[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines fotografischen
Bilds, speziell einer Kopie von einer in elektronischer Form vorliegenden Vorlage
durch streifenweises Aufbelichten der Bildinformation der Vorlage auf ein fotografisches
Kopiermaterial gemäss den Oberbegriffen der unabhängigen Ansprüche.
[0002] Digitale Bilderzeugungsgeräte auf fotografischer Basis, sogenannte digitale fotografische
Printer, erzeugen Bilder bzw. Kopien durch Aufbelichten der Bildinformation der zugrundeliegenden,
in elektronisch gespeicherter Form vorliegenden Vorlage auf ein fotoempfindliches
Kopiermaterial. Eine Möglichkeit dafür besteht darin, die Bildinformation der Vorlage
mittels eines geeigneten elektrooptischen, pixelweise arbeitenden Wandlerorgans bildmässig
optisch darzustellen, also eine optische Darstellung der Vorlage zu erzeugen, und
diese optische Darstellung der Vorlage auf das Kopiermaterial abzubilden und damit
aufzubelichten. Als elektrooptisches Wandlerorgan kommen dabei sowohl aktive (selbstleuchtende)
als auch passive (modulierende) elektrooptische Anordnungen in Frage; typische Beispiele
sind Katodenstrahlröhren, in Transmission oder Reflexion betriebene Flüssigkristallzellenfelder,
Leuchtdiodenfelder, Elektroluminiszenzzellenfelder und neuerdings auch sog. digitale
Mikrospiegelfelder.
[0003] Mit ein entscheidender Faktor für die Qualität der auf diese Weise erzeugten fotografischen
Bilder bzw. Kopien ist die Auflösung (Pixelanzahl) des eingesetzten elektrooptischen
Wandlerorgans. Während ausreichend hochauflösende kleinere Wandlerorgane zu wirtschaftlich
vertretbaren Preisen verfügbar sind, steht die Entwicklung von wirtschaftlich herstellbaren
und kommerziell einsetzbaren grossflächigen Wandlerorganen entsprechender Auflösung
noch in den Anfängen. Mit den erhältlichen Wandlerorganen können daher nur relativ
kleinformatige Bilder mit befriedigender Qualität hergestellt werden.
[0004] Durch zeilen- bzw. streifenweise Aufbelichtung lassen sich in Richtung quer zu den
Zeilen bzw. Streifen theoretisch beliebig grosse fotografische Bilder herstellen.
Hierbei werden nacheinander jeweils nur streifenförmige, in ihrer Längsrichtung die
gesamte Vorlage abdeckende Abschnitte der Vorlage mittels des Wandlerorgans optisch
dargestellt und nacheinander in entsprechender räumlicher Zuordnung auf das Kopiermaterial
aufbelichtet. Die korrekte räumliche Anordnung der aufbelichteten Streifen wird dabei
durch relative Versetzung des Kopiermaterials zum Belichtungsstrahlengang bewirkt.
Letzteres kann durch einen Vorschub des Kopiermaterials oder durch eine entsprechend
bewegliche Abbildungsoptik erreicht werden. Die Relativversetzung erfolgt natürlich
synchron mit dem Wechsel der dargestellten Streifen der Vorlage. Falls die Streifen
mehrere Zeilen breit sind, können sich die benachbarten Streifen auch überlappen.
Da dabei das Kopiermaterial je nach Überlappungsgrad mehrfach belichtet wird, muss
dies bei der Bemessung der Kopierlichtmenge bei den einzelnen Belichtungsschritten
entsprechend berücksichtigt werden. Dieses Belichtungsverfahren ist unter der Bezeichnung
TIG (Time Integration Grayscale) allgemein bekannt.
[0005] Für dieses Verfahren der zeilen- bzw. streifenweisen Aufbelichtung lassen sich vergleichsweise
günstige lineare Wandlerorgane einsetzen. Darunter werden rechteckige Wandlerelement-Anordnungen
(Felder) verstanden, deren Breite deutlich kleiner als die Länge ist. Im Extremfall
besitzt ein solches lineares Wandlerorgan nur eine einzige Reihe (Zeile) von Wandlerelementen,
typischerweise jedoch bis zu mehreren hundert Reihen. In Längsrichtung (pro Reihe
bzw. Zeile) besitzt ein solches lineares Wandlerorgan dagegen typischerweise tausend
und mehr Wandlerelemente. Selbstverständlich können auch breitere Wandlerorgane (mit
höherer Reihenanzahl) eingesetzt werden, wobei nicht alle Reihen (d.h. nicht die volle
Breite) ausgenutzt werden müssen.
[0006] Mit den vorstehend beschriebenen Methoden lassen sich unter Einsatz der handelsüblichen
Wandlerorgane qualitativ befriedigende fotografische Bilder nur dann herstellen, wenn
das Format des herzustellenden Bilds in Längsrichtung der aufbelichteten Streifen
relativ klein ist. Für auch in der anderen Dimension grössere Bildformate reicht die
Auflösung der handelsüblichen und wirtschaftlich vertretbaren Wandlerorgane jedoch
in vielen Fällen nicht aus.
[0007] In der EP-A-0 986 243 ist ein verbessertes Verfahren beschrieben, bei welchem die
Auflösung des erzeugten fotografischen Bilds durch eine Längenunterteilung der einzelnen
streifenförmigen Abschnitte der Vorlage in zwei oder mehrere Teilabschnitte und durch
eine entsprechende stückweise Aufbelichtung erreicht wird. Da hierbei die volle Länge
des Wandlerorgans jeweils nur für die Darstellung eines Teilabschnitts ausgenützt
wird, ergibt sich - in Längsrichtung der Streifen - entsprechend der Anzahl Teilabschnitte
eine Verdopplung bzw. Vervielfachung der Auflösung, so dass auch mit herkömmlichen
Wandlerorganen sehr grossformatige Bilder mit befriedigender Qualität erzeugt werden
können.
[0008] Durch die vorliegende Erfindung soll nun ein alternativer Weg aufgezeigt werden,
wie ein Verfahren und eine Vorrichtung der gattungsgemässen Art dahingehend verbessert
werden können, dass ohne grossen zusätzlichen technischen Aufwand auch grösserformatige
Bilder in befriedigender Qualität auf wirtschaftliche Weise herstellbar sind. Insbesondere
soll dies unter Einsatz handelsüblicher und wirtschaftlich vertretbarer Wandlerorgane
möglich sein, d.h. es sollen dazu keine speziellen, höherauflösenden bzw. grösseren
und entsprechend teureren Wandlerorgane erforderlich sein.
[0009] Die Lösung dieser der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe ergibt sich aus den im
kennzeichnenden Teil der unabhängigen Ansprüche beschriebenen Merkmalen des erfindungsgemässen
Verfahrens und der erfindungsgemässen Vorrichtung.
[0010] Gemäss dem Hauptgedanken der Erfindung wird also das Wandlerorgan um 45° gedreht
im Abbildungsstrahlengang angeordnet, so dass die streifenförmige bildmässige optische
Darstellung der streifenförmigen Abschnitte der Vorlage in die Diagonale (des nutzbaren
Bereichs) des optischen Wandlerorgans zu liegen kommt. Durch diese erfindungsgemässe
gedrehte Anordnung des optischen Wandlerorgans ergibt sich gegenüber der klassischen
Anordnung eine in beiden Dimensionen etwa um den Faktor 2
½ (∼1.4) höhere Auflösung und damit die Möglichkeit, mit herkömmlichen, handelsüblichen
Wandlerorganen ohne Qualitätseinbussen grössere Bildformate zu erreichen.
[0011] Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in
den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0012] Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1-3
- drei schematische Skizzen zur Erläuterung des im erfindungsgemässen Verfahren eingesetzten,
an sich bekannten Prinzips der streifenförmigen Belichtung,
- Fig. 4-5
- zwei schematische Skizzen zur Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahrens und
- Fig. 6
- eine schematische Skizze der erfindungsgemässen Vorrichtung.
[0013] Für das folgende wird davon ausgegangen, dass die Vorlage, von der ein körperliches
fotografisches Bild bzw. eine Kopie hergestellt werden soll, in elektronischer Form
gespeichert vorliegt. Die sich aus der Gesamtheit aller Helligkeits- und Farbinformationen
für jeden einzelnen Bildpunkt der zu kopierenden Vorlage zusammensetzende Bildinformation
der Vorlage liegt dabei in einem Speicher 1 (Fig.6), aus dem sie mittels einer Steuerung
2 (Fig.6) bildpunktweise und ggf. nach Farbanteilen separiert abrufbar ist. Analog
ist unter der Bildinformation eines streifenförmigen Abschnitts der Vorlage die Gesamtheit
der Helligkeits- und Farbinformationen derjenigen Vorlagebildpunkte zu verstehen,
die zu dem betreffenden streifenförmigen Abschnitt der Vorlage gehören.
[0014] Die Figuren 1-3 verdeutlichen das z.B aus der EP-A-0 986 243 bekannte und dort in
grösserer Ausführlichkeit beschriebene Prinzip der zeilen- bzw. streifenförmigen Aufbelichtung.
Die durch die Gesamtheit aller abgespeicherten Helligkeits- und Farbinformationen
für jeden einzelnen ihrer Bildpunkte repräsentierte Vorlage ist mit V bezeichnet.
Die aus Fig. 6 ersichtliche Steuerung liest die Bildinfomation eines ersten streifenförmigen
Abschnitts A der Vorlage V aus und steuert damit ein pixelweise arbeitendes elektrooptisches
Wandlerorgan 3 an, welches anhand der ihm zugeführten Signale eine bildmässige optische
Darstellung D des streifenförmigen Abschnitts A erzeugt. Das elektrooptische Wandlerorgan
3 kann z.B. durch ein Leuchtdiodenfeld mit z.B. 1280 x 300 Einzeldioden oder vorzugsweise,
wie weiter unten noch erläutert, durch ein digitales Mikrospiegelfeld mit einer entsprechenden
oder grösseren Anzahl von Einzelspiegeln gebildet sein. Die vom elektrooptischen Wandlerorgan
3 erzeugte - ebenfalls streifenförmige - optische Darstellung D des streifenförmigen
Abschnitts A der Vorlage V wird nun mittels einer hier nicht dargestellten Abbildungsoptik
in einem (in diesem Beispiel ortsfesten) streifenförmigen Belichtungsbereich E auf
ein fotografisches Kopiermaterial P abgebildet und dabei auf dieses aufbelichtet (Fig.
1). Daraufhin wird ein nächster streifenförmiger Abschnitt A' ausgelesen, davon eine
optische Darstellung D' erzeugt und diese auf das gleichzeitig um eine entsprechende
Weglänge relativ zum Belichtungsbereich E vorgeschobene Kopiermaterial P aufbelichtet
(Fig.2). Das ganze wiederholt sich nun so lange, bis die gesamte Vorlage erfasst ist
und der letzte streifenförmige Abschnitt A" der Vorlage ausgelesen, davon eine optische
Darstellung D" erzeugt und diese auf das Kopiermaterial P aufbelichtet ist (Fig.3).
[0015] Wie man erkennt, liegen die streifenförmigen Abschnitte A der Vorlage nicht nahtlos
nebeneinander, sondern sie überlappen sich zu einem grossen Teil (quer zu ihrer Längsrichtung).
Dies führt dazu, dass sich auch die auf das Kopiermaterial P aufbelichteten Streifen
überlappen, das Kopiermaterial P also je nach Überlappungsgrad mehrfach belichtet
wird. Dieser Mehrfachbelichtung wird dadurch Rechnung getragen, dass die Helligkeitswerte
der einzelnen Bildpunkte der optischen Darstellungen D der Abschnitte A (ggf. farbselektiv)
durch die Steuerung entsprechend herabgesetzt werden, so dass die das Kopiermaterial
in den jeweiligen Bildpunkten beaufschlagenden Kopierlichtmengen in der Summe wieder
korrekt sind. Diese Belichtungsmethode ist unter der Bezeichnung TIG (Time Integration
Grayscale) allgemein bekannt.
[0016] Wie schon erwähnt, ist es für die streifenweise Aufbelichtung erforderlich, dass
eine Relativbewegung zwischen dem streifenförmigen Belichtungsbereich E und dem Kopiermaterial
P erfolgt. Beim vorstehenden Beispiel erfolgt dies durch einen entsprechenden Vorschub
des Kopiermaterials P. Alternativ dazu und besonders zweckmässig kann die Relativbewegung
auch durch eine bewegliche Ausbildung der Abbildungsoptik erreicht werden, wobei das
Kopiermaterial während der gesamten Aufbelichtung ortsfest bleibt. Das Prinzip einer
solchen beweglichen Abbildungsoptik ist aus Fig. 6 ersichtlich und in der schon genannten
EP-A-0 986 243 ausführlich dargestellt.
[0017] Als elektrooptisches Wandlerorgan 3 kann im Prinzip jeder beliebige pixelweise arbeitende,
aktive oder passive Typ eingesetzt werden. Beispiele dafür sind, wie schon erwähnt,
Katodenstrahlröhren, Leuchtdiodenfelder, Elektroluminiszenzfelder oder Flüssigkristallfelder.
Ganz besonders vorteilhaft sind jedoch sogenannte digitale Mikrospiegelfelder (DMD
= Digital Mirror Device), wie sie z.B. auch in Grossbildprojektionsgeräten verwendet
werden. Ein typisches, für die Zwecke der Erfindung geeignetes digitales Mikrospiegelfeld
umfasst auf einem Chip eine Anordnung von 1280 x 1024 Spiegeln, die durch elektrische
Ansteuerung selektiv zwischen zwei definierten Kippstellungen hin und her geschwenkt
werden können.
[0018] Solche Mikrospiegelfelder werden naturgemäss in Refexion betrieben, sind also passiv.
Sie werden im praktischen Einsatz, wie ebenfalls auf Fig. 6 ersichtlich und in der
schon genannten EP-A-0 986 243 ausführlich dargestellt und erläutert, so vor der Pupille
eines Abildungsobjektiv angeordnet, dass die Mikrospiegel das sie beaufschlagende
Licht in der einen Kippstellung in das Abbildungsobjektiv und in der anderen Kippstellung
an der Pupille des Abbildungsobjektivs vorbei lenken. Die Intensitätsmodulation des
reflektierten Lichts erfolgt dabei aufgrund der gespeicherten Bildinfomation der Vorlage
durch intermittierende Ansteuerung der Mikrospiegel mit entsprechendem Tastverhältnis.
Aufbau, Ansteuerungstechniken und Anwendungsmöglichkeiten solcher digitaler Mikrospiegelfelder
sind in den einschlägigen Publikationen der Herstellerfimen, z.B. der Firma Texas
Instruments, Houston, Texas, USA, im Detail beschrieben und sind nicht Gegenstand
der vorliegenden Erfindung.
[0019] Bis hierher entspricht das erfindungsgemässe Verfahren dem Stand der Technik und
bedarf soweit keiner weiteren Erläuterung.
[0020] Wie man erkennt, entspricht beim herkömmlichen Verfahren die Länge der streifenförmigen,
die gesamte Breite der Vorlage überdeckenden Abschnitte A der Länge (der nutzbaren
Fläche) des elektrooptischen Wandlerorgans 3. Die Auflösung in Streifenlängsrichtung
ist somit durch die Anzahl der einzelnen Pixel des Wandlerorgans 3 in Längsrichtung
gegeben. Mit den heute kommerziell zur Verfügung stehenden Wandlerorganen (maximale
Pixelanzahl in Längsrichtung etwa 1280) ist jedoch die erreichbare Auflösung bei grösseren
Vergrösserungsmassstäben (grossformatige Bilder) in vielen Fällen qualitativ nicht
ausreichend. Hier setzt nun die Erfindung an.
[0021] Gemäss dem grundlegendsten Gedanken der Erfindung wird das Wandlerorgan 3, wie in
Figur 4 dargestellt, um 45° gedreht im Abbildungsstrahlengang angeordnet, so dass
die streifenförmige bildmässige optische Darstellung D der streifenförmigen Abschnitte
A der Vorlage V in die Diagonale (des nutzbaren Bereichs) des optischen Wandlerorgans
3 zu liegen kommt. Anders ausgedrückt, wird nicht ein durch eine bestimmte Anzahl
von ganzen Zeilen definierter rechteckiger Pixelbereich des Wandlerorgans 3 zur Bildwandlung
ausgenützt, sondern ein Pixelbereich, der im wesentlichen sämtliche verfügbaren Zeilen
umfasst, dabei aber von jeder Zeile nur einen Teil der verfügbaren Pixel benützt,
so dass die zur Darstellung benützten Pixel insgesamt einen in der Diagonale des Wandlerorgans
liegenden streifenförmigen Bereich abdekken. Die Figur 5 verdeutlicht dies.
[0022] Durch die erfindungsgemässe gedrehte Anordnung des optischen Wandlerorgans 3 ergibt
sich gegenüber der klassischen Anordnung eine in beiden Dimensionen etwa um den Faktor
2
½ (∼1.4) höhere Auflösung. Unter Zugrundelegung eines handelsüblichen Wandlerorgans
mit 1024 Zeilen zu je 1280 Pixel ergibt sich beispielsweise ein Darstellungsbereich
D mit 192 Zeilen zu je 1919 Pixel. Wenn der Darstellungsbereich weniger hoch (d.h.
mit weniger Zeilen) gewählt wird, ist die Anzahl ausnutzbare Pixel pro Zeile sogar
noch höher.
[0023] Wie die Figur 5 verdeutlicht, ist der für die bildmässige Darstellung der streifenförmigen
Abschnitte A der Vorlage V ausgenützte Darstellungsbereich D des Wandlerorgans 3 streng
genommen nicht rechteckförmig, sondern weist die Gestalt eines langgestreckten Parallelogramms
auf, das sich aus einzelnen Rechtecken zusammensetzt. Bei der allgemein üblichen Verwendung
der TIG-Belichtungsmethode (Time Integration Grayscale) spielt dies jedoch keine Rolle.
[0024] Mit der erfindungsgemässen gedrehten Anordnung des optischen Wandlerorgans 3 ist
natürlich auch die Transportrichtung (Richtung der Relativbewegung zwischen dem streifenförmigen
Belichtungsbereich E und dem Kopiermaterial P) um 45° zu den Zeilen des optischen
Wandlerorgans 3 gedreht. Die Parallelogrammform des für die Bilddarstellung ausgenutzten
Pixelbereichs, die Lage der ausgenützten Pixel auf der nutzbaren Fläche des Wandlerorgans
und die um 45° gedrehte Transportrichtung erfordern zwar eine etwas aufwendigere Ansteuerung
der einzelnen Pixel des Wandlerorgans, die jedoch für den Fachmann ohne weiteres verständlich
und realisierbar ist.
[0025] In Figur 6 ist ein Prinzipschema der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt.
Die Vorrichtung umfasst den schon genannten Speicher 1 und die ebenfalls schon genannte
Steuerung 2 sowie eine Beleuchtungsquelle 4, das schon genannte Wandlerorgan 3 in
Form eines Mikrospiegelfelds, eine aus einem Objektiv 5 und drei Umlenkspiegeln 6,
7 und 8 bestehende Abbildungsoptik und durch Pfeile 9a-9c symbolisierte Antriebsmittel
für die Umlenkspiegel und das Objektiv. Die beiden Umlenkspiegel 6 und 7 sind relativ
zu einander ortsfest und stehen im rechten Winkel zu einander, so dass sie den Strahlengang
um 180° umlenken. Der Umlenkspiegel 8 ist parallel zum Umlenkspiegel 7 angeordnet
und lenkt den Strahlengang um 90° um auf das Kopiermaterial P. Der Umlenkspiegel 8
bewegt sich in die gleiche Richtung wie die beiden Umlenkspiegel 6 und 7, aber mit
der doppelten Geschwindigkeit, so dass die optische Weglänge zwischen dem Objektiv
5 und dem Kopiermaterial P unabhängig von der Stellung der Umlenkspiegel konstant
bleibt. Durch die Bewegung der Umlenkspiegel in der beschriebenen Weise wird der streifenförmige
Belichtungsbereich E über das (feststehende) Kopiermaterial P bewegt. Durch Verstellung
des Objektivs 5 in Kombination mit einer entsprechenden Verstellung der Umlenkspiegel
6-8 kann der Abbildungsmassstab verändert werden. Mit Ausnahme der um 45° gedrehten
Anordnung des Mikrospiegelfelds 3 entspricht die Vorrichtung vollständig der z.B.
in der schon genannten EP-A-0 986 243 beschriebenen Vorrichtung und bedarf deshalb
keiner weiteren Erläuterung. Die Steuerung 2 ist selbstverständlich entsprechend angepasst.
[0026] Durch die erfindungsgemäss erreichte höhere Auflösung sind ohne grossen zusätzlichen
technischen Aufwand auch grösserformatige Bilder in befriedigender Qualität auf wirtschaftliche
Weise herstellbar. Insbesondere ist dies unter Einsatz handelsüblicher und wirtschaftlich
vertretbarer Wandlerorgane möglich, d.h. es sind dazu keine speziellen, höherauflösenden
bzw. grösseren und entsprechend teureren Wandlerorgane erforderlich.
1. Verfahren zur Herstellung eines fotografischen Bilds, insbesondere einer Kopie von
einer in elektronischer Form vorliegenden Vorlage durch streifenweises Aufbelichten
der Bildinformation der Vorlage auf ein fotografisches Kopiermaterial, wobei mittels
eines pixelweise arbeitenden, nach orthogonalen Zeilen (3a) und Spalten (3b) organisierten
elektrooptischen Wandlerorgans (3) nacheinander von wechselnden streifenförmigen Abschnitten
(A) der Vorlage (V) optische Darstellungen (D) erzeugt und diese optischen Darstellungen
(D) in einem streifenförmigen Belichtungsbereich (E) auf das Kopiermaterial (P) abgebildet
werden, und wobei der streifenförmige Belichtungsbereich (E) und das Kopiermaterial
(P) im wesentlichen mit konstanter Geschwindigkeit in Richtung quer zur Längserstreckung
des streifenförmigen Belichtungsbereichs (E) relativ zu einander bewegt werden, so
dass sukzessive die Bildinformation der ganzen Vorlage auf die gesamte zur Verfügung
stehende Fläche des Kopiermaterials (P) aufbelichtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrooptische Wandlerorgan (3) so im Abbildungsstrahlengang angeordnet wird,
dass seine Zeilen (3a) und Spalten (3b) zur Längserstreckung des streifenförmigen
Belichtungsbereichs (E) im wesentlichen um 45° geneigt verlaufen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der optischen Darstellungen (D) der streifenförmigen Abschnitte (A)
der Vorlage (V) ein streifenförmiger, im wesentlichen in einer Diagonale des Wandlerorgans
(3) liegender Pixelbereich des letzteren verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Wandlerorgan (3) mit in 1024 Zeilen (3a) und 1280 Spalten (3b) angeordneten
Pixeln ein Pixelbereich mit etwa 1900 x 190 Pixel verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativbewegung zwischen dem streifenförmigen Belichtungsbereich (E) und dem
Kopiermaterial (P) mittels einer beweglichen Abbildungsoptik (5-8) erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrooptische Wandlerorgan (3) und das Kopiermaterial (P) ortsfest gehalten
werden und dass der Belichtungsbereich (E) mittels einer parallel zum Kopiermaterial
beweglichen Spiegelanordnung (6-8) relativ zum Kopiermaterial bewegt werden
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Erzeugung der optischen Darstellungen (D) der streifenförmigen Abschnitte (A)
der Vorlage (V) mittels eines digitalen Mikrospiegelfelds erfolgt.
7. Vorrichtung zur Herstellung eines fotografischen Bilds, insbesondere einer Kopie von
einer in elektronischer Form vorliegenden Vorlage durch streifenweises Aufbelichten
der Bildinformation der Vorlage auf ein fotografisches Kopiermaterial, mit einem Speicher
(1) für die Aufnahme der Bildinformation der Vorlage (V), mit einem pixelweise arbeitenden,
nach orthogonalen Zeilen (3a) und Spalten (3b) organisierten elektrooptischen Wandlerorgan
(3) und einer zugeordneten Steuerung (2) zur Erzeugung einer optischen Darstellung
(D) von streifenförmigen Abschnitten (A) der im Speicher (1) abgespeicherten Vorlage
(V), mit einer Abbildungsoptik (5-8) zum Abbilden der optischen Darstellungen (D)
der streifenförmigen Abschnitte (A) in einem streifenförmigen Belichtungsbereich (E)
auf das Kopiermaterial (P), und mit Antriebsmitteln (9a-9c), um den streifenförmigen
Belichtungsbereich (E) und das Kopiermaterial (P) im wesentlichen mit konstanter Geschwindigkeit
in Richtung quer zur Längserstreckung des streifenförmigen Belichtungsbereichs (E)
relativ zu einander zu bewegen, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrooptische Wandlerorgan (3) so im Abbildungsstrahlengang angeordnet ist,
dass seine Zeilen (3a) und Spalten (3b) zur Längserstreckung des streifenförmigen
Belichtungsbereichs (E) im wesentlichen um 45° geneigt verlaufen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrooptische Wandlerorgan (3) ein digitales Mikrospiegelfeld ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (2) zur Erzeugung der optischen Darstellungen (D) der streifenförmigen
Abschnitte (A) der Vorlage (V) einen streifenförmigen, im wesentlichen in einer Diagonale
des Wandlerorgans (3) liegenden Pixelbereich des letzteren ansteuert.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7-9, dadurch gekennzeichnet, dass die Abbildungsoptik (5-8) für die Erzeugung der Relativbewegung zwischen dem streifenförmigen
Belichtungsbereich (E) und dem Kopiermaterial (P) eine bewegliche Spiegelanordnung
(6-8) aufweist.