[0001] Die Erfindung betrifft eine Abfüllvorrichtung und ein Verfahren zum Abfüllen von
Schüttgütern in einseitig offene Säcke, Trommeln mit Innensäcken, oder sogenannte
Big Bags.
[0002] Bei der Befüllung von Kunststoffsäcken mit staubförmigen oder körnigen Schüttgütern
kommt es im Füllkopf zur Anhaftung von Staubteilchen (Produkt). Wenn nach der Befüllung
der Sack entfernt wird, ist der Füllkopf nach außen offen und das anhaftende Produkt
fällt auf die darunter liegende Waage ( Nachteile → Kreuzkontamination, Reinraumverschmutzung,
Luft und Wassergefährdung, erhöhter Schutz beim Abfüllen für das Personal nötig, Materialkorrosion,
Wiegefehler durch Verschmutzung, erschwerte Einhaltung der GMP Vorschriften)
[0003] Eine bekannte Alternative ist das Endlosschlauchsystem, hier liegen die Vorteile
zu bisher verwendeten Abfüllanlagen, dass hier ebenfalls staubarm der Gebindewechsel
durchgeführt werden kann. Der Nachteil dieses Systems liegt in der geringen Aufnahmekapazität
des sogenannten Endlossackes von ca. 30 m bei < 100 µm (Mikrometer), wobei hier die
geringe Materialstärke, wenn ein Gebinde mit > 25 kg Netto befüllt wird, ein Problem
hervorrufen kann. Der Sack kann beim Herausheben aus der Trommel jedoch sehr leicht
zerreißen.
[0004] Das Verschließen des Endlossackes kann mittels Klammern oder Verschweißen erfolgen,
wobei hier ebenfalls nur dünnes Sackmaterial < 100 µm von Vorteil ist. Beim Schweißen
kann mit niederen Temperaturen gearbeitet werden bzw. beim Klammern wird der Abschluss
dichter, da das dünnere Material besser zusammengepresst werden kann, sollte dickeres
Material zum Einsatz kommen, so ist mit leicht undichten Bodenverschlüssen zu rechnen.
[0005] Ein Problem beim Schweißen ist auch noch, das eine relativ saubere Sackinnenfläche
benötigt wird, da sonst die Schweißnaht nicht sauber ausgeführt wird und diese aufgehen
kann.
[0006] Eine Abfüllanlage besteht im Wesentlichen aus einem Vorlagebunker, einer Dosiereinrichtung
und dem sogenannten Füllkopf. Als Dosiereinrichtung werden Schwenkschieber, Quetschschläuche
oder Förderschnecken, als Füllkopf werden einfache offene Rohre oder nach unten verjüngte,
konische, offene Zylinder (Kegelstumpf) verwendet. Die Abdichtung vom Füllkopf zum
einseitig offenen Sack (Big-Bag) wird üblicherweise mit Blähmanschetten ohne Ring
(Vorteil: nach außen sehr dicht, Material wird gespannt. Nachteil: sehr großer Füllkopf,
unflexibel auf unterschiedliche Sackdurchmesser, Sackm a-terial kann beim Aufblasen
zerreißen, hohe Ersatzteilhaltung für unterschiedliche Sackdurchmesser), bzw. Blähmanschetten
mit Ring, Ring oder Trichterklemmung, einer Sackschnalle oder Vakuum bzw. Blähmanschette
innenwirkend durchgeführt (Vorteil: kleinerer Füllkopf möglich, flexibel auf unterschiedliche
Sackdurchmesser )
[0007] Wie sieht es aus, wenn man ein Absperrorgan z.B. eine Klappe am Füllkopfende anbringt?
Ein normales Absperrorgan (Ventil, Klappe oder Schi e-ber) am offenen Ende des Füllkopfes
verhindert zwar das Nachfallen von Produkt aus dem Füllrohr, da dieses Absperrorgan
aber ebenfalls mit Produkt kontaminiert wird, fällt auch von diesem das Produkt beim
Gebindewechsel nach unten.
[0008] Alle bisher bekannten Vorrichtungen (Ausnahme: Endlossacksystem während des Betriebs;
beim Kartuschenwechsel treten jedoch dieselben Probleme auf) gewährleisten erfahrungsgemäß
keinen ausreichenden Schutz vor dem Nachfallen von Produkt aus dem Füllkopf (Füllrohr).
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine dazu gehörende
Vorrichtung bereitzustellen, die gewährleisten, dass beim Gebindewechsel kein Produkt
in die Umwelt gelangt.
[0010] Gegenstand der Erfindung ist demnach eine Vorrichtung zum staubarmen Gebindewechsel
von einseitig offenen Säcken und Big-Bags mit staubförmigen oder körnigem Schüttgut,
die dadurch gekennzeichnet ist, dass im Füllkopf Mittel vorgesehen sind, um einen
nach dem Befüllen eines Gebindes am Füllkopf verbleibenden Restgebindeschlauch ("Restgebinde")
zu greifen und durch die Austrittsöffnung des Füllkopfes hindurch abzuziehen. Die
erfindungsgemässe Vorrichtung hat den Vorteil, dass beim Gebindewechsel die Gefahr
einer Verschmutzung der Umgebung im Vergleich mit bekannten Vorrichtungen geringer
ist. Insbesondere kann ein leeres Gebinde bereits unter dem beidseitig offenen Restgebinde
angeordnet sein, bevor diesesr durch die Austrittsöffnung des Füllkopfes hindurch
nach oben abgezogen wird. Die Greifmittel können beispielsweise ein bewegliches Greifwerkzeug,
z.B. eine bewegliche Greifzange oder Greifarm, sein, mit welchem das Restgebinde gepackt
und durch die Austrittsöffnung hindurch nach oben, d.h. entgegen der Richtung des
Abfüllstromes, entfernt werden kann. Es ist denkbar, dass der Füllkopf über eine Leitung
mit Absperreinrichtung in Verbindung mit einer Unterdruckquelle ist. Dies hat den
Vorteil, dass eine Sogwirkung in den Füllkopf hinein einstellbar ist, wenn der Restsack
entfernt wird.
[0011] Vorteilhaft sind die Greifmittel ein in den Füllkopf oder in das Füllrohr mü n-dendes
oder am Füllkopf angeschlossenes, zusätzliches Rohr, nachfolgend auch "Restsackabsaugrohr"
genannt, welches mit einer Unterdruckquelle in Verbindung steht. Durch das zusätzliche
Absaugrohr ist es möglich, dass ein nach dem Verschließen und Abtrennen des gefüllten
Gebindes am Füllkopf zurückbleibender Gebindeschlauch, nachfolgend auch "Restgebinde"
genannt, durch das an den Füllkopf angeschlossene Absaugrohr an- und abgesaugt werden
kann. Besonders leicht kann das Restgebinde abgesaugt werden, wenn dieses beim Abtrennen
des Gebindes zu einem Restsack verschlossen wird. Denkbar ist, dass das Absaugrohr
direkt an das Füllrohr angeschlossen ist und dass entsprechend der Restsack durch
das Füllrohr abgezogen wird.
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird nach dem Befüllen der am Füllkopf eingeklemmte
Sack (Inliner, Big Bag) mittels einer Verschliesseinrichtung mit Klammern, Kabelbindern,
Sackschließern oder dergleichen zweifach, d.h. mittels zwei in Abstand voneinander
vorgesehenen Abklemmstellen, verschlossen. Das Abfüllgebinde kann sodann zwischen
den Verschlüssen getrennt (durchgeschnitten) werden. Am Füllkopf bleibt der Restsack
zurück. Durch den Restsack bleibt der Füllkopf auch nach der Entfernung des gefüllten
Gebindes nach außen verschlossen. Selbst wenn der Verschluss des Restsackes nicht
exakt ausgeführt sein sollte, kann durch Anlegen eines Unterdrucks an den Füllkopf
kein Produkt in die Umwelt gelangen, da die Flussrichtung zum Absauggebläse (Unterdruckerzeuger)
einer Entstaubungsanlage wirkt. Über das Restsackabsaugrohr kann dann am Abfüllkopf
ein leichter Unterdruck angelegt werden, wobei der obere (vom vollen Gebinde abgebundene
Sackteil = Restsack) angesaugt wird. Anstelle von zwei Abklemmstellen kann auch eine
einzige breite Abklemmstelle zum Ei n-satz kommen. Als breite Abklemmstelle soll ein
Verschluss, z.B. Schweissstelle, einer solchen Breite verstanden sein, der ermöglicht,
das Gebinde in ein verschlossenes, gefülltes Gebinde und einen Restsack mit einer
Restsacköffnung zu trennen.
[0013] Das volle Gebinde wird vom Waagentisch genommen und ein frisches Gebinde vorbereitet
und in Warteposition gebracht. Dieses Gebinde ist nun genau unterhalb des angesaugten
Restsackes. Dieser Restsack wird nun über das Restsack-Absaugrohr vorzugsweise in
eine Entstaubungsanlage abgesaugt. Da das frische Gebinde unter dem Restsack vorbereitet
ist und eine Gasströmung in Richtung zum Entstaubungsgebläse wirkt, kann kein Staub
(Produkt) auf den Waagentisch gelangen.
[0014] Vorteilhaft ist, wenn das Restsackabsaugrohr mittels eines Absperrorgans verschließbar
ist. Dies hat den Vorteil, dass beim Befüllen kein Schüttgut in das Absaugrohr gelangen
kann. Auch kann das Absaugrohr permanent mit einem Unterdruck beaufschlagt sein. Zweckmäßigerweise
erstreckt sich das Restsackabsaugrohr in den Füllkopf hinein. Dadurch kann der Restsack
leicht gefasst und abgesaugt werden. Wenn das Restsackabsaugrohr beweglich und eine
bestimmte Strecke in Richtung zur Austrittsöffnung bewegbar ist, kann der Restsack
besonders leicht gefasst werden.
[0015] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Ende des Restsackabsaugrohrs
als Verschlussklappe oder Ventilklappe für die Austrittsöffnung des Füllkopfes ausgebildet.
Dies hat den Vorteil, dass kein Schüttgut aus dem Füllkopf fallen kann.
[0016] Das Absaugrohr kann starr ausgeführt und mit einem Absperrorgan versehen am Füllkopf
angebracht sein. Vorzugsweise ist das Absaugrohr beweglich im Füllkopf als Absperrorgan
mit Hohlwelle weitergeführt, welches die Austrittsöffnung des Füllkopfs beim Gebindewechsel
nach außen verschließt.
[0017] Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren zum Abfüllen von staubförmigem
oder körnigem Schüttgut, welches dadurch charakterisiert ist, dass das am Füllkopf
verbleibende Restgebinde durch die Austrittsöffnung abgezogen wird. Dieses Verfahren
hat den Vorteil, dass der Gebindewechsel schneller vonstatten gehen kann und die Kontaminationsgefahr
der Umgebung geringer ist.
[0018] Gemäss einer besonders bevorzugten Verfahrensvariante wird das Gebinde mittels einer
breiten Schweissnaht oder zwei in Abstand voneinander angeordneten und quer zur Sacköffnung
verlaufenden Abklemmstellen verschlossen derart, dass nach dem Abtrennen des befüllten
Gebindes ein den Füllkopf verschliessender Restsack verbleibt. Der Restsack kann dann
durch die Austrittsöffnung mittels eines Unterdruckes und/oder beweglichen Greifmitteln
abgezogen werden. Dies hat den Vorteil, dass eine Kontamination der Umgebung mit nachrutschendem
Schüttgut ausgeschlossen ist, da die Austrittsöffnung durch den Restsack verschlossen
bleibt. Folglich ist eine Kontamination der unter dem Füllkopf sich befindlichen Waage
praktisch ausgeschlossen. Wird der Füllkopf mit einem Unterdruck beaufschlagt, wird
loses Schüttgut in den Füllkopf hinein gezogen. Das Verfahren bietet entsprechend
die Vorteile eines Endlosschlauchsystem, vermeidet jedoch dessen Nachteile.
[0019] Zweckmässigerweise wird das Gebinde mit mindestens 2 Stück Sackschließern, Kabelbinder
oder Klammern zur Bildung von zwei Abklemmstellen ve r-schlossen. Denkbar ist jedoch
auch, an Stelle von zwei Abklemmstellen eine einzelne breite Abklemmstelle, z.B. durch
Verschweißen, herzustellen und diese in ungefähr in der Mitte zu durchtrennen, sodass
ein verschlossenes, gefülltes Gebinde am Füllkopf und ein die Austrittsöffnung verschliessender
Restsack zurückbleibt.
[0020] Vorteilhaft wird am Füllkopf mit angeschlossenem, verschlossenem Gebinde bereits
vor dem Abtrennen des gefüllten Gebindes ein vorzugsweise leichtes Vakuum angelegt.
Dies hat den Vorteil, dass keine Staubpartikel aus dem Füllkopf an die Umgebung austreten
können, da diese durch den Unterdruck in Richtung zur Unterdruckquelle gesaugt werden.
[0021] Vorzugsweise wird der Restsack in eine Entstaubungsanlage abgezogen. Dort oder vor
der Entstaubungsanlage kann eine Vorrichtung zum Abtrennen des Restsackes vorgesehen
sein.
[0022] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren beispielhaft beschrieben.
Es zeigt:
Figur 1 einen Füllkopf mit einer bekannten Blähmanschette ohne Ring;
Figur 2 einen Füllkopf mit einer Blähmanschette und einem Ring;
Figur 3 einen Füllkopf mit einer durch Ring- oder Trichterklemmung realisierten Abdichtungvorrichtung;
Figur 4 einen Fülllkkopf mit einer Abdichtungvorrichtung bestehend aus einer Sackschnalle;
resp.
Figur 5 einen Füllkopf mit einer Vakuum bzw. Blähmanschette innenwirkend;
Figur 6 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abfüllvorrichtung mit
verschlossener Austrittsöffnung;
Figur 7 die Vorrichtung von Figur 6 im Abfüllzustand (Gebinde wird befüllt)
Figur 8 die Vorrichtung von Figur 6 nach dem Schließen des Sackes
Figur 9 die Vorrichtung von Figur 6 nach dem Trennen des Sackes zwischen den Sackschließern
und mit einem neuen leeren Sack unter der Abfüllstelle plaziert;
Figur 10 die Vorrichtung von Figur 6 während des Absaugens des Restsakkes vom Füllkopf
in das Restsack-Absaugrohr;
Figur 11 schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abfüllvorrichtung.
[0023] Die Figuren 1 bis 5 zeigen den Stand der Technik der derzeit hauptsächlich verwendeten
Sackklemmvorrichtungen 19 zum lösbaren Anbringen eines einseitig offenen Gebindes
13, z.B. eines Sackes, an einen Füllkopf 11. Figur 1 zeigt einen Füllkopf 11 mit einer
Blähmanschette 15, jedoch ohne Ring. Diese Ausführungsform einer Abdichtungsvorrichtung
hat den Vorteil, dass diese nach außen sehr dicht ist. Nachteile hingegen sind, dass
der Füllkopf 11 sehr voluminös ist und auf einen bestimmten Sackdurchmesser abgestimmt
ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass das Sackmaterial beim Aufblasen zerreißen kann.
Sollen Säcke mit unterschiedlichem Sackdurchmesser befüllt werden, so muss ein großes
Lager an Auswechselteilen vorhanden sein.
[0024] Die bekannte Abdichtungsvorrichtung gemäß Figur 2 besitzt eine Blähmanschette 15
mit einem Ring 17. In der Praxis werden zur Abdichtung auch Ring- oder Trichterklemmungsvorrichtungen
16 (Figur 3) eingesetzt. Bei diesen Ausführungsformen wird das zu befüllende Gebinde
(Sack) mittels eines Ringes 18 von außen an den Trichtermantel geklemmt. Bekannt ist
auch eine Abdichtungsvorrichtung mit einer an einer Gurte 22 angeordneten Sackschnalle
20 (Figur 4). Zum Befestigen eines Gebindes am Füllkopf 11 wird die Gurte 22 um den
Füllkopf und das über den Füllkopf gestülpte Gebinde gelegt und mit der Sackschnalle
20 geschlossen. Die Figur 5 zeigt schließlich noch einen Füllkopf mit einer Vakuum-
bzw. Blähmanschette 21. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass die Dichtung innenwirkend
durchgeführt ist. Im Unterschied zur Blähmanschette ohne Ring (Figur 1) haben die
Ausführungsformen gemäß den Figuren 2 bis 5 den Vorteil, dass der Füllkopf weniger
voluminös ausgebildet sein kann. Außerdem sind die Füllköpfe für unterschiedliche
Sackdurchmesser geeignet.
[0025] Die in den Figuren 6 bis 10 gezeigte Abfüllvorrichtung 23 besitzt einen durch einen
Trichter 25 gebildeten Füllkopf 11, an welchem ein Sack (Gebinde) 13 befestigt ist.
Zur Befestigung des Gebindes 13 ist eine Sackklemmvorrichtung 19, z.B. eine von aussen
angepresste Blähdichtung, vorgesehen, welche weiter unten noch näher beschrieben wird.
Im Trichter 25 ist ein Absaugrohr 27 vorgesehen. Das Absaugrohr 27 ist mit einem Rohr
29 verbunden, welches mit einer in den Figuren nicht gezeigten Unterdruckquelle, z.B.
mit einem Ventilator mit Abluftfilter, in Verbindung steht. Eine Absperrvorichtung
31, z.B. ein Ventil, erlaubt, das Absaugrohr 27 gegenüber der Unterdruckquelle luftdicht
zu verschließen. Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Absaugrohr 27 gegenüber
dem Rohr 29 axial verschiebbar angeordnet. Zu diesem Zweck ist ein Schieberohr oder
Balg 33 vorgesehen, welcher das Absaugrohr 27 mit dem Rohr 29 verbindet. Mittels einer
nicht gezeigten motorischen, hydraulischen oder pneumatischen Einrichtung ist das
Absaugrohr 27 in der Höhe verstellbar. Im abgesenkten Zustand (Figur 6) befindet sich
das Ende des Absaugrohres 27 im Bereich der Austrittsöffnung des Trichters 25.
[0026] Gemäss der gezeigten bevorzugten Ausführungsform ist das Absaugrohr 27 zu einer Verschlussklappe
35 verbreitert. Die Verschlussklappe 35 hat einen Durchmesser, welcher etwa der Austrittsöffnung
37 des Trichters 25 entspricht und den Füllkopf nach außen verschließt.
[0027] In den Trichter 25 mündet auch ein Füllrohr 39. Das Füllrohr 39 ist über eine Absperreinrichtung
mit einem Vorratsbehälter (beides in den Figuren nicht gezeigt) für ein pulverförmiges
oder körniges Schüttgut in Verbindung. Im Füllrohr 39 können bekannte Dosiereinrichtungen
integriert sein, um die Menge des abzufüllenden Schüttgutes zu dosieren.
[0028] Gemäss der gezeigten bevorzugten Ausführungsform mündet ein zweites Rohr 41 in den
Trichter 25. Das Rohr 41 dient als Gaspendelleitung und steht mit einer Filteranlage
und/oder dem Füllbunker in Verbindung. Über die Gaspendelleitung 41 wird in der Atmosphäre
des Füllkopfes vorhandenes Produkt während des Abfüllvorgangs in den Füllbunker zurückgeführt.
In der Filteranlage wird im Luft- oder Gasstrom enthaltenes Schüttgut abgesondert.
An die Filteranlage kann eine Unterdruckquelle angeschlossen sein. In diesem Fall
kann die Gaspendelleitung 41 auch als Restsackabsaugrohr 27 eingesetzt werden.
[0029] Eine Leitung 45 ist in Strömungsrichtung gesehen vor der Absperrvorrichtung 31 an
das Absaugrohr 27 angeschlossen. Mittels eines Ventils 47 kann die Leitung 45 abgesperrt
werden. Eine Bypass-Leitung 49 ist vor und nach dem Ventil 47 an die Leitung 45 angeschlossen.
In der Bypass-Leitung 49 ist ein Ventil 51 und ein Kleinströmungsmesser 53 vorgesehen.
Die Leitungen 45 und 49 dienen dazu, entweder das Absaugrohr 27 während des Befüllens
mit einem kleinen Gasstrom zu spülen oder ein neues Gebinde 13 via Leitung 39 mittels
eines stärkeren Gasstroms aufzublasen.
[0030] Die nur schematisch gezeigte Sackklemmvorrichtung 19 besitzt einen oder mehrere Hubzylinder
55, welche sich mit einem Ende an den Aufhängungspunkten 57 an der Abfüllvorrichtung
23 abstützen. Das andere Ende der Hubzylinder greift am Klemmring 18 an. Die Hubzylinder
sind in Achsrichtung (Pfeil 61) längenverstellbar.
[0031] Die Figuren 7 bis 10 zeigen die einzelnen Schritte bei der Befüllung eines Gebindes
13 im Detail. In Figur 8 ist ersichtlich, dass beim Verschließen des Gebindes 13 zwei
in kurzem Abstand voneinander angeordnete Abklem m-stellen 62a, 62b oder Gebindeverschlüsse
angebracht werden. Die erste Abklemmstelle 62a verschließt das Gebinde 13, die zweite
Abklemmstelle 62b verschließt den am Füllkopf verbleibenden Gebindeschlauch zum sogenannten
Restsack 63.
[0032] Optional kann an der Sackklemmvorrichtung 19 eine Restsackhaltevorrichtung 64 vorgesehen
sein. Die Restsackhaltevorrichtung 64 kann den Restsack 63 am Füllkopf 11 festklemmen,
selbst wenn der Klemmring 18 bereits gelöst ist.
[0033] Das zweite Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Abfüllvorrichtung. hat einen
Füllkopf 11a, in welchen ein Füllrohr 39 und ein Absaugrohr 27 münden. Mit einer im
Füllkopf 11a vorgesehenen beweglichen, vorzugsweise verschwenkbaren Klappe 65 kann
das Füllrohr 39 resp. das Absaugrohr 27 verschlossen werden. Denkbar ist jedoch auch,
für jedes Rohr 39, 27 separate Absperrvorrichtungen einzusetzen. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist die Klappe 65 um eine Schwenkachse 67 verschwenkbar. Dabei ist in der einen Endstellung
das Füllrohr 39 (Fig. 11), und in der anderen Endstellung das Absaugrohr 27 verschlossen.
Die Abdichtung zum einseitig offenen Sack 13 sowie der Gebindewechsel kann wie bei
Fig. 6 gezeigt erfolgen. Entsprechend wurde in der Fig. 11 auf die Darstellung der
Hubzylinder, Spülleitu n-gen usw. verzichtet.
[0034] Das Abfüllen von entsprechendem Schüttgut mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung verläuft
dabei folgendermaßen:
[0035] Zuerst wird das Gebinde vorbereitet. Der Sack 13 oder auch Big-Bag wird am Füllkopf
11 vorzugsweise mittels Ring- oder Trichterklemmung oder Blähring angeschlossen (Figur
6). Das Gebinde 13 besteht aus einem gasundurchlässigen, flexiblen Material. Das Gebinde
13 wird zuerst bestmöglich evakuiert. Die Atmosphäre wird über das Restsack-Absaugrohr
29 (Figur 6) bei offenem Absperrorgan 31 zu einer Filteranlage (Entstaubung) abgesaugt.
Nun wird das Absperrorgan 31 geschlossen und dann das Gebinde 13 vorzugsweise mit
einem Inertisierungsgas (Stickstoff, CO
2, Edelgas) aufgeblasen. Das Ventil 47 bleibt solange geöffnet, bis das Gebinde 13
mit Gas befüllt ist. Nach dem Aufblasen des Gebindes wird auf Spülung umgestellt.
Das Ventil 51 wird geöffnet und über den Kleinströmungsmesser 53 strömt eine kleine
Menge Luft oder Inertgas laufend über das Restsack-Absaugrohr 27 in den Füllkopf 11.
Mit dem Öffnen des Ventils 51 wird gleichzeitig auch der untere Teil des Restsackabsaugrohres
27 mittels Hubzylinder 55 gehoben. Die Dosierung vom Abfüllbunker in das Abfüllgebinde
13 kann über die Befüllschurre resp. Füllrohr mit allen bekannten Methoden (Quetschschlauch,
Schnecke oder Schwenkschieber) durchgeführt werden. Es ist von Vorteil, wenn zwischen
Abfüllbunker und Abfüllgebinde eine Gaspendelung via Rohr 41 durchgeführt wird. Diese
ist aber nicht unbedingt notwendig, verhindert aber Produktverluste Richtung Entstaubung
und vermindert so die Instandhaltungskosten. Nach Beendigung der Befüllung, wird das
Gebinde 13 mit Kabelbinder, Sackschließer oder Klammern an zwei in Abstand voneinander
angeordneten Stellen 62a,62b verschlossen zwecks Bildung von zwei Abklemmstellen 62a,
62b. Die beiden Abklemmstellen 62a, 62b können auch zwei schmale Schweissnähte oder
eine einzelne breite Schweissnaht sein. Nun wird der untere Teil des Restsackabsaugrohres
27 mittels Hubzylinder 55 abgesenkt und gleichzeitig das Absperrorgan 51 (Inertgasspülung)
geschlossen. Das Absperrorgan 31 wird geöffnet und über das Restsackabsaugrohr 27,29
ein leichter Unterdruck zwischen Füllkopf 11 und Gebinde 13 angelegt, sodass der obere
Teil des Sackes 63 (=Restsack) angesaugt wird. Im Falle des Vorhandenseins einer zusätzlichen
Restsackhalterung 64, kann diese aktiviert werden, d.h. der Sack wird, bevor er eingesaugt
werden kann, mit diesen Restsackhaltern zurückgehalten. Dabei wird der Restsack 63
durch die Restsackhalter 64 am Füllkopf 11 in Eingriff genommen. Entsprechend kann
dann der von einem Gebläse maximal erzeugte Unterdruck sofort angelegt werden. Zwischen
den Verschlussstellen 62a, 62b wird der Sack 13 durchgeschnitten (getrennt). Das volle
Gebinde 13 wird nun von der Waage genommen, und ein neues Gebinde 13 wird durch Absenken
des Klemmringes 18 mittels Hubzylinder 55 und Einfädeln eines neuen Sackes vorbereitet
und in Warteposition gebracht, das heißt, unmittelbar unter dem Füllkopf mit festgehaltenem
Restsack 63 ist nun ein leerer Sack 13 positioniert. Nun wird über das Restsackabsaugrohr
27,29 der Unterdruck erhöht (das Vakuum wird besser), und der Restsack 63 wird über
das Restsackabsaugrohr 27,29 abgesaugt und ausgesondert. Die Gebläseleistung wird
nun wieder zurückgefahren, auf Umluftabsaugung gestellt und das frische Gebinde 13
fertig an den Füllkopf angeschlossen.
[0036] Das Abfüllen von entsprechendem Schüttgut mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß
dem zweiten Ausführungsbeispiel verläuft folgendermaßen:
[0037] Zuerst wird das Gebinde vorbereitet, und der Sack 13 wird am Füllkopf (vorzugsweise
Ring- oder Trichterklemmung) angeschlossen. Die Dosierung des Schüttgutes erfolgt
nun aus dem Vorlagebunker mit einer nicht näher gezeigten, bekannten Dosiereinrichtung
über Füllrohr 39 in das Abfüllgebinde 13.
[0038] Nach Beendigung der Befüllung wird das Gebinde 13 mit Kabelbindern, Sackschließern,
Klammern zweimal zur Bildung von zwei in Abstand vonei n-ander angeordneten Abklemmstellen
verschlossen. Alternativ könnte auch eine breite Schweissnaht vorgesehen werden. Das
Absperrorgan 31 öffnet zum Restsackabsaugrohr 27 und verschließt gleichzeitig das
Befüllrohr 39. Nun wird ein leichter Unterdruck (Vakuum) zwischen Füllkopf 11a und
Gebinde 13 angelegt, sodass der obere Teil des Sackes (Restsack 63) angesaugt wird.
Alternativ kann eine zusätzliche Restsackhalterung 64 (siehe Figur 6) aktiviert werden,
welche den Restsack am Füllkopf festhält. Ist die Restsackhalterung 64 aktiviert,
kann der von einem Gebläse maximal erzeugte Unterdruck sofort angelegt werden. Zwischen
den Verschlüssen 62a, 62b wird der Sack 13 durchgeschnitten (getrennt). Das volle
Gebinde 13 wird nun von der Waage genommen, ein neues Gebinde 13 wird durch Absenken
des Klemmringes 18 mittels Hubzylinder 55 und Einfädeln eines neuen Sackes vorbereitet
und in Warteposition gebracht, das heißt, unmittelbar unter dem Füllkopf 11a mit festgehaltenem
Restsack 63 befindet sich nun ein leerer Sack 13. Nun wird über das Restsackabsaugrohr
27 der Unterdruck erhöht (das Vakuum wird besser), und der Restsack 63 wird über das
Restsackabsaugrohr 27 z.B. in eine Filteranlage oder Trennkammer abgesaugt. Die Gebläseleistung
wird nun wieder zurückgefahren, auf Umluftabsaugung umgestellt, und das frische Gebinde
13 fertig an den Füllkopf 11a angeschlossen.
[0039] Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung wird somit gewährleistet, dass beim Gebindewechsel
bei einer Abfüllanlage mit staubförmigen oder körnigem Schüttgut, wie etwa von Feinchemikalien
oder Wirkstoffen dieser staubarm erfolgt. Dadurch werden Verunreinigungen der Anlage,
der Abfüllgebinde und Paletten vermieden, wodurch die damit verbundene Reinigung derselben
entfällt. Zudem wird eine Kontamination der Abfüllmannschaft bzw. mögliche Kreuzkontaminationen
mit anderen Chemikalien verhindert. Bei einem Unterbruch der Abfüllung (Produktmangel
oder Ende einer Charge) bleibt der Fülkopf nach außen geschlossen, da nach Figur 6
die Verschlusskappe 35 des Restsackabsaugrohrs 27 den Füllkopf 11 verschließt bzw.
zusätzlich wie bei Figur 6 der Restsack 62a, 62b am Füllkopf zurückbleibt, bis mit
einer neuerlichen Abfüllung begonnen wird und somit die Anlage inertisiert bleibt.
Anhaftendes Produkt im Füllkopf wird keinen äußeren Umwelteinflüssen ausgesetzt.
Legende:
[0040]
- 11
- Füllkopf
- 13
- Gebinde
- 15
- Blähmanschette
- 16
- Ring- oder Trichterklemmungsvorrichtung
- 17
- Ring der Blähmanschette
- 18
- Klemmring
- 19
- Sackklemmvorrichtung
- 20
- Sackschnalle
- 21
- Vakuummanschette
- 22
- Gurte
- 23
- Abfüllvorrichtung
- 25
- Trichter
- 27
- Absaugrohr
- 29
- Rohr
- 31
- Absperrvorrichtung (Ventil)
- 33
- Balg oder Schieberohr
- 35
- Verschlussklappe
- 37
- Austrittsöffnung des Trichters
- 39
- Füllrohr
- 41
- Gaspendelleitung (zweites Rohr am Füllkopf), (optional)
- 43
- Filteranlage
- 45
- Gaszuführungsleitung
- 47
- Ventil in der Gaszuführungsleitung
- 49
- Bypass-Leitung
- 51
- Ventil der Bypass-Leitung
- 53
- Kleinströmungsmesser
- 55
- Hubzylinder
- 57
- Aufhängepunkte der Hubzylinder
- 59
- Aufhängungspunkten
- 61
- Pfeil (Bewegungsrichtung der Hubzylinder)
- 62a,62b
- Abklemmstellen resp. Gebindeverschlüsse
- 63
- Restsack
- 64
- Restsackhaltevorrichtung
- 65
- Klappe des zweiten Ausführungsbeispiels
- 67
- Schwenkachse der Klappe 65
1. Abfüllvorrichtung (23) zum Abfüllen von staubförmigem oder körnigem Schüttgut, mit
- einem eine Austrittsöffnung (37) aufweisenden Füllkopf (11),
- mindestens einem in den Füllkopf (11) mündenden Füllrohr (39), sowie
- Mitteln (19) zum Befestigen eines Gebindes (13) am Füllkopf (11),
dadurch gekennzeichnet,
dass im Füllkopf (11) Mittel vorgesehen sind, um ein nach dem Befüllen und Abtrennen eines
Gebindes am Füllkopf (11) verbleibendes "Restgebinde" oder "Restsack" zu greifen und
durch die Austrittsöffnung (37) hindurch abzuziehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Greifmittel ein in den Füllkopf (11) oder in das Füllrohr (39) mündendes oder
am Füllkopf (11) angeschlossenes, zusätzliches Rohr (27) ist, nachfolgend auch " Restsackabsaugrohr"
genannt, welches mit einer Unterdruckquelle in Verbindung steht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Restsackabsaugrohr (27) mittels eines Absperrorgans (31) verschließbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3 dadurch gekennzeichnet, dass das Restsackabsaugrohr (27) sich in den Füllkopf (11) hinein erstreckt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet ist, dass das Restsackabsaugrohr (27) beweglich ist und eine bestimmte Strecke in Richtung
zur Austrittsöffnung (37) bewegbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abschnitt des Absaugrohrs (27) als längenveränderbarer Balg (33) oder Schieberohr
ausgeführt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet ist, dass das Ende des Restsackabsaugrohrs (27) mit einer Verschlussklappe (35) oder Ventilklappe
für die Austrittsöffnung (37) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet ist, dass das Füllrohr (39) mit einem Vorlagebunker in Verbindung steht und dass weiter eine
Gaspendeleitung (41) zwischen dem Füllkopf (11) und dem Vorlagebunker vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Füllrohr (39) und dem Vorlagebunker mindestens eine Absperreinrichtung
und gegebenenfalls eine Dosiereinrichtung vorgesehen ist.
10. Verfahren zum Abfüllen von staubförmigem oder körnigem Schüttgut, bei welchem Verfahren
ein einseitig offenes Gebinde (13) an einem eine Austrittsöffnung aufweisenden Füllkopf
(11) angeordnet und Schüttgut in das Gebinde (13) abgefüllt und das Gebinde (13) nach
dem Befüllen und Verschliessen an mindestens einer Abklemmstelle (62a) verschlossen
und oberhalb der Abklemmstelle (62a) vom Rest des Gebindes abgetrennt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass das am Füllkopf (11) verbleibende Restgebinde (13) durch die Austrittsöffnung (37)
abgezogen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebinde (13) mittels einer breiten Schweissnaht oder zwei in Abstand voneinander
angeordneten und quer zur Sacköffnung verlaufenden Abklemmstellen (62a,62b) verschlossen
wird derart, dass nach dem Abtrennen des befüllten Gebindes ein Restsack am Füllkopf
(11) verbleibt, welcher durch die Austrittsöffnung (37) abgezogen werden kann.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das befüllte Gebinde (13) an zwei in Abstand voneinander angeordneten und quer zur
Sacköffnung verlaufenden Abklemmstellen (62a,62b) verschlossen wird, dass das Gebinde
(13) anschließend zwischen den Abklemmstellen (62a,62b) durchtrennt wird, sodass ein
die Austrittsöffnung verschliessender Restsack am Füllkopf (11) verbleibt, dass an
den Füllkopf (11) ein Unterdruck angelegt und der Restsack durch den Füllkopf (11)
abgezogen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Gebinde (13) mit mindestens 2 Stück Sackschließern, Kabelbindern oder Klammern,
zwei schmalen Schweißnähten oder einer einzelnen breiten Schweißnaht zur Bildung von
zwei Abklemmstellen (62a,62b) verschlossen wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Füllkopf (11) mit angeschlossenem, verschlossenem Gebinde (13) bereits vor dem
Abtrennen des gefüllten Gebindes (13) ein vorzugsweise leichtes Vakuum angelegt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllkopf (11) mit einer bewegbaren Verschlusskappe (35) des Restsackabsaugrohres
(27) geschlossen und durch Öffnen von Absperrorgan des Restsackabsaugrohres (27,29)
zur Entstaubungsanlage das angeschlossene, verschlossene Gebinde (13) durch leichtes
Vakuum angesaugt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Restsack (63) in eine Entstaubungsanlage abgezogen wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Restsack (63) in der Entstaubungsanlage ausgeschieden wird.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein neues Gebinde unter der Austrittsöffnung des Füllkopfes platziert wird, bevor
das Restgebinde oder der Restsack durch die Austrittsöffnung abgezogen wird.