[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einspritzen von Kraftstoff in
eine mehrzylindrige Brennkraftmaschine.
[0002] Es ist bekannt, beim Start eines Ottomotors die Zylinder je einmal mit einem sogenannten
Vorabeinspritzer zu versorgen, um die Zylinderwände zu benetzen und gleichzeitig ein
zündfähiges Gemisch für die erste Verbrennung bereitzustellen. Da zu diesem Zeitpunkt
noch keine Synchronisation zwischen Nockenwelle und der Kurbelwelle vorhanden und
die Position der Kolben unbekannt ist, ist eine gezielte Vorabeinspritzstrategie erforderlich,
um den Ausstoß von unverbranntem Kraftstoff und somit die Schadstoffemissionen während
des Starts zu minimieren.
[0003] Bei einem aus der EP 0 371 158 A1 bekannten-Verfahren werden die Zylinder in Abhängigkeit
von den beiden unterschiedlichen Pegeln des Nockenwellensignals in eine erste und
eine zweite Zylindergruppe unterteilt. Die Zylinder der ersten Gruppe werden unmittelbar
nach einer Starterkennung zeitgleich mit den Vorabeinspritzern (Gruppeneinspritzer)
versorgt, während die Zylinder der zweiten Gruppe zeitlich verzögert mit den Vorabeinspritzern
versorgt werden, und zwar entweder in vorbestimmter Reihenfolge oder in normaler sequentieller
Reihenfolge, je nachdem, ob eine Synchronisation zwischen Nockenwelle und Kurbelwelle
bereits stattgefunden hat.
[0004] Es hat sich nun gezeigt, dass bei diesem Verfahren in 50 % aller Starts nicht alle
Vorabeinspritzer für die Zylinder der ersten Gruppe zur Verbrennung kommen, da ein
Teil der Vorabeinspritzer in Abhängigkeit von der Stillstandsposition der Brennkraftmaschine
und der Position der Einlassventile auf ein offenes bzw. gerade schließendes Einlassventil
trifft. Ein solcher Zustand sollte im Hinblick auf die immer strenger werdenden gesetzlichen
Abgasbestimmungen vermieden werden. Eine entsprechende überhöhte Schadstoffemission
ließe sich zwar dadurch vermeiden, dass die Vorabeinspritzer erst abgesetzt werden,
wenn die genaue Position und Zuordnung zwischen Kurbelwelle und Nockenwelle bekannt
sind, so dass dann ein "sequentieller Start" durchgeführt werden könnte. Die Folge
wäre jedoch ein verzögerter Start.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Einspritzen
von Kraftstoff in eine mehrzylindrige Brennkraftmaschine anzugeben, das einen emissionsoptimierten
Schnellstart der Brennkraftmaschine ermöglicht.
[0006] Das Verfahren gemäß der Erfindung ist in Anspruch 1 definiert.
[0007] Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass eine Brennkraftmaschine
nach dem Abschalten im ausgekuppelten Zustand immer an bestimmten diskreten Positionen
stehen bleibt, wobei die Anzahl der diskreten Positionen über zwei Kurbelwellenumdrehungen
(760°) immer der Anzahl der Zylinder entspricht. Im Fall von n Zylindern sind dies
somit n Stillstands-Winkelpositionen.
[0008] Beim Start der Brennkraftmaschine sind diese n Stillstands-winkelpositionen zunächst
unbekannt. Mit Hilfe des Nockenwellensignals kann jedoch die Anzahl der unbekannten
Stillstands-Winkelpositionen auf n/2 reduziert werden. Somit kann bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren in Abhängigkeit von dem Nockenwellensignal und den gespeicherten Stillstands-Winkelpositionen
ein Zylinder ausgewählt werden, der als erster mit einem Vorabeinspritzer versorgt
wird, während die übrigen Vorabeinspritzer später abgesetzt werden. Im Gegensatz zu
dem oben beschriebenen vorbekannten Verfahren werden somit die ersten Zylinder nicht
zeitgleich, sondern immer zeitlich versetzt zueinander mit den Vorabeinspritzern versorgt.
[0009] Vorzugsweise wird in Abhängigkeit von dem Nockenwellensignal, das eine Unterteilung
jedes Arbeitsspiels in zwei Segmente entsprechend zwei aufeinanderfolgenden Kurbelwellenumdrehungen
erlaubt, die Stillstands-Winkelpositionen in zwei Gruppen unterteilt, und es wird
diejenige Gruppe ermittelt, welche die aktuelle Stillstands-Winkelposition umfasst,
an der die Brennkraftmaschine stehengeblieben ist. Vorteilhafterweise wird nur derjenige
Zylinder der ersten Gruppe, dessen Einlassventil bei Abgabe des ersten Vorabeinspritzers
mit Sicherheit geschlossen oder zumindest überwiegend geschlossen ist, als erster
mit einem Vorabeinspritzer versorgt.
[0010] Um die Reihenfolge der nächsten Vorabeinspritzer zu bestimmen, wird zweckmäßigerweise
der Winkelabstand zwischen der Winkelposition, an der der erste Vorabeinspritzer abgegeben
wird, und der Winkelposition des ersten Synchronisationsimpulses mit dem Winkelabstand
zwischen zwei benachbarten gespeicherten Stillstands-Winkelpositionen verglichen und
in Abhängigkeit von diesem Vergleich die Reihenfolge der nächsten Vorabeinspritzer
bestimmt.
[0011] Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird sichergestellt, dass alle Vorabeinspritzer
tatsächlich an der Verbrennung teilnehmen, so dass die Schadstoffemissionen, insbesondere
die HC-Emissionen auf das Niveau eines sequentiellen Starts sinken. Dennoch ist eine
frühe Kraftstoffeinspritzung möglich, so dass das erfindungsgemäße Verfahren einen
schnelleren Start gegenüber einem sequentiellen Startverfahren ermöglicht.
[0012] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.
[0013] Anhand der Zeichnungen wird das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert. Es zeigt:
Figur 1 eine schematische Schnittdarstellung einer Brennkraftmaschine in Form eines
Ottomotors mit Benzineinspritzung;
Figuren 2 und 3 Diagramme, in denen über der Zeit Drehzahl-, Nockenwellen-, Kurbelwellen-,
Einspritzventil- und Einlassventil-Signale aufgetragen sind.
[0014] Die Figur 1 zeigt einen schematischen Teilschnitt durch eine Brennkraftmaschine,
welche im beschriebenen Ausführungsbeispiel zu Veranschaulichungszwecken als Vierzylinder-Ottomotor
mit Benzineinspritzung ausgebildet ist.
[0015] Der Brennkraftmaschine 3 ist in üblicher Weise ein zentrales elektronisches Steuergerät
1 zugeordnet, das die Zündung, Kraftstoffeinspritzung und andere Vorgänge der Brennkraftmaschine
steuert. Jedem Zylinder 7 ist mindestens ein Einlassventil 6 und mindestens ein Einspritzventil
2 zugeordnet. Das Einspritzventil 2 spritzt Kraftstoff in das Saugrohr unmittelbar
vor oder auf den Ventilteller des Einlassventils 6 ab.
[0016] Der Kurbelwelle 8 ist ein Kurbelwellensensor 4 mit einem gezahnten Geberrad zugeordnet,
das ein den Kurbelwellenwinkel darstellendes Kurbelwellensignal CRK (siehe untere
Hälfte der Figuren 2 und 3) erzeugt. Der Nockenwelle 5, die die Einlassventile 6 steuert
und mit der halben Drehzahl der Kurbelwelle 8 dreht, ist ein Nockenwellensensor 9
zum Erzeugen eines Nockenwellensignals CAM (siehe untere Hälfte der Figuren 2 und
3) zugeordnet. Die Nockenwelle 5 kann mit der Kurbelwelle 8 drehfest verbunden oder
auch relativ zu ihr winkelverstellbar sein.
[0017] In den Figuren 2 und 3, untere Hälfte, sind jeweils das Kurbelwellensignal CRK, das
Nockenwellensignal CAM und die Drehzahl N über der Zeit aufgetragen. Jeder Impuls
des Kurbelwellensignals CRK entspricht einem Zahn des Geberrades, wobei eine doppelte
Zahnlücke nach jeweils 60 Zähnen als Synchronisationsimpuls S für jeweils eine volle
Umdrehung der Kurbelwelle 8 dient. Das Nockenwellensignal CAM hat zwei unterschiedliche
Pegel, die zwei aufeinanderfolgenden Umdrehungen der Kurbelwelle zugeordnet sind.
Das Nockenwellensignal CAM und das Kurbelwellensignal CRK mit seinen Synchronisationsimpulsen
S erlauben eine eindeutige Zuordnung der Kurbelwellenstellung im Arbeitsspiel.
[0018] Das Nockenwellensignal kann auch andere Impuls- und Pegelformen aufweisen; es sollte
jedoch gewährleistet sein, dass das Nockenwellensignal eine Unterteilung jedes Arbeitsspiels
in zwei Segmente (ä 360°) entsprechend zwei aufeinanderfolgenden Kurbelwellenumdrehungen
(720°) erlaubt.
[0019] Bei normalem Betrieb der Brennkraftmaschine können daher mit Hilfe des Kurbelwellensignals
und Nockenwellensignals die Einspritzventile 2 im üblichen sequentiellen Einspritzbetrieb
angesteuert und betätigt werden. Beim Start ist jedoch die Kurbelwellenstellung und
damit die Stellung der Kolben noch nicht bekannt, und es ist ggfs. auch noch keine
Synchronisation zwischen der Nockenwelle und der Kurbelwelle vorhanden. Eine Einspritzung
im sequentiellen Einspritzbetrieb ist daher nicht möglich.
[0020] Versuche haben nun gezeigt, dass eine Brennkraftmaschine nach dem Abschalten im ausgekuppelten
Zustand immer an diskreten Positionen Stehen bleibt. Bei einer Vierzylinder-Brennkraftmaschine
sind dies genau vier Positionen über jeweils 760° der Kurbelwellendrehung. Für das
verzahnte Geberrad des Kurbelwellensensors 4 ergeben sich hierbei beispielsweise immer
die Positionen entweder 20 (± 7) Zähne oder 50 (± 7) Zähne vor einem Synchronisationsimpuls
S. Der Winkelabstand zwischen diesen Positionen beträgt somit 180° (± 42°). Bei einer
Sechszylinder-Brennkraftmaschine ergeben sich in entsprechender Weise als Positionen
für das verzahnte Geberrad des Kurbelwellensensors z. B. 5 oder 25 oder 45 Zähne vor
dem nächsten Synchronisationsimpuls S; der Winkelabstand zwischen den Positionen beträgt
dann 120°. Generell gilt, dass die Anzahl der Stillstands-Winkelpositionen, an der
eine Brennkraftmaschine Stehen bleibt, der Anzahl der Zylinder entspricht. Im übrigen
hat sich gezeigt, dass mit größer werdender Zylinderzahl die Stillstands-Winkelpositionen
immer diskreter werden.
[0021] Der oben geschilderte Sachverhalt wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dazu ausgenutzt,
eine optimale Strategie zum Abgeben von Vorabeinspritzern während der Startphase zu
entwickeln. Zur Erläuterung dieser Vorabeinspritzstrategie sei zunächst auf Figur
2 Bezug genommen.
[0022] In der unteren Hälfte der Figur 2 sind neben dem Kurbelwellensignal CRK und dem Nockenwellensignal
CAM die Drehzahl N der Brennkraftmaschine über der Zeit aufgetragen. In der oberen
Hälfte der Figur 2 sind für die vier Zylinder 1 bis 4 der Vierzylinder-Brennkraftmaschine
die Ansteuersignale IV1 - IV4 für die vier Einspritzventile über der Zeit aufgetragen,
wobei die vier Vorabeinspritzer I mit I1 - I4 bezeichnet sind. Außerdem sind die Ansteuersignale
EV1 - EV4 für die vier Einlassventile über der Zeit aufgetragen, wobei die Öffnungsimpulse
für die Öffnung der Einlassventile mit E1 - E4 bezeichnet sind. Außerdem sind in den
beiden obersten Zeilen der Figur 2 die Impulse für den oberen Totpunkt (TDC1 - TDC4)
der vier Zylinder bzw. den oberen Totpunkt (TDC1) des Zylinders 1 dargestellt.
[0023] Wie in Figur 2 in Zusammenhang mit der Drehzahl angedeutet, ist für den Start der
Brennkraftmaschine eine Starterkennung E vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt ist das Nockenwellensignal
CAM entweder hoch- oder niederpegelig, im Beispiel der Figur 2 niederpegelig. Damit
können - z.B. wie bei dem eingangs beschriebenen Verfahren nach der EP 0 371 158 B1
- die Zylinder 1 bis 4 in zwei Gruppen unterteilt werden (im Beispiel der Figur 2
in eine erste Gruppe mit den Zylindern 3, 4 und einer zweiten Gruppe mit den Zylindern
1, 2). Außerdem ist hierdurch auch bekannt, ob die Brennkraftmaschine in den ersten
beiden Stillstands-Winkelpositionen oder den zweiten beiden Stillstandspositionen
stehengeblieben ist. Anders ausgedrückt, reduziert sich die Anzahl der unbekannten
Stillstands-Winkelpositionen auf zwei.
[0024] Bei dem eingangs beschriebenen vorbekannten Verfahren werden in vorgegebenem Winkelabstand
zur Starterkennung E (beispielsweise nach acht erkannten und gültigen Zähnen des Kurbelwellensensors)
die beiden Zylinder 3, 4 der ersten Zylindergruppe zeitgleich mit den Vorabeinspritzern
versorgt, wie durch die Vorabeinspritzer I3' und I4 angedeutet ist. Hierbei würde
jedoch der Vorabeinspritzer I3' kurz vor Schließen des zugehörigen Einlassventils
EV3 abgegeben werden, was zu einer Überfettung des Kraftstoff-Luft-Gemischs und zum
Ausstoß unverbrannten Kraftstoffs führen würde.
[0025] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird daher nach der Starterkennung E nur derjenige
Zylinder, dessen Einlassventil mit Sicherheit geschlossen oder überwiegend geschlossen
ist, mit dem Vorabeinspritzer versorgt.; im Beispiel der Figur 2 ist dies der Zylinder
4 mit dem Vorabeinspritzer I4. Der Vorabeinspritzer I3' wird dagegen, wie durch eine
gepunktete Linie P angedeutet, zu diesem Zeitpunkt nicht abgegeben.
[0026] Wie bereits erwähnt, ist zum Zeitpunkt der Abgabe des ersten Vorabeinspritzers I4
noch nicht bekannt, ob die Brennkraftmaschine an der ersten oder zweiten Stillstands-Winkelposition
(z. B. 50 oder 20 Zähne vor dem ersten Synchronisationsimpuls S) stehengeblieben ist.
Bei dem Beispiel der Figur 2 ist die Kurbelwelle 20 Zähne vor dem ersten Synchronisationsimpuls
S stehengeblieben. Wenn daher nach 28 Zähnen ab Starterkennung E (also 20 Zähne nach
dem ersten Vorabeinspritzer I4) bereits der erste Synchronisationsimpuls S aufgetreten
ist (was im Beispiel der Figur 2 der Fall ist), so ist erkennbar, dass die Kurbelwelle
20 Zähne vor dem Synchronisationsimpuls S stehengeblieben war. Sobald der Synchronisationsimpuls
S aufgetreten ist, ist die Brennkraftmaschine synchronisiert, und somit kann eine
definierte Reihenfolge der nach dem Synchronisationsimpuls S erfolgenden Vorabeinspritzer
von dem zentralen Steuergerät 1 bestimmt werden.
[0027] Wie sich dem Diagramm der Figur 2 entnehmen lässt, wird hierdurch erreicht, dass
sämtliche Vorabeinspritzer I1 bis I4 vor dem Öffnen des zugehörigen Einlassventils
E1 bis E4 oder zumindest zu Beginn des Öffnungsvorganges (Einlassventil EV4) abgesetzt
werden. Somit können alle Vorabeinspritzer an der Verbrennung teilnehmen, so dass
die Schadstoffemissionen durch unverbrannt ausgestoßenen Kraftstoff nicht größer als
bei einem Start mit sequentiellem Einspritzbetrieb sind. Da eine Zündung in den vier
Zylindern zum frühestmöglichen Zeitpunkt ermöglicht wird, erlaubt diese Vorabeinspritzstrategie
einen Schnellstart der Brennkraftmaschine.
[0028] Das Diagramm der Figur 3 entspricht dem der Figur 2, abgesehen davon, dass zum Zeitpunkt
der Starterkennung E das Nockenwellensignal CAM hochpegelig ist und die Brennkraftmaschine
50 (± 7) Zähne des Kurbelwellensensors vor dem ersten Synchronisationsimpuls S stehengeblieben
ist. Da zum Zeitpunkt der Starterkennung E das Nockenwellensignal CAM hochpegelig
ist, wird die erste Zylindergruppe von den Zylindern 1, 2 und die zweite Zylindergruppe
von den Zylindern 3, 4 gebildet. In diesem Fall wird (nach acht erkannten und gültigen
Zähnen des Kurbelwellensensors) nur der Zylinder 2 mit dem Vorabspritzer I2 versorgt,
während der bei dem vorbekannten Verfahren vorgesehene Vorabeinspritzer I1' für den
Zylinder 1 weggelassen wird. Da bei diesem Beispiel 28 Zähne nach der Starterkennung
E noch kein Synchronisationsimpuls S aufgetreten ist, werden der nächste bzw. die
nächsten Vorabeinspritzer mit vorgegebenem Winkelabstand zu der Winkelposition, an
der der erste Vorabeinspritzer abgegeben wurde, abgegeben. Sobald der erste Synchronisationsimpuls
S aufgetreten ist, kann die Reihenfolge der folgenden Vorabeinspritzer wieder von
dem zentralen Steuergerät 1 im sequentiellen Einspritzbetrieb bestimmt werden.
1. Verfahren zum Einspritzen von Kraftstoff in eine mehrzylindrige Brennkraftmaschine
mit
mindestens einem Einspritzventil (2) je Zylinder (7),
einer Nockenwelle (5) zur Betätigung der Einlassventile (6), die mit der halben Drehzahl
der Kurbelwelle (8) umläuft,
einem Nockenwellensensor (9), der ein periodisches Nockenwellensignal (CAM) liefert,
einem Kurbelwellensensor (4), der ein den Kurbelwellenwinkel darstellendes Kurbelwellensignal
(CRK) mit einem Synchronisationsimpuls (S) je Kurbelwellenumdrehung liefert, und
einem zentralen Steuergerät (1), das die Einspritzventile (2) so steuert, dass sie
während einer Startphase je einen Kraftstoff-Vorabeinspritzer (I) pro Zylinder (7)
und anschließend von dem Steuergerät (1) ermittelte Kraftstoffmengen im normalen sequentiellen
Einspritzbetrieb einspritzen,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem zentralen Steuergerät (1) eine der Zylinderanzahl entsprechende Anzahl Stillstands-Winkelpositionen
der Kurbelwelle (8), an denen die Brennkraftmaschine (3) nach Abschalten im ausgekuppelten
Zustand stehen bleiben kann, gespeichert werden,
und dass während der Startphase die Zylinder (7) in Abhängigkeit von dem Nockenwellensignal
(CAM) und den gespeicherten Stillstands-Winkelpositionen zeitlich nacheinander mit
den Vorabeinspritzern (I) versorgt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Nockenwellensignal (CAM) eine Unterteilung jedes Arbeitsspiels in zwei Segmente
(360°) entsprechend zwei aufeinanderfolgenden Kurbelwellenumdrehungen (720°) erlaubt
und dass in Abhängigkeit von dem Nockenwellensignal (CAM) die Stillstands-Winkelpositionen
in zwei Gruppen unterteilt werden und diejenige Gruppe ermittelt wird, welche die
aktuelle Stillstands-Winkelposition beinhaltet, an der die Brennkraftmaschine stehengeblieben
ist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von dem Nockenwellensignal (CAM) die Zylinder in eine erste und zweite
Gruppe unterteilt werden und dass aus der ersten Zylindergruppe in Abhängigkeit von
der ermittelten Gruppe der Stillstands-Winkelpositionen ein Zylinder ausgewählt wird,
der als erster mit einem Vorabeinspritzer (I) versorgt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass derjenige Zylinder der ersten Zylindergruppe, dessen Einlassventil mit Sicherheit
geschlossen oder zumindest überwiegend geschlossen ist, als erster mit einem Vorabeinspritzer
versorgt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelabstand zwischen der Kurbelwellen-Winkelposition, an der der erste Vorabeinspritzer
(I) abgegeben wird, und der Winkelposition des ersten Synchronisationsimpulses (S)
mit dem Winkelabstand zwischen zwei benachbarten gespeicherten Stillstands-Winkelpositionen
verglichen wird und in Abhängigkeit von diesem Vergleich die Reihenfolge der nächsten
Vorabeinspritzer (I) bestimmt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach Auftreten des ersten Synchronisationsimpulses (S) die Reihenfolge der verbleibenden
Vorabeinspritzer (I) im sequentiellen Betrieb bestimmt wird.
1. A method for injecting fuel into a multi-cylinder internal combustion engine, comprising
at least one injection valve (2) per cylinder (7),
a camshaft (5) for operating the inlet valves (6), which rotates at half the speed
of the crankshaft (8),
a camshaft sensor (9) supplying a periodic camshaft signal (CAM),
a crankshaft sensor (4) supplying a crankshaft signal (CRK) representing the crankshaft
angle containing a synchronization pulse (S) per crankshaft revolution, and
a central control unit (1), which controls the injection valves (2) so that during
a starting phase they each inject one fuel pilot injection (I) per cylinder (7), and
then in the normal sequential injection mode they inject amounts of fuel determined
by the control unit (1),
characterized in that a number of stationary angle positions of the crankshaft (8) at which the internal
combustion engine (3) comes to a stop after switching off with the clutch disengaged,
equal to the number of cylinders, can be saved in the central control unit (1),
and that during the starting phase, the cylinders (7) are supplied with the pilot
injections (I) one after the other in time depending on the camshaft signal (CAM)
and the saved stationary angle positions.
2. The method as claimed in claim 1, characterized in that the camshaft signal (CAM) enables every cycle to be divided into two segments (360°)
corresponding to two consecutive crankshaft revolutions (720°), and that depending
on the camshaft signal (CAM), the stationary angle positions are divided into two
groups, and that the group comprising the current stationary angle position at which
the internal combustion engine has stopped is determined.
3. The method as claimed in claim 2, characterized in that, depending on the camshaft signal (CAM), the cylinders are divided into a first and
second group, and that, depending on the determined group of stationary angle positions,
a cylinder is selected from the first cylinder group to be the first supplied with
a pilot injection (I).
4. The method as claimed in claim 3, characterized in that that cylinder of the first cylinder group whose inlet valve is definitely closed or at
least predominantly closed, is the first supplied with a pilot injection.
5. The method as claimed in claim 4, characterized in that the angle separation between the crankshaft angle position at which the first pilot
injection (I) is discharged and the angle position of the first synchronization pulse
(S) is compared with the angle separation between two adjacent saved stationary angle
positions, and the sequence of the next pilot injections (I) determined as a function
of this comparison.
6. The method as claimed in one of the previous claims, characterized in that after the first synchronization pulse (S) has occurred, the sequence of the remaining
pilot injections (I) is defined in sequential mode.
1. Procédé pour injecter du carburant dans un moteur à combustion interne à plusieurs
cylindres, avec
au moins une soupape d'injection (2) par cylindre (7),
un arbre à cames (5) pour actionner les soupapes d'admission (6), qui tourne à
la moitié de la vitesse de rotation du vilebrequin (8),
un détecteur d'arbre à cames (9), qui produit un signal d'arbre à cames périodique
(CAM),
un détecteur de vilebrequin (4), qui produit un signal de vilebrequin (CRK) représentant
l'angle du vilebrequin avec une impulsion de synchronisation (S) par révolution du
vilebrequin, et
un appareil central de commande (1), qui commande les soupapes d'injection (2)
de telle façon qu'elles injectent chacune un jet de préinjection de carburant (I)
par cylindre (7) pendant une phase de démarrage et qu'elles injectent ensuite des
quantités de carburant déterminées par l'appareil de commande (1) pendant le fonctionnement
d'injection séquentiel normal,
caractérisé en ce qu'un nombre de positions angulaires d'arrêt du vilebrequin (8), dans lesquelles le moteur
à combustion interne (3) peut s'immobiliser après la coupure à l'état débrayé, est
mémorisé dans l'appareil central de commande (1), et en ce que, pendant la phase de démarrage, les cylindres (7) sont alimentés l'un après l'autre
dans le temps avec les jets de préinjection (I) en fonction du signal d'arbre à cames
(CAM) et des positions angulaires d'arrêt mémorisées.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le signal d'arbre à cames (CAM) permet une subdivision de chaque cycle de fonctionnement
en deux segments (360°) correspondant à deux révolutions successives du vilebrequin
(720°) et en ce que les positions angulaires d'arrêt sont subdivisées en deux groupes en fonction du
signal d'arbre à cames (CAM) et en ce que l'on détermine le groupe qui contient la position angulaire d'arrêt actuelle dans
laquelle le moteur à combustion interne s'est immobilisé.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que les cylindres sont subdivisés en un premier et un second groupes de cylindres en
fonction du signal d'arbre à cames (CAM) et en ce que l'on choisit dans le premier groupe de cylindres, en fonction du groupe déterminé
des positions angulaires d'arrêt, un cylindre qui est alimenté en premier lieu avec
un jet de préinjection (I).
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le cylindre du premier groupe de cylindres, dont la soupape d'admission est avec
certitude fermée ou au moins pratiquement fermée, est alimenté en premier lieu avec
un jet de préinjection.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'écart angulaire entre la position angulaire du vilebrequin, dans laquelle le premier
jet de préinjection (I) est activé, et la position angulaire de la première impulsion
de synchronisation (S) est comparé à l'écart angulaire entre deux positions angulaires
d'arrêt mémorisées voisines et en ce que l'ordre des jets de préinjection suivants (I) est déterminé en fonction de cette
comparaison.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ordre des jets de préinjection restants (I) est déterminé dans le fonctionnement
séquentiel après l'apparition de la première impulsion de synchronisation (S).