[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Betätigungskopf einer Saug-Druck-Pumpe zum Ausspritzen
eines Produkts aus einem Behältnis, der einen zu einer Ausspritzöffnung führenden
Auslaßkanal aufweist, in dem ein durch eine Feder belastetes Verschlußstück angeordnet
ist, wobei das Verschlußstück in seiner Schließstellung die Ausspritzöffnung unter
der Kraft der Feder unmittelbar abdichtet und durch den bei Betätigung der Saug-Druck-Pumpe
ausgeübten Druck des Produkts dessen Durchfluß durch den Auslaßkanal und durch die
Ausspritzöffnung gegen die Kraft der Feder freigibt.
[0002] Bei einem bekannten Betätigungskopf dieser Art (DE 201 03 144 U1) erstreckt sich
ein Auslaßkanalabschnitt durch den Körper des Betätigungskopfes hindurch bis in einen
sich an die Austrittsöffnung anschließenden zylindrischen Raum in einer Bohrung des
Körpers, in der das Verschlußstück abgedichtet geführt ist. Die Ausbildung dieses
Auslaßkanalabschnitts ist aufwendig. Sie erfordert ein kompliziertes Formwerkzeug,
wenn der Körper des Betätigungskopfes, wie üblich, aus thermoplastischem Kunststoff
hergestellt wird. Zusätzlich erfordert er eine zweiteilige Ausbildung des Körpers,
dessen Teile dicht miteinander verbunden werden müssen, sei es durch Schweißen oder
Kleben, was zeit- und arbeitsaufwendig ist.
[0003] Bei einem anderen bekannten Betätigungskopf (DE 27 09 796 B2) ist das Verschlußstück
als Ventilschieber ausgebildet, der quer zu einer Einlaßöffnung eines zwischen dem
Verschlußstück und der Ausspritzöffnung liegenden Auslaßkanals verschiebbar ist. Der
Ausspritzöffnung ist eine Wirbelkammer in dem Auslaßkanal vorgeschaltet. Über die
Ausspritzöffnung steht der Auslaßkanal in jeder Lage des Verschlußstücks mit der Umgebung
in Verbindung. Ein nicht vollständig aus dem Auslaßkanal ausgestoßener Produktrest
kann daher mit kontaminierenden und schädlichen, in der Außen- bzw. Umgebungsluft
enthaltenen Keimen, Bakterien oder Viren sowie mit aggressiven, für das Produkt schädlichen
Gasen, insbesondere Luftsauerstoff, in Berührung kommen. Derart schädliche Einflüsse
sind besonders dann unerwünscht oder gefährlich, wenn es sich bei dem Produkt um ein
Nahrungsmittel, ein Medikament, Deodorant oder ein anderes Produkt handelt, das vom
Menschen ein- oder aufgenommen wird, selbst wenn nur ein geringer kontaminierter Produktrest
im Betätigungskopf verbleibt. Ein solcher kontaminierter Produktrest könnte bei der
nächsten Betätigung nach längerer Nichtbetätigung mit ausgespritzt werden und die
Gesundheit des Benutzers gefährden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Betätigungskopf der eingangs geschilderten
Art anzugeben, der einfacher herstellbar und bei dem die Gefahr einer Kontaminierung
des Produkts weitgehend vermieden ist.
[0005] Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe bei einem Betätigungskopf der eingangs geschilderten
Art dadurch gelöst, daß ein sich an die Ausspritzöffnung anschließender erster Auslaßkanalabschnitt
von einem Rohr umgeben ist, in dem das Verschlußstück abgedichtet verschiebbar geführt
ist und das in eine Bohrung im Körper des Betätigungskopfes eingesetzt ist, die zwischen
sich und dem Rohr einen einen zweiten Auslaßkanalabschnitt bildenden Ringraum begrenzt,
der über einen dritten, die Wand des Rohres durchquerenden Auslaßkanalabschnitt mit
dem ersten Auslaßkanalabschnitt verbunden ist.
[0006] Bei dieser Lösung werden die drei erwähnten Auslaßkanalabschnitte durch die Bohrung
und das Rohr begrenzt, das lediglich in die Bohrung dicht eingesetzt zu werden braucht.
Die Formgebung des Betätigungskopfes ist daher sehr einfach, und zwar unabhängig von
seinem Material, das vorzugsweise aus thermoplastischem Kunststoff besteht. Ferner
kann weder in der Offenstellung noch in der Schließstellung des Verschlußstücks ein
im Auslaßkanal vorhandener Produktrest kontaminiert werden: In der nur kurzzeitig
andauernden Offenstellung bei der Produktausgabe würde er weitgehend ausgestoßen,
und in der Schließstellung ist der Auslaßkanal nach außen hin völlig durch das Verschlußstück
abgesperrt. Ein im Auslaßkanal verbliebener Produktrest kann daher nicht mit schädlichen
Keimen, Bakterien, Viren usw. sowie mit schädlichen Materialien, wie Gasen, insbesondere
Luftsauerstoff, in Berührung kommen.
[0007] Vorzugsweise ist dafür gesorgt, daß das Verschlußstück einen gegen die Innenseite
des Auslaßkanals dichtenden Kolben mit einer Kolbenstange aufweist, die in der Schließstellung
des Verschlußstücks mit einem Endabschnitt dicht in die Ausspritzöffnung ragt. Hierbei
wirkt das Verschlußstück nicht nur als solches, sondern auch als Druckkolben, der
das nach der Betätigung der Saug-Druck-Pumpe durch den Betätigungskopf im Auslaßkanal
verbliebene Produkt unter der Kraft der Feder durch die Ausspritzöffnung ausspritzt
und dabei gleichzeitig die Ausspritzöffnung absperrt.
[0008] Ferner kann der an den Endabschnitt angrenzende Abschnitt der Kolbenstange einen
größeren Durchmesser als die Ausspritzöffnung haben und in der Schließstellung des
Verschlußstücks am inneren Rand der Ausspritzöffnung unter der Kraft der Feder anliegen.
Der den größeren Durchmesser aufweisende Abschnitt der Kolbenstange legt sich dabei
während der Schließbewegung des Verschlußstücks unter der Kraft der Feder mit seiner
vom größeren zum kleineren Durchmesser übergehenden Schulterfläche zusätzlich abdichtend
am inneren Rand der Ausspritzöffnung an. Gleichzeitig wird dadurch die Schließbewegung
begrenzt.
[0009] Vorzugsweise weist der Kolben eine umlaufende Dichtlippe auf, die einen Durchtritt
des Produkts nur in Richtung zur Ausspritzöffnung zuläßt. Die Dichtlippe ermöglicht
einerseits den Durchtritt von Luft aus der Federkammer in den Auslaßkanal bei der
erstmaligen Betätigung des Betätigungskopfes, so daß im wesentlichen nur die Federkraft
durch den Produktdruck während der Produktausgabe zu überwinden ist. Die dabei aus
der Federkammer in den Auslaßkanal eingedrungene Luft würde sich bei der erstmaligen
Betätigung dann zwar teilweise mit der ausgegebenen und bei der nächsten Betätigung
auszugebenden Produktmenge vermischen. Bei der zweiten und jeder folgenden Betätigung
würde jedoch keine weitere Luft aus der Federkammer in den Auslaßkanal gelangen, weil
ihr Überdruck bereits abgebaut ist und die Dichtlippe den Luftdurchtritt nur in der
einen Richtung und damit kein erneutes Eindringen von Luft in die Federkammer zuläßt.
Desgleichen wird ein Eindringen des Produkts über die Dichtlippe hinweg in die Federkammer
verhindert.
[0010] Insbesondere kann die Dichtlippe als Topfmanschette ausgebildet sein. Die Topfmanschette
wird durch den Produktdruck zusätzlich gegen die Innenseite des Auslaßkanals gedrückt
und sorgt so für eine besonders hohe Dichtwirkung.
[0011] Das Verschlußstück besteht vorzugsweise aus gummielastischem Material mit einem Übermaß
des Endabschnitts gegenüber dem Durchmesser der Ausspritzöffnung. Bei dieser Ausbildung
legt sich der Endabschnitt der Kolbenstange in der Schließstellung des Verschlußstücks
besonders fest in der Ausspritzöffnung an. Dies ergibt eine besonders hohe Dichtwirkung
des Endabschnitts in der Ausspritzöffnung.
[0012] Das gummielastische Material kann ein Kunststoff sein. Ein derartiges Material ermöglicht
eine einfache Herstellung des Verschlußstücks als einstückiges Teil.
[0013] Die Erfindung und ihre Weiterbildungen werden nachstehend anhand der beiliegenden
Zeichnungen eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Darin stellen
dar:
- Fig. 1
- einen Axialschnitt durch eine Saug-Druck-Pumpe mit einem erfindungsgemäßen Betätigungskopf
auf einem mit einem auszugebenden Produkt gefüllten Behältnis vor der erstmaligen
Betätigung der Saug-Druck-Pumpe mittels des Betätigungskopfes,
- Fig. 2
- einen Axialschnitt durch die Saug-Druck-Pumpe und das Behältnis nach Fig. 1 während
einer erstmaligen Betätigung der Saug-Druck-Pumpe mittels des Betätigungskopfes,
- Fig. 3
- einen Axialschnitt durch die Saug-Druck-Pumpe und das Behältnis nach Fig. 1 am Ende
des ersten Saughubs der Saug-Druck-Pumpe,
- Fig. 4
- den gleichen Axialschnitt wie den nach Fig. 2 während einer erstmaligen Ausgabebetätigung
und
- Fig. 5
- einen Axialschnitt durch die Saug-Druck-Pumpe in der gleichen Lage wie die nach Fig.
1, jedoch am Ende einer Ausgabebetätigung.
[0014] Die dargestellte Saug-Druck-Pumpe 1 ist auf dem Rand der Öffnung eines Behältnisses
2 über eine dazwischen angeordnete Dichtringscheibe 3 dicht befestigt. Die Saug-Druck-Pumpe
1 hat ein hohlzylindrisches Gehäuse 4. Das untere Ende des Gehäuses 4 ist durch ein
Rückschlagventil mit einer Ventilverschlußkugel 5 absperrbar. Die Ventilverschlußkugel
5 sitzt in ihrer in Fig. 1 dargestellten unteren Lage auf einem Ventilsitz 6 dicht
auf.
[0015] In dem Gehäuse 4 ist ein hohlzylindrischer Kolben 7, gegen die Innenseite des Gehäuses
4 dichtend, axial verschiebbar gelagert. Die Bohrung 8 des Kolbens 7 setzt sich in
einer am Kolben 7 angeformten, hohlen Kolbenstange 9 fort. Die Kolbenstange 9 ist
in einer Öffnung 10 einer oberen Verschlußhaube 11 von Gehäuse 4 und Behälter 2 abgedichtet
verschiebbar.
[0016] Auf dem freien Ende der aus dem Gehäuse 4 herausragenden Kolbenstange 9 ist ein Betätigungskopf
12 der Saug-Druck-Pumpe 1 dicht und fest aufgesetzt. Den Betätigungskopf 12 durchsetzt
ein Auslaßkanal, bestehend aus Auslaßkanalabschnitten 13a-13d, der sich an die Bohrung
8 anschließt. Der Auslaßkanalabschnitt 13b ist als Ringraum ausgebildet, der durch
die Innenseite einer Bohrung 14 im Körper des Betätigungskopfes 12 und die Außenseite
eines in die Bohrung 14 fest eingesetzten Rohres 15 begrenzt ist. Der Auslaßkanalabschnitt
13c ist eine durch die Wand des Rohres 15 hindurchgehende Bohrung, die in den den
Innenraum des Rohres 15 bildenden Auslaßkanalabschnitt 13d mündet. Das Rohr 15 verjüngt
sich zu seinem äußeren Ende hin zu einer Ausspritzöffnung 16. In dem Auslaßkanalabschnitt
13d ist ein durch eine schwache Feder 17 belastetes Verschlußstück 18 axial verschiebbar
angeordnet. Das Verschlußstück 18 hat einen gegen die Innenseite des Auslaßkanalabschnitts
13d in dem Rohr 15 dichtenden Kolben 19 mit einer Kolbenstange 20, die in der in Fig.
1 dargestellten Schließstellung des Verschlußstücks 18 mit einem Endabschnitt 20a
dicht in die Ausspritzöffnung 16 ragt. Der an den Endabschnitt 20a angrenzende Abschnitt
20b der Kolbenstange 20 hat einen größeren Durchmesser als die Austrittsöffnung 16
und liegt in der Schließstellung des Verschlußstücks 18 mit einem schrägen Übergang
vom größeren zum kleineren Durchmesser am inneren Rand der Ausspritzöffnung 16 unter
der Kraft der Feder 17 an. Der Kolben 19 hat eine umlaufende Dichtlippe 21, die unter
ihrer Eigenelastizität an der Innenseite des Rohres 15 bzw. des Auslaßkanalabschnitts
13d dicht anliegt und einen Durchtritt eines Mediums nur in Richtung zur Ausspritzöffnung
16 zuläßt, dagegen zu der die Feder 17 aufweisenden Kammer 22 sperrt. Die Dichtlippe
21 ist durch eine Topfmanschette gebildet. Das Verschlußstück 18 besteht aus gummielastischem
Material, insbesondere einem Elastomer-Kunststoff mit einem Übermaß des Endabschnitts
20a der Kolbenstange 20 gegenüber dem Durchmesser der Ausspritzöffnung 16.
[0017] Der Kolben 7 liegt in seiner unbetätigten Lage nach den Fig. 1, 3 und 5 mit einer
an seinem freien Ende umlaufenden Dichtlippe 24 dicht an der Innenseite des Gehäuses
4 an. Ein den Kolben 7 oberhalb der Dichtlippe 24 umgebender Bund 25 dient der Führung
des Kolbens 7 während seiner Bewegung, läßt jedoch ein Spiel zwischen sich und der
Innenseite des Gehäuses 4 frei. Eine Rückstellfeder 26, die unterbrochen dargestellt
ist, stützt sich einerseits im Kolben 7 am Boden eines Ringraums 27, der von der äußeren
Wand des Kolbens 7 und einem Rohrstutzen 28 begrenzt ist, und andererseits an einer
Schulter 29 im Gehäuse 4 ab. Das Gehäuse hat am Ende eines durch das Gehäuse 4 begrenzten
Druckraums 30 eine Abstufung 31, unterhalb der der Innendurchmesser des Gehäuses 4
etwas größer als der Außendurchmesser der Dichtlippe 24 des Kolbens 7 ist. In einem
Anschlußstutzen 32 am freien unteren Ende des Gehäuses 4 ist ein bis nahe an den Boden
des Behältnisses 2 ragendes Tauchrohr 34 befestigt. Oberhalb der oberen Endlage des
Kolbens 7 gemäß Fig. 1 ist das Gehäuse 4 durch seitliche Schlitze 35 mit dem Innenraum
des Behältnisses 2 oberhalb des maximalen Produkt-Füllstandes verbunden.
[0018] Bei der erstmaligen Betätigung des Betätigungskopfes 12 durch manuelle Ausübung eines
Drucks auf seine Oberseite bewegt sich der Kolben 7 gegen die Kraft der Rückstellfeder
26 in dem Raum 30 gemäß Fig. 2 in Richtung auf das Rückschlagventil 5, 6. Durch den
dabei im Raum 30, in der Bohrung 8 und im Auslaßkanal 13a-13d entstehenden Druck wird
einerseits das Rückschlagventil 5, 6 geschlossen gehalten und andererseits die Dichtlippe
21 des Verschlußstücks 18 an die Innenseite des Rohres 15 bzw. des durch sie begrenzten
Auslaßkanalabschnitts 13d gedrückt. Infolgedessen wird der Kolben 19 gegen die Kraft
der Feder 17 verschoben und der Endabschnitt 20a der Kolbenstange 20 aus der Ausspritzöffnung
16 herausgezogen. Dabei kann die im Raum 30, in der Bohrung 8, im Auslaßkanal 13a-13d
und in der Federkammer 22 enthaltene Luft teilweise durch die Ausspritzöffnung 16
austreten. Nach Wegnahme des manuellen Drucks vom Betätigungskopf 12 drückt die Rückstellfeder
26 den Kolben 7 und die Feder 17 den Kolben 19 in die in Fig. 3 dargestellte Lage
zurück. Durch den dabei im Raum 30, in der Bohrung 8 und im Auslaßkanal 13a-13d entstehenden
Unterdruck wird die Ventilverschlußkugel 5 bis gegen über ihr im Gehäuse 4 ausgebildete
Rippen 37 von ihrem Sitz 6 abgehoben. Gleichzeitig wird durch den Unterdruck aus dem
Behältnis 2 ein Teil des im Behältnis 2 enthaltenen Produkts 38 über das Tauchrohr
34 und das geöffnete Rückschlagventil 5, 6 bis in den Raum 30 gesaugt, wie es in Fig.
3 dargestellt ist. Das Produkt 38 ist vorzugsweise pastenartig, kann aber auch eine
Flüssigkeit sein.
[0019] Durch erneutes Niederdrücken des Kolbens 7 mittels des Betätigungskopfes 12 wird
das Rückschlagventil 5, 6 wieder geschlossen und der Kolben 19 wieder gegen die Kraft
der Feder 17 in die in Fig. 2 dargestellte Lage gedrückt. Gleichzeitig wird das Produkt
aus dem Raum 30 über die Bohrung 8, den Auslaßkanal 13a-13d und die wieder geöffnete
Ausspritzöffnung 16 ausgestoßen, wie es in Fig. 4 dargestellt ist. Dabei kann der
Kolben 7 mit seiner Dichtlippe 24 bis unter die Abstufung 31 gedrückt werden. Sobald
die Dichtlippe 24 dabei die Abstufung 31 überquert hat, wird der Druck im Raum 30
an der Dichtlippe 24 und dem Bund 25 des Kolbens 7 vorbei durch die Schlitze 35 in
den Raum des Behältnisses 2 oberhalb des Produkt-Füllstandes abgebaut, so daß kein
weiteres Produkt 38 mehr ausgestoßen wird. Dadurch wird die bei jeder Betätigung ausgegebene
Produktmenge genau dosiert.
[0020] Während der sich nach Wegnahme des manuellen Drucks auf den Betätigungskopf 12 anschließenden
Rückbewegung des Kolbens 7 saugt der Kolben 7 erneut einen Teil des Produkts 38 aus
dem Behältnis 2 in den Raum 30, wobei der Kolben 19 wieder die Ausspritzöffnung 16
unter dem Druck der Feder 17 schließt, wie es in Fig. 5 dargestellt ist.
[0021] Wenn der Kolben 7 aus der Lage nach Fig. 5 erneut in die Lage nach Fig. 4 niedergedrückt
wird, wird sofort wieder eine genau dosierte Produktmenge ausgegeben. Das gleiche
geschieht bei jeder weiteren Betätigung bis zur völligen Entleerung des Behältnisses
2.
[0022] Wie die Fig. 1, 3 und 5 zeigen, ist der Auslaßkanal 13a-13d in der Schließstellung
des Verschlußstücks 18 nach außen hin völlig durch das Verschlußstück 18 abgesperrt.
Ein im Auslaßkanal verbliebener Produktrest kann daher nicht mit schädlichen Keimen,
Bakterien, Viren usw. sowie mit schädlichen Materien, Gasen usw. in Berührung kommen.
Die Offenstellung des Verschlußstücks 18 nach den Fig. 2 und 4 dauert dagegen nur
kurzzeitig an. Ein im Auslaßkanal 13a-13d verbliebener Produktrest würde dagegen bei
der Produktausgabe weitgehend ausgestoßen und könnte nicht kontaminiert werden, da
die Offenstellung des Verschlußstücks 18 nur kurzzeitig andauert.
[0023] Das Verschlußstück 18 wirkt nicht nur als solches, sondern auch als Druckkolben,
der das nach der Betätigung des Betätigungskopfes 12 im Abschnitt 13d des Auslaßkanals
verbliebene Produkt unter der Kraft der Feder 17 durch die Ausspritzöffnung 16 ausspritzt
und dabei gleichzeitig die Ausspritzöffnung 16 absperrt. Der den größeren Durchmesser
aufweisende Abschnitt 20b der Kolbenstange 20 legt sich dabei während der Schließbewegung
des Verschlußstücks 18 unter der Kraft der Feder 17 mit seiner vom größeren zum kleineren
Durchmesser übergehenden Schulterfläche zusätzlich abdichtend am inneren Rand der
Ausspritzöffnung 16 an. Gleichzeitig wird dadurch die Schließbewegung des Verschlußstücks
18 begrenzt.
[0024] Die Dichtlippe 21 ermöglicht einerseits den Durchtritt von Luft aus der Federkammer
22 in den Auslaßkanal bei der erstmaligen Betätigung des Betätigungskopfes 12 und
einer dadurch bedingten Verschiebung des Kolbens 19 gegen die Kraft der Feder 17.
Daher ist im wesentlichen nur die Kraft der Feder 17 durch den Produktdruck während
der Produktausgabe zu überwinden. Die dabei aus der Federkammer 22 in den Auslaßkanal
eingedrungene Luft würde sich bei der erstmaligen Betätigung dann zwar teilweise mit
der ausgegebenen und bei der nächsten Betätigung auszugebenden Produktmenge vermischen.
Bei der zweiten und jeder folgenden Betätigung würde jedoch keine weitere Luft aus
der Federkammer 22 in den Auslaßkanal gelangen, weil ihr Überdruck bereits abgebaut
ist und die Dichtlippe 21 den Durchtritt der Luft nur in der einen Richtung und damit
kein erneutes Eindringen von Luft in die Federkammer 22 zuläßt. Desgleichen wird auch
ein Eindringen des Produkts über die Dichtlippe 21 hinweg in die Federkammer 22 verhindert.
Da die Dichtlippe als Topfmanschette ausgebildet ist, wird sie durch den Produktdruck
zusätzlich gegen die Innenseite des Rohres 15 bzw. des Abschnitts 13d des Auslaßkanals
gedrückt. Sie sorgt daher für eine besonders hohe Dichtwirkung. Aufgrund der Ausbildung
des Verschlußstücks 18 aus gummielastischem Material und mit einem Übermaß seines
Endabschnitts 20a gegenüber dem Innendurchmesser der Ausspritzöffnung 16 legt sich
der Endabschnitt 20a in der Schließstellung des Verschlußstücks 18 besonders fest
in der Ausspritzöffnung 16 an. Dies ergibt eine besonders hohe Dichtwirkung des Endabschnitts
20a in der Ausspritzöffnung 16. Eine Ausbildung des gummielastischen Materials des
Verschlußstücks 18 aus Kunststoff ermöglicht darüber hinaus eine einfache Herstellung
des Verschlußstücks 18 als einstückiges Teil.
1. Betätigungskopf (12) einer Saug-Druck-Pumpe (1) zum Ausspritzen eines Produkts (38)
aus einem Behältnis (2), der einen zu einer Ausspritzöffnung (16) führenden Auslaßkanal
(13a-13d) aufweist, in dem ein durch eine Feder (17) belastetes Verschlußstück (18)
angeordnet ist, wobei das Verschlußstück (18) in seiner Schließstellung die Ausspritzöffnung
(16) unter der Kraft der Feder (17) unmittelbar abdichtet und durch den bei Betätigung
der Saug-Druck-Pumpe (1) ausgeübten Druck des Produkts (38) dessen Durchfluß durch
den Auslaßkanal (13a-13d) und durch die Ausspritzöffnung (16) gegen die Kraft der
Feder (17) freigibt, dadurch gekennzeichnet, daß ein sich an die Ausspritzöffnung (16) anschließender erster Auslaßkanalabschnitt
(13d) von einem Rohr (15) umgeben ist, in dem das Verschlußstück (18) abgedichtet
verschiebbar geführt ist und das in eine Bohrung (14) im Körper des Betätigungskopfes
(12) eingesetzt ist, die zwischen sich und dem Rohr (15) einen einen zweiten Auslaßkanalabschnitt
(13b) bildenden Ringraum begrenzt, der über einen dritten, die Wand des Rohres (15)
durchquerenden Auslaßkanalabschnitt (13c) mit dem ersten Auslaßkanalabschnitt (13d)
verbunden ist.
2. Betätigungskopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußstück (18) einen gegen die Innenseite des Auslaßkanals (13a-13d) dichtenden
Kolben (19) mit einer Kolbenstange (20) aufweist, die in der Schließstellung des Verschlußstücks
(18) mit einem Endabschnitt (20a) dicht in die Ausspritzöffnung (16) ragt.
3. Betätigungskopf nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der an den Endabschnitt (20a) angrenzende Abschnitt (20b) der Kolbenstange (20) einen
größeren Durchmesser als die Ausspritzöffnung (16) hat und in der Schließstellung
des Verschlußstücks (18) am inneren Rand der Ausspritzöffnung (16) unter der Kraft
der Feder (17) anliegt.
4. Betätigungskopf nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (19) eine umlaufende Dichtlippe (21) aufweist, die einen Durchtritt eines
Mediums nur in Richtung zur Ausspritzöffnung (16) zuläßt.
5. Betätigungskopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtlippe (21) durch eine Topfmanschette gebildet ist.
6. Betätigungskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschlußstück (18) aus gummielastischem Material mit einem Übermaß des Endabschnitts
(20a) gegenüber dem Durchmesser der Ausspritzöffnung (16) besteht.
7. Betätigungskopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das gummielastische Material ein Kunststoff ist.