[0001] Die Erfindung betrifft eine Fassade, eine Putzprofilanordnung sowie eine Putzträgerplattenanordnung.
[0002] Im Baugewerbe werden zunehmend großflächige Fertigbauteile verwendet, um Gebäude
zu errichten. Nach der Montage dieser Fertigbauteile werden die Fertigbauteile häufig
mit Wetterschutzbauteilen verkleidet, welche zur Erzielung einer guten Optik der Fassade
mit einem Putz überzogen werden.
[0003] Ein im Baugewerbe vergleichsweise neues Gebiet ist die Errichtung von Häusern mit
Fertigbauteilen, insbesondere Fertigbauwänden auf einer Unterkonstruktion und insbesondere
auf der Basis einer Holzunterkonstruktion, wobei die Fertigbauwände durchaus Teil
der Holzunterkonstruktion sein können. Auch solche Häuser werden in der Regel mit
einem Wetterschutz und einer Putzschicht versehen, wobei die Putzschicht auf Putzträgern
angeordnet ist.
[0004] Insbesondere bei Häusern auf der Basis einer Holzunterkonstruktion besteht das Problem,
daß sich die Lage der Fertigbauteile zueinander während der Gebrauchsdauer der Häuser
ändert, wobei bei Holzhäusern insbesondere die Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe der
Holzunterkonstruktion sowie die auf die Holzunterkonstruktion wirkenden Lasten die
Lageänderung hervorrufen. Die Lageänderungen der Fertigbauteile führen regelmäßig
zu Rissen und Verwerfungen in der Fassade.
[0005] Aus DE 91 06 457 U1 und DE 298 14 450 U1 sind Abdeckleisten zum Abdichten von Fugen
zwischen Wandbauteilen bekannt, welche im Rahmen von Putzsystemen verwendet werden.
Diese Abdeckleisten weisen jeweils zwei an gegenüberliegenden Kanten eines Verputzes
anzuordnende Profile auf, welche mittels eines flexiblen Elementes miteinander verbunden
sind. Das flexible Element, welches die Fuge abdichtet, bildet innerhalb der Fuge
jeweils eine Schlaufe.
[0006] DE 21 24 358 A1 beschreibt eine Abdeckvorrichtung für horizontale Bewegungsfugen
mit einem ersten und einem zweiten Putzprofil. Das erste Putzprofil ist so gestaltet,
daß es einen ersten Befestigungsabschnitt und eine von diesem unter einem stumpfen
Winkel vorspringende erste Ablauf- und Anputzleiste aufweist. Die Ablauf- und Anputzleiste
ihrerseits trägt weitere Profilabschnitte, die unterhalb der ersten Ablauf- und Anputzleiste
einen Hohlraum definieren, durch welchen die Putzprofile von der Fuge ferngehalten
werden. Das zweite Putzprofil, welches einen zweiten Befestigungsabschnitt und eine
von diesem unter einem stumpfen Winkel vorspringende zweite Ablauf- und Anputzleiste
aufweist, ist im verbauten Zustand in vertikaler Richtung betrachtet unterhalb des
ersten Putzprofils angeordnet. Wegen des bei diesem Profil geforderten Hohlraumes
sind die beiden Ablauf- und Anputzleisten jedoch sehr weit voneinander entfernt, wodurch
diese Abdeckvorrichtung eine sehr breite und auffällige und daher in der Regel als
unschön angesehene Putzunterbrechung darstellt.
[0007] Putzleisten sind ferner aus DE 197 18 450 A1 und DE 197 41 269 A1 bekannt, wobei
diese Putzleisten jedoch nicht für den Einsatz im Bereich von Fugen geeignet sind.
[0008] DE 34 20 897 A1 schließlich beschreibt eine Putzprofilanordnung für die Trennung
von Putzflächen im Bereich waagerechter Fugen bei Bauwerken, von der der Oberbegriff
des Anspruches 1 ausgeht. Die beschriebene Putzprofilanordnung weist ein erstes und
ein zweites Putzprofil auf, wobei an dem ersten Putzprofil ein erster Befestigungsabschnitt
und eine unter einem stumpfen Winkel vorspringende erste Ablauf- und Anputzleiste
ausgebildet sind. Das zweite Putzprofil weist einen zweiten Befestigungsabschnitt,
einen Übergangsabschnitt und eine von diesem unter einem stumpfen Winkel vorspringende
zweite Ablauf- und Anputzleiste auf, wobei in einem eingebauten Zustand der beiden
Putzprofile die erste Ablauf- und Anputzleiste in einer Projektion auf die Wand, an
der sich die beiden Putzprofile befinden, oberhalb des Übergangsabschnittes des zweiten
Putzprofils liegt. Bei der aus DE 34 20 897 A1 bekannten Putzprofilanordnung ist der
Übergangsabschnitt an dem zweiten Putzprofil jedoch an einem separaten Bauteil angeordnet,
welches im eingebauten Zustand die Trennfuge überlappen soll. Dadurch und aufgrund
der Gestaltung des ersten Putzprofils ist der lichte Bereich zwischen dem ersten und
dem zweiten Putzprofil sehr groß, was optisch wenig ansprechend ist. Darüber hinaus
sind die vertikalen Dehnungen und Schwindungen die mit dieser Putzprofilkombination
kompensiert werden können nur verhältnismäßig gering.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Erstellung einer Fassade zu ermöglichen,
die bei großen zu kompensierenden Lageänderungen eine schmale optisch ansprechende
Fuge aufweist und die über die gesamte Gebrauchsdauer eines Gebäudes frei von Rissen
und Verwerfungen bleibt.
[0010] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen der Ansprüche
1, 12 bzw. 16.
[0011] Gemäß der Erfindung ist bei einer Putzprofilanordnung vorgesehen, daß das erste Putzprofil
einen ersten Übergangsabschnitt aufweist, wobei dieser Übergangsabschnitt im verbauten
Zustand den Putz ohne dahinterliegendes Bauteil trägt, und wobei die erste Ablauf-
und Anputzleiste von dem Übergangsabschnitt vorspringt.
[0012] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Fassade vorgesehen, bei der der
Verputz oder die Verputzschicht mindestens eine Trennfuge aufweist, wobei im Bereich
der Trennfuge die Unterkonstruktion mit einer Abdeckung versehen ist. Die Trennfuge
erlaubt es, daß sich Teile der Unterkonstruktion zueinander verlagern, ohne daß an
dem Verputz oder der Verputzschicht Risse oder Verwerfungen auftreten. Durch die im
Bereich der Trennfuge vorgesehene Abdeckung wird dabei erreicht, daß die Unterkonstruktion
nicht durch Wetter- oder Schädlingseinfluß geschädigt wird.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform verläuft der Übergangsabschnitt des ersten
Putzprofils zu dem Befestigungsabschnitt unter einem stumpfen Winkel. Dies, wie auch
die weitere bevorzugte Ausführungsform, nach der der Übergangsabschnitt und der Befestigungsabschnitt
des ersten Putzprofils in parallelen, zueinander versetzten Ebenen angeordnet sind,
gewährleistet eine leichte Montage der Putzprofile, ohne daß die Putzprofilanordnung
im montierten Zustand ein Klemmen verursacht und es damit zu Rissen in oder Verwerfungen
der Verputzschicht kommen kann.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Neigungswinkel der
ersten und/oder zweiten Ablauf- und Anputzleiste zu dem jeweiligen Befestigungsabschnitt
120° bis 150°, vorzugsweise 135°. Durch eine solche Ausführungsform wird sichergestellt,
daß sich im Bereich der Ablaufund Anputzleiste keine Staunässe bilden kann, wodurch
anderenfalls die Putzprofilanordnung oder die Verputzschicht geschädigt werden könnte.
Die Schrägstellung der Ablaufund Anputzleisten verhindert auch das Eindringen von
Kapillarfeuchtigkeit.
[0015] Um eine präzise Montage der Putzprofile der Putzprofilanordnung zu erleichtern, weisen
das erste und/oder das zweite Putzprofil einen quer zu dem jeweiligen Befestigungsabschnitt
verlaufenden ersten bzw. zweiten Positionierabschnitt auf. Dieser Positionierabschnitt,
der nach Art eines Anschlages funktioniert, ermöglicht es auch, Putzprofile nicht
nur auf der Baustelle, sondern schon werkseitig an einem Putzträger, insbesondere
einer Putzträgerplatte anzuordnen. Eine besonders einfache Montage ergibt sich, wenn
der erste und/oder der zweite Positionierabschnitt als Klemmprofil zur Umklammerung
des Putzträgers ausgebildet sind.
[0016] Bei einer Fassade, bei der Teile der Unterkonstruktion und insbesondere benachbarte
Putzträger relativ zueinander verlagerbar sind, ist vorzugsweise auch zwischen den
Putzträgern eine Fuge vorzusehen. Um diese Fuge abzudichten, ist es vorteilhaft, eine
Dichtung vorzusehen, welche an dem ersten oder an dem zweiten Putzprofil angeordnet
sein sollte. Die werksseitige Anordnung einer Dichtung, insbesondere einer Hohlkammerdichtung
erleichtert den Einsatz der Putzprofilanordnung auf der Baustelle, da weniger einzelne
Teile zu handhaben sind, und es wird dadurch ferner ein versehentliches Weglassen
der Dichtung verhindert.
[0017] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind der erste und/oder der zweite Befestigungsabschnitt
des ersten bzw. zweiten Putzprofils lochblechartig ausgebildet. Eine solche Ausbildung
führt zu einem besseren Haften der Putzschicht, und es werden gleichzeitig damit auch
die Putzprofile an ihrem Untergrund zusätzlich verankert.
[0018] Eine besonders gute Optik läßt sich erreichen, wenn das erste und/oder das zweite
Putzprofil mit einer farbigen Pulverbeschichtung versehen oder aus einem farbigen
Kunststoff gefertigt sind. Die farbige Beschichtung bzw. der farbige Kunststoff erlauben
es, die Putzprofilanordnung in der Farbe des Verputzes zu gestalten, so daß die Trennfuge
aus einem Abstand betrachtet nicht mehr sichtbar ist.
[0019] Die Bauzeit eines Gebäudes kann verkürzt werden, wenn mindestens eines der Putzprofile
bereits mit einer Putzträgerplatte insbesondere eine Außenbeplankung eines Wandelementes
vorkonfektioniert ist. Daher wird für eine solche Putzträgerplattenanordnung gemäß
Anspruch 12 auch unabhängig von der Fassade Schutz begehrt.
[0020] Vorzugsweise ist das Putzprofil mit der Putzträgerplatte verklebt. Dadurch wird ein
Springen oder Reißen der Putzträgerplatte, welches bei der Verwendung mechanischer
Befestigungsmittel in der Vorkonfektionierung auftreten könnte, ausgeschlossen.
[0021] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung im Zusammenhang mit den Zeichnungen.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schnitt durch einen Deckenanschlußbereich eines Hauses mit einer Unterkonstruktion
aus Holz mit einer erfindungsgemäßen Fassade,
- Fig. 2
- die in der erfindungsgemäßen Fassade gemäß Fig. 1 verwendete Putzprofilanordnung gemäß
einer ersten Ausführungsform in vergrößerter Darstellung, und
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Putzprofilanordnung.
[0023] In Fig. 1 ist ein Schnitt durch einen Deckenanschlußbereich eines Hauses mit einer
Unterkonstruktion aus Holz gezeigt. Dieses Haus weist vorgefertigte Wandelemente 10,
12 auf, welche als Teil der statischen Struktur die Außenwände des Hauses bilden.
Die Wandelemente 10, 12 weisen ihrerseits Holzrahmen 14, 16 auf, welche an ihrer Außenseite
mit einer Außenbeplankung 18, 20 und an ihrer Innenseite mit einer Innenbeplankung
22, 24 versehen sind. Zwischen der Außenbeplankung 18, 20 und der Innenbeplankung
22 bzw. 24 befinden sich Wärmedämmeinlagen 26, 28, welche beispielsweise aus Holzwolle
oder Glaswolle bestehen können.
[0024] Die Außenbeplankungen 18, 20 bestehen aus hoch belastbaren Zement- oder Leichtbetonplatten,
welche Zuschläge aus Blähton, geschäumtem Glas und/oder Glasfaser aufweisen können.
Die Außenbeplankung 18, 20 erfüllt nicht nur statische Aufgaben, sondern sie dient
gleichzeitig auch als Wetterschutz, Brandschutz und Putzträger.
[0025] Die Wandelemente 10, 12 dienen dazu, Decken- oder Dachbalken 30 eines darüberliegenden
Geschosses oder Daches zu tragen. Solche Balken 30, welche aus Holz gefertigt sind,
können eine Dicke von 200 bis 300 mm aufweisen. Sie werden auch als Querholz bezeichnet.
Die Decken- und Dachbalken 30 sowie die Holzrahmen 14, 16 bilden eine Holzunterkonstruktion.
[0026] Der Übergangsbereich zwischen einem unteren Wandelement 12 und einem oberen Wandelement
10, in welchem sich die Dachbalken 30 befinden, wird nach der Aufstellung der Wandelemente
10, 12 mit einer Übergangsplatte 32 verschlossen, welche lediglich an ihrem unteren
Ende 34 mit dem Holzrahmen 16 des unteren Wandelementes 12 verbunden ist. An ihrem
oberen Ende 36 ist die Übergangsplatte 32 gegenüber dem oberen Wandelement 10 verschiebbar
gelagert. Da zwischen der Übergangsplatte 32 und der Außenbeplankung 18 des oberen
Wandelementes 10 eine Fuge verbleibt, welche mit einem Kompriband 38 oder einer anderen
Dichtung ausgefüllt sein kann, kann der Deckenbalken 30 sich aufgrund von Last oder
Feuchtigkeitseinfluß ausdehnen oder zusammengedrückt werden, ohne daß die Übergangsplatte
32 gegen die obere Außenbeplankung 18 stößt. Dabei können Quell- und Schwindbewegungen,
die bei dem Deckenbalken 30 quer zur Faser auftreten, durchaus im Bereich von 10 mm
liegen.
[0027] Die Außenbeplankungen 18, 20 und die Übergangsplatte 32 bilden in dem in Fig. 1 gezeigten
Abschnitt mit einem Verputz 42 die Fassade 40 des Hauses. Der Verputz 42 weist eine
Trennfuge 44 auf. Im Bereich der Trennfuge 44 ist eine Putzprofilanordnung 46 mit
einem ersten Putzprofil 48 und einem zweiten Putzprofil 50 angeordnet. Die Putzprofilanordnung
46, die im Bereich der Trennfuge 44 die Unterkonstruktion, im vorliegenden Falle den
Dachbalken 30 und den Holzrahmen 14 des oberen Wandelementes 10 bereichsweise abdeckt,
ist in der Fig. 2 im Detail gezeigt.
[0028] Das in Fig. 2 gezeigte, als Teil der Putzprofilanordnung 46 gemäß der ersten Ausführungsform
vorgesehene erste Putzprofil 48 weist einen lochblechartig ausgebildeten ersten Befestigungsabschnitt
52, einen ersten Übergangsabschnitt 54 und eine erste Ablauf- und Anputzleiste 56
auf. Ferner weist das erste Putzprofil 48 einen ersten Positionierabschnitt 58 auf,
welcher das Anbringen des ersten Putzprofils 48 an der Außenbeplankung 18, 20 eines
Wandelementes 10 oder einer anderen als Putzträger vorgesehenen Konstruktion erleichtert.
Der Positionierabschnitt 58 erstreckt sich dabei in einem Schnitt quer durch das erste
Putzprofil 52 im wesentlichen senkrecht zu dem Befestigungsabschnitt 52. Der Übergangsabschnitt
54 des ersten Putzprofils 48, welches durch Faltung und Biegung, Tiefziehen oder Walzen
aus einem Edelstahlblech gefertigt ist, erstreckt sich im wesentlichen parallel zu
dem Befestigungsabschnitt 52, wobei die Ebenen des Befestigungsabschnittes 52 und
des Übergangsabschnittes 54 allerdings zueinander versetzt sind, wodurch ein schräg
verlaufender Anschluß 60 ausgeformt ist. Der Versatz der Ebenen des Befestigungsabschnittes
52 und des Übergangsabschnittes 54 sollte einige 0,1 mm, maximal 2,0 mm größer sein,
als die Materialstärke des zweiten Putzprofils 50.
[0029] An seinem unteren Ende geht der Übergangsabschnitt 44 in die Ablauf- und Anputzleiste
56 über, welche sich zu der Ebene des Übergangsabschnittes 54 unter einem Winkel von
135° erstreckt. Im verbauten Zustand trägt der Übergangsabschnitt 54 den Verputz 42
ohne ein dahinterliegendes Bauteil, wobei sich der Verputz 42 (siehe Fig. 1) bis an
die Ablauf- und Anputzleiste 56 erstreckt. Im Bereich des lochblechartig ausgebildeten
Befestigungsabschnittes 52 durchdringt der Verputz 42 das erste Putzprofil 48 im Bereich
von Durchbrechungen 62, wodurch der Verputz 42 auch an der im verbauten Zustand hinter
dem Befestigungsabschnitt 52 liegenden Putzträger haftet.
[0030] Das zweite Putzprofil 50 der Putzprofilanordnung 46 gemäß der ersten Ausführungsform
weist einen zweiten Befestigungsabschnitt 64 auf, der wie der erste Befestigungsabschnitt
52 des ersten Putzprofils 48 lochblechartig ausgebildet und mit Durchbrechungen 66
für das Anhaften des Verputzes 48 ausgebildet ist. An diesen Befestigungsabschnitt
64 schließt sich die zweite Ablauf- und Anputzleiste 66 an, welche wie die erste Ablauf-
und Anputzleiste 56 nach unten gerichtet ist, und zu einem oberhalb davon ausgebildeten
zweiten Übergangsabschnitt 70 unter einem Winkel von 135° verläuft. An den Übergangsabschnitt
70 schließt sich ein dazu im wesentlichen senkrecht verlaufender Positionierabschnitt
72 an, welcher die Montage des zweiten Putzprofils 50 erleichtert.
[0031] Der zweite Übergangsabschnitt 70 wirkt derart mit der ersten Ablauf- und Anputzleiste
56 und ggf. mit dem ersten Übergangsabschnitt 54 zusammen, daß ein Eindringen von
Schädlingen praktisch ausgeschlossen ist. Darüber hinaus verhindert diese Ausgestaltung
einen Durchblick durch die Trennfuge 44 auf die dahinter liegenden Teile der Unterkonstruktion.
[0032] Die Erstellung eines Gebäudes unter Verwendung der erfindungsgemäßen Putzprofile
48, 50 wird erleichtert, wenn das erste Putzprofil 48 bereits werkseitig mit der Außenbeplankung
18 eines Wandelementes 10 verklebt ist, wobei sich für eine solche Verklebung ein
Polyurethanklebstoff als besonders geeignet erwiesen hat. Darüber hinaus kann die
Verarbeitung dadurch erleichtert werden, daß das zweite Putzprofil 50 mit einer Übergangsplatte
32 verklebt ist, wobei diese Übergangsplatte 32 auf der Baustelle an ihrer Unterkante
auf das gewünschte Maß gebracht werden kann. Auch für diese Verklebung ist ein Polyurethanklebstoff
gut geeignet.
[0033] Alternativ oder ergänzend zu einer Verklebung der Putzprofile 48, 50 kann eine Verklemmung
vorgesehen sein, wobei dazu an dem ersten bzw. zweiten Putzprofil 48, 50 Klemmabschnitte
74, 76 auszubilden sind. Die Klemmabschnitte 74, 76 sind bei der Putzprofilanordnung
46 gemäß der ersten Ausführungsform nicht vorgesehen, so daß die Abschnitte lediglich
gestrichelt dargestellt sind.
[0034] Wenn zugunsten einer Verklemmung der Putzprofile 48, 50 auf eine Verklebung verzichtet
wird, hat dies den Vorteil, daß bei der späteren Anbringung des Verputzes, der sich
von oben bis an die erste Ablauf- und Anputzleiste 56 und von unten bis an die zweite
Ablauf- und Anputzleiste 66 erstreckt, dieser unmittelbar an dem darunterliegenden
Putzträger anhaften kann.
[0035] Die Putzprofilanordnung 146 gemäß der zweiten Ausführungsform in Fig. 3 entspricht
im wesentlichen der Putzprofilanordnung 46 gemäß der ersten Ausführungsform in Fig.
2. Daher werden für Abschnitte der Putzprofilanordnung 146 gemäß der zweiten Ausführungsform,
die Abschnitten der Putzprofilanordnung 46 gemäß der ersten Ausführungsform entsprechen,
Bezugszeichen verwendet, die gegenüber der ersten Ausführungsform um 100 erhöht sind.
Auf die entsprechenden Beschreibungsteile wird hiermit verwiesen.
[0036] Im Gegensatz zu der ersten Ausführungsform sind bei der zweiten Ausführungsform an
dem ersten Putzprofil 148 und an dem zweiten Putzprofil 150 Klemmabschnitte 174 bzw.
176 ausgebildet. Diese wirken mit dem jeweils zugehörigen Positionierabschnitt 158,
172 und Befestigungs- bzw. Übergangsabschnitt 152, 170 als Klemmprofil, wobei sie
beim Anbringen an einer Außenbeplankung oder einer Übergangsplatte auf diese eine
Klemmkraft ausüben.
[0037] Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform ist darüber hinaus der erste Übergangsabschnitt
154 nicht in einer Ebene angeordnet, welche parallel zur Ebene des ersten Befestigungsabschnittes
152 verläuft, sondern der erste Übergangsabschnitt 154 verläuft insgesamt zu dem Befestigungsabschnitt
152 leicht geneigt, was die Fertigung des ersten Putzprofils 148 gemäß der zweiten
Ausführungsform erleichtert. Es sei an dieser Stelle erwähnt, daß sich die Putzprofile
48, 50, 148, 150 besonders vorteilhaft als Walzprofile herstellen lassen.
[0038] Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform weist die zweite Ausführungsform darüber
hinaus ein aus Gummi oder einem Kunststoff gefertigtes Hohlkammerprofil 178 auf, welches
als Dichtung vorgesehen ist und bereits werkseitig mit dem ersten Putzprofil 148 verklebt
ist.
[0039] Es sei noch einmal darauf hingewiesen, daß es die erfindungsgemäße Fassadengestaltung
erstmals erlaubt, Bauplatten gleichzeitig als statisches Element, Wetterschutzplatte,
Putzträgerplatte und Brandschutzplatte zu verwenden und direkt auf der Unterkonstruktion
zu befestigen, wobei auf eine Hinterlüftung verzichtet werden kann. Aufgrund der erfindungsgemäßen
Trennfugengestaltung kann dabei Wasser nicht eindringen, so daß die Erfindung insbesondere
für Holzunterkonstruktionen aus unbehandelten Hölzern geeignet ist, wobei wie gesagt
eine Hinterlüftung oder Fachwerksbelüftung nicht erforderlich ist. Die beiden Übergangsabschnitte
(54, 70; 154, 170) ermöglichen in ihrem Zusammenwirken ein Überlappen, wodurch die
Wirkung einer Spaltdichtung erzielt wird, die auch bei Lageänderungen wirksam ist.
[0040] Die Putzprofilanordnungen 46, 146, die ein den gezeigten Ausführungsformen aus Edelstahlblech
bestehen, sind mit einer Pulverbeschichtung (nicht gezeigt) in der Farbe des Verputzes
42 versehen. Dadurch ist die Trennfuge 44 optisch kaum wahrnehmbar.
1. Putzprofilanordnung zur Anbringung eines Verputzes (42) auf zueinander verlagerbaren
Putzträgern (18, 32), mit einem ersten Putzprofil (48; 148) und einem zugehörigen
zweiten Putzprofil (50; 150),
wobei das erste Putzprofil (48; 148) einen ersten Befestigungsabschnitt (52; 152)
und eine unter einem stumpfen Winkel vorspringende erste Ablauf- und Anputzleiste
(56; 156) aufweist,
wobei das zweite Putzprofil (50; 150) einen zweiten Befestigungsabschnitt (64; 164),
einen Übergangsabschnitt (70; 170) und eine von diesem unter einem stumpfen Winkel
vorspringende zweite Ablauf- und Anputzleiste (68; 168) aufweist, und
wobei die erste Ablauf- und Anputzleiste (56, 68;156, 168) im montiertem Zustand der
Putzprofilanordnung (46; 146) in einer Projektion auf die Putzträger oberhalb des
Übergangsabschnitts (70; 170) liegt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Putzprofil (48; 148) einen ersten Übergangsabschnitt (54; 154) aufweist,
wobei dieser Übergangsabschnitt (54; 154) im verbauten Zustand den Putz (42) ohne
dahinterliegendes Bauteil trägt, und wobei die erste Ablauf- und Anputzleiste (56;
156) von dem Übergangsabschnitt (54; 154) vorspringt.
2. Putzprofilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Übergangsabschnitt (154) des ersten Putzprofils (148) zu dem ersten Befestigungsabschnitt
(152) unter einem stumpfen Winkel verläuft.
3. Putzprofilanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Übergangsabschnitt (54) und der erste Befestigungsabschnitt (52) des ersten
Putzprofils (48) in parallelen, zu einander versetzten Ebenen angeordnet sind.
4. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel der ersten und/oder zweiten Ablauf- und Anputzleiste (56, 68;
156, 168) zu dem jeweiligen Befestigungsabschnitt (52, 64; 152, 164) 120° bis 150°,
vorzugsweise 135° beträgt.
5. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder das zweite Putzprofil (48, 50; 148, 150) einen quer zu dem jeweiligen
Befestigungsabschnitt (52, 64; 152, 164) verlaufenden ersten bzw. zweiten Positionierabschnitt
(58, 72; 158, 172) aufweisen.
6. Putzprofilanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder der zweite Positionierabschnitt (158, 172) als Klemmprofil zur
Umklammerung des Putzträgers ausgebildet sind.
7. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem ersten oder zweiten Putzprofil (148) eine Dichtung, insbesondere eine Hohlkammerdichtung
(178) zur gegenseitigen Abdichtung benachbarter Putzträger angeordnet ist.
8. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und/oder der zweite Befestigungsabschnitt (52, 64; 152, 164) lochblechartig
ausgebildet sind.
9. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder der zweite Putzprofil (48, 50; 148, 150) aus Blech, vorzugsweise
aus Edelstahlblech gefertigt sind.
10. Putzprofilanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder das zweite Putzprofil (48, 50; 148, 150) mit einer farbigen Beschichtung,
vorzugsweise einer farbigen Pulverbeschichtung versehen sind.
11. Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder das zweite Putzprofil aus einem farbigen Kunststoff gefertigt
sind.
12. Putzträgerplattenanordnung, gekennzeichnet durch eine Putzprofilanordnung (48, 50; 148, 150) nach einem der Ansprüche 1 bis 11.
13. Putzträgerplattenanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Putzprofil (48, 50) mit einer Putzträgerplatte (18, 20, 32) verklebt
ist.
14. Putzträgerplattenanordnung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Putzträgerplatte (18, 20, 32) aus Leichtbeton, insbesondere einem Leichtbeton
mit Zuschlägen aus Blähton und/oder geschäumtem Glas besteht.
15. Putzträgerplattenanordnung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Putzträgerplatte (18, 20, 32) glasfaserverstärkt ist.
16. Fassade mit einer Anordnung mindestens zweier Putzträgerplatten (18, 20, 32), welche
einen Verputz (42) oder eine Verputzschicht tragen und an einer mehrteiligen Unterkonstruktion
(14, 16, 30) aus Holz angeordnet sind, wobei Teile (14, 16) der Unterkonstruktion
zueinander verlagerbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Verputz (42) oder die Verputzschicht mindestens eine Trennfuge (44) aufweist,
wobei im Bereich der mindestens einer Trennfuge (44) die Unterkonstruktion (14, 16,
30) mit einer Abdeckung versehen ist.
17. Fassade nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch eine Putzprofilanordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 12, wobei die Unterkonstruktion
durch die Putzprofilanordnung (46; 146) abgedeckt ist.
18. Fassade nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Putzträger (18, 20, 32) ohne Hinterlüftung direkt auf einer Unterkonstruktion
aus Holz, insbesondere einem Holzfachwerk (14, 16, 30) montiert ist.
19. Fassade nach Anspruch einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Putzträger mindestens eine Putzträgerplattenanordnung nach einem der Ansprüche
12 bis 15 aufweist.