device for producing rod-like articles
Dispositif pour la production d'articles en forme de tige
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.11.2001 DE 10157760
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.05.2003 Patentblatt 2003/22 |
| (73) |
Patentinhaber: Hauni Maschinenbau AG |
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21033 Hamburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Wolff, Stephan
21509 Glinde (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 2 820 460 US-A- 3 039 908 US-A1- 2001 017 139
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US-A- 3 017 309 US-A- 4 357 188
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von stabförmigen Gegenständen
aus einem Materialstrang, insbesondere der Tabak verarbeitenden Industrie, mit einer
Umhüllungseinrichtung mit einem umlaufenden Förder- oder Formatband zur Umhüllung
des Materialstranges mit Hüllmaterial, einer Erwärmungseinrichtung zur Erwärmung des
Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände und einer
ersten Transporteinrichtung zum Transport des Materialstranges oder der daraus hergestellten
stabförmigen Gegenstände durch die vorgenannten Einrichtungen, vorzugsweise in längsaxialer
Richtung.
[0002] In der Tabak verarbeitenden Industrie kann unter anderem eine solche Vorrichtung
Teil einer Filterstrangmaschine zur Herstellung von Filterstäben sein. Bei der Erzeugung
von Filterstäben wird das von einem Ballen in einem endlosen Streifen abgezogene Filtermaterial
(Tow), das aus einzelnen Fäden oder Fasern (z.B. aus Celluloseactetat) besteht, aufbereitet,
bevor es zu einem Filterstrang zusammengerafft, mit einem Umhüllungsstreifen, dessen
Nahtbereich mit Klebstoff versehen ist, umhüllt und in Einzelfilterstäbe einfacher
oder mehrfacher Gebrauchslänge zerschnitten wird. Die Aufbereitung geht in der Praxis
meist so vor sich, daß der Filtermaterialstreifen nach dem Abziehen vom Ballen zunächst
von Luftdüsen gelockert und verbreitert und anschließend in einer Reckzone in Längsrichtung
gestreckt wird. In diesem Zustand wird dann der Filtermaterialstreifen mit Weichmacher
benetzt, der die Oberfläche der Fäden oder Fasern klebfähig macht, worauf diese verkleben.
Der so vorbereitete Streifen wird anschließend zu dem Strang zusammengerafft, umhüllt
und in Einzelfilterstäbe einfacher oder mehrfacher Gebrauchslänge zerschnitten.
[0003] Der erwähnte Weichmacher, bei dem es gewöhnlich um Triacetin handelt, bildet ein
Lösungsmittel für das Filtermaterial. Bei Benetzung der Faseroberflächen durch den
Weichmacher werden diese angelöst und können an Kontaktstellen verkleben. Zur Aushärtung
der so gebildeten Faserverbindungen muß die Konzentration des Weichmachers im gelösten
Filtermaterial reduziert werden. Dies geschieht durch Diffusion des Weichmachers in
das Innere der Fasern, wodurch eine Verteilung des Weichmachers auf eine wesentlich
größere Materialmenge und somit die gewünschte Verdünnung erzielt wird. Wie bei den
meisten chemischen Prozessen hängt die Geschwindigkeit dieser Diffusion von der Temperatur
ab, wobei eine erhöhte Temperatur zu einer beschleunigten Aushärtung führt.
[0004] Die Umhüllungseinrichtung weist gewöhnlich ein endlos umlaufendes Förderband auf,
auch als Formatband bezeichnet, mit dessen Hilfe der Materialstrang und das getrennt
zugeführte Hüllmaterial in längsaxialer Richtung durch die Umhüllungseinrichtung,
auch als Format bezeichnet, gefördert wird. Dabei wird ein Umhüllungsstreifen in der
Umhüllungseinrichtung durch stationäre Formwerkzeuge um den Materialstrang gelegt
und entsprechend verklebt.
[0005] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der
US 3,017,309 A bekannt, bei welcher durch eine Umhüllungseinrichtung ein endlos umlaufendes Förder-
oder Formatband geführt ist. In Transportrichtung betrachtet, ist hinter der Umhüllungseinrichtung
eine Erwärmungseinrichtung angeordnet, durch die auch das Förder- oder Formatband
läuft. Erst nach Austritt aus der Erwärmungseinrichtung wird das Formatband von dem
dann mit dem Hüllmaterial umhüllten Materialstrang wieder abgehoben. Dies führt zu
einer Erwärmung des Förder- oder Formatbandes. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt,
dass durch die Erwärmung das Förder- oder Formatband einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt
wird.
[0006] Um ein unerwünschtes sukzessives Aufheizen des Förder- oder Formatbandes zu verhindern,
ist es erforderlich, dieses während des Rücklaufes außerhalb der Erwärmungseinrichtung
zu kühlen, wie in der
DE 24 43 056 B2 vorgeschlagen wird. Allerdings bedeutet diese Maßnahme einen nicht unbeträchtlichen
zusätzlichen apparativen Aufwand, der sich insbesondere hinsichtlich der Kosten für
die Herstellung und die Wartung negativ bemerkbar macht.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die zuvor beschriebenen nachteiligen Wirkungen
auf das Förder- oder Formatband zu vermeiden, eine effektive Erwärmung des Materialstranges
zu gewährleisten und den Aufbau der Vorrichtung zu vereinfachen.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zur Herstellung von stabförmigen
Gegenständen aus einem Materialstrang mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0009] Erfindungsgemäß findet die Wärmebehandlung also erst nach Abheben des Förder- oder
Formatbandes vom dann bereits umhüllten Materialstrang statt, so dass das Förder-
oder Formatband nicht erwärmt wird und somit auch nicht gekühlt zu werden braucht.
Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass das Förder- oder Formatband einem erhöhten Verschleiß
aufgrund der Erwärmung oder gar von Erwärmungs-Abkühlungs-Zyklen nicht ausgesetzt
wird, sondern eine längere Lebensdauer erfährt. Durch die erfindungsgemäße Applikation
von Mikrowellen wird gleichzeitig eine effektive Erwärmung des Materialstranges bewirkt.
Die erwähnten erfindungsgemäßen Maßnahmen führen schließlich zu einer erheblichen
Vereinfachung des Aufbaus der Vorrichtung.
[0010] Zwar lehrt die
US 4,357,188 A bereits die Applikation von Mikrowellen zur Erwärmung eines Materialstranges; jedoch
geht dieser Stand der Technik zwingend davon aus, dass der Materialstrang nur mit
Hilfe des Förder- oder Formatbandes sicher durch den Mikrowellenapplikation geführt
werden kann. Hierbei wird die zwangsläufige Erwärmung des Förder- oder Formatbandes
und gegebenenfalls dessen aufwendige Kühlung in Kauf genommen. Dieser offensichtlich
nachteilige Effekt wurde über zwanzig Jahre in Kauf genommen, obwohl eine Erwärmung
hinter dem Format, wie sie beispielsweise in der
US 3,039,908 A offenbart ist, wiederum bereits mindestens zwanzig Jahre vor Aufkommen der Mikrowellentechnik
grundsätzlich bekannt war. Das auf dieses Verharren in der nachteiligen Technik beruhende
Vorurteil konnte erst mit Hilfe der Lehre der vorliegenden Erfindung überwunden werden.
[0011] Bevorzugte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0012] Für den gewöhnlichen Fall, daß eine Schneideeinrichtung zum Schneiden des umhüllten
Materialstranges in stabförmige Gegenstände vorgesehen ist, kann die Schneideeinrichtung
zwischen der Umhüllungseinrichtung und der Erwärmungseinrichtung angeordnet sein,
so daß bei dieser Ausführung die aus dem umhüllten Materialstrang bereits hergestellten
stabförmigen Gegenstände der Wärmebehandlung unterzogen werden.
[0013] Sofern eine zweite Transporteinrichtung zum Abtransport der stabförmigen Gegenstände,
vorzugsweise in queraxialer Richtung, vorgesehen ist, sollte diese zweite Transporteinrichtung,
die gewöhnlich eine Trommel aufweist, in Transportrichtung der stabförmigen Gegenstände
betrachtet, hinter der Erwärmungseinrichtung angeordnet sein. Vorzugsweise ist diese
zweite Transporteinrichtung in einem Gehäuse untergebracht und eine das Gehäuse umgebende
Wärmeisolierung und/oder eine Einrichtung zur Klimatisierung des Gehäuses vorgesehen,
um ein zu rasches Auskühlen der von der Erwärmungseinrichtung erwärmten stabförmigen
Gegenstände zu verhindern.
[0014] Die Erwärmungseinrichtung weist eine Führungseinrichtung auf, entlang derer der Materialstrang
oder die daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände durch die Erwärmungseinrichtung
bewegbar sind. Vorzugsweise ist diese Führungseinrichtung relativ zur Bewegung des
Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände stationär
angeordnet und zur passiven Führung des Materialstranges oder der daraus hergestellten
stabförmigen Gegenstände ausgebildet, wobei der Materialstrang oder die daraus hergestellten
stabförmigen Gegenstände von der ersten Transporteinrichtung mit soviel kinetischer
Energie beaufschlagt werden, daß sie sich entlang der Führungseinrichtung allein fortbewegen
können.
[0015] Die Führungseinrichtung weist ein bahnförmiges Führungsmittel zur beweglichen Aufnahme
des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände auf.
[0016] Das Führungsmittel weist eine untere Sektion zur beweglichen Auflage des Materialstranges
oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände und eine obere Sektion auf,
wobei der Abstand zwischen der unteren Sektion und der oberen Sektion entsprechend
der Dicke des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände
bemessen ist. Während ihrer Bewegung durch die Erwärmungseinrichtung werden der Materialstrang
oder die daraus hergestellten stabförmigen Gegenständen zwischen den unteren und oberen
Sektionen des Führungsmittels aufgenommen, indem sie sich auf der unteren Sektion
entlang bewegen und im wesentlichen auch in berührender Anlage an der oberen Sektion
befinden.
[0017] Zweckmäßigerweise bildet die untere Sektion eine im Querschnitt konkave Auflagefläche.
Dadurch entsteht eine wannenartige Form, in der der Materialstrang oder die daraus
hergestellten stabförmigen Gegenstände aufgenommen werden.
[0018] Die untere Sektion weist mindestens zwei voneinander beabstandete Auflageelemente
auf.
[0019] Bei einer gegenwärtig besonders bevorzugten Weiterbildung dieser Ausführung bilden
diese Auflageelemente eine im wesentlichen punktförmige oder in Bewegungsrichtung
des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände lineare
Auflage für den Materialstrang oder die daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände.
Dadurch wird ein im Querschnitt punktuelles Stützlager, beispielsweise ein Zweipunktlager
für die untere Sektion, gebildet und auf diese Weise die Fläche, mit der der Materialstrang
oder die daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände aufliegen, soweit wie möglich
minimiert. Auf diese Weise kann eine Reduzierung der Reibung erzielt werden, was sich
wiederum vorteilhaft auf die Bewegung des Materialstranges oder der daraus hergestellten
stabförmigen Gegenstände auswirkt. Ein weiterer nicht unerheblicher Vorteil einer
solchen diskreten Auflage besteht in diesem Zusammenhang darin, daß der Materialstrang
oder die daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände und die Auflage zueinander
so ausgerichtet werden können, daß eine Berührung mit Naht- oder Klebestellen der
Umhüllung vermieden wird, welche ansonsten eine Verschmutzungsgefahr bedingt. Demnach
können der Materialstrang oder die daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände so
ausgerichtet sein, daß sich die Naht- oder Klebestelle zwischen den Auflageelementen
oder außerhalb der Auflageelemente und somit außer Eingriff mit diesen befindet.
[0020] Ebenfalls kann die obere Sektion eine im wesentlichen punktförmige oder in Bewegungsrichtung
des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände lineare
Anlage für der Materialstrang oder die daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände
bilden, so daß hier in gleicher Weise die zuvor erläuterten Wirkungen und Vorteile
zum Tragen kommen. Auf diese Weise wird beispielsweise, im Querschnitt betrachtet,
ein Dreipunkt-Stützlager zusammen mit der unteren Sektion gebildet.
[0021] Das bahnförmige Führungsmittel weist eine längliche Form auf. Die Auflageelemente
weisen sich in Bewegungsrichtung des Materialstranges oder der daraus hergestellten
stabförmigen Gegenstände, vorzugsweise parallel zueinander, erstreckende Stäbe auf.
Auch die obere Sektion kann mindestens einen sich in Bewegungsrichtung der stabförmigen
Gegenstände erstreckenden Stab aufweisen. Zur Erzielung der zuvor erwähnten linearen
Auflage sollten der oder die Stäbe zweckmäßigerweise einen runden Querschnitt besitzen.
[0022] Gewöhnlich ist das bahnförmige Führungsmittel zur Führung des Materialstranges oder
der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände in längsaxialer Richtung ausgebildet.
Dabei muß der Querabstand der Auflageelemente kleiner als die Dicke oder der Durchmesser
des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände sein.
[0023] Zweckmäßigerweise sollte das Führungsmittel aus einem hitzebeständigen, vorzugsweise
keramischen, und/oder reibungsarmen Werkstoff bestehen.
[0024] Bei einer weiteren gegenwärtig besonders bevorzugten Ausführung, bei welcher die
Erwärmungseinrichtung ein Gehäuse aufweist, ist im Gehäuse das Führungsmittel angeordnet
und weist das Gehäuse einen zu öffnenden Abschnitt auf, der so ausgebildet ist, daß
beim Öffnen des Gehäuses das Führungsmittel im wesentlichen freigelegt wird. Diese
Ausführung bietet einen leichten und einfachen Zugriff auf den Transportweg des Materialstranges
oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände innerhalb der Erwärmungseinrichtung,
was nicht nur für die Wartung von Vorteil ist, sondern auch dann, wenn im Betrieb
durch eine Störung ein Materialstau in der Erwärmungseinrichtung auftreten sollte.
[0025] Zweckmäßigerweise bildet der zu öffnende Abschnitt einen Deckel des Gehäuses. Dabei
kann das Gehäuse aus zwei Halbschalen bestehen, von denen die untere Halbschale feststeht
und die obere Halbschale zu öffnen ist. Für eine einfache Handhabung sollte der zu
öffnende Abschnitt des Gehäuses um eine Schwenkachse verschwenkbar gelagert sein,
wobei sich die Schwenkachse vorzugsweise im wesentlichen in Bewegungsrichturig des
Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände erstrecken
sollte, um in der Erwärmungseinrichtung einen möglichst einfachen Zugriff auf den
Transportweg des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände
im wesentlichen über dessen gesamte Länge haben zu können.
[0026] Vorzugsweise sollte die obere Sektion des Führungsmittels am zu öffnenden Abschnitt
des Gehäuses angeordnet sein. Auf diese Weise wird mit dem Öffnen des Gehäuses gleichzeitig
auch der Transportweg geöffnet, wodurch ein besonders einfacher Zugriff möglich wird.
[0027] Schließlich sollte eine Sicherheitsschaltung vorgesehen sein, die beim Öffnen des
Gehäuses die Erwärmungseinrichtung deaktiviert. Der Benutzer braucht bei dieser Ausführung
auf ein Ausschalten der Erwärmungseinrichtung nicht zu achten, da dieses aufgrund
der Sicherheitsschaltung automatisch geschieht. Dies ist bei Verwendung von Mikrowellen
von Vorteil.
[0028] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Aufbau einer Filterstrangmaschine;
- Fig. 2
- eine teilweise ausgebrochene Seitenansicht eines in der Filterstrangmaschine gemäß
Fig. 1 enthaltenen Mikrowellenapplikators; und
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den Mikrowellenapplikator von Fig. 2 im geschlossenen Zustand
(Fig. 3a) und im geöffneten Zustand (Fig. 3b).
[0029] In Fig. 1 ist schematisch der Aufbau einer Filterstrangmaschine 2 gezeigt.
[0030] Vorgeschaltet der Filterstrangmaschine 2 ist ein nicht dargestelltes Aufbereitungsgerät,
wie es in der
DE 42 09 606 A1 beschrieben ist. In einem solchen Aufbereitungsgerät wird ein Filtermaterialstreifen
von einem Ballen abgezogen und unter anderem durch Ausbreiten und Recken sowie Besprühen
mit fein verteiltem flüssigem Weichmacher wie z.B. Triacetin behandelt. Der mit Weichmacher
besprühte Filtermaterialstreifen wird im Aufbereitungsgerät schließlich in eine zusammengeraffte
strangförmige Form überführt und dann zur Filterstrangmaschine 2 befördert. In Fig.
1 ist der vom Aufbereitungsgerät bereitgestellte Filtermaterialstreifen schematisch
dargestellt und dabei mit dem Bezugszeichen 10 gekennzeichnet.
[0031] Über einen Einlauftrichter 17 gelangt dann der Filtermaterialstreifen 10 in die Filterstrangmaschine
2, wo er zusammengefaßt und auf einen von einer Bobine 18 abgezogenen und mittels
einer Beleimeinrichtung 19 mit Heißschmelzkleber versehenen Umhüllungsstreifen 21
aufgelegt wird. Der Umhüllungsstreifen 21 und der zusammengefaßte Filtermaterialstreifen
10 gelangen auf ein endlos umlaufendes Formatband 22, das beide Komponenten durch
ein Format 23 führt, das den Umhüllungsstreifen 21 um den Filtermaterialstreifen 10
herumlegt und dabei einen endlosen Filterstrang 24 bildet. Dieser läuft mit seiner
Naht an einer Kühlleiste 26 vorbei, in welcher die Klebnaht verfestigt wird. Anschließend
werden von dem Filterstrang 24 mittels eines Messerapparates 27 fortlaufend Filterstäbe
abgeschnitten, die durch einen Mikrowellenapplikator 28 in längsaxialer Richtung bewegt
und von einem Beschleuniger 29 in eine Ablegertrommel 31 überführt werden, durch die
sie in queraxialer Richtung weitertransportiert werden. Von der Ablegertrommel 31
gelangen die in Fig. 1 nicht näher dargestellten Filterstäbe zu einem Ablegerband
32, von dem aus sie einer in Fig. 1 ebenfalls nicht dargestellten Weiterverarbeitung
oder Zwischenlagerung zugeführt werden.
[0032] Dem Mikrowellenapplikator 28 ist ein Mikrowellenerzeuger 34 mit integrierter Steuerung
zugeordnet, der wie der Mikrowellenapplikator 28 in einem Zusatzgerät 36 untergebracht
ist. Der Mikrowellenerzeuger 34 erhält von einer Steuereinrichtung 38, die im dargestellten
Ausführungsbeispiel in der Filterstrangmaschine 2 angeordnet ist und ferner einen
Formatbandantrieb 39 steuert, Informationen über die Arbeitsgeschwindigkeit der Filterstrangmaschine
und steuert die erzeugte Mikrowellenleistung entsprechend. Der Formatbandantrieb 39
treibt das endlos umlaufende Formatband 22 an.
[0033] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind der Beschleuniger 29, die Ablegertrommel
31 und auch abschnittsweise das Ablegerband 32 von einem Gehäuse 40 umschlossen, dessen
Wandung mit einer Isolierung 40a versehen ist, um ein zu rasches Auskühlen der im
Mikrowellenapplikator 28 erwärmten Filterstäbe zu verhindern. Zum gleichen Zweck kann
zusätzlich oder alternativ auch eine in Fig. 1 nicht dargestellte Einrichtung zur
Klimatisierung des Gehäuses 40 insbesondere durch Zuführung von Warmluft vorgesehen
sein. Ferner ist im Gehäuse 40 ein Temperatursensor 42 angeordnet, der an den Mikrowellenerzeuger
34 angeschlossen ist, wodurch mit Hilfe der integrierten Steuerung die vom Mikrowellenerzeuger
34 erzeugte Mikrowellenenergie im Mikrowellenapplikator 28 auf einen bestimmten Wert
gesteuert bzw. geregelt wird, um die durch den Mikrowellenapplikator 28 geförderten
Filterstäbe auf eine bestimmte Temperatur zu erwärmen.
[0034] Das Gehäuse 40 bildet demnach eine Ablegeeinheit, die dem Zusatzgerät 36 und der
Filterstrangmaschine 2 nachgeschaltet ist oder Bestandteil des Zusatzgerätes 36 sein
kann.
[0035] Fig. 2 zeigt eine detailliertere, teilweise ausgebrochene Seitenansicht des Mikrowellenapplikators
28, während in Fig. 3 ein Querschnitt des Mikrowellenapplikators 28 im geschlossenen
Zustand (Fig. 3a) und im geöffneten Zustand (Fig. 3b) dargestellt ist.
[0036] Der Mikrowellenapplikator 28 weist ein Gehäuse 50 auf, das über einen Deckel 50a
geöffnet werden kann. Wie Fig. 3 erkennen läßt, bildet der Deckel 50a eine wegklappbare
obere Halbschale des Gehäuses 50 und der untere Abschnitt des Gehäuses 50 dessen feststehende
untere Halbschale. Durch Öffnen des Deckels 50a erhält man freien Zugang zum Innenraum
des Gehäuses 50 und zu den dortigen Einbauten. Im Betrieb des Mikrowellenapplikators
28 wird der Deckel 50a des Gehäuses 50 durch einen Verschluß 52 geschlossen gehalten.
Wie insbesondere Fig. 3 erkennen läßt, ist der Deckel 50a über ein Scharnier 53 am
übrigen Gehäuse 50a gehaltert, wobei die Schwenkachse 53a des Scharniers 53 in Richtung
der Längserstreckung des Gehäuses 50 verläuft. Fig. 2 läßt erkennen, daß sich der
Deckel 50 über fast die gesamte Länge des Gehäuses 50 erstreckt.
[0037] Wie Fig. 2 ebenfalls erkennen läßt, ist ein Sicherheitsschalter 54 vorgesehen, der
beim Öffnen des Gehäuses 50 durch Verschwenken des Deckels 50a ein Abschalten des
Mikrowellenerzeugers 34 (Fig. 1) bewirkt. Demnach ist der Sicherheitsschalter 54 über
ein Kabel 54a an den Mikrowellenerzeuger 34 oder die Steuerung 38 (Fig. 1) angeschlossen.
[0038] An der einen Stirnseite des Gehäuses 50 ist ein Einlaufrohr 56 vorgesehen, durch
das die aus dem Messerapparat 27 (Fig. 1) austretenden geschnittenen und somit vereinzelten
Filterstäbe in das Gehäuse 50 des Mikrowellenapplikators 28 eintreten. An der gegenüberliegenden
Stirnseite des Gehäuses 50 sitzt ein Austrittrohr 57, durch das die im Mikrowellenapplikator
28 erwärmten Filterstäbe in den nachgeschalteten Beschleuniger 29 (Fig. 1) gelangen.
Wie Fig. 2 ferner erkennen läßt, sind das Einlaufrohr 56 und das Austrittsrohr 57
axial fluchtend ausgerichtet.
[0039] Der Mikrowellenapplikator 28 weist eine Führungseinrichtung 60 auf, die im Inneren
des Gehäuses 50 angeordnet ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird die Führungseinrichtung
60 von drei Führungsstäben 61, 62 und 63 gebildet, die parallel zueinander angeordnet
sind und in Längsrichtung des Gehäuses 50 verlaufen. Dabei enden die drei Führungsstäbe
61, 62 und 63 jeweils vor dem Einlaufrohr 56 und dem Austrittsrohr 57 und erstrecken
sich parallel zu der gemeinsamen Achse des Einlaufrohres 56 und des Austrittsrohres
57.
[0040] Wie insbesondere Fig. 3a erkennen läßt, bilden im dargestellten Ausführungsbeispiel
die ersten und zweiten Führungsstäbe 61 und 62 ein Paar und liegen in einer gedachten
horizontalen Ebene, während der dritte Führungsstab 63 mittig oberhalb der ersten
und zweiten Führungsstäbe 61 und 62 angeordnet ist. Somit bilden die ersten und zweiten
Führungsstäbe 61 und 62 zwei untere Führungsstäbe und der dritte Führungsstab 63 einen
oberen Führungsstab.
[0041] Die unteren ersten und zweiten Führungsstäbe 61 und 62 sind an ersten Stützen 64
fixiert, die am feststehenden Teil des Gehäuses 50 befestigt sind. Demgegenüber ist
der obere dritte Führungsstab 63 an zweiten Stützen 66 fixiert, die am Deckel 50a
des Gehäuses 50 befestigt sind. Letzteres hat zur Folge, daß beim Öffnen des Deckels
50a der obere dritte Führungsstab 63 mitgenommen und somit von den unteren ersten
und zweiten Führungsstäben 61 und 62 entfernt wird, wie Fig. 3b zeigt.
[0042] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die drei Führungsstäbe 61, 62 und 63 an
den Eckpunkten eines gedachten gleichschenkligen Dreiecks angeordnet, das die gemeinsame
Achse des Einlaufrohres 56 und des Austrittsrohres 57 umschließt. Demnach bilden das
Einlaufrohr 56, der von den drei voneinander beabstandeten Führungsstäben 61, 62 und
63 gebildete Raum und das Austrittsrohr 57 einen Transportweg, entlang dessen sich
die Filterstäbe in längsaxialer Richtung bewegen.
[0043] Demnach bilden die drei Führungsstäbe 61, 62 und 63 lineare oder, im Querschnitt
betrachtet, punktuelle Dreipunkt-Stützlager.
[0044] Dabei ist der Innendurchmesser des Einlaufrohres 56 und des Austrittsrohres 57 entsprechend
dem Außendurchmesser der zu applizierenden Filterstäbe bemessen. Das gleiche gilt
auch für den Abstand der drei Führungsstäbe 61, 62 und 63 voneinander.
[0045] Nach Durchtritt durch das Eintrittsrohr 56 gelangen die Filterstäbe auf die beiden
unteren ersten und zweiten Führungsstäbe 61, 62 auf denen sie dann entlang gleiten,
bis sie den Mikrowellenapplikator 28 über das Austrittsrohr 57 wieder verlassen. Während
ihrer Bewegung auf den unteren ersten und zweiten Führungsstäben 61 und 62 entlang
sorgt der darüber liegende obere dritte Führungsstab 63, daß die Filterstäbe die von
den unteren ersten und zweiten Führungsstäben 61 und 62 gebildete Bahn nicht verlassen
können. Demnach dienen die unteren ersten und zweiten Führungsstäbe 61 und 62 als
Auflage, während der obere dritte Führungsstab 63 als obere Begrenzung des so gebildeten
Förderweges vorgesehen ist. Der Abstand zwischen den drei Führungsstäben 61, 62 und
63 ist so gewählt, daß sich die Filterstäbe in längsaxialer Richtung nur mit einem
verhältnismäßig geringen Spiel bewegen können, wobei der Abstand zwischen den unteren
ersten und zweiten Führungsstäben 61 und 62 kleiner als der Durchmesser der Filterstäbe
ist.
[0046] Wie Fig. 3 erkennen läßt, besitzen die drei Führungsstäbe 61, 62 und 63 jeweils einen
kreisrunden Querschnitt. Dies hat zur Folge, daß eine nahezu nur lineare Auflage für
die Filterstäbe auf den unteren ersten und zweiten Führungsstäben 61 und 62 sowie
ebenfalls eine nahezu nur lineare Anlage für die Filterstäbe am oberen dritten Führungsstab
63 gebildet wird. Auf diese Weise wird der Kontakt zwischen den Filterstäben und den
Führungsstäben 61, 62 und 63 und somit die daraus entstehende Reibung minimiert. Außerdem
können die über das Einlaufrohr 56 eintretenden Filterstäbe so ausgerichtet sein,
daß die Klebenaht nicht in Berührung mit den Führungsstäben 61, 62 und 63 gelangt,
sondern so ausgerichtet ist, daß sie sich zwischen diesen befindet.
[0047] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind im Mikrowellenapplikator 28 keine Förderantriebe
zum aktiven Transport der Filterstäbe vorgesehen. Vielmehr muß die kinetische Energie,
die die Filterstäbe beim Eintritt in das Einlaufrohr 56 haben, ausreichen, damit die
Filterstäbe durch das Einlaufrohr 56, entlang der Führungsstäbe 61, 62 und 63 und
durch das Austrittsrohr 57 bis zum Beschleuniger 29 (Fig. 1) ohne weiteres gleiten
können. Deshalb sollten das Einlaufrohr 56, die Führungsstäbe 61, 62 und 63 und das
Austrittsrohr 57 aus reibungsarmem Werkstoff bestehen. Wegen der Wärmeeinwirkung sollte
der Werkstoff für die drei Führungsstäbe 61, 62 und 63 und für das Austrittsrohr 57
ferner hitzebeständig sein, wofür sich beispielsweise keramisches Material eignet.
1. Vorrichtung zur Herstellung von stabförmigen Gegenständen aus einem Materialstrang,
insbesondere der Tabak verarbeitenden Industrie, mit einer Umhüllungseinrichtung (23)
mit einem umlaufenden Förder- oder Formatband (22) zur Umhüllung des Materialstranges
mit Hüllmaterial (21), einer Erwärmungseinrichtung (28) zur Erwärmung des Materialstranges
oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände und einer ersten Transporteinrichtung
(22) zum Transport des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen
Gegenstände durch die vorgenannten Einrichtungen, vorzugsweise in längsaxialer Richtung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Erwärmungseinrichtung (28) Mikrowellen zur Erwärmung des Materialstranges oder
der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände erzeugt und, in Transportrichtung
des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände betrachtet,
hinter dem Förder- oder Formatband (22) der Umhüllungseinrichtung (23) angeordnet
ist,
wobei die Erwärmungseinrichtung (28) eine Führungseinrichtung (60) aufweist, entlang
derer der Materialstrang oder die daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände durch
die Erwärmungseinnchtung (28) bewegbar sind,
wobei die Führungseinrichtung (60) ein bahnförmiges Führungsmittel (61, 62, 63) zur
beweglichen Aufnahme des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen
Gegenstände aufweist,
wobei das Führungsmittel (61, 62, 62) eine untere Sektion (61, 62) zur beweglichen
Auflage des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände
und eine obere Sektion (63) aufweist und der Abstand zwischen der unteren Sektion
(61, 62) und der oberen Sektion (63) entsprechend der Dicke des Materialstranges oder
der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände bemessen ist,
wobei die untere Sektion mindestens zwei voneinander beabstandete Auflageelemente
(61, 62) aufweist,
wobei das bahnförmige Führungsmittel (61, 62, 63) eine längliche Form aufweist und
die Auflageelemente sich in Bewegungsrichtung des Materialstranges oder der daraus
hergestellten stabförmigen Gegenstände, vorzugsweise parallel zueinander, erstreckende
Stäbe (61, 62) aufweisen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, mit einer Schneideeinrichtung (27) zum Schneiden des
Materialstranges in stabförmigen Gegenstände,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideeinrichtung (27) zwischen der Umhüllungseinrichtung (23) und der Erwärmungseinrichtung
(28) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, mit einer zweiten Transporteinrichtung (31) zum
Abtransport der stabförmigen Gegenstände, vorzugsweise in queraxialer Richtung,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Transporteinrichtung (31), in Transportrichtung der stabförmigen Gegenstände
betrachtet, hinter der Erwärmungseinrichtung (28) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, bei welcher die zweite Transporteinrichtung (31) in einem
Gehäuse (40) untergebracht ist,
gekennzeichnet durch eine das Gehäuse (40) umgebende Wärmeisolierung (40a) und/oder eine Einrichtung zur
Klimatisierung des Gehäuses (40).
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung (60) relativ zur Bewegung des Materialstranges oder der daraus
hergestellten stabförmigen Gegenstände stationär angeordnet und zur passiven Führung
des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände ausgebildet
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Sektion eine im Querschnitt konkave Auflagefläche bildet.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageelemente (61, 62) eine im wesentlichen punktförmige oder in Bewegungsrichtung
des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände lineare
Auflage für die stabförmigen Gegenstände bilden.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Sektion (63) eine im wesentlichen punktförmige oder in Bewegungsrichtung
des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände lineare
Anlage für die stabförmigen Gegenstände bildet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Sektion mindestens einen sich in Bewegungsrichtung des Materialstranges
oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände erstreckenden Stab (63) aufweist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Stäbe einen runden Querschnitt besitzen.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das bahnförmige Führungsmittel (61, 62, 63) zur Führung des Materialstranges oder
der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände in längsaxialer Richtung ausgebildet
ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Querabstand der Auflageelemente (61, 62) kleiner als die Dicke oder der Durchmesser
des Materialstranges oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände ist.
13. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsmittel (61, 62, 63) aus einem hitzebeständigen, vorzugsweise keramischen,
Werkstoff besteht.
14. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsmittel (61, 62, 63) aus einem reibungsarmen Werkstoff besteht.
15. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14, bei welcher die Erwärmungseinrichtung
(28) ein Gehäuse (50) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (50) das Führungsmittel (61, 62, 63) angeordnet ist und das Gehäuse (50)
einen zu öffnenden Abschnitt (50a) aufweist, der so ausgebildet ist, daß beim Öffnen
des Gehäuses (50) das Führungsmittel (61, 62, 63) im wesentlichen freigelegt wird.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der zu öffnende Abschnitt einen Deckel (50a) des Gehäuses (50) bildet.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß der zu öffnende Abschnitt (50a) um eine Schwenkachse (53a) verschwenkbar gelagert
ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schwenkachse (53a) im wesentlichen in Bewegungsrichtung des Materialstranges
oder der daraus hergestellten stabförmigen Gegenstände erstreckt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1 sowie nach mindestens einem der Ansprüche 15 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Sektion (63) des Führungsmittels am zu öffnenden Abschnitt (50a) des Gehäuses
(50) angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 15 bis 19, gekennzeichnet durch eine Sicherheitsschaltung (54), die beim öffnen des Gehäuses die Erwärmungseinrichtung
(28, 34) deaktiviert.
1. Device for the production of rod-shaped objects from a strand of material, in particular
in the tobacco-processing industry, with an encasing apparatus (23) with a rotating
conveyor or formatting belt (22) for encasing the strand of material with encasing
material (21), a heating apparatus (28) for heating the strand of material or the
rod-shaped objects produced therefrom and a first transport apparatus (22) to transport
the strand of material or the rod-shaped objects produced therefrom through the afore-mentioned
apparatus, preferably in the direction of the longitudinal axis, characterised in that the heating apparatus (28) generates microwaves for heating the strand of material
or the rod-shaped objects produced therefrom and, viewed in the direction of transport
of the strand of material or of the rod-shaped objects produced therefrom, is arranged
behind the conveyor or formatting belt (22) of the encasing apparatus (23),
wherein the heating apparatus (28) has a guide apparatus (60) along which the strand
of material or the rod-shaped objects produced therefrom can be moved through the
heating apparatus (28),
wherein the guide apparatus (60) has web-shaped guide means (61, 62, 63) for the movable
uptake of the strand of material or of the rod-shaped objects produced therefrom,
wherein the guide means (61, 62, 63) have a lower section (61, 62) for the movable
support of the strand of material or of the rod-shaped objects produced therefrom
and an upper section (63) and the distance between the lower section (61, 62) and
the upper section (63) is dimensioned according to the thickness of the strand of
material or of the rod-shaped objects produced therefrom,
wherein the lower section has at least two support elements (61, 62) spaced from one
another,
wherein the web-shaped guide means (61, 62, 63) have an elongated form and the support
elements have rods (61, 62) extending in the direction of movement of the strand of
material or of the rod-shaped objects produced therefrom, preferably parallel to one
another.
2. Device according to claim 1, with a cutting apparatus (27) for cutting the strand
of material into rod-shaped objects, characterised in that the cutting apparatus (27) is arranged between the encasing apparatus (23) and the
heating apparatus (28).
3. Device according to claim 1 or 2, with a second transport apparatus (31) for transporting
the rod-shaped objects, preferably in the direction of the transverse axis, characterised in that the second transport apparatus (31), viewed in the direction of transport of the
rod-shaped objects, is arranged behind the heating apparatus (28).
4. Device according to claim 3, in which the second transport apparatus (31) is accommodated
in a housing (40), characterised by a heat insulation (40a) surrounding the housing (40) and/or an apparatus for air-conditioning
the housing (40).
5. Device according to claim 1, characterised in that the guide apparatus (60) is arranged stationary relative to the movement of the strand
of material or of the rod-shaped objects produced therefrom and is developed for the
passive guidance of the strand of material or of the rod-shaped objects produced therefrom.
6. Device according to claim 1, characterised in that the lower section forms a concave support area in cross-section.
7. Device according to claim 1, characterised in that the support elements (61, 62) form a substantially punctiform or, in the direction
of movement of the strand of material or of the rod-shaped objects produced therefrom,
linear support for the rod-shaped objects.
8. Device according to at least one of claims 1 to 7, characterised in that the upper section (63) forms a substantially punctiform or, in the direction of movement
of the strand of material or of the rod-shaped objects produced therefrom, linear
attachment for the rod-shaped objects.
9. Device according to claim 1, characterised in that the upper section has at least one rod (63) extending in the direction of movement
of the strand of material or of the rod-shaped objects produced therefrom.
10. Device according to claim 1 or 9, characterised in that the rod or rods have a round cross-section.
11. Device according to at least one of claims 1 to 10, characterised in that the web-shaped guide means (61, 62, 63) are developed to guide the strand of material
or the rod-shaped objects produced therefrom in the direction of the longitudinal
axis.
12. Device according to claim 1 and 11, characterised in that the transverse distance between the support elements (61, 62) is smaller than the
thickness or diameter of the strand of material or of the rod-shaped objects produced
therefrom.
13. Device according to at least one of claims 1 to 12, characterised in that the guide means (61, 62, 63) consist of a heat-resistant, preferably ceramic, material.
14. Device according to at least one of claims 1 to 13, characterised in that the guide means (61, 62, 63) consist of a low-friction material.
15. Device according to at least one of claims 1 to 14, in which the heating apparatus
(28) has a housing (50), characterised in that the guide means (61, 62, 63) are arranged in the housing (50) and the housing (50)
has a section to be opened (50a) which is developed so that when the housing (50)
is opened, the guide means (61, 62, 63) are substantially exposed.
16. Device according to claim 15, characterised in that the section to be opened forms a cover (50a) of the housing (50).
17. Device according to claim 15 or 16, characterised in that the section to be opened (50a) is placed in a pivotable manner on a swivelling axis
(53a).
18. Device according to claim 17, characterised in that the swivelling axis (53a) extends substantially in the direction of movement of the
strand of material or of the rod-shaped objects produced therefrom.
19. Device according to claim 1 and according to at least one of claims 15 to 18, characterised in that the upper section (63) of the guide means is arranged on the section to be opened
(50a) of the housing (50).
20. Device according to at least one of claims 15 to 19, characterised by a safety circuit (54) which deactivates the heating apparatus (28, 34) when the housing
is opened.
1. Dispositif pour la production d'articles en forme de tiges à partir d'une mèche de
matériau, en particulier de l'industrie de transformation du tabac, comprenant un
dispositif de gainage (23) avec une bande transporteuse ou bande de mise au format
(22) en circulation pour envelopper la mèche de matériau d'un matériau de gainage
(21), un dispositif de chauffage (28) pour chauffer la mèche de matériau ou les articles
en forme de tiges fabriqués à partir de celle-ci, et un premier dispositif de transport
(22) pour transporter la mèche de matériau ou les articles en forme de tiges fabriqués
à partir de celle-ci à travers les dispositifs précités, de préférence dans la direction
de l'axe longitudinal, caractérisé en ce que le dispositif de chauffage (28) génère des micro-ondes pour chauffer la mèche de
matériau ou les articles en forme de tiges fabriqués à partir de celle-ci et, par
rapport à la direction de transport de la mèche de matériau ou des articles en forme
de tiges fabriqués à partir de celle-ci, est disposé en aval de la bande transporteuse
ou de mise au format (22) du dispositif de gainage (23),
le dispositif de chauffage (28) présentant un dispositif de guidage (60) le long duquel
la mèche de matériau ou les articles en forme de tiges fabriqués à partir de celle-ci
peuvent être déplacés à travers le dispositif de chauffage (28),
le dispositif de guidage (60) présentant un moyen de guidage (61, 62, 63) en forme
de bande pour recevoir en mouvement la mèche de matériau ou les articles en forme
de tiges fabriqués à partir de celle-ci,
le moyen de guidage (61, 62, 63) présentant une section inférieure (61, 62) pour supporter
en déplacement la mèche de matériau ou les articles en forme de tiges fabriqués à
partir de celle-ci, et une section supérieure (63), et la distance entre la section
inférieure (61, 62) et la section supérieure (63) étant dimensionnée en fonction de
l'épaisseur de la mèche de matériau ou des articles en forme de tiges fabriqués à
partir de celle-ci,
la section inférieure présentant au moins deux éléments d'appui (61, 62) distants
l'un de l'autre,
le moyen de guidage (61, 62, 63) en forme de bande présentant une forme oblongue et
les éléments d'appui présentant des barres (61, 62) s'étendant, de préférence parallèlement
l'une à l'autre, dans la direction de déplacement de la mèche de matériau ou des articles
en forme de tige fabriqués à partir de celle-ci.
2. Dispositif selon la revendication 1, comprenant un dispositif de coupe (27) pour découper
la mèche de matériau en articles en forme de tiges, caractérisé en ce que le dispositif de coupe (27) est disposé entre le dispositif de gainage (23) et le
dispositif de chauffage (28).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, comprenant un deuxième dispositif de transport
(31) pour évacuer les articles en forme de tiges, de préférence dans la direction
de l'axe transversal,
caractérisé en ce que le deuxième dispositif de transport (31) est disposé, par rapport à la direction
de transport des objets en forme de tiges, en aval du dispositif de chauffage (28).
4. Dispositif selon la revendication 3, dans lequel le deuxième dispositif de transport
(31) est logé dans un carter (40),
caractérisé par une isolation thermique (40a) entourant le carter (40) et/ou un dispositif de climatisation
du carter (40).
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de guidage (60) est disposé de manière fixe par rapport au mouvement
de la mèche de matériau ou des articles en forme de tiges fabriqués à partir de celle-ci,
et est conçu pour le guidage passif de la mèche de matériau ou des articles en forme
de tiges fabriqués à partir de celle-ci.
6. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section inférieure forme une surface d'appui ayant une section transversale concave.
7. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments d'appui (61, 62) forment, pour les articles en forme de tige, un appui
sensiblement ponctuel ou linéaire dans la direction de déplacement de la mèche de
matériau ou des articles en forme de tiges fabriqués à partir de celle-ci.
8. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la section supérieure (63) forme, pour les articles en forme de tiges, un appui sensiblement
ponctuel ou linéaire dans la direction de déplacement de la mèche de matériau ou des
articles en forme de tiges fabriqués à partir de celle-ci.
9. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la section supérieure présente au moins une barre (63) s'étendant dans la direction
de déplacement de la mèche de matériau ou des articles en forme de tiges fabriqués
à partir de celle-ci.
10. Dispositif selon la revendication 1 ou 9, caractérisé en ce que la ou les barres ont une section transversale circulaire.
11. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le moyen de guidage (61, 62, 63) en forme de bande est conçu pour guider la mèche
de matériau ou les articles en forme de tiges fabriqués à partir de celle-ci dans
la direction de l'axe longitudinal.
12. Dispositif selon la revendication 1 et 11, caractérisé en ce que la distance transversale entre les éléments d'appui (61, 62) est plus petite que
l'épaisseur ou le diamètre de la mèche de matériau ou des articles en forme de tiges
fabriqués à partir de celle-ci.
13. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le moyen de guidage (61, 62, 63) est constitué d'un matériau résistant à la chaleur,
de préférence céramique.
14. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le moyen de guidage (61, 62, 63) est constitué d'un matériau à faible friction.
15. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 14, dans lequel le dispositif
de chauffage (28) présente un carter (50), caractérisé en ce que le moyen de guidage (61, 62, 63) est disposé dans le carter (50) et en ce que le carter (50) présente une section ouvrante (50a) qui est conformée de façon que
le moyen de guidage (61, 62, 63) soit sensiblement libéré lors de l'ouverture du carter
(50).
16. Dispositif selon la revendication 15, caractérisé en ce que la section ouvrante forme un capot (50a) du carter (50).
17. Dispositif selon la revendication 15 ou 16, caractérisé en ce que la section ouvrante (50a) est montée à pivotement autour d'un axe de pivotement (53a).
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'axe de pivotement (53a) s'étend sensiblement dans la direction de déplacement de
la mèche de matériau ou des articles en forme de tiges fabriqués à partir de celle-ci.
19. Dispositif selon la revendication 1 ainsi que selon au moins l'une des revendications
15 à 18, caractérisé en ce que la section supérieure (63) du moyen de guidage est disposée au niveau de la section
ouvrante (50a) du carter (50).
20. Dispositif selon au moins l'une des revendications 15 à 19, caractérisé par un circuit de sécurité (54) qui désactive le dispositif de chauffage (28, 34) lors
de l'ouverture du carter.
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