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(11) |
EP 1 333 136 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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19.07.2006 Patentblatt 2006/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.02.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schliesszylinder
Lock cylinder
Serrure cylindrique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE LI LU NL |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.08.2003 Patentblatt 2003/32 |
| (73) |
Patentinhaber: Jul. Niederdrenk GmbH & Co. KG |
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42553 Velbert (DE) |
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Erfinder: |
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- Kemmann, Peter
42549 Velbert (DE)
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| (74) |
Vertreter: Beyer, Rudi |
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Patentanwalt Dipl.-Ing. Rudi Beyer
Am Dickelsbach 8 40883 Ratingen 40883 Ratingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 132 553 DE-A- 3 736 129 FR-A- 2 396 144
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CH-A- 651 350 FR-A- 1 481 530 GB-A- 2 049 788
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Schließzylinder mit Stiftzuhaltung, mit einem Zylindergehäuse,
das eine kreiszylindrische, in Längsachsrichtung verlaufende Bohrung aufweist, in
der ein in einem zu seiner Längsachse orthogonal geführten Querschnitt kreiszylindrischer
Kern mit einem Schlüsselkanal durch einen Flachschlüssel drehbar angeordnet ist, mit
mindestens zwei Paaren von Zuhaltungsstiften, die jeweils aus einem durch eine Druckfeder
in Richtung auf den Kern belasteten Gehäusestift und aus einem jeweils dazu koaxial
angeordneten Kernstift bestehen, wobei die Paare von Kern- und Gehäusestiften von
dem Flachschlüssel in Entriegelungsstellung auf eine zwischen der Außenmantelfläche
des Kerns und der den Kern aufnehmenden Bohrung des Zylindergehäuses vorgesehenen
Schnittstelle in eine auch als Offenstellung zu bezeichnenden Entriegelungsstellung
steuerbar sind, wobei der Flachschlüssel variierbare Schlüsselvertiefungen zum Steuern
der aus Gehäusestift und Kernstift bestehenden federbelasteten Zuhaltungen aufweist
und mindestens zwei Kernstifte unter einem spitzen Winkel zur Mittellinie des Flachschlüssels
angeordnet sind, wobei die mindestens zwei Kernstifte mit ihren zugeordneten Gehäusestiften
um 180° versetzt sowie mit ihren Längsachsen parallel zueinander verlaufend und durch
den Flachschlüssel gegenläufig in Offenstellung steuerbar sind und die Längsachse
wenigstens eines der Kernstifte die durch die Mitte des Schlüsselkanals und durch
die Kernlängsachse verlaufende Mittellinie außerhalb der Kernlängsachse unter einem
spitzen Winkel schneiden, wobei im Winkelabstand zu den beiden Kernstiften und Gehäusestiften
mindestens ein weiterer Kernstift mit einem federbelasteten Gehäusestift angeordnet
ist, dessen Längsachse mit einem Radius des Kerns zusammenfällt.
[0002] Schließzylinder der vorausgesetzten Gattung sind durch die FR 1 481 530 A vorbekannt.
[0003] Aus der CH 651 350 A ist ein Zylinderschloss mit einem Wendeschlüssel vorbekannt,
der in einen drehbaren Zylinderkern einführbar ist und der zwei identische Gruppen
von Vertiefungen aufweist, wobei radial verschiebbare, federbelastete Kernstifte im
Zylinderkern angeordnet sind und in die Vertiefungen der jeweils bei einer gegebenen
Einsteckposition des Schlüssels für die Schließpermutationen wirksamen Gruppe von
Vertiefungen einrastbar sind, und wobei mindestens eine der Vertiefungen jeder Gruppe
als Stufenbohrung ausgebildet ist. Es ist mindestens ein federbelasteter, im Zylinderkern
radial verschiebbarer Kontrollstift vorgesehen, welcher in die Stufenbohrung der jeweils
die Permutation nicht beeinflussenden Gruppe von Vertiefungen einrastbar ist. Jede
Gruppe von Vertiefungen weist mehrere Stufenbohrungen auf, die paarweise gleich ausgebildet
sind, wobei die Köpfe der den Stufenbohrungspaaren zugeordneten Paare von Zuhalte-
bzw. Kontrollstiften unterschiedlich ausgebildet sind. Die Köpfe der unterschiedlichen
Paare von Stiften dringen verschieden tief in die Stufenbohrungen ein. Jede Gruppe
weist neben Normalbohrungen Stufenbohrungen auf, die paarweise gleich ausgebildet
sind. Derartige Stufenbohrungen seien schwierig zu kopieren, da für jede Bohrung ein
eigenes Bohrwerkzeug angefertigt werden muss, dessen Kopf den jeweiligen Steuerflächen
angepasst ist. Dadurch werde eine unbefugte Schlüsselnachfertigung erschwert.
[0004] Weitere Schließzylinder sind aus der DE 37 36 129 C2 und der inhaltsgleichen EP 0
313 864 B1 vorbekannt. Sowohl bei diesen Druckschriften als auch bei anderen Schließsystemen
mit Mehrfachzuhaltungsreihen sind diese zur Kernlängsachse, also zur Kernmitte, horizontal
angeordnet oder stehen parallel im rechten Winkel dazu und schneiden auch die Kernlängsachse.
[0005] Derartige Schließzylinder sind auch aus folgenden Druckschriften vorbekannt: Prospektblatt
der WILKA Schließtechnik GmbH "Technik auf höchstem Niveau - Das vertikale Wendeschlüssel-System
von WILKA"; "Sicherheits-Schlösser, Schließanlagen, Elektronische Alarmsysteme - Faktoren
der Sicherheit", Prospekt der Dom Sicherheitstechnik GmbH & Co. KG; "KESO, ...für
Ihre Sicherheit die beste Lösung", Prospekt KESO AG Präzisionsschlossfabrik; "Das
einzige Schließsystem mit Schweizer Patentschutz bis 1995", Kaba Star, Prospekt der
Generalvertretung für die Bundesrepublik Deutschland, Häfele.
[0006] Besonders Schließzylinder nach der DE 37 36129 C2 und der EP 0 313 864 B1 besitzen
bereits einen hohen Sicherheitsstandard.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schließzylinder der vorausgesetzten
Gattung mit höchster Nachschließsicherheit und außerordentlicher Abtastsicherheit
auszugestalten.
[0008] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des
Patentanspruches 1 gelöst.
[0009] Bei dem Schließzylinder nach
Patentanspruch 1 ist es praktisch unmöglich, den zugeordneten Flachschlüssel unbefugterweise zu kopieren.
Weder die sogenannte "Impressionstechnik" noch die "Picking-Methode" sind hier anwendbar,
um ein mit einem derartigen Schließzylinder ausgebildetes Schloß, zum Beispiel an
Wertbehälter, an Spielautomaten und Warenautomaten unbefugterweise zu öffnen. War
ein Abtasten schon bei einem Zylinderschloß nach der DE 37 36 129 C2 erschwert, so
ist dies bei einem Zylinderschloß nach Patentanspruch 1 praktisch unmöglich.
[0010] Bei der Lösung nach
Patentanspruch 1 sind mindestens zwei Kernstifte mit zugeordneten, durch Druckfedern gegen die Kernstifte
belasteten Gehäusestiften um 180° versetzt sowie mit ihren Längsachsen parallel zueinander
verlaufend angeordnet. Durch einen Flachschlüssel, der entweder als Wendeschlüssel
oder als Längsrippenprofilflachschlüssel bedarfsweise ausgebildet sein kann, lassen
sich die Kernstifte gegen die Federn der Gehäusestifte gegenläufig in Offenstellung
steuern. Im Winkelbereich zu den beiden Kernstiften und Gehäusestiften ist mindestens
ein weiterer Kernstift mit einem federbelasteten Gehäusestift angeordnet. Selbstverständlich
können auch mehrere solche Kerlstifte mit zugeordneten federbelasteten Gehäusestiften
über den Umfang des Zylindergehäuses zusätzlich verteilt angeordnet sein. Dadurch
wird die Sicherheit des Schlosses abermals erheblich vergrößert. Der Kern ist mit
einer Ausdämmung versehen, durch die solche Kernstifte, deren Längsachse die Kernlängsachse
im Mittelpunkt nicht mehr schneiden, allmählich aus der exzentrischen Lage bei der
Öffnungsbewegung durch einen passenden Flachschlüssel in die Trennebene zwischen Kern
und Bohrung des Zylindergehäuses gesteuert werden. Ausnehmungen verschiedener Kernstifte
mit Gehäusestiften sind durch Stege voneinander getrennt. Diese Stege bilden an ihrer
Außenseite Teilabschnitte der äußeren Mantelfläche des rotierenden Kerns.
[0011] Bei der Lösung des auf die vorangegangenen unabhängigen Ansprüche rückbezogenen
Patentanspruches 2 sind mehrere Reihen von Kernstiften und zugeordneten Gehäusestiften in Längsachsrichtung
des Kerns neben- und/oder hintereinander angeordnet, was zur Erhöhung der Nachschließsicherheit
weiter beiträgt.
[0012] Patentanspruch 3 beschreibt eine Ausführungsform, bei der jeweils paarweise besonders ausgestaltete
Kernstifte mit zugeordneten Gehäusestiften abwechselnd auf verschiedenen Seiten des
Kerns über dessen Umfang verteilt angeordnet sind.
[0013] Die im Anspruch 1 definierte Ausnehmung oder Formgebung für die "exzentrisch" angeordneten
Kernstifte richtet sich einerseits nach einem sanften Schließvorgang für die Kernstifte,
da die, eine zweite Trennebene bildende Außenseite dieser Ausnehmung sanft in die
äußere zylindrische Mantelfläche des ansonsten im Querschnitt kreisförmigen Kerns
übergeht. Obwohl die Erfindung darauf nicht beschränkt ist, wird man von einer kleinen
Fläche oder flachen Kurve ausgehen, die allmählich auf den äußeren Umfang des Kerns
ansteigt und in dessen Außenmantelfläche sanft durch eine geschwungene Kurvenführung
übergeht. Hierfür beschreibt
Patentanspruch 4 eine bevorzugte Lösung.
[0014] Bei der Ausführungsform nach
Patentanspruch 5 sind die Kernstiftreihen mit zugeordneten Gehäusestiften durch eine an dieser Seite
des Kerns durchgehenden Fläche verbunden, die die jeweilige kurvenförmige Ausnehmung
bilden.
[0015] Vorteilhatterweise sind die Kernstifte an ihrem dem Flachschlüssel zugekehrten Endabschnitt
konisch oder ballig abgerundet ausgebildet. Dies ermöglicht einen sanften, ruckfreien
Schließvorgang unter geringem Kraftaufwand. Dem trägt auch die Lösung nach
Patentanspruch 7 bei.
[0016] Gemäß
Patentanspruch 8 ist der Flachschlüssel als Längsrippenprofilflachschlüssel mit Hinterschneidungen
und/oder Profilierungen versehen. Die Profilierungen können bevorzugterweise an einer
der Schmalseiten des Schlüssels, aber auch an beiden Schmalseiten und/oder an den
Breitseiten des Längsrippenprofilflachschlüssels vorgesehen werden. Dies richtet sich
nach der Anzahl der Anordnung von Kernstiften im Kern und nach der Ausgestaltung des
Schlüsselkanals.
[0017] Eine weitere besonders vorteilhafte Ausführungsform beschreibt
Patentanspruch 9. Bei dieser ist der Flachschlüssel als Wendeschlüssel ausgebildet. Der Wendeschlüssel
ist bevorzugterweise mindestens auf seinen gegenüberliegenden Breitseiten mit entsprechenden
Vertiefungen, Bohrungen oder Ausnehmungen versehen, durch die die Kernstifte zu steuern
sind.
[0018] Patentanspruch 10 beschreibt eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung. gegenüberliegenden
Breitseiten mit entsprechenden Vertiefungen, Bohrungen oder Ausnehmungen versehen,
durch die die Kernstifte zu steuern sind.
[0019] Patentanspruch 16 beschreibt eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung.
[0020] In der Zeichnung ist die Erfindung - teils schematisch - beispielsweise veranschaulicht.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schließzylinder in einem orthogonal zur Längsachse des Zylindergehäuses und
des darin rotierend angeordneten Kerns geführten Querschnitt mit im Schlüsselkanal
eingeführten Flachschlüssel, und zwar in Offenstellung des Schließzylinders (Kernstifte
sind durch den Flachschlüssel in Offenstellung gesteuert);
- Fig. 2
- den aus Fig. 1 ersichtlichen Schließzylinder in Sperrstellung, ohne Schlüssel;
- Fig. 3
- den aus Fig. 2 ersichtlichen Schließzylinder mit dem in Abzugsstellung befindlichen
oder einem nicht passenden Schlüssel;
- Fig.4
- einen orthogonal zu seiner Längsachse geführten Querschnitt durch einen Kern mit in
Sperrstellung befindlichen Kernstiften;
- Fig. 5
- einen Querschnitt entsprechend Fig. 4, mit eingeführtem Schlüssel, wobei die Kernstifte
in Offenstellung gesteuert sind;
- Fig. 6
- das Profil eines Flachschlüssels in einem zu seiner Längsachse geführten Querschnitt;
- Fig.7
- einen Querschnitt durch den aus Fig. 1 bis 3 ersichtlichen Schließzylinder, wobei
der Ablauf einer Schließung dargestellt ist;
- Fig. 8
- der weitere Ablauf einer Schließung entsprechend Fig. 7;
- Fig. 9
- abermals der weitere Ablauf einer Schließung entsprechend Fig. 7 und 8;
- Fig. 10
- der Ablauf einer Schließung, wobei der Flachschlüssel weiter in andere Drehrichtungen
gedreht worden ist;
- Fig. 11
- das weitere Fortschreiten des Drehens des Kerns mittels eines Flachschlüssels entsprechend
Fig. 10;
- Fig. 12
- einen Kern in der Stirnansicht mit eingeführtem Schlüssel, wobei letzterer im Querschnitt
dargestellt ist;
- Fig. 13
- einen steglosen und darum nicht erfindungsgemäßen Kern in perspektivischer Darstellung,
in größerem Maßstab;
- Fig. 14
- einen Kern im Querschnitt zur Veranschaulichung wechselseitiger Anordnungen von Kernstiften,
in Sperrstellung;
- Fig. 15
- abermals einen Kern im Querschnitt entsprechend Fig. 14 mit in den Schlüsselkanal
eingeführtem Flachschlüssel, in Offenstellung;
- Fig. 16
- eine Darstellung entsprechend Fig. 4 und 5, wobei die Kernstifte im Gegensatz zu den
Darstellungen in Fig. 4 und 5 um 180° versetzt dargestellt sind, ohne Schlüssel im
Schlüsselkanal, in Sperrstellung;
- Fig. 17
- einen Querschnitt durch einen Kern entsprechend Fig. 16, mit in den Schlüsselkanal
eingeführtem Flachschlüssel, letzterer ebenfalls im Querschnitt, in Offenstellung;
- Fig. 18
- einen Kern in perspektivischer Darstellung mit wechselseitigen Positionen der zweiten
Schnittstelle;
- Fig. 19
- den aus Fig. 18 ersichtlichen Kern, von der anderen Seite dargestellt, ebenfalls in
perspektivischer Darstellung;
- Fig. 20
- einen Längsachsschnitt durch einen Schließzylinder mit in den Schlüsselkanal eingeführtem
Flachschlüssel, letzterer abgebrochen dargestellt;
- Fig. 21
- einen Schnitt nach der Linie A - A der Fig. 20;
- Fig. 22
- das aus Fig. 20 ersichtliche Schloß und
- Fig. 23
- einen Schnitt nach der Linie B - B der Fig. 22.
[0021] In der Zeichnung ist mit dem Bezugszeichen 1 ein Zylindergehäuse bezeichnet, das
eine kreiszylindrische, in Längsachsrichtung verlaufende Bohrung 2 aufweist, in der
ein in einem zu seiner Längsachse orthogonal geführten Querschnitt kreisrunder Kern
3 mit einem Schlüsselkanal 4 angeordnet ist. In den Schlüsselkanal 4 kann ein Flachschlüssel
5 eingeführt werden, der entsprechend der Querschnittsform des Schlüsselkanals 4 gestaltet
ist. Der Flachschlüssel 5 kann als sogenannter Längsrippenprofilflachschlüssel oder
als Wendeschlüssel ausgebildet sein und entsprechende Einschnitte und/oder Sackbohrungen
aufweisen. Diese Einschnitte oder dergleichen des Flachschlüssels 5 sind besonders
deutlich aus Fig. 6 ersichtlich. Dort ist die Mittellinie des Flachschlüssels 5 mit
dem Bezugszeichen 6 bezeichnet, während die Mittellinie des Schlüsselkanals 4 das
Bezugszeichen 7 aufweist. Bei eingestecktem Flachschlüssel 5 sind die Mittellinien
6 des Flachschlüssels 5 koaxial zur Mittellinie 7 des Schlüsselkanals 4 angeordnet,
fallen also zusammen. Die Mittellinie 7 des Schlüsselkanals 4 verläuft durch den Drehmittelpunkt
des Kerns 3 und damit durch die Kernlängsachse 8, schneidet diese somit orthogonal.
Zur Mittellinie 7 des Schlüsselkanals 4 verläuft ebenfalls eine die Kernlängsachse
8 orthogonal schneidende Querachse 9, die die Querachse der Bohrung 2, aber auch die
Querachse des Kerns 3 bildet und orthogonal zur Kernlängsachse 8 und orthogonal zur
Mittellinie 7 des Schlüsselkanals 4 verläuft. Dadurch ergeben sich die Quadranten
I, II, III und IV in jeder Querschnittsebene des Kerns 3.
[0022] Die orthogonal zur Mittellinie 6 des Flachschlüssels 5 verlaufende Quermittellinie
ist mit dem Bezugszeichen 10 (Fig. 6) bezeichnet. Diese Quermittellinie 10 fällt bei
in den Schlüsselkanal 4 eingeführtem Flachschlüssel 5 mit einer Quermittellinie 11
zusammen, die orthogonal zur Mittellinie 7 des Schlüsselkanals 4 verläuft. Die Quermittellinie
11 mit der Mittellinie des Schlüsselkanals 4 bezeichnet den Mittelpunkt des Schlüsselkanals
4, durch den die Längsmittenachse des Schlüsselkanals 4 verläuft, die parallel zur
Kernlängsachse 8 gerichtet ist. Wie man erkennt, ist der dadurch gebildete Mittelpunkt
des Schlüsselkanals 4 im Abstand A vom Mittelpunkt des Kerns 3 angeordnet (Fig. 4
und 5).
[0023] Durch den Flachschlüssel 5 ist der Kern 3 entweder in Richtung X oder in Richtung
Y in der Bohrung 2 des Zylindergehäuses 1 zu drehen (Fig. 7 bis 11).
[0024] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 his 5 und 7 bis 11 und 14 bis 17, 21 und
23 sind mit dem Bezugszeichen 12 bzw. 13 Kernstifte bezeichnet, die aus materialmäßig
einstückig miteinander verbundenen Längenabschnitten unterschiedlichen Durchmessers
bestehen. Jeder der Kernstifte 12 und 13 weist ein im Durchmesser vergrößertes, an
seinem der Außenmantelfläche 14 des Kerns zugekehrten Ende angeordnetes Kopfteil 15
bzw. 16 auf, das ballig bzw. pilzförmig abgerundet bzw. kurvenförmig gestaltet ausgebildet
ist. Der im Durchmesser kleiner bemessene, stangenförmige Abschnitt jedes Kernstiftes
12 bzw. 13 ist in einem im Durchmesser verringerten Bohrungsabschnitt längsverschieblich
mit geringem Spiel geführt. Sein Hub wird begrenzt durch den Anschlag der durch das
vergrößerte Kopfteil 15 bzw. 16 gebildeten Ringfläche am Übergang zu dem im Durchmesser
kleineren Teil des betreffenden Kernstiftes 12, 13 gegen den hier vorgesehenen ringförmigen
Anschlag in der betreffenden Bohrung für den Kernstift 12, 13 im Kern 3 selbst.
[0025] In der aus den Fig. 1 bis 3 ersichtliche Stellung des Kerns 3 in Bezug auf das Zylindergehäuse
1 sind den Kernstiften 12 und 13 koaxial gegenüberliegend Bohrungen 17 bzw. 18 angeordnet,
in denen jeweils ein Gehäusestift 19 bzw. 20 jeweils gegen die Rückstellkraft einer
Druckfeder 21 bzw. 22 mit Spiel längsverschieblich angeordnet ist. Jede der Druckfedern
21, 22 stützt sich auf der dem betreffenden Gehäusestift 19 bzw. 20 gegenüberliegenden
Seite gegen ein festes Widerlager, zum Beispiel gegen einen Niet 23 bzw. 24, ab.
[0026] Die Längsachsen 25 bzw. 26 der Kernstifte 12, 13 verlaufen mit Abstand sowie parallel
zueinander, derart, daß die Längsachse 25 des Kernstiftes 12 die Kernlängsachse 8
und damit auch den Drehmittelpunkt des Kerns 3 in der betreffenden Querschnittsebene
schneidet, während die Längsachse 26 die Mittellinie 7 des Schlüsselkanals 4 unterhalb
der Querachse 9 unter einem spitzen Winkel α schneidet. Bei den dargestellten Ausführungsformen
ist die Anordnung so getroffen worden, daß die orthogonal von der Querachse 9 in Richtung
der Mittellinie 7 des Schlüsselkanals 4 gemessenen Abstände C und T gleich sind. Das
bedeutet somit, daß die Längsachse 26 des Kernstiftes 13 die Mittellinie 7 des Schlüsselkanals
4 exzentrisch in Bezug auf den Mittelpunkt des Schlüsselkanals 4 schneidet und damit
auch exzentrisch in Bezug auf die Längsachse 8 des Kerns 3 angeordnet ist.
[0027] Damit durch einen passenden Flachschlüssel 5 alle Kernstifte 12, 13 in eine Trennebene
gebracht werden können, die zwischen der Außenmantelfläche 14 des Kerns 3 einerseits
und der Bohrung 2 des Zylindergehäuses 1 andererseits liegt, so daß sich der Kern
3 durch den Flachschlüssel 5 um seine Längsachse 8 drehen läßt, ist es weaen der Exzentrizität
der Kernstifte 13 erfordenich, hier eine zweite Schnittebene oder zweite Trennfläche
einzuführen. Diese zweite Schnittebene oder Trennfläche zwischen Bohrung 2 des Zylindergehäuses
1 und der Außenmantelfläche 14 des rotierbaren Kerns 3 wird dadurch hergestellt, daß
im Bereich des Kerns 3 die Außenmantelfläche 14 mit einer geeigneten Formgebung, Ausnehmung
oder Vertiefung 27 versehen ist, die durch einen Wandabschnitt in Form einer Kurve
28 begrenzt ist. Wird nun ein passender Flachschlüssel in den Schlüsselkanal 4 eingesteckt,
dann werden die aus Kernstiften und Gehäusestiften bestehenden Zuhaltungen gegen die
Rückstellkraft der Fedem in Offenstellung gesteuert. Erfolgt daraufhin ein Drehen
des Kerns 3, gleiten die Köpfe der Gehäusestifte allmählich von dem Wandabschnitt
27, durch die Kurve 28 gesteuert, in die Außenmantelfläche 14 des Kerns 3, so daß
sich dann der Kern 3 in der Bohrung 2 des Zylindergehäuses 1 auch drehen läßt. Aus
den Fig. 7 bis 11 ist deutlich zu erkennen, wie beim Rotieren des Kerns 3 mittels
eines passenden Flachschlüssels 5 die Kernstifte 12 und 13 einerseits sowie die Gehäusestifte
19 und 20 andererseits gesteuert werden. In Richtung der Längsachse 8 ist diese Ausnehmung
bzw. Formgebung 27 natürlich so bemessen, daß sie mindestens etwas größer als der
Durchmesser des betreffenden Kopfteils 16 des zugeordneten Kernstiftes 13 einerseits
und der Durchmesser des hier befindlichen Gehäusestiftes 20 andererseits ist. Außerdem
geht die Kurve 28 sprunglos, sanft in die Außenmantelfläche 14 über, um einen sanften
Schließvorgang zu ermöglichen. Aus Fig. 7 ist der Anfang einer Schließbewegung zu
erkennen. Der Flachschlüssel 5 ist in dem Schlüsselkanal 4 eingesteckt und der Kern
3 wird um seine Längsachse 8 in Pfeilrichtung X gedreht.
[0028] Man erkennt, wie der Gehäusestift 20 mit seiner Stirnseite an der Kurve 28 entlanggleitet,
bis er gemäß Fig. 4 auf die Mantelfläche 14 des Kerns 3 auftritt und hier weiter entlanggleitet.
Aus Fig. 9 ist zu erkennen, wie der Gehäusestift 20 mit seinem Kopfteil 16 an der
Mantelfläche 14 des Kerns 3 entlanggleitet.
[0029] Fig. 10 zeigt die entgegengesetzte Drehrichtung des Kerns in Richtung Y und das Entlanggleiten
des Gehäusestiftes 20 an der Kurve 28, bis der Gehäusestift 20 wiederum auf die Außenmantelfläche
14 des Kerns 3 auftritt und an dieser entlanggleitet, was aus Fig. 11 zu erkennen
ist. Durch die Ausnehmung 27 und die Kurve 28 wird somit gewissermaßen eine zweite
Schnittstelle oder Trennebene zwischen der Bohrung 2 des Zylindergehäuses 1 und der
Mantelfläche 14 des Kerns 3 gebildet, so daß der Schließzylinder trotz der Exzentrizität
des Kernstiftes 13 in Bezug auf die Kernlängsachse 8 verriegelt und entriegelt werden
kann.
[0030] Zwischen den Kernstiften 12 und 13 ist mindestens ein weiterer Kernstift 29 vorgesehen
sein, der ebenso ausgebildet und angeordnet sein kann wie die Kernstifte 12 und 13.
Auch diesem Kernstift 29 ist ein Gehäusestift 30 mit Druckfeder 31 zugeordnet, die
sich an ihrer dem Gehäusestift 30 abgekehrten Seite vorgespannt gegen einen Niet 32
abstützt. Auch die übrigen Druckfedern der Gehäusestifte sind vorgespannt angeordnet.
[0031] In Richtung der Längsachse 8 sind bei der aus den Fig. 1 bis 15 ersichtlichen Ausführungsform
mehrere Reihen von Kernstiften 12 und 13 mit Abstand sowie parallel zueinander verlaufend
hintereinander angeordnet, was insbesondere deutlich aus der nicht erfindungsgemäßen
Fig. 13 hervorgeht. Dort erkennt man, daß insgesamt fünf solcher Reihen von Kernstiften
12 und 13 hintereinander angeordnet sind, wobei die Ausnehmungen 27 sämtlicher Reihen
von Kernstiften als eine durchgehende Ausnehmung ohne erfindungsgemäße Stege gestaltet
ist. Auch die Kurve 28 erstreckt sich in Längsachsrichtung über sämtliche Reihen von
Kernstiften 12 und 13. Alle diese Reihen von Kernstiften sind so ausgebildet und angeordnet,
wie dies oben beschrieben wurde.
[0032] Selbstverständlich kann die Anzahl der in Längsachsrichtung hintereinander angeordneten
Reihen von Kernstiften auch größer oder kleiner sein als dies aus Fig. 13 erkennbar
ist. Auch können die Winkel anders ausgebildet sein, als dies aus der Zeichnung ersichtlich
ist. Im übrigen wurden in Fig. 13 die Bohrun gen für die Gehäusestifte 30 mit dem
Bezugszeichen 33 für eine der Bohrungen gekennzeichnet. Die Gehäusestifte selbst,
die Druckfedern und die Niete sind in dieser Fig. nicht dargestellt.
[0033] Das Bezugszeichen 34 (Fig. 13, 18, 20) bezeichnet eine sogenannte Anschlagkurve,
in die zur Abzugssicherung ein Kurvenstift 35 (Fig. 20) eingreift, der in einer Bohrung
des Zylindergehäuses 1 angeordnet und zum Beispiel durch einen Niet, Schraube oder
dergleichen, arretiert ist und der auch zur Schließbegrenzung, beispielsweise um 90°
Drehrichtung des Kerns 3, dient.
[0034] Bei der Ausführungsform nach den Fig. 16 und 17 sind für Teile gleicher Funktion
die gleichen Bezugszeichen verwendet worden wie bei den vorbeschriebenen Ausführungsformen.
In der in den Fig. 16 und 17 dargestellten Schnittebene ist das Kernstiftpaar 12 und
13 wiederum mit seinen Längsachsen 25 und 26 parallel zueinander verlaufend angeordnet,
derart, daß der eine Kernstift 12 im Quadranten III und der Kernstift 13 im wesentlichen
im Quadranten IV angeordnet ist. Das nicht dargestellte Zylindergehäuse 1 ist so ausgebildet
wie bei der vorbeschriebenen Ausführungsform, was auch für die ebenfalls nicht dargestellten
Gehäusestifte gilt, die entsprechend zu den Kernstiften 12 und 13 angeordnet sind.
Fig. 16 zeigt die Darstellung ohne passenden Flachschlüssel, während bei Fig. 17 ein
Flachschlüssel 5 in dem Schlüsselkanal 4 angeordnet ist und die Kernstifte 12 und
13 entsprechend nach außen gesteuert hat. Die Ausnehmung 27 befindet sich hier im
Quadranten I.
[0035] Die Kernstifte 12 und 13 entsprechend der Fig. 16 und 17 können mit den aus den Fig.
1 bis 15 dargestellten Kernstiften abwechselnd angeordnet sein, wie sich dies aus
den Fig. 18 und 19 ergibt. Selbstverständlich ist es möglich, die eine oder andere
Art der Anordnung von Kernstiften, also entsprechend der Ausführungsform nach den
Fig. 1 bis 15 oder entsprechend der Ausführungsform nach den Fig. 16 und 17, nur einmal
oder auch in Reihen hintereinander, auch jeweils um die Längsachse 8 von Querschnittsebene
zur Querschnittsebene gegeneinander um einen gleichen oder verschiedenen Winkelbetrag
verdreht, anzuordnen.
[0036] Wie aus den Fig. 18 und 19 hervorgeht, sind die Ausnehmungen 27 erfindungsgemäß durch
Stege 36 bzw. 37 voneinander getrennt.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Zylindergehäuse
- 2
- Bohrung
- 3
- Kern
- 4
- Schlüsselkanal
- 5
- Flachschlüssel, Wendeschlüssel, Längsrippenprofilflachschlüssel
- 6
- Mittellinie des Flachschlüssels 5
- 7
- Mittellinie des Schlüsselkanals 4
- 8
- Kernlängsachse
- 9
- Querachse
- 10
- Quermittellinie des Flachschlüssels 5 und des Schlüsselkanals 4
- 11
- " " " " " "
- 12
- Kernstift
- 13
- "
- 14
- Außenmantelfläche des Kerns 3, zylindrische Mantelfläche
- 15
- Kopfteil eines Kernstiftes
- 16
- " " "
- 17
- Bohrung für einen Gehäusestift
- 18
- " " " "
- 19
- Gehäusestift
- 20
- "
- 21
- Druckfeder
- 22
- "
- 23
- Niet
- 24
- "
- 25
- Längsachse
- 26
- "
- 27
- Ausnehmung, Formgebung, Vertiefung
- 28
- Kurve, Wandabschnitt
- 29
- Kernstift
- 30
- Gehäusestift
- 31
- Druckfeder
- 32
- Niet
- 33
- Bohrung
- 34
- Anschlagkurve
- 35
- Kurvenstift
- 36
- Steg
- 37
- "
- I
- Quadrant
- II
- "
- III
- "
- IV
- "
- A
- Abstand der Kernlängsachse 8 und der Querachse 9 vom Mittelpunkt des Schlüsselkanals
4
- X
- Pfeilrichtung
- Y
- Drehrichtung
- C
- Abstände
- T
- "
- α
- Winkel
1. Schließzylinder mit Stiftzuhaltung, mit einem Zylindergehäuse (1), das eine kreiszylindrische,
in Längsachsrichtung verlaufende Bohrung (2) aufweist, in der ein in einem zu seiner
Längsachse orthogonal geführten Querschnitt kreiszylindrischer Kern (3) mit einem
Schlüsselkanal (4) durch einen Flachschlüssel (5) drehbar angeordnet ist, mit mindestens
zwei Paaren von Zuhaltungsstiften, die jeweils aus einem durch eine Druckfeder (21,
22) in Richtung auf den Kern (3) belasteten Gehäusestift (19, 20) und aus einem jeweils
dazu koaxial angeordneten Kernstift (12, 13) bestehen, wobei die Paare von Kern- und
Gehäusestiften (12, 19 bzw. 13, 20) von dem Flachschlüssel (5) auf eine zwischen der
Außenmantelfläche (14) des Kerns (3) und der den Kern (3) aufnehmenden Bohrung (2)
des Zylindergehäuses (1) vorgesehenen Schnittstelle in eine auch als Offenstellung
zu bezeichnenden Entriegelungsstellung steuerbar sind, wobei der Flachschlüssel (5)
variierbare Schlüsselvertiefungen zum Steuern der aus Gehäusestift (19, 20) und Kernstift
(12, 13) bestehenden federbelasteten Zuhaltungen aufweist und mindestens zwei Kernstifte
(12, 13) unter einem spitzen Winkel zur Mittellinie (6) des Flachschlüssels (5) angeordnet
sind, wobei die mindestens zwei Kernstifte (12, 13) mit ihren zugeordneten Gehäusestiften
(19, 20) um 180° versetzt sowie mit ihren Längsachsen (25, 26) parallel zueinander
verlaufend und durch den Flachschlüssel (5) gegenläufig in Offenstellung steuerbar
sind und die Längsachse (26) wenigstens eines der Kernstifte (13) die durch die Mitte
des Schlüsselkanals (4) und durch die Kernlängsachse (8) verlaufende Mittellinie (7)
außerhalb der Kernlängsachse (8) unter einem spitzen Winkel (α) schneiden, wobei im
Winkelabstand zu den beiden Kernstiften (12, 13) und Gehäusestiften (19, 20) mindestens
ein weiterer Kernstift (29) mit einem federbelasteten Gehäusestift (30) angeordnet
ist, dessen Längsachse mit einem Radius des Kerns (3) zusammenfällt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (3) im Bereich der Längsachse (26) von Kernstiften (13), die exzentrisch
zur Längsachse (8) des Kerns (3) angeordnet sind, mit einer eine zweite Trennebene
zwischen Zylindergehäuse (1) und Kern (3) bildenden Ausnehmung (27) versehen ist,
deren Wandabschnitt (28) allmählich in Bezug auf den Umfang (14) des Kerns (3) in
die Außenmantelfläche (14) des Kerns (3) übergeht, derart, dass durch die äußere Begrenzung
der Ausnehmung (27) der betreffende Gehäusestift (20) beim Drehen des Kerns (3) mittels
eines Flachschlüssels (5) allmählich, sprunglos in die äußere zylindrische Mantelfläche
(14) des Kerns (3) überführbar ist, wobei sämtliche Ausnehmungen (27) mehrerer Kernstifte
(13) auf einer Seite des Kerns (3) in deren Längsachsrichtung durch einstückig mit
dem Kern (3) ausgebildete Stege (36, 37) voneinander getrennt sind.
2. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Reihen von Kernstiften (12, 13) und Gehäusestiften (19, 20) in Längsachsrichtung
des Kerns (3) neben- und/oder hintereinander angeordnet sind.
3. Schließzylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Gehäusestifte (19, 20) mit zugeordneten Kernstiften (12, 13) zumindest paarweise
abwechselnd in orthogonal durch die Längsachse (8) des Kerns (3) verlaufenden Querschnittsebenen
im gleichen oder unterschiedlichen Winkel gegeneinander versetzt angeordnet sind.
4. Schließzylinder nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Übergänge des Wandabschnittes (28) der Ausnehmung (27) abgerundet bzw.
kurvenförmig ausgebildet sind.
5. Schließzylinder nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Ausnehmungen (27) verschiedener Kernstifte (13) auf der gleichen Seite
des Kerns (3) durch eine in Längsachsrichtung durchgehende Ausformung miteinander
verbunden sind.
6. Schließzylinder nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernstifte (12, 13) an ihrem dem Flachschlüssel (5) zugekehrten Endabschnitt
oder Kopfteil (15, 16) konisch bzw. ballig und abgerundet ausgebildet sind.
7. Schließzylinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kernstifte (12, 13) an ihren den Gehäusestiften (19, 20) zugekehrten Endabschnitten
ballig oder pilzförmig gestaltet ausgebildet sind.
8. Schließzylinder nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche und zugehöriger
Flachschlüssel (5), dadurch gekennzeichnet, dass der Flachschlüssel (5) als Längsrippenprofilflachschlüssel mit Einschnitten und/oder
Profilierungen und/oder Sackbohrungen versehen ist.
9. Schließzylinder nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche und zugehöriger
Flachschlüssel (5), dadurch gekennzeichnet, dass der Flachschlüssel (5) als Wendeschlüssel ausgebildet ist, der auf beiden Breitseiten
mit den Kernstiften (12, 13) zusammenwirkenden Profilierungen bzw. Aussparungen, Einkerbungen
oder Sackbohrungen versehen ist.
10. Schließzylinder nach Anspruch 1 oder einem der darauffolgenden Ansprüche und zugehöriger
Flachschlüssel (5), dadurch gekennzeichnet, dass der Flachschlüssel (5) auf beiden Seiten mit Profilierungen oder Sackbohrungen versehen
ist und dass die dem Flachschlüssel (5) zugekehrten Endbereiche von Kernstiften (12,
13) - ganz oder teilweise - durch im Kern (3) vorgesehene, materialmäßig einstückig
mit dem Zylinderkern ausgebildete Abdeckungen, Vorsprünge, Rücksprünge, Stege, Niete
oder dergleichen abgedeckt sind.
1. Lock cylinder having a pin tumbler, a cylindrical housing (1) incorporating a round
hole (2) running along its length, in which hole is arranged a core member (3) with
a cross-section which at right angles to its longitudinal axis is cylindrical, which
core member has a keyway slot (4) and can be rotated by means of a flat key (5), having
at least two pairs of tumbler pins each of which consists of a housing pin (19, 20)
which is loaded in the direction of the core member (3) by a compression spring (21,
22) and a core pin (12, 13) arranged coaxially with the housing pin, where the pairs
of core and housing pins (12, 19 and 13, 20) can be moved by means of the flat key
(5) into an unlocking - or open - position to an interface provided between the outer
surface (14) of the core member (3) and the hole (2) in the cylinder housing (1) receiving
the core member (3), where the flat key (5) incorporates variable indentations to
operate the spring-loaded tumblers consisting of a housing pin (19, 20) and a core
pin (12, 13) and at least two core pins (12, 13) are arranged at an acute angle to
the centre line (6) of the flat key (5), where the at least two pins (12, 13) with
their assigned housing pins (19, 20) set 180° apart and running parallel to each other
in their longitudinal axes (25, 26) can be moved in opposite directions and outside
the longitudinal axis (8) of the core member by means of the flat key (5) and the
longitudinal axis (26) of at least one of the core pins (13) intersects at an acute
angle (α) the centre line (7) running through the centre of the keyway slot (4) and
the longitudinal axis (8) of the core member, where at least one further core pin
(29) is arranged with a spring-loaded housing pin (30) at an angular distance from
the two core pins (12, 13) and housing pins (19, 20) the longitudinal axis of which
coincides with a radius of the core member (3), characterised in that the core member (3) in the area of the longitudinal axis (26) of core pins (13) which
are arranged eccentrically to the longitudinal axis (8) of the core member (3) is
provided with a recess (27) forming a second shear plane between the cylinder housing
(1) and the core member (3), the wall portion (28) of which in relation to the circumference
(14) of the core member (3) gradually merges into the surface (14) of the core member
(3) such that, when the core member (3) is turned by means of a flat key, because
of the outer limitation of the recess (27) the housing pin (20) concerned can be gradually
transferred smoothly into the outer surface (14) of the core member (3), where all
the recesses (27) of a number of core pins (13) on one side of the core member (3)
are separated from one another in their longitudinal direction by raised portions
(36, 37) constructed integrally with the core member (3).
2. Lock cylinder in accordance with claim 1, characterised in that a number of core pins (12, 13) and housing pins (19, 20) are arranged one beside
and/or behind the other in the direction of the longitudinal axis of the core member
(3).
3. Lock cylinder in accordance with claim 1 or 2, characterised in that housing pins (19, 20) which have core pins (12, 13) assigned to them and which are
set at the same angle or at different angles relative to one another are arranged
alternately at least in pairs in cross-sectional planes running transversely through
the longitudinal axis (8) of the core member (3).
4. Lock cylinder in accordance with claim 1 or any of the claims following it, characterised in that all the transitional portions of the wall portion (28) of the recess (27) are formed
round or curved.
5. Lock cylinder in accordance with claim 1 or any of the claims following it, characterised in that all the recesses (27) of different core pins (13) are connected to one another on
the same side of the core member (3) by a shaped portion running continuously in a
longitudinal direction.
6. Lock cylinder in accordance with claim 1 or any of the claims following it, characterised in that the core pins (12, 13) are formed conical or spherical and round on their end portion
or head portion (15, 16) facing towards the flat key (5).
7. Lock cylinder in accordance with claim 6, characterised in that the core pins (12, 13) are formed spherical or mushroom-shaped on their end portions
facing towards the housing pins (19, 20).
8. Lock cylinder in accordance with claim 1 or any of the claims following it and associated
flat key (5), characterised in that the flat key (5) is a longitudinally ribbed flat key provided with indentations and/or
shaped portions and/or blind holes.
9. Lock cylinder in accordance with claim 1 or any of the claims following it and associated
flat key (5), characterised in that the flat key (5) is designed as a reversible key which is provided on its broad sides
with shaped portions or recesses, indentations or blind holes which interact with
the core pins (12, 13).
10. Lock cylinder in accordance with claim 1 or any of the claims following it and associated
flat key (5), characterised in that the flat key (5) is provided on both sides with shaped portions or blind holes and
that the end portions of the core pins (12, 13) are either wholly or partly covered
by covering, projecting, recessed or raised portions, studs or the like provided in
the core member (3) and materially integral with the cylinder core.
1. Serrure cylindrique à goupilles actives, comprenant un corps de cylindre (1) présentant
un alésage (2) cylindrique circulaire d'un tracé allant dans le sens de l'axe longitudinal,
alésage dans lequel est agencé tout en pouvant tourner - sous l'action d'une clé plate
(5) introduite dans le canal à clé (4) - un rotor (3) de section circu!aire cylindrique
guidée perpendiculairement à son axe longitudinal, avec au moins deux paires de goupilles
de maintien fermé composées respectivement d'une goupille (19, 20) de stator à laquelle
un ressort (21, 22) imprime une contrainte en direction du rotor (3), et d'une goupille
(12, 13) de rotor agencée respectivement de façon coaxiale à celle-ci, sachant que
les paires de goupilles de rotor et de goupilles de stator (12, 19 et 13, 20) sont
pilotables par la clé plate (5), laquelle peut les amener sur une position de déverrouillage
également qualifiable de position ouverte située sur une interface prévue entre la
surface enveloppante extérieure (14) du rotor (3) et l'alésage (2), recevant le rotor
(3), du corps de cylindre (1), sachant que la clé plate (5) présente des creux variables
destinés à piloter les goupilles actives sous contrainte ressort officiant de goupilles
(19, 20) de stator et de goupilles (12, 13) de rotor, et sachant qu'au moins deux
goupilles (12, 13) de rotor sont agencées en angle aigu par rapport à la ligne médiane
(6) de la clé plate (5), sachant qu'au moins les deux goupilles (12, 13) de rotor,
décalées à 180° par rapport aux goupilles (19, 20) qui leurs sont assignées, et dont
les axes longitudinaux (25, 26) ont un tracé mutuellement parallèle et sont pilotables
en position ouverte en sens contrarotatif sous l'effet de la clé (5), et que l'axe
longitudinal (26) d'au moins l'une des goupilles (13) de rotor coupe, hors de l'axe
longitudinal (8) du rotor et selon un angle aigu (α), le centre du canal à clé (4)
et la ligne médiane (7) passant à traverse l'axe longitudinal (8) du rotor, sachant
que dans l'écart angulaire entre les deux goupilles (12, 13) de rotor et les deux
goupilles (19, 20) de stator est agencée au moins une autre goupille (29) du rotor
avec une goupille (30) de stator sous contrainte ressort, dont l'axe longitudinal
coïncide avec le rayon du rotor (3), caractérisée en ce que le rotor (3), dans la zone de l'axe longitudinal (26), est doté de goupilles (13)
de rotor agencées de façon excentrée par rapport à l'axe longitudinal (8) du rotor
(3), avec un évidement (27) formant un deuxième niveau de séparation entre le corps
du cylindre (1) et le rotor (3), évidement dont la section de paroi (28) devient progressivement,
par rapport à la circonférence (14) du rotor (3), la surface enveloppante extérieure
(14) du rotor (3), de sorte que, du fait de la limitation extérieure de l'évidement
(27), la goupille (20) de stator concernée, pendant la rotation du rotor (3) au moyen
d'une clé plate (5), est transférable progressivement, sans saut, dans la surface
enveloppante extérieure cylindrique (14) du rotor (3), sachant que tous les évidements
(27) de nombreuses goupilles (13) du rotor sont, sur un côté du rotor (3), séparés
les uns des autres dans le sens de leur axe longitudinal par des nervures (36, 37)
formées monobloc avec le rotor (3).
2. Serrure cylindrique selon la revendication 1, caractérisée en ce que plusieurs rangées de goupilles (12, 13) de rotor et goupilles (19, 20) de stator
sont agencées juxtaposées et/ou en file indienne dans le sens de l'axe longitudinal
du rotor (3).
3. Serrure cylindrique selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les goupilles (19, 20) de stator et les goupilles (12, 13) de rotor qui leur sont
attribuées sont agencées au moins par paires alternées selon des plans de section
perpendiculaires à l'axe longitudinal (8) du rotor (3), décalées les unes par rapport
aux autres selon le même angle ou un angle différent.
4. Serrure cylindrique selon la revendication 1 ou l'une des revendications suivantes,
caractérisée en ce que toutes les transitions du segment de paroi (28) composant l'évidement (27) sont arrondies
ou configurées en courbe.
5. Serrure cylindrique selon la revendication 1 ou l'une des revendications suivantes,
caractérisée en ce que toutes les évidements (27) de différentes goupilles (13) du rotor sont reliées entre
elles, du même côté du rotor (3), par une moulure continue dans le sens de l'axe longitudinal.
6. Serrure cylindrique selon la revendication 1 ou l'une des revendications suivantes,
caractérisée en ce que les goupilles (12, 13) de rotor présentent, au niveau de leur segment terminal ou
de leur tête (15, 16) regardant la clé plate (5), une géométrie conique ou convexe
et arrondie.
7. Serrure cylindrique selon la revendication 6, caractérisée en ce que les goupilles (12, 13) de rotor présentent, au niveau de leurs segments terminaux
regardant les goupilles (19, 20) de stator, un géométrie convexe ou en forme de champignon.
8. Serrure cylindrique selon la revendication 1 ou l'une des revendications suivantes
et clé plate afférente (5), caractérisée en ce que la clé plate (5) en tant que clé plate profilée à ailettes longitudinales est dotée
d'encoches ou de profils et/ou de trous borgnes.
9. Serrure cylindrique selon la revendication 1 ou l'une des revendications suivantes
et clé plate afférente (5), caractérisée en ce que la clé plate (5) est configurée en clé réversible dotée sur ses deux côtés larges
de profils et/ou évidements, entailles ou trous borgnes interagissant avec les goupilles
(12, 13) de rotor.
10. Serrure cylindrique selon la revendication 1 ou l'une des revendications suivantes
et selon la clé plate afférente (5), caractérisée en ce que la clé plate (5) est dotée sur les deux côtés de profils ou de trous borgnes et en ce que les zones terminales des goupilles (12, 13) de rotor regardant la clé plate (5) sont
recouvertes entièrement ou en partie par des moyens de recouvrement, saillies, retraits,
nervures, rivets ou assimilés formés monobloc dans le matériau du rotor du cylindre.