[0001] Die Erfindung betrifft eine Schleifscheibe mit einer ebenen, kreisförmigen Trägerfläche,
an der mehrere, zumindest teilweise im wesentlichen radial verlaufende, längliche
Schleifsegmente angeordnet sind, wobei den Schleifsegmenten in Umfangsrichtung zumindest
teilweise jeweils eine Durchtrittsöffnung vorgelagert ist und die Trägerfläche mittig
eine, im wesentlichen kegelstumpfförmige, von den Schleifsegmenten abgewandte, Vertiefung
aufweist.
[0002] Schleifscheiben der oben genannten Art dienen der Bearbeitung einer Oberfläche eines
Werkstückes. Die kreisförmige Schleifscheibe ist beispielsweise durch einen Elektromotor
angetrieben und trägt mittels der an einer Trägerfläche angeordneten Schleifsegmente
Partikel, insbesondere Staubpartikel, von der Oberfläche ab. Die Schleifsegmente bestehen
beispielsweise aus Diamantpartikel, damit für eine Bearbeitung einer Betonoberfläche
eine ausreichende Härte gewährleistet ist. Um eine Belastung einer Umgebung durch
die abgetragenen Partikel, zumindest teilweise, zu vermeiden, weist die Trägerfläche
zumindest eine, den Schleifsegmenten in Umfangsrichtung vorgelagerte, Durchtrittsöffnung
auf. Die Durchtrittsöffnungen dienen dem Abführen der Partikel beispielsweise mittels
einer durch einen Kanal mit den Durchtrittsöffnungen verbundenen Unterdruckquelle.
Die Trägerfläche weist mittig eine, im wesentlichen kegelstumpfförmig, von den Schleifsegmenten
abgewandte, Vertiefung auf, um die Schleifscheibe beispielsweise an einer motorisch
angetriebenen Antriebsspindel festzulegen.
[0003] Aus der US 6,299,522 B1 ist eine Schleifscheibe mit einer ebenen, kreisförmigen Trägerfläche,
an der mehrere, zumindest teilweise im wesentlichen radial verlaufende, längliche
Schleifsegmente angeordnet sind, bekannt. Den Schleifsegmenten ist in Umfangsrichtung
jeweils eine Durchtrittsöffnung vorgelagert und die Trägerfläche weist mittig eine,
im wesentlichen kegelstumpfförmige, von den Schleifsegmenten abgewandte, Vertiefung
auf. Die Schleifsegmente verlaufen im wesentlichen in Umfangsrichtung, wobei die Durchtrittsöffnungen
in einem radial an die Schleifsegmente angrenzenden Bereich angeordnet sind.
[0004] Nachteilig an der bekannten Lösung ist, dass die Durchtrittsöffnungen nur eine ungenügende
Absaugleistung im Bereich der Schleifsegmente sicherstellen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schleifscheibe mit Schleifsegmenten
zu schaffen, die eine ausreichende Absaugleistung sicherstellt.
[0006] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Durchtrittsöffnungen in
einer Drehrichtung an die Schleifsegmente anschliessen und sich im wesentlichen über
die gesamte Länge der Schleifsegmente erstrecken.
[0007] Dadurch, dass die Durchtrittsöffnungen sich im wesentlichen über die gesamte Länge
des Schleifsegmentes erstrecken, werden die abgetragenen Partikel unmittelbar bei
den Schleifsegmenten abgeführt. Eine Durchtrittsöffnung kann beispielsweise auch mehrteilig
ausgebildet sein, um eine höhere Stabilität der Schleifscheibe zu gewährleisten. Vorzugsweise
erstrecken sich die Durchtrittsöffnungen über das 0,75- bis 1-fache der Länge des
Schleifsegmentes.
[0008] Die Durchtrittsöffnungen weisen vorteilhafterweise eine in Umfangsrichtung verlaufende
erste Breite und die Schleifsegmente eine in Umfangsrichtung verlaufende zweite Breite
auf, wobei bei korrespondierenden Schleifsegmenten und Durchtrittsöffnungen die erste
Breite im wesentlichen der zweiten Breite entspricht. Durch diese Dimensionierung
der Durchtrittsöffnungen in Abhängigkeit der Schleifsegmente ist ein optimales Abführen
der durch die Schleifsegmente abgetragenen Partikel sichergestellt.
[0009] Die Schleifsegmente sind vorzugsweise im wesentlichen L-förmig ausgebildet, mit einer
sich an die radiale Längserstreckung anschliessenden, im wesentlichen in Umfangsrichtung
erstreckenden, Längserstreckung, um ein Austreten der abgetragenen Partikel über den
äusseren Umfang der Schleifscheibe radial nach aussen zu verhindern.
[0010] Die Durchtrittsöffnungen sind vorteilhafterweise im wesentlichen L-förmig ausgebildet.
[0011] Die Durchtrittsöffnungen weisen vorzugsweise jeweils einen freien Schenkel auf, der
in Umfangsrichtung verläuft, um dadurch insbesondere radial aussen eine ausreichende
Absaugleistung sicherzustellen.
[0012] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Unteransicht einer erfindungsgemässen Schleifscheibe;
- Fig. 2
- einen Querschnitt gemäss der Linie II-II der in Fig. 1 dargestellten Schleifscheibe
[0013] In den Fig. 1 und 2 ist eine erfindungsgemässe Schleifscheibe mit einer ebenen, kreisförmigen
Trägerfläche 1, an der mehrere, zumindest teilweise im wesentlichen radial verlaufende,
längliche Schleifsegmente 2 angeordnet sind, dargestellt. Den Schleifsegmenten 2 ist
in Umfangsrichtung U jeweils eine Durchtrittsöffnungen 3 vorgelagert. Ferner weist
die Trägerfläche 1 mittig eine, im wesentlichen kegelstumpfförmige, von den Schleifsegmenten
2 abgewandte, Vertiefung 4 auf, wie dies insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist.
[0014] Die Durchtrittsöffnungen 3 schliessen in einer Drehrichtung D an die L-förmig ausgebildeten
Schleifsegmente 2 an und erstrecken sich im wesentlichen über die gesamte Länge L
der Schleifsegmente 2. Ausserdem weisen die Durchtrittsöffnungen 3 eine in Umfangsrichtung
U verlaufende erste Breite b1 und die Schleifsegmente 2 eine in Umfangsrichtung U
verlaufende zweite Breite b2 auf, wobei bei korrespondierenden Schleifsegmenten 2
und Durchtrittsöffnungen 3 die erste Breite b1 im wesentlichen der zweiten Breite
b2 entspricht.
[0015] Die Schleifsegmente 2 weisen eine sich an die radiale Längserstreckung L1 anschliessende,
im wesentlichen in Umfangsrichtung U erstreckende Längserstreckung L2 auf. Die gesamte
Länge L der Schleifsegmente 2 entspricht in dieser Ausführung somit L1 +L2. Um eine
optimale Absaugung zu gewährleisten sind die Durchtrittsöffnungen 3 im wesentlichen,
wie die Schleifsegmente 2, L-förmig ausgebildet und weisen jeweils einen freien Schenkel
5 auf, der in Umfangsrichtung U verläuft.
[0016] Die Vertiefung 4 weist mehrere radial zur Trägerfläche 1 verlaufende Durchgangsbohrungen
6 auf. Ferner weist die Vertiefung 4 zum Festlegen der Schleifscheibe an beispielsweise
einer motorisch angetriebenen, nicht dargestellten, Antriebsspindel eine quer zur
Trägerfläche 1 mittig zur Vertiefung 4 verlaufende Aufnahmebohrung 7 auf.
[0017] Die Schleifsegmente 2 sind zweiteilig aus Diamant hergestellt und paarig angeordnet.
Selbstverständlich sind auch andere harte Stoffe wie beispielsweise Hartmetall, PKD
oder dergleichen zur Herstellung der Schleifsegmente 2 geeignet. In einer weiteren
nicht dargestellten Ausführungsform sind die Schleifsegmente 2 einteilig ausgebildet.
Die Schleifsegmente 2 weisen einen im wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf. Gegenüber
dem Durchmesser sind die inneren Schleifsegmente 2 um einen Winkel von etwa 45° geneigt.
Der in Umfangsrichtung U angeordnete Teil der Schleifsegmente 2 ist am radial äusseren
Rand 8 der Trägerfläche 1 angeordnet.
1. Schleifscheibe mit einer ebenen, kreisförmigen Trägerfläche (1), an der mehrere, zumindest
teilweise im wesentlichen radial verlaufende, längliche Schleifsegmente (2) angeordnet
sind, wobei den Schleifsegmenten (2) in Umfangsrichtung (U) zumindest teilweise jeweils
eine Durchtrittsöffnung (3) vorgelagert ist und die Trägerfläche (1) mittig eine,
im wesentlichen kegelstumpfförmige, von den Schleifsegmenten (2) abgewandte, Vertiefung
(4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnungen (3) in einer Drehrichtung (D) an die Schleifsegmente (2)
anschliessen und sich im wesentlichen über die gesamte Länge (L) der Schleifsegmente
(2) erstrecken.
2. Schleifscheiben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnungen (3) eine in Umfangsrichtung (U) verlaufende erste Breite
(b1) und die Schleifsegmente eine in Umfangsrichtung (U) verlaufende zweite Breite
(b2) aufweisen, wobei bei korrespondierenden Schleifsegmenten (2) und Durchtrittsöffnungen
(3) die erste Breite (b1) im wesentlichen der zweiten Breite (b2) entspricht.
3. Schleifscheiben nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifsegmente (2) im wesentlichen L-förmig ausgebildet sind, mit einer sich
an die radiale Längserstreckung (L1) anschliessenden, im wesentlichen in Umfangsrichtung
(U) erstreckenden, Längserstreckung (L2).
4. Schleifscheibe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnungen (3) im wesentlichen L-förmig ausgebildet sind.
5. Schleifscheibe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnungen (3) jeweils einen freien Schenkel (5) aufweisen, der in
Umfangsrichtung (U) verläuft.