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(11) |
EP 1 334 271 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.2004 Patentblatt 2004/53 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.09.2001 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2001/003658 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/036958 (10.05.2002 Gazette 2002/19) |
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HUB-/ UND DRUCKGESTEUERTER INJEKTOR MIT DOPPELSCHIEBER
LIFT AND/OR PRESSURE-CONTROLLED INJECTOR WITH A DOUBLE SLIDE
INJECTEUR COMMANDE PAR COURSE/ET PRESSION ET POURVU D'UN DOUBLE PISTON
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
31.10.2000 DE 10053903
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.08.2003 Patentblatt 2003/33 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BOECKING, Friedrich
70499 Stuttgart (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hörschler, Wolfram Johannes, Dipl.-Ing. et al |
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Isenbruck, Bösl, Hörschler, Wichmann, Huhn, Patentanwälte
Theodor-Heuss-Anlage 12 68165 Mannheim 68165 Mannheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 036 931 DE-A- 19 923 421 US-A- 5 263 645
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DE-A- 19 621 583 DE-A- 19 939 448 US-A- 6 067 955
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Bei Einspritzsystemen an direkteinspritzenden Verbrennungskraftmaschinen werden heute
Hochdruckspeichersysteme (Common Rail) eingesetzt. Diese haben die Aufgabe, den Kraftstoff
unter hohem Druck zu speichern. Druckschwingungen, die etwa durch die Pumpbewegung
und den Einspritzvorgang entstehen können, sollen durch das im Hochdruckspeicher enthaltene
Kraftstoffvolumen gedämpft werden. Der Kraftstoff wird mittels Injektoren in die Brennräume
der Verbrennungskraftmaschinen eingespritzt. An den Injektoren werden Spritzbeginn
und Einspritzmenge eingestellt; diese werden vorzugsweise am Zylinderkopf einer Verbrennungskraftmaschine
angeordnet.
Stand der Technik
[0002] EP 1 036 931 A2 bezieht sich auf eine Kraftstoffinjektoranordnung mit einer Düse,
die eine erste Bohrung enthält, in der eine Düsennadel gleitend gelagert ist. Die
Nadel wirkt mit einem Sitz zusammen, um den Kraftstofffluss von einer Zufuhrkammer
zu einer Auslassöffnung zu steuern, wobei eine der Nadel zugeordnete Fläche dem Kraftstoffdruck
in einem Steuerraum ausgesetzt ist. Ein mit Kraftstoffdruck betätigbares Steuerventil
steuert die Versorgung der Zufuhrkammer mit Kraftstoff. Ein Kolben ist gleitend in
dem Steuerventil angeordnet (Figur 5).
[0003] DE 198 35 494 A1 bezieht sich auf eine Pump- Düse- Einheit. Diese dient der Kraftstoffzufuhr
in einen Verbrennungsraum von direkteinspritzenden Verbrennungskraftmaschinen mit
einer Pumpeneinheit zum Aufbau eines Einspritzdrucks. Zum Einspritzen des Kraftstoffes
in den Verbrennungsraum sind Einspritzdüsen vorgesehen. Ferner umfasst das System
eine Steuereinheit mit einem Steuerventil, das als nach außen öffnendes A-Ventil ausgebildet
ist. Ferner ist eine Ventilbetätigungseinheit zur Steuerung des Druckaufbaus in der
Pumpeneinheit umfasst. Um eine Pumpe- Düse- Einheit mit einer Steuereinheit zu schaffen,
die einen einfachen Aufbau hat, kleinbauend ist und die insbesondere eine kurze Ansprechzeit
hat, ist gemäß der Lösung aus DE 198 35 494 A1 bekannt, die Ventilbetätigungseinheit
als einen piezoelektrischen Aktor auszubilden.
Darstellung der Erfindung
[0004] Mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung lässt sich auf vorteilhafte Weise
eine Injektorbauform erzielen, die sowohl eine Hubsteuerung des Injektorkörpers als
auch dessen Drucksteuerung ermöglicht. Damit kann neuesten Anforderungen aus den Pflichtenhälften
von Nutzkraftfahzeugmotorenherstellern Rechnung getragen werden, die eine Injektorsteuerung
nach zwei getrennten Prinzipien fordern, um die Verbrennungskraftmaschine stets im
optimalen Betriebspunkt betreiben zu können.
[0005] Im erfindungsgemäß vorgeschlagenen Injektor lässt sich durch die Konfiguration des
3/2-Wege-Ventils über den Hub des 3/2-Wege-Ventils der Druck im Düsenraum der Einspritzdüse
schlagartig entlasten. Die schlagartige Entlastung des Düsenraumes bewirkt in diesem
Betriebszustand eine Drucksteuerung des Injektors. Die schlagartige Entlastung des
Düsenraumes erfolgt bei Durchsteuerung des Ventilkörpers im Gehäuse des Injektors
unter Zurücklegung des vollen Hubweges; wird der Injektor hingegen im Teildruck betrieben,
kann einer der im Injektorkörper ausgebildeten Schieber auch geschlossen sein, während
der jeweils andere im Injektorkörper ausgebildete Schieber an seiner Steuerkante geöffnet
ist und somit einen Hub zulässt Die Schieber sind am im Injektorgehäuse in vertikaler
Richtung bewegbaren Ventilkörper versetzt aufgenommen, so daß sich ein Übergang von
Hubauf Drucksteuerung und umgekehrt des Injektors auf einfache Weise erzielen läßt
und die vertikale Position des Injektorkörpers relativ zum Injektorgehäuse definiert
ist.
[0006] Die vertikale Bewegung des Injektorkörpers im Gehäuse des Injektors erfolgt durch
einen an einem Ende des Ventilkörpers vorgesehenen Piezoaktor oder eines anderen elektrischen
Stellelementes, mit dem sich unter Einwirkung kürzester Ansprechzeiten unterschiedlich
ein Schließen - bzw. Öffnen der einzelnen Schieber/Steuerkantenkombination erzielen
lässt. Als Aktoren zur Druckentlastung des Steuerraumes lassen sich vorteilhaft Magnetventile
oder Piezoaktoren einsetzen.
Zeichnung
[0007] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend näher erläutert.
[0008] Die einzige Figur zeigt, einen Längsschnitt durch einen Injektor durch ein 3/2-Wege-Ventil,
an dessen Injektorkörper zwei zueinander in vertikaler Richtung versetzte Schieberkanten
ausgebildet sind.
Ausführungsvarianten
[0009] Der Darstellung gemäß der einzigen Figur ist der Längsschnitt durch einen Injektorkörper
entnehmbar, an dem Zweischieber-/Steuerkanten ausgebildet sind.
[0010] Der in der Darstellung gemäß Figur 1 wiedergegebene Injektor 1 zum Einspritzen von
unter hohem Druck stehenden Kraftstoff in die Brennräume einer Verbrennungskraftmaschine
ist Bestandteil eines Einspritzsystems, welches einen Hochdrucksammelraum (Common
Rail) umfaßt. Im Hochdrucksammelraum (Common Rail) wird der Kraftstoff mittels einer
Pumpe auf einem extrem hohen Druckniveau gehalten, um das im Pumpenraum vorliegende
Kraftstoffvolumen als Dämpfungselement für durch die Pumpenbewegung induzierte Druckspülungen
bzw. durch die Bewegung des Injektors im Leitungssystem induzierte Druckschwingung
zu nutzen.
[0011] Der aus der Darstellung gemäß Figur 1 hervorgehende Injektor 1 umfaßt im wesentlichen
ein in einem Gehäuse 2 vertikal bewegbaren Injektorkörper 3. Der Injektorkörper 3
ist als rotationssymmetrisches Bauteil in einer Bohrung des Gehäuses 2 eingelassen.
Am unteren Ende des Injektorkörpers 3 ist diesem gegenüberliegend ein Druckstangenelement
4 angeordnet, welches einem Kolben 16 gegenüberliegt, der seinerseits mit einem im
Injektorkörper 3 ausgebildeten Steuerraum 15 zusammenwirkt.
[0012] An der Oberseite des Injektorkörpers 3 gemäß der Darstellung aus Figur 1 befindet
sich, dessen oberer zylindrischer Stirnfläche gegenüberliegend, ein Steuerraum 6.
Der Steuerraum 6 ist konstant über einen Abzweig 8 mit unter hohem Druck stehenden
Kraftstoff versorgt, so daß gewährleistet ist, daß stets eine ausreichende Steuermenge
von Kraftstoff im oberen Steuerraum 6 vorliegt. In die Zuleitung 8, die einerseits
in den oberen Steuerraum 6 mündet und andererseits vom Hochdrucksammelraum - Zulauf
abzweigt ist ein Drosselelement eingelassen. Der obere Steuerraum 6 ist über eine
Entlastungsöffnung 7, an welche sich eine Ablaufdrossel 9 anschließt, druckentlastbar.
Die Druckentlastung des oberen Steuerraumes 6 und damit die Induzierung der vertikalen
Auf- bzw. Abbewegung des Injektorkörpers 3 im Gehäuse 2 des Injektors erfolgt durch
die Ansteuerung eines Aktorelementes 10, welches beispielsweise als ein Magnetventil
oder als ein Piezoaktor ausgebildet sein kann und den Druck auf das als Schließelement
dienende Kugelelement steuert. Wird das als Schließelement fungierende Kugelelement
druckentlastet, gibt es seine Sitzfläche frei, so daß ein entsprechend der Ablaufdrosselkonfiguration
9 sich einstellendes Kraftstoffvolumen kontinuierlich über die Entlastungsöffnung
7 aus dem oberen Steuerraum 6 abfließt, so daß sich eine vertikale Hochfahrbewegung
des Injektorkörpers 3 im Gehäuse 2 des Injektors 1 einstellt.
[0013] Über den Hochdrucksammelraumzulauf 11, der in einem ringförmig sich um den Injektorkörper
3 erstreckenden Ringraum 20 mündet, wird ein im inneren des Injektorkörpers 3 vorgesehenes
Bohrungssystem mit unter hohem Druck stehenden Kraftstoff beaufschlagt. Über eine
Querbohrung 12, die sich senkrecht zur Symmetrielinie des Injektorkörpers 3 erstreckt
und eine mit dieser in Verbindung stehende, koaxial zur Symmetrielinie des Injektorkörpers
3 verlaufende Zentralbohrung 13, wird ein am Ende der Zentralbohrung 13 liegendes
Zulaufdrosselelement 14 mit unter hohem Druck stehenden Kraftstoff beaufschlagt. Über
das Zulaufdrosselelement 14 am Ende der Zentralbohrung 13 im Injektorkörper 3 wird
ein in diesem vorgesehener Steuerraum 15 mit unter hohem Druck stehenden Kraftstoff
beaufschlagt. Die Zulaufdrossel 14 mündet in der oberen Begrenzungswand 30 des Steuerraumes
15, der andererseits von der Kolbenfläche 17 eines koaxial zur Symmetrieachse des
Injektorkörpers 3 angeordneten Kolbens 16 begrenzt ist. Zwischen den beiden Begrenzungsflächen
17 bzw. 30 befindet sich eine zylindrische Begrenzungswand 32 des Steuerraumes 15.
Der Kolben 16, der durch Druckbeaufschlagung bzw. Druckentlastung des Streuerraumes
15 eine vertikale Bewegung ausführt, liegt mit seiner der Kolbenfläche 17 gegenüberliegenden
Fläche an einer Druckstange 4 an, die mechanisch mit der Einspritzdüse 5 verbunden
ist. Somit kann durch Druckbeaufschlagung bzw. Druckentlastung des Steuerraumes 15
eine Bewegung der Einspritzdüse aus ihrem Sitz erreicht werden, d. h. ein Öffnen oder
ein Schließen der Einspritzdüse.
[0014] Während die Druckbeaufschlagung des Steuerraumes 15 innerhalb des Injektorkörpers
3 über das Leitungssystem 11,12,13,14 erfolgt, kann die Druckentlastung des Steuerraumes
15 innerhalb des Injektors 3 und damit eine vertikale Auffahrbewegung des Kolbens
16 mit seiner Kolbenfläche 17 in den Steuerraum 15 dadurch erreicht werden, dass über
die Druckentlastung des oberen Steuerraumes 6 dem Injektorkörper 3 als Ganzes eine
vertikale Auffahrbewegung aufgeprägt wird. Der Steuerraum 15 ist durch eine in seiner
Zylinderwandung 32 mündende Ablaufdrossel 18 und eine sich daran anschließende Bohrung
bei entsprechender Auffahrbewegung des Injektorkörpers 3 über eine Druckentlastungsleitung
28, die Leckölleitung druckentlastbar, so daß bei Auffahrbewegungen des Kolbens 16
mit seiner Kolbenfläche 17 in den Steuerraum 15 bei dessen Druckentlastung eine Öffnung
der Düsennadel der Einspritzdüse 5 aus ihrem Sitz erzielbar ist
[0015] Im Gehäuse 2 des Injektors 1 ist darüber hinaus eine Düsenzulaufleitung 21, die hochdruckfest
ausgelegt ist, aufgenommen, über welche die Einspritzdüse 5, die hier nicht dargestellt
ist, mit unter hohem Druck stehenden Kraftstoff beaufschlagbar ist. In der in Figur
1 dargestellten Zeichnung ist der Injektorkörper 3 in einer Position gestellt, in
der die Düsenzulaufleitung 21 durch Anliegen einer Sitzfläche 22 des Injektors 3 am
Gehäuse 2 hochdruckseitig geschlossen ist, d. h. das im Ringraum 20 enthaltene unter
hohem Druck stehende Kraftstoffvolumen liegt zwar über die Bohrungen 12, 13, 14 am
Steuerraum 15 an und verschließt dadurch die Düse; andererseits steht im Düsenraum
der Einspritzdüse 5 kein unter hohem Druck stehender Kraftstoff an, da der Dichtsitz
22 den Düsenzulauf 21 vom Hochdrucksammelraumzulauf 11 gehäuseseitig abtrennt.
[0016] Eine Entlastung des oberen Steuerraum 6 durch Ansteuerung des elektrischen Aktors
10 führt zu einer Druckentlastung des oberen Steuerraums 6. Dadurch fährt die zylindrische
Stirnfläche des Inj ektorkörpers 3 in diesen ein, so daß sich eine vertikale Auffahrbewegung
des Injektorkörpers 3 im Gehäuse 2 des Injektors 1 einstellt. Je nachdem, welches
Steuervolumen über die Entlastungsöffnung 7 und die sich anschließende Ablaufdrossel
9 aus dem oberen Steuerraum 6 entwichen ist, fährt ein erster Schieber 23 am Injektorkörper
3 über eine gehäuseseitig ausgebildete erste Steuerkante 24. Dadurch ist bei Öffnung
der Dichtfläche 22 und damit der Druckbeaufschlagung der Düsenzulaufleitung 21 zur
Einspritzdüse 5 sichergestellt, dass kein unter hohem Druck stehender Kraftstoff direkt
in eine Ablaufleitung 28 eintreten kann, d. h. der Injektor ist leckölseitig geschlossen.
In diesem Teilhubmodus ist sicherzustellen, daß das aus dem oberen Steuerraum 6 entwichene
Steuervolumen dem Injektor 3 gerade einen Hubweg 27 aufprägt, welcher ausreichend
bemessen ist, um die Steuerkante 24 gehäuseseitig und die Injektorkörperseitig vorgesehene
Schieberkante 23 zur Überdeckung zu bringen.
[0017] Bei einer weiteren, darüber hinausgehenden Druckentlastung des oberen Steuerraumes
6 durch Öffnung der Entlastungsöffnung 7 bzw. Ansteuerung des elektrischen Aktors
10 ist ein weiteres Auffahren des Injektorkörpers 3 möglich. Dadurch kommt es zum
Öffnen des zweiten Schiebers 25 nach Passage der gehäuseseitig vorgesehenen Steuerkante
26. Ist der zweite Schieber geöffnet, so tritt eine Druckentlastung des Steuerraumes
15 durch die Ablaufdrossel 18 in den den Injektorkörper 3 umgebenden Ringraum ein,
welcher eine Ablaufleitung 28 enthält. Durch das Öffnen des zweiten Schiebers bei
einer Durchsteuerung des Ventilkörpers 3, d. h. dem Erzeugen der vollen vertikalen
Hubbewegung des Injektorkörpers 3 im diesen umgebenden Gehäuse 2, ist eine schlagartige
Druckentlastung des Steuerraumes 15 möglich, so dass der Kolben 16 mit seiner Kolbenfläche
17 in diesen einfährt. In diesem Betriebszustand öffnet die Düsennadel der Einspritzdüse
5 an ihrer Sitzfläche, so dass das in der Düsenzuleitung 21 anstehende -die Sitzfläche
22 des Injektorkörpers 3 ist geöffnet- unter hohem Druck stehende Kraftstoffvolumen
eingespritzt werden kann.
[0018] In diesem Zustand ist der Injektor druckgesteuert, während im Teilhubmodus, d. h.
der Erzeugung lediglich einer Auffahrbewegung des Injektorkörpers 3, welche dem Hubweg
27 entspricht der Injektor hubgesteuert ist.
[0019] Mit Bezugszeichen 29 ist ein Leckölraum identifiziert, in welchem sich am Kolben
16 entlangströmender Kraftstoff aus dem Steuerraum 15 sammelt. Dieser wird, wie auch
das über die Entlastungsleitung 7 aus dem oberen Steuerraum 6 abströmende Steuervolumen
sowie das über die. Ablaufdrossel 18 und die Ablaufleitung 28 aus dem im Injektorkörper
3 vorgesehenen Steuerraum 15 abströmende Steuervolumen, wieder dem Kraftstoffbehälter
zugeführt.
[0020] Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß aus Festigkeitsgründen und um einen dauerfesten
Betrieb der erfindungsgemäßen Injektorkonfiguration zu gewährleisten, sowohl der Hochdrucksammelraumzulauf
11 zum Ringraum 20 als auch der Abzweig 8 zum oberen Steuerraum 6 sowie der Düsenzulauf
21 im Gehäuse 2 des Injektors 1 als Bohrungen gestaltet sind und das Gehäuse aus hochfestem
metallischen Werkstoff gefertigt ist. Gleiches gilt für den im Gehäuse 2 des Injektors
1 auf- und abbewegbaren Injektorkörper 3.
1. Injektor zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine,
mit einem in einem Gehäuse (2) bewegbaren Injektorkörper (3), dessen vertikale Hubbewegung
relativ zum Gehäuse (2) über ein mittels eines Aktors (10) druckentlastbaren Steuerraum
(6) erfolgt, und über die vertikale Hubbewegung des Injektorkörpers (3) das Verschließen
oder die Freigabe einer im Gehäuse (2) des Injektors vorgesehenen, mit unter hohem
Druck stehendem Kraftstoff beaufschlagbaren Düsenzulaufleitung (21) zur Einspritzdüse
(5) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß am Injektorkörper (3) zur Hub-/ bzw. Drucksteuerung des Injektors versetzt zueinander
ein erster Schieber (23) und ein weiterer Schieber (25) ausgeführt sind und dass im
Injektorkörper (3) ein über einen Hochdruckzulauf (11) beaufschlagbarer Steuerraum
(15) ausgebildet ist, wobei die Schieber (23) bzw. (25) gehäuseseitig mit Steuerkanten
(24) bzw. (26) zusammenarbeiten und eine Verbindung zwischen der Düsenzulaufleitung
(21) bzw. dem Steuerraum (15) und einer Ablaufleitung (28) steuern.
2. Injektor gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teilhubweg (27) zum Schließen des ersten Schiebers (23) kleiner ist als der zur
Öffnung des weiteren Schiebers (25) notwendige Hubweg zur Druckentlastung des Steuerraumes
(15) im Injektorkörper (3).
3. Injektor gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerraum (15) über eine Ablaufdrossel (18) druckentlastbar ist.
4. Injektor gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Injektorkörper (3) ein Bohrungssystem (12), (13) sowie eine Zulaufdrossel (14)
enthält, durch welche der Steuerraum (15) konstant unter Hochdruck steht.
5. Injektor gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kolben/Druckstangen Anordnung (4), (16) mechanisch mit der Einspritzdüse (5)
verbunden ist und bei Druckentlastung des Steuerraumes (15) die Einspritzdüse (5)
öffnet.
6. Injektor gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die vertikale Hubbewegung des Injektorkörpers (3) steuernde Steuerraum (6) über
einen Abzweig (8) vom Hochdrucksainmelraumzulauf (11) beaufschlagbar und über einen
ansteuerbaren Aktor (10) mit vorgeschaltetem Ablaufdrosselelement druckentlastbar
ist.
7. Injektor gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Öffnung einer Sitzfläche (22) an einem Ringraum (20) im Gehäuse (2) des Injektors
(1) die Düsenzuleitung (21) mit Hochdruck beaufschlagt ist und gleichzeitig der erste
Schieber (23), (24) geschlossen und die Öffnung der Einspritzdüse (5), durch Druckentlastung
des Steuerraumes (15), über ein Öffnen des zweiten Schiebers (25), (26) in die Ablaufleitung
(28) erfolgt.
1. Injector for injecting fuel into the combustion chamber of an internal combustion
engine, having an injector body (3) which can be moved in a housing (2) and whose
vertical stroke movement takes place relative to the housing (2) by means of a control
space (6) which is pressure-relieved by means of an actuator (10), and by means of
a vertical reciprocating movement of the injector body (3) a nozzle inflow line (21)
which is provided in the housing (2) of the injector and to which fuel under high
pressure is applied is closed or opened with respect to the injection nozzle (5),
characterized in that a first slide (23) and a further slide (25) are formed on the injector body (3) offset
from one another in order to control the reciprocating movement and/or pressure of
the injector, and in that a control space (15) which can be affected via a high pressure inflow (11) is formed
in the injector body (3), the slides (23) and (25) interacting at the housing end
with control edges (24) and (26) and controlling a connection between the nozzle inflow
line (21) and the control space (15) and an outflow line (28).
2. Injector according to Claim 1, characterized in that a partial travel distance (27) for closing the first slide (23) is shorter than the
travel distance necessary to open the further slide (25) in order to relieve the pressure
in the control space (15) in the injector body (3).
3. Injector according to Claim 2, characterized in that the control space (15) can be pressure-relieved via an outflow throttle (18).
4. Injector according to Claim 1, characterized in that the injector body (3) contains a bore system (12), (13) and an inflow throttle (14)
by means of which the control space (15) is kept constantly at high pressure.
5. Injector according to Claim 1, characterized in that a piston/thrust rod arrangement (4), (16) is mechanically connected to the injection
nozzle (5) and opens the injection nozzle (5) when the control space (15) is pressure-relieved.
6. Injector according to Claim 1, characterized in that the control space (6) which controls the vertical reciprocating movement of the injector
body (3) can be affected by the high-pressure collecting space inflow (11) via a branch
(8) and can be pressure-relieved by means of an actuable actuator (10) with an outflow
throttle element which is connected upstream.
7. Injector according to Claim 1, characterized in that, when a seat surface (22) on an annular space (20) in the housing (2) of the injector
(1) is opened, high pressure is applied to the nozzle inflow line (21) and at the
same time the first slide (23), (24) is closed and the injection nozzle (5) is opened
by opening the second slide (25), (26) into the outflow line (28), by relieving the
pressure in the control space (15).
1. Injecteur pour l'injection de carburant dans la chambre de combustion d'un moteur
à combustion interne, comportant un corps d'injecteur (3) mobile dans un boîtier (2),
dont le mouvement de course vertical par rapport au boîtier (2) s'effectue par le
biais d'une chambre de commande (6) pouvant être dépressurisée au moyen d'un actionneur
(10), le mouvement de course vertical du corps d'injecteur (3) effectuant la fermeture
ou la libération d'une conduite d'entrée de buse (21) menant à la buse d'injection
(5), prévue dans le boîtier (2) de l'injecteur et pouvant recevoir du carburant sous
haute pression,
caractérisé en ce qu'
au niveau du corps d'injecteur (3), pour la commande de course ou de pression de l'injecteur,
un premier tiroir (23) et un autre tiroir (25) sont décalés l'un par rapport à l'autre,
une chambre de commande (15) pouvant être mise sous pression par l'intermédiaire de
l'entrée de la chambre collectrice haute pression (11) est configurée dans le corps
d'injecteur (3), les tiroirs (23) ou (25) coopérant du côté du boîtier avec des arêtes
de commande (24) ou (26) et commandant ainsi une liaison entre la conduite d'entrée
de buse (21) ou la chambre de commande (15), et une conduite d'évacuation (28).
2. Injecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
un trajet de course partiel (27) permettant la fermeture du premier tiroir (23) est
inférieur au trajet de course nécessaire à l'ouverture de l'autre tiroir (25) pour
la dépressurisation de la chambre de commande (15) dans le corps d'injecteur (3).
3. Injecteur selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la chambre de commande (15) peut être dépressurisée par un étrangleur d'évacuation
(18).
4. Injecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le corps d'injecteur (3) contient un système d'alésages (12, 13), ainsi qu'un étranglement
d'entrée (14) qui maintient la chambre de commande (15) constamment sous haute pression.
5. Injecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
un ensemble piston/poussoir (4), (16) est relié mécaniquement à la buse d'injection
(5) et ouvre la buse d'injection (5) lors de la dépressurisation de la chambre de
commande (15).
6. Injecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la chambre de commande (6) commandant le mouvement de course vertical du corps d'injecteur
(3) peut être mise sous pression par un embranchement (8) à partir de l'entrée de
la chambre collectrice haute pression (11) et peut être dépressurisée par un actionneur
(10) pouvant être commandé et doté d'un élément d'étranglement d'évacuation en amont.
7. Injecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
lors de l'ouverture d'une surface d'appui (22) au niveau d'un espace annulaire (20)
dans le boîtier (2) de l'injecteur (1), la conduite d'entrée de buse (21) est mise
sous haute pression et en même temps le premier tiroir (23), (24) est fermé, et l'ouverture
de la buse d'injection (5), par une dépressurisation de la chambre de commande (15),
s'effectue par une ouverture du deuxième tiroir (25), (26) dans la conduite d'évacuation
(28).
