[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Lagern und Ausbringen einer nach dem
Mischen fließfähigen Zusammensetzung mindestens zweier Komponenten.
[0002] Das Lagern urrd Auftragen von geringen Flüssigkeitsmengen kann in Behältnissen in
Form von "Blister-packungen" erfolgen. In dem von einer abziehbaren Folie verschlossenen
tiefgezogenen Teil der Packung sind beispielsweise zwei voneinander getrennte Vertiefungen
ausgebildet. Die erste Vertiefung kann eine geringe Flüssigkeitsmenge enthalten, in
die andere Vertiefung kann ein Pinsel eingelegt sein.
[0003] In WO-96/03326 ist beispielsweise ein Behältnis zum Einmalgebrauch beschrieben, das
Mulden zur Aufbewahrung eines Medikaments und eines Applikators aufweist. Beide Mulden
sind durch eine peelbare Deckfolie vor Kontamination geschützt. In einer Ausführungsform
wird das Medikament durch Drücken auf die das Medikament enthaltende Mulde in die
den Applikator enthaltende Mulde überführt, um den Applikator zu benetzen. Es wird
ausgeführt, dass dies nur dann möglich ist, wenn die Deckfolie im Übergangsbereich
der beiden Mulden mit dem Behältnis nicht verklebt ist.
[0004] In der US 3,835,834 wird ein Pflegeset offenbart, das zwei Mulden in einem Grundkörper
aufweist, die zum einen eine Pflegesubstanz und zum anderen einen Tupfer enthalten.
Durch eine Siegelfolie ist der die Pflegesubstanz und den Tupfer enthaltende Grundkörper
vor Verschmutzung geschützt.
[0005] Aus EP 0 895 943 A ist eine Vorrichtung zum Lagern und Auftragen einer fließfähigen
Substanz bekannt, mit einem Behälter aus zwei Folien, die unter Bildung zweier Kammern
zur Aufnahme von Substanzen und einer von den Kammern getrennten Tasche zur Entnahme
der Mischung der beiden Substanzen miteinander verbunden sind, wobei die Trennung
zwischen einer Kammer und der Tasche einen selektiv zu öffnenden Durchgangsbereich
aufweist. Zum Aktivieren der Vorrichtung wird zunächst Druck auf die eine Kammer ausgeübt,
wodurch die darin befindliche Substanz über den Durchgangsbereich in die zweite Kammer
überführt wird. Hierdurch baut sich in der zweiten Kammer ein Überdruck auf, der zu
einer Auswölbung einer der die Kammern bildenden Folien führt. Um zu verhindern, dass
es zu einem Zurückströmen der Mischung in die erste Kammer kommt, ist es erforderlich,
dass die Vorrichtung im Bereich zwischen den beiden Kammern geknickt wird. Hierbei
sind Bedienungsfehler nicht ausgeschlossen.
[0006] Nachteilig an den aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen ist somit, dass
sie sich nur bedingt zum Ausbringen von homogenen Zusammensetzungen eignen, die durch
Mischen zweier in der Vorrichtung getrennt gelagerter Substanzen erhalten werden können,
Insbesondere bei Zusammensetzungen, deren Einzelbestandteile in unterschiedlichen
Volumina oder Aggregatszuständen vorliegen, kann ein homogenes und reproduzierbares
Mischergebnis häufig nicht gewährleistet werden.
[0007] Die primäre Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine verbesserte Vorrichtung
zum Lagern und Ausbringen von Mischungen zur Verfügung zu stellen.
[0008] Eine weitere Aufgabe kann darin gesehen werden, eine Vorrichtung bereitzustellen,
die das Lagern und Ausbringen auch größerer Substanzmengen ermöglicht, ohne dass das
Mischergebnis beeinträchtigt wird.
[0009] Eine weitere Aufgabe kann darin gesehen werden, eine Mehrkammer-Vorrichtung bereitzustellen,
die ein Rückströmen der auszubringenden Mischung in eine der Kammern der Vorrichtung
beim Ausbringen weitgehend verhindert.
[0010] Diese Aufgaben werden gelöst durch Bereitstellung einer Vorrichtung wie sie in den
Ansprüchen beschrieben ist.
[0011] Mit den Begriffen "umfassen" oder "enthalten" wird eine nicht abschließende Aufzählung
von Merkmalen eingeleitet. Der Umstand, dass in den Ansprüchen das Wort "ein" vor
Nennung eines Merkmals verwendet wird, schließt nicht aus, dass die genannten Merkmale
mehrmals vorhanden sein können, im Sinne von "mindestens ein".
[0012] Die Vorrichtung ermöglicht das Lagern, Mischen und Ausbringen von fließfähigen Zusammensetzungen,
deren Einzelbestandteile vor dem Mischen in der Vorrichtung getrennt voneinander gelagert
werden können. Die Vorrichtung wird dadurch aktiviert, dass auf die erste Kammer Druck
ausgeübt wird wodurch die sich in dieser Kammer befindende Substanz über den selektiv
zu öffnenden Durchgangsbereich in die zweite Kammer überführt wird. Der selektiv zu
öffnende Durchgangsbereich stellt somit gleichsam eine Art Sollbruchstelle dar.
[0013] In der zweiten Kammer, in der sich eine zweite Substanz befindet, erfolgt das Mischen
der beiden Substanzen.
[0014] Falls die zweite Kammer volumenbedingt wie in der Vorrichtung gemäß EP 0 895 943
A die erste Substanz nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen vollständig aufnehmen
kann, kann nur ein Teil der ersten Substanz mit der zweiten Substanz gemischt werden.
Dies ist nachteilig, da insbesondere im medizinischen Bereich ein reproduzierbares
Mischergebnis erforderlich ist. Mischungen mit Konzentrationsabweichungen einzelner
Bestandteile sind in vielen Fällen unbrauchbar.
[0015] Die vorliegende in Anspruch 1 bezeichnete Erfindung löst dieses Problem, da erfindungsgemäß
die zweite Kammer derart beschaffen ist, dass sie neben einer ersten Substanz auch
eine zweite Substanz aufnehmen kann, wobei beide Substanzen in der Vorrichtung gemischt
werden können, ohne, dass die Vorrichtung vorher geöffnet werden muss, dies aber nach
dem Mischen problemlos möglich ist.
[0016] Dies wird dadurch gewährleistet, dass sich das Volumen der zweiten Kammer dauerhaft
vergrößern lässt.
[0017] Zu diesem Zweck ist die mindestens eine der die Kammern der Vorrichtung bildenden
Folien zumindest im Bereich der zweiten Kammer vorgeformt bzw. plastisch formbar.
[0018] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht es auch, die Aktivierung der Vorrichtung
durch Ausüben von Druck auf die erste Kammer insbesondere optisch zu verfolgen. Die
Überführung der ersten Substanz aus der ersten Kammer in die zweite Kammer bewirkt
eine dauerhafte Volumenvergrößerung der zweiten Kammer, die von außen während der
Anwendung detektiert werden kann.
[0019] Unter dem Begriff "vorgeformt" im Sinne der Erfindung ist eine plastische, definierte
Verformung bzw. Vor-Formung einer Folie zu verstehen, wobei die Folie kontrolliert
und gezielt aus dieser Form in eine andere Form überführt werden kann. Dies schließt
Vor-Formungen sowohl durch peelbares Versiegeln mit einer anderen Folie als auch siegelfreie
Bereiche mit ein. Eine Vor-Formung lässt sich beispielsweise durch Tiefziehen einer
Folie mittels Tiefziehwerkzeugen erreichen.
[0020] Folien im Sinne der Erfindung sind dann formbar, insbesondere plastisch formbar,
wenn sie bei Einwirken einer äußeren Kraft (beispielsweise durch einen beim Aktivieren
der Vorrichtung sich aufbauenden Innendruck in einer Kammer) dieser Kraft unter Verformung
nachgeben, beispielsweise durch dauerhafte Dehnung. Geeignete durch die Aktivierung
der Vorrichtung formbare Folien weisen vorzugsweise keine nennenswerte Elastizität
auf und haben somit kein nennenswertes Rückstellvermögen.
[0021] Eine Folie ist im Sinne der Erfindung dann dehnbar, wenn sie sich durch den beim
Aktivieren der Vorrichtung aufbauenden Innendruck dauerhaft dehnen bzw. verformen
lässt.
[0022] Da sich das Volumen der zweiten Kammer erst "bei Bedarf" durch Aktivierung der Vorrichtung
vergrößert, ermöglicht die Erfindung ein minimales Packvolumen für die zu lagernden
und zu mischenden Substanzen.
[0023] Ferner können die Substanzen in die Kammern der Vorrichtung nahezu ohne Einschluss
von Luftsauerstoff bzw: anderen Gasen im Totvolumen gefüllt werden, da das für das
Mischen erforderliche zusätzliche Volumen in der zweiten Kammer automatisch mit dem
Überführen der ersten Substanz von der ersten in die zweite Kammer bereitgestellt
wird.
[0024] Das Erzeugen eines komprimierten Gaspolsters (Luftfeder) in der zweiten Kammer durch
das Überführen der ersten Substanz von der ersten in die zweite Kammer, welches eine
der Substanzen wieder in die erste Kammer zurückdrängen würde, wird somit weitestgehend
verhindert.
[0025] Ein ähnlicher Effekt lässt sich - allerdings mit hohem technischen Aufwand - durch
das Befüllen der Vorrichtung unter Vakuum erreichen. Hierbei wird bei der Abfüllung
das nicht durch die Substanz befüllte Volumen (Totvolumen) durch ein Vakuum ersetzt,
welches nach dem Versiegeln der Vorrichtung und anschließendem Aussetzen der Vorrichtung
dem atmosphärischen Druck zu entsprechendem Schrumpf der unter Vakuum stehenden Volumenbereiche
führt. Durch Kombination beider Möglichkeiten kann das Totvolumen nahezu vollständig
reduziert werden.
[0026] Die Vorrichtung eignet sich insbesondere zum Lagern, Mischen und Ausbringen von Substanzen,
die in unterschiedlichen Volumina in der Vorrichtung vorliegen.
[0027] Um sicherzustellen, dass die Substanz mit dem kleineren Volumen im wesentlichen vollständig
am Mischvorgang teilnimmt und Fehldosierungen beim Mischen verhindert werden, ist
es zweckmäßig diese in der zweiten Kammer zu lagern und das Mischen in dieser Kammer
durchzuführen. Die Substanz mit dem größeren Volumen wird diesbezüglich zweckmäßigerweise
in der ersten Kammer gelagert. Mit Überführen der Substanz mit dem größeren Volumen
aus der ersten Kammer in die zweite Kammer ist auf diese Weise ein vom Benutzer nahezu
unabhängiges, reproduzierbares Mischergebnis sichergestellt.
[0028] Durch Knicken der Vorrichtung im Bereich zwischen den Kammern lässt sich der oder
die selektiv zu öffnenden Durchgangsbereiche bei Bedarf wieder verschließen. Ein Zurückfließen
der gemischten Substanzen in die andere Kammer ist dann nahezu unmöglich, so dass
sich die gemischten Substanzen durch Druckeinwirkung auf den Außenbereich der die
zweite Kammer bildenden Folien in den Ausbringbereich überführen lassen.
[0029] Das Volumen der ersten Kammer liegt üblicherweise im Bereich von 0,01 bis 100 ml,
vorzugsweise im Bereich von 0,05 bis 50 ml.
[0030] Das Volumen der zweiten Kammer ist vorzugsweise kleiner als oder gleich groß wie
das Volumen der ersten Kammer, zumindest vor dem Aktivieren der Vorrichtung, und liegt
im Bereich von 0,001 bis 100 ml, vorzugsweise im Bereich von 0,01 bis 25 ml.
[0031] Eine Kammer weist beispielsweise einen Durchmesser von 1 bis 100 mm, vorzugsweise
im Bereich von 5 bis 50 mm auf.. Das applizierbare Gesamtvolumen liegt üblicherweise
im Bereich von 0,011 bis 200 ml, bevorzugt im Bereich von 0,06 bis 75 ml.
[0032] Um die erfindungswesentliche Volumenvergrößerung der zweiten Kammer zu erreichen,
sind unterschiedliche Ausführungsformen denkbar.
[0033] Die Volumenvergrößerung lässt sich beispielsweise durch eine im wesentlichen konkave
Ausbildung der Basisfolie und im wesentlichen konvexe Ausbildung der Deckfolie erreichen
(aus Sicht des in die Kammer abgefüllten Produkts). Die Deckfolie wird hierzu im Bereich
der zweiten Kammer ebenfalls etwas tiefgezogen und derart mit der zweiten Folie verbunden,
dass sich der tiefgezogene Bereich mit Aktivierung der Vornchtung nach außen wölben
kann.
[0034] Um den Widerstand, den die tiefgezogene Folie beim Nach-Außen-Wölben dem sich in
der Kammer aufbauenden Druck entgegensetzt, zu emiedrigen und um einen maximalen Volumenzuwachs
sicherzustellen, hat sich folgendes Herstellungsverfahren als vorteilhaft erwiesen:
[0035] Die Deckfolie wird zunächst tiefgezogen und anschließend umgestülpt, so dass sich
die Delle in der Folie auf der dem Tiefzieh-Werkzeug entgegengesetzten Seite befindet.
Die beim Tiefziehen in der Folie aufgetretenen Materialverschiebungen und die damit
verbundene Spannung bleiben zumindest teilweise beim Umstülpen erhalten, so dass sich
die Folie gleichsam in einem quasi vorgespannten Zustand befindet und sich beim Aktivieren
somit leichter nach außen umstülpen lässt. Die so gefertigte Deckfolie wird schließlich
auf die ebenfalls tiefgezogenen Basisfolie aufgesiegelt. Die umgestülpte Delle in
der Deckfolie sowie die Delle in der Basisfolie zeigen dabei in die gleiche Richtung
und bilden zwischen sich das Volumen der zweiten Kammer im Lagerzustand.
[0036] Die Beschreibung der Form einer Folie als "konkav" oder "konvex" schließt allerdings
nicht aus, dass die Folie insbesondere in Randbereichen ihr Krümmungsverhalten ändert.
[0037] Denkbar ist auch, nur die Basisfolie tief zu ziehen und zwar in einer Form, die ein
Auswölben der Folie bei Aktivierung der Vorrichtung ermöglicht. Eine solche Form lässt
sich beispielsweise dadurch erreichen, dass die zunächst konvex nach außen gewölbte
Basisfolie zumindest partiell wieder eingedrückt wird. Diese Form lässt sich aber
auch in einem einzigen Schritt durch Bereitstellen eines entsprechenden Formwerkzeuges
erzielen. Man erhält somit eine Folie, die im Querschnitt mehr oder weniger wellenförmig
verformt ist.
[0038] In einer Variante zu dieser Ausführungsform weist die Basisfolie im Querschnitt betrachtet
mehrere Wellenberge und Wellentäler auf, wobei die Folie im Bereich eines Wellentals
mit der Deckfolie peelbar versiegelt sein kann, so dass die Kammer in mehrere Kompartimente
unterteilt wird.
[0039] Die Vorrichtung eignet sich somit gegebenenfalls auch zur Lagerung und zum Mischen
von mehr als zwei Substanzen. Die zweckmäßigerweise im Zentrum der zweiten Kammer
peelbar eingesiegelte zweite Substanz wird bei Aktivierung der Vorrichtung durch die
aus der ersten Kammer in die zweite Kammer überführte erste Substanz zunächst ohne
unmittelbare Berührung rinnenförmig umgeben. Mit zunehmendem Druck auf die erste Kammer
und Überführung einer größer werdenden Menge an zweiter Substanz beginnt sich die
Siegelnaht im Bereich des Wellentals zu lösen, wodurch die erste Substanz beginnt
die zweite Substanz zu benetzen.
[0040] Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die zweite Kammer in einem Randbereich peelbar
zu versiegeln oder die beiden die Kammer bildenden Folien in diesem Bereich flachliegend
aufeinander zu drücken ohne sie in diesem Bereich peelbar zu versiegeln. An diesen
Randbereich schließt sich ein nicht peelbarer Siegelbereich an, der letztlich und
vor allem beim Aktivieren der Vorrichtung die Kammer nach außen abdichtet. Dieser
nicht peelbare (fest versiegelte) Siegelbereich ist nur jeweils durch einen peelbaren
Durchgangsbereich an der Stelle unterbrochen, an der die zweite Kammer in den Ausbringbereich
mündet bzw. die Verbindung zwischen erster und zweiter Kammer hergestellt werden soll.
Die Volumenvergrößerung der zweiten Kammer erfolgt bei Aktivierung der Vorrichtung
dadurch, dass sich die Deckfolie von der Basisfolie in diesem Bereich ablösen lässt
bzw. abhebt.
[0041] Es wurde gefunden, dass peelbar versiegelte oder unversiegelte Randbereiche nach
der durch Aktivierung der Vorrichtung eintretenden Volumenvergrößerung gegebenenfalls
eine stärkere Neigung zur Rückstellung aufweisen als Folien, die beim Aktivieren von
einer konvexen Form in eine konkave Form überführt werden.
[0042] Eine Volumenvergroßerung der zweiten Kammer lässt sich beispielsweise auch dadurch
erreichen, dass mindestens eine der die zweite Kammer bildenden Folien verformbar
bzw. dehnbar, insbesondere plastisch verformbar ist. Beim Überführen der ersten Substanz
in die zweite Kammer erfolgt in diesem Fall die Volumenvergrößerung dadurch, dass
sich die plastisch verformbare Folie dehnen lässt, vorzugsweise ohne nennenswertes
Rückstellvermögen.
[0043] Die oben genannten Möglichkeiten lassen sich selbstverständlich auch untereinander
kombinieren.
[0044] Die Breite des peelbar versiegelten Randbereichs ist grundsätzlich beliebig und abhängig
von der gewünschten Volumenvergrößerung, Eine Breite im Bereich von 0,1 bis 40 mm,
vorzugsweise von 0,5 bis 20 mm hat sich bewährt.
[0045] Die selektiv zu öffnenden Bereiche bzw. die peelbar versiegelten Bereiche öffnen
sich vorzugsweise dann, wenn durch eine fließfähige Substanz ein hydrostatischer Druck
im Bereich von 3 bis 300 N/cm
2, besonders bevorzugt im Bereich von 15 bis 150 N/cm
2, auf diesen Bereich ausgeübt wird. Der zum Öffnen der selektiv zu öffnenden Bereiche
aufzuwendende Druck kann je nach Ausführungsform für jeden selektiv zu öffnenden Bereich
unterschiedlich sein. Dies ermöglicht ein gerichtetes Überführen der zu mischenden
Substanzen in die jeweiligen Kammern bis hin zum Ausbringbereich.
[0046] Je nach Ausführungsform und verwendeten Folien kann es beim Aktivieren der Vorrichtung
zu leichten Geometrieänderungen der Vorrichtung, insbesondere im Bereich der zweiten
Kammer, kommen. Gegebenenfalls wölbt sich eine der die Kammer bildenden Folien mit
zunehmendem Druckaufbau etwas nach außen.
[0047] Vorzugsweise ist auch die zweite Kammer über einen selektiv zu öffnenden Durchgangsbereich
mit dem Ausbringbereich verbunden. Dies ermöglicht eine einfachere Handhabung. Die
gemischte Zusammensetzung lässt sich in diesem Fall durch Ausübung von Druck auf die
zweite Kammer ausbringen, ohne dass zur Öffnung der Vorrichtung weitere Hilfsmittel
nötig sind. Zweckmäßigerweise wird beim Ausbringen der fließfähigen Zusammensetzung
der Durchgangsbereich zur ersten Kammer durch Umknicken verschlossen.
[0048] Unter Ausbringbereich im Sinne der Erfindung ist dabei der Bereich der Vorrichtung
zu verstehen, über den eine Entleerung der gemischten Zusammensetzung erfolgt.
[0049] Vorzugsweise ist der Ausbringbereich derart gestaltet, dass ein sicheres, gleichmäßiges
Ausbringen gewährleistet werden kann.
[0050] Diesbezüglich hat sich das Einbringen von Strömungsbarrieren wie sie in der DE 19
962 436 A beschrieben sind, bewährt. Derartige Barrieren stellen sicher, dass die
Zusammensetzung beim Ausbringen nicht verspritzt.
[0051] Durch Einbringen von Strömungsbarrieren in den Ausbringbereich wird die Substanz
beim Ausströmen durch den Ausbringbereich derart beeinflusst, dass ein langsames Austreten
aus dem Ausbringbereich an dessen Mündung gewährleistet wird. Damit wird auch ein
Verspritzen der Substanz durch Ausüben von hohem Druck auf die zweite Kammer bei plötzlichem
Öffnen des Durchgangsbereichs verhindert. Die Erhöhung des Strömungswiderstandes und
damit die Behinderung am Ausströmen der Substanz kann durch eine Verlängerung, gegebenenfalls
unter Richtungsänderung, des Fließweges um die Barrieren bzw. durch die Reduktion
des Strömungsquerschnitts durch versetzt angeordnete Siegelpunkte bzw. Siegelstege
erreicht werden.
[0052] Weiterhin kann eine Erhöhung des Strömungswiderstands durch eine geradlinige Verengung
des Strömungsquerschnitts im Ausbringbereich erreicht werden. Hierbei ist eine Verengung
um den Faktor 1,5 bis 5, vorzugsweise um den Faktor 2, vorgesehen. Eine derartige
Vorrichtung ist insbesondere dann geeignet, wenn niedrigviskose Substanzen ohne weitere
Hilfsmittel zielgerichtet, einfach und ohne Verschütten ausgebracht werden sollen.
[0053] Ferner kann die Vorrichtung einen Ausbringbereich aufweisen, der geometrisch so zum
Durchgangsbereich angeordnet ist, dass die Längsachse des Ausbringbereichs nicht durch
den Durchgangsbereich verläuft. Dabei kann der Ausbringbereich insbesondere in dem
an den Durchgangsbereich angrenzenden Teil, ein vergrößertes Volumen aufweisen. Besonders
bevorzugt ist es, wenn der Ausbringbereich als Tasche ausgebildet ist. Bei dieser
Anordnung ist es von Vorteil, dass bei einer plötzlichen Öffnung des Durchgangsbereichs
durch Druck auf die in der Kammer befindliche Substanz, die Substanz in den Ausbringbereich
gefördert wird. Dort erfährt die Substanz durch die Anordnung der Längsachse des Ausbringbereichs,
die den Durchgangsbereich nicht schneidet, eine Richtungsänderung der Ausströmrichtung.
Aufgrund dieser Richtungsänderung ist ein langsames Austreten aus dem Ausbringbereich
an dessen Mündung gewährleistet. Wenn der Ausbringbereich als Tasche ausgebildet ist,
wird die plötzlich ausströmende Substanz in dieser Tasche zunächst aufgefangen. Aus
dieser Tasche ist dann ein langsames und gezieltes Ausbringen möglich.
[0054] Um zu verhindern, dass die sich nach dem Aktivieren der Vorrichtung in der zweiten
Kammer befindenden Substanzen in die erste Kammer zurückfließen, kann es auch vorteilhaft
sein, in den Durchgangsbereich zwischen den beiden Kammern ein Ventil einzubauen.
[0055] Ein geeignetes Ventil stellt beispielsweise eine flexible Folie (nachstehend Ventilfolie
genannt) dar, die im Durchgangsbereich zwischen den beiden Kammern beispielsweise
an der Basisfolie befestigt ist und in die zweite Kammer hineinragt. Die erste Substanz
lässt sich, wie bereits beschrieben, von der ersten Kammer in die zweite Kammer überführen.
Sobald die erste Substanz vollständig in die zweite Kammer durch den nun geöffneten
Durchgangsbereich überführt ist, verhindert die Ventilfolie das Zurückströmen der
sich in der zweiten Kammer befindenden Substanzen, indem sie den Durchgangsbereich
blockiert.
[0056] Diese Ausführungsform bringt u.a. den Vorteil mit, dass die Vorrichtung im Durchgangsbereich
zwischen den beiden Kammern nach Aktivierung nicht geknickt zu werden braucht, um
auszuschließen, dass Substanz in die erste Kammer zurückfließt. Bei dieser Ausführungsform
ist es auch nicht erforderlich, dass die die zweite Kammer bildenden Folien plastisch
verformbar sind.
[0057] Aus Fertigungsgründen kann es vorteilhaft sein, wenn die Ventilfolie zusätzlich die
erste Kammer ganz oder teilweise auskleidet und gegebenenfalls bis in den fest versiegelten
Randbereich der ersten Kammer reicht. Dabei kann es ausreichend sein, wenn die Ventilfolie
nur im Durchgangsbereich an ihrer Oberseite an der Basisfolie haftet.
[0058] Der selektiv zu öffnende Durchgangsbereich in Kombination mit der Ventilfolie lässt
sich beispielsweise auch auf folgende Weise verwirklichen: Die Ventilfolie wird beispielsweise
mit der Deckfolie im Bereich der ersten und zweiten Kammer sowie im Durchgangsbereich
verbunden. Die Ventilfolie weist im Bereich der ersten Kammer in der Nähe des selektiv
zu öffnenden Durchgangsbereichs zur zweiten Kammer eine Öffnung auf, die beispielsweise
aus der Ventilfolie herausgestanzt wurde. Die Ventilfolie weist ferner im Bereich
der zweiten Kammer eine Lasche oder Zunge auf, die sich beispielsweise durch Stanzen
oder Ausschneiden einer entsprechenden Form aus der Ventilfolie bilden lässt. Der
im Bereich der Lasche abgetrennte Restbereich der Ventilfolie wird dabei nicht entfernt,
sondern verbleibt im Bereich der zweiten Kammer. Die Ventilfolie ist mit der Deckfolie
vorzugsweise nur im Durchgangsbereich peelbar versiegelt. Beim Aktivieren der Vorrichtung
wird die Substanz aus der ersten Kammer durch die Öffnung in der Ventilfolie über
den selektiv zu öffnenden Durchgangsbereich in die zweite Kammer überführt, wobei
sich die Lasche der Ventilfolie anhebt. Sobald im wesentlichen die gesamte Menge der
ersten Substanz in die zweite Kammer, überführt wurde, wird durch den sich aufbauenden
Innendruck in der zweiten Kammer und Druckentlastung der ersten Kammer die Lasche
gegen die Deckfolie im Bereich der zweiten Kammer bzw. in die vorhandene Freistanzung
gedrückt und verhindert auf diese Weise das Rückströmen der Substanz in die erste
Kammer.
[0059] In einer weiteren Ausführungsform kann sich in dem selektiv zu öffnenden Durchgangsbereich
zwischen der ersten Kammer und der zweiten Kammer eine dritte Kammer befinden, die
mit einer dritten Substanz befüllt ist. Beim Aktivieren der Vorrichtung wird in diesem
Fall zunächst die dritte Kammer geöffnet und die aus der ersten Kammer austretende
erste Substanz vereinigt sich mit der in der dritten Kammer befindlichen dritten Substanz
bevor sie schließlich in die zweite Kammer eintritt, in der der eigentliche Mischvorgang
stattfindet.
[0060] Diese Anordnung eignet sich besonders zur intensiven Mischung von gleichen oder unterschiedlichen
Flüssigkeiten, die sich in der ersten und zweiten Kammer befinden mit beispielsweise
einem Pulver, das sich in der dazwischen liegenden dritten Kammer befindet. Die dritte
Kammer kann durch mehrmaliges, wechselseitiges Ausüben von Druck auf die erste bzw.
zweite Kammer und die darin befindlichen Substanzen besonders intensiv durchspült
werden. In diesem Fall ist ein sich in der ersten und/oder zweiten Kammer befindliches
Volumenreservoir von Vorteil.
[0061] Bei der Vorrichtung handelt es sich üblicherweise um eine Einmalverpackung (unit-dose).
Die Vorrichtung eignet sich zum Lagern und Ausbringen von allen Substanzen, bei denen
eine reproduzierbare, vom Benutzer weitgehend unabhängige Mischung und Dosierung erforderlich
ist.
[0062] Insbesondere hat sich die Vorrichtung im human- und tiermedizinischen sowie im dentalen
Bereich bewährt.
[0063] Bei den zu lagernden Substanzen handelt es sich üblicherweise um Flüssigkeiten, Pasten
und/oder Festsstoffe. Die Feststoffe können dabei in Pulver-, Tabletten- oder Granulatform
vorliegen.
[0064] Vorzugsweise eignet sich die Vorrichtung zum Lagern, Mischen und Ausbringen von Zusammensetzungen,
gewählt aus: menschlichen und tierischen Arzneimitteln, Mitteln zur Wundreinigung,
Dentalprodukten, Klebstoffen, Abformmaterialien, Farben, insbesondere 2K-Farben, getrennt
zu lagernden Lebensmitteln bzw. deren Bestandteile.
[0065] Die Vorrichtung umfasst im wesentlichen eine erste Basis- oder Unterfolie und eine
zweite Deck- oder Oberfolie, die ihrerseits als Mehrschichtfolien - ausgebildet sein
können.
[0066] Je nach Ausführungsform, die gewählt wird, um die erfindungswesentliche Volumenvergrößerung
zu ermöglichen, ist mindestens eine der Folien plastisch verformbar, vorzugsweise
unter Verformung tiefziehbar.
[0067] Als Folien werden vorzugsweise solche verwendet, die eine ausreichende Diffusionsdichtigkeit
aufweisen.
[0068] Je nach Beschaffenheit der zu lagemden Substanz sollten die Folien auch beständig
gegen aggressive, beispielsweise ätzende und/oder Lösungsmitteleigenschaften aufweisende
Stoffe sein.
[0069] Je nach Anwendungsbereich und gewünschter Verformbarkeit sind die Folien gereckt
oder liegen vor dem Aktivieren der Vorrichtung im ungereckten Zustand vor.
[0070] Die Folienbestandteile können gewählt sein aus Kunststoff-, Metall- und keramischen
Folien.
[0071] Als Kunststofffolien sind beispielsweise denkbar: PE, PP, PTFE, PET, PA, PBT, PVC,
EVA, PVF (Polyvinylfluorid).
[0072] Als Metallfolien sind beispielsweise denkbar: Al, Sn, Au, Ag, Fe, Pb.
[0073] Unter keramischen Folien sind Folien zu verstehen, die beispielsweise eine SiOx-haltige
Schicht aufweisen.
[0074] Der Folienaufbau ist grundsätzlich beliebig und orientiert sich u.a. an der Beschaffenheit
der zu lagernden Substanzen.
[0075] Als vorteilhaft hat sich ein Folienaufbau mit der Abfolge von außen nach innen PET,
AI, PET, PE oder PP, AI, PET, PE, gegebenenfalls auch ohne PET-Folie als Mittelfolie,
erwiesen.
[0076] Die Folien sind mit Ausnahme der die Kammern bildenden Bereiche vorzugsweise flächig
miteinander verbunden.
[0077] Die Verbindung der ersten mit der zweiten Folie kann beispielsweise durch Heißsiegeln,
Kaltsiegeln, Verkleben und/oder Ultraschallschweißen mit Sonotroden, erfolgen.
[0078] Ein Mehrschichtaufbau der ersten und zweiten Folie kann durch Laminieren, Kalandrieren,
Kaschieren verschiedener Monofolienlagen gegebenenfalls auch durch Bedampfen, beispielsweise
mit Metallen, erreicht werden.
[0079] Um die in die Vorrichtung eingebrachten, applizierbaren Substanzen beispielsweise
vor Lichteinfall zu schützen, sind die Folien vorzugsweise derart gestaltet, dass
sie in einem die Kammer umgebenden Bereich durch zwei in Abstand voneinander angeordnete
Siegelnähte miteinander verbunden sind.
[0080] Die Form der Vorrichtung ist grundsätzlich beliebig, vorzugsweise aber an die Beschaffenheit
der gelagerten Substanzen angepasst.
[0081] Die Kammern sind vorzugsweise rund (kreisrund oder oval) gegebenenfalls aber auch
eckig (quadratisch, rechteckig oder dreieckig) ausgebildet.
[0082] Der Durchgangsbereich ist so beschaffen, dass er im Lagerzustand einen dichten Verschluss
bildet, sowohl zwischen den beiden Kammern als auch zum Bereich, über den die Zusammensetzung
ausgebracht werden soll.
[0083] Der selektiv zu öffnende Durchgangsbereich bzw. die Sollbruchstelle lässt sich beispielsweise
durch Kaltsiegeln, Heißsiegeln, Ultraschallschweißen oder Verkleben erreichen, wobei
beim Heißsiegeln ein im Vergleich zu den anderen Siegelbereichen unterschiedlicher
Energieeintrag, vorzugsweise niedrigerer Energieeintrag erfolgt. Dieser kann über
Temperatur, Druck und/oder Haltedauer geregelt werden.
[0084] Eine andere Möglichkeit besteht darin, im Bereich der Sollbruchstelle zwischen die
erste und die zweite Folie die Haftung herabsetzende Fremdpartikel wie Peelfolienstanzlinge
oder Hotmeltklebepunkte einzubringen. In diesem Fall werden als Ober- und Unterfolie
vorzugsweise festversiegelnde Folien eingesetzt.
[0085] Der Ausbringbereich ist vorzugsweise nach einer Seite hin offen, d.h. in taschenartig
ausgebildet, und gegebenenfalls so ausgebildet, dass sich ein Ausbringinstrument bzw.
ein Applikator auch im Lagerzustand einbringen lässt.
[0086] Der Ausbringbereich kann bei entsprechend kleinem Durchmesser der Öffnung nach außen
hin, beispielsweise in Form einer Kanüle, auch selbst als Applikationsvorrichtung
dienen.
[0087] Die Trennung zwischen der oder den Kammern und dem Ausbringbereich ist bezüglich
des Abstandes sowie bezüglich der Festigkeit der Haftung so gestaltet, dass eine weitere
Sollbruchstelle vorliegt.
[0088] Das gegebenenfalls vorhandene Applikationsinstrument ist vorzugsweise pinsel- oder
tupferartig gestaltet. Ein Applikationsinstrument mit einer kugelförmigen, Bürsten-
oder Pinselhaare tragenden Spitze hat sich als günstig erwiesen. Ferner können Pipetten,
Wattestäbchen, Schwämme, Spatel oder in den Ausbringbereich eingesiegelte Sprayköpfe
als Applikationsinstrument bzw. -vorrichtungen verwendet werden.
[0089] Ferner ist es bei Verwendung eines Applikationsinstrument günstig, wenn der Ausbringbereich
durch das Applikationsinstrument nach außen hin weitgehend abgedichtet wird.
[0090] Ein sich in dem Ausbringbereich befindendes oder erst zu diesem oder späteren Zeitpunkt
eingebrachtes Ausbringinstrument wird beim Aktivieren der Vorrichtung benetzt und
kann anschließend zur Applizierung der freigesetzten Substanz verwendet werden.
[0091] Denkbar ist auch, dass das Applikationsinstrument in Richtung der zweiten Kammer
bewegt wird, um den selektiv zu öffnenden Durchgangsbereich zu lösen. Hierdurch erfolgt
ebenfalls eine Benetzung des Ausbringinstruments.
[0092] Ist ein wiederholtes Applizieren der freigesetzten Substanz erforderlich, kann das
Applikationsinstrument erneut in die Tasche eingeführt werden.
[0093] Vorzugsweise ist der Ausbringbereich oder das Applikationsinstrument so gestaltet,
dass beim erneuten Einführen von diesem eine Benetzung des äußeren Abschnitts des
Applikationsinstruments nicht stattfindet.
[0094] Dies kann beispielsweise durch eine kanalförmige Ausbildung des Ausbringbereichs
und eine daran angepasste Ausbildung des Applikationsinstruments erfolgen.
[0095] Denkbar ist auch eine schalen- oder wannenförmige Gestaltung einer der Folien im
Ausbringbereich, in den die Substanz zum wiederholten Benetzen des Applikationsinstruments
ohne Schaftbenetzung durch Ausdrücken der Kammer ähnlich wie bei Tuben gefördert wird.
[0096] Die Vorrichtung lässt sich beispielsweise durch folgendes Verfahren herstellen:
a) Bereitstellen einer ersten Folie,
b) partielles Tiefziehen der ersten Folie unter Bildung von zwei Kammern,
c) Befüllen der zwei Kammern mit zwei zu mischenden Substanzen,
d) Aufbringen einer zweiten Folie,
e) weitgehend flächiges Verbinden der zweiten Folie mit der ersten Folie unter Aussparung
der Kammern und Bildung eines selektiv zu öffnenden Durchgangsbereichs zwischen den
beiden Kammern sowie im Ausbringbereich.
[0097] In Abhängigkeit davon, welche Ausführungsform zur Volumenvergrößerung der zweiten
Kammer gewählt wird, sind weitere Schritte anzuwenden.
[0098] Entweder wird die erste Folie mit der zweiten Folie im Randbereich der zweiten Kammer
nur peelbar miteinander versiegelt.
[0099] Alternativ wird die zweite Folie im Bereich der zweiten Kammer vor dem Aufbringen
(Schritt d)) tiefgezogen und anschließend mit der Wölbung in Richtung des tiefgezogenen
Bereichs der ersten Folie von Schritt b) aufgebracht und versiegelt, wobei eine konkav-konvexe
Kammer gebildet wird.
[0100] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Die gestrichelte Darstellungen zeigen die Vorrichtung nach der Aktivierung.
- Figur 1
- zeigt eine mögliche Ausführungsform der Vorrichtung im Querschnitt.
- Figur 2
- zeigt eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung im Querschnitt.
- Figur 3
- zeigt eine dritte mögliche Ausführungsform der Vorrichtung im Querschnitt.
- Figur 4
- zeigt die Ausführungsform gemäß Figur 1 in Draufsicht.
- Figur 5
- zeigt eine mögliche Ausführungsform der Vorrichtung, enthaltend ein Ventil, im Querschnitt.
[0101] Die Vorrichtung gemäß Figur 1 weist eine Basisfolie (1) und eine Deckfolie (2) auf.
Im Bereich (3) sind die beiden Folien peelbar miteinander versiegelt, wodurch ein
selektiv zu öffnender Durchgangsbereich zwischen den beiden Kammern (5) und (6) gebildet
wird. In Figur 1 weist auch der Ausbringbereich (4) einen selektiv zu öffnenden Durchgangsbereich
auf. In den Kammern (5) und (6) befinden sich zwei zu mischende Substanzen (A) und
(B). Das Volumen der zweiten Kammer (6) lässt sich vergrößern sobald die Vorrichtung
durch Ausübung von äußerem Druck auf die erste Kammer (5) aktiviert wird. Diesbezüglich
ist die Basisfolie (1) im Bereich der zweiten Kammer (6) konkav nach außen gewölbt
und die Deckfolie (2) konvex nach innen gewölbt bzw. vorgeformt.
[0102] Die Substanz (A) aus der ersten Kammer (5) befindet sich nach der Aktivierung zusammen
mit der Substanz (B) in der zweiten Kammer (6). Die Deckfolie (2) weist nun ebenfalls
wie die Basisfolie (1) eine konkav nach außen gewölbte Form auf (gestrichelte Linie
in Figur 1).
[0103] Figur 2 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform für die Vorrichtung im Querschnitt.
Die Volumenvergrößerung der zweiten Kammer (5) lässt sich erreichen durch eine Vorformung
der Basisfolie (1) im Bereich der zweiten Kammer (6) mit Wellenbergen (9) und Wellentälern
(10). Je nach Ausführungsform kann zumindest im Bereich eines Wollentales (10) die
Basisfolie (1) mit der Deckfolie (2) zusätzlich neben dem Durchgangsbereich (3) peelbar
versiegelt sein.
[0104] Beide Substanzen (A) und (B) befinden sich nach der Aktivierung in der zweiten Kammer
(6), deren Volumen durch Auswölbung des Wellentals (10) zu einer insgesamt weitgehend
konkaven Form vergrößert wurde (gestrichelte Linie in Figur 2).
[0105] Figur 3 zeigt eine weitere mögliche Ausführungsform der Vorrichtung im Querschnitt.
Im Randbereich (11) der zweiten Kammer (6) sind Basisfolie (1) und Deckfolie (2) voneinander
trennbar vorgeformt. Diese Verformung lässt sich beispielsweise erreichen durch peelbares
Versiegeln der Folien in diesem Bereich oder dadurch, dass die Folie in diesem Bereich
flachliegend aufeinander gedrückt werden ohne dass sie in diesem Bereich peelbar versiegelt
werden.
[0106] Die Basisfolie (1) ist im Randbereich (11) der zweiten Kammer (6) nach der Aktivierung
von der Deckfolie (2) getrennt bzw. abgehoben worden (gestrichelte Linie in Figur
3). Beide Substanzen (A) und (B) befinden sich nun in der zweiten Kammer (6). Zum
Öffnen der Vorrichtung ist nach dem Knicken der Vorrichtung im Durchgangsbereich (3)
und anschließende Ausübung von Druck auf die zweite Kammer (6) der durch den selektiv
zu öffnenden Durchgangsbereich bedingte Widerstand im Ausbringbereich zu überwinden.
[0107] Figur 4 zeigt die Vorrichtung in Anlehnung an Figur 1 in Draufsicht. Der Ausbringbereich
(4) weist im Bereich (13) Strömungsbarrieren auf bzw. ist mäanderförmig ausgebildet.
Dies verhindert beim Ausbringen der Zusammensetzung aus der Vorrichtung ein Verspritzen.
[0108] In Figur 5 befindet sich in der ersten Kammer (5) und im selektiv zu öffnenden Durchgangsbereich
(3) eine weitere Folie (12), die an der Basisfolie (1) befestigt ist und in die zweite
Kammer (6) hineinragt, wobei die Folie (12) im Bereich der zweiten Kammer nicht notwendigerweise
tiefgezogen ist. Diese Folie (12) übt eine Ventilfunktion aus, die verhindert, dass
die nach der Aktivierung der Vorrichtung sich in der zweiten Kammer (6) befindlichen
Substanzen (A) und (B) wieder zurück in die erste Kammer (5) gelangen können, wenn
zum Ausbringen der Zusammensetzung, umfassend die Substanzen (A) und (B), auf die
zweite Kammer (6) Druck ausgeübt wird, um den selektiv zu öffnenden Durchgangsbereich
im Ausbringbereich nach außen hin zu öffnen. Der selektiv zu öffnende Durchgangsbereich
(3) befindet sich in dieser Ausführungsform zwischen der Ventilfolie (12) und der
Deckfolie (2).
[0109] Die gestrichelte Darstellung in Figur 5 zeigt die Vorrichtung nach dem Aktivieren.
Die Deckfolie (2) hat sich bedingt durch den aufgebauten Innendruck in der zweiten
Kammer (6) nach außen gewölbt. Diese Verformung der Deckfolie (2) führt zu einer Volumenvergrößerung
der zweiten Kammer (6) und ermöglicht die Aufnahme der beiden Substanzen (A) und (B).
Die Ventilfolie (12) wird hierbei an die Deckfolie gepresst und verhindert dadurch
das Rückströmen der Mischung in die erste Kammer (5) ohne, dass die Vorrichtung im
Durchgangsbereich zwischen den beiden Kammern geknickt werden muss.
[0110] Eine sinnvolle Anwendung findet die Vorrichtung auch bei der Herstellung von beispielsweise
mit γ-Strahlen oder Hitze sterilisierbaren Verpackungen. Die in der versiegelten Vorrichtung
gelagerte Substanz bzw. die gelagerten Substanzen können bedingt durch die erfindungsgemäße
Vorformung mindestens einer der Folien problemlos mit den oben genannten Mitteln sterilisiert
werden, auch wenn es hierbei beispielsweise durch Temperaturerhöhung zu Ausgasungen
der gelagerten Substanzen kommt, ohne dass die Vorrichtung selbst aktiviert wird bzw.
die sich an die Kammer bzw. Kammern angrenzenden selektiv zu öffnenden Durchgangsbereiche
geöffnet werden. Diese Art der Verwendung kann auch bei Vorrichtungen zum Tragen kommen,
die nur über eine Kammer zur Lagerung einer Substanz verfügen.
1. Vorrichtung, umfassend eine erste und eine zweite Folie (1, 2), einen Ausbringbereich
(4), eine erste Kammer (5), enthaltend eine erste Substanz (A) und eine zweite Kammer
(6), enthaltend eine zweite Substanz (B),
wobei die Kammern (5, 6) miteinander über einen selektiv zu öffnenden Durchgangsbereich
(3) verbindbar sind, mindestens eine der Folien (1, 2) im Bereich der Kammern (5,
6) tiefgezogen ist, dadurch gekennzeichnet dass mindestens eine der Folien (1, 2) im Bereich der zweiten Kammer (6) derart vorgeformt
bzw. plastisch formbar ist, dass nach Aktivieren der Vorrichtung unter Öffnung des
Durchgangsbereichs (3) sich die erste Substanz (A) unter Volumenvergrößerung der zweiten
Kammer (6) in diese weitgehend vollständig überführen lässt, ohne dass es zu einem
nennenswerten Rückströmen der Mischung (A+B) in die erste Kammer (5) kommt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Folien (1, 2) im Bereich der zweiten Kammer
(6) konkav-konvex geformt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei mindestens eine der Folien (1, 2) im Bereich der
zweiten Kammer (6) eine Form aufweist, erhältlich durch zumindest partielles Einformen
einer Vertiefung (10) in eine zunächst konkav geformte Oberfläche.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die eine Folie (1, 2) im Bereich der Vertiefung
(10) bis zur anderen Folie reicht und an der Berührungsstelle mit dieser peelbar versiegelt
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei zumindest in einem Randbereich der zweiten Kammer
(6) die die Kammer bildenden Folien voneinander trennbar vorgeformt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei mindestens eine Folie im Bereich der zweiten Kammer
(6) dehnbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die zweite Kammer (6) mit
dem Ausbringbereich (4) über einen selektiv zu öffnenden Durchgangsbereich (3) verbindbar
ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich im selektiv zu öffnenden
Durchgangsbereich (3) zwischen der ersten (5) und der zweiten Kammer (6) eine dritte
Kammer befindet.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei in den Durchgangsbereich
(3) zwischen den beiden Kammern (5, 6) an einer der die Kammern bildenden Folien (1,
2) eine dritte Folie (12) angebracht ist, die in die zweite Kammer (6) hineinragt.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kammern (5, 6) vor dem
Aktivieren unterschiedliche Volumen aufweisen
11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, umfassend einen Applikator.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei der Applikator sich im Ausbringbereich (4) befindet.
13. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die erste Substanz (A) fließfähig
und die zweite Substanz (B) fest ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich im Ausbringbereich (4)
Strömungsbarrieren (13) befinden.
15. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich der selektiv zu öffnende
Durchgangsbereich (3), durch Einwirken eines hydrostatischen Drucks im Bereich von
3 bis 300 N/cm2 öffnen lässt.
16. Verwendung der Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche zum Lagern, Mischen
und/oder Ausbringen von fließfähigen Zusammensetzungen.
17. Verwendung nach Anspruch 16, wobei die fließfähigen Zusammensetzungen gewählt sind
aus: menschlichen und tierischen Arzneimitteln, Mitteln zur Wundreinigung, Dentalprodukten,
Klebstoffen, Abformmaterialien, Farben, Lebensmitteln.
18. Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, umfassend
die Schritte: a) Bereitstellen einer ersten Folie (1), b) partielles Tiefziehen der
ersten Folie (1) unter Bildung von zwei Kammern (5, 6), c) Befüllen der zwei Kammern
(5, 6) mit zwei zu mischenden Substanzen (A, B), d) Aufbringen einer zweiten Folie
(2), e) weitgehend flächiges Verbinden der zweiten Folie (2) mit der ersten Folie
(1) unter Aussparung der Kammern (5, 6) und Bildung eines selektiv zu öffnenden Durchgangsbereichs
(3) zwischen den beiden Kammern (5, 6).
19. Verfahren nach Anspruch 18, wobei vor Schritt d) die zweite Folie (2) im Bereich der
zweiten Kammer (6) konvex oder wellenförmig vorgeformt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 18, wobei vor Schritt d) eine dritte Folie (12) im Durchgangsbereich
(3) mit der ersten Folie (1) verbunden wird.
1. Device, comprising a first and a second film (1, 2), a dispensing zone (4), a first
chamber (5), containing a first substance (A), and a second chamber (6), containing
a second substance (B),
the chambers (5, 6) being connectable to each other via a transition zone (3) that
can be selectively opened, at least one of the films (1, 2) being thermoformed in
the area of the chambers (5, 6), characterized in that at least one of the films (1, 2) is pre-formed or plastically deformable in the area
of the second chamber (6) in such a way that, after activation of the device, with
the transition zone (3) being opened, the first substance (A) can be transferred to
a great extent completely into the second chamber (6), with an increase in volume
of said second chamber (6), without any appreciable flowing back of the mixture (A+B)
into the first chamber (5) occurring.
2. Device according to Claim 1, the film (1, 2) being concavely-convexly deformed in
the area of the second chamber (6).
3. Device according to Claim 1, at least one of the films (1, 2) having in the area of
the second chamber (6) a form which can be obtained by at least partially forming
a recess (10) into an initially concavely formed surface.
4. Device according to Claim 3, the one film (1, 2) reaching as far as the other film
in the area of the recess (10) and being sealed in a peelable manner at the point
of contact with said other film.
5. Device according to Claim 1, the films forming the chamber being pre-formed such that
they can be separated from each other, at least in an edge zone of the second chamber
(6).
6. Device according to Claim 1, at least one film being expandable in the area of the
second chamber (6).
7. Device according to one of the preceding claims, the second chamber (6) being connectable
to the dispensing zone (4) via a transition zone (3) that can be selectively opened.
8. Device according to one of the preceding claims, a third chamber being located between
the first chamber (5) and the second chamber (6) in the transition zone (3) that can
be selectively opened.
9. Device according to one of the preceding claims, a third film (12), which protrudes
into the second chamber (6), being attached to one of the films (1, 2) forming the
chambers in the transition zone (3) between the two chambers (5, 6).
10. Device according to one of the preceding claims, the chambers (5, 6) having different
volumes before activation.
11. Device according to one of the preceding claims, comprising an applicator.
12. Device according to Claim 11, the applicator being located in the dispensing zone
(4).
13. Device according to one of the preceding claims, the first substance (A) being flowable
and the second substance (B) being solid.
14. Device according to one of the preceding claims, flow barriers (13) being located
in the dispensing zone (4).
15. Device according to one of the preceding claims, the transition zone (3) that can
be selectively opened allowing itself to be opened by exposure to a hydrostatic pressure
in the range from 3 to 300 N/cm2.
16. Use of the device according to one of the preceding claims for storing, mixing and/or
dispensing flowable compositions.
17. Use according to Claim 16, the flowable compositions being chosen from: human and
veterinary medicaments, wound cleaning agents, dental products, adhesives, impression
materials, paints, foods.
18. Method for producing a device according to one of Claims 1 to 15, comprising the steps:
a) provision of a first film (1), b) partial thermoforming of the first film (1),
thereby forming two chambers (5, 6), c) filling of the two chambers (5, 6) with two
substances (A, B) to be mixed, d) application of a second film (2), e) connecting
of the second film (2) to the first film (1) to a great extent in surface-area contact,
leaving the chambers (5, 6) free and forming a transition zone (3) that can be selectively
opened between the two chambers (5, 6).
19. Method according to Claim 18, the second film (2) being pre-formed in a convex or
wave-shaped manner in the area of the second chamber (6) before step d).
20. Method according to Claim 18, a third film (12) being connected to the first film
(1) in the transition zone (3) before step d).
1. Dispositif comportant une première et une seconde feuille (1, 2), une zone de débit
(4), une première chambre (5) renfermant une première substance (A) et une seconde
chambre (6) renfermant une seconde substance (B), les chambres (5, 6) étant reliées
entre elles par l'intermédiaire d'une zone de passage (3) à ouverture sélective, au
moins l'une des feuilles (1, 2) étant emboutie dans la zone des chambres (5, 6), caractérisé en ce qu'au moins l'une des feuilles (1, 2) est préformée ou selon le cas formable plastiquement
dans la zone de la seconde chambre (6) de telle sorte qu'après l'activation du dispositif
par l'ouverture de la zone de passage (3), la première substance (A) puisse être transférée
substantiellement complètement dans la seconde chambre (6) en augmentant le volume
de celle-ci, sans qu'un reflux notable du mélange (A + B) se produise dans la première
chambre (5).
2. Dispositif selon la revendication 1, les feuilles (1, 2) étant formées de façon concave-convexe
dans la zone de la seconde chambre (6).
3. Dispositif selon la revendication 1, au moins l'une des feuilles (1, 2) présentant
dans la zone de la seconde chambre (6) une forme pouvant être obtenue par formage
au moins partiel d'un renfoncement (10) dans une surface d'abord de forme concave.
4. Dispositif selon la revendication 3, l'une des feuilles (1, 2) s'étendant jusqu'à
l'autre feuille dans la zone du renfoncement (10) et étant scellée à celle-ci de façon
pelable à l'endroit de contact.
5. Dispositif selon la revendication 1, les feuilles formant les chambres étant préformées
de façon séparable l'une de l'autre au moins dans une zone de bord de la seconde chambre
(6).
6. Dispositif selon la revendication 1, au moins une feuille pouvant se dilater dans
la zone de la seconde chambre (6).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, la seconde chambre
(6) pouvant être reliée à la zone de débit (4) par l'intermédiaire d'une zone de passage
(3) à ouverture sélective.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, une troisième chambre
se trouvant dans la zone de passage (3) à ouverture sélective entre la première (5)
et la seconde chambre (6).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, une troisième feuille
(12), laquelle dépasse dans la seconde chambre (6), étant appliquée contre l'une des
feuilles (1, 2) formant les chambres dans la zone de passage (3) entre les deux chambres
(5, 6).
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, les chambres (5,
6) présentant des volumes différents avant l'activation.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, comportant un applicateur.
12. Dispositif selon la revendication 11, l'applicateur se trouvant dans la zone de débit
(4).
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, la première substance
(A) étant apte à l'écoulement et la seconde substance (B) étant solide.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, des barrières d'écoulement
(13) se trouvant dans la zone de débit (4).
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, la zone de passage
(3) à ouverture sélective pouvant être ouverte suite à l'action d'une pression hydrostatique
de l'ordre de 3 à 300 N/cm2.
16. Utilisation du dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, pour
stocker, mélanger et/ou débiter des compositions aptes à l'écoulement.
17. Utilisation selon la revendication 16, les compositions aptes à l'écoulement étant
choisies parmi : substances médicamenteuses humaines et animales, agents de nettoyage
de plaies, produits dentaires, colles, matériaux de moulage, peintures, substances
alimentaires.
18. Procédé de fabrication d'un dispositif selon l'une quelconque des revendications 1
à 15, comportant les étapes de : a) préparation d'une première feuille (1), b) emboutissage
partiel de la première feuille (1) en formant deux chambres (5, 6), c) remplissage
des deux chambres (5, 6) avec deux substances (A, B) destinées à être mélangées, d)
application d'une seconde feuille (2), e) raccordement largement plan de la seconde
feuille (2) à la première feuille (1) en ménageant les chambres (5, 6) et en formant
une zone de passage (3) à ouverture sélective entre les deux chambres (5, 6).
19. Procédé selon la revendication 18, la seconde feuille (2) étant préformée avant l'étape
d) de façon convexe ou en forme d'onde dans la zone de la seconde chambre (6).
20. Procédé selon la revendication 18, une troisième feuille (12) étant reliée avant l'étape
d) à la première feuille (1) dans la zone de passage (3).