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EP 1 337 166 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.07.2004 Patentblatt 2004/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.10.2001 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2001/000345 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/041719 (30.05.2002 Gazette 2002/22) |
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EINRICHTUNG ZUM SCHUTZ VON KÖRPERTEILEN VOR EINDRINGENDEN GEGENSTÄNDEN SOWIE SCHUTZOBERBEKLEIDUNG
UNTER VERWENDUNG EINER SOLCHEN SCHUTZEINRICHTUNG
DEVICE FOR THE PROTECTION OF BODY PARTS FROM PENETRATING OBJECTS AND PROTECTIVE SUIT
USING SAID PROTECTION DEVICE
DISPOSITIF DE PROTECTION DE PARTIES CORPORELLES CONTRE DES OBJETS PENETRANTS ET VETEMENT
DE PROTECTION UTILISANT LEDIT DISPOSITIF DE PROTECTION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE FR GB |
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Priorität: |
27.11.2000 AT 19882000
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.08.2003 Patentblatt 2003/35 |
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Patentinhaber: ASTRON ELASTOMERPRODUKTE GESELLSCHAFT M.B.H. |
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1231 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- KARALL, Gerhard
A-2620 Neunkirchen (AT)
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| (74) |
Vertreter: Heger, Georg, Dipl.-Ing., Dr. et al |
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Sonn & Partner Patentanwälte,
Riemergasse 14 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 564 249 WO-A-93/21492 US-A- 3 867 239
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WO-A-01/68361 US-A- 3 813 281 US-A- 6 035 438
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Schutz von Körperteilen vor eindringenden
Gegenständen, wie z.B. Geschoße oder Splitter, mit zumindest einer Trägerschicht und
zumindest einer Schicht aus nebeneinander angeordneten Schutzplatten, wobei in Auftreffrichtung
des Gegenstandes gesehen vor einer Trägerschicht zumindest eine energieaufnehmende
Schicht angeordnet ist sowie eine Schutzoberbekleidung unter Verwendung einer solchen
Schutzeinrichtung.
[0002] Als vorrangiges Einsatzgebiet der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung wären insbesondere
kugelsichere Schutzwesten zu nennen. Übliche Konstruktionen bestehen meist aus mehreren
Schichten aus besonders dichtem Aramidfasergewebe.
[0003] Eine Schutzeinrichtung der gegenständlichen Art ist beispielsweise in der US 4 868
040 A beschrieben, welche eine Trägerschicht und eine energieabsorbierende Schicht
umfasst, wobei zwischen den Schichten Schutzplatten aus Keramik oder Aluminium nebeneinander
angeordnet sind. Durch die Einbettung der Schutzplatten zwischen den Schichten ist
nur eine unzureichende Flexibilität der Schutzeinrichtung gegeben.
[0004] Beispielsweise beschreibt die US 5 960 470 A eine kugelsichere Schutzweste, welche
eine Vielzahl von Gewebsschichten aufweist, die aus Aramidfasern aufgebaut sind, welche
aus einer Vielzahl von Filamenten aufgebaut sind. Eine verbesserte Konstruktion einer
Schutzbekleidung ist in der US 6 000 055 A beschrieben, bei der zwischen einzelnen
Gewebs- oder Gelegsschichten Lagen aus thermoplastischem Material angeordnet werden.
[0005] Derartige Ballistikschutzwesten werden üblicherweise in sog. Soft-Ballistikwesten
und Hard-Ballistikwesten je nach Verformbarkeit der Schutzeinrichtung unterteilt.
In den sog. Hard-Ballistikbereich fallen Schutzeinrichtungen, welche steif und somit
nicht verformbar sind. In der Regel sind derartige Einrichtungen auch relativ schwer.
Schutzeinrichtungen für den Hard-Ballistikbereich bieten dafür wesentlich besseren
Schutz, speziell bei härteren Geschoß-Typen mit Geschwindigkeiten über 500 m/s. Sog.
Soft-Ballistikschutzeinrichtungen sind hingegen flexibel und üblicherweise auch leichter
als Hard-Ballistikschutzeinrichtungen. Dafür bieten die Schutzeinrichtungen für den
Soft-Ballistikbereich nur Schutz gegen Geschoß-Typen mit geringeren Auftreffgeschwindigkeiten.
Im Wesentlichen bieten Soft-Ballistikschutzwesten wirkungsvollen Schutz gegen Handfeuerwaffen,
während Hard-Ballistikschutzwesten auch Schutz gegen Langfeuerwaffen bieten. Die Grenze
bei weichen Geschoßen und speziell ausgeformten Geschoßen ist hier überlappend.
[0006] Schutzeinrichtungen für den Soft-Ballistikbereich basieren meist auf einer Kombination
von verschiedenen Lagen von Gewebsschichten, wie z.B. Aramidgeweben oder Polyethylenfasern.
Durch speziell beschichtete Gewebe oder Stahldraht-Geflechte kann der Schutz verstärkt
werden und neben dem Schutz vor Geschoßen auch ein gewisser Schutz gegen Durchstechen
mit Stichwaffen und Nadeln, wie z.B. Injektionsnadeln, bewirkt werden.
[0007] Die US 5 179 244 A beschreibt eine Schutzeinrichtung vor Geschoßen hoher Geschwindigkeit,
welcher aus einer Vielzahl von Lagen aus flexiblem Material besteht und einer flexiblen
Verstärkungsplatte, welche an der Innenseite der Schutzeinrichtung angeordnet ist.
Diese Platte ist beispielsweise aus Polykarbonat hergestellt und nimmt die Energie
des eindringenden Geschoßes durch Deformation auf. Dadurch wird das Verletzungsrisiko
reduziert. Ein Nachteil derartiger Schutzeinrichtungen ist die Steifheit, welche eine
Anwendung für Schutzoberbekleidung nur begrenzt möglich macht.
[0008] Die US.5 796 028 A beschreibt eine flexible ballistische Schutzeinrichtung, welche
aus einer Vielzahl übereinander gelegter Schichten, wie Aramidgewebsschichten und
dergl., aufweist.
[0009] Weitere Ballistikschutzeinrichtungen sind beispielsweise in der WO 97/38848 A1 beschrieben,
welche aus mehreren Schichten besteht, wobei eine Schicht Fasern aus thermoplastischem
Material beinhaltet, welche bei der durch den Eintritt eines Geschoßes verursachten
Wärmeentwicklung eine Phasenveränderung erfährt, wodurch die vom Geschoß herrührende
Energie durch das Material aufgenommen wird. Eine weitere Schicht beinhaltet eine
Vielzahl von eingebetteten Körpern, welche aufgrund ihrer geometrischen Gestalt eine
Ablenkung des eindringenden Gegenstandes bewirken.
[0010] Die US 5 824 940 A zeigt eine ballistische Schutzeinrichtung, welche keramisches
Material in Form von mit einer Trägerschicht vernähten keramischen Strukturen enthält.
Die Sicherheit vor Stichverletzungen wird durch die zwischen den Keramikplättchen
entstehenden Zwischenräume
1 verringert. Darüber hinaus sind derartige Anordnungen relativ unflexibel und relativ
aufwendig in ihrer Herstellung.
[0011] Auch bei der US 5 362 527 A werden Schutzplättchen mit einer Grundschicht aus Gewebe
vernäht.
[0012] Zum Schutz vor Stichverletzungen mit nadelartigen Stichgeräten wird gemäß der WO
99/37969 A1 eine mehrschichtige Schutzeinrichtung beschrieben, welche aus einer Vielzahl
von Lagen aus Aramidgewebe und Hartstoffschichten besteht, in die Siliziumcarbid-Partikeln
eingebracht wurden, welche den eindringenden Gegenstand durch Reibung abbremsen.
[0013] Eine weitere Ausführungsform einer Schutzweste ist in der Europäischen Patentanmeldung
EP 0 499 812 A1 beschrieben, welche neben einer gewebten oder nicht gewebten Schicht
zur Absorption der genetischen Energie eines Geschoßes eine Schicht mit einer Vielzahl
von Schutzkörpern auf Glas oder Keramik beinhaltet, die nach außen über eine weitere
Schicht überbrückt und abgedeckt wird. Die Schutzkörper sind beispielsweise kugelförmig
und können gemäß einem Beispiel aus Aluminium hergestellt sein und einen Durchmesser
von 9,5 mm aufweisen.
[0014] Eine weitere Ausführungsform einer Schutzweste mit übereinander geschichteten Plättchen
ist beispielsweise aus der US 6 035 438 A bekannt, wobei die Metallplatten zwischen
zwei Gewebsschichten, beispielsweise aus Aramidfasern oder Polyethylenfasern, eingeschlossen
und verklebt werden. Die Platten können aus Metall oder Keramik bestehen und bieten
neben dem Schutz vor Geschoßen auch einen Schutz vor Frontalstichen. Ein Nachteil
dieser Ausführungsform ist die relativ aufwendige Herstellung und somit der damit
verbundene hohe Preis.
[0015] Die EP-A-0 564 249 beschreibt Schutzweiste mit den Merkmalen gemaß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Die WO 9 321 492 A beschreibt ein Laminat mit nebeneinander angeordneten
Schutzplatten.
[0016] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Schutzeinrichtung der
oben angegebenen Art zu schaffen, durch welche eine gute Schutzwirkung vor eindringenden
Gegenständen, wie z.B. Geschoßen, erzielt werden kann. Insbesondere soll die vorliegende
Schutzeinrichtung bei speziellen Geschoß-Typen, wie z.B. Kegelspitzgeschoßen, einen
Schutz bieten und darüber hinaus eine Sicherheit vor Stichverletzungen durch Stichwaffen
und Nadeln bieten. Weiters soll eine optimale Flexibilität gewährleistet sein, so
dass die Schutzeinrichtung für einen Ganzkörperschutz angewendet werden kann. Die
Herstellung der Schutzeinrichtung soll möglichst einfach sein und die Nachteile bekannter
Schutzeinrichtungen vermieden oder zumindest reduziert werden.
[0017] Gelöst wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch, dass zumindest eine energieaufnehmende
Schicht aus einer dreidimensionalen Matrix auf Basis von Polynorbonen besteht und
dass die Schutzplatten über die zumindest eine energieaufnehmende Schicht mit dem
Trägermaterial verbunden sind, so dass eine in eine Richtung biegbare Schutzschicht
entsteht. Eine derartige Materialkombination bietet einerseits optimalen Schutz im
Ballistikbereich sowie optimalen Schutz vor Stichverletzungen, während ein hoher Grad
an Flexibilität und somit ein hoher Tragekomfort gegeben ist. Die Matrix auf Basis
von Polynorbonen zeichnet sich durch hohe Energieaufnahmefähigkeit und entsprechender
Elastizität aus. Polynorbonen weist besonders gute Eigenschaften hinsichtlich der
Energieaufnahmefähigkeit auf und weist durch seine spezielle Molekularstruktur eine
hohe Füllbarkeit mit verschiedensten Füllstoffen, wie z.B. speziellen Ölen, Silikaten
etc. auf. Dadurch können im Gegensatz beispielsweise zu Kautschuk wesentlich bessere
physikalische Eigenschaften erzielt werden. Die Trageschicht verhindert durch ihre
Festigkeitseigenschaften die Eindringung des Gegenstandes indem die von diesem ausgehende
Energie möglichst breit verteilt wird. Dabei darf keine Dehnbarkeit gegeben sein,
welche eine Aufnahme der Energie bewirken würde. Durch die Kombination Schicht aus
nebeneinander angeordneten Schutzplatten der Trageschicht und der zumindest einen
energieaufnehmende Schicht wird das Energieniveau, ab dem der Gegenstand in das Material
eindringt, und somit die Schutzwirkung erhöht. Durch die nur einseitige Verbindung
der Schutzplatten mit der Trageschicht über die energieaufnehmende Schicht entsteht
eine in eine Richtung biegbare Schutzschicht, die den jeweiligen Körperteilen entsprechend
angepasst werden kann. Dadurch kann trotz einer sehr engen Anordnung der Schutzplatten
nebeneinander trotzdem eine hohe Flexibilität erreicht werden. Darüber hinaus wird
beim Eindringen spitzer Gegenstände zwischen den Schutzplatten automatisch eine Klemmwirkung
hervorgerufen, welche ebenfalls zur Erhöhung der Sicherheit beiträgt.
[0018] Wenn die Schutzplatten im Wesentlichen rechteckige Grundfläche aufweisen und entsprechend
dünn sind, kann eine relativ dünne Schutzeinrichtung geschaffen werden, welche besser
am Körper getragen werden kann. Die Größe der einzelnen Schutzplatten wird entsprechend
der zu schützenden Körperstelle gewählt und kann beispielsweise für Ballistikwesten
in der Größenordnung von 50x40 mm bei einer Dicke von 1,5 mm aufweisen.
[0019] Damit Stichverletzungen durch dünne Gegenstände, wie z.B. Nadeln, zwischen den Schutzplatten
weitestgehend verhindert werden können, sind die Schutzplatten voneinander maximal
0,2 mm beabstandet.
[0020] Um die Durchstichsicherheit noch weiter zu erhöhen, können die einzelnen Schutzplatten
überlappend angeordnet sein. Dabei können die einzelnen Schutzplatten durch verschiedene
Methoden, wie z.B. Kleben, miteinander verbunden werden.
[0021] Die Schutzplatten können aus Aluminiumlegierungen, vorzugsweise aus Titan-Aluminiumlegierungen
oder aus Stahl, Keramik, Polykarbonat bestehen. Entsprechend der gewählten Materialien
oder Anforderungen wird die Dicke der Schutzplatten entsprechend gewählt.
[0022] Alternativ dazu oder zusätzlich kann eine energieaufnehmende Schicht aus geschäumten
Elastomeren, vorzugsweise aus Nitril-PVC-Schaum oder geschäumten Polyolefinen, bestehen.
Derartige Materialien zeigen gute Stoß-absorbierende Eigenschaften bei günstigen Herstellungs-
und Verarbeitungskosten.
[0023] Vorteilhafterweise besteht eine Trägerschicht aus faser- bzw. gewebeverstärktem Kunststoff.
Diese Gewebe oder Filze aus Fasern aller Art mit möglichst hoher Festigkeit verleiht
der Schutzeinrichtung die notwendige Formstabilität und bewirkt eine Verteilung der
Energie eindringender Gegenstände. Als Gewebe kommen vorzugsweise Aramidgewebe zur
Anwendung, welche zweckmäßig erweise für eine optimale Festigkeit möglichst hohe Schussanzahl
aufweisen. Darüber hinaus können Stahlgeflechte für die Trägerschicht verwendet werden.
[0024] Eine weitere Verbesserung der Schutzwirkung kann dadurch erzielt werden, dass in
Auftreffrichtung des Gegenstandes gesehen abwechselnd mehrere Trägerschichten, energieaufnehmende
Schichten und Schichten aus miteinander beweglich verbundenen Schutzplatten angeordnet
sind.
[0025] Insbesondere wenn die Schutzplatten verschiedener Schichten gegeneinander versetzt
angeordnet sind, wird eine wesentliche Sicherheit gegen Durchstechen mit spitzen Gegenständen
erzielt, da die unsicheren Fugenbereiche zwischen Schutzplatten abgedeckt werden.
[0026] Zur weiteren Erhöhung der Schutzwirkung ist vorgesehen, dass in Auftreffrichtung
des Gegenstandes gesehen hinter der letzten Trägerschicht zumindest eine energieverteilende
Schicht und dahinter zumindest eine Schaumstoffschicht angeordnet ist. Durch eine
derartige zusätzliche Anordnung wird das sogenannte Trauma, d.h. die Eindringtiefe
des eindringenden Gegenstandes in Richtung des zu schützenden Körperteils wesentlich
reduziert, indem die Energie verteilt und in den Schaumstoffschichten absorbiert und
in Wärme umgewandelt wird.
[0027] Als energieverteilende Schicht wird vorzugsweise ein Kunststoff mit einer Härte von
mindestens 60 Shore A eingesetzt.
[0028] Beispielsweise eignet sich eine Kunststofffolie aus Low Density Polyethylene (LDPE)
zur Verwendung als energieverteilende Schicht. Es sind Schichtdicken in der Größenordnung
von 0,5 mm üblich. Möglich sind auch Kunststofffolien aus High Density Polyethylene
(HDPE).
[0029] Als Material für zumindest eine Schaumstoffschicht eignen sich besonders Nitril-PVC-Schäume,
welche besonders hohe energieabsorbierende Wirkung aufweisen.
[0030] Weiters eignen sich für zumindest eine Schaumstoffschicht energieabsorbierende, expandierte
Elastomere. Je nach Anwendung sind allerdings auch andere Schaumstoffmaterialien,
wie beispielsweise Polyolefin-Schäume, welche zwar niedrigere energieabsorbierende
Wirkung aufweisen, denkbar. Auch Kombinationen von höher energieabsorbierenden Schaumstoffschichten
mit niedriger energieabsorbierenden Schaumstoffschichten zeigen eine hohe Re-. duktion
der Restenergie des eindringenden Gegenstandes und somit hervorragende Schutzeigenschaften.
[0031] Vorzugsweise werden die die Schutzeinrichtung bildenden Schichten von einer Umhüllung,
beispielsweise aus textilem Material, umgeben.
[0032] Die Umhüllung kann verbunden, beispielsweise vernäht, verklebt od. dgl., werden.
Auch lösbare Verbindungen in Form von Klettverschlüssen sind denkbar. Insbesondere
bei Verwendung der Schutzeinrichtung in Form einer Schutzweste können derartige Umhüllungen
als Teil der Schutzweste ausgebildet sein, und die entsprechenden Schutzeinrichtungen
in Einschubtaschen der Schutzweste eingeschoben und die Taschen danach vernäht, verschweißt
oder lösbar verschlossen werden.
[0033] Gelöst wird die erfindungsgemäße Aufgabe auch durch eine Schutzoberbekleidung, insbesondere
Schutzweste mit einer oben beschriebenen Schutzeinrichtung. Eine derartig ausgeführte
Oberbekleidung zeichnet sich durch hohe Schutzwirkung sowohl gegen Geschoße als auch
gegen spitze Gegenstände und gleichzeitig hohen Tragekomfort aus. In diesem Fall werden
die Schutzplatten je nach zu schützender Zone des Körpers in entsprechender Größe
und Gestalt ausgebildet, so dass ein möglichst hoher Tragekomfort realisierbar ist.
Beispielsweise erfordern bestimmte Zonen, wie z.B. der Bauch, höhere Flexibilität
der Schutzeinrichtung, während andere Zonen, wie z.B. Brust oder Rücken, weniger hohe
Flexibilität erfordern.
[0034] Die erfindungsgemäße Schutzeinrichtung wird je nach Anwendung vorzugsweise zum.zusätzlichen
Schutz neben dem ballistischen Schutz vorgesehen, wobei die erfindungsgemäe Schutzeinrichtung
in Auftreffrichtung des Gegenstandes gesehen dem eigentlichen ballistischen Schutz
vorgelagert wird.
[0035] Die vorliegende Erfindung wird anhand der Zeichnungen, welche verschiedene Ausführungsbeispiele
der Erfindung zeigen, noch weiter erläutert. Darin zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Schutzeinrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform,
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Schutzeinrichtung gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer Schutzeinrichtung im Querschnitt, und
Fig. 4 eine gegenüber Fig. 3 erweiterte Ausführungsform der Schutzeinrichtung.
[0036] Fig. 1 zeigt eine Schutzeinrichtung im Querschnitt, bestehend aus zumindest einer
Trägerschicht 1, beispielsweise aus Aramidgewebe, auf der über eine energieaufnehmende
Schicht 2 eine Schicht 3 bestehend aus nebeneinander angeordneten Schutzplatten 4
angeordnet wird. Die Schutzplatten 4 können, wie aus Fig. 2 ersichtlich, rechteckige
Grundform in verschiedenen Größen aufweisen. Wenn der Zwischenraum zwischen zwei Schutzplatten
4 gering, beispielsweise unter 0,2 mm gewählt wird, wird aufgrund der nur einseitigen
Verbindung mit der Trägerschicht 1 eine in eine Richtung biegsame Schutzeinrichtung
erzielt, wie in Fig. 1 leicht angedeutet. Die Schutzplatten können beispielsweise
eine Größe von 50x40 mm bei einer Dicke von 1,5 mm aufweisen und aus hochfester Aluminiumknetlegierung
bestehen. Legierungen, wie beispielsweise Titan-Aluminiumlegierungen, weisen besonders
hohe Festigkeitswerte bei gleichzeitig geringem Gewicht auf. Darüber hinaus wird die
Gefahr reduziert, dass das Material bei Eindringen eines Gegenstandes ausfranst und
die nachfolgende Trägerschicht eingeschnitten wird, wodurch das Verletzungsrisiko
erhöht wird. Diese Gefahr ist beispielsweise bei der Verwendung von Stahl für Schutzplatten
gegeben, während Titan-Aluminiumlegierungen dieses Ausfransen durch eindringende Gegenstände
nicht zeigen. Bei Verwendung einer Verbindungsmatrix als energieaufnehmende Schicht
2, vorzugsweise in einem energieabsorbierenden Elastomer, können die Schutzplatten
4 darüber mit der zumindest einen Trägerschicht 1 verbunden werden. Durch den sehr
geringen Zwischenraum zwischen den Schutzplatten 4 wird beim Eindringen eines Gegenstandes
in diesen Zwischenraum ein Klemmeffekt hervorgerufen, durch den die Schutzplatten
4 selbständig zueinander geführt werden. Die Größe der Schutzplatten 4 wird entsprechend
der zu schützenden Körperregion angepasst. Je kleiner die Schutzplatten 4 gewählt
werden, desto höher ist die Flexibilität und desto geringer der Biegeradius der Schutzeinrichtung.
Allerdings wird dadurch auch die Unsicherheit durch zwischen den Schutzplatten 4 eindringenden
Gegenständen erhöht. Darüber hinaus ist für verschiedene Anwendungen auch eine Wölbung
der Schutzplatten 4 selbst möglich.
[0037] Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung im Querschnitt, wobei zwei
Schutzschichten entsprechend Fig. 1 übereinander angeordnet sind. Dementsprechend
sind auf einer ersten Trägerschicht 1 über eine energieaufnehmende Schutzschicht 2
Schutzplatten 4 angeordnet und darüber eine weitere Trägerschicht 1' und eine weitere
Schicht 3' aus Schutzplatten 4', welche über eine energieaufnehmende Schicht 2' auf
der Trägerschicht 1' befestigt sind, angeordnet. Es können auch mehr als zwei derartige
Schichtkombinationen übereinander angeordnet sein. Wesentlich dabei ist, dass die
Schutzplatten 4, 4' verschiedener Schichten 3, 3' gegeneinander verschoben sind, so
dass die Zwischenräume zwischen den Schutzplatten 4 durch die darüber angeordneten
Schutzplatten 4' abgedeckt sind und somit eine absolute Durchstichsicherheit vor spitzen
Gegenständen bieten. Es können auch mehrere Materialkombinationen übereinander in
verschiedener Reihenfolge und Anzahl angeordnet werden. Die Verbindung zwischen den
Schichten untereinander kann beispielsweise durch Kleben oder auch beispielsweise
durch Verbindungselemente erfolgen. Die Trägerschichten 1, 1', die energieaufnehmenden
Schichten 2, 2' sowie die Schichten 3, 3' werden vorzugsweise in einer Umhüllung 8
angeordnet. Diese Umhüllung 8 kann durch textiles Material gebildet werden, welches
je nach Anwendungsfall beispielsweise in Taschenform ausgebildet sein kann, und nach
dem Einschieben der Schutzeinrichtung vernäht, verklebt, verschweißt oder mittels
eines Klettverschlusses od. dgl. lösbar verschlossen wird.
[0038] Fig. 4 zeigt eine gegenüber der Ausführungsform gemäß Fig. 3 erweiterte Ausführungsform
der Schutzeinrichtung, bei der in Auftreffrichtung des eindringenden Gegenstandes
gesehen, hinter den Schichten 3 und 3' aus beweglich miteinander verbundenen Schutzplatten
4 und 4' sowie der energieaufnehmenden Schicht 2 und der Trägerschicht 1 zumindest
eine energieverteilende Schicht 6 sowie zumindest eine Schaumstoffschicht 7 angeordnet
ist. Für die energieverteilende Schicht 6 wird vorteilhafterweise ein Kunststoff mit
einer Härte von mindestens 60 Shore A, beispielsweise eine LDPE (Low Density Polyethylene)-Folie
verwendet. Geeignete Materialien für die Schaumstoffschichten 7 sind Nitril-PVC-Schäume,
welche einen hohen energieabsorbierenden Effekt aufweisen. Je nach Anwendung können
mehrere derartige Schaumstoffschichten 7 an der dem Körper zugewandten Seite der Schutzeinrichtung
vorgesehen sein. Die aus der zumindest einen energieverteilenden Schicht 6 und der
zumindest einen Schaumstoffschicht 7 bestehende Materialschicht 5 dient dazu, die
Eindringtiefe von Geschoßen od. dgl. in Richtung des Körpers zu reduzieren, indem
die vom eindringenden Gegenstand ausgehende Energie in den Schaumstoffschichten 7
absorbiert wird. Die die Schutzeinrichtung bildenden Schichten können von einer Umhüllung,
beispielsweise aus textilem Material, umgeben und durch Verkleben oder Vernähen in
der Lage stabilisiert sein. Dies ist insbesondere bei der Verwendung für Schutzwesten
zweckmäßig.
[0039] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher
erläutert:
Beispiel 1:
[0040]
| Trägerschicht 1 |
Aramid-Gewebe |
| Energieaufnehmende Schicht 2 |
0,3 mm Astrosorb® |
| Schutzplatte 4 |
1,5 mm Aluminium |
[0041] Das für die energieaufnehmende Schicht 2 verwendete Material Astrosorb® auf Basis
von Polynorbonen weist die folgenden Eigenschaften auf:
| Spezifisches Gewicht |
1,08 g/cm3 |
| Härte |
25 Shore A |
| Verschleißfestigkeit |
900 mm3 |
| Zugfestigkeit |
4,5 N/mm2 |
| Bruchdehnung |
490 %. |
[0042] Eine solche Materialkombination, bestehend aus Trägerschicht 1, energieabsorbierender
Schicht 2 und Schicht 3 aus beweglich miteinander verbundenen Schutzplatten 4 wird
vorzugsweise in doppelter Ausführung und in Verbindung mit 28 weiteren Lagen Aramid-Gewebe
zum Schutz vor Geschoßen einerseits und Stichverletzungen andererseits verwendet.
[0043] Bei Beschuss eines in Beispiel 1 beschriebenen Aufbaus einer Schutzeinrichtung, d.h.
zwei übereinander angeordnete Schutzschichten, bestehend aus jeweils einer Trägerschicht
1, einer energieaufnehmenden Schicht 2 und einer Schutzplattenschicht 3 zusammen mit
28 Lagen Aramidgewebe mit einem Magnum 44-Teilmantelgeschoß mit 240 grain und 500/m/s
Geschwindigkeit tritt ein Trauma, d.h. eine Wölbung der Schutzeinrichtung in Richtung
des Körpers von 140 mm auf, welche tötlich wäre.
Beispiel 2:
[0044] Durch Erweiterung der Ausführungsform gemäß Beispiel 1 mit einer zusätzlichen Schutzschicht
5, bestehend aus:
[0045] Einer energieverteilenden Schicht 6: 0,5 mm Low Density Polyethylene (LDPE)
[0046] Schaumstoffschicht 7: Bestehend aus 3 x 3 mm energieabsorbierendem, expandiertem
Elastomer Memory® konnte das Trauma auf 28 mm reduziert werden. Dies wäre auch nach
den letzten Vorgaben NIJ (National Institute of Justice) akzeptabel.
[0047] Der Schaumstoff Memory® (auf Basis von Nitril-PVC-Schaum) hat die folgenden Eigenschaften:
| Spezifisches Gewicht |
0,19 g/cm3 |
| Härte |
13 Shore A |
| Elastizität |
6 %. |
[0048] Anstelle der oben beschriebenen energieverteilenden Schicht 6 aus Low Density Polyethylene
(LDPE) kann auch jeder andere Kunststoff mit einer Härte von mehr als 60 Shore A verwendet
werden.
[0049] Eine weitere Erhöhung des Schutzeffekts kann durch eine Erhöhung der jeweiligen Anzahl
der Schutzschichten erreicht werden, wobei der Tragekomfort sinkt.
[0050] Die oben beschriebene Schutzeinrichtung wird vorteilhafterweise in einer Umhüllung
8 angeordnet, welche beispielsweise aus textilem Gewebe besteht und nach Einschieben
der Schutzeinrichtung verschlossen, beispielsweise verklebt, vernäht, verschweißt
oder mittels eines Klettverschlusses lösbar verschlossen wird.
[0051] Mit der erfindungsgemäßen Schutzeinrichtung wird ein besonders hoher Schutz vor eindringenden
Geschoßen einerseits und vor Durchstechen mit spitzen Gegenständen, wie Nadeln, andererseits
bei gleichzeitig hohem Tragekomfort erreicht. Die vorliegende Schutzeinrichtung zeichnet
sich durch besonders niedriges Gewicht, verglichen mit bekannten Protektoren, aus.
1. Einrichtung zum Schutz von Körperteilen vor eindringenden Gegenständen, wie z.B. Geschoße
oder Splitter, mit zumindest einer Trägerschicht (1) und zumindest eine Schicht (3)
mit einer Schutzplatte (4), wobei in Auftreffrichtung (X) des Gegenstandes gesehen
vor der Trägerschicht (1) zumindest eine energieaufnehmende Schicht (2) angeordnet
ist, und dass die genannte Schutzplatte (4) über zumindest eine genannte energieaufnehmende
Schicht (2) mit der genannten Trägerschicht (1) verbunden ist, wobei die Trägerschicht
(1) nicht dehnbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine genannte energieaufnehmende Schicht (2) aus einer dreidimensionalen
Matrix auf Basis von Polynorbonen mit Füllstoffen, wie z.B. speziellen Ölen, Silikaten
etc. zur Verbesserung der physikalischen Eigenschaften, besteht, und dass die genannte
Schicht (3) aus nebeneinander angeordneten Schutzplatten (4) besteht, so dass eine
in eine Richtung biegbare schutzschicht entsteht.
2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatten (4) im Wesentlichen rechteckige Grundfläche aufweisen.
3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatten (4) voneinander maximal 0,2 mm beabstandet sind.
4. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatten (4) überlappend angeordnet sind.
5. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatten (4) aus Alumiumlegierungen, vorzugsweise aus Titan-Aluminiumlegierungen,
bestehen.
6. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatten (4) aus Stahl bestehen.
7. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daas die Schutzplatten (4) aus Keramik bestehen.
8. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatten (4) aus Polykarbonat bestehen.
9. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine energieaufnehmende Schicht (2) aus geschäumten Elastomeren, vorzugsweise aus
Nitril-PVC-Schaum oder geschäumten Polyolefinen, besteht.
10. schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trägerschicht (1) aus faser- bzw. gewebeverstärktem Kunststoff besteht.
11. Schutzeinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Trägerschicht (1) aus Aramidgewebe besteht.
12. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in Auftreffrichtung (X) des Gegenstandes gesehen abwechselnd mehrere Trägerschichten
(1), energieaufnehmende Schichten (2) und Schichten (3) aus miteinander beweglich
verbundenen Schutzplatten (4) angeordnet sind.
13. Schutzeinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatten (4, 4') verschiedener Schichten (3, 3') gegeneinander versetzt
angeordnet sind.
14. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass in Auftreffrichtung (X) des Gegenstandes gesehen, hinter der letzten Trägerschicht
(1) zumindest eine energieverteilende Schicht (6) und dahinter zumindest eine Schaumstoffschicht
(7) angeordnet ist.
15. Schutzeinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet. dass die zumindest eine energieverteilende Schicht (6) aus Kunststoff mit einer Härte
von mindestens 60 Shore A gebildet ist.
16. Schutzeinrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine energieverteilende Schicht (6) aus einer Folie aus Low Density Polyethylene
(LDPE) gebildet ist.
17. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Schaumstoffschicht (7) aus Nitril-PVC-Schaum besteht.
18. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Schaumstoffschicht (7) aus einem energieabsorbierenden, expandierten
Elastomer besteht.
19. Schutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schichten (1, 2, 3, 6, 7) von einer Umhüllung umgeben sind.
20. Schutzeinrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung aus textilem Material aufgebaut ist.
21. Schutzeinrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Umhüllung verbunden, beispielsweise vernäht, verklebt od. dgl., ist.
22. Schutzoberbekleidung, insbesondere Schutzweste mit einer Schutzeinrichtung gemäß einem
der Ansprüche 1 bis 21.
1. A device for protecting body parts against penetrating objects, such as, e.g., projectiles
or splinters, comprising at least one carrier layer (1) and at least one layer (3)
with a protective plate (4), wherein, viewed in the impact direction (X) of the object,
at least one energy-absorbing layer (2) is arranged in front of the carrier layer
(1), and wherein the protective plate (4) mentioned is connected to the said carrier
layer (1) via at least one mentioned energy-absorbing layer (2), the carrier layer
(1) not being expandable, characterised in that at least one mentioned energy absorbing layer (2) consists of a three-dimensional
polynorbonene-based matrix with fillers, such as, e.g., special oils, silicates etc.,
for improving the physical properties, and that said layer (3) consists of adjacently
arranged protective plates (4) so as to thereby form a protective layer that is bendable
in one direction.
2. A protective device according to claim 1, characterised in that the protective plates (4) have a substantially rectangular base.
3. A protective device according to claim 1 or 2, characterised in that the protective plates (3) are spaced from each other at 0.2 mm at the most.
4. A protective device according to claim 1 or 2, characterised in that the protective plates are arranged to overlap each other.
5. A protective device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the protective plates (4) are made of aluminium alloys, preferably of titanium-aluminium
alloys.
6. A protective device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the protective plates (4) are made of steel.
7. A protective device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the protective plates (4) are made of ceramics.
8. A protective device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the protective plates (4) are made of polycarbonate.
9. A protective device according to any one of claims 1 to 8, characterised in that an energy-absorbing layer (2) is made of foamed elastomers, preferably of nitrile-PVC
foam or of foamed polyolefins.
10. A protective device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that a carrier layer (1) is made of a fiber- or fabric-reinforced synthetic material,
respectively.
11. A protective device according to claim 10, characterised in that a carrier layer (1) is made of an aramide fabric.
12. A protective device according to any one of claims 1 to 11, characterised in that viewed in the impact direction (X) of the object, several carrier layers (1), energy-absorbing
layers (2) and layers (3) of movably interconnected protective plates (4) are alternately
arranged.
13. A protective device according to claim 12, characterised in that the protective plates (4, 4') of different layers (3, 3') are arranged in mutually
offset relationship.
14. A protective device according to any one of claims 1 to 13, characterised in that viewed in the impact direction (X) of the object, at least one energy-distributing
layer (6) is arranged behind the last carrier layer (1), and therebehind, at least
one foamed material layer (7) is arranged.
15. A protective device according to claim 14, characterised in that the at least one energy-distributing layer (6) is made of a synthetic material having
a hardness of at least 60 Shore A.
16. A protective device according to claim 14 or 15, characterised in that at least one energy-distributing layer (6) is made of a film of low density polyethylene
(LDPE).
17. A protective device according to any one of claims 14 to 16, characterised in that at least one foamed material layer (7) is made of nitrile-PVC-foam.
18. A protective device according to any one of claims 14 to 17, characterised in that at least one foamed material layer (7) is made of an energy abosrbing, expanding
elastomer.
19. A protective device according to any one of claims 1 to 18, characterised in that all layers (1, 2, 3, 6, 7) are surrounded by an envelope.
20. A protective device according to claim 19, characterised in that the envelope is made up of textile material.
21. A protective device according to claim 19 or 20, characterised in that the envelope is connected, e.g. sewed together, glued together, or the like.
22. A protective outer garment, in particular a protective vest, comprising a protective
device according to any one of claims 1 to 21.
1. Dispositif pour protéger des parties du corps vis-à-vis d'objets pénétrants, comme
par exemple des balles ou des éclats, comportant au moins une couche de support (1)
et au moins une couche (3) possédant une plaque de protection (4), dans lequel, vu
dans la direction d'impact (X) de l'objet, au moins une couche d'absorption d'énergie
(2) est disposée en avant de la couche de support (1), et dans lequel ladite plaque
de protection (4) est reliée par l'intermédiaire d'au moins ladite couche d'absorption
d'énergie (2) à ladite couche de support (1), et dans lequel la couche de support
(1) n'est pas extensible, caractérisé en ce qu'au moins une desdites couches d'absorption d'énergie (2) est constituée par une matrice
tridimensionnelle à base de polynorbornène comportant des charges, comme par exemple
des huiles particulières, des silicates, etc, pour l'amélioration des caractéristiques
physiques, et que ladite couche (3) est constituée par des plaques de protection (4)
disposées côte-à-côte, de sorte qu'on obtient une couche de protection pouvant être
coudée dans une direction.
2. Dispositif de protection selon la revendication 1, caractérisé en ce que les plaques de protection (4) possèdent des surfaces de base essentiellement rectangulaires.
3. Dispositif de protection selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les plaques de protection (4) sont séparées les unes des autres au maximum de 0,2
mm.
4. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les plaques de protection (4) sont disposées en chevauchement.
5. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les plaques de protection (4) sont constituées par des alliages d'aluminium, de préférence
des alliages de titane-aluminium.
6. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les plaques de protection (4) sont réalisées en acier.
7. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les plaques de protection (4) sont réalisées en céramique.
8. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les plaques de protection (4) sont réalisées en polycarbonate.
9. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'une couche absorbant l'énergie (2) est constituée par des élastomères à l'état de
mousse, de préférence par une mousse de nitrile-PVC ou des polyoléfines à l'état de
mousse.
10. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une couche de support (1) est constituée par une matière plastique renforcée par des
fibres ou par une étoffe.
11. Dispositif de protection selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'une couche de support (1) est constituée par une étoffe formée d'aramide.
12. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que plusieurs couches de support (1), couches absorbant l'énergie (2) et couches (3)
constituées par des plaques de protection (4) reliées entre elles de manière à être
déplaçables, sont disposées alternativement lorsqu'on regarde dans la direction d'impact
(X) de l'objet.
13. Dispositif de protection selon la revendication 12, caractérisé en ce que les plaques de protection (4, 4') de différentes couches (3, 3') sont disposées en
étant décalées les unes par rapport aux autres.
14. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que, vu dans la direction d'impact X de l'objet, au moins une couche de répartition d'énergie
(6) et, en arrière de cette couche, au moins une couche de matériau mousse (7) sont
disposés en arrière de la dernière couche de support (1).
15. Dispositif de protection selon la revendication 14, caractérisé en ce que la au moins une couche répartissant l'énergie (6) est formée par une matière plastique
ayant une durée égale au moins à 60 Shore A.
16. Dispositif de protection selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce qu'au moins une couche répartissant l'énergie (6) est formée par une feuille constituée
par du polyéthylène basse densité (LDPE).
17. Dispositif de protection selon l'une des revendications 14 à 16, caractérisé en ce qu'au moins une couche de matériau mousse (7) est constituée par une mousse de nitrile-PVC.
18. Dispositif de protection selon l'une des revendications 14 à 17, caractérisé en ce qu'au moins une couche de matériau mousse (7) est constituée par un élastomère expansé
absorbant l'énergie.
19. Dispositif de protection selon l'une des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que toutes les couches (1, 2, 3, 6, 7) sont entourées par une enveloppe.
20. Dispositif de protection selon la revendication 19, caractérisé en ce que l'enveloppe est formée par une matière textile.
21. Dispositif de protection selon la revendication 19 ou 20, caractérisé en ce que l'enveloppe est reliée, par exemple par couture, collage ou analogue.
22. Habit de protection, notamment veste de protection comportant un dispositif de protection
selon l'une des revendications 1 à 21.

