Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Reinigungseinheit für eine Tintenstrahl-Druckvorrichtung
nach dem oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei Tintenstrahl-Druckvorrichtungen tritt das Problem auf, dass sich an den Austrittsdüsen
und in deren Umgebung an dem Druckkopf unweigerlich Tintenreste ansammeln. Diese Tintenreste
können in dem Fall, dass sie ausreichend lange freigelegt sind, so dass die darin
enthaltenen Lösungsmittel verdunsten können, aushärten. Ferner kann bei Verwendung
von Tinte, die mittels UV-Licht aushärtbar ist, ein Aushärten dann auftreten, wenn
die Tintenreste aufgrund von Lichteinfall aushärten. Falls dies auftritt, kann die
Betriebssicherheit der Tintenstrahl-Druckvorrichtung nicht mit der erforderlichen
Zuverlässigkeit gewährleistet werden, da eine Verkrustung der Austrittsdüsen auftreten
kann, die das Druckergebnis nachteilig beeinflussen wird.
Stand der Technik
[0003] Eine Reinigungseinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der DE 40 00
416 A1 bekannt. Um einen störungsfreien Betrieb sicherzustellen, indem der Druckkopf
regelmäßig gereinigt wird, wird auf den Druckkopf eine Saug- und Abdeckkappe aufgesetzt,
aus dem Druckkopf wird Tinte abgesaugt und der Druckkopf wird durch eine geeignete
Einrichtung abgewischt. Während diese bekannte Vorrichtung bei der Verwendung von
Lösungsmitteltinten dazu geeignet ist, die Betriebssicherheit des Tintendruckkopfes
zu gewährleisten, besteht bei Verwendung von Tinten, die durch UV-Licht aushärtbar
sind, die Gefahr, dass die Tintenreste aufgrund des Einfalls von UV-Licht an dem Druckkopf
aushärten, bevor sie mit der bekannten Reinigungsvorrichtung entfernt werden können.
Darstellung der Erfindung
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Reinigungseinheit für eine Tintenstrahl-Druckvorrichtung
zu schaffen, die auch bei der Verwendung von Tinte, die durch UV-Licht aushärtbar
ist, zuverlässig eine Reinigung des Druckkopfes gewährleistet, und die Ausbildung
von Verkrustungen an dem Druckkopf verhindern kann.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die im Anspruch 1 beschriebene Reinigungseinheit.
[0006] Demzufolge ist die erfindungsgemäße Reinigungseinheit so gestaltet, dass eine Absaug-
und Parkkappe eine Öffnung aufweist, die an einen Druckkopf vollständig lichtdicht
anlegbar ist. Hierdurch wird neben der Möglichkeit, die Tinte von dem Druckkopf abzusaugen,
um ein Verkrusten der Düsenauslässe und eine unkontrollierte Bildung von Tröpfchen
am Düsenauslass zu verhindern, sichergestellt, dass an den Druckkopf vor, während
und nach dem Absaugen kein Licht, insbesondere kein UV-Licht gelangt, was zu einem
Aushärten von Tintenresten und zu einer Verkrustung der Düsenauslässe führen würde.
Die Maßnahme, dass der Druckkopf lichtdicht an die Öffnung der Absaug- und Parkkappe
anlegbar ist, wird dadurch unterstützt, dass geeignete Materialien und Abdeckungen
verwendet werden, um sicherzustellen, dass an jegliche Tintenreste kein Licht gelangt,
das zu einem Aushärten der Tinte führen würde. Beispielsweise können geeignete Abdeckungen
verwendet werden, so dass auf den Druckkopf, wenn er sich von seiner "gewöhnlichen"
Schreibposition zu der Reinigungseinheit bewegt, kein UV-Licht fällt. Es sei in diesem
Zusammenhang angemerkt, dass im Rahmen der Erfindung in vorteilhafter Weise eine verlängerte
Führung, die für das Verfahren des Druckschlittens erforderlich ist, in zweifacher
Weise verwendet werden kann. Bei der Benutzung von UV-Tinte muss die Schlittenbewegung
auf beiden Seiten verlängert werden, damit die an beiden Seiten des Druckschlittens
angebrachten UV-Lampen den bedruckten Bereich auch vollständig bestrahlen können.
Mit anderen Worten muss der Druckkopf ein wenig seitlich außerhalb des bedruckten
Bereichs verfahren werden, damit die an dem Druckschlitten angebrachte UV-Lampe über
dem Randbereich des soeben bedruckten Bereichs angeordnet werden kann. Eine in dieser
Weise verlängerte Schlittenführung kann in vorteilhafter Weise dazu benützt werden,
dass der über den Randbereich verfahrbare Druckschlitten auf zumindest einer Seite
an der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit angeordnet werden kann.
[0007] Für einen Schutz vor Einstrahlung von UV-Licht wird ferner sowohl die Abdeckkappe
selbst, als auch sämtliche Leitungen, die zu der Öffnung führen, die an den Druckkopf
anlegbar ist, beispielsweise um Unterdruck zum Absaugen der Tinte aufzubringen, aus
lichtundurchlässigem Material ausgeführt sein, so dass auch hier kein Lichteinfall
auftreten kann, der zu einem Aushärten der Tintenreste an dem Druckkopf führen würde.
Es sei angemerkt, dass die Absaug- und Parkkappe, vorzugsweise die gesamte Reinigungseinheit
gemäß der Erfindung bei einer bevorzugten Ausführungsform anhebbar ausgeführt ist,
um durch das Anheben der Kappe bzw. der gesamten Reinigungseinheit die Öffnung an
den Druckkopf anzulegen. Alternativ kann selbstverständlich die Reinigungseinheit
fest vorgesehen sein, und der Druckkopf kann auf die Reinigungseinheit absenkbar ausgeführt
sein.
[0008] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
[0009] Um sicherzustellen, dass auch in der Reinigungseinheit selbst nach einem erfolgten
Reinigen des Druckkopfes kein unerwünschtes Aushärten von Tinte oder Tintenresten
stattfindet, hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, an der Reinigungseinheit
eine Abdeckung vorzusehen. Diese ist vorzugsweise motorisch verschiebbar, so dass
sie von der Reinigungseinheit derart weggeschoben wird, dass die Reinigungseinheit
für den Druckkopf oder die Druckköpfe zugänglich ist, wenn eine Reinigung erfolgen
soll. Alternativ ist es denkbar, an der Abdeckung beispielsweise einen Anschlag vorzusehen,
der es gestattet, dass der sich zu der Reinigungseinheit bewegende Druckkopf im Rahmen
seiner Annäherungsbewegung die Abdeckung verschiebt.
[0010] Wie oben erwähnt, wird auch für die erfindungsgemäße Reinigungseinheit, die insbesondere
für die Verwendung von Tinten angepasst ist, die unter UV-Licht aushärtbar sind, bevorzugt,
dass ein Absaugen von Tinte aus dem Tintendruckkopf bewirkt wird. Dementsprechend
ist die Absaugund Parkkappe mit ihrer Öffnung nicht nur lichtdicht an den Druckkopf
anlegbar, sondern auch in hermetisch dichter Art und Weise, so dass ein zum Absaugen
geeigneter Unterdruck anlegbar ist. Hierbei hat es sich als vorteilhaft herausgestellt,
in diejenige hydraulische Schaltung, die der Erzeugung des Unterdrucks dient, ein
Verzögerungsglied erster Ordnung einzubauen. Mit anderen Worten wird ein System mit
einem Volumen und einer Düse geschaffen, um ein Verzögerungsglied erster Ordnung zu
realisieren. Im Einzelnen besteht das Verzögerungsglied erster Ordnung aus einem Volumen,
das durch eine Abfallflüssigkeitsflasche gebildet wird. Ferner ist eine Drossel vorgesehen.
Das System bestehend aus Drossel und Volumen wirkt beim Anlegen eines Unterdrucks,
der in einem Drucktank herrscht, verzögernd. Zu Beginn herrscht in der Abfallflüssigkeitsflasche
Umgebungsdruck, und der Druck in dieser Flasche fällt langsam ab, so dass auch an
dem Druckkopf, von dem Tinte abgesaugt wird, langsam ein Unterdruck aufgebaut wird.
Auch wenn das entsprechende Ventil ausgeschaltet wird, bewirkt die Drossel eine Verzögerung
bei der Einstellung von Normaldruck in der Abfallflüssigkeitsflasche. Dies führt zu
den folgenden Vorteilen. Es kann ein kontrollierter Druckanstieg und - abfall erreicht
werden, und es wird verhindert, dass die flexible Gestaltung von Teilen des Tintenleitungssystems,
beispielsweise der Schläuche, dazu führt, dass sich diese während des Absaugens zusammenziehen
und nachfolgend ausdehnen, so dass Luft in die Leitungen angesaugt werden könnte,
und unerwünschte Bläschen in der Düse oder den Leitungen gebildet werden. Es sei angemerkt,
dass es sich bei dem vorangehend beschriebenen Merkmal um eine Maßnahme handelt, die
nicht notwendigerweise mit der erfindungsgemäßen, lichtdichten Anlegbarkeit des Druckkopfes
an die Saug- und Parkkappe kombiniert werden muss. Mit anderen Worten entfaltet das
Vorsehen eines Verzögerungsgliedes erster Ordnung auch bei sonstigen Reinigungseinheiten,
die für Lösungsmitteltinten ausgelegt sind, seine Vorteile, da, wie erwähnt, in vorteilhafter
Weise die Ansaugung von Luft in die Tintenleitungen und eine Bläschenbildung verhindert
werden können.
[0011] Bevorzugt ist zur ergänzenden Reinigung des Druckkopfes eine Abwischeinheit vorgesehen,
die eine anheb- und absenkbare Umlenkwalze mit einem saugfähigen Tuch, vorzugsweise
aus Vlies, aufweist. Der Vorgang zum Reinigen der Tintenauslässe gestaltet sich demnach
wie folgt. Zunächst wird Tinte aus dem Druckkopf angesaugt, um an den Düsenaustritten
einen definierten Tintenzustand einzustellen. Nachfolgend wird der Druckkopf durch
die Abwischeinheit abgewischt, um jegliche Tintenreste, die sich in der Umgebung der
Tintenaustritte befinden, abzuwischen.
[0012] Hierbei kann die Anordnung zum einen derart sein, dass sich der Scheitel der Walze
an den Druckkopfauslässen befindet, wenn sich diese in einer Abwischposition befindet.
Somit wird die Fläche der Druckkopfauslässe ganzflächig berührt, und die Tinte wird
durch das saugfähige Tuch aufgesaugt. Dies führt zu einem besonders zuverlässigen
Abwischen der Druckkopfauslässe. Insbesondere kann sich das Tuch relativ zu den Druckkopfauslässen
bewegen, so dass gewissermaßen über die Druckkopfauslässe gewischt wird. Alternativ
kann eine Bewegung des Druckkopfes und des Tuches gleichzeitig bewirkt werden, so
dass das Tuch die Fläche der Druckkopfauslässe zwar vollständig berührt, aber zwischen
den Druckkopfdüsen und dem Tuch keine Relativbewegung vorhanden ist, so dass die Düsen
geschont werden.
[0013] Eine besonders schonende und dennoch wirksame Reinigung der Druckkopfauslässe wird
auch gemäß derjenigen bevorzugten Ausführungsform erreicht, bei welcher der Scheitel
der Umlenkwalze seitlich neben den Druckkopfauslässen angeordnet ist. In diesem Fall
wird die Fläche der Druckkopfauslässe nicht ganzflächig berührt, sondern die übermäßige
Tinte wird gewissermaßen zur Seite hin abgesaugt.
[0014] Bevorzugt weist die Absaug- und Parkkappe der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit
ferner eine zweite Öffnung auf, in die ein Lösungsmittel einbringbar ist. Hierbei
handelt es sich um eine Maßnahme, die insbesondere bei Verwendung von Lösungsmitteltinten
ein sicheres "Parken" des Druckkopfes, auch über einen längeren Zeitraum, gewährleistet,
da die Druckkopfauslässe von Lösungsmittel umspült werden, so dass kein Aushärten
der Tinte erfolgen kann. Wenngleich die genannte Maßnahme grundsätzlich für die Verwendung
von Lösungsmitteltinten angepasst ist und auch unabhängig von einer lichtdichten Anlegbarkeit
des Druckkopfes an die Absaug- und Parkkappe zu erheblichen Vorteilen führt, ist die
Ausbildung einer zweiten, mit Lösungsmittel auffüllbaren Öffnung auch bei Verwendung
von Tinten, die unter UV-Licht aushärtbar sind, für ein sicheres Parken des Druckkopfes
geeignet. Der Grund dafür liegt darin, dass gängige Tinten, die unter UV-Licht aushärtbar
sind, ebenfalls flüchtige Bestandteile enthalten, so dass sie auch dann eindicken,
wenn sie zwar vor UV-Licht geschützt werden, jedoch im Übrigen freigelegt sind. Die
beschriebene zweite Öffnung, in die Lösungsmittel einbringbar ist, so dass der Druckkopf
über einen längeren Zeitraum mit Lösungsmittel geflutet werden kann, kann auch hier
ein Verkrusten der Druckkopfauslässe verhindern. Im Einzelnen ist hierbei bevorzugt
eine erste sogenannte Parkflüssigkeitspumpe vorgesehen, die die Parkflüssigkeit, also
ein Lösungsmittel, aus einem Parkflüssigkeitstank in die Kappe pumpt. Ferner ist eine
zweite Parkflüssigkeitspumpe vorhanden, die die benutzte Parkflüssigkeit in einen
Abfalltank pumpt.
[0015] Für die Ausbildung einer zweiten Öffnung in der Absaug- und Parkkappe hat es sich
als vorteilhaft herausgestellt, die Kappe derart drehbar auszuführen, dass wahlweise
die eine oder die andere Öffnung an den Druckkopf anlegbar ist. Mit anderen Worten
wird die Kappe im Wesentlichen durch ein quaderförmiges Bauteil gebildet, in dem an
zwei unterschiedlichen Seiten die genannten Öffnungen ausgebildet sind. Dementsprechend
ist die eine Öffnung zum Absaugen mit Unterdruck beaufschlagbar, und in die andere
Öffnung ist getrennt von der erstgenannten Öffnung Lösungsmittel einbringbar. Alternativ
könnten die beiden Öffnungen selbstverständlich auch nebeneinander an einer in etwa
plattenförmigen Absaug- und Parkkappe vorgesehen sein, und die Kappe könnte dementsprechend
verschiebbar ausgebildet sein, um wahlweise die eine oder andere Öffnung an den Druckkopf
anzulegen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer beispielhaft in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsform näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit;
- Fig. 2
- eine perspektivische Explosionsansicht der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit ohne
Abdeckung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit mit zwei daran
angeordneten Druckköpfen;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer Abwischeinheit der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit;
und
- Fig. 5
- ein hydraulisches Schaltbild zur Darstellung einer Anordnung, die zum Absaugen von
Tinte aus einem Druckkopf im Rahmen der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit verwendet
wird.
Ausführliche Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
[0017] Wie in Fig. 1 dargestellt ist, weist eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Reinigungseinheit 10 eine Abdeckung 12 auf, in der vier Paare von Aussparungen 14
ausgebildet sind, durch welche die nachfolgend noch genauer erläuterten, darunter
befindlichen Absaug- und Parkkappen für die Druckköpfe zugänglich sind. Bei der dargestellten
Ausführungsform der Reinigungseinheit 10 handelt es sich um eine Ausführungsform,
die für eine Vierfarb-Druckvorrichtung geeignet ist, bei der jeweils zwei Druckköpfe
für das Drucken einer Farbe vorgesehen sind, so dass sich vier Paare von Druckköpfen
ergeben.
[0018] Die Reinigungseinheit 10 ist anheb- und absenkbar, so dass die Druckköpfe mit ihren
Auslässen durch die Schlitze 14 treten und an die jeweilige Absaug- und Parkkappe
16 angelegt werden. Bei der gezeigten Ausführungsform sind in jeder Absaug- und Parkkappe
16 zwei Öffnungen ausgebildet. Bei dem gezeigten Beispiel sind beide Öffnungen mit
einer Dichtlippe 18 versehen, die im Fall der einen Öffnung, die dem Absaugen von
Tinte aus dem Druckkopf dient, dafür erforderlich ist, dass die Öffnung mit einer
ausreichenden Dichtigkeit an den Druckkopf angelegt wird, so dass ein Absaugen von
Tinte mittels Unterdruck erfolgt. Im Übrigen wird auf diese Öffnung der Kappe 16 im
Folgenden als "Absaugöffnung" 20 Bezug genommen. Es sei angenommen, dass sich die
Absaugöffnung 20 bei der in Fig. 1 dargestellten Ausrichtung der jeweiligen Kappen
16 an der Oberseite befindet. Die andere Öffnung, die nachfolgend als Spülöffnung
22 bezeichnet wird, befindet sich an einer der Seiten der Kappe 16 und ist in Fig.
2 erkennbar. Zu Fig. 1 sei noch angemerkt, dass darin eine motorisch oder mittels
des Druckschlittens verschiebbare Abdeckung 76 zu erkennen ist, die lichtdicht ausgeführt
ist, so dass die gesamte Reinigungseinheit 10 lichtdicht abdeckbar ist.
[0019] Wie insbesondere anhand von Fig. 2 zu erkennen ist, ist die Kappe 16 jeweils um eine
horizontale Achse drehbar, so dass wahlweise eine der beiden Öffnungen 20, 22 an der
Oberseite angeordnet werden kann, so dass die Kappe 16 mit dieser Öffnung an den Druckkopf
anlegbar ist. Wie in Fig. 1 und 2 nicht im Einzelnen dargestellt ist, ist an die Absaugöffnung
20 durch geeignete Leitungen und dergleichen, die zu einer Unterdruckquelle führen,
ein Unterdruck anlegbar. Ferner ist an die Spülöffnung 22 eine Lösungsmittelzuführung
angeschlossen, so dass beispielsweise während einer längeren Betriebspause der an
der Öffnung 22 angelegte Druckkopf mit Lösungsmittel umspült werden kann. In Fig.
1 und 2 sind weitere Einzelheiten der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit gezeigt,
die für die Erläuterung der Erfindung nicht weiter von Bedeutung sind. Es sei jedoch
angemerkt, dass die Reinigungseinheit 10 insgesamt anhebbar ist, um sämtliche Kappen
16 gleichzeitig an die zugehörigen Druckköpfe anzulegen.
[0020] In Fig. 3 ist eine derartige Position für zwei Druckköpfe 24 gezeigt. Selbstverständlich
befinden sich dann, wenn die Druckköpfe gereinigt werden sollen, auch an den anderen
drei Paaren von Absaug- und Parkkappen 16 zugehörige Druckköpfe 24. An der Unterseite
(gemäß der Darstellung von Fig. 3) der Druckköpfe 24 befindet sich jeweils die Fläche
der Druckkopfauslässe, die durch das Anlegen an die jeweilige Öffnung 20, 22 vollständig
innerhalb der Öffnung angeordnet wird, so dass aus sämtlichen Druckkopfauslässen das
Absaugen von Tinte erfolgen kann, und diese ferner erfindungsgemäß lichtdicht gegenüber
der Umgebung abgeschlossen sind. Auch kann in dem Fall, dass die Druckköpfe 24 an
die Spülöffnungen 22 angelegt werden, ein Fluten dieser Öffnung mit Lösungsmittel
erfolgen, so dass jegliche Tintenreste, die an den Druckköpfen 24 vorhanden sind,
gelöst und die Ausbildung neuer Verkrustungen verhindert werden kann.
[0021] In Fig. 4 ist eine Abwischeinheit 26 der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit gezeigt.
Bei dem gezeigten Beispiel weist die Abwischeinheit 26 ein auf einer Rolle 28 aufgewickeltes
saugfähiges Tuch auf, das über verschiedene Rollen bis zu einem Scheitel 30 einer
Umlenkwalze 34 geführt wird. Der Scheitel 30 kann entweder unmittelbar an der Fläche
der Druckkopfauslässe angeordnet werden, oder ein wenig seitlich daneben, um Tintenreste
von den Druckkopfauslässen abzuwischen oder durch Kapillarwirkung abzusaugen und,
im zweitgenannten Fall, gleichzeitig die Druckkopfauslässe selbst zu schonen. Eine
schonende Reinigung wird auch in dem Fall erreicht, dass der Scheitel des Tuches zwar
flächig an der Fläche der Druckkopfauslässe anliegt, jedoch das Tuch gleichzeitig
mit dem jeweils zu reinigenden Druckkopf bewegt wird, so dass sich zwischen den genannten
Elementen keine Relativbewegung einstellt, und die Fläche der Druckkopfauslässe schonend
gereinigt werden kann. Die jeweils benutzten Abschnitte des Tuches werden auf einer
Rolle 32 aufgewickelt. Wie in Fig. 4 ferner zu erkennen ist, ist ein Motor 36 vorhanden,
der über einen Riemenantrieb mit der Aufwickelrolle 32 verbunden ist. Ferner ist ein
Motor 38 vorgesehen, der dem Anheben und Absenken der Umlenkwalze 34 dient, die zu
diesem Zweck an einem schwenkbaren Arm 40 gelagert ist.
[0022] Aus Fig. 5 geht eine vorteilhafte hydraulische Schaltung für eine Anordnung zum Absaugen
von Tinte aus den Druckköpfen hervor. Im Einzelnen ist ein erstes Ventil 42 und ein
zweites Ventil 44 vorgesehen, die auch als "Prime Purge Valves" oder Ansaug-/Ausblas-Ventile
bezeichnet werden können. Im nicht erregten Zustand sind die beiden Ventile 42, 44
geöffnet und verbinden die Pumpe 46 mit Umgebungsdruck. In diesem Zustand kann die
Pumpe 46 gestartet werden. Wenn das erste Ventil 42 erregt wird, erzeugt die Pumpe
in dem Tank 48 einen Überdruck. Wenn demgegenüber das zweite Ventil 44 erregt wird,
erzeugt die Pumpe 46 in dem Tank 48 einen Unterdruck. Mittels der Hysterese von zwei
Drucksensoren, einem Ausblasdrucksteuerungssensor 50 und einem Absaugdrucksteuerungssensor
52, wird mittels einer Zweipunktregelung der Druck konstant gehalten. Ferner sind
ein Ausblasdrucksensor 54 und ein Ansaugdrucksensor 56 zur Funktionsüberwachung vorgesehen.
Ein Relais 58 dient dazu, zwischen den beiden Betriebsarten Überdruck und Unterdruck
umzuschalten. Ein jeweils an das erste Ventil 42 und das zweite Ventil 44 angeschlossener
sogenannter "Silencer" 60 verhindert störende Pfeifgeräusche.
[0023] Es wird zunächst ein Betrieb zum Füllen eines Druckkopfes 70 mit Tinte beschrieben.
Ein erstes Ansaugventil 62 wird erregt, ein zweites Ansaugventil 64 wird nicht erregt,
und ein Tintenwarteventil 66 wird erregt. Schließlich wird ein dem Druckkopf 70 zugeordnetes
Ausblasventil 68 der Reinigungseinheit erregt. Nachfolgend wird Tinte durch den Druckkopf
gezogen. Nachdem der Druckkopf 70 gefüllt ist, wird dieser mit der (nicht dargestellten)
Vorrichtung der Parkposition verschlossen, und in dem Tank 48 wird durch Umschalten
zwischen dem ersten Ventil 42 und dem zweiten Ventil 44 ein Überdruck erzeugt, wobei
ein geeignetes Anlaufverfahren dazwischen geschaltet wird. Durch kurzes Einschalten
des zweiten Ansaugventils 64 werden Luftblasen in dem Druckkopf 70 "herausgehämmert".
In dieser Weise können Luftblasen aus dem Druckkopf 70 entfernt werden. Es sei noch
erwähnt, dass das Tintenwarteventil 66 im nicht erregten Zustand sperrt und damit
ein Auslaufen der Tinte verhindert, wenn bei ausgeschaltetem Gerät der Unterdruck
in einem (nicht dargestellten) Tank, in dem Unterdruck herrscht, durch undichte Stellen
langsam abfällt.
[0024] Das Absaugen von Tinte aus dem Druckkopf 70 in der erfindungsgemäßen Reinigungseinheit
funktioniert wie folgt. Durch ein System bestehend aus dem Volumen der Abfalltintenflasche
74 und einer (nicht dargestellten) Drossel wird ein Unterdruck, der in dem Tank 48
herrscht, mit Verzögerung an den Druckkopf 70 angelegt. In diesem Zusammenhang sei
erwähnt, dass mit gestrichelten Linien im unteren rechten Bereich der Fig. 5 die Reinigungseinheit
von dem Druckschlitten, der im oberen rechten Bereich der Fig. 5 dargestellt ist,
abgegrenzt ist. Zum Absaugen wird das Ausblasventil 68 erregt, und in der Abfalltintenflasche
74 wird mit Verzögerung ein Unterdruck aufgebaut. Dieser Unterdruck liegt zum definierten
Absaugen von Tinte auch am Druckkopf 70 an. Wenn das Ausblasventil 68 ausgeschaltet
wird, stellt sich, wiederum durch die (nicht dargestellte) Drossel verzögert, in der
Abfalltintenflasche 74 Umgebungsdruck ein.
1. Reinigungseinheit (10) für eine Tintenstrahl-Druckvorrichtung mit einer oder mehreren
Absaug- und Parkkappen (16) mit einer Öffnung (20), die an einen Druckkopf (24) anlegbar
ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (20; 22) vollständig lichtdicht an den Druckkopf (24) anlegbar ist.
2. Reinigungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese eine vorzugsweise motorisch oder von einem Druckschütten verschiebbare lichtdichte
Abdeckung aufweist.
3. Reinigungseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an die Öffnung (20) ein Unterdruck anlegbar ist, und eine Schaltung zur Erzeugung
des Unterdrucks ein Verzögerungsglied erster Ordnung aufweist.
4. Reinigungseinheit nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese ferner eine Abwischeinheit (26) mit einer anheb- und absenkbaren Umlenkwalze
(34) mit einem saugFähigen Tuch, vorzugsweise aus Vlies, aufweist.
5. Reinigungseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein Scheitel (30) der Walze (34) an den Druckkopfauslässen befindet, wenn der
Druckkopf (24) und die Umlenkwalze (34) in einer Abwischposition angeordnet sind.
6. Reinigungseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich ein Scheitel (30) der Walze (34) seitlich neben den Druckkopfauslässen befindet,
wenn sich der Druckkopf (24) und die Umlenkwalze (34) in einer Abwischposition befinden.
7. Reinigungseinheit nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaug- und Parkkappe (16) eine Spülöffnung (22) aufweist, in die ein Lösungsmittel
einbringbar ist.
8. Reinigungseinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugund Parkkappe (16) derart drehbar ist, dass wahlweise eine Absaugöffnung
(20) oder die Spülöffnung (22) an den Druckkopf (24) anlegbar ist.
1. Cleaning unit (10) for an ink jet printer with one or more suction and parking caps
(16) having an orifice (20) which can be placed on a print head (24), characterised in that the orifice (20; 22) can be placed on the print head (24) so as to totally prevent
any light from getting in.
2. Cleaning unit as claimed in claim 1, characterised in that it has a light-proof cover which is preferably motor-driven or displaceable by a
print carriage.
3. Cleaning unit as claimed in claim I or 2, characterised in that a vacuum pressure can be applied at the orifice (20) and a circuit for generating
the vacuum pressure has a delay element of the first order.
4. Cleaning unit as claimed in at least one of the preceding claims, characterised in that it additionally has a wiper unit (26) having a deflector roll (34) with an absorbent
cloth, preferably made from non-woven material, which can be raised and lowered.
5. Cleaning unit as claimed in claim 4, characterised in that an apex (30) of the roll (34) is placed on the print head outlets when the print
head (24) and the deflector roll (34) are disposed in a wiping position.
6. Cleaning unit as claimed in claim 4, characterised in that an apex (30) of the roll (34) is located to the side, adjacent to the print head
outlets when the print head (24) and the deflector roll (34) are disposed in a wiping
position.
7. Cleaning unit as claimed in at least one of the preceding claims, characterised in that the suction and parking cap (16) has a rinsing orifice (22) into which solvent can
be introduced.
8. Cleaning unit as claimed in claim 7, characterised in that the suction and parking cap (16) is rotatable so that a suction orifice (20) or the
rinsing orifice (22) can be selectively placed on the print head (24).
1. Unité de nettoyage (10) pour un dispositif d'impression à jet d'encre avec un ou plusieurs
capuchon(s) d'aspiration et d'attente (16) avec une ouverture (20), qui est applicable
à une tête d'impression (24), caractérisée en ce que l'ouverture (20; 22) peut être appliquée d'une manière complètement étanche à la
lumière à la tête d'impression (24).
2. Unité de nettoyage selon la revendication 1, caractérisée en ce que celle-ci présente un recouvrement étanche à la lumière déplaçable de préférence par
moteur ou par un chariot d'impression.
3. Unité de nettoyage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'une dépression peut être appliquée à l'ouverture (20), et en ce qu'un montage pour produire la dépression présente un élément de retard du premier ordre.
4. Unité de nettoyage selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que celle-ci présente en outre une unité d'essuyage (26) avec un cylindre de renvoi (34)
pouvant être relevé et abaissé avec un tissu aspirant, de préférence en voile de carde.
5. Unité de nettoyage selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'un sommet (30) du cylindre (34) se trouve aux sorties de la tête d'impression lorsque
la tête d'impression (24) et le cylindre de renvoi (34) sont disposés dans une position
d'essuyage.
6. Unité de nettoyage selon la revendication 4, caractérisée en ce qu'un sommet (30) du cylindre (34) se trouve latéralement à côté des sorties de la tête
d'impression lorsque la tête d'impression (24) et le cylindre de renvoi (34) se trouvent
dans une position d'essuyage.
7. Unité de nettoyage selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le capuchon d'aspiration et d'attente (16) présente une ouverture de rinçage (22)
dans laquelle un solvant peut être introduit.
8. Unité de nettoyage selon la revendication 7, caractérisée en ce que le capuchon d'aspiration et de rangement (16) peut être tourné de telle sorte que
sélectivement une ouverture d'aspiration (20) ou l'ouverture de rinçage (22) est applicable
à la tête d'impression (24).