Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft das technische Umfeld der Tankentlüftung bei Verbrennungsmotoren
mit Benzindirekteinspritzung.
[0002] Motoren mit Benzindirekteinspritzung können sowohl in der Betriebsart Schichtbetrieb
als auch in der Betriebsart Homogenbetrieb betrieben werden.
[0003] Aus der DE 198 50 586 ist ein Motorsteuerungsprogramm bekannt, das die Umschaltung
zwischen beiden Betriebsarten steuert.
[0004] Im Schichtbetrieb wird der Motor mit einer stark geschichteten Zylinderladung und
hohem Luftüberschuß betrieben, um einen möglichst niedrigen Kraftstoffverbrauch zu
erreichen. Die geschichtete Ladung wird durch eine späte Kraftstoffeinspritzung erreicht,
die im Idealfall zur Aufteilung des Brennraums in zwei Zonen führt: Die erste Zone
enthält eine brennfähige Luft-Kraftstoff-Gemischwolke an der Zündkerze. Sie wird von
der zweiten Zone umgeben, die aus einer isolierenden Schicht aus Luft und Restgas
besteht. Das Potential zur Verbrauchsoptimierung ergibt sich aus der Möglichkeit,
den Motor unter Vermeidung von Ladungswechselverlusten weitgehend ungedrosselt zu
betreiben. Der Schichtbetrieb wird bei vergleichsweise niedriger Last bevorzugt.
[0005] Bei höherer Last, wenn die Leistungsoptimierung im Vordergrund steht, wird der Motor
mit homogener Zylinderfüllung betrieben. Die homogene Zylinderfüllung ergibt sich
aus einer frühen Kraftstoffeinspritzung während des Ansaugvorganges. Als Folge steht
bis zur Verbrennung eine größere Zeit zur Gemischbildung zur Verfügung. Das Potential
dieser Betriebsart zur Leistungsoptimierung ergibt sich zum Beispiel aus der Ausnutzung
des gesamten Brennraumvolumens zur Füllung mit brennfähigem Gemisch.
[0006] Im Kraftstofftank eines Fahrzeugs fällt je nach Kraftstofftemperatur, Kraftstoffsorte
und Druckverhältnissen eine unterschiedliche Menge an Kraftstoffdampf pro Zeiteinheit
an. Es ist bereits bekannt, diesen Kraftstoffdampf zunächst im einem Aktivkohlefilter
zu speichern und dann während des Betriebs des Verbrennungsmotors über ein steuerbares
Tankentlüftungsventil mit Luft vermischt der motorischen Verbrennung zuzuführen. Dadurch
wird der Aktivkohlefilter wieder aufnahmefähig für weiteren Kraftstoffdampf (regeneriert).
Der mit Luft vermischte Kraftstoffdampf wird als Regeneriergas bezeichnet.
Zur Kompensation des über das Tankentlüftungsventil fließenden Kraftstoffstroms wird
der über die Einspritzventile fließende Kraftstoffstrom reduziert. In diesem Zusammenhang
ist es für einen Motor mit Saugrohreinspritzung aus der DE 38 13 220 bekannt, ein
Maß FTEAD für den Kraftstoffgehalt des Regeneriergases aus den im Steuergerät bekannten
Größen wie dem Kraftstoffstrom über die Einspritzventile, der Menge des Regeniergases
bei göffnetem Tankentlüftungsventil, der Ansaugluftmenge des Motors und dem Signal
einer Abgassonde zu lernen. Das gelernte Maß dient zur Abstimmung der Reduktion des
Kraftstoffstroms über die Einspritzventile zum Kraftstoffstrom über das Tankentlüftungsventil
mit dem Ziel, die Zusammensetzung des gesamten Kraftstoff/Luftgemisches zu kontrollieren.
Beim Betrieb eines Motors mit Saugrohreinspritzung tritt wie beim Betrieb eines Motores
mit Benzindirekteinspritzung in der Betriebsart Homogenbetrieb eine homogene Füllung
des Brennraums mit Gemisch auf. Für diese Betriebsart ist daher die Tankentlüftungssteuerung
anwendbar, wie sie aus dem Bereich der Saugrohreinspritzung bekannt ist.
[0007] Beim Betrieb eines Motors mit Benzindirekteinspritzung in der Betriebsart Schichtbetrieb
hat sich dagegen gezeigt, dass bei der Kontrolle des gesamten Kraftstoff/Luftgemisches
bei offenem Tankentlüftungsventil Störungen auftreten.
[0008] Die Erfindung zielt auf die Beseitigung der genannten Störungen und damit auf eine
Verbesserung Vorhersagbarkeit des Einflusses der Tankentlüftung auf die Gemischzusammensetzung
im Schichtbetrieb.
[0009] Die angestrebte Wirkung wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht.
[0010] Im einzelnen sieht die erfindungsgemäße Bestimmung des Kraftstoffgehaltes eines Regeneriergases
bei der Regeneration eines Kraftstoffdampfzwischenspeichers bei Verbrennungsmotoren
mit Benzindirekteinspritzung im Mager-(Schicht)-Betrieb, bei dem der gespeicherte
Kraftstoffdampf dem Verbrennungsmotor als Reneriergas über ein steuerbares Tankentlüftungsventil
zugeführt wird und bei dem zur Bestimmung des Kraftstoffgehaltes des Regneriergases
das Signal einer Abgassonde im Abgas des Verbrennungsmotors berücksichtigt wird, folgende
Schritte vor:
- Durchführen eines Abgleichs zwischen dem Signal der Abgassonde und einem vorgegebenen
Sollwert bei geschlossenem Tankentlüftungsventil, bei dem das Signal der Abgassonde
bei geschlossenem Tankentlüftungsventil mit einer Korrekturgröße so verknüpft wird,
dass das Ergebnis der Verknüpfung dem Sollwert entspricht.
- Verknüpfen des Signals der Abgassonde bei offenem Tankentlüftungsventil mit dem vorher
gewonnenen Korrekturwert auf gleiche Weise und
- Bestimmung der Beladung des Regeneriergases aus dem Ergebnis der Verknüpfung.
[0011] Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass im Schichtbetrieb der gemessene Lambdawert
vom physikalisch vorhandenen Lambdawert vergleichsweise stark abweichen kann. Als
Ursache kommen Sondenexemplarstreuungen, Alterungseffekte und stark schwankende Abgastemperaturen
im Schichtbetrieb bei nicht geregelter Sondenheizung in Frage. Unabhängig davon, welche
Ursache letztlich vorliegt, tritt jedenfalls das Problem der Abweichung zwischen Sondensignal
und tatsächlich vorhandenem Lambdawert auf.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösung sieht einen Abgleich des Sondensignals im Schichtbetrieb
bei geschlossenem Tankentlüftungsventil vor. Dadurch wird das Sondensignal vom absoluten
Lambdawert entkoppelt. Kommt dann bei offenem Tankentlüftungsventil der Einfluss des
Regeneriergases hinzu, so kann dieser Einfluss aus der relativen Änderung des Sondensignals
bestimmt werden.
[0013] Eine Ausführungsform der Efindung sieht vor, daß aus dem Signal der Abgassonde ein
gemessener Lambdawert (Lambdamess) gebildet wird und daß die Differenz des gemessenen
Lambdawertes vom Produkt aus Abgleichfaktor und der Differenz des Lambdasollwertes
(Lambdasoll) vom Wert 1 ermittelt und integriert wird.
[0014] Eine weitere Ausführungsform zeichent sich dadurch aus, daß der Abgleichsfaktor im
eingeschwungenen Zustand dem mittleren Quotienten (Lambdamess -1) / (Lambdasoll -
1) entspricht.
[0015] Diese Funktion liefert den Vorteil, dass Schwankungen von Lambdamess durch den Integrationsprozess
während des Abgleichvorgangs ausgemittelt werden und damit den Abgleichsfaktor nicht
verfälschen.
[0016] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, daß das tatsächliche Lambda im Betrieb mit
offenem Tankentlüftungsventil durch folgende Vorschrift bestimmt wird:
tatsächliches

[0017] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, daß ein neuer Abgleich im Schichtbetrieb
bei einem Arbeitspunktwechsel des Verbrennungsmotors oder bei der Änderung bestimmter
Umgebungsbedingungen durchgeführt wird.
[0018] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, daß die Umgebungstemperatur und die Höhe,
in der der Motor betrieben wird, solche Umgebungsbedingungen sind.
[0019] Eine weitere Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß ein Arbeitspunktwechsel
durch eine Mindeständerung des Lambdasollwertes definiert ist.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird ein Abgleich beendet, wenn der Absolutbetrag
des Integratoreingangs einen vorbestimmten Schwellwert unterschreitet.
[0021] Die Erfindung richtet sich auch auf eine elektronische Steuereinrichtung zur Durchführung
wenigstens eines der oben genannten Verfahren und Ausführungsformen.
[0022] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Bezug auf die Figuren
erläutert.
[0023] Fig. 1 zeigt das technische Umfeld der Erfindung und Fig. 2 offenbart ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung in der Form von Funktionsblöcken.
[0024] Die 1 in der Fig. 1 repräsentiert den Brennraum eines Zylinders eines Verbrennungsmotors.
Über ein Einlaßventil 2 wird der Zustrom von Luft zum Brennraum gesteuert. Die Luft
wird über ein Saugrohr 3 angesaugt. Die Ansaugluftmenge kann über eine Drosselklappe
4 variiert werden, die von einem Steuergerät 5 angesteuert wird. Dem Steuergerät werden
Signale über den Drehmomentwunsch des Fahrers, bspw. über die Stellung eines Fahrpedals
6, ein Signal über die Motordrehzahl n von einem Drehzahlgeber 7 und ein Signal über
die Menge ml der angesaugten Luft von einem Luftmengenmesser 8 zugeführt und ein Signal
Us über die Abgaszusammensetzung und/oder Abgastemperatur von einem Abgassensor 16
zugeführt. Abgassensor 12 kann beispielsweise eine Lambdasonde sein, deren Nernstspannung
oder, je nach Sondentyp, deren Pumpstrom den Sauerstoffgehalt im Abgas angibt. Das
Abgas wird durch wenigstens einen Katalysator 15 geführt, in dem Schadstoffe aus dem
Abgas konvertiert und/oder vorübergehend gespeichert werden.
[0025] Aus diesen und ggf. weiteren Eingangssignalen über weitere Parameter des Verbrennungsmotors
wie Ansaugluft- und Kühlmitteltemperatur und so weiter bildet das Steuergerät 5 Ausgangssignale
zur Einstellung des Drosselklappenwinkels alpha durch ein Stellglied 9 und zur Ansteuerung
eines Kraftstoffeinspritzventils 10, durch das Kraftstoff in den Brennraum des Motors
dosiert wird. Außerdem wird durch das Steuergerät die Auslösung der Zündung über eine
Zündeinrichtung 11 gesteuert.
[0026] Der Drosselklappenwinkel alpha und die Einspritzimpulsbreite ti sind wesentliche,
aufeinander abzustimmende Stellgrößen zur Realisierung des gewünschten Drehmomentes.
Eine weitere wesentliche Stellgröße zur Beeinflussung des Drehmomentes ist die Winkellage
der Zündung relativ zur Kolbenbewegung. Die Bestimmung der Stellgrößen zur Einstellung
des Drehmomentes ist Gegenstand der DE 1 98 51 990, die insoweit in die Offenbarung
einbezogen sein soll.
[0027] Weiterhin steuert das Steuergerät eine Tankentlüftung 12 sowie weitere Funktionen
zur Erzielung einer effizienten Verbrennung des Kraftstoff/Luftgemisches im Brennraum.
Die aus der Verbrennung resultierende Gaskraft wird durch Kolben 13 und Kurbeltrieb
14 in ein Drehmoment gewandelt.
[0028] Die Tankentlüftungsanlage 12 besteht aus einem Aktivkohlefilter 15, der über entsprechende
Leitungen beziehungsweise Anschlüsse mit dem Tank, der Umgebungsluft und dem Saugrohr
des Verbrennungsmotors kommuniziert, wobei in der Leitung zum Saugrohr ein Tankentlüftungsventil
16 angeordnet ist.
[0029] Der Aktivkohlefilter 15 speichert im Tank 5 verdunstenden Kraftstoff. Bei vom Steuergerät
6 öffnend angesteuertem Tankentlüftungsventil 11 wird Luft aus der Umgebung 17 durch
den Aktivkohlefilter gesaugt, der dabei den gespeicherten Kraftstoff an die Luft abgibt.
Dieses auch als Tankentlüftungsgemisch oder auch als Regeneriergas bezeichnete Kraftstoff-Luft-Gemisch
beeinflußt die Zusammensetzung des dem Verbrennungsmotor insgesamt zugeführten Gemisches.
Der Kraftstoffanteil am Gemisch wird im übrigen durch eine Zumessung von Kraftstoff
über die Kraftstoffzumeßvorrichtung 10 mitbestimmt, die der angesaugten Luftmenge
angepaßt ist. Dabei kann der über das Tankentlüftungssystem angesaugte Kraftstoff
in Extremfällen einem Anteil von ca. einem Drittel bis zur Hälfte der Gesamtkraftstoffmenge
entsprechen.
[0030] Fig. 2 zeigt eine Funktionsblockdarstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0031] Zunächst wird ein geschlossenes Tankentlüftungsventil und ein stationärer Betriebszustand
vorausgesetzt.
[0032] Block 2.1 stellt den gemessenen Lambdawert bereit, der aus dem Signal Us der Abgassonde
gewonnen wird. Block 2.2. stellt den Sollwert für die Zusammensetzung Lambda des gesamten,
von dem Verbrennungsmotor verbrannten Gemisches bereit. Im Block 2.3 erfolgt die Bildung
der Differenz des Sollwertes vom Wert 1. Diese Differenz wird im Block 2.4 mit einem
Abgleichfaktor verknüpft. Im Block 2.5 erfolgt die Bildung der Differenz des gemessenen
Lambdawertes vom Wert 1. Im Block 2.6 wird die Abweichung der Differenz des gemessenen
Lambdawertes vom Produkt aus Abgleichfaktor und der der Differenz des Lambdasollwertes
vom Wert 1 ermittelt. Diese Abweichung wird einem Integrator 2.7 zugeführt. Block
2.8 liefert einen Korrekturwert für Betriebspunkte in der Nachbarschaft des Betriebspunktes,
in dem der Abgleich erfolgt. Unter der oben angegebenen Voraussetzung eines stationären
Betriebszustands liefert Block 2.8 den Wert 1, so das der Ausgangswert des Integrators
2.7 durch das Ergebnis der Verknüpfungen in den Blöcken 2.9 bis 2.11 nicht geändert
wird.
[0033] In diesem Fall wird der Ausgangswert des Integrators direkt als Abgleichsfaktor zurückgeführt
und mit dem gewünschten Lambdasollwert verknüpft.
[0034] Diese Struktur bewirkt folgende Funktion:
[0035] Solange das Produkt aus Abgleichsfaktor und der Abweichung des gewünschten Lambdawerts
von 1 kleiner ist als die Abweichung des gemessenen Lambdawerts von 1, ist der Integratoreingang
positiv und der Integratorausgang wächst an. Dadurch wird der Abgleichsfaktor vergrößert.
Dies vergrößert das o.a. Produkt. Als Folge verkleinert sich der Abstand des Produktes
von der Abweichung des gemessenen Lambdawerts von 1. Der Integratoreingang wird kleiner.
Der Integratorausgang wächst langsamer.
[0036] Wird der Integratorausgang zu groß, ändert sich durch die Rückführung das Vorzeichen
des Integratoreingangs und der Integratorausgang wird in der Folge wieder verkleinert.
[0037] Dies führt dazu, dass der Adaptionsfaktor im eingeschwungenen Zustand gewissermaßen
dem mittleren Quotienten (Lambdamess -1) / (Lambdasoll - 1) entspricht.
[0038] Diese Funktion liefert den Vorteil, dass Schwankungen von Lambdamess durch den Integrationsprozess
während des Abgleichvorgangs ausgemittelt werden und damit den Abgleichsfaktor nicht
verfälschen.
[0039] Im Betrieb mit offenem Tankentlüftungsventil kann das tatsächliche Lambda durch folgende
Vorschrift bestimmt werden:
tatsächliches

[0040] Das tatsächliche Lambda ist zum Quotienten aus gesamter Luftmenge und gesamter Kraftstoffmenge
proportional.
[0041] Die gesamte Luftmenge setzt sich aus der Luftmenge, die über die Drosselklappe fließt
und dem Luftanteil am Regeneriergas aus der Tankentlüftung zusammen. Der Luftanteil
am Regeneriergas entspricht etwa der Regeneriergasmenge. Diese ist aus im Steuergerät
bekannten Größen wie Saugrohrdruck und dem Ansteuertastverhältnis ableitbar. Der Luftanteil
ist daher bekannt. Gleiches gilt für die über die Drosselklappe strömende Luftmenge,
die beispielsweise durch einen Heißfilmluftmassenmesser erfaßt werden kann. Die über
die Einspritzventile fließende Kraftstoffmenge ist aus den Ansteuerimpulsbreiten und
den Druck im Kraftstoffsystem, also aus bekannten Größen ableitbar.
[0042] Daher kann der Kraftstoffanteil der Tankentlüftung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
auch im Schichtbetrieb mit Hilfe des Abgleichfaktors aus dem gemessenen Lambdawert
bestimmt werden.
[0043] Die Blöcke 2.12 bis 2.17 stellen eine Struktur zur Auslösung des Abgleichs dar. Ein
neuer Abgleich im Schichtbetrieb wird bei einem Arbeitspunktwechsel des Verbrennungsmotors
oder bei der Änderung bestimmter Umgebungsbedingungen durchgeführt. Beispiele solcher
Umgebungsbedingungen sind die Umgebungstemperatur, die bspw. durch einen Ansauglufttemperaturfühler
bereitgestellt werden kann und die Höhe, in der der Motor betrieben wird. Eine Information
über diese Höhe ist in modernen Motorsteuerungen vorhanden. Sie wird beispielsweise
aus dem Signal eines Umgebungsdruckfühlers ermittelt oder aus der Lasterfassung (Ansaugluftmenge,
Zylinderfüllung) berechnet. Ein Arbeitspunktwechsel läßt sich beispielsweise definieren
als eine Mindeständerung des Lambdasollwertes, beispielsweise um einen Mindestwert
von 0,3. Tritt eine dieser Bedingungen ein, aktiviert Block 2.12 über den Flip-Flop
2.13 ein Schließen des Tanlentlüftungsventils im Block 2.14 und einen Start des Integrators
2.7.
[0044] Das Ende des Abgleichs wird durch die Blöcke 2.15 bis 2.17 erkannt. Block 2.15 stellt
einen Schwellwert DLAMSCE bereit und Block 2.16 liefert den positiven Absolutbetrag
des Integratoreingangs. Unterschreitet der genannte Betrag den genannten Schwellwert,
wird dies im Block 2.17 erkannt und der Schließbefehl für das Tankentlüftungsventil
durch Rücksetzen des Flip-Flop 2.13 aufgehoben.
[0045] Die Blöcke 2.8 bis 2.11 ermöglichen eine Berücksichtigung kleiner Lambdasollwertänderungen,
die noch nicht als Arbeitspunktwechsel im o.a. Sinne gelten.
[0046] Die Beziehung zwischen der Sondenspannung und dem Lambdawert ist im allgemeinen nicht
linear.
[0047] Bei größeren Lambdasolländerungen (Arbeitspunktwechsel) erfolgt daher ein neuer Abgleich.
Bei kleineren Lambdasolländerungen liefert Block 2.7 ersatzweise eine Korrekturgröße,
bspw. auf der Basis einer rechnerischen Linearisierung der Beziehung-zwischen Us und
Lambdasoll in einer Umgebung des abgeglichenen Arbeitspunktes.
1. Verfahren zur Bestimmung des Kraftstoffgehaltes eines Regeneriergases bei der Regeneration
eines Kraftstoffdampfzwischenspeichers bei Verbrennungsmotoren mit Benzindirekteinspritzung
im Mager-(Schicht)-Betrieb, bei dem der gespeicherte Kraftstoffdampf dem Verbrennungsmotor
als Regeneriergas über ein steuerbares Tankentlüftungsventil zugeführt wird und bei
dem zur Bestimmung des Kraftstoffgehaltes des Regeneriergases das Signal einer Abgassonde
im Abgas des Verbrennungsmotors berücksichtigt wird,
dadurch gekennzeichnet,
das bei geschlossenem Tankentlüftungsventil ein Abgleich zwischen dem Signal der Abgassonde
und einem vorgegebenen Sollwert erfolgt, bei dem das Signal der Abgassonde bei geschlossenem
Tankentlüftungsventil mit einer Korrekturgröße so verknüpft wird, dass das Ergebnis
der Verknüpfung dem Sollwert entspricht und bei dem das Signal der Abgassonde bei
offenem Tankentlüftungsventil auf gleiche Weise mit dem vorher gewonnenen Korrekturwert
verknüpft wird und bei dem die Beladung des Regeneriergases aus dem Ergebnis der Verknüpfung
bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Signal der Abgassonde ein gemessener Lambdawert (Lambdamess) gebildet wird
und daß die Differenz des gemessenen Lambdawertes vom Produkt aus Abgleichfaktor und
der Differenz des Lambdasollwertes (Lambdasoll) vom Wert 1 ermittelt und integriert
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abgleichsfaktor im eingeschwungenen Zustand dem mittleren Quotienten (Lambdamess
-1) / (Lambdasoll - 1) entspricht.
4. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das tatsächliche Lambda im Betrieb mit offenem Tankentlüftungsventil durch folgende
Vorschrift bestimmt wird:
tatsächliches

5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein neuer Abgleich im Schichtbetrieb bei einem Arbeitspunktwechsel des Verbrennungsmotors
oder bei der Änderung bestimmter Umgebungsbedingungen durchgeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Umgebungstemperatur und die Höhe, in der der Motor betrieben wird, solche Umgebungsbedingungen
sind.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, ein Arbeitspunktwechsel definiert ist als eine Mindeständerung des Lambdasollwertes.
8. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abgleich beendet wird, wenn der Absolutbetrag des Integratoreingangs einen vorbestimmten
Schwellwert unterschreitet.
1. Method for determining the fuel content of a regeneration gas in the regeneration
of an intermediate fuel vapour accumulator in internal combustion engines having direct
fuel injection in the lean-(stratified-charge) operating mode,
in which method the stored fuel vapour is fed to the internal combustion engine as
regeneration gas via a controllable tank ventilation valve
and in which method the signal from an exhaust gas probe in the exhaust gas of the
internal combustion engine is taken into consideration for determining the fuel content
of the regeneration gas,
characterized
in that when the tank ventilation valve is closed, adjustment is carried out between the
signal from the exhaust gas probe and a predefined nominal value, in the process of
which adjustment
the signal from the exhaust gas probe when the tank ventilation valve is closed is
logically combined with a correction value in such a way that the result of the logic
combination corresponds to the nominal value, and in the process of which adjustment
the signal from the exhaust gas probe when the tank ventilation valve is open is logically
combined in the same way with the previously obtained correction value, and in the
process of which adjustment the loading of the regeneration gas is determined from
the result of the logic combination.
2. Method according to Claim 1, characterized in that a measured lambda value (lambdameas) is formed from the signal from the exhaust gas probe, and in that the difference between the measured lambda value and the product of the adjustment
factor and the difference between the nominal lambda value (lambdanom) and the value 1 is determined and integrated.
3. Method according to Claim 2,
characterized in that in the steady state, the adjustment factor corresponds to the average quotient
4. Method according to Claim 2,
characterized in that the actual lambda is determined during operation with the tank ventilation valve
open by means of the following rule:
5. Method according to Claim 1, characterized in that a new adjustment is carried out in the stratified charge operating mode in the event
of a change in the operating point of the internal combustion engine or in the event
of a change in certain ambient conditions.
6. Method according to Claim 5, characterized in that the ambient temperature and the altitude at which the engine is being operated are
ambient conditions of said type.
7. Method according to Claim 5, characterized in that a change in operating point is defined as a minimum change in the nominal lambda
value.
8. Method according to Claim 2, characterized in that an adjustment is ended when the absolute value of the integrator input falls below
a predefined threshold value.
1. Procédé de détermination de la teneur en carburant d'un gaz de régénération, lors
de la régénération d'un réservoir tampon de vapeur de carburant dans des moteurs thermiques
comprenant une injection directe d'essence en fonctionnement (stratifié) pauvre, selon
lequel la vapeur de carburant stockée est transmise au moteur thermique sous forme
de gaz de régénération par une soupape d'aération de réservoir réglable, et en tenant
compte d'un signal d'une sonde de gaz d'échappement située dans les gaz d'échappement
du moteur thermique pour déterminer la teneur en carburant du gaz de régénération,
caractérisé en ce que
la soupape d'aération de réservoir étant fermée, on égalise par compensation le signal
de la sonde de gaz d'échappement avec une valeur de consigne prédéfinie, on combine
le signal de la sonde de gaz d'échappement, la soupape d'aération de réservoir étant
fermée avec une grandeur de correction pour que le résultat de la combinaison corresponde
à la valeur de consigne, on combine de manière similaire le signal de la sonde de
gaz d'échappement, la soupape d'aération de réservoir ouverte, avec la valeur de correction
acquise précédemment, et à partir du résultat de la combinaison on détermine la charge
du gaz de régénération.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on établit une valeur lambda mesurée (lambda de mesure) à partir du signal de la sonde
de gaz d'échappement et on détermine la différence entre la valeur lambda mesurée
et le produit à partir du facteur de compensation, et la différence entre la valeur
de consigne lambda (lambdacons) et la valeur 1, et on intègre ces différences.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le facteur de compensation en régime permanent correspond au quotient moyen (lambdames
- 1) / (lambdacons - 1).
4. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le lambda effectif en mode de fonctionnement avec la soupape d'aération de réservoir
ouverte est déterminé par l'équation suivante :
5. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on effectue une nouvelle compensation en mode de fonctionnement stratifié lors d'un
changement de point de fonctionnement du moteur thermique ou lors de la modification
de certaines conditions d'environnement.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
les conditions d'environnement sont la température ambiante et l'altitude de fonctionnant
du moteur.
7. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce qu'
un changement de point de fonctionnement est défini comme une variation minimale de
la valeur de consigne de lambda.
8. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce qu'
on termine une compensation lorsque la valeur absolue de l'entrée de l'intégrateur
passe au-dessous d'une valeur de seuil prédéfinie.