[0001] Die Erfindung betrifft eine Leuchte mit mindestens einem elektrischen Leuchtmittel
und mit einem letzterem zugeordneten, aus lichtdurchlässigem Werkstoff bestehenden
Leuchtenschirm entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Eine solche Leuchte ist
in der DE 198 01 568 C2 beschrieben.
[0002] Die bekannte Leuchte weist einen etwa konusartigen Leuchtenschirm aus milchigem undurchsichtigen
transluzenten Glas auf, dessen freier Rand so gestaltet ist, dass sich zwei Vorsprünge
mit zwei Ausnehmungen abwechseln. Die beiden Vorsprünge des bekannten Leuchtenschirms
sind an einander diametral gegenüberliegenden Umfangsstellen mit je einem Durchbruch
versehen. Jeder Durchbruch, welcher lediglich eine hinsichtlich der Lichtwirkung der
bekannten Leuchte nicht relevante Befestigungsaussparung bildet, dient der Aufnahme
des jeweiligen axialen Endbereichs eines bezüglich seiner Längserstreckung etwa teilkreisförmig
nach unten gebogenen Stabes aus transluzentem klardurchsichtigen Glas oder aus Acrylglas.
[0003] Der im Leuchteninnenraum angeordnete Stab befindet sich unmittelbar im Strahlungsfluß
des elektrischen Leuchtmittels und ist zugleich von einer Betrachtungsstelle, die
außen im Schattenraum des Leuchtenschirms angeordnet ist, sichtbar, wobei eine direkte
Blendung ausgeschlossen ist. Bei der von der DE 198 01 568 C2 bekannten Leuchte reflektiert
und/oder leitet der Stab das Licht und bildet dadurch mit seinem im Strahlungsfluß
des Lichts befindlichen Bereich quasi eine stabförmige dekorative sekundäre Lichtquelle.
[0004] Von der DE 44 42 584 C1 ist eine Leuchten-Abdeckung für Decken-, Boden- oder Wandleuchten
bekannt, die einen aus Glas bestehenden hohlen Leuchtenkörper aufweist, dessen dem
Befestigungsrand benachbarter oberer Bereich aus zwar lichtdurchlässigem, jedoch mattem
Glas besteht, während der sich daran anschließende untere Bereich klardurchsichtig
ist. Der klardurchsichtige Bereich des Leuchtenkörpers ist von einem klardurchsichtigen
scheibenartigen Glaskörper überlagert, dessen Lichtaustrittsfläche von dem klardurchsichtigen
Bereich des Leuchtenkörpers gänzlich untergriffen ist.
[0005] Ausgehend der von eingangs beschriebenen Leuchte gemäß der DE 198 01 568 C2, liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Leuchtenschirm und den von diesem gehaltenen
klardurchsichtigen Körper zur Erzielung zusätzlicher eigenartiger Lichtreflekte vorteilhaft
abzuwandeln.
[0006] Gemeinsam mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 wird diese Aufgabe entsprechend
der Erfindung dadurch gelöst, dass der Durchbruch eine die Leuchtenschirmwand durchsetzende
fensterartige Lichtdurchtrittsöffnung bildet, an deren etwa rahmenartiger Laibung,
die fensterartige Lichtdurchtrittsöffnung zumindest im wesentlichen ausfüllend, der
klardurchsichtige Körper angeordnet ist, welcher eine etwa prismenähnlich angeordnete
Teilflächen aufweisende gedrungene Form bildet, wobei die Innenseite des klardurchsichtigen
Körpers Deine dem Leuchtmittel zugewandte und dem Betrachter abgekehrte beleuchtete
Fläche und-die Außenseite des klardurchsichtigen Körpers eine dem Leuchtmittel abgewandte
Lichtaustrittsfläche bildet, die dem Betrachter unmittelbar zugekehrt ist.
[0007] Im Unterschied zu der von der DE 198 01 568 C2 bekannten Leuchte, bei welcher die
Durchbrüche lichttechnisch unwirksame Befestigungsaussparungen darstellen , besteht
entsprechend der Erfindung jeder Durchbruch aus einer die Leuchtenschirmwand durchsetzenden
hinreichend großen fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung.
[0008] Eine jede Lichtdurchtrittsöffnung wird erfindungsgemäß lichttechnisch gestaltet,
indem in oder an der rahmenartigen Laibung der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung
ein letztere zumindest im wesentlichen ausfüllender klardurchsichtiger Körper angeordnet
ist.
[0009] Im Unterschied zur Leuchte der DE 198 01 568 C2, gemäß welcher der klardurchsichtige
Körper aus einem langgestreckten Stab besteht, weist der klardurchsichtige Körper
entsprechend der Erfindung eine gedrungene Form auf, welche von etwa prismenähnlich
angeordneten Teilflächen umhüllt ist.
[0010] Diese prismenähnlich angeordneten Teilflächen beeinflussen das Licht, indem sie es
reflektieren, brechen und ggf. in dessen Spektralfarben zerlegen. Auf diese Weise
lockern die mit den klardurchsichtigen Körpern im wesentlichen ausgefüllten fensterartigen
Lichtdurchtrittsöffnungen die ansonsten einheitliche Oberfläche eines Leuchtenschirms
in eigenartiger Weise auf.
[0011] Der lichtdurchlässige Werkstoff des erfindungsgemäßen Leuchtenschirms ist vorzugsweise
Glas, kann aber auch aus einem chemischen Werkstoff, beispielsweise aus Acrylglas,
gefertigt sein. Dasselbe gilt für den klardurchsichtigen Körper, welcher vorzugsweise
aus Glas, andererseits aber auch aus einem anderen Werkstoff, beispielsweise aus Acrylglas,
bestehen kann.
[0012] Eine vorteilhafte ansprechende Lichtwirkung ergibt sich dann, wenn die Leuchtenschirmwand
mindestens teilweise aus einem matten lichtdurchlässigen Werkstoff, wie z.B. aus Opalglas,
gebildet ist oder eine mattierte Innenfläche und/oder Außenfläche aufweist. Auf diese
Weise ergibt sich ein interessanter Lichtkontrast zwischen der überwiegend aus mattem
Werkstoff bestehenden und daher diffus abstrahlenden Leuchtenschirmwand und den mit
ihren klardurchsichtigen Körpern das Licht lenkenden Lichtdurchtrittsöffnungen
[0013] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform besteht darin, dass der klardurchsichtige
Körper mit einem Teilbereich an der Außenfläche der Leuchtenschirmwand benachbart
der rahmenartigen Laibung der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung angeordnet ist
und die Außenfläche an einem Randbereich der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung
übergreift, wobei sich zwischen dem Teilbereich des klardurchsichtigen Körpers und
dem Randbereich der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung eine Klebefuge befindet.
[0014] Entsprechend dieser Ausführungsform kann der klardurchsichtige Körper von außen in
die Lichtdurchtrittsöffnung, deren nach außen weisenden Randbereich zugleich abdeckend,
eingesetzt werden. Zwischen dem Randbereich der Lichtdurchtrittsöffnung und dem überstehenden
Randbereich des klardurchsichtigen Körpers kann sodann gewissermaßen versteckt eine
Fuge mit klardurchsichtigem Kleber angebracht werden.
[0015] Weitere Erfindungsmerkmale sind zusätzlichen Unteransprüchen zu entnehmen.
[0016] In den Zeichnungen sind bevorzugte Ausführungsformen entsprechend der Erfindung näher
dargestellt, es zeigt,
Fig. 1 die Ansicht einer Pendelleuchte,
Fig. 2 den aus Fig. 1 ersichtlichen Leuchtenschirm zum Teil in Ansicht und zum Teil
im vertikalen Halbschnitt und
Fig. 3 einen gegenüber den Darstellungen in den Fig. 1 und 2 vergrößerten horizontalen
Teilschnitt.
[0017] In den Zeichnungen ist eine Leuchte insgesamt mit 10 bezeichnet.
[0018] Die Leuchte 10 weist eine Befestigungsarmatur 11 mit elektrischer Kabelzuführung
12 auf. Mit der Befestigungsarmatur 11 verbunden ist eine nicht dargestellte Lampenfassungsarmatur
für eine in Fig. 3 symbolisch gezeigte Lichtquelle 13, welche beispielsweise aus einer
Halogenlampe großer Leuchtdichte bestehen kann.
[0019] Die Lichtquelle 13 befindet sich innerhalb eines Leuchteninnenraums 14, welcher von
einem einen rotationssymmetrischen Hohlkörper bildenden, etwa umgekehrt topfförmigen
Leuchtenschirm 15 umgrenzt ist.
[0020] Der Leuchtenschirm 15 weist eine zwar lichtdurchlässige, ansonsten aber undurchsichtige
innere Opalglasschicht 16 auf, welche die Innenwandfläche 33 bildet und welche von
einer Klarglasschicht 17 umgeben ist, deren Außenfläche 18 durch mechanische Bearbeitung,
beispielsweise durch Sandstrahlen etc., aufgerauht bzw. mattiert ist. Die Lichtaustrittsöffnung
des Leuchtenschirms 15 ist mit 19 bezeichnet.
[0021] Die insgesamt mit 20 bezeichnete Leuchtenschirmwand ist mit vier in demselben Umfangswinkelabstand
angeordneten fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnungen 21 versehen, welche jeweils
von einer rahmenartigen Laibung 22 umgrenzt sind.
[0022] In jeder Lichtdurchtrittsöffnung 21 ist ein gedrungener klardurchsichtiger Körper
23 angeordnet, welcher gemäß den Fig. 1 und 2 mittels zweier etwa hakenförmiger Aufhängeelemente
24 beweglich in der jeweiligen Lichtdurchtrittsöffnung 21 befestigt ist. Zwischen
der Außenkontur 25 eines jeden klardurchsichtigen Körpers 23 und der rahmenartigen
Laibung 22 einer jeden fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung 21 befindet sich gemäß
den Fig. 1 und 2 ein etwa ringförmiger Spalt 26.
[0023] Im Unterschied zu den Fig. 1 und 2 ist entsprechend Fig. 3 ein jeder klardurchsichtiger
Körper 23 außen auf die Außenfläche 18 des Leuchtenschirms 15 aufgesetzt und mit der
Lichtdurchtrittsöffnung 21 ausgerichtet. Dabei ist der klardurchsichtige Körper 23
mit einem Teilbereich 27 an der Außenfläche 18 der Leuchtenschirmwand 20 benachbart
der rahmenartigen Laibung 22 der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung 19 angeordnet.
[0024] Der klardurchsichtige Körper 23 durchgreift zudem mit seinem Teilbereich 27 die Lichtdurchtrittsöffnung
21 von außen nach innen und ragt dabei in den Leuchteninnenraum 14 hinein. Der klardurchsichtige
Körper 23 übergreift zudem die Außenfläche 18 des Leuchtenschirms 15 an einem Randbereich
28 der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung 21, wobei zwischen dem Teilbereich 27
des klardurchsichtigen Körpers 23 und dem Randbereich 28 der Außenfläche 18 eine Klebefuge
29 aus einem klardurchsichtigen lichtdurchlässigen Kleber angeordnet ist.
[0025] Jeder klardurchsichtige Körper 23 ist mit etwa prismenähnlich angeordneten unterschiedlichen
Teilflächen versehene welche unabhängig von ihrer jeweiligen Flächengröße und Flächengestalt
jeweils mit der Bezugsziffer 30 versehen sind.
[0026] Insbesondere anhand der Fig. 2 und 3 ist vorstellbar, dass die Innenseite des klardurchsichtigen
Körpers 23 eine dem Leuchtmittel 13 zugewandte und dem Betrachter abgekehrte beleuchtete
Fläche 31 und die Außenseite des klardurchsichtigen Körpers 23 eine dem Leuchtmittel
13 abgewandte Lichtaustrittsfläche 32 bildet, die dem Betrachter unmittelbar zugekehrt
ist. Die Lichtaustrittsfläche 32 stellt eine sekundäre Lichtquelle dar.
1. Leuchte (10) mit mindestens einem elektrischen Leuchtmittel (13) und mit einem letzterem
zugeordneten, aus lichtdurchlässigem Werkstoff bestehenden Leuchtenschirm (15), welcher
mindestens einen Durchbruch (21) aufweist, in oder an welchem ein Licht reflektierender
und/oder Licht leitender, mindestens teilweise im Lichtstrom des Leuchtmittels (13)
angeordneter klardurchsichtiger Körper (23) gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchbruch eine die Leuchtenschirmwand (20) durchsetzende fensterartige Lichtdurchtrittsöffnung
(21) bildet, an deren etwa rahmenartiger Laibung (22), die fensterartige Lichtdurchtrittsöffnung
(21) zumindest im wesentlichen ausfüllend, der klardurchsichtige Körper (23) angeordnet
ist, welcher eine etwa prismenähnlich angeordnete Teilflächen (30) aufweisende gedrungene
Form bildet, wobei die Innenseite des klardurchsichtigen Körpers (23) eine dem Leuchtmittel
(13) zugewandte und dem Betrachter abgekehrte beleuchtete Fläche (31) und die Außenseite
des klardurchsichtigen Körpers (23) eine dem Leuchtmittel (13) abgewandte Lichtaustrittsfläche
(32) bildet, die dem Betrachter unmittelbar zugekehrt ist.
2. Leuchte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die rahmenartige Laibung (22) der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung (21) die
Außenkontur (25) des klardurchsichtigen Körpers (23) zumindest teilweise umgreift.
3. Leuchte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der klardurchsichtige Körper (23) innerhalb der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung
(21) befestigt ist.
4. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Außenkontur (25) des klardurchsichtigen Körpers (23) und der rahmenartigen
Laibung (22) der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung (21) ein Spalt (26) gebildet
ist.
5. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der klardurchsichtige Körper (23) an der Außenfläche (18) der. Leuchtenschirmwand
(20) an der Lichtdurchtrittsöffnung (21) gehalten ist.
6. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teilvolumen (bei 27) des klardurchsichtigen Körpers (23) von der fensterartigen
Lichtdurchtrittsöffnung (21) her in den von der Innenwandfläche (33) der Leuchtenschirmwand
(20) zumindest teilweise begrenzten Leuchteninnenraum (14) hineinragt.
7. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der klardurchsichtige Körper (23) innerhalb der rahmenartigen Laibung (22) der fensterartigen
Lichtdurchtrittsöffnung (21) mittels mindestens eines Aufhängelements (24) beweglich
befestigt ist.
8. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der klardurchsichtige Körper (23) mittels einer mit insbesondere klardurchsichtigem
Kleber gefüllten. Klebefuge (29) in oder an der rahmenartigen Laibung (22) der fensterartigen
Lichtdurchtrittsöffnung (21) befestigt ist.
9. Leuchte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der klardurchsichtige Körper (23) mit einem Teilbereich (27) an der Außenfläche (18)
der Leuchtenschirmwand (20) benachbart der rahmenartigen Laibung (22) der fensterartigen
Lichtdurchtrittsöffnung (21) angeordnet ist und die Außenfläche (18) an einem Randbereich
(28) der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung (21) übergreift, wobei sich zwischen
dem Teilbereich (27) des klardurchsichtigen Körpers (23) und dem Randbereich (28)
der fensterartigen Lichtdurchtrittsöffnung (21) die Klebefuge (29) befindet.
10. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenschirmwand (20) mindestens teilweise aus einem matten lichtdurchlässigen
Werkstoff, wie z.B. aus Opalglas; gebildet ist oder eine mattierte Innenfläche und/oder
Außenfläche aufweist.
11. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenschirmwand (20) einen rotationssymmetrischen Leuchtenschirm (15) bildet.
12. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtenschirmwand (20) einen etwa plattenartigen Leuchtenschirm bildet.