[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur relativen Drehwinkelverstellung einer
Nockenwelle einer Brennkraftmaschine zu einem Antriebsrad nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Aus der DE 196 23 818 A1 ist eine gattungsgemäße Vorrichtung bekannt, bei der mit
Hilfe eines im Rotor des Nockenwellenverstellers angeordneten Verriegelungselementes
der Nockenwellenversteller in einer Endlage arretiert werden kann. Über zum Verriegelungselement
führende Hydraulikleitungen kann das Verriegelungselement aus seiner Verriegelungsposition
in eine entriegelte Position überführt werden. Ist der Nockenwellenversteller entriegelt,
können durch hydraulische Verstellung des Rotors relativ zum Antriebsrad der Nockenwelle
die Steuerzeiten der Einlass- bzw. Auslassventile in gewünschter Weise verändert werden.
Die in der DE 196 23 818 A1 dargestellte Vorrichtung ist so ausgeführt, dass die Druckbeaufschlagung
zu den Hydraulikkammern, über die die Verstellung des Rotors gegenüber dem Stator
des Nockenwellenverstellers erfolgt und die hydraulische Druckbeaufschlagung zum Entriegeln
des Verriegelungsstiftes parallel erfolgt. Damit ist jedoch nicht immer sicher gestellt,
dass zuerst die Verriegelung der Verstelleinheit aufgehoben ist, bevor der Rotor über
die in der Verstelleinheit ausgebildeten Druck- bzw. Hydraulikkammern in eine Verstellposition
überführt wird. Damit können Betriebszustände eintreten, in denen die Verstelleinheit
nicht zuverlässig funktioniert.
[0003] In der DE 198 25 287 A1 ist ein Nockenwellerversteller dargestellt, bei dem die Druckölzufuhr
zu den Arbeitskammern über das im Nockenwellenversteller vorgesehene Verriegelungselement
gesteuert wird. Mit der Überführung des Verriegelungselementes in die entriegelte
Position gibt das Verriegelungselement einen Druckkanal frei und die im Nockenwellenversteller
ausgebildeten Arbeitskammern werden zeitgleich über zu den Kammern führende Kanäle
mit Drucköl beaufschlagt.
[0004] Es ist dem gegenüber Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Vorrichtung dahingehend
zu verbessern, dass Startgeräusche bei der Aktivierung des Nockenwellenverstellers
verhindert bzw. reduziert werden und die Lebensdauer bzw. die Funktionalität der Verriegelungseinheit
erhöht wird.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Hauptanspruchs gelöst.
[0006] Im Gegensatz zu der in der DE 198 25 287 A1 dargestellten Verriegelungseinheit eines
Nockenwellenverstellers wird in vorteilhafter Weise durch einen ersten Verstellhub
das Verriegelungselement zuerst in eine Entriegelungsposition überführt, bei der jedoch
sowohl der vom Verriegelungselement kontrollierte Hydraulikkanal als auch die zu den
anderen Druckräumen führenden Ölversorgungsbohrungen noch verschlossen sind. Wird
jedoch das Verriegelungselement über seine entriegelte Position hinaus angehoben,
so wird der zum Druckraum der Verstelleinheit führende Hydraulikkanal freigegeben,
bevor nach einem kurzen Anfangs-Verstellweg des Rotors der Verstelleinheit auch die
zu den restlichen Druckräumen führenden Ölversorgungsbohrungen freigegeben werden
und damit der Rotor gegenüber dem Stator der Verstelleinheit in gewünschter Weise
weiter verstellt werden kann. Durch diese Art der Druckbeaufschlagung wird ein Startklappern
des Nockenwellenverstellers verhindert bzw. reduziert; weiterhin kann die Lochleibung
des Verriegelungselementes in der Verriegelungsbohrung verringert werden. Damit wird
die Lebensdauer und die Funktionalität der Verriegelung erheblich verbessert.
[0007] Weitere Vorteile und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und der Beschreibung.
[0008] Das Verriegelungselement findet Aufnahme in einer Bohrung, die in einem Steg bzw.
Flügel des Rotors angeordnet ist. Die Bohrung ist in einer Hydrauliköl- Zufuhrleitung
angeordnet, die zu einem in der Verstelleinheit angeordneten Druckraum führt. Befindet
sich das Verriegelungselement in einer arretierten Position, so wird die Hydraulikleitung
durch das Verriegelungselement verschlossen; in einer entriegelten Stellung gibt das
Verriegelungselement die Hydraulikleitung zum Druckraum frei.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung und Zeichnung
näher erläutert.
[0010] Es zeigen
Fig. 1a einen Längsschnitt durch die Verstelleinheit,
Fig. 1b einen Schnitt entlang der Linie IB-IB in Fig. 1a,
Fig.1c einen Schnitt entlang der Linie IC-IC in Fig. 1a,
Fig.1d einen Schnitt entlang der Linie ID-ID in Fig. 1a,
Fig.2a bis Fig. 5c verschiedene Betriebszustände der Verstelleinheit in Verstellrichtung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0011] In der Zeichnung ist mit 2 schematische die Nockenwelle einer Brennkraftmaschine
angedeutet, an deren freien Ende der Rotor, im folgenden als Innenteil 4 bezeichnet,
einer Verstelleinheit 6 drehfest angeordnet ist. Das Innenteil 4 ist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel mit drei radial angeordneten Stegen 8a bis 8c versehen, die von
einer Nabe 10 des Innenteils 4 ausgehen. Das Innenteil 4 wird im Bereich seiner Stege
8a bis 8c von einem Zellenrad 12 umfasst, das mit drei nach innen ragenden radialen
Stegen 14 a bis 14c versehen ist. Das den Stator der Verstelleinheit 6 darstellende
Zellenrad 12 wird auf seiner der Nockenwelle 12 zugewandten Stirnseite von einem Kettenrad
16 abgeschlossen, dass drehbeweglich und dichtend auf der Nabe 10 des Innenteils 4
geführt ist. Das Kettenrad 16 dient zum Antrieb der Nockenwelle, der beispielsweise
über eine mit der Kurbelwelle verbundene Steuer- bzw. Antriebskette erfolgt. Die gegenüberliegende
Stirnseite des Zellenrades 12 wird von einer Scheibe 18 verschlossen, wobei das Kettenrad
16, die Scheibe 18 und das Zellenrad 12 über nicht dargestellte Schraubmittel fest
miteinander verbunden sind. Durch die Stege 14a bis 14c des Zellenrades 12 werden
drei durch das Kettenrad 16 und die Scheibe 18 in axialer Richtung begrenzte Zellen
ausgebildet, die durch die Stege 8a bis 8c des Innenteils 4 in jeweils zwei Druckräume
22a bis 22c bzw. 24a bis 24c unterteilt sind. Das Innenteil 4 und das auf diesem drehbar
geführte Zellenrad 12 sind mit Hilfe einer Schraube 26 an der Nockenwelle 2 befestigt.
Dazu weist die Nabe 10 eine zentrale Bohrung 28 auf, die in der Nockenwelle 2 weitergeführt
ist und an die sich eine mit einem kleineren Durchmesser versehene Gewindebohrung
30 anschliesst, in der die Schraube 26 befestigt ist. Die Druckräume 24a bis 24c sind
über drei in der Nabe 10 des Innenteils 4 angeordnete und radial verlaufende Bohrungen
32a bis 32c mit einem Ringraum 34 verbunden, der sich zwischen der Befestigungsschraube
26 für die Verstelleinheit 6 und dem Wandungsabschnitt der in der Nabe 10 und in der
Nockenwelle 2 vorgesehenen zentralen Bohrung 28 ausbildet, wobei der Ringraum 34 durch
den Kopf 36 der Schraube 26 endseitig verschlossen ist.
[0012] Der Ringraum 34 ist über mehrere in der Nockenwelle 2 radial verlaufende Bohrungen
38 mit einer am Außenumfang der Nockenwelle 2 angeordneten Ringnut 40 verbunden. Drei
weitere am Aussenumfang der Nabe 10 angeordnete und radial verlaufende Bohrungen 42a
bis 42c sind auf der einen Seite in Abhängigkeit von der Drehlage des Innenteils 4
gegenüber dem Zellenrad 12 (später noch näher erläutert) mit jeweils einem der drei
Druckräume 22a bis 22c verbunden; auf der anderen Seite sind sie mit einer am Außenumfang
der Nockenwelle 2 angeordneten Ringnut 44 verbunden, die über fünf axial in der Nockenwelle
2 verlaufende Bohrungen 46a bis 46e zu einer weiteren, ebenfalls am Außenumfang der
Nockenwelle 2 ausgebildeten Ringnut 48 führen.
[0013] Die beiden Ringnuten 40 und 44 sind jeweils über ein als Drehdurchführung wirkendes
Nockenwellenlager 50 an zwei Steuerleitungen 52 und 54 angeschlossen, die zu einem
als 4/2-Proportional― Regelventil ausgebildeten Steuerventil 56 führen. Die Steuerleitung
52 ist am Ausgang A des Steuerventils 56 angeschlossen, während die Steuerleitung
54 zum Ausgang B des Steuerventils 56 führt. Eingangsseitig verfügt das Steuerventil
56 über einen Druckanschluss P, der über ein Rückschlagventil 58 und eine Druckmittelpumpe
60 mit einem Öltank 62 verbunden ist und über einen Anschluss T, der ebenfalls zum
Öltank 62 führt.
[0014] Zur Verriegelung des Innenteils 4 gegenüber dem Zellenrad 12 in einer gemäß der Fig.
1 bis 3 dargestellten Endlageposition der Verstelleinheit 6 ist im Steg 8a eine Bohrung
64 vorgesehen, in der ein Verriegelungselement, im folgendem als Verriegelungsbolzen
66 bezeichnet, angeordnet ist Die Bohrung 64 ist als Stufenbohrung ausgebildet, wobei
im größeren Bohrungsabschnitt 64a das mit einer Ringschulter 66a versehene Kopfteil
des Verriegelungsbolzens 66 geführt ist, während im kleineren Bohrungsabschnitt 64b
der Stufenbohrung 64 der eigentliche Verriegelungsbolzen 66 geführt ist. Der Verriegelungsbolzen
66 weist eine Öffnung 68 auf, in der eine Druckfeder 70 angeordnet ist, die zwischen
dem Boden der Öffnung 68 und einer sich an der Scheibe 18 abstützenden und im Bohrungsabschnitt
64a angeordneten Kunststoffscheibe 72 eingespannt ist. Die Kunststoffscheibe 72 weist
eine zentrale Öffnung 74 auf, die über einen nicht dargestellten Kanal mit dem Öltank
62 verbunden ist Damit kann beim Verschieben des Verriegelungsbolzens 66 entgegen
der Federkraft der Druckfeder 70 in der Öffnung 68 befindliches Leckageöl entweichen.
[0015] Im Kettenrad 16 ist eine Stufenbohrung 76 eingebracht, wobei in einem ersten Bohrungsabschnitt
76a der Verriegelungsbolzen 66 zur Arretierung des Innenteils 4 gegenüber dem Kettenrad
16 bzw. dem Zellenrad 12 eingreift. Daran schließt sich im Kettenrad 16 ein zweiter
Bohrungsabschnitt 76b an, der in seinem Durchmesser kleiner ausgebildet ist, als der
Durchmesser des Verriegelungsbolzens 66. Am Außenumfang des kleineren Bohrungsabschnittes
64b, der zur Aufnahme des Verriegelungsbolzens 66 dient, ist eine halbmondförmige
Nut 78 angeordnet, die sich bis in die Stufenbohrung 76 hinein erstreckt und damit
mit dem zweiten Bohrungsabschnitt 76b in Verbindung steht.
[0016] Im Steg 8a ist eine radiale Durchgangsbohrung 80 angeordnet, die einerseits mit der
axialen Bohrung 46a und mit der Ringnut 44 in Verbindung steht und auf der anderen
Seite zur Nut 78 führt. Im Steg 8a ist weiterhin eine als Verbindungskanal ausgebildete
Bohrung 82 vorgesehen, die vom grösseren Bohrungsabschnitt 64a in radialer Richtung
zum Druckraum 22a führt
[0017] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Verstelleinheit 6 mit ihrer in den Fig.
1 bis 3 dargestellten Endlageposition für die Verstellung einer Einlassnockenwelle
vorgesehen, wobei das Zellenrad 12 im Uhrzeigersinn angetrieben ist und das Innenteil
4 im Uhrzeigersinn in Richtung "frühes" Öffnen der Einlassventile verstellt werden
kann.
[0018] Im folgenden wird anhand der Figuren der Verstellvorgang näher beschrieben:
[0019] In der in Fig. 1 dargestellten Position befindet sich die Brennkraftmaschine ausser
Betrieb, d.h. im Stillstand. Der Verriegelungsbolzen 66 befindet sich in seiner verriegelten
Position, d.h. er ist durch die Druckfeder 70 im Bohrungsabschnitt 76a des Kettenrades
16 verriegelt Damit befindet sich das Innenteil 4 gegenüber dem Zellenrad 12 in einer
Endlageposition, die einer "späten" Öffnungs- bzw. Schließzeit der über Nocken und
Nockenfolger betätigten Einlassventile der Brennkraftmaschine entspricht. Das Steuerventil
56 ist unbestromt, so dass über den Ausgang A des Steuerventils 56, die Steuerleitung
52, die Ringnut 40, die radialen Bohrungen 38, den Ringraum 34 und die radialen Bohrungen
32a bis 32c die Druckölversorgung zu den Druckräumen 24a bis 24c für den Startvorgang
der Brennkraftmaschine freigegeben ist.
[0020] Hat die Brennkraftmaschine nach dem Startvorgang eine bestimmte Leerlaufdrehzahl
erreicht, so wird das Steuerventil 56 bestromt und damit die Druckölversorgung auf
den Ausgang B umgeschaltet (siehe Fig. 2). Die Druckölversorgung führt nun über die
Steuerleitung 54, die Ringnut 48, die axialen Bohrungen 46a bis 46e zur Ringnut 44.
Von der Ringnut 44 aus werden einerseits die drei radialen Bohrungen 42a bis 42c und
andererseits die zum Verriegelungsbolzen 66 führende Bohrung 80 mit Drucköl beschickt.
Die Druckölversorgung über die radialen Bohrungen 42a bis 42c zu den drei Druckräumen
22a bis 22c ist noch gesperrt, da in der Endlageposition des Nockenwellenverstellers
die radialen Bohrungen 42a bis 42c von den radialen Stegen 14a bis 14c des Zellenrades
12 abgedeckt bzw. abgedichtet sind (siehe Fig. 2c). Der zum Verriegelungsbolzens 66
führende Ölkanal (Bohrung 80) ist dagegen offen, so dass er durch den unterhalb seiner
Ringschulter 66a und durch den an seiner Stirnseite 66b sich ausbildenden Öldruck
aus dem im Kettenrad 16 angeordneten Bohrungsabschnitt 76a herausgehoben und somit
die Verstelleinheit 6 entriegelt wird. Die Druckölversorgung zur Stirnseite 66b des
Verriegelungsbolzens 66 erfolgt dabei über die zum Bohrungsabschnitt 76b führende
Nut 78.
[0021] In dem in Fig. 2 dargestellten Entriegelungshub a des Verriegelungsbolzens 66 ist
jedoch die im Steg 8a angeordnete und zum Druckraum 22a führende Bohrung 82 noch durch
die Schulter 66a verschlossen; erst wenn der Verriegelungsbolzen 66 durch den anliegenden
Öldruck über den Entriegelungshub a hinaus angehoben ist, wird über die Steuerkante
der Schulter 66a die Öffnung der Bohrung 80 freigegeben. Die Bohrung 80 ist vollständig
freigegeben, wenn, wie in Fig. 3 dargestellt, das Kopfteil des Verriegelungsbolzens
66 an der Scheibe 72 zum Anliegen kommt (Entriegelungshub b).
[0022] Damit gelangt das Hydrauliköl über die Bohrung 80 in den Druckraum 22a. Das System
ist so ausgelegt, dass bei einer Verstelldrehzahl der Brennkraftmaschine das dem Druckraum
22a zugeführte Hydrauliköl das Innenteil 4 um den Winkel α im Uhrzeigersinn verstellt
(siehe Fig. 4b). Durch diesen Anfangsverstellweg werden die im Innenteil 4 angeordneten
radialen Bohrungen 42a bis 42c aus ihrer vollständigen Überdeckung mit den radialen
Stege 14a bis 14c des Zellenrades 12 heraus geführt, so dass das Hydrauliköl über
die radialen Bohrungen 42a bis 42c in die Druckräume 22a bis 22c gelangt.
[0023] Damit kann, wie in Fig. 5 dargestellt ist, das Innenteil 4 der Verstelleinheit 6
gegenüber dem Zellenrad 12 bis zu einem maximalen Verstellwinkel α' in Richtung "frühes"
Öffnen der Einlassventile verstellt werden.
[0024] Wird die Motordrehzahl reduziert, so wird das Steuerventil 56 nicht mehr bestromt.
Damit wird wieder auf den Ausgang A umgeschaltet und die Druckkammern 24a bis 24c
mit Drucköl versorgt. Damit wird das Innenteil 4 entgegen dem Uhrzeigersinn wieder
in Richtung seiner ursprünglichen verriegelten Endlageposition zurück gestellt Das
in den Druckkammern 22a bis 22c befindliche Drucköl wird über den Ausgang B des Steuerventils
56 in den Öltank 62 zurück geführt. Erreicht das Innenteil 4 seine ursprüngliche Endlageposition,
so kann der Verriegelungsbolzen 66, wenn er sich in Überdeckung mit dem im Kettenrad
16 angeordneten Bohrungsabschnitt 76a befindet, in letzteren hineinfallen und damit
den Nockenwellenversteller wieder verriegeln. Das im Bohrungsabschnitt 76a befindliche
Hydrauliköl kann dabei über den zweiten Bohrungsabschnitt 76b und die Nut 78 entweichen.
[0025] Die vorbeschriebene Steuerung, bei der der Verriegelungsbolzen des Nockenwellenverstellers
selbst eine Ventilfunktion für die Zufuhr von Hydrauliköl zu den Druckräumen ausübt,
ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel eingeschränkt. Sie kann auch bei
Nockenwellenverstellern eingesetzt werden, die generell einen Verriegelungsmechanismus
aufweisen und denen eine eindeutige zeitliche Abfolge von Entriegeln und Verstellen
zugeordnet werden soll. Dazu zählen beispielsweise auch die sogenannten Axial- Nockenwellenversteller,
bei denen ein im Gehäuseteil (Stator) des Nockenwellenverstellers angeordneter Hydraulikkolben
längsverschieblich geführt ist und über eine Schrägverzahnung mit dem drehfest mit
der Nockenwelle verbundenen Teil (Rotor) des Nockenwellenverstellers zusammen wirkt.
Durch die Schrägverzahnung wird der axiale Verstellweg des Kolbens in eine Drehwinkelverstellung
der Nockenwelle umgesetzt. Auch hier kann eine den Kolben arretierende Verriegelungseinheit
gleichzeitig die zuvor beschriebene Ventilfunktion für die Zufuhr des Hydrauliköls
zum Druckraum des Nockenwellenverstellers übernehmen. Die Steuerung zum Entriegeln
und Verstellen ist natürlich auch für Nockenwellenversteller einsetzbar, die auf Auslassnockenwellen
von Brennkraftmaschinen angeordnet sind.
1. Vorrichtung zur relativen Drehwinkelverstellung einer Nockenwelle einer Brennkraftmaschine
zu einem Antriebsrad, mit einer Verstelleinheit (6), die ein drehfest mit der Nockenwelle
(2) verbundenes Innenteil (4) aufweist, wobei die Verstelleinheit (6) ein das Innenteil
(4) umschliessendes Zellenrad (12) aufweist, das mehrere über den Umfang verteilte,
durch Stege (14a bis 14c) begrenzte Zellen aufweist, die von darin winkelbeweglich
geführten Stegen oder Flügeln (8a bis 8c) des Innenteils (4) in jeweils zwei Druckräume
(22a bis 22c bzw. 24a bis 24c) unterteilt sind, bei deren hydraulischer Druckbeaufschlagung
bzw. Druckentlastung die Nockenwelle über die Stege oder Flügel (8a bis 8c) zwischen
zwei Endstellungen relativ zum Zellenrad (12) verdrehbar ist und dass ein bewegliches
Verriegelungselement (66) mit mindestens einem Gegenelement im jeweils anderen der
beiden Bauteile Zellenrad (12) oder Innenteil (4) zusammenwirkt, dass das Verriegelungselement
(66) in einer zu einem Druckraum (22a) führenden Hydraulikleitung (80, 82) angeordnet
ist und erst in einer entriegelten Position die Hydraulikleitung (80, 82) zum Druckraum
(22a) freigibt und dass im Innenteil (4) zu den Druckräumen (22a bis 22c) führende
Bohrungen (42a bis 42c) angeordnet sind, wobei die Öffnungen der Bohrungen (42a bis
42c) in der arretierten Endlageposition der Verstelleinheit (6) durch die Stege (14a
bis 14c) des Zellenrades (12) verschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (66) in eine erste Entriegelungsposition überführbar ist,
in der sowohl die vom Verriegelungselement (66) kontrollierte Bohrung (82) im Steg
(8a) als auch die zu den Druckräumen (22a bis 22c) führenden Bohrungen (42a bis 42c)
im Innenteil (4) noch verschlossen sind und dass das Verriegelungselement (66) in
eine zweite Entriegelungsposition überführbar ist, in der zuerst die zum Druckraum
(22a) führende Bohrung (82) durch das Verriegelungselement (66) freigegeben wird und
nach einem Anfangsverstellweg (α) des Innenteils (4) auch die zu den Druckräumen (22a
bis 22c) führenden Bohrungen (42a bis 42c) freigegeben sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (66) in einer Bohrung (64) eines Steges (8a) Aufnahme findet
und dass die Bohrung (64) über eine im Steg (8a) angeordnete Bohrung (82) mit dem
Druckraum (22a) in Verbindung steht.
1. A device for adjusting the angle of rotation of a camshaft of an internal-combustion
engine relative to a drive wheel, comprising an adjusting unit (6) which has an inner
part (4) connected in a rotationally fixed manner to the camshaft (2), wherein the
adjusting unit (6) has a cellular wheel (12) surrounding the inner part (4) and comprising
a plurality of cells which are distributed over the circumference and bounded by crosspieces
(14a to 14c) and which are each divided into two pressure chambers (22a to 22c and
24a to 24c) by crosspieces or blades (8a to 8c) of the inner part (4), the crosspieces
or blades (8a to 8c) being angularly movable within the cells, and the camshaft is
rotatable relative to the cellular wheel (12) between two end positions via the crosspieces
or blades (8a to 8c) when the pressure chambers are pressurised or relieved of pressure,
and wherein a movable locking member (66) co-operates with at least one complementary
member in the respective other of the two components cellular wheel (12) or inner
part (4), the locking member (66) is arranged in a hydraulic line (80, 82) leading
to a pressure chamber (22a) and only opens the hydraulic line (80, 82) to the pressure
chamber (22a) when it is in an unlocked position, and bores (42a to 42c) leading to
the pressure chambers (22a to 22c) are provided in the inner part (4), the openings
of the bores (42a to 42c) being closed by the crosspieces (14a to 14c) of the cellular
wheel (12) when the adjusting unit (6) is in the fixed end position, characterised in that the locking member (66) is movable into a first unlocking position in which both
the bore (82) in the crosspiece (8a), controlled by the locking member (66), and the
bores (42a to 42c) in the inner part (4), leading to the pressure chambers (22a to
22c), are still closed, and in that the locking member (66) is movable into a second unlocking position in which first
the bore (82) leading to the pressure chamber (22a) is opened by the locking member
(66) and, after an initial displacement path (α) of the inner part (4), the bores
(42a to 42c) leading to the pressure chambers (22a to 22c) are also opened.
2. A device according to claim 1, characterised in that the locking member (66) is accommodated in a bore (64) of a crosspiece (8a) and in that the bore (64) is connected to the pressure chamber (22a) by a bore (82) provided
in the crosspiece (8a).
1. Dispositif de réglage de l'écart angulaire d'un arbre à cames d'un moteur à combustion
interne par rapport à une roue d'entraînement, avec une unité de réglage (6) qui comporte
une partie intérieure (4) solidaire en rotation de l'arbre à cames (2), l'unité de
réglage (6) comportant une roue cellulaire (12) entourant la partie intérieure (4)
et qui comporte plusieurs cellules réparties sur le pourtour et délimitées par des
cloisons (14a à 14c), lesquelles cellules sont divisées par des nervures ou ailettes
(8a à 8c) de la partie intérieure (4), guidées mobiles angulairement à l'intérieur
des cellules, en deux chambres sous pression (22a, 22c ou 24a, 24c) dont l'alimentation
en pression hydraulique ou la décharge de pression fait tourner l'arbre à cames par
rapport à la roue cellulaire (12), par les nervures ou ailettes (8a à 8c), entre deux
positions de fin de course, et un élément de verrouillage (66) mobile coopérant avec
au moins un contre-élément dans l'autre des deux composants que sont la roue cellulaire
(12) ou la partie intérieure (4), l'élément de verrouillage (66) étant disposé dans
une conduite hydraulique (80, 82) menant à une chambre sous pression (22a) et n'ouvrant
la conduite hydraulique (80, 82) vers la chambre sous pression (22a) que dans une
position déverrouillée, et des perçages (42a à 42c) menant aux chambres sous pression
(22a à 22c) étant disposés dans la partie intérieure (4), les orifices des perçages
(42a à 42c) étant obturés dans la position de fin de course bloquée de l'unité de
réglage (6) par les cloisons (14a à 14c) de la roue cellulaire (12), caractérisé en ce que l'élément de verrouillage (66) peut passer dans une première position de déverrouillage
dans laquelle le perçage (82) de la nervure (8a), contrôlé par l'élément de verrouillage
(66), ainsi que les perçages (42a à 42c) de la partie intérieure (4), menant aux chambres
sous pression (22a à 22c), sont encore obturés, et en ce que l'élément de verrouillage (66) peut passer dans une deuxième position de déverrouillage
dans laquelle le perçage (82) menant à la chambre sous pression (22a) est d'abord
ouvert par l'élément de verrouillage (66), et après une course de réglage initiale
(α) de la partie intérieure (4), les perçages (42a à 42c) menant aux chambres sous
pression (22a à 22c) sont également ouverts.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de verrouillage (66) est logé dans un perçage (64) d'une nervure (8a) et
en ce que le perçage (64) est en liaison avec la chambre sous pression (22a), par un perçage
(82) disposé dans la nervure (8a).