[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Banknoten
bei denen die Banknoten von einem Eingabefach jeweils zu einem von mehreren Ausgabefächern
in Abhängigkeit von vorgegebenen Sortierkriterien transportiert werden.
[0002] Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung sind beispielsweise aus
DE 3412 726 C2,
EP 1 035 520,
US 4 694 963 oder
DE 44 37 722 A1 bekannt. Dabei werden Banknotenbündel in ein Eingabefach eingegeben, vereinzelt und
mittels einer Transporteinrichtung an einer Prüfeinrichtung vorbeigeführt. Die vereinzelten
Banknoten werden von Sensoren der Prüfeinrichtung geprüft und abhängig vom Prüfergebnis
bestimmten Ausgabefächern zugeführt.
[0003] Wenn ein Banknotenbündel mit gemischten Stückelungen eingelegt wird, werden zur Depositverarbeitung
die Banknoten dabei üblicherweise so sortiert, daß in einem Ausgabefach immer nur
Banknoten einer einzelnen Stükkelung abgelegt werden. So kann ein erstes Ausgabefach
beispielsweise zur Aufnahme der Banknoten einer ersten Stückelung und ein zweites
Ausgabefach zur Aufnahme der Banknoten einer zweiten Stückelung aus dem eingelegten,
gemischten Banknotenbündel dienen.
[0004] Die Anzahl der in den einzelnen Ausgabefächern zu stapelnden Banknoten kann dabei
variabel voreingestellt werden. Diese Vorgabe ist beispielsweise dann erwünscht, wenn
zur nachfolgenden Banderolierung Stapel mit einer vorbestimmten Anzahl von Banknoten
benötigt werden.
[0005] Mit Hilfe einer Zähleinrichtung werden die in die einzelnen Ausgabefächer abgelegten
Banknoten gezählt und der Banknotentransport zu den Ausgabefächern unterbrochen, wenn
die vorgegebene Anzahl von Banknoten in we-nigstens einer der Ausgabefächer erreicht
wurde, so daß der zugehörige Stapel zur anschließenden Banderolierung herausgenommen
werden kann.
[0006] Obwohl diese bekannten Banknotenbearbeitungssysteme diese Aufgaben zuverlässig und
sicher ausführen können, ist es erwünscht, das Anwendungsspektrum solcher Systeme
noch zu erweitern.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Bearbeiten von wi Banknoten bereitzustellen, die für weitere Anwendungen geeignet
sind.
[0008] Diese Aufgabe wird durch das Verfahren nach Anspruch 1 und die Vorrichtung nach Anspruch
9 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0009] Obwohl sich das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung auch
zum Bearbeiten von Geldeinheiten wie Münzen anwenden lassen, ergeben sich besondere
Vorteile für das Bearbeiten von Banknoten, wie nachfolgend exemplarisch beschrieben
wird.
[0010] Die vorliegende Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß Banknotenbearbeitungssysteme
auch dazu benutzt werden können, eine automatisch unterstützte Konfektionierung von
Banknoten durchzuführen, indem in zumindest einen Teil der Ausgabefächer der Vorrichtung
jeweils Banknoten mehrerer unterschiedlicher Stückelungen in jeweils einer vorgegebenen
Anzahl ausgegeben werden.
[0011] Unter einer Konfektionierung wird hierbei verstanden, daß für verschiedene Nutzer,
wie Schalterangestellte bzw. Kassenpersonal in Banken oder im Handel, jeweils Banknoten
verschiedener Stückelung jeweils in einer gewünschten Anzahl zusammengestellt werden.
[0012] Diese Konfektionierung wurde bisher weitgehend manuell durchgeführt. In einer Bank
wurden hierzu beispielsweise von einer zuständigen Person manuell für jeden einzelnen
Schalterangestellten individuell verschiedene Banknotenbündel zusammengestellt, in
denen von den unterschiedlichen Stückelungen jeweils eine vorgegebene Anzahl von Banknoten
vorhanden sein kann.
[0013] Dieser bekannte Prozeß der manuellen Konfektionierung ist allerdings sehr zeitraubend
und fehleranfällig.
[0014] Indem nun diese Konfektionierung mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens und der
erfindungsgemäßen Vorrichtung automatisch unterstützt wird, wird eine schnellere und
zuverlässigere Konfektionierung mit einer hohen Prozeßgeschwindigkeit und Zählsicherheit
ermöglicht.
[0015] Während bekannte Banknotenbearbeitungssysteme dazu benutzt werden, aus einem Bündel
mit gemischten Stückelungen die Banknoten der einzelnen Stückelungen jeweils in separate
Stapel auszusortieren bzw. abzutrennen, ermöglicht die erfindungsgemäße Lösung eine
Ausweitung des üblichen Anwendungsspektrums.
[0016] Es werden somit nicht gemischte Bündel nach Stückelung aufgetrennt, sondern Banknoten
können zu Bündeln zusammengeführt werden, in denen die Banknoten der einzelnen Stückelungen
jeweils in einer vorgegebenen und variablen Anzahl vorhanden sind, um eine Konfektionierung
für mehrere Nutzer, wie Schalterangestellte oder dergleichen, durchführen zu können.
[0017] Ein weiterer besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung liegt darin, daß es möglich
ist, auch bereits bekannte Banknotenbearbeitungsmaschinen, beispielsweise das unter
dem Produktnamen "BPS 200" bekannte System der Anmelderin, per Software nachzurüsten,
um die erfindungswesentlichen Merkmale zu realisieren. Dies führt zu einer kostengünstigen
Herstellung der Systeme.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend näher beschrieben, wobei zunächst eine Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung und des erfindungsgemäßen Verfahrens anhand der
beiliegenden einzigen Figur und anschließend einige der möglichen Variationen dieser
Ausführungsbeispiele erläutert werden.
[0019] Die Figur zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Bearbeiten von Banknoten, die insgesamt mit der Bezugsnummer 1 bezeichnet
ist. Die Vorrichtung 1 enthält in an sich bekannter Weise die folgenden Komponenten.
Ein Eingabefach 2 zur Eingabe eines Banknotenstapels und einen Vereinzeler 3 zur Vereinzelung
des in dem Eingabefach 2 aufgenommenen Banknotenstapels, um immer eine einzelne Banknote
in das an den Vereinzeler 3 angeschlossene Transportsystem 4 einzugeben.
[0020] Das Transportsystem 4 führt durch eine Prüfeinrichtung 5, in der das Blattgut überprüft
wird. Die Prüfeinrichtung 5 enthält nicht dargestellte Sensoreinheiten, um z. B. die
Stückelung der Banknoten und deren Echtheit zu überprüfen.
[0021] Das Transportsystem 4 ist so konstruiert, daß die Banknoten, die die Prüfeinrichtung
5 durchlaufen haben, einer von mehreren Ablageeinrichtungen 6, 7, 8, 9, 10 zugeführt
werden können. Dazu befinden sich im Transportweg 4 mehrere Weichen 11, 12, 13, 14,
um die vereinzelten Banknoten in Richtung auf eine der fünf Ablageeinrichtungen 6,
7, 8, 9, 10 hin umzulenken.
[0022] Die Ablageeinrichtungen 6, 7, 8, 9, 10 können aus an sich bekannten Spiralfachstaplern
gebildet sein. Die Spiralfachstapler weisen rotierende Einheiten 6a, 7a, 8a, 9a, 10a
mit spiralförmig angeordneten Fächern auf, in welche die Banknoten vom Transportsystem
4 durch Schaltung der zugehörigen Weichen 11, 12, 13 bzw. 14 eingeführt werden. Die
einzelnen Spiralfachstapler beinhalten überdies nicht dargestellte Abstreifeinrichtungen,
die in die rotierenden Einheiten eingreifen, um die Banknoten aus den einzelnen Fächern
zu entfernen, und sie in die zugehörigen Ausgabefächer 6b, 7b, 8b, 9b bzw. 10b abzulegen
und zu stapeln.
[0023] Weiterhin umfaßt die Vorrichtung 1 eine Steuerungseinheit 15, die unter anderem über
die schematisch als gestrichelte Linien dargestellten Signalleitungen 16 mit der Prüfeinrichtung
5, den einzelnen Weichen 11, 22, 23,14, einer Eingabeeinheit 19, einem Anzeigemonitor
17 und einem Drucker 18 verbunden ist.
[0024] Die Steuerungseinrichtung 15 ist dabei so ausgestaltet, daß sie die Signale der verschiedenen
Sensoreinheiten der Prüfeinrichtung 5 auswerten und auf die Einhaltung vorgebener
Kriterien hin überprüfen kann. Um eine im Transportsystem 4 befindliche vereinzelte
Banknote, die die Prüfeinrichtung 5 durchlaufen hat, in eines der Ausgabefächer 6b,
7b, 8b, 9b,10b auszugeben, kann die Steuerungseinrichtung 15 zudem in Abhängigkeit
vom Prüfergebnis der Prüfeinrichtung 5, die im Transportweg 4 angeordneten Weichen
11, 12,13,14 schalten.
[0025] Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ist insbesondere durch die nachfolgend genannte
Konstruktion der Steuerungseinrichtung 15 gekennzeichnet. Per Softwareeinstellung
ist die Steuerungseinrichtung 15 so ausgestaltet, daß sie die Weichen 11,12,13,14
so schaltet, daß in zumindest einem Teil der Ausgabefächer 6b, 7b, 8b, 9b,10b jeweils
Banknoten mehrerer unterschiedlicher Stückelungen in jeweils einer vorgegebenen Anzahl
ausgegeben werden können, um die Banknoten automatisch unterstützt zu konfektionieren.
[0026] Da die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
verwendet werden kann, läßt sich die funktionale Ausgestaltung der Steuerungseinrichtung
15 am besten anhand der nachfolgenden Beschreibung einer beispielhaften Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens verstehen.
[0027] Der gesamte Vorgang zur Konfektionierung nach dieser Ausführungsform gliedert sich
im wesentlichen in drei Abschnitte.
[0028] In einem ersten Abschnitt werden die zu konfektionierenden Einheiten definiert. Mittels
eines nicht dargestellten Softwaremoduls der Steuerungseinheit 15 wird dazu jedem
Ausgabefach 6b, 7b, 8b, 9b, 10b der Vorrichtung 1 eine bestimmte Kennung zugewiesen,
die als Merkmale den beabsichtigten Empfänger, z. B. die Kenn-Nummer des jeweiligen
Schalterangestellten, sowie die gewünschte Anzahl an Banknoten pro Stückelung identifiziert.
[0029] Diese Angaben können durch die Bedienperson selbst mit Hilfe der Eingabetastatur
19 in eine Datenbank der Steuerungseinheit 15 als Merkmale der Kennung der Ausgabefächer
für einen z. B. unmittelbar nachfolgenden Konfektioniervorgang eingegeben werden.
[0030] Exemplarisch sei angenommen, daß die Bedienperson mit Hilfe der Vorrichtung 1 für
drei Schalterangestellte in einer Bank Banknoten in vorbestimmten Beträgen konfektionieren
will. Die ersten beiden Schalterangestelle sollen z. B. jeweils siebzig 50 DM-Scheine
und fünfzig 100 DM-Scheine und der dritte Schalterangestelle sechzig 50 DM-Scheine
und vierzig 100 DM-Scheine benötigen.
[0031] In diesem Fall wird deshalb die Bedienperson in die Datenbank des Softwaremoduls
der Steuerungseinrichtung 15 eingeben, daß dem ersten Ausgabefach 6b eine Kennung
zugewiesen wird, die den ersten Schalterangestellen identifiziert und weiterhin festlegt,
daß dieser Schalterangestelle eine Anzahl von siebzig Scheinen der ersten Stückelung
von 50 DM und fünfzig Scheine der zweiten Stückelung von 100 DM benötigt.
[0032] In analoger Weise wird dem zweiten Ausgabefach 7b als Merkmale der Kennung zugewiesen,
daß die beim nachfolgenden Konfektioniervorgang ausgegebenen Banknoten für den zweiten
Schalterangestellen bestimmt sind und dieser ebenfalls siebzig Banknoten à 50 DM und
fünfzig Banknoten à DM 100 benötigt.
[0033] Schließlich werden dem dritten Ausgabefach 8b als Kennung die Merkmale zugewiesen,
daß die nachfolgende Konfektionierausgabe für den dritten Schalterangestellen bestimmt
ist und dieser sechzig 50 DM-Scheine und vierzig 100 DM-Scheine benötigt.
[0034] Zur Kontrolle werden diese Daten, d. h. die Zuweisung der einzelnen Ausgabefächer
zu bestimmten Nutzern und die Angabe der Anzahl der gewünschten Banknoten pro Stückelung
an dem Monitor 17 für die Bedienperson angezeigt.
[0035] Im vorliegenden Fall werden folglich für die Konfektionierung für drei Schalterangestelle
drei der fünf vorhandenen Ausgabefächer 6b, 7b, 8b, 9b, 10b benötigt, d. h. für jeden
Schalterangestellen eins. Von den verbleibenden zwei Ausgabefächern 9b, 10b wird eines
als Reject-Fach verwendet, in das überschüssige Banknoten ausgegeben werden, die nicht
zur Konfektionierung in die einzelnen Ausgabefächer 6, 7, 8 abgelegt werden.
[0036] Beispielsweise sei angenommen, daß das Softwaremodul der Steuerungseinrichtung 15
so konfiguriert ist, daß das im Verlauf des Transportsystems 4 letzte Ausgabefach
10b ein solches Reject-Fach sein soll. Die verbleibende Ausgabeeinheit 9 hat in diesem
Fall keine Funktion, so daß beim nachfolgenden Konfektioniervorgang keine Banknoten
in das zugehörige Ausgabefach 9b umgeleitet werden.
[0037] Nach der Eingabe dieser Daten in die Datenbank der Steuerungseinheit 15 per Tastatureingabe
19 enthält somit ein Speicher der Steuerungsvorrichtung 15 die Informationen über
die Zuordnung der ersten drei Ausgabefächer 6b, 7b, 8b zu den einzelnen Schalterangestellten
mit Angabe der gewünschten Anzahl an Banknoten pro Stückelung je Ausgabefach und über
die Verwendung des fünften Fachs 10b als Reject-Fach.
[0038] Nachdem dieser erste Schritt der Vorbereitung abgeschlossen wurde, folgt der zweite
Schritt des Verfahrens, bei dem die Sortierung der Banknoten in die einzelnen Ausgabefächer
in Abhängigkeit von der im Schritt 1 zugewiesenen Kennung durchgeführt wird.
[0039] Bei einer nicht erfindungsgemäßen Variante des Verfahrens wird die Bedienperson wird
hierbei aufgefordert, Banknoten der ersten benötigten Stückelung einzulegen. Im Fall
des vorstehend exemplarisch beschriebenen Falls der Konfektionierung für drei Schalterangestelle
seien dies beispielsweise die Banknoten ä 50 DM.
[0040] Nachdem die 50 DM-Scheine in das Eingabefach 2 eingelegt wurden, werden sie durch
den Vereinzeler 3 vereinzelt und mittels des Transportsystems 4 durch die Prüfeinrichtung
5 hindurchgeführt. In der Prüfeinrichtung 5 werden die vereinzelten Banknoten auf
ihre Denomination, d. h. ihre Stückelung und ihre Echtheit hin überprüft. Zudem werden
die vereinzelten Banknoten in der Prüfeinrichtung 5 gezählt.
[0041] Die als echt befundenen 50 DM-Scheine werden anschließend in der Anzahl in die einzelnen
Ausgabefächer 6b, 7b, 8b umgeleitet, die im Schritt 1 in der jeweiligen Kennung der
Ausgabefächer spezifiziert wurde. Die Umleitung der Banknoten erfolgt dabei durch
Ansteuerung der Weichen 11,12,13,14 mit Hilfe der Steuerungseinrichtung 15.
[0042] So wird z. B. zuerst die Weiche 11 so angesteuert, daß die ersten siebzig der in
das Eingabefach 2 eingegebenen 50 DM-Scheine in das Ausgabefach 6b umgeleitet werden.
Wie erwähnt, kann eine Zählung der Banknoten bereits in der Prüfeinrichtung 5 erfolgen,
um festzustellen, ob bereits eine ausreichende Anzahl von 50 DM-Banknoten in das Ausgabefach
6b ausgegeben wurden. Sofern nun die vorbestimmte Anzahl von siebzig 50 DM-Banknoten
in dem ersten Ausgabefach 6b abgelegt wurden, das für den ersten Schalterangestellen
konfiguriert wurde, wird die Steuerungseinheit 15 die Weiche 11 so umschalten, daß
die nachfolgenden als echt erkannten, vereinzelten 50 DM-Banknoten zu der zweiten
Weiche 12 hin transportiert werden.
[0043] Durch entsprechene Schaltung der Weiche 12 werden diese weiteren 50 DM-Scheine nun
einzeln in das zweite Ausgabefach 7b abgelegt, das für den zweiten Schalterangestellen
bestimmt ist, bis auch in diesem Fach siebzig 50 DM-Scheine gestapelt sind, wie es
vorher von der Bedienperson als Kennung für dieses Ausgabefach zugewiesen wurde.
[0044] Anschließend wird die Weiche 12 umgeschaltet und die nachfolgenden 50 DM-Scheine,
die aus dem Eingabefach 2 heraus vereinzelt wurden, in das dritte Ausgabefach 6b umgeleitet,
das für den dritten Schalterangestellen bestimmt ist. In dieses Fach wird nun ebenfalls
die gewünschte, vorher angegebene Anzahl von 50 DM-Scheinen, d. h. in diesem Fall
von sechzig 50 DM-Scheinen, ausgegeben.
[0045] Nachdem infolgedessen in jedem der Ausgabefächer 6b, 7b, 8b die vorher bestimmte
Anzahl von 50 DM-Scheinen ausgegeben wurde, werden die möglicherweise noch im Transportsystem
bzw. noch im Eingabefach 2 vorhandenen 50 DM-Banknoten durch Schalten der Weichen
13,14 zu dem als Rejectfach dienenden Ausgabefach 10b hin umgelenkt.
[0046] Dies ermöglicht, daß überschüssige Banknoten nicht im Transportsystem 4 verbleiben
und zudem die Bedienperson nicht gezwungen ist, die für das konfektionieren benötige
Anzahl von Banknoten (z. B. 2 x 70 + 1 x 60 = 200 Banknoten à 50 DM) bereits vorher
selbst exakt abzuzählen und exakt diese Anzahl von Banknoten in das Eingabefach 2
einzugeben.
[0047] Sofern ursprünglich von der Bedienperson nicht ausreichend 50 DM-Banknoten in das
Eingabefach 2 eingelegt wurden, können diese beispielsweise über eine gesonderte Anzeige
zur weiteren Eingabe nachgefordert werden, bis die Banknoten in genügender, d. h.
in der vorbestimmten Anzahl in die spezifizierten Ausgabefächer 6b, 7b, 8b einsortiert
worden sind.
[0048] Anschließend wird mit den weiteren Stückelungen im gleichen Sinne verfahren. Im exemplarisch
beschriebenen Fall werden somit von der Bedienperson 100 DM-Scheine in das Eingabefach
2 eingelegt und ebenfalls auf die vorstehend beschriebene Art und Weise jeweils in
der durch die Kennung vorgegebenen Anzahl in die einzelnen Ausgabefächer 6b, 7b, 8b
ausgegeben.
[0049] Nachdem somit zuerst die 50 DM-Banknoten und anschließend die 100 DM-Banknoten in
der gewünschten Anzahl in die Ausgabefächer 6b, 7b, 8b abgelegt wurden, ist der Konfektionierdurchlauf
beendet.
[0050] Nun befinden sich in der ersten beiden Ausgabefächern 6b und 7b jeweils siebzig 50
DM-Noten und fünfzig 100 DM-Noten und in dem dritten Ausgabefach 8b sechzig 50 DM-Noten
und vierzig 100 DM-Noten.
[0051] Nachdem die Banknoten somit in gewünschter Weise in die einzelnen Ausgabefächer 6b,
7b, 8b konfektioniert wurden, können sie nun in einem dritten Schritt entweder automatisch
oder auch manuell zur weiteren Verwendung, d. h. zur Weiterleitung an den spezifizierten
Empfänger (Schalterangestellten) aus den Ausgabefächern 6b, 7b, 8b herausgenommen
werden.
[0052] Beispielsweise werden dabei die Banknoten aus den Ausgabefächern manuell entnommen
und bis zur Aushändigung an den vorher spezifizierten Schalterangestellten in einer
Folienverpackung oder dergleichen zwischengelagert. Um eine exakte Zuordnung zu dem
jeweiligen Empfänger zu erleichtern, ist der Drucker 18 mit der Steuerungseinrichtung
15 verbunden, der jeweils ein Label mit den Merkmalsdaten der Kennung für die einzelnen
Ausgabefächer ausdruckt.
[0053] Das heißt, wenn die Bedienperson beispielsweise zur Zwischenlagerung für den ersten
Schalterangestellten den Banknotenstapel von siebzig 50 DM-Scheinen und fünfzig 100
DM-Scheinen aus dem ersten Ausgabefach 6b herausnimmt, wird sie einen Aufbewahrungsbehälter,
z. B. die Folienverpakkung, zur Zwischenlagerung dieser Geldscheine verwenden, auf
der bereits automatisch oder von ihm manuell ein Label aufgebracht ist, auf dem u.a.
diese Kennungsdaten, d. h. Nutzer und Anzahl der Banknoten pro Stückelung, zur eindeutigen
Identifikation aufgedruckt sind.
[0054] Nachdem auf diese Art und Weise sämtliche Ausgabefächer geleert wurden, ist der Konfektionierungsvorgang
gemäß dieser Ausführungsform des Verfahrens beendet.
[0055] Vorstehend wurde lediglich ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung bzw. des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben, selbstverständlich
sind zahlreiche Variationen vorstellbar, von denen im Folgenden einige exemplarisch
beschrieben werden.
[0056] Ebenfalls ist die vorstehend genannte Festlegung, welche Ausgabeeinheiten für welchen
Zweck verwendet werden sollen, d. h. die Zuweisung, daß die ersten drei Fächer 6b,
7b, 8b zum Konfektionieren und das Fach 10b als Reject-Fach verwendet wird, nicht
auf diese Konstellation allein beschränkt, sondern könnte auch anders gewählt werden.
[0057] Wenn beispielsweise anstatt für drei, für sechs Schalterangestellte Bargeld konfektioniert
werden soll, könnte zudem beim ersten Schritt der Vorbereitung in der Steuerungseinheit
15 festgelegt werden, daß in einem ersten Konfektioniervorgang in die Ausgabefächer
6b, 7b, 8b, 9b jeweils das Bargeld in gewünschter Anzahl pro Stückelung für die ersten
vier Schalterangestelle und anschließend in einem zweiten Konfektioniervorgang das
Bargeld für die beiden verbleibenden Schalterangestellen in die Ausgabefächer 6b und
7b konfektioniert wird.
[0058] In diesem Fall würde nach der Eingabe der entsprechenden Daten in die Datenbank der
Steuerungseinheit 15 zur Vorbereitung der Konfektionierung somit der Speicher der
Steuerungseinrichtung 15 als zusätzliche Information Angaben über die Anzahl der Konfektionierungsdurchläufe
(einer im Fall von drei Schalterangestellen, zwei im Fall von sechs Schalterangestellen)
bzw. Informationen darüber enthalten, welche Banknoten in welches Fach bei welchen
Durchlauf abgelegt werden sollen.
[0059] Somit würde im Schritt 2 das Konfektionieren nicht bereits nach einem Sortierdurchlauf
beendet sein, sondern es würde in analoger Weise noch ein zweiter oder auch mehrere
Konfektionierungsdurchgänge durchgeführt werden, in denen das Bargeld für den 4. und
5. Schalterangestellten konfektioniert wird. Diese Vorgehensweise ermöglicht folglich,
daß auch für eine größere Anzahl von Schalterangestellten, die über die Anzahl der
für das Konfektionieren zur Verfügung stehenden Ausgabefächer (im vorliegenden Fall
der vier Ausgabefächer 6b, 7b, 8b, 9b) hinausgeht, die Konfektionierung einfach durchgeführt
werden kann.
[0060] Ferner wurde vorstehend der Fall beschrieben, daß bei dem ersten Schritt der Vorbereitung
des Konfektioniervorganges die Merkmale der Kennung der einzelnen Ausgabefächer, d.
h. die Spezifizierung der beabsichtigten Empfänger sowie die Anzahl der Banknoten
pro Stückelung von der Bedienperson über die Eingabetastatur 19 in das Softwaremodul
15 eingegeben wird. Alternativ ist natürlich auch denkbar, daß zumindest ein Teil
dieser Daten in der Steuerungseinheit 15 bereits vorgespeichert ist. Diese vorgespeicherten
Daten könnten eventuell Daten von vorhergehenden Nutzungsvorgängen sein.
[0061] Eine Möglichkeit ist beispielsweise, daß von einem zentralen Rechner aus die Banknotenbestellungen
von Kunden per Datenfernübertragung der Steuerungseinheit 15 zugeführt werden und
diese Daten dann per Softwaresteuerung in passende Kennungen, d. h. Konfektioniervorgaben,
für die Vorrichtung 1 umgesetzt werden. Da in diesem Fall die Kenndaten nicht mehr
manuell über die Eingabeeinheit 19 von einer Bedienperson eingegeben werden müssen,
führt dies zu einer weiteren Vereinfachung des Verfahrensablaufes.
[0062] In diesem Zusammenhang ist der Konfektionierungsprozeß weiter optimierbar, indem
die Kenndaten der Konfektioniervorgänge, d. h. insbesondere die Merkmale der Kennung
der einzelnen Ausgabefächer über einen längeren Zeitraum hinweg aufgezeichnet und
gespeichert werden, so daß sich Rückschlüsse auf das Anforderungsvolumen bestimmter
Empfänger, wie z. B. der einzelnen Schalterangestellten, ziehen lassen. Die gespeicherten
Daten können per Softwarestatistik ausgewertet werden, um Informationen über wochentags-
oder jahreszeitspezifische Volumenschwankungen oder dergleichen zu gewinnen, um auf
deren Grundlage automatisiert Vorschläge zur Konfektionierung zu generieren.
[0063] Alternativ ist zudem folgendes denkbar: Während bei der vorgehend beschriebenen Ausführungsform
die Kennungsdaten zur Information zusammengefaßt an einem einzelnen Monitor 17 angezeigt
werden, ist zusätzlich oder alternativ auch denkbar, daß im Bereich der einzelnen
Ausgabeeinrichtungen 6, 7, 8, 9, 10 jeweils diese Daten separat für das jeweilige
Fach angezeigt werden, so daß eine fehlerhafte Beurteilung der Zuweisung der Kenndaten
zu den einzelnen Ausgabefächern weniger wahrscheinlich ist und die Bedienungssicherheit
erhöht ist.
[0064] Diese optische Anzeige der Kennungsmerkmale in der unmittelbaren Nähe der einzelnen
Ausgabefächer ist insbesondere auch dann sinnvoll, wenn die Banknoten nach dem Konfektionierungsdurchlauf
von der Bedienperson manuell entnommen und an den jeweiligen Empfänger weitergeleitet
oder auch vorher zwischengespeichert werden. Hierbei ist es für die Bedienperson jederzeit
leicht ersichtlich, für welchen Nutzer die gerade vorgehend konfektionierten Banknoten
bestimmt sind.
[0065] Es sei angemerkt, daß allerdings in dem Fall, bei dem die Bedienperson dazu in der
Lage ist, die Zuordnung der Banknotenausgabe der einzelnen Fächer zu gewissen Nutzern
(Schalterangestellten) anderweitig herzustellen, diese Angaben weder optisch angezeigt,
noch gar als Teil der Kennung angegeben und gespeichert werden müssen.
[0066] Während außerdem vorstehend der Fall beschrieben wurde, daß die in das Eingabefach
eingegebenen Banknoten vor der Weiterleitung in die einzelnen Ausgabefächer die Prüfeinrichtung
durchlaufen sollen, damit sie auf Echtheit hin geprüft werden, sind diese Überprüfungen
nicht zwingend notwendig.
[0067] Sofern die Bedienperson sich bereits auf andere Weise von der Echtheit der Banknoten
überzeugt hat, ist beispielsweise die Echtheitsüberprüfung nicht erforderlich.
[0068] Allerdings ist eine Denominationserkennung dann besonders erforderlich, wenn zur
erfindungsgemäß Konfektionierung ein Banknotenbündel mit gemischten Stückelungen in
das Eingabefach 2 eingegeben wird. Anstatt z. B. wie im vorher beschriebenen speziellen
Beispiel der Konfektionierung für drei Schalterangestellte zuerst die 50 DM-Scheine
in das Eingabefach 2 einzugeben, diese dann in der gewünschten vorbestimmten Anzahl
in die einzelnen Ausgabeeinheiten 6, 7, 8 automatisch ablegen zu lassen und anschließend
erst die 100 DM-Scheine zur weiteren Konfektionierung in das Eingabefach 2 einzugeben,
ist beispielsweise auch folgender Ablauf denkbar.
[0069] Die Bedienperson kann vor Durchführung des Sortierdurchlaufes bereits ein Banknotenbündel
in das Eingabefach 2 einlegen, in dem sowohl 50 DM- als auch 100 DM-Banknoten enthalten
sind. Insbesondere in dem Fall, daß das so eingegebene Banknotenbündel bereits mehr
Banknoten der einzelnen Stückelungen enthält, als nach den Vorgaben der Steuerungseinheit
15 in die Ausgabefächer konfektioniert werden sollen, ermöglicht dies eine einfachere
Bedienung und Zeitersparnis, da die Bedienperson nur einmal am Anfang des Sortierlaufes
und nicht mehrmals, d. h. für die Banknoten jeder Stückelung jeweils ein einzelnes,
separates Banknotenbündel zur Sortierung in das Eingabefach 2 einlegen muß.
[0070] Wie vorstehend erwähnt, besteht ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung
darin, daß sich bei gewissen bereits bekannten Banknotensortiermaschinen, wie der
"BPS 200" der Anmelderin, die erfindungsgemäßen Eigenschaften einfach und kostensparend
per Software nachrüsten lassen.
[0071] Neben einer Kostenersparnis ermöglicht diese Nachrüstbarkeit per Software überdies,
daß die Steuerungseinheiten so ausgelegt werden können, daß zusätzlich zu dem erfindungsgemäßen
Bearbeitungsmodus der Konfektionierung weiterhin auch die an sich bekannte Depositbearbeitung
durchführbar sein kann, in der die eingegebenen Banknoten nach Kriterien, wie der
Stükkelung, Umlauffähigkeit oder Echtheit oder dergleichen, getrennt werden. Diese
Möglichkeit führt zu einer wesentlichen Erweiterung des Anwendungsspektrum von Banknotenbearbeitungsmaschinen.
[0072] Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren ermöglichen somit,
daß eine schnelle und sichere, automatisch unterstützte Konfektionierung von Banknoten
durchgeführt werden kann, die sich zudem einfach und kostengünstig auf der Grundlage
der bereits vorhandenen Banknotenbearbeitungssystem-Technologien verwirklichen läßt.
1. Verfahren zur Bearbeitung von Banknoten mittels einer Banknotensortiervorrichtung
(1), bei dem die Banknoten von einem Eingabefach (2) jeweils zu einem von mehreren
Ausgabefächem (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) in Abhängigkeit von vorgegebenen Sortierkriterien
transportiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einen Teil der Ausgabefächer (6b, 7b, 8b, 9b) jeweils in das Eingabefach
(2) eingegebene Banknotenbündel mit gemischter Stückelung in jeweils einer vorgegebenen
Anzahl von Banknoten automatisch ausgegeben werden, um die Banknoten zu konfektionieren
und den Ausgabefächem (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) vor der Ausgabe der Banknoten in die Ausgabefächer
jeweils eine Kennung zugewiesen wird, die als Merkmale die Anzahl und Stückelung der
Banknoten mehrerer unterschiedlicher Stückelungen für das jeweilige Ausgabefach umfaßt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in einzelnen Sortierschritten des Konfektioniervorgangs jeweils Banknoten einer einzelnen
Stückelung in die Ausgabefächer (6b, 7b, 8b, 9b) ausgegeben werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kennung als Merkmal weiterhin eine Angabe über den Nutzer umfaßt, für den die
Banknoten in der vorgegebenen Anzahl und Stückelung in das jeweilige Ausgabefach (6b,
7b, 8b, 9b) ausgegeben werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Merkmale der Kennung optisch angezeigt und/oder ausgedruckt
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß aufgrund von zumindest einen Teil der von mindestens einem vorherigen Konfektionierungsvorgang
gespeicherten Merkmale Vorschläge für die Kennung eines noch durchzuführenden Konfektionierungsvorgangs
erzeugt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Festlegung von zumindest einem Teil der Merkmale der Kennung der Ausgabefächer
(6b, 7b, 8b, 9b,10b) Informationen verwendet werden, die per Datenfernübertragung
übertragen wurden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zu konfektionierenden Banknoten beim Transport zu den Ausgabefächern (6b, 7b,
8b, 9b, 10b) auf mindestens ein vorbestimmtes Merkmal wie ihre Stückelung, Echtheit
oder dergleichen hin überprüft werden.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Eingabefach (2) aus zu den Ausgabefächern (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) hin transportierte
überschüssige Banknoten, die nicht für den Konfektionierungsvorgang verwendet werden,
in ein separates Ausgabefach (10b) ausgegeben werden.
9. Banknotensortiervorrichtung, mit einem Eingabefach (2) zur Eingabe von Banknoten mehrerer
unterschiedlicher Stückelungen, mit mehreren Ausgabefächem (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) zur
Aufnahme der Banknoten und einem Transportsystem (4) zum Transport der Banknoten von
dem Eingabefach (2) zu jeweils einem der Ausgabefächer (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) in Abhängigkeit
von der Vorgabe einer Steuerungseinrichtung (15), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (15) ausgelegt ist, um in zumindest einen Teil der Ausgabefächer
(6b, 7b, 8b, 9b) jeweils in das Eingabefach (2) eingegebene Banknotenbündel mit gemischter
Stückelung in jeweils einer vorgegebenen Anzahl von Banknoten automatisch ausgeben
zu können, um die Banknoten zu konfektionieren und die Steuerungseinrichtung (15)
dazu ausgelegt ist, um den Ausgabefächem (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) vor der Ausgabe der
Banknoten in die Ausgabefächer jeweils eine Kennung zuzuweisen, die als Merkmale die
Anzahl und Stückelung der Banknoten mehrerer unterschiedlicher Stückelungen für das
jeweilige Ausgabefach umfaßt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerungseinrichtung (15) dazu ausgelegt ist, in einzelnen Sortierschritten
des Konfektioniervorgangs jeweils Banknoten einer einzelnen Stückelung in die Ausgabefächer
(6b, 7b, 8b, 9b) ausgeben zu können.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Ausgabefächer (10b) zur Aufnahme von überschüssigen Banknoten ausgelegt
ist, die nicht für den Konfektionierungsvorgang verwendet werden.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß als Merkmal der Kennung eine Angabe über den Nutzer vorgesehen ist, für den die Banknoten
in der vorgegebenen Anzahl und Stückelung in das jeweilige Ausgabefach ausgegeben
werden.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerungseinrichtung (15) einen Speicher umfaßt, um zumindest einen Teil der
Merkmale der Kennung zu speichern und die Steuerungseinrichtung (15) dazu ausgelegt
ist, um aufgrund der von mindestens einem vorherigen Konfektionierungsvorgang gespeicherten
Merkmale Vorschläge für die Kennung eines noch durchzuführenden Konfektionierungsvorgangs
zu erzeugen.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 13, gekennzeichnet durch eine Anzeigevorrichtung (17), um zumindest einen Teil der Merkmale der Kennung optisch
anzuzeigen und/oder eine Druckvorrichtung (18), um zumindest einen Teil der Merkmale
der Kennung auszudrucken.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, gekennzeichnet durch eine Datenübertragungseinrichtung, insbesondere einen Datenfernübertragungsanschluß,
um Informationen an die Steuerungseinrichtung (15) zu übertragen, die zur Festlegung
zumindest eines Teils der Merkmale der Kennung der Ausgabefächer (6b, 7b, 8b, 9b,
10b) verwendet werden.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, gekennzeichnet durch mindestens eine Sensoreinrichtung (5), um mindestens ein vorbestimmtes Merkmal wie
die Stückelung, Echtheit oder dergleichen der zu den Ausgabefächern (6b, 7b, 8b, 9b,10b)
transportierten Banknoten zu überprüfen.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, gekennzeichnet durch mehrere Eingabefächer (2).
1. A method for processing bank notes by means of a bank note sorting apparatus (1) in
which bank notes are transported from an input pocket (2) to one of a plurality of
output pockets (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) in dependence on predefined sorting criteria,
characterized in that bundles of bank notes with mixed denominations input to the input pocket (2) are
automatically output to at least some of the output pockets (6b, 7b, 8b, 9b) in a
predefined number of bank notes in each case in order to customize the bank notes,
and before the bank notes are output to the output pockets (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) the
output pockets are each assigned an identifier which comprises, as features, the number
and denomination of the bank notes of a plurality of different denominations for the
particular output pocket.
2. A method according to claim 1, characterized in that bank notes of an individual denomination are output to the output pockets (6b, 7b,
8b, 9b) in individual sorting steps of the customizing operation in each case.
3. A method according to any of claims 1 to 2, characterized in that the identifier also comprises, as a feature, information relating to the user for
whom bank notes are output to the particular output pocket (6b, 7b, 8b, 9b) in the
predefined number and denomination.
4. A method according to any of claims 1 to 3, characterized in that at least some of the features of the identifier are displayed visually and/or printed
out.
5. A method according to any of claims 1 to 4, characterized in that proposals for the identifier of a customizing operation yet to be carried out are
generated on the basis of at least some of the features stored from at least one previous
customizing operation.
6. A method according to any of claims 1 to 5, characterized in that information transmitted by remote data transmission is used to define at least some
of the features of the identifiers of the output pockets (6b, 7b, 8b, 9b, 10b).
7. A method according to any of claims 1 to 6, characterized in that bank notes to be customized are checked for at least one predetermined feature such
as their denomination, authenticity or the like during transport to the output pockets
(6b, 7b, 8b, 9b, 10b).
8. A method according to any of claims 1 to 7, characterized in that bank notes to be customized are checked for at least one predetermined feature such
as their denomination, authenticity or the like during the transport to the output
pockets (6b, 7b, 8b, 9b, 10b).
9. A bank note sorting apparatus having an input pocket (2) for inputting bank notes
of a plurality of different denominations, a plurality of output pockets (6b, 7b,
8b, 9b, 10b) for receiving bank notes, and a transport system (4) for transporting
bank notes from the input pocket (2) to one of the output pockets (6b, 7b, 8b, 9b,
10b) in each case in dependence on the specification of a control device (15), characterized in that the control device (15) is configured to permit bundles of bank notes with mixed
denominations input to the input pocket (2) to be output automatically to at least
some of the output pockets (6b, 7b, 8b, 9b) in each case in a predefined number of
bank notes in each case in order to customize the bank notes, and the control device
(15) is configured to assign to each of the output pockets (6b, 7b, 8b, 9b, 10b),
before bank notes are output to the output pockets, an identifier that comprises,
as features, the number and denomination of the bank notes of a plurality of different
denominations for the particular output pocket.
10. An apparatus according to claim 9, characterized in that the control device (15) is configured to permit bank notes of an individual denomination
to be output to the output pockets (6b, 7b, 8b, 9b) in individual sorting steps of
the customizing operation in each case.
11. An apparatus according to any of claims 9 to 10, characterized in that one of the output pockets (10b) is configured to receive excess bank notes that are
not used for the customizing operation.
12. An apparatus according to any of claims 9 to 11, characterized in that information relating to the user for whom bank notes are output to the particular
output pocket in the predefined number and denomination is provided as a feature of
the identifier.
13. An apparatus according to any of claims 9 to 12, characterized in that the control device (15) comprises a memory for storing at least some of the features
of the identifier, and the control device (15) is configured to generate proposals
for the identifier of a customizing operation yet to be carried out, on the basis
of the features stored from at least one previous customizing operation.
14. An apparatus according to any of claims 9 to 13, characterized by a display device (17) for visually displaying at least some of the features of the
identifier, and/or a printer (18) for printing out at least some of the features of
the identifier.
15. An apparatus according to any of claims 9 to 14, characterized by a data transmission device, in particular a remote data transmission connection,
for transmitting to the control device (15) information that is used for defining
at least some of the features of the identifiers of the output pockets (6b, 7b, 8b,
9b, 10b).
16. An apparatus according to any of claims 9 to 15, characterized by at least one sensor device (5) for checking at least one predetermined feature such
as denomination, authenticity or the like of bank notes transported to the output
pockets (6b, 7b, 8b, 9b, 10b).
17. An apparatus according to any of claims 9 to 16, characterized by a plurality of input pockets (2).
1. Procédé de traitement de billets de banque au moyen d'un dispositif de tri des billets
de banque (1), dans lequel les billets de banque sont transportés d'un compartiment
d'entrée (2) à l'un des nombreux bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) en fonction
de critères de tri prédéfinis, caractérisé en ce que des liasses de billets de banque avec une mélange de coupures insérés dans le compartiment
d'entrée dans au moins une partie des bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b), sont
automatiquement distribués chacun selon un nombre prédéfini de billets de banque afin
de conditionner les billets de banque et en ce qu'un code est attribué aux bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) avant la distribution
des billets de banque dans les bacs de distribution, code qui comprend, comme caractéristiques,
le nombre et la coupure des billets de banque de plusieurs coupures différentes pour
le bac de distribution respectif.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, dans chaque étape de tri du processus de conditionnement, les billets de banque
de chaque coupure sont distribués dans les bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b).
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que le code comprend en outre comme caractéristique une indication sur l'utilisateur
pour lequel les billets de banque sont distribués dans le bac de distribution respectif
(6b, 7b, 8b, 9b) suivant le nombre et la coupure prédéfinis.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins une partie des caractéristiques du code est affichée de manière optique et/ou
imprimée.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, sur la base d'au moins une partie des caractéristiques enregistrées par au moins
un processus de conditionnement précédent, des propositions sont émises pour le code
d'un processus de conditionnement qui doit encore être exécuté.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, pour la détermination d'au moins une partie des caractéristiques du code des bacs
de distribution (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) des informations sont utilisées, lesquelles
ont été transmises par télétransmission de données.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins une caractéristique prédéterminée des billets de banque à conditionner, telle
que leur coupure, authenticité ou une caractéristique similaire, est vérifiée lors
du transport en direction des bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b, 10b).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les billets de banque excédentaires transportés du compartiment d'entrée (2) aux
bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b, 10b), qui ne sont pas utilisés pour le processus
de conditionnement, sont distribués dans un bac de distribution séparé (10b).
9. Dispositif de tri des billets de banque comportant un compartiment d'entrée (2) pour
l'introduction de billets de banque de plusieurs coupures différentes, comportant
plusieurs bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) pour la réception des billets
de banque et un système de transport (4) pour le transport des billets de banque du
compartiment d'entrée (2) à l'un des bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) en
fonction du paramétrage d'un dispositif de commande (15), caractérisé en ce que le dispositif de commande (15) est conçu de manière à pouvoir, dans chaque cas, distribuer
automatiquement des liasses de billets de banque avec une mélange de coupures insérés
dans le compartiment d'entrée dans au moins une partie des bacs de distribution (6b,
7b, 8b, 9b) selon un nombre prédéfini de billets de banque afin de conditionner les
billets de banque et en ce que le dispositif de commande (15) est conçu de façon à attribuer un code aux bacs de
distribution (6b, 7b, 8b, 9b, 10b) avant la distribution des billets de banque dans
les bacs de distribution, code qui comprend, comme caractéristiques, le nombre et
la coupure des billets de banque de plusieurs coupures différentes pour le bac de
distribution respectif.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif de commande (15) est conçu de manière à pouvoir distribuer, en chaque
étape de tri du processus de conditionnement, les billets de banque de chaque coupure
dans les bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b).
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 10, caractérisé en ce que l'un des bacs de distribution (10b) est conçu pour la réception de billets de banque
excédentaires qui ne sont pas utilisés pour le processus de conditionnement.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 11, caractérisé en ce que, comme caractéristique, le code est muni d'une indication sur l'utilisateur pour
lequel les billets de banque sont distribués dans le bac de distribution respectif
suivant le nombre et la coupure prédéfinis.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 12, caractérisé en ce que le dispositif de commande (15) comporte une mémoire afin de mémoriser au moins une
partie des caractéristiques du code et en ce que le dispositif de commande (15) est conçu de manière à ce que, sur la base des caractéristiques
enregistrées par au moins l'un des processus de conditionnement précédent, des propositions
sont émises pour le code d'un processus de conditionnement qui doit encore être exécuté.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 13, caractérisé par un dispositif d'affichage (17) pour afficher optiquement au moins une partie des
caractéristiques du code et/ou un dispositif d'impression (18) pour imprimer au moins
une partie des caractéristiques du code.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 14, caractérisé par un dispositif de télétransmission des données, en particulier, un raccord de télétransmission
des données, afin de transmettre des informations au dispositif de commande (15) qui
sont utilisées pour la détermination d'au moins une partie des caractéristiques du
code des bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b, 10b).
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 15, caractérisé par au moins un dispositif de détection (5) pour vérifier au moins une caractéristique
prédéterminée, telle que la coupure, l'authenticité ou une caractéristique similaire,
des billets de banque à transporter vers les bacs de distribution (6b, 7b, 8b, 9b,
10b).
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 9 à 16, caractérisé par plusieurs compartiment d'entrées (2).