| (19) |
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(11) |
EP 1 328 332 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe
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| (48) |
Corrigendum ausgegeben am: |
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29.12.2004 Patentblatt 2004/53 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.07.2004 Patentblatt 2004/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.10.2001 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2001/000310 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/028515 (11.04.2002 Gazette 2002/15) |
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| (54) |
ANLAGE ZUR REINIGUNG VON ABGASEN
EXHAUST GAS PURIFICATION SYSTEM
INSTALLATION D'EPURATION DE REJETS GAZEUX
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
03.10.2000 AT 20001679 19.04.2001 AT 2001635
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.07.2003 Patentblatt 2003/30 |
| (73) |
Patentinhaber: Scheuch GmbH |
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4971 Aurolzmünster (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- PRÖLL, Friedrich
A-4906 Eberschwang (AT)
- LISBERGER, Manfred
A-4752 Riedau (AT)
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| (74) |
Vertreter: Heger, Georg, Dipl.-Ing., Dr. et al |
|
Sonn & Partner Patentanwälte,
Riemergasse 14 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 074 100 US-A- 4 781 732 US-A- 6 019 817
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DE-A- 19 903 215 US-A- 5 236 677
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zur Reinigung von mit Staub, mit Aerosolen und
mit flüchtigen organischen Kohlenstoffverbindungen belasteten Abgasen, insbesondere
Abgasen von Trocknungsanlagen für biogene Rohstoffe, mit zumindest zwei hintereinander
angeordneten Filterstufen, umfassend zumindest eine als Sprühwäscher oder Nasselektrofilter
unter Verwendung von Waschwasser ausgebildete Filterstufe zur Reinigung der Abgase
von partikelförmigen und aerosolhältigen Inhaltsstoffen und zumindest einer Filterstufe
zur Reinigung der Abgase von organischen Verbindungen, Aerosolen sowie weiteren geruchsintensiven
Substanzen mittels Mikroorganismen, welche Filterstufe als biologischer Filter ausgeführt
ist, mit einer Stoffaustauschzone, in welcher durch Verdüsung von Waschwasser der
Übergang der Abgase von der Gasphase in die Flüssigphase erfolgt.
[0002] Unter den Begriff "Abgase" fallen sowohl von Verbrennungsprozessen herrührende Gase
als auch Abluftströme, welchen keine Verbrennung vorausgegangen ist.
[0003] Obgleich das beschriebene Verfahren bzw. die Anlage, insbesondere zur Reinigung von
Abgasen aus Trocknungsanlagen für organische Naturstoffe wie Holz, Grünschnitt oder
Kompost aber auch Austrocknungsanlagen im Lebensmittelbereich wie der Getreidetrocknung
oder der Tierfutterproduktion beschrieben wird, sind andere Anwendungen ebenso denkbar.
[0004] Bei solchen Anlagen werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Trocknungsgut und der Trocknungsart
organische Staubpartikel, gasförmige organische und teilweise sehr geruchsintensive
Kohlenstoffverbindungen (VOC: volatile organic carbon - flüchtige organische Kohlenstoffverbindungen),
Wasserdampf, anorganische Rauchgasbestandteile und Flugasche ausgetragen. Spezifisch
für diese Abluftströme ist deren hoher Wasserdampf-Taupunkt von 45°C bis zu 75°C,
welcher auf den hohen Feuchtigkeitsgrad der Abluft zurückzuführen ist.
[0005] Zur Abscheidung der genannten Verunreinigungen sind trocken arbeitende Reinigungsanlagen
wie Zyklone, Gewebe- oder Schichtbettfilter, und Trockenelektrofilter bekannt. Diese
Systeme sind aber zur Abscheidung von Feinstäuben und organischen Bestandteilen unzureichend.
[0006] Eine Anlage der gegenständlichen Art ist aus der US 4 781 732 A bekannt, wobei zur
Erhöhung des Abreinigungsgrades die Mikroorganismen einen Aktivierungsprozess durchlaufen.
Es wird weder die Art der verwendeten Mikroorganismen noch die Betriebstemperatur
der als biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe erwähnt.
[0007] Zur Abscheidung von feinsten Staubpartikeln, kleinsten Flüssigkeitströpfchen- und
Partikeln und gasförmigen organischen Bestandteilen wurden nass arbeitende Systeme
entwickelt. So beschreibt die EP 358 006 B1 ein Verfahren und eine Anlage zur Reinigung
von aus Trocknungsanlagen stammenden Abgasen, welche Anlage aus einem beispielsweise
als Zyklon ausgeführten Trockenabscheider mit einer nachgeschaltenen wasch- und Kondensationsvorrichtung
zur Vorabscheidung besteht. Anschließend durchströmt das Abgas einen Elektrofilter.
Da diese Anlage während der Abreinigung abgeschaltet werden muss, können während dieser
Zeit große Mengen Rohgases ungereinigt in die Atmosphäre entweichen. Zudem arbeiten
diese Anlagen im Allgemeinen in einem höheren Temperaturbereich von bis zu 75°C, in
dem die Abscheideleistungen hinsichtlich gasförmiger organischer Verbindungen mit
etwa 20 % beschränkt sind. Dadurch sind auch nur geringe Geruchsminderungsgrade erzielbar.
[0008] Eine Weiterentwicklung dieses Verfahren wird in der EP 740 963 A1 beschrieben, wobei
durch eine mehrstufige Anordnung der Anlage auch während der Reinigungszyklen ein
durchgehender Betrieb gewährleistet wird. Um die Abreinigungswirkung zu verstärken,
ist zumindest eine der Filterstufen des Elektrofilters als luftgekühltes Röhrensystem
ausgeführt. Dadurch bildet sich an Teilen des Elektrofilters durchgehend Kondenswasser,
welches schon während des Betriebes einen großen Teil der Stäube und der organischen
Substanzen wegspült. Ein weiteres Erfindungsmerkmal dieser Anlagen ist in der Optik
des entweichenden Reingasstromes zu sehen. Weisen herkömmliche Anlagen bei einer Abgastemperatur
um 65°C(aufgrund des Wasserdampfgehalten) eine signifikante Abgasfahne auf, so zeigen
diese Anlagen keine optisch auffällige Dunstwolke, da dem gereinigten Abgasstrom vor
Einmündung in den Abluftkamin noch vorgewärmte, ungesättigte Umgebungsluft beigemengt
wird.
[0009] Sehr hohe Wirkungsgrade hinsichtlich Staub- und organischer Kohlenstoffverbindungen
werden mit thermischen Nachverbrennungsanlagen erreicht, welche allerdings enorme
Betriebskosten verursachen.
[0010] In der EP 960 648 A1 wird ein Verfahren beschrieben, in welchem das Abgas im ersten
Schritt zur Abscheidung von Feststoffen mit einem ersten Waschwasserkreis vorgewaschen
wird, und im zweiten Schritt in einer Belebtschlamm-Behandlung als zweitem Waschwasserkreis
von organischen Komponenten abgereinigt wird. Kernstück dieser Verfahrenskombination
ist eine Temperaturabsenkung nach der ersten Stufe auf unter 50°C. Dadurch ist eine
relativ einfache Handhabung des biologischen Abbauprozesses gegeben, da die Mikroorganismen
im mesophilen Temperaturbereich (bis etwa 45°C) gegenüber Temperaturschwankungen unempfindlich
sind. Nachteile dieses Verfahrens bestehen in den hohen Investkosten und Betriebskosten,
da entweder sehr große Kühlluftmengen und damit eine beträchtliche Anlagenvergrößerung
notwendig sind, oder zusätzliche Anlagekosten durch erforderliche Wärmetauscher und
Kühlttürme entstehen.
[0011] Die EP 0 111 302 B1 beschreibt ein Verfahren zur Biofiltration, bei dem ein Biofilter
verwendet wird, das üblicherweise aus organischem Trägermaterial, wie z.B. Rindenmulch
od. dgl., besteht, und gleichzeitig mit der biologischen Reinigung abgebaut wird.
In der Folge wird das Material verbraucht und steht nach bestimmter Zeit nicht mehr
zur Reinigung zur Verfügung.
[0012] Auch die DE 31 18 455 A1 beschreibt ein Verfahren zur Nassreinigung von mit organischen
Substanzen verunreinigter heißer Abluft aus Lackieranlagen, bei dem die zu reinigende
Abluft abgekühlt wird und die gebildeten Kondensattröpfchen aus der Abluft abgeschieden
werden. Dabei wird ein günstiger Temperaturbereich von 10 bis 35°C für mesophile Mikroorganismen
bevorzugt. Auch dabei wird ein Biofilter wie in dem zuletzt genannten Dokument verwendet.
[0013] Auch die RU 2 106 184 C zeigt ein zweistufiges Reinigungsverfahren von Abgasen unter
Verwendung eines Biofilters im mesophilen Temperaturbereich.
[0014] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Anlage der oben angegebenen
Art zu schaffen, welche einfacher und kostengünstiger herstellbar ist als herkömmliche
Anlagen, und mit der hohe Abreinigungsraten erzielbar sind. Nachteile bekannter Anlagen
sollen reduziert bzw. vermieden werden.
[0015] Gelöst wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch, dass Mittel zur Aufrechterhaltung
eines konstanten Temperaturniveaus im thermophilen Temperaturbereich von 45°C bis
75°C in der als biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe vorgesehen sind, und
dass weiters in der Stoffaustauschzone Einbauten zur Immobilisierung der Mikroorganismen
vorgesehen sind. Der Schadstoffabbau läuft so ab, dass in einer Filterstufe zur Abscheidung
der staubförmigen Inhaltsstoffe sowie Aerosolen, anorganischen Rauchgasbestandteilen
sowie organischen Feinstpartikeln, wie Harze, eine Vorabscheidereinheit, z.B. in Form
eines Nasselektrofilters oder Sprühwäschers, vorgesehen ist und das Abgas in einer
weiteren Filterstufe von den organischen Kohlenstoffkomponenten gereinigt wird. Die
biologische Reinigung erfolgt durch sogenannte thermophile Mikroorganismen im Temperaturbereich
zwischen 45°C und 75°C. Die Mikroorganismenpopulation nimmt die Schadstoffe in Ihren
Stoffwechsel auf. Danach werden die Schadstoffe unter Sauerstoffverbrauch zu unbedenklichen
Verbindungen wie Kohlendioxid und Wasserdampf abgebaut. Ein Teil der Schadstoffe wird
auch zur Vermehrung der Mikroorganismen verwendet, womit eine Zunahme der im System
vorhandenen Mikroorganismen, auch Biomasse genannt, verbunden ist. Der eigentliche
Abbauprozess erfolgt bei Temperaturen zwischen 45°C und 75°C, wo nur bestimmte, die
sog. thermophilen Mikroorganismen (z.B. Bacillus stearothermophilus, Thermoactinomyces
vulgaris), ihr Wachstumsmaximum haben. Die Reinigungsstufen können je nach spezifischen
Erfordernissen beispielsweise wie folgt angeordnet werden:
Variante 1: Sprühwäscher - Biowäscher - Nasselektrofilter
Variante 2: Sprühwäscher - Nasselektrofilter - Biowäscher
Variante 3: Sprühwäscher - Nasselektrofilter
Variante 4: Sprühwäscher - Biowäscher
Variante 5: Biowäscher - Nasselektrofilter
Variante 6: Nasselektrofilter - Biowäscher
[0016] Der thermophile Temperaturbereich stellt hohe Anforderungen an den eigentlichen Abbauprozess.
Um während des Betriebes der biologischen Filterstufe Temperaturspitzen auszugleichen,
die Betriebstemperatur der nachfolgenden Filterstufe im optimalen Temperaturbereich
zu halten und nur eine geringfügige Schwankungsbreite in der Betriebstemperatur von
beispielsweise +/- 2°C zuzulassen, wird die Temperatur erfindungsgemäß in der als
biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe geregelt. Die Filterstufen können je
nach spezifischen Erfordernissen als Sprühwäscher oder Nasselektrofilter und in beliebiger
Anordnung, d.h. vor oder nach dem als biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe
angeordnet sein.
[0017] Die Filterstufen enthalten Vorratsbehälter für das Waschwasser, mit dem die Verunreinigungen
aus den Abgasen extrahiert werden. Das Waschwasser wird üblicherweise aus dem Vorratsbehälter
mittels einer Pumpe in die Abscheideeinheit eingebracht und zusammen mit den Verunreinigungen
des Abgases im Kreislauf in den Vorratsbehälter zurückgeführt. Aus dem Vorratsbehälter
werden die Verunreinigungen gesondert abgeführt.
[0018] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann ein gemeinsamer Vorratsbehälter für
zumindest zwei Filterstufen vorgesehen sein.
[0019] Die Mittel zur Aufrechterhaltung des konstanten Temperaturniveaus können durch zumindest
eine vorzugsweise mit einem Luftfilter versehene Luftzufuhrleitung zur Zuführung von
Umgebungsluft in zumindest einer Filterstufe gebildet sein. Eine derartige Luftkühlung,
welche vor oder direkt in die jeweilige Filterstufe erfolgen kann, ist sehr kostengünstig
und einfach auszuführen.
[0020] Darüber hinaus oder alternativ dazu können die Mittel zur Aufrechterhaltung des konstanten
Temperaturniveaus auch durch zumindest einen Wärmetauscher in einem Wasserkreis zumindest
einer Filterstufe gebildet sein. Es besteht aber auch die Möglichkeit, direkt in die
Abgasverbindungsleitung in zumindest einer Filterstufe einen Wärmetauscher einzubauen.
[0021] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung sind in der Stoffaustauschzone der als
biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe Düsen od. dgl. zur feinen Verdüsung
von Waschwasser im Abgasstrom vorgesehen. Ebenso können feste Einbauten in Form von
sogenannten Wäscherböden od. dgl. vorgesehen sein, um einen hohen Stoffaustausch zu
erzielen, oder das Abgas wird über sogenannte Füllkörper, Tropfkörper od. dgl. zur
feinen Verteilung der Gas- und Wasserphase geleitet und mit der zirkulierenden Flüssigphase,
auch Waschwasser genannt, berieselt. In der Stoffaustauschzone gehen die Schadstoffe
der Abluft in die Flüssigphase über.
[0022] Die Einbauten in der Stoffaustauschzone können durch Füllkörper, Tropfkörper oder
dgl. gebildet sein. In diesen Einbauten in der Stoffaustauschzone sind die Mikroorganismen
in der als biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe immobilisiert und im Waschwasser
suspendiert. Die Mikroorganismen nehmen die in der Waschflüssigkeit gelösten Schadstoffe
auf. Damit erfolgt eine Regenerierung bzw. Reinigung des Waschwassers, welches nun
wieder Schadstoffe aus der Abluft aufnehmen kann. Zeitlich erfolgt die Regenerierung
teilweise bereits in der Stoffaustauschzone sowie teilweise im Vorratsbehälter für
das Waschwasser.
[0023] Der Vorratsbehälter der als biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe, kann als
konventionelles Belebtschlammbecken oder auch für höhere spezifische Abbauleistungen
mit inerten Füllkörpern oder Tauchkörpern ausgestattet werden, an welchen sich jene
Mikroorganismen anhaften, die für den Abbau der aus der Abluft aufgenommenen Schadstoffe
verantwortlich sind. Anteilsmäßig kann ein Teil der Mikroorganismen auch auf den Einbauten
der Stoffaustauschzone immobilisiert sein und für den Abbau der Schadstoffe verantwortlich
sein.
[0024] Zur Versorgung der Mikroorganismen im Vorratsbehälter mit Sauerstoff oder Nährstoffen
sind Leitungen mit allfälligen Ventilen od. dgl. zur dosierten Zuführung von Sauerstoff
und Nährstoffen vorgesehen. Zudem kann eine Leitung für eine mögliche Zudosierung
von organisch belastetem Abwasser vorgesehen sein, um die Mikroorganismen in betriebsfreien
Zeiten mit Schadstofffracht zu versorgen.
[0025] Zur weiteren Erhöhung der Effizienz kann vorgesehen sein, dass das in einer Filterstufe
verwendete Waschwasser biologisch gereinigt wird. Dazu wird eine Verbindungsleitung
zwischen den Vorratsbehältern zweier Filterstufen angeordnet.
[0026] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass zwischen der Stoffaustauschzone
der als biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe und dem Vorratsbehälter dieser
Filterstufe ein Kreislauf angeordnet ist, in dem kontinuierlich eine definierte Menge
Flüssigkeit zirkuliert.
[0027] Um die Abwassermengen auf geringstem Niveau zu halten, aber dennoch die sich bildende
Biomasse und/oder Feststoffe aus dem System entfernen zu können, ist an dem zumindest
einen Vorratsbehälter ein Feststoffabscheider versehen. Dieser Feststoffabscheider
kann, wie bei herkömmlichen Kläranlagen, ein übliches Nachklärbecken sein. Es kann
aber auch durch Einrichtungen, wie Lamellenklärer oder durch Installation eines Dekanters,
eine Austragung an Belebtschlamm erfolgen. Sollte aufgrund hoher Scherkräfte ein vermindertes
Absetzverhalten des Belebtschlammes zu beobachten sein, so kann eine Zugabe an Flockungsmittel
hier Abhilfe schaffen.
[0028] Wenn dem Feststoffabscheider eine Wasseraufbereitungseinheit nachgeschaltet ist,
können die gelösten anorganischen Inhaltsstoffe entfernt werden. Diese Wasseraufbereitungseinheit
kann beispielsweise in Form einer Umkehrosmose realisiert sein.
[0029] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass beim Anfahren der
Reinigungsanlage sowie bei Unterschreitung der Temperatur die Abgase zur Temperaturstabilisierung
an zumindest einer Filterstufe vorbeigeleitet werden. Durch eine derartige Maßnahme,
welche vorzugsweise durch einen parallel zu der Filterstufe angeordneten Bypass mit
entsprechenden Ventilen realisiert wird, kann zum Beispiel beim Anfahren oder Standby-Betrieb
der Produktionsanlage und damit verbundenen niedrigen Abgastemperaturen eine Temperaturabsenkung
in der biologischen Einheit vermieden werden.
[0030] Um insbesondere die als biologischer Filter ausgebildete Filterstufe vor einer Temperaturabsenkung,
insbesondere beim Anfahren der Reinigungsanlage sowie bei Unterschreitung der Abgastemperatur,
zu schützen, ist der Bypass parallel zur Stoffaustauschzone der als biologischer Filter
ausgebildeten Filterstufe angeordnet.
[0031] Bevor die von den Schadstoffen gereinigten Abgase an die Atmosphäre abgegeben werden,
können aus den Abgasen Flüssigkeitströpfchen beispielsweise über einen Tropfenabscheider
abgeschieden werden. In einem derartigen Tropfenabscheider werden die Flüssigkeitströpfchen
des nach dem Stoffaustausch feuchten gesättigten Abgases zurückbehalten. Zur Abspülung
des Tropfenabscheiders von Feststoffen wird dieser mit einem Reinigungssystem versehen,
wobei als Reinigungsmittel entweder Frischwasser oder Waschwasser verwendet werden
kann.
[0032] Neben der Temperaturregelung ist auch eine Überwachung wichtiger Abwasser-technischer
Parameter, wie pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, chemischer Sauerstoff-Bedarf
(CSB), biologischer Sauerstoff-Bedarf (BSB, BSB5), Belebtschlammgehalt sowie Gehalt
an Phosphat, Nitrat, Nitrit, Ammonium sowie überaus toxische Gifte wie Formaldehyd,
welches in vielen Trocknerabgasen enthalten ist, wichtig. Die Überwachung mit entsprechenden
Messeinrichtungen kann dabei zu bestimmten Zeitpunkten oder kontinuierlich erfolgen.
Um die Mikroorganismen in ausreichender Anzahl am Leben erhalten zu können, ist vorgesehen,
dass diese mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Zur Aufrechterhaltung eines
Minimalgehaltes an Gelöstsauerstoff im Waschwasservorratbehälter wird dieser vorzugsweise
mit einer kontinuierlichen Begasung versehen. Dies kann zum Beispiel durch Tauchbelüfter
oder Membrantellerbelüfter geschehen.
[0033] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass die Verdüsung des
Waschwassers in der als Sprühwäscher ausgebildeten Filterstufe durch Einspritzung
im Gleich- und/oder Gegenstrom über eine oder mehrere angeordnete Düsenebenen zum
Luftstrom erfolgt, welcher in einem horizontal oder vertikal angeordneten Luftkanal
strömt.
[0034] Anhand der beiliegenden Figuren, welche Blockschaltbilder verschiedener Varianten
der vorliegenden Erfindung zeigen, wird die Erfindung näher erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Ausführungsvariante einer zweistufigen Abgasreinigungsanlage,
Fig. 2 eine Variante einer dreistufigen Reinigungsanlage, die spezifisch zur Behandlung
von Abgasströmen mit gasförmigen organischen Schadstoffkomponenten, Staub sowie Aerosole
geeignet ist, sowie
Fig. 3 eine Variante einer zweistufigen Reinigungsanlage, die neben den genannten
Verunreinigungen zudem gasförmige anorganische Bestandteile aus der Abluft entfernt.
[0035] Entsprechend Fig. 1 gelangt das beispielsweise von einer Holzspänetrocknungsanlage
stammende Rohgas A in eine erste Filterstufe 1, welche zur Abscheidung der Staubpartikel
und Aerosolen sowie anorganischen Inhaltsstoffen dient. Dementsprechend gelangt das
Rohgas A in eine Vorabscheidereinheit 30, welche beispielsweise als Nasselektrofilter
ausgebildet ist. Derartige Filter eignen sich besonders zur Abscheidung von staubförmigen
und aerosolhältigen Schadstoffen und anorganischen Schadstoffen, wie z.B. HCl und
SO
2. Zu diesem Zweck wird Wasser aus einem Wasserbehälter 4 mittels einer Pumpe 5 in
die Vorabscheidereinheit 30 eingebracht und zusammen mit den Verunreinigungen im Kreislauf
in den Wasserbehälter 4 zurückgeführt. Aus diesem Wasserbehälter 4 werden die Feststoffe
über einen Feststoffabscheider 6 abgeführt. Das Abwasser wird über eine Leitung 7
entsorgt. Das Rohgas, welches beispielsweise aus der Holzspänetrocknungsanlage stammt,
weist auf Grund des hohen Feuchtigkeitsgehalts einen hohen Taupunkt im Bereich von
45°C bis 75°C auf. Daher kann es erforderlich sein, für eine optimale Funktion der
biologischen Filterstufe 2 im speziellen zur Glättung von Temperaturspitzen, das im
Kreislauf geführte Reinigungswasser, beispielsweise mittels eines Wärmetauschers 8,
zu kühlen.
[0036] Das von den festen Schadstoffen befreite Rohgas gelangt nun in die zweite Filterstufe
2, in der das Rohgas vor allem von den organischen Schadstoffen befreit wird. Die
zweite Filterstufe 2 beinhaltet zunächst eine Stoffaustauschzone 9, in der der Stoffübergang
der gasförmigen Inhaltsstoffe vom Abgas zur zirkulierenden Flüssigphase erfolgt. Eine
derartige Stoffaustauschzone 9 kann durch Eindüsung von Wasser in den Luftstrom des
Rohgases oder über Einbauten, wie Füllkörper, Tropfkörper oder Wäscherböden, in herkömmlich
bekannter Art bestehen. Das Waschwasser wird über einen Vorratsbehälter 10 und über
entsprechende Leitungen mittels einer Pumpe 11 über die Stoffaustauschzone 9 im Kreislauf
geführt. Der Vorratsbehälter 10 kann in Form eines herkömmlichen Belebungsbeckens
oder mit integrierten Tauchkörpern ausgeführt sein. Der Abbau der in der Stoffaustauschzone
9 aufgenommenen Schadstoffe erfolgt durch Mikroorganismen. Diese Mikroorganismen können
im Waschwasser suspendiert vorliegen (sogenannter Belebtschlamm) und/oder sie können
sich auf den Einbauten der Stoffaustauschzone (z.B. auf den Füllkörpern oder Tropfkörpern)
festsetzen. Sind im Waschwasser sogenannte Tauchkörper vorhanden, so können sich die
Mikroorganismen dementsprechend auch auf diesen Körpern ablagern. Erfindungsgemäß
wird die biologische Reinigung im thermophilen Temperaturbereich, d.h. im Bereich
von 45°C bis 75°C, durchgeführt. In diesem Temperaturbereich weisen bestimmte thermophile
Mikroorganismen Ihr Wachstumsoptimum auf. Um den Temperatur-Schwankungsbereich gering
zu halten, wird der zweiten Filterstufe 2 Umgebungsluft über die Leitung 17 allenfalls
über einen Ventilator 18 zugeführt. In der Zuführungsleitung 17 kann allenfalls ein
Luftfilter (nicht gezeigt) vorgesehen sein. Weitere Möglichkeiten zur Temperaturregelung
sowie Ausgleichung von Temperaturspitzen sind der Einbau eines Wärmetauschers 20 in
den Waschwasserkreis der zweiten Filterstufe 2 oder eines Wärmetauschers 19 in die
Abgasverbindungsleitung zwischen erster Filterstufe 1 und zweiter Filterstufe 2.
[0037] Zum Zweck einer optimalen Temperaturregelung werden Parameter, wie pH-Wert, Leitfähigkeit,
Sauerstoffgehalt, der Chemische Sauerstoff-Bedarf CSB (jener Sauerstoff, der für eine
vollständige Oxidation benötigt wird), weiters der Biologische Sauerstoff-Bedarf BSB
(Erfassung des Gehalts an mikrobiell abbaubarem organischem Materials über die Menge
Sauerstoff, die zur Veratmung des organischen Materials durch Mikroorganismen notwendig
ist) sowie Belebtschlammgehalt und Gehalt an Phosphatnitratnitrit und Ammonium. Weiters
ist die Erfassung des Gehalts an toxischen Giften, wie Formaldehyd, im Waschwasser
zweckmäßig.
[0038] Zur Förderung des Wachstums der Mikroorganismen wird wird der Vorratsbehälter 10
über Leitungen 12, 13 mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Der Vorratsbehälter
10 kann auch derart konzipiert sein, dass dieser neben dem biologischen Abbau der
Abluftinhaltsstoffe auch einen möglichen Abbau organisch belasteter Abwässer erlaubt.
Dazu wird über eine Leitung 14 eine Verbindung zwischen dem Waschwasserkreis des Vorabscheiders
30 als erste Filterstufe 1 und dem Waschwasserkreis der biologischen Reinigungseinheit
als zweite Filterstufe 2 geschaffen. Ebenso kann eine weitere Leitung (nicht dargestellt)
zum Vorratsbehälter 10 zur Behandlung weiterer betriebsinterner Abwasserströme vorgesehen
sein. Somit können z.B. in betriebsfreien Zeiten, in denen keine Abluft anfällt und
demnach auch keine Abluftinhaltsstoffe vorliegen, die Mikroorganismen mit Nahrung
aufgrund der eingebrachten Abwasserfracht versorgt und ein Absterben der Biomasse
vermieden werden. Dies ist speziell bei Wiederinbetriebnahme der die Abgase verursachenden
Anlage von Bedeutung, da dadurch sehr rasch eine hohe Abbauaktivität der Mikroorganismen
vorliegt und in der Folge eine hohe Reinigungsleistung verzeichnet werden kann. Die
in den Stoffwechsel der Mikroorganismen aufgenommenen Schadstoffe werden unter Sauerstoffverbrauch
zu unbedenklichen Verbindungen, wie Kohlendioxid und Wasserdampf, abgebaut sowie anteilsmäßig
zum Wachstum der Mikroorganismen verwendet. Überschüssige Biomasse kann bei Bedarf
ein Feststoffabscheidesystem 15, zum Beispiel in Form eines Nachklärbeckens, Lamellenklärers
oder Dekanters ausgetragen werden. Das über das Feststoffabscheidesystem 15 geführte
flüssige Medium wird wieder in den Kreislauf zurückgeführt.
[0039] Um bei einem kurzzeitigen oder längerfristigen Rückgang der Taupunktstemperatur durch
Produktionsunterbrechungen einen Abfall in der Betriebstemperatur der Abreinigungsanlage
zu vermeiden, ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ein Bypass 21 vorgesehen,
welcher das Abgas um die Stoffaustauschzone 9 leitet. Zu diesem Zweck sind im Bypass
21 und der Leitung in die Stoffaustauschzone 9 entsprechende Ventile 22 und 23 vorgesehen,
welche im Bedarfsfall aktiviert werden. Wird das Gas um die Stoffaustauschzone 9 geleitet,
wird unter anderem eine Abkühlung der biologischen Filterstufe und somit eine Hemmung
der mikrobiologischen Aktivität der thermophilen Mikroorganismen verhindert. Wie bereits
erwähnt, kann die Stoffaustauschzone 9 durch einfache Sprühwäscher, die das Waschwasser
fein versprühen, so dass die Schadstoffe des Gases ins Wasser übergehen und den im
Wasser vorhandenen Mikroorganismen zugeführt werden können, realisiert werden. Darüber
hinaus sind Wäscherböden, wo das Waschwasser über kleine Öffnungen in den Wäscherböden
versprüht wird, einsetzbar. Auch können sogenannte Füllkörper bzw. Tropfkörper, das
sind Strukturkörper, die mit Wasser berieselt werden, angewendet werden. Über die
Berieselung können auch die Nährstoffe für die an den Einbauten der Stoffaustauschzone
immobilisierten Mikroorganismen zugegeben werden.
[0040] Das von den organischen Schadstoffen gereinigte Gas wird vor Abgabe als Reingas B
in die Atmosphäre noch über einen Tropfenabscheider 16 geleitet, um feinste Flüssigkeitströpfchen
zu entfernen.
[0041] Fig. 2 zeigt eine dreistufige Filteranordnung, bei der das Rohgas A in eine erste
Filterstufe 1 gelangt, welche als Sprühwäscher ausgeführt ist und zur Abscheidung
der Staubpartikel und organischen Inhaltsstoffen dient. Dazu wird aus dem Vorratsbehälter
4 Waschwasser mit Hilfe einer Pumpe 5 in der Sprühzone der Vorabscheidereinheit 30
fein verdüst, wodurch die Abgasinhaltsstoffe zunächst absorbiert werden. Die Verdüsung
erfolgt durch Einspritzung im Gleich- und/oder Gegenstrom über eine oder mehrere angeordnete
Düsenebene(n) zum Luftström, welcher in einem horizontal oder vertikal angeordneten
Luftkanal strömt. Zur Glättung von Temperaturspitzen kann das im Kreislauf geführte
Reinigungswasser, beispielsweise mittels eines Wärmetauschers 8, gekühlt werden.
[0042] Weitere Möglichkeiten zur Temperaturregelung sowie Ausgleichung von Temperaturspitzen
sind der Einbau eines Wärmetauschers 24 in die Rohgaszuleitung zum Vorabscheider 30
oder die Zuführung von Umgebungsluft über eine Leitung 17a und einen Hilfsventilator
18a in die Rohgaszuleitung.
[0043] Der Vorratsbehälter 4 kann in Form eines herkömmlichen Belebungsbeckens oder mit
integrierten Tauchkörpern ausgeführt sein. Der Abbau der in der ersten Filterstufe
1 aufgenommenen organischen Schadstoffe erfolgt großteils im Vorratsbehälter 4 über
eine biologische Reinigung, wo es mit Betriebsfortdauer zu einer Zunahme an Biomasse
kommt. Weiters kommt es auch zu einer Zunahme an staubförmigen Bestandteilen, die
in der Vorabscheidereinheit 30 aus dem Abgas entfernt werden. Zur Ausschleusung an
Biomasse und Staubteilen ist ein Feststoffabscheider 6, z.B. in Form eines Nachklärbeckens,
Lamellen-Klärers oder Dekanters, installiert. Bei Bedarf kann dieser Anlage eine Flüssig/Flüssig-Wasseraufbereitungseinheit
26, z.B. in Form einer Umkehrosmose, nachgeschaltet sein.
[0044] Zur Förderung des Wachstums der Mikroorganismen wird der Vorratsbehälter 4 über Leitungen
12, 13 mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Der Vorratsbehälter 4 kann auch derart
konzipiert sein, dass dieser neben dem biologischen Abbau der Abluftinhaltsstoffe
auch einen möglichen Abbau organisch belasteter Abwässer über Leitung 27 erlaubt.
[0045] Der Abbau der in der Stoffaustauschzone 9 der als biologischer Filter ausgebildeten
zweiten Filterstufe 2 aufgenommenen Schadstoffe erfolgt durch Mikroorganismen.
[0046] Zur Abscheidung von Feinststäuben und Aerosolen ist erfindungsgemäß zu deren Abscheidung
als weiterer Anlagenbestandteil eine dritte als Nasselektrofilter 28 ausgebildete
Filterstufe 3 vorgesehen, welche in periodischen Abständen gespült wird, wobei als
Spülwasser über die Leitung 29 direkt Wasser aus dem gemeinsamen Vorratsbehälter 4
verwendet wird.
[0047] Auch hier kann zwischen der Leitung für das Rohgas A und der Leitung für das Rohgas
B ein Bypass 21 vorgesehen sein, welcher das Abgas um die Reinigungsanlage leitet.
Zu diesem Zweck sind die Ventile 22 und 23 vorgesehen, welche im Bedarfsfall aktiviert
werden.
[0048] Fig. 3 zeigt eine weitere zweistufige Anordnung, bei der das Rohgas A in die erste
Filterstufe 1, ausgeführt als Vorabscheideeinheit 30, wie z.B. Nasselektrofilter oder
Sprühwäscher, geleitet wird. Dazu wird aus dem Vorratsbehälter 4 der ersten Filterstufe
1 in der Vorabscheidereinheit 30 verdüst, wodurch die Abgasinhaltsstoffe zunächst
absorbiert werden. Im Vorratsbehälter 4 kommt es mit Betriebsfortdauer zu einer Zunahme
an Feststoffen und absorbierten anorganischen Abgasinhaltsstoffen. Zur Ausschleusung
dieser Substanzen ist ein Feststoffabscheider 6 installiert. Zur Entfernung der gelösten
anorganischen Inhaltsstoffe kann dieser Anlage eine Flüssig/Flüssig Wasseraufbereitungseinheit
26, z.B. in Form einer Umkehrosmose, nachgeschaltet sein.
[0049] Das von den festen Schadstoffen und von den gasförmigen anorganischen Inhaltsstoffen
befreite Rohgas gelangt nun in die als biologischer Filter ausgebildete zweite Filterstufe
2 beinhaltet zunächst eine Stoffaustauschzone 9, in der der Stoffübergang der gasförmigen
organischen Inhaltsstoffe vom Abgas zur zirkulierenden Flüssigphase erfolgt. Eine
derartige Stoffaustauschzone 9 kann durch Eindüsung von Wasser in den Luftstrom des
Rohgases oder über Einbauten, wie Füllkörper, Tropfkörper oder Wäscherböden, in herkömmlich
bekannter Art bestehen. Der Abbau der in der Stoffaustauschzone aufgenommenen Schadstoffe
erfolgt durch Mikroorganismen. Diese Mikroorganismen können im Waschwasser suspendiert
vorliegen (sogenannter Belebtschlamm) und/oder sie können sich auf den Einbauten der
Stoffaustauschzone (z.B. auf den Füllkörpern oder Tropfkörpern) festsetzen. Sind im
Waschwasser sogenannte Tauchkörper vorhanden, so können sich die Mikroorganismen dementsprechend
auch auf diesen Körpern ablagern. Um den Temperatur-Schwankungsbereich gering zu halten,
können auch in dieser Stufe Wärmetauscher 20 eingebaut sein bzw. über eine Leitung
17 und einen Hilfsventilator 18 Frischluft zugeführt werden.
[0050] Der Vorratsbehälter 10 der biologischen Stufe kann wiederum in Form eines herkömmlichen
Belebungebeckens oder mit integrierten Tauchkörpern ausgeführt sein. Zur Ausschleusung
der Biomasse kann ein eigener Feststoffabscheider 15 installiert sein. Es kann aber
auch ein Teilstrom vom Vorratsbehälter 10 über die Leitung 14 zum Festoffabscheider
6 der ersten Filterstufe 1 zugeführt werden. Ebenso kann über eine weitere Leitung
31 eine Verbindung vom Vorratsbehälter 4 der ersten Filterstufe 1 zum Vorratsbehälter
10 der zweiten Filterstufe 2 angeordnet sein.
[0051] Zur Förderung des Wachstums der Mikroorganismen wird der Vorratsbehälter 10 über
Leitungen 12, 13 mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Der Vorratsbehälter 10 kann
auch derart konzipiert sein, dass dieser neben dem biologischen Abbau der Abluftinhaltsstoffe
auch einen möglichen Abbau organisch belasteter Abwässer über Leitung 27 sowie über
die Leitung 29 auch, eine biologische Behandlung des Waschwassers der ersten Filterstufe
1 erlaubt.
[0052] Um bei einem kurzzeitigen oder längerfristigen Rückgang der Taupunktstemperatur durch
Produktionsunterbrechungen einen Abfall in der Betriebstemperatur der Abreinigungsanlage
zu vermeiden, kann ein Bypass 21 vorgesehen sein, der im Bedarfsfall über die Ventile
22 und 23 aktiviert werden kann.
[0053] Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens können optimale Abreinigungsverhältnisse
geschaffen werden. Darüber hinaus sind kostengünstigere und einfachere Abreinigungsanlagen
erforderlich, da keine oder nur eine geringe Kühlung der Abgase erforderlich ist und
somit die üblicherweise enormen Mengen an Kühlwasser und enorm aufwendigen Kühltürme
vermieden werden.
1. Anlage zur Reinigung von mit Staub, mit Aerosolen und mit flüchtigen organischen Kohlenstoffverbindungen
belasteten Abgasen, insbesondere Abgasen von Trocknungsanlagen für biogene Rohstoffe,
mit zumindest zwei hintereinander angeordneten Filterstufen (1, 2, 3) umfassend zumindest
eine als Sprühwäscher oder Nasselektrofilter unter Verwendung von Waschwasser ausgebildete
Filterstufe (1) zur Reinigung der Abgase von partikelförmigen und aerosolhältigen
Inhaltsstoffen und zumindest einer Filterstufe (2) zur Reinigung der Abgase von organischen
Verbindungen, Aerosolen sowie weiteren geruchsintensiven Substanzen mittels Mikroorganismen,
welche Filterstufe (2) als biologischer Filter ausgeführt ist, mit einer Stoffaustauschzone
(9), in welcher durch Verdüsung von Waschwasser der Übergang der Abgase von der Gasphase
in die Flüssigphase erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Aufrechterhaltung eines konstanten Temperaturniveaus im thermophilen Temperaturbereich
von 45°C bis 75°C in der als biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe (2) vorgesehen
sind und dass weitere in der Stoffaustauschzone (9) Einbauten zur Immobilisierung
der Mikroorganismen vorgesehen sind.
2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterstufen (1, 2, 3) Vorratsbehälter (4, 10) für das Waschwasser enthalten.
3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein gemeinsamer Vorratsbehälter (4) für zumindest zwei Filterstufen (1, 2, 3) vorgesehen
ist.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Aufrechterhaltung des konstanten Temperaturniveaus durch zumindest
eine vorzugsweise mit einem Luftfilter versehene Luftzufuhrleitung (17, 17a) zur Zuführung
von Umgebungsluft in zumindest einer Filterstufe (1, 2, 3) gebildet sind.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Aufrechterhaltung des konstanten Temperaturniveaus durch zumindest
einen Wärmetauscher (8, 20) in einem Wasserkreis zumindest einer Filterstufe (1, 2,
3) gebildet sind.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass. die Mittel zur Aufrechterhaltung des konstanten Temperaturniveaus durch zumindest
einen Wärmetauscher (19, 24) in einer Leitung der Abgase in zumindest einer Filterstufe
(1, 2, 3) gebildet sind.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Stoffaustauschzone (9) der als biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe
(2) Düsen oder dergl. zur feinen Verdüsung von Waschwasser im Abgasstrom, Wäscherböden
oder dergl. zur feinen Verteilung des Gas- und Wasserstroms oder Füllkörper, Tropfkörper
oder dergl. zur feinen Verteilung der Gas- und Wasserphase vorgesehen sind.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbauten in der Stoffaustauschzone (9) durch Füllkörper, Tropfkörper oder dergl.
gebildet sind.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter (4, 10) der als biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe
(2) als Belebtschlammbecken ausgebildet ist.
10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter (4, 10) Füllkörper oder Tauchkörper beinhaltet.
11. Anlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorratsbehälter (4, 10) Leitungen (12, 13, 14) zur dosierten Zuführung von Sauerstoff,
Nährstoffen oder organisch belasteten Abwässern aufweist.
12. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Vorratsbehältern (4, 10) zweier Filterstufen (1, 2, 3) eine Verbindungsleitung
(14) angeordnet ist.
13. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Stoffaustauschzone (9) der als biologischer Filter ausgebildeten Filterstufe
(2) und dem Vorratsbehälter (10) dieser Filterstufe (2) ein Kreislauf angeordnet ist.
14. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass an dem zumindest einen Vorratsbehälter (4, 10) ein Feststoffabscheider (6, 15) zum
Austragen von überschüssiger Biomasse und/oder Feststoffen vorgesehen ist.
15. Anlage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass dem Feststoffabscheider (6, 15) eine Wasseraufbereitungseinheit (26) nachgeschaltet
ist.
16. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu zumindest einer Filterstufe (1, 2, 3) ein Bypass (21) mit zumindest einem
Ventil (23) vorgesehen ist.
17. Anlage nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (21) parallel zur Stoffaustauschzone (9) der als,biologischer Filter ausgebildeten
Filterstufe (2) angeordnet ist.
18. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass in der Leitung für die gereinigten Abgase zumindest ein Tropfenabscheider (16) zur
Abscheidung feinster Flüssigkeitströpfchen angeordnet ist.
19. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass im Waschkreislauf zumindest einer Filterstufe (1, 2, 3) Messeinrichtungen für Parameter
wie pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, chemischer Sauerstoff-Bedarf,
biologischer Sauerstoff-Bedarf, Belebtachlammgehalt sowie Gehalt an Phosphat, Nitrat,
Nitrit, Ammonium, Formaldehyd, etc. vorgesehen sind.
20. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdüsung des Waschwassers in der als Sprühwäscher ausgebildeten Filterstufe
(1) durch Einspritzung im Gleich- und/oder Gegenstrom über eine oder mehrere angeordnete
Düsenebenen zum Luftstrom erfolgt, welcher in einem horizontal oder vertikal angeordneten
Luftkanal strömt.
1. A system for purifying waste gases loaded with dust, aerosols and with volatile organic
carbon compounds, in particular waste-gases from drying systems for biogenic crude
materials, comprising at least two successively arranged filter stages (1, 2, 3) including
at least one filter stage (1) designed as a spray scrubber or wet electric filter
using wash water, for purifying the waste-gases from particulate and aerosol-containing
ingredients, and at least one filter stage (2) for purifying the waste gases from
organic compounds, aerosols as well as further odor-intensive substances by means
of microorganisms, which filter stage (2) is designed as a biological filter, with
a mass transfer zone (9) in which the transfer of the waste gases from the gaseous
phase into the liquid phase occurs by the atomisation of wash water, characterised in that means for maintaining a constant temperature level in the thermophilic temperature
range of from 45°C to 75°C are provided in the filter stage (2) that is designed as
a biological filter, and that furthermore installations for immobilising the microorganisms
are provided in the mass transfer zone (9).
2. A system according to claim 1, characterised in that the filter stages (1, 2, 3) comprise reservoirs (4, 10) for the wash water.
3. A system according to claim 2, characterised in that a common reservoir (4) is provided for at least two filter stages (1, 2, 3).
4. A system according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the means for maintaining the constant temperature level are formed by at least one,
preferably air-filter-provided, air supply duct (17, 17a) for supplying ambient air
in at least one filter stage (1, 2, 3).
5. A system according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the means for maintaining the constant temperature level are formed by at least one
heat exchanger (8, 20) in a water circulation of at least one filter stage (1, 2,
3).
6. A system according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the means for maintaining the constant temperature level are formed by at least one
heat exchanger (19, 24) in a duct of the waste gases in at least one filter stage
(1, 2, 3).
7. A system according to any one of claims 1 to 6, characterised in that in the mass transfer zone (9) of the filter stage (2) that is designed as a biological
filter, nozzles or the like are provided for atomising wash water in the waste gas
flow, scrubber bottoms or the like are provided for the fine distribution of the gas
and water flow, or tower packings, drippers or the like are provided for the fine
distribution of the gas and water phases.
8. A system according to any one of claims 1 to 7, characterised in that the installations in the mass transfer zone (9) are formed by tower packings, drippers
or the like.
9. A system according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the reservoir (4, 10) of the filter stage (2) designed as a biological filter is
designed as an activated sludge basin.
10. A system according to claim 9, characterised in that the reservoir (4, 10) includes tower packings or immersion bodies.
11. A system according to claim 9 or 10, characterised in that the reservoir (4, 10) comprises ducts (12, 13, 14) for the metered supply of oxygen,
nutrients or organically loaded waste waters.
12. A system according to any one of claims 1 to 11, characterised in that a connecting duct (14) is arranged between the reservoirs (4, 10) of two filter stages
(1, 2, 3).
13. A system according to any one of claims 1 to 12, characterised in that a circulation is arranged between the mass transfer zone (9) of the filter stage
(2) that is designed as a biological filter, and the reservoir (10) of that filter
stage (2).
14. A system according to any one of claims 1 to 13, characterised in that a solids separator (6, 15) is provided on the at least one reservoir (4, 10) for
discharging an excess of biomass and/or solids.
15. A system according to claim 14, characterised in that a water treatment unit (26) is arranged to follow the solids separator (6, 15).
16. A system according to any one of claims 1 to 15, characterised in that a bypass (21) comprising at least one valve (23) is provided in parallel to at least
one filter stage (1, 2, 3).
17. A system according to claim 16, characterised in that the bypass (21) is arranged in parallel to the mass transfer zone (9) of the filter
stage (2) that is designed as a biological filter.
18. A system according to any one of claims 1 to 17, characterised in that at least one droplet separator (16) is arranged in the duct for the purified waste-gases
for separating finest liquid droplets.
19. A system according to any one of claims 1 to 18, characterised in that measuring devices for parameters such as pH, electric conductivity, oxygen content,
chemical oxygen demand, biological oxygen demand, activated sludge content as well
as the contents of phosphate, nitrate, nitrite, ammonium, formaldehyde etc. are arranged
in the washing circulation of at least one filter stage (1, 2, 3).
20. A system according to any one of claims 1 to 19, characterised in that the atomisation of the wash water in the filter stage (1) designed as a spray scrubber
is effected by injection via one or several nozzle levels arranged in co-current with
and/or counter-current to the air flow which flows in a horizontally or vertically
arranged air channel.
1. Installation d'épuration de rejets gazeux chargés en poussière, en aérosols et en
composés organiques volatiles du carbone, en particulier de rejets gazeux d'installations
de séchage pour des matières premières biotiques, avec au moins deux étages de filtration
(1, 2, 3) disposés l'un derrière l'autre, comprenant au moins un étage de filtration
(1) réalisé en utilisant de l'eau de lavage, comme colonne de lavage par pulvérisation
ou comme électrofiltre humide pour l'épuration des rejets gazeux de constituants en
forme de particules et contenant des aérosols et au moins un étage de filtration (2)
pour l'épuration des rejets gazeux de composés organiques, d'aérosols et d'autres
substances intensivement odorantes, au moyen de micro-organismes, lequel étage de
filtration (2) est réalisé comme filtre biologique, avec une zone d'échange de matière
(9) dans laquelle le transfert des rejets gazeux de la phase gazeuse dans la phase
liquide s'effectue par pulvérisation d'eau de lavage depuis une buse, caractérisé en ce que des moyens pour le maintien d'un niveau de température constant dans le domaine de
température thermophile de 45 °C à 75 °C, sont prévus dans l'étage de filtration (2)
réalisé comme filtre biologique et en ce qu'en outre des chicanes sont prévues dans la zone d'échange de matière (9) pour l'immobilisation
des micro-organismes.
2. Installation selon la revendication 1, caractérisée en ce que les étages de filtration (1, 2, 3) contiennent des réservoirs (4, 10) pour l'eau
de lavage.
3. Installation selon la revendication 2, caractérisée en ce qu'un réservoir (4) commun est prévu pour au moins deux étages de filtration (1, 2, 3).
4. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les moyens pour la conservation du niveau constant de température sont formés par
au moins une conduite d'amenée d'air (17, 17a) dotée de préférence d'un filtre d'air
pour l'amenée d'air environnant dans au moins un étage de filtration (1, 2, 3).
5. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les moyens pour la conservation du niveau constant de température sont formés par
au moins un échangeur de chaleur (8, 20) dans un circuit d'eau d'au moins un étage
de filtration (1, 2, 3).
6. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les moyens pour la conservation du niveau constant de température sont formés par
au moins un échangeur de chaleur (19, 24) dans une conduite des rejets gazeux d'au
moins un étage de filtration (1, 2, 3).
7. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que, dans la zone d'échange de matière (9) de l'étage de filtration (2) réalisé comme
filtre biologique, sont prévus des buses ou similaires pour la pulvérisation fine
d'eau de lavage dans le courant de rejets gazeux, des plateaux de lavage ou similaires
pour la distribution fine courant de gaz et d'eau ou des corps de remplissage, des
corps de percolation ou similaires pour la distribution fine des phases de gaz et
d'eau.
8. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que les chicanes dans la zone d'échange de matière (9) sont formées par des corps de
remplissage, des corps de percolation ou similaires.
9. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le réservoir (4, 10) de l'étage de filtration (2) réalisé comme filtre biologique
est configuré comme bassin de boues activées.
10. Installation selon la revendication 9, caractérisée en ce que le réservoir (4, 10) contient des corps de remplissage ou des corps immergés.
11. Installation selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que le réservoir (4, 10) comporte des conduites (12, 13, 14) pour l'introduction dosée
d'oxygène, de nutriments ou d'eaux usées chargées organiquement.
12. Installation selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce qu'une conduite de liaison (14) est disposée entre les réservoirs (4, 10) de deux étages
de filtration (1, 2, 3).
13. Installation selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce qu'entre la zone d'échange de matière (9) de l'étage de filtration (2) réalisé comme
filtre biologique et le réservoir (10) de cet étage de filtration (2), est disposé
un circuit.
14. Installation selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que sur le au moins un réservoir (4, 10), est prévu un séparateur de matières solides
(6, 15) pour l'extraction de biomasse et / ou de matières solides en excédent.
15. Installation selon la revendication 14, caractérisée en ce qu'une unité de traitement de l'eau (26) est installée en aval du séparateur de matières
solide (6, 15).
16. Installation selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce qu'en parallèle à au moins un étage de filtration (1, 2, 3) est prévue une dérivation
(21) avec au moins une valve (23).
17. Installation selon la revendication 16, caractérisée en ce que la dérivation (21) est disposée en parallèle à la zone d'échange de matière (9) de
l'étage de filtration (2) réalisé comme filtre biologique.
18. Installation selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisée en ce qu'au moins un séparateur de gouttes (16) est disposé dans la conduite pour les rejets
gazeux épurés, pour la séparation des gouttes de liquide les plus fines.
19. Installation selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisée en ce que, dans le circuit de lavage d'au moins un étage de filtration (1, 2, 3), sont prévus
des dispositifs de mesure pour des paramètres tels que le pH, la conductibilité électrique,
la teneur en oxygène, la demande chimique d'oxygène, la demande biologique d'oxygène,
la teneur en boues activées ainsi que les teneurs en phosphate, nitrate, nitrite,
ammonium, forinaldéhyde etc.
20. Installation selon l'une quelconque des revendications 1 à 19, caractérisée en ce que la pulvérisation par buses de l'eau de lavage dans l'étage de filtration (1) réalisé
comme laveur à pulvérisation s'effectue par injection dans un ou plusieurs plans de
buses disposés, à co-courant et / ou à contre-courant par rapport au courant d'air,
lequel s'écoule dans une canalisation d'air disposée horizontalement ou verticalement.