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EP 1 335 110 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.01.2007 Patentblatt 2007/01 |
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Anmeldetag: 06.02.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Strömungsmaschine mit Hochdruck- und Niederdruck-Schaufelbereich
Turbomachine with high and low pressure blade sections
Turbomachine avec des aubages à haute pression et basse pression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.08.2003 Patentblatt 2003/33 |
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Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Klaus, Gerhard
46485 Wesel (DE)
- Stephan, Ingo
02826 Görlitz (DE)
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 527 364 FR-A- 813 337 GB-A- 102 741
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DE-A- 1 919 734 GB-A- 100 369 US-A- 4 027 996
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Strömungsmaschine, die ein Gehäuse mit einem drehgelagerten
Rotor mit drei Schaufelbereichen aufweist, die strömungstechnisch verbunden sind.
Sie betrifft weiter ein Verfahren zum Betrieb der vorgenannten Strömungsmaschine als
Dampfturbine.
[0002] Bekannte Strömungsmaschinen die einen Hochdruckdampf- und Niederdruckdampfbereich
aufweisen, können eingehäusig oder zweigehäusig aufgebaut sein. In 1997P03012 DE sind
solche Strömungsmaschinen, insbesondere Dampfturbinen dargestellt. Die zweigehäusige
Ausführung gehört nicht zum technischen Gebiet der vorliegenden Erfindung und wird
daher nicht weiter dargestellt. Die eingehäusige Ausführung besteht aus einem Rotor
mit zwei einflutigen Schaufelbereichen die zu den jeweiligen Gehäuseenden weisen.
Ein Schaufelbereich wird als Hochdruckdampf-Schaufelbereich ausgeführt und ein anderer
Schaufelbereich als Niederdruckdampfbereich. Einströmender Frischdampf strömt in axialer
Richtung zunächst durch den Schaufelbereich des Hochdruckdampf-Schaufelbereichs. Von
dort gelangt der nunmehr teilweise entspannte Dampf über eine Leitung zum Mitteldruckdampf-Schaufelbereich.
[0003] In der GB 100,369 wird eine Dampfturbine umfassend eine Mitteldruckteilturbine, eine
Niederdruckteilturbine und eine weitere Niederdruckteilturbine beschrieben. Das durch
die Mitteldruckteilturbine strömende Strömungsmedium teilt sich nach der Durchströmung
in zwei Teilströme auf, wovon der eine Teilstrom durch die erste Niederdruckteilturbine
strömt und der andere Teilstrom innerhalb der Dampfturbine zur weiteren Niederdruckteilturbine
strömt. Diese Dampfturbine ist derart ausgestaltet, dass die Temperatur des Strömungsmediums
vor dem Eintritt in die erste Niederdruckteilturbine höher ist als vor dem Eintritt
in die zweite Niederdruckteilturbine.
[0004] Im Hochdruck-, Mitteldruckbereich nimmt das spezifische Volumen bei konstantem Massenstrom
im Verlauf der Expansion verhältnismäßig gering zu. Ab dem Übergangsbereich zwischen
Mitteldruck und Niederdruck (ca. 2 bis 3 bar) nimmt das spezifische Dampfvolumen stark
zu, der Volumenstrom und damit die benötigte Strömungsfläche gleichfalls. Die Realisierung
der Strömungsfläche stößt auf physikalische Grenzen (z.B. Festigkeit) und erfordert
einen großen Bauaufwand.
[0005] Nachteilig bei diesen bekannten Ausführungsformen mit Hochdruck-Expansionsbereich
ist das Anliegen von Heißdampf am Inneren eines Turbinenendes. Zur Reduzierung des
austretenden Dampfes aus der Turbine zwischen Außengehäuse und Rotor werden mehrere
Dichtschalen angeordnet. Der energiereiche Dampf zwischen den Dichtschalen wird teilweise
in Beschaufelungsbereiche mit niedrigerer Temperatur zur thermodynamischen Prozessoptimierung
rückgeführt. Dabei führt die Dichtschalendampf-Einleitung in die Beschaufelungsbereiche
zur einer am Gehäuseumfang unsymmetrischen Gehäuseerwärmung, die thermische Spannungen
und Verformungen zur Folge hat, d.h. ein Verziehen des Gehäuses, das unter Umständen
zu einem Anstreifen von Schaufeln am Gehäuse führen kann.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine eingehäusige
Strömungsmaschine so zu entwerfen, dass keine Rückführung von Dichtschalendampf hinsichtlich
einer thermodynamischen Prozessoptimierung notwendig ist.
[0007] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Betrieb
einer Dampfturbine anzugeben.
[0008] Erfindungsgemäß wird die auf die Strömungsmaschine gerichtete Aufgabe dadurch gelöst,
dass die Strömungsmaschine ein Außengehäuse aufweist, in dem ein Rotor mit drei Schaufelbereichen
drehgelagert ist, wobei einer der Schaufelbereiche ein in axialer Richtung gesehen
innerer Bereich ist und die anderen in axialer Richtung gesehen äußere Bereiche sind,
durch die im Betrieb ein Strömungsmedium entlang einer jeweiligen Strömungsrichtung
strömt, wobei der innere Schaufelbereich von den äußeren Schaufelbereichen entlang
des Rotors eingeschlossen ist und die Strömungsrichtungen in den äußeren Schaufelbereichen
zueinander entgegengesetzt und vom inneren Schaufelbereich weggerichtet sind, und
das Strömungsmedium nach Durchströmung des inneren Schaufelbereichs mit einem Rückströmkanal
so auftrennbar ist, dass ein Teil des Strömungsmediums durch einen äußeren Schaufelbereich
und ein zweiter Teil durch den anderen äußeren Schaufelbereich strömt, wobei dass
das Außengehäuse zwischen dem äußeren Schaufelbereich und dem inneren Schaufelbereich
eine Eintrittsöffnung aufweist und das Außengehäuse zwischen dem inneren Schaufelbereich
und dem anderen äußeren Schaufelbereich eine Auslassöffnung aufweist, wobei die Auslassöffnung
mit der Eintrittsöffnung über den Rückströmkanal strömungstechnisch miteinander verbunden
ist.
[0009] Durch diese Konfiguration wird erstmals der Vorteil ausgenutzt, dass durch die oben
beschriebene Anordnung der Schaufelbereiche ein ausströmendes Strömungsmedium mit
nahezu identischen Kenngrößen wie Druck, Temperatur und Volumenstrom an den Außengehäuseenden
austritt. Durch die niedrigen Austrittsparameter des Dampfes an den beiden Gehäuseenden
ist die Anordnung von Dichtschalensystemen mit Dichtschalendampfrückführung in den
Beschaufelungsbereich nicht erforderlich. Eine am Gehäuseumfang unsymmetrische Erwärmung
durch Dichtschalendampf-Einleitung ist ausgeschlossen.
[0010] Die kompakte Ausführung der Strömungsmaschine führt zu weiteren Vorteilen in der
Fertigung, die zu Material- und Zeitersparnissen führen. Die Material- und Zeitersparnis
lässt sich unter anderem auf eine Ausführung der Bauteile in verkleinerter Form zurückführen.
Die Verwendung von weniger Material führt zu Bauteilen geringerer Masse und dadurch
zu besseren Anfahr- und Betriebsverhalten, insbesondere die Verkleinerung der letzten
Schaufelstufen ist hier vorteilhaft.
[0011] Durch die geringere Masse ändert sich das Trägheitsmoment des Rotors. Dadurch verkürzt
sich die Anfahrzeit. Vorteilhaft ist es, den Rückströmkanal mit einem Axial-Kompensator
zur Kompensation von thermischen Ausdehnungen auszustatten. Dadurch werden temperaturbedingte
Außengehäusespannungen vermieden. Der Axial-Kompensator kann beispielsweise aus einem
Balg oder ähnlichem bestehen.
[0012] Das Auftreffen des Strömungsmediums auf die rotierenden Schaufelbereiche führt zu
einer in axialer Richtung wirkenden Kraft. Diese Kraft wird Axialschub genannt. Zum
Ausgleich des Axialschubs wird in vorteilhafter Weiterbildung der Rotor mit einem
vor dem ersten Schaufelbereich angebrachten Wellenabsatz ausgeführt.
Ein wesentlicher Vorteil entsteht hierbei durch die einfache kostengünstige Integration
im Gehäuse.
[0013] Zur Reduzierung von Leckagen zwischen den Außengehäuseenden und dem Rotor werden
Dichtschalen mit Labyrinthdichtungen o.ä. angeordnet.
[0014] Die Strömungsmaschine weist bevorzugt einen Einströmbereich auf, in dem das Strömungsmedium
in einem anschließenden Expansionsbereich durch eine Regelstufe entspannt wird. Der
Druck des Strömungsmediums im Expansionsbereich wird durch eine Regelstufe auf einen
Radraumdruck entspannt. Durch diese Regelungsmethode ist eine schnelle und präzise
Regelungsmöglichkeit der Strömungsmaschine gegeben und führt zu einem guten Betriebsverhalten.
[0015] Eine vorteilhafte Weiterführung ist die Ausführung der Strömungsmaschine als Dampfturbine.
[0016] Die Strömungsmaschine kann vorteilhaft ausgeführt werden als Axialverdichter.
[0017] Die auf das Verfahren gerichtete Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Beschreibung
eines Verfahrens zum Betrieb einer Dampfturbine. Die ein Außengehäuse aufweisende
Dampfturbine ist mit einem drehgelagerten Rotor mit drei Schaufelbereichen ausgeführt,
wobei einer der Schaufelbereiche ein in axialer Richtung gesehen innerer Bereich ist
und die anderen in axialer Richtung gesehen äußere Bereiche sind, durch die im Betrieb
ein Strömungsmedium entlang einer jeweiligen Strömungsrichtung strömt, wobei der innere
Schaufelbereich von den äußeren Schaufelbereichen entlang des Rotors eingeschlossen
ist und das Strömungsmedium nach Durchströmung des inneren Schaufelbereichs in zwei
Teilströme aufgeteilt wird. Nach der Aufteilung in die zwei Teilströme strömt der
eine Teilstrom durch einen äußeren Schaufelbereich, und der andere Teilstrom durch
den anderen Schaufelbereich, wobei dass das Strömungsmedium durch eine an dem Außengehäuse
zwischen dem inneren Schaufelbereich und dem anderen äußeren Schaufelbereich angeordneten
Austrittsöffnung über einen Rückströmkanal zu einer zwischen dem äußeren Schaufelbereich
und dem inneren Schaufelbereich angeordneten Eintrittsöffnung strömt.
[0018] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert,
die in schematischer Weise in den Zeichnungen dargestellt sind.
[0019] Für gleiche und funktionsidentische Bauteile werden durchgehend dieselben Bezugszeichen
verwendet. Dabei zeigt:
- Figur 1
- einen schematischen Längsschnitt durch eine Strömungsmaschine;
- Figur 2
- eine Darstellung der prinzipiellen Funktionsweise einer Turbine und eines Axialverdichters.
[0020] Fig. 1 zeigt einen schematischen Längsschnitt durch eine Strömungsmaschine 1 mit
einem Außengehäuse 2, mehreren Innengehäusen 11, 12, 16, 21 und einem Rotor 3. Auf
dem Rotor 3 sind vier Schaufelbereiche 4, 5, 6, 7 angeordnet. Die vier Schaufelbereiche
sind in diesem Ausführungsbeispiel in zwei innere 5, 6 und zwei äußere Schaufelbereiche
4, 7 aufgeteilt. Die beiden äußeren Schaufelbereiche 4, 7 sind zueinander entgegengerichtet
angeordnet und weisen von den inneren Schaufelbereichen 5, 6 weg. Vor dem ersten inneren
Schaufelbereich 5 ist im Außengehäuse eine Einströmöffnung 8 enthalten. Von der Einströmöffnung
8 ausgehend in Richtung des ersten inneren Schaufelbereichs 5 ist eine Regelstufe
9 angebracht. Nach der Regelstufe 9 folgt in Richtung des ersten inneren Schaufelbereichs
5 ein Expansionsbereich 31. Im aufgeführten Ausführungsbeispiel sind im ersten inneren
Schaufelbereich 5 Leitschaufeln 10 am Innengehäuse 11 angebracht. Auf dem ersten inneren
Schaufelbereich 5 folgt ein weiterer innerer Schaufelbereich 6. Im zweiten inneren
Schaufelbereich 6 sind weitere Leitschaufeln 13 an einem weiteren Innengehäuse 12
angebracht. Zwischen den zweiten inneren Schaufelbereich 6 und einem äußeren Schaufelbereich
7 sind eine oder mehrere Auslassöffnungen 14 enthalten. Am äußeren Schaufelbereich
7 sind weitere Leitschaufeln 15 an einem weiteren Innengehäuse 16 fixiert.
[0021] Zwischen einem weiteren äußeren Schaufelbereich 4 und des Einströmbereichs 8 befindet
sich eine Einströmöffnung 32 im Außengehäuse 2, die strömungstechnisch über einen
Rückströmkanal 19 mit der Auslassöffnung 14 verbunden ist. Im Bereich des äußeren
Schaufelbereichs 4 befinden sich weitere Leitschaufeln 20 in einem weiteren Innengehäuse
21.
[0022] Der Rückströmkanal 19 ist mit einem Axial-Kompensator 22 ausgestattet um thermische
Spannungen zwischen dem Rückströmkanal 19 und dem Außengehäuse 2 auszugleichen.
[0023] Der Rotor 3 ist mit einem Wellenabsatz 23 ausgeführt, um den Axialschub des Rotors
3 auszugleichen.
[0024] Zwischen dem Rotor 3 und dem Außengehäuse 2 sind Dichtschalen 24a und 24b angeordnet,
um die Leckage aus der Strömungsmaschine zu reduzieren.
[0025] Im Betrieb strömt ein Strömungsmedium über die Einströmöffnung 8 in die Strömungsmaschine
1. Von dort gelangt das Strömungsmedium zu der Regelstufe 9, wo der Druck auf einen
Radraumdruck entspannt wird. Anschließend strömt das Strömungsmedium durch den ersten
Schaufelbereich 5. Im dargestellten Ausführungsbeispiel strömt das Strömungsmedium
danach durch den zweiten Schaufelbereich 6. Nach diesem zweiten Schaufelbereich 6
wird das Strömungsmedium mittels einer oder mehrerer Öffnungen 14 in zwei Teilströme
18, 33 getrennt. Der Teilstrom 33 strömt durch den äußeren Schaufelbereich 7. Über
den Rückströmkanal 19 strömt der zweite Teilstrom 18 in eine Einströmöffnung 32. Von
dort strömt der Teilstrom durch den weiteren äußeren Schaufelbereich 4. Beide Teilströme
gelangen nach der Durchströmung der äußeren Schaufelbereiche 4, 5 über Auslassöffnungen
17a, 17b aus der Strömungsmaschine 1.
[0026] Durch die Trennung des Strömungsmediums in zwei Teilströme 18, 33 und der dargestellten
Anordnung der Schaufelbereiche 4, 5, 6 und 7 gelangen die einzelnen Teilströme des
getrennten Strömungsmediums zu den äußeren Schaufelbereichen 4, 7 mit nahezu identischen
Kenngrößen wie Druck, Temperatur und Volumenstrom. Ein Vorteil besteht dadurch in
der symmetrischen Gehäuseerwärmung. Durch die niedrigen Zustandsgrößen des Strömungsmediums
in diesen Bereichen treten geringere thermische Verformungen auf, die Betriebssicherheit
der Strömungsmaschine nimmt zu. Vorteilhaft ist die Ausführung von Dichtschalen zwischen
Außengehäuse und Rotor zur Reduzierung der Leckage ohne Rückführung von Dichtschalendampf
zwischen die Beschaufelungsbereiche.
[0027] Durch die kompakte eingehäusige Ausführung entstehen weitere Vorteile in der Fertigung
und im Anfahr- und Betriebsverhalten. Dabei wird ausgenutzt, dass Material eingespart
werden kann. Insbesondere können die letzten Schaufelstufen in kleineren Größen gefertigt
werden.
[0028] In Fig. 2 ist das Wirkprinzip der erfindungsgemäßen Strömungsmaschine 1 dargestellt.
Zum einen kann die Strömungsmaschine als Dampfturbine ausgeführt werden und zum anderen
als Axialverdichter.
[0029] Bei einer Ausführung als Dampfturbine stellt sich das Wirkprinzip wie nachfolgend
beschrieben dar. Über einen Dampferzeuger 25 gelangt Heißdampf 26 über eine Zuleitung
27 in ein Dampfturbineninneres 28. Nach Durchströmung durch die vorbeschriebenen Schaufelbereiche
4,5,6 und 7 im Dampfturbineninneren 28 wird der Heißdampf entspannt und strömt über
eine Ausleitung 29 zu einem Kondensator 30. Die Rotation des Rotors 3 kann zur Erzeugung
von elektrischer Energie verwendet werden.
[0030] Bei einer Ausführung als Axialverdichter stellt sich das Wirkprinzip wie nachfolgend
beschrieben dar. Durch erzwungenes Drehen des Rotors 3 wird Atmosphärenluft oder ähnliches
in einer Eintrittsöffnung 30a über eine Zuleitung 29a in ein Axialverdichterinneres
28a zugeführt. Im Axialverdichterinneren 28a wird die Atmosphärenluft durch ein im
Vergleich zur Dampfturbine umgekehrte Richtung der Rotation des Rotors 3 und damit
der vorbeschriebenen Schaufelbereiche 4,5,6 und 7 verdichtet und gelangt über eine
Leitung 27a hochverdichtet zu einem Ausgang 25a.
1. Strömungsmaschine (1) mit einem Außengehäuse (2), in dem ein Rotor (3) mit drei Schaufelbereichen
(4, 5, 6, 7) drehgelagert ist, wobei einer der Schaufelbereiche ein in axialer Richtung
gesehen innerer Bereich (5, 6) ist und die anderen in axialer Richtung gesehen äußere
Bereiche (4, 7) sind, durch die im Betrieb ein Strömungsmedium entlang einer jeweiligen
Strömungsrichtung strömt, wobei der innere Schaufelbereich (5, 6) von den äußeren
Schaufelbereichen (4, 7) entlang des Rotors (3) eingeschlossen ist, wobei die Strömungsrichtungen
in den äußeren Schaufelbereichen (4, 7) zueinander entgegengesetzt und vom inneren
Bereich (5, 6) weggerichtet sind und das Strömungsmedium nach Durchströmung des inneren
Schaufelbereichs (5, 6) mit einem Rückströmkanal (19) so auftrennbar ist, dass ein
Teil des Strömungsmediums durch einen äußeren Schaufelbereich (4) und ein zweiter
Teil durch den anderen äußeren Schaufelbereich (7) strömt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Außengehäuse (2) zwischen dem äußeren Schaufelbereich (4) und dem inneren Schaufelbereich
(5, 6) eine Eintrittsöffnung (32) aufweist und das Außengehäuse (2) zwischen dem inneren
Schaufelbereich (5, 6) und dem anderen äußeren Schaufelbereich (7) eine Auslassöffnung
(14) aufweist, wobei die Auslassöffnung (14) mit der Eintrittsöffnung (32) über den
Rückstromkanal (19) strömungstechnisch miteinander verbunden ist.
2. Strömungsmaschine (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rückströmkanal (19) mit einem Axial-Kompensator (22) zur Kompensation einer thermischen
Ausdehnung versehen ist.
3. Strömungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Ausgleich des Axialschubs der Rotor (3) mit einem vor dem inneren Schaufelbereich
(5, 6) angebrachten Wellenabsatz (23) ausgeführt ist.
4. Strömungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Reduzierung der Leckagen aus der Strömungsmaschine (1) zwischen Rotor (3) und
Außengehäuse (2) Dichtschalen (24a, 24b) angeordnet sind.
5. Strömungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4 mit mindestens einem Einströmbereich
(8) für das Strömungsmedium und einen am Einströmbereich (8) anschließenden Expansionsbereich,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druck des Strömungsmediums im Expansionsbereich durch eine Regelstufe (9) auf
einen Radraumdruck entspannbar ist.
6. Strömungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch
eine Ausführung als Dampfturbine.
7. Strömungsmaschine (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch
eine Ausführung als Axialverdichter.
8. Verfahren zum Betrieb einer ein Außengehäuse (2) aufweisenden Dampfturbine, die mit
einem drehgelagerten Rotor (3) mit drei Schaufelbereichen (4, 5, 6, 7) ausgeführt
ist, wobei einer der Schaufelbereiche (5, 6) ein in axialer Richtung gesehen innerer
Bereich (5, 6) ist und die anderen in axialer Richtung gesehen äußere Bereiche (4,
7) sind, durch die im Betrieb ein Strömungsmedium entlang einer jeweiligen Strömungsrichtung
strömt, wobei der innere Schaufelbereich (5, 6) von den äußeren Schaufelbereichen
(4, 7) entlang des Rotors (2) eingeschlossen ist, wobei das Strömungsmedium nach Durchströmung
des inneren Schaufelbereichs (5, 6) in zwei Teilströme aufgeteilt wird, wobei der
eine Teilstrom durch einen äußeren Schaufelbereich (7) strömt und der andere Teilstrom
durch den anderen Schaufelbereich (4) strömt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Strömungsmedium durch eine an dem Außengehäuse (2) zwischen dem inneren Schaufelbereich
(5, 6) und dem anderen äußeren Schaufelbereich (7) angeordneten Austrittsöffnung (14)
über einen Rückströmkanal (19) zu einer zwischen dem äußeren Schaufelbereich (4) und
dem inneren Schaufelbereich (5, 6) angeordneten Eintrittsöffnung (32) strömt.
1. Fluid-flow machine (1) having an outer casing (2) in which a rotor (3) with three
blade regions (4, 5, 6, 7) is mounted in a rotational manner, one of the blade regions
being an inner region (5, 6) seen in an axial direction and the other blade regions
seen in an axial direction being outer regions (4, 7), through which blade regions
a flow medium flows in a respective direction of flow during operation, the inner
blade region (5, 6) being enclosed by the outer blade regions (4, 7) along the rotor
(3), the directions of flow in the outer blade regions (4, 7) being opposed to one
another and being directed away from the inner region (5, 6) and it being possible
for the flow medium, after flowing through the inner blade region (5, 6), to be separated
by means of a backflow passage (19) in such a way that one part of the flow medium
flows through an outer blade region (4) and a second part flows through the other
outer blade region (7), characterized in that the outer casing (2) has an inlet opening (32) between the outer blade region (4)
and the inner blade region (5, 6), and the outer casing (2) has an outlet opening
(14) between the inner blade region (5, 6) and the other outer blade region (7), the
outlet opening (14) being fluidically connected to the inlet opening (32) via the
backflow passage (19).
2. Fluid-flow machine (1) according to Claim 1, characterized in that the backflow passage (19) is provided with an axial compensator (22) for compensating
for a thermal expansion.
3. Fluid-flow machine (1) according to either of Claims 1 and 2, characterized in that, to compensate for the axial thrust, the rotor (3) is designed with a shaft step
(23) provided in front of the inner blade region (5, 6).
4. Fluid-flow machine (1) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that, to reduce the leakages from the fluid-flow machine (1), sealing shells (24a, 24b)
are arranged between rotor (3) and outer casing (2).
5. Fluid-flow machine (1) according to one of Claims 1 to 4, having at least one inflow
region (8) for the flow medium and an expansion region adjoining the inflow region
(8), characterized in that the pressure of the flow medium in the expansion region can be expanded to a wheel
space pressure by a control stage (9).
6. Fluid-flow machine (1) according to one of Claims 1 to 5, characterized by a design as a steam turbine.
7. Fluid-flow machine (1) according to one of Claims 1 to 5, characterized by a design as an axial-flow compressor.
8. Method of operating a steam turbine having an outer casing (2) which is designed with
a rotationally mounted rotor (3) having three blade regions (4, 5, 6, 7), one of the
blade regions (5, 6) being an inner region (5, 6) seen in an axial direction and the
other blade regions seen in an axial direction being outer regions (4, 7), through
which blade regions a flow medium flows in a respective direction of flow during operation,
the inner blade region (5, 6) being enclosed by the outer blade regions (4, 7) along
the rotor (3), the flow medium, after flowing through the inner blade region (5, 6),
being divided into two partial flows, the one partial flow flowing through an outer
blade region (7) and the other partial flow flowing through the other blade region
(4), characterized in that the flow medium flows through an outlet opening (14), arranged at the outer casing
(2) between the inner blade region (5, 6) and the other outer blade region (7), via
a backflow passage (19) to an inlet opening (32) arranged between the outer blade
region (4) and the inner blade region (5, 6).
1. Turbomachine (1) ayant un fourreau (2) extérieur dans lequel est monté tournant un
rotor (3) ayant trois aubages (4, 5, 6, 7), l'un des aubages étant, vu dans la direction
axiale, un aubage (5, 6) intérieur et les autres étant, vu dans la direction axiale,
des aubages (4, 7) extérieurs, dans lesquels en fonctionnement, un fluide en écoulement
passe suivant une direction d'écoulement respective, l'aubage (5, 6) intérieur étant
enfermés par les aubages (4, 7) extérieurs le long du rotor (3), les sens d'écoulement
des aubages (4, 7) extérieurs étant opposés l'un à l'autre et s'éloignant de l'aubage
(5, 6) intérieur, et le fluide en écoulement pouvant après avoir passé dans l'aubage
(5, 6) intérieur, être séparé, par un canal(19) de retour, de façon à ce qu'une partie
du fluide en écoulement passe dans un aubage (4) extérieur et qu'une deuxième partie
du fluide passe par l'autre aubage (7) extérieur,
caractérisée en ce que,
le fourreau (2) extérieur a une ouverture (32) d'entrée entre l'aubage (4) extérieur
et l'aubage (5, 6) intérieur et en ce que le fourreau (2) extérieur a une ouverture (14) de sortie entre l'aubage (5, 6) intérieur
et l'autre aubage (7) extérieur, l'ouverture (14) de sortie communiquant du point
de vue de la technique des fluides avec l'ouverture (32) d'entrée par le canal (19)
de retour.
2. Turbomachine suivant la revendication 1, caractérisée en ce que le canal (19) de retour est muni d'un compensateur (22) axial de compensation d'une
dilatation thermique.
3. Turbomachine (1) suivant l'une de revendications 1 à 2, caractérisée en ce que
pour compenser un décalage axial, le rotor (3) est réalisé en ayant un épaulement
(23) d'arbre ménagé en amont de l'aubage (5,6) intérieur.
4. Turbomachine (1) suivant l'une de revendications 1 à 2, caractérisée en ce que
pour réduire les fuites de la turbomachine (1), des coquilles (24a, 24b) d'étanchéité
sont montées entre le rotor (3) et le fourreau (2) extérieur.
5. Turbomachine (1) suivant l'une de revendications 1 à 4,ayant au moins une partie (8)
d'admission du fluide en écoulement et une partie de détente se raccordant à la partie
(8) d'admission,
caractérisée en ce que la pression du fluide en écoulement dans la partie de détente peut être détendue
jusqu'à une pression d'espace de roue par un étage (9) de régulation.
6. Turbomachine (1) suivant l'une de revendications 1 à 5, caractérisée
par une réalisation en turbine à vapeur.
7. Turbomachine (1) suivant l'une de revendications 1 à 2, caractérisée par une réalisation en compresseur axial.
8. Procédé pour faire fonctionner une turbine à vapeur ayant un fourreau (2) extérieur,
qui est réalisé en ayant un rotor (3) monté tournant et ayant trois aubages (4, 5,
6, 7), dans lequel l'un des aubages (5, 6) est, vu dans la direction axiale, un aubage
(5, 6) intérieur et les autres sont, vu dans la direction axiale, des aubages (4,
7) extérieurs, par lesquels un fluide en écoulement passe en fonctionnement suivant
une direction d'écoulement, l'aubage (5, 6) intérieur étant enfermé le long du rotor(2)
par les aubage (4, 7) extérieurs, dans lequel le fluide en écoulement est, après passage
dans l'aubage (5, 6) intérieur subdivisé en deux sous-courants, l'un des sous courant
passant dans un aubage (7) extérieur et l'autre sous courant dans l'autre aubage (4),
caractérisé en ce que
l'on fait passer le fluide en écoulement par une ouverture (14) de sortie disposée
sur le fourreau (2) extérieur entre l'aubage (5, 6) intérieur et l'autre aubage (7)
extérieur par un canal (19) de retour vers une ouverture (32) d'entrée disposée entre
l'aubage (4) extérieur et l'aubage (5, 6) intérieur.

