[0001] Die Erfindung betrifft eine Mehrzahl von Pflegescheiben für ein Bodenpflegegerät
nach den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruchs 1.
[0002] Bodenpflegegeräte, bei welchen eine derartige Mehrzahl von Pflegescheiben Verwendung
finden, sind beispielsweise in Form eines Bohnergerätes aus der DE-OS 43 40 367 bekannt.
Bei dieser Ausgestaltung werden einzelnen Trägerscheiben je ein Pflegeeinsatz in Form
einer Bohnerscheibe im Wege einer Klipsverbindung zugeordnet, welche Klipsverbindung
reversibel ausgebildet ist. Es sind weiter Pflegebeläge bekannt, welche über Klettverschlüsse
auf Trägerscheiben befestigt werden. Hierbei erweist sich der Austausch der Pflegebeläge
als sehr zeitaufwendig und unhygienisch, da bei einem Entfernen der Beläge der Benutzer
mit den verschmutzten Oberflächen in Kontakt kommt.
[0003] Zum Stand der Technik ist darüber hinaus auch auf die EP 0361505 A2 hinzuweisen.
Aus dieser Druckschrift ist eine Pflegescheibe bekannt, die an einer Pflegescheibenhalterung
mittels einer Klettverbindung gehaltert ist.
[0004] GB-A-1115659 offenbart eine Mehrzahl von an einem Bodenpflegegerät gehalterten Pflegescheiben
[0005] Ausgehend von dem zunächst genannten Stand der Technik beschäftigt sich die Erfindung
mit der Aufgabe, eine Mehrzahl von Pflegescheiben anzugeben, die einfach und vorteilhaft
auszutauschen ist.
[0006] Diese Aufgabe ist beim Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Bislang ist zu einem Pflegescheibenwechsel bspw. zur Änderung der Arbeitsaufgabe
oder bei Abnutzung der Pflegebeläge eine Abnahme aller Pflegescheiben einzeln von
Hand nötig. Hiermit ist ein hoher Rüstaufwand verbunden. Bei Pflegegeräten mit mehreren
beborsteten Pflegescheiben erhöht sich die Geräteaufnahmeleistung drastisch, wenn
nach einem Tausch der Pflegescheiben diese durch Verwechslung gegen ihre Vorzugsrichtung
d.h. gegen den Strich der Borsten, welcher sich durch bleibende Verformung im Betrieb
einstellt, rotieren, was eine Gefahr der Überlastung zur Folge hat. Erfindungsgemäß
ist diesen Nachteilen durch die Bildung eines Austauschsets entgegengewirkt. Die Pflegescheiben
sind in einer Halterung vorkonfiguriert aufgenommen, so dass der Benutzer in nur einem
Arbeitsgang sämtliche Pflegescheiben austauschen bzw, bei einer Aufnahme von beidseitig
belegten Pflegescheiben ein Wechseln der Belagseiten vollziehen kann. Insbesondere
im letzteren Fall können somit nicht unterschiedliche Belagarten zum Einsatz kommen.
Es sind eine Mehrzahl von Pflegescheiben betrieblich nicht lösbar in der Halterung
aufgenommen. Die Halterung mit den aufgenommenen Pflegescheiben wird dem Benutzer
vorkonfiguriert bereitgestellt.
[0008] Häufig gemeinsam benutzte Belagarten einer Pflegescheibe, z.B. zum Bohnern und Polieren
oder Reinigen und Softreinigen, können in nur einer Pflegescheibe integriert sein.
Durch einfaches Wenden der Pflegescheibe um 180° kommt die entsprechende Belagart
zum Einsatz. Weiter ist bei einer Ausgestaltung einer Pflegescheibe mit beidseitig
gleichem Pflegebelag eine Verdopplung der Nutzungsdauer der Pflegescheibe gegeben.
Zur beidseitigen Verwendung weist die Halterung eine Vorrichtung zur Befestigung an
dem Bodenpflegegerät auf, welche gleichfalls beidseitig nutzbar ist. So kann wie im
Stand der Technik angesprochen eine Klipsverbindung vorgesehen sein, wobei geräteseitige
Klipszungen in eine, bezogen auf die Pflegescheibendicke, zentrale Aufnahme zum Antrieb
der Pflegescheibe eingreifen. Hierbei ist die die Pflegescheibe antreibende bzw. lagernde
Achse längenmäßig größer gewählt als die halbe Pflegescheibendicke inklusive Pflegebelag.
In einer bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass
die Pflegescheibe beidseitig eine im Wesentlichen zentral ausgebildete Stützausformung
zur Abstützung im Bodenpflegegerät aufweist, wobei diese Stützausformung gegenüber
einer Pflegebelagoberfläche versenkt angeordnet ist. Bei Bodenpflegegeräten mit mehreren
Pflegescheiben bspw. drei Pflegescheiben, besteht die Möglichkeit, dass jede einzelne
Pflegescheibe über eine Antriebswelle angetrieben wird. Es ist jedoch vorgesehen,
dass lediglich eine Pflegescheibe über eine Antriebswelle angetrieben wird und diese,
bspw. über Reibschluss vermittels einer, wie aus dem Stand der Technik bekannten Ringgummifläche
mittelbar oder unmittelbar die weiteren Pflegescheiben antreibt. Die erfindungsgemäße
Stützausformung der Pflegescheibe dient sowohl zur Abstützung der Pflegescheibe auf
einer Antriebswelle als auch auf einer Zentrierwelle für die nicht direkt angetriebenen
Pflegescheiben. Somit ist auch bei einer Ausgestaltung eines Bodenpflegegerätes mit
mehreren Pflegescheiben die Möglichkeit gegeben, diese aufgrund ihrer gleichen Ausgestaltung
untereinander auszutauschen. Dies hat den weiteren Vorteil, dass der Benutzer bei
einer Bestückung des Gerätes mit den Pflegescheiben nicht auf eine bestimmte Zuordnung
der Pflegescheiben zu den einzelnen Wellen achten muss. Die Anordnung der Pflegescheiben
an dem Bodenpflegegerät erfolgt entgegen dem bekannten Stand der Technik nicht vermittels
Verrastung oder dergleichen, sondern hier ist es vielmehr so, dass die Pflegescheiben
beidseitig bspw. eine halbkugelförmige, axial angeordnete Stützausformung aufweisen,
in welche die jeweilige, entsprechend stirnseitig ausgeformte Welle eintritt. Das
Bodenpflegegerät stützt sich hiernach auf den Pflegescheiben ab, wodurch allein letztere
zumindest in ihrer Radialrichtung sicher gehaltert sind. Dadurch bedingt, dass keine
Verbindungselemente oder dergleichen bspw. geöffnet werden müssen, ist ein leichtes
Wechseln der Pflegescheiben bzw. Wenden derselben gegeben. Die zentral ausgebildete
Stützausformung kann auch bei Pflegescheiben mit einseitigem Pflegebelag zum Einsatz
kommen, wobei die Stützausformung auf der dem Pflegebelag gegenüberliegenden Seite
der Pflegescheibe ausgebildet ist. Der Antrieb der Pflegescheibe bzw. bei Einsatz
von mehreren Pflegescheiben der einen Pflegescheibe ist dadurch gelöst, dass zugeordnet
zu der Stützausformung gegenüberliegende Widerlager für eine Antriebswelle des Bodenpflegegerätes
ausgeformt sind. Diese bevorzugt radial von der Stützausformung nach außen weisenden
Widerlager werden von entsprechenden Antriebsfingern der Antriebswelle zur Mitnahme
der Pflegescheibe beaufschlagt. Um bei einem Einsetzen der Pflegescheibe in das Bodenpflegegerät
ein leichtes Auffinden der Antriebs- und Zentrierwelle zu erreichen, ist vorgesehen,
dass in Achsrichtung geräteseitig vorgelagert der Stützausformung eine Zentrier- bzw.
Einführausnehmung ausgebildet ist. So ist im Bereich der Pflegescheibennabe, welche
die Stützausformung und die gegenüberliegenden Widerlager aufweist, eine kugel- oder
kegelförmige Kontur zur Bildung der Zentrier- bzw. Einführausnehmungen vorgesehen,
so dass selbst bei einem großen Achsversatz von Antriebswelle bzw. Zentrierwelle und
Pflegescheibennabe ein Selbstfinden bzw. Selbstzentrieren gewährleistet ist. Dies
erfolgt auch bei nicht parallelen Achsen. In einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes
ist vorgesehen, dass das Widerlager in Umfangsrichtung freistehend ausgebildet ist.
Hier kann bspw. eine Ausbildung gewählt sein, bei welcher das Widerlager stegartig
radial nach außen von der Stützausformung ausgehend an der Nabe angeformt ist. Um
einen hinsichtlich der Hygiene verbesserten Pflegescheibenwechsel zu gewährleisten,
ist vorgesehen, dass zwischen den Widerlagern im Wesentlichen in Umfangsrichtung verlaufende
Durchgriffsöffnungen ausgebildet sind. Es ist hierdurch ein leicht zu greifender und
erkennbarer Handhabungsbereich gebildet, wodurch ein leichtes und hygienisches Handling
der Pflegescheiben bei einem Wechsel oder bei einem Wenden gewährleistet ist. Als
vorteilhaft erweist es sich, dass eine Pflegescheibe eine Umfangsverzahnung aufweist.
Hierzu wird weiter vorgeschlagen, dass eine angetriebene Pflegescheibe über eine Verzahnung
die weiteren Pflegescheiben antreibt. Durch diese Ausbildung kann auf der Antriebsseite
auf ein zusätzliches Verteilergetriebe verzichtet werden. Bevorzugt wird hierbei ein
unmittelbarer Antrieb der weiteren Pflegescheiben durch die angetriebene Pflegescheibe.
Es ist jedoch auch denkbar, eine oder mehrere Pflegescheiben mittelbar unter Zwischenschaltung
einer unmittelbar angetriebenen Pflegescheibe anzutreiben. In einer vorteilhaften
Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass koaxial zu der Stützausformung
an der Pflegescheibe ein Umfangsdrehlager ausgebildet ist, zur drehbaren Aufnahme
der Pflegescheibe in einer ggf. von dem Bodenpflegegerät gesonderten Halterung. Dieses
Umfangsdrehlager kann bspw. in Form eines die Stützausformung und ggf. das Widerlager
umgreifenden, im Querschnitt kreisrunden Hohlzylinders mit endseitigem Radialkragen
ausgebildet sein. In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
ist vorgesehen, dass die Halterung sternförmig ausgebildet ist. Hierzu ist eine offene
Trägerkonstruktion gewählt, bei welcher ein Träger die Pflegescheiben im Bereich ihrer
Naben miteinander verbindet, ohne die Pflegescheiben zu umschließen. Als vorteilhaft
erweist es sich hierbei, dass an der Halterung jeweils zugeordnet einem Zentralbereich
einer Pflegescheibe eine Umfangsdrehhalterung ausgebildet ist. Hierzu wird weiter
vorgeschlagen, dass die Umfangsdrehhalterung mit einem Umfangsdrehlager der Pflegescheibe
formschlussverbunden ist. Jede mit einem Umfangsdrehlager versehene Pflegescheibe
ist bevorzugt endseitig eines jeden Trägerarmes der sternförmigen Halterung drehbar
in der dort ausgebildeten Umfangsdrehhalterung formschlussgehaltert und nicht betrieblich
lösbar. Halterung und Pflegescheiben bilden eine Einheit, wobei die Ausgestaltung
der sternförmigen Halterung bevorzugt so gewählt ist, dass dessen Umfangsdrehhalterungen
entsprechend der Anordnung von Antriebs- und Zentrierwellen positioniert sind. Bei
einer Halterung von endseitig mit Pflegebelägen versehenen Pflegescheiben kann hierbei
eine Asymmetrie gegeben sein, womit weiter die Zuordnung einer speziell angeformten
Antriebs-Pflegescheibe vorgegeben ist. Durch die Einheitlichkeit kann der Benutzer
nicht die anzutreibende Pflegescheibe mit einer nicht antreibbaren Pflegescheibe verwechseln.
Als vorteilhaft erweist es sich, dass die Umfangsdrehhalterung im Querschnitt kreisringförmig
ausgebildet ist, mit einer Durchgangsöffnung, in welche das Umfangsdrehlager einer
Pflegescheibe aufgenommen ist. Hierzu kann bspw. die Umfangsdrehhalterung innenwandig
eine Ringnut aufweisen, in welche eine entsprechend ausgeformte Ringwulst des Umfangsdrehlagers
der Pflegescheibe eintritt. Weiter wird vorgeschlagen, dass die Halterung eine zentrale
Formschlussverbindungsstelle zur Befestigung in dem Bodenpflegegerät aufweist. Diese
Formschlussverbindung kann bspw. in Form einer Steckverbindung ausgebildet sein. Somit
ist dem Benutzer durch einfaches Aufstecken der die Pflegescheiben tragenden Halterung
ein einfaches Anordnen der Pflegescheiben ermöglicht. Durch entsprechende Bodenausschnitte
des Gerätes kann dem Benutzer eine Einführ- bzw. Einsteckhilfe zur richtigen Ausrichtung
der Halterung gegeben sein. Weiter kann durch eine solche Ausbildung auch ein Selbstfinden
der Formschlussverbindung zur Befestigung der Halterung in dem Bodenpflegegerät gegeben
sein. In einer alternativen Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen,
dass die Halterung als Wechselkassette ausgebildet ist, in welcher mehrere Pflegescheiben
randumgriffen gehaltert sind. Hierbei ist vorgesehen, dass eine Pflegescheibe in der
Wechselkassette mit vertikalem Spalt gehaltert ist. Dieses Spiel beträgt in einer
bevorzugten Ausbildung etwa das 0,25- bis 0,5-fache der Trägerscheibendicke, d.h.
der Dicke der Pflegescheibe abzüglich der Pflegebelagsdicke. Weiter wird vorgeschlagen,
dass die Pflegescheibe in der Wechselkassette mit horizontalem Spiel gehaltert ist.
Das Maß dieses horizontalen Spiels beträgt hierbei bspw. etwa das 0,5- bis 1-fache
Maß der Trägerscheibendicke. Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass in der Wechselkassette
jede Pflegescheibe randumschlossen ist. Dies hat bei jeder Pflegescheibe mit einer
Umfangsverzahnung der bereits erwähnten Art den Vorteil, dass diese Umfangsverzahnung
in einer Verstecktlage gehalten ist. Weiter ist durch diese Ausgestaltung jede Pflegescheibe
sicher in der Halterung aufgenommen, ohne dass diese durch gesonderte Haltemittel
fixiert sind. Bezüglich der Befestigung der Wechselkassette wird vorgeschlagen, dass
diese an dem Bodenpflegegerät formschlussgehaltert ist. Hier kann bspw. eine einfache
Klipshalterung zum Einsatz kommen. Bei einem Einsatz von Pflegescheiben zur beidseitigen
Verwendung, insbesondere wie die zuvor beschriebenen, ist in vorteilhafter Weise vorgesehen,
dass die Wechselkassette unter Ausbildung zweier, im Wesentlichen gleichgeformter
Außenseiten beidseitig in dem Bodenpflegegerät halterbar ist. Es ist somit eine Wende-Wechsel
ausgeformt, in welcher die Pflegescheiben unverlierbar und vorpositioniert angeordnet
sind. Das Wenden der Wechselkassette erfolgt bevorzugt um eine Symmetrieachse, die
bspw. durch die Lage von Kraftübertagungspunkten durch Zahneingriff oder Reibfläche,
bestimmt wird. Auch hier umgreift die Wendekassette lediglich die Randbereiche der
Pflegescheiben. Der Bereich der Pflegebeläge bleibt frei, um eine beidseitige Nutzung
zu gewährleisten. Bei Verwendung einseitig belegter Pflegescheiben ist die Wechselkassette
bevorzugt auf der den Pflegebelägen gegenüberliegenden Seiten bis auf den Nabenbereich
der einzelnen Pflegescheiben zur Ankopplung derselben an das Gerät geschlossen ausgebildet.
Für alle Varianten der Halterung gilt, dass die Halterung durch Formschluss an das
Bodenpflegegerät angekoppelt ist, wobei die Verbindung zur Antriebseinheit hergestellt
wird. Dadurch bleibt die, die Pflegescheiben aufnehmende Halterung, insbesondere die
Wechselkassette vom Gerätegewicht unbeaufschlagt. Die Abstützung des Gerätegewichts
erfolgt über die Naben der Pflegescheiben. Weite ist vorgesehen, dass die Halterung
gestalterische bzw. konstruktive Merkmale besitzt, die ein eindeutiges Einlegen der
Halterung erleichtern und Fehlbedienungen ausschließen sollen. Eine Lösung hierzu
können korrespondierende Farbmarkierungen oder Formschlusselemente an Bodenpflegegerät
und Halterung darstellen, welche in einer entsprechenden Gegenmarkierung in Übereinstimmung
gebracht werden müssen. Als vorteilhaft erweisen sich weiter der Einsatz von Pflegescheiben
mit einer im Wesentlichen zentral ausgebildeten Stützausformung zur Abstützung im
Bodenpflegegerät der bereits beschriebenen Art. Hierdurch sind die Pflegescheiben
durch die Halterung, bspw. durch die Wechselkassette vorpositioniert, so dass sie
um ein definiertes Spiel verschiebbar, jedoch untereinander nicht vertauschbar sind,
wobei weiter die Naben durch eine der Stützausformung geräteseitig vorgelagerte Zentrier-
bzw. Einführausnehmung selbsttätig die zugeordnete Antriebs- bzw. Zentrierwelle auffinden.
Es ergeben sich weitere Vorteile. So sind die Pflegescheiben unverlierbar miteinander
verbunden und gleichzeitig wechsel- bzw. wendbar. Weiter ist die Freimachung im Gerätegehäuse
deutlich größer als der Außendurchmesser der Arbeitsfläche insbesondere beborsteter
Pflegescheiben, wobei die Scheibenrandbereiche trotzdem weitgehend abgedeckt werden.
Es ergeben sind Handhabungsvorteile durch das gleichzeitig Wenden der Pflegescheiben.
Weiter ist die Aufbewahrung der Pflegescheiben gesichert, da keine Pflegescheiben
verloren gehen können. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur Wandaufhängung usw.
Als besonders vorteilhaft ist der Schutz gegen Fehlbedienung, d.h. unerlaubte Scheibenkombination,
z.B. zwei Bohnerscheiben kombiniert mit einer Polierscheibe gegeben. Weiter ist die
Drehrichtung der Pflegescheiben immer gleich. Durch Kriecheffekte weisen die Borsten
nach langem Betrieb eine bleibende Verformung - tangentiale Schrägstellung - auf.
Wird die Pflegescheibe falsch eingesetzt und gegen den Borstenstrich betrieben, ergeben
sich höhere Momente. Die Halterungslösung bspw. in Form einer Wendekassette vermeidet
ein falsches Einlegen der Scheiben Weiter ist eine Kombination unterschiedlicher Schreibengrößen
möglich. Denkbar ist auch, dass durch Bedruckung und/oder farbliche Gestaltung der
Halterung die unterschiedlichen Funktionen visualisiert werden können. Werden beborstete
Pflegescheiben gegen den sogenannten Strich der Borsten in das Gerät eingelegt, so
ist eine Freimachung erforderlich, die deutlich größer als der äußere Borstenkranz
ist, um Kollision zu vermeiden, sobald der Kunde einen Scheibenwechsel vornimmt. Daher
kann der Randbereich der Pflegescheiben nicht durch den Geräteteil, welcher die Freimachung
beinhaltet, abgedeckt werden. Die Kassettenlösung erlaubt trotzdem die größtmögliche
Abdeckung des Pflegescheibenrandbereiches, da eine Einmalmontage in der Fertigung
beborsteter Pflegescheiben bei kleinerer Freimachung in der Kassette möglich ist.
Die Kassette verschließt die größere geräteseitige Freimachung. Insbesondere bei außenverzahnten
Pflegescheiben ist damit ein höherer Bedienschutz verbunden. Gleichzeitig wird die
Verzahnung vor aufgeschleuderten Steinchen usw. geschützt, womit sich diese nicht
in der Verzahnung verkeilen können. Unter Verwendung verzahnter Pflegescheiben sind
diese in der Halterung immer in einer festen Orientierung um die Rotationsachse zueinander
angeordnet. Dies ermöglicht den Einsatz asymmetrischer Pflegebeläge, z.B. elyptischer
Belagformen, womit eine Verringerung des unbearbeiteten Randstreifens erzielt werden
kann.
[0009] Nachfolgend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung, welche jedoch lediglich
mehrere Ausführungsbeispiele darstellt, näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Unteransicht eines erfindungsgemäßen Bodenpflegegerätes in Form eines Bohnergerätes;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch eine, mit auf beiden Seiten mit einem Pflegebelag versehene
Pflegescheibe;
- Fig. 3
- die Pflegescheibe in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 4
- die Unteransicht des Bodenpflegegerätes in einer weiteren Ausführungsform, in welcher
Pflegescheiben in einer Wechselkassette angeordnet sind;
- Fig. 5
- den Schnitt gemäss der Linie V-V in Fig. 4;
- Fig. 6
- eine der Fig. 5 entsprechende Schnittdarstellung, jedoch bei Verwendung von nur einseitig
mit einem Pflegebelag versehenen Pflegescheiben;
- Fig. 7
- eine perspektivische Explosionsdarstellung von Wechselkassette und Pflegescheiben,
wobei eine Pflegescheibe in einer Schnittdarstellung wiedergegeben ist;
- Fig. 8
- eine Unteransicht gemäss der Fig. 4, jedoch eine weitere Ausführungsform betreffend;
- Fig. 9
- den Schnitt gemäss der Linie IX-IX in Fig. 8;
- Fig. 10
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Halterung und der dieser zugeordneten
Pflegescheiben;
- Fig. 11
- eine perspektivische, partiell geschnittene Einzeldarstellung einer Antriebskupplung
des Bodenpflegegerätes;
- Fig. 12
- eine perspektivische Darstellung eines Mitnehmertellers und eines Stützfingers der
Antriebskupplung aus Fig. 11;
- Fig. 13
- eine schematische Darstellung des Steckverbindungsbereiches zwischen Stützfinger und
Nabe einer Pflegescheibe;
- Fig. 14
- eine weitere perspektivische Darstellung, eine alternative Ausgestaltung der Stütz-
und Mitnehmerausbildung;
- Fig. 15
- eine Seitenansicht des Bodenpflegegerätes in einer weiteren Ausgestaltung, mit einer
abklappbaren, die Pflegescheiben aufnehmenden Bodenplatte, welch letztere geschnitten
dargestellt ist, in einer Betriebsstellung;
- Fig. 16
- eine der Fig. 15 entsprechende Darstellung, jedoch im Zuge eines Anhebens des Bodenpflegegerätes;
- Fig. 17
- eine der Fig. 15 entsprechende Darstellung, jedoch im Zuge einer Entriegelung der
Bodenplatte;
- Fig. 18
- eine Folgedarstellung der Fig. 17 bei abgeschwenktem Gehäuseoberteil zur Bodenplatte,
zur Freilegung der in dieser einliegenden Pflegescheiben;
[0010] Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zur Fig.1 ein Bodenpflegegerät
1 in Form eines Bohnergerätes, welches drei, einen Geräteboden 2 im Wesentlichen durchtretende
Pflegescheiben 3 aufweist. Der Geräteboden 2 weist hierzu einen Ausschnitt 4 auf,
dessen Kontur durch die Anordnung der Pflegescheiben 3 vorgegeben ist.
[0011] Das Bodenpflegegerät 1 ist bodenseitig mit einer peripheren Abschlussleiste 5 versehen.
In dem Ausführungsbeispiel nicht dargestellt, jedoch auch in dieser Ausgestaltung
denkbar, kann eine periphere Absaugeinrichtung zur Aufnahme von Grob- und Feinstaub
vorgesehen sein.
[0012] In den Fig. 2 und 3 ist eine erfindungsgemäße Pflegescheibe 3 dargestellt. Diese
Pflegescheibe 3 ist zur beidseitigen Verwendung auf beiden Seiten 6 und 7 mit einem
Pflegebelag versehen, wobei beidseitig gleiche Pflegebeläge angeordnet sein können.
In dem gezeigten Ausführungsbeispiel jedoch ist eine bevorzugte Anordnung gewählt
mit zwei gegenüberliegenden, unterschiedlichen Pflegebelägen 8 und 9.
[0013] Die Pflegescheibe 3 besitzt einen im Grundriss kreisförmigen, tellerartigen Grundträger
10 an dessen Randkante eine Umfangsverzahnung 11 ausgebildet ist. Mittig ist der Grundträger
10 mit einer Nabe 12 versehen.
[0014] Diese Nabe 12 erstreckt sich beidseitig des Grundträgers 10 in Axialrichtung zu gleichem
Masse, wobei in der Nabe 12 jeweils einer Seite 6 oder 7 der Pflegescheibe 3 zugeordnet
eine zentral ausgebildete Stützausformung 13 gebildet ist. Diese ist gegenüber einer
Nabenstirnfläche 14 versenkt angeordnet, wobei weiter die Nabenstirnfläche 14 gegenüber
der jeweiligen Pflegebelagoberfläche axial zurückversetzt angeordnet ist, mit einem
Versatzmaß, welches etwa der halben Grundträgerdicke entspricht.
[0015] In der Nabe 12 ist bezogen auf die Nabenstirnfläche 14 vorgelagert jeder Stützausformung
eine Zentrier- bzw. Einführausnehmung 15 koaxial vorgelagert. Sowohl die Stützausformung
13 als auch die Zentrier- bzw. Einführausnehmung 15 sind annähernd halbkugelförmig
ausgebildet, wobei die Zentrier- bzw. Einführausnehmung 15 einen gegenüber dem Radius
der Stützausformung 13 vergrößerten Durchmesser besitzt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel
ist hier ein Verhältnis von Zentrier- bzw. Einführausnehmungs-Radius zur Stützausformungs-Radius
von etwa 2:1 gewählt.
[0016] Weiter weist die Pflegescheibe 3 beidseitig Widerlager 16 für eine Antriebswelle
des Bodenpflegegerätes 1 auf. Diese sind beidseitig des Grundträgers 10 in Form von
Radialflügeln ausgebildet. Diese, die Widerlager 16 bildenden Flügel sind außenwandig
an der Nabe 12 angeformt, wobei, wie dargestellt, bevorzugt wird, zwei diametral sich
gegenüberliegende Widerlager 16 je Seite 6 oder 7 der Pflegescheibe 3 auszubilden.
[0017] Jedes Widerlager 16 erstreckt sich in Axialrichtung vom Grundträger 10, welcher im
Nabenbereich dünner ausgebildet ist als im äußeren, den Belag tragenden Bereich, bis
zur Ebene der Nabenstirnfläche 14.
[0018] Auf der, der Beaufschlagungsseite abgewandten Rückfläche ist jedes Widerlager 16
mit Stützrippen 17 versehen (vgl. hierzu Fig. 3).
[0019] Durch die gewählte Anordnung und Ausbildung der Widerlager 16 sind diese in Umfangsrichtung
freistehend ausgebildet.
[0020] Weiter sind zwischen den Widerlagern 16 im Umfangsrichtung verlaufende Durchgriffsöffnungen
18 ausgebildet durch fensterartige Durchbrechungen des Nabenbereiches des Grundträgers
10.
[0021] In den Fig. 2 und 3 sind jeweils Pflegescheiben 3 dargestellt, welche mit gegenüberliegenden,
unterschiedlichen Pflegebelägen 8 und 9 versehen sind.
[0022] Die gewählte Ausgestaltung der Pflegescheiben kann jedoch auch bei beidseitig gleichen
Belägen angewendet werden.
[0023] Ein wesentliches Merkmal der erfindungsgemäßen Pflegescheibe 3 besteht darin, dass
diese unter Nichtberücksichtigung der möglicherweise unterschiedlichen Pflegebeläge
um eine senkrecht zur Drehachse und mittig zum Grundträger 10 verlaufende Achse x
spiegelsymmetrisch ausgebildet ist. Durch diese Ausgestaltung ist die Pflegescheibe
3 beidseitig verwendbar, wobei zum Wechseln der Belagart bzw. der Belagoberfläche
lediglich ein Wenden der Pflegescheibe 3 um 180° durchgeführt werden muss.
[0024] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Pflegescheibe 3 randaußenseitig mit
einer Umfangsverzahnung 11 versehen. Eine solche Wende-Pflegescheibe ist jedoch auch
bei Ausbildungen denkbar, bei welchen die Randfläche des Grundträgers 10 bspw. mit
einer Gummilauffläche oder dergleichen ausgebildet ist.
[0025] Die angesprochene Umfangsverzahnung 11 dient zum Antrieb der weiteren Pflegescheiben
3. Die in Fig.1 mit der Bezugsziffer 3 versehene Pflegescheibe wird über eine Antriebswelle
des Bodenpflegegerätes 1 angetrieben. Die beiden weiteren Pflegescheiben 3' werden
über die mit der Umfangsverzahnung 11 der Hauptantriebsscheibe 3 unmittelbar angetrieben.
Es ist jedoch auch eine Lösung denkbar, bei welcher eine Pflegescheibe 3' aktiv angetrieben
wird, die Pflegescheibe 3 unmittelbar über diese und die weitere Pflegescheibe 3'
mittelbar über die Pflegescheibe 3 angetrieben wird.
[0026] Weiter ist denkbar die einzelnen Pflegescheiben 3 umfangsseitig ohne Mitnahmeelemente
auszubilden und jede einzelne direkt anzutreiben.
[0027] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung ist eine Wechsel-Pflegescheibe 3 angegeben.
Damit können häufig gemeinsam benutzte Belagarten, z.B. zum Bohnern und Polieren oder
Reinigen und Softreinigen in nur einer Pflegescheibe 3 integriert werden. Durch einfaches
Wenden der Scheibe um 180° um die Achse x kommt die entsprechende Belagart zum Einsatz.
Symmetrisch zur Scheibenebene x ist in die Pflegescheibe 3 ein beidseitiges Koppelsystem
integriert mit dem die Pflegescheibe 3 an eine Antriebswelle ankoppelbar ist, wobei,
wie später noch näher beschrieben, dass Gerätegewicht als Scheibennormalkraft eingeleitet
wird.
[0028] Durch die vorgesehenen Durchgriffsöffnungen 18 ist ein leichtes und hygienisches
Handling der Pflegescheiben 3 bei einem Wenden oder Wechseln derselben gegeben. Die
Pflegescheibe 3 weist leicht erkennbare Greifbereiche auf. Bei einer Ausgestaltung
einer Pflegescheibe 3 mit beidseitig gleichem Belag ist eine längere, bspw. verdoppelte
Nutzungsdauer der Pflegescheiben 3 gegeben.
[0029] In den Fig. 4 bis 7 ist in einer weiteren Ausführungsform die Anordnung der Pflegescheiben
3 bzw. 3' in einer Halterung 19 zur Bildung eines Austauschsets dargestellt.
[0030] Hierzu ist eine, die Halterung 19 bildende Wechselkassette 20 vorgesehen, in welcher
die Pflegescheiben 3 randumgriffen gehaltert sind. Die Wechselkassette 20 ist im Wesentlichen
als Hohlprofilkörper ausgebildet, mit Belagdurchtrittsöffnungen 21, welche sowohl
auf der Kassettenoberseite 22 als auch auf der gegenüberliegenden Seite 23 ausgebildet
sind.
[0031] Die Wechselkassette 20 weist eine im Wesentlichen an die Außenkontur der Pflegescheiben
angepasste Kontur mit im Grundriss drei ineinanderlaufenden, kreisförmigen Bereichen.
Insbesondere die den Rand der jeweiligen Pflegescheibe 3 umgreifenden Bereiche sind
in einem Querschnitt C-förmig ausgebildet, wobei durch den Randumgriff die hier an
den Pflegescheiben 3 vorgesehenen Umfangsverzahnungen 11 überdeckt werden.
[0032] Weiter sind Ober- und Unterseite 22, 23 der Wechselkassette 20 gleich ausgebildet.
[0033] Die Pflegescheiben 3 sind in der Wechselkassette 20 mit einem vertikalen Spiel gehaltert,
welches Spielmaß etwa der halben Dicke des Grundträgers 10 Pflegescheibe 3 entspricht.
Weiter sind die Pflegescheiben 3 in der Wechselkassette 20 mit horizontalem Spiel
gehaltert. So sind die Durchmesser der Belagdurchtrittsöffnungen 21 etwas größer gewählt
als die Belagdurchmesser der einzelnen Pflegescheiben 3.
[0034] Die Wechselkassette 20 ist an dem Bodenpflegegerät 1 formschlussgehaltert, bspw.
vermittels einer Klipshalterung oder dergleichen. Hierbei fluchtet eine Kassettenunterseite
- in den gezeigten Figuren die Seite 23 - mit der Ebene des Gerätebodens 2 (vgl. hierzu
Fig. 5).
[0035] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel werden Pflegescheiben 3 eingesetzt, wie sie
anhand der Fig.1 bis 3 bereits beschrieben wurden. Durch Einsetzen der Wechselkassette
20 in das Bodenpflegegerät 1 greifen später noch näher beschriebene Stützfinger 24
und 25 in die Naben 12 der Pflegescheiben 3 ein. Hierbei dienen die Stützfinger 25
lediglich als Zentrierachsen. Der Stützfinger 24 ist mit der Antriebswelle des Bodenpflegegerätes
1 verbunden und besitzt Antriebsfinger 26, welche gegen die Widerlager 16 der Pflegescheibe
3 zum Antrieb derselben treten.
[0036] Die Pflegescheiben 3 sind durch die gewählte Ausgestaltung unverlierbar und vorpositioniert
in der Wechselkassette 20 angeordnet.
[0037] Durch die Lage der Kraftübertragungspunkte - Zahneingriff der Umfangsverzahnungen
11 der Pflegescheiben 3 - ist eine Symmetrieachse y gegeben. Die Wechselkassette 20
ist grundrissmäßig um diese Symmetrieachse y spiegelbildlich ausgeformt. Die zum Durchtritt
der Wechselkassette 20 in den Geräteboden 2 ausgeformte Ausnehmung 27 ist der Wechselkassette
20 grundrissentsprechend ausgebildet.
[0038] Um die angegebene Symmetrieachse y ist die Wechselkassette 20 mitsamt den darin gehalterten
Pflegescheiben 3 wendbar, sofern Wende-Pflegescheiben 3 der bezüglich zu den Fig.1
bis 3 beschriebenen Art eingesetzt werden.
[0039] In Fig. 6 ist eine Wechselkassette 28 dargestellt zur Verwendung von nur einseitig
mit einem Belag 9 versehenen Pflegescheiben 29. Hier ist die eine, dem Belag 9 gegenüberliegende
Kassettenoberseite - in der Fig. 6 die Seite 22 - bis zum Nabenbereich geschlossen
ausgebildet.
[0040] In den Fig. 8 bis 10 ist die Halterung 19 in einer weiteren Ausführungsform dargestellt.
Hier ist die Halterung 19 als sternförmiges Traggestell 30 ausgebildet, welches eine
zentrale Formschlussverbindungsstelle 31 aufweist, von welchem sich radial nach außen
drei Trägerarme 32 erstrecken. Endseitig besitzen die Trägerarme 32 im Grundriss kreisringförmige
Umfangsdrehhalterungen 33.
[0041] Die durch das Traggestell 30 gehalterten Pflegescheiben 34 sind einseitig mit einem
Pflegebelag 9 versehen und weisen auf der dem Pflegebelag 9 gegenüberliegenden Seite
eine, der bezüglich der Fig. 1 bis 3 bereits beschriebenen Ausgestaltung der Pflegescheiben,
gleiche Ausgestaltung bezüglich der Stützausformung 13 und der Zentrier- bzw. Einführausnehmung
15 auf. Weiter sind auch hier Widerlager 16 vorgesehen. Koaxial zu ihrer Stützausformung
13 ist an jeder Pflegescheibe 34 ein Umfangsdrehlager 35 ausgebildet, zur drehbaren
Aufnahme der Pflegescheibe 34 in der Umfangsdrehhalterung 33 des Traggestells 30.
[0042] Die Anordnung ist so gewählt, dass das Umfangsdrehlager 35 im Bereich ihres freien
Endes eine Ringschulter 36 ausbildet. Die Umfangsdrehhalterung 33 des Traggestells
30 besitzt eine zentrale Durchgangsöffnung 37, in welcher - in Einsteckrichtung betrachtet
- endseitig eine, den Durchgangsöffnungsdurchmesser vergrößernde und der Ringschulter
36 des Umfangsdrehlagers 35 angepasste Ringnut 37 ausgebildet ist.
[0043] Die Pflegescheiben 34 werden, bspw. werksseitig bereits an dem Traggestell 30 vormontiert,
wobei die Ausrichtung der Tragarme 32 des Traggestells 30 entsprechend der Positionierung
der Pflegescheiben 34 im Bodenpflegegerät 1 ausgerichtet sind.
[0044] Das in das Bodenpflegegerät 1 eingesetzte Traggestell 30 ist über die Formschlussverbindungsstelle
31 formschlüssig gehaltert.
[0045] Für den Eintritt des, durch das Traggestell 30 und den aufgenommenen Pflegescheiben
34 gebildeten Austauschsets weist Der Gehäuseboden eine etwa der gemeinsamen Außenkontur
der drei Pflegescheiben 34 entsprechende Kontur auf. Diese entspricht in den gezeigten
Ausführungsbeispielen etwa der in Fig.1 dargestellten Kontur der Ausnehmung 4. Somit
ist diese Ausgestaltung der Halterung 19 auch bei einem Bodenpflegegerät 1, wie es
in Fig. 1 dargestellt ist, mit ursprünglich einzeln zu montierenden Pflegescheiben
3 einsetzbar.
[0046] In allen Variationen der Halterung 19 wird der jeweilige Scheibenträger durch Formschluss
an das Bodengerät 1 angekoppelt, wobei die Verbindung zur Antriebseinheit hergestellt
wird. Hierbei bleibt die Halterung 19 vom Gerätegewicht unbeaufschlagt. Die Abstützung
des Gerätegewichts erfolgt über die Naben 12 der jeweiligen Pflegescheiben 3, 29 bzw.
34.
[0047] Die Halterung 19 besitzt gestalterische bzw. konstruktive Merkmale, die ein eindeutiges
Einlegen der Wechselkassette 20 oder 28 bzw. des Traggestells 30 erleichtern und Fehlbedienungen
ausschließen. Hierzu können bspw. korrespondierende Farbmarkierungen, wie sie bspw.
in der Fig. 4 dargestellt sind (Bezugszeichen 38) dienen. Weiter kann dies auch durch
Formschlusselemente am Bodenpflegegeräte 1 bzw. des Gerätebodens 2 und der jeweiligen
Halterung 19 gelöst sein. Solche korrespondierenden Formschlusselemente, welche entsprechend
der Gesamtausbildung spiegelsymmetrisch oder auf der Symmetrieachse y angeordnet sind,
sind bspw. in Fig. 4 mit den Bezugszeichen 39 versehen. In Fig. 8 ist zur lagerichtigen
Anordnung des Traggestelles 30 ein auf der Symmetrieachse y sich in Richtung auf die
Mitte erstreckender Steg 40 vorgesehen, welcher bei falscher Orientierung des Traggestelles
30 von Pflegescheibenbereichen beaufschlagt wird, zur Verhinderung des Einsetzens.
[0048] Die Pflegescheiben sind durch die Halterung 19 vorpositioniert, so dass sie um ein
definiertes Spiel verschiebbar, jedoch untereinander nicht vertauschbar sind. Die
Pflegescheiben sind weiter unverlierbar miteinander verbunden und gleichzeitig manipulierbar
in Form eines Wechselns bzw. Wendens derselben. Die Belagdurchtrittsöffnungen 21 in
den Wechselkassetten 20 bzw. 28 sind größer gewählt als der Außendurchmesser der Arbeitsfläche,
insbesondere bei ö Pflegescheiben, wobei die Scheibenrandbereiche weitgehend abgedeckt
werden.
[0049] Es ergeben sich Handhabungsvorteile, insbesondere durch das gleichzeitige Wenden
aller Pflegescheiben. Weiter ist eine sichere Aufbewahrung der Pflegescheiben gegeben,
womit keine Pflegescheiben verloren gehen können. zusätzlich besteht die Möglichkeit
bspw. zur einer Wandaufhängung der Halterung 19. Weiter erweist sich als vorteilhaft,
dass die Drehrichtung der Pflegescheiben immer gleich ist. Zudem ist eine Kombination
unterschiedlicher Scheibengrößen möglich. Denkbar ist es auch, durch Bedruckung und/oder
farbliche Gestaltung der Kassette die unterschiedlichen Funktionen zu visualisieren.
Insbesondere bei außenverzahnten Pflegescheiben, wie sie in den gezeigten Ausführungsbeispielen
zum Einsatz kommen, ist ein erhöhter Bedienschutz gegeben, da diese insbesondere bei
Einsatz einer Wechselkassette 20 oder 28 randübergreifend verdeckt sind. Gleichzeitig
wird hierdurch die Verzahnung vor aufgeschleuderten Steinchen oder dergleichen geschützt,
welche sich in der Verzahnung verkeilen könnten.
[0050] Unter Verwendung verzahnter Pflegescheiben sind diese in der Halterung 19 immer in
einer festen Orientierung um die Rotationsachse zueinander angeordnet. Dies ermöglicht
den Einsatz asymmetrischer Scheibenbeläge, wie z.B. elyptische Belagformen, womit
eine Verringerung des unbearbeiteten Randstreifens erzielt werden kann.
[0051] In den Fig. 11 bis 13 ist in einer beispielhaften Ausführungsform ein Kuppelsystem
für die Pflegescheiben 3, 29 oder auch 34 dargestellt. In diesen Figuren wird lediglich
die Funktion und die Ankopplung einer wendbaren Pflegescheibe 3 beschrieben. Die Ausführungen
sind jedoch auch auf die Pflegescheibe 29 und 34 übertragbar.
[0052] In Fig.11 ist eine Antriebswelle 41 dargestellt mit einem endseitig drehfest mit
diesem verbundenen Stützfinger 42. Der Stützfinger 42 ist endseitig halbkugelförmig
ausgeformt, wobei über diesen Stützfinger 42 die Vertikalkraft aus dem Bodenpflegegerät
1 über die Stützausformung 13 der Nabe 12 in die Pflegescheibe 3 eingeleitet wird.
[0053] Der in Fig. 12 in einer Einzeldarstellung gezeigte Stützfinger 42 weist vier in gleichem
Winkel zueinander angeordnete, radial abragende Mitnahmenocken 43 auf. Im Bereich
ihres unteren Randes ist zwischen den Mitnahmenocken 43 stützfingeraußenwandig jeweils
eine Ringschulter 44 ausgeformt.
[0054] Der so gebildete Stützfinger 42 dient zugleich bei den nicht direkt angetriebenen
Pflegescheiben 3 zur Zentrierung derselben, wobei diese Stützfinger 42 auf nicht angetriebenen
Zentrierwellen angeordnet sind.
[0055] Zur Bildung einer wie in Fig. 11 dargestellten Antriebseinheit ist weiter ein Mitnehmerteller
45 vorgesehen, welcher eine zentrale Durchbrechung 46 zum Durchtritt des Stützfingers
42 aufweist, von welcher Durchbrechung 46 vier im gleichen Winkel zueinander ausgerichtete,
radial nach außen weisende Schlitze 47 ausgehen, welche nach Zusammenfügen von Stützfinger
42 und Mitnehmerteller 45 durch Eintritt der Mitnahmenocken 43 eine Formschlussverbindung
zwischen diesen Teilen bilden. Hierbei stützt sich der Mitnehmerteller 45 unterseitig
auf der Ringschulter 44 des Stützfingers 42 ab.
[0056] Unterseitig besitzt der Mitnehmerteller 45 zwei sich diametral gegenüberliegende
Antriebsfinger 48, zur Bildung der formschlüssigen Mitnahme der Pflegescheibe 3 im
Bereich ihrer Widerlager 16.
[0057] Der Mitnehmerteller 45 stützt sich über eine Spiralfeder 49 an der Antriebswelle
41 ab.
[0058] Durch diese Ausgestaltung ist der Mitnehmerteller 45 in Umfangsrichtung formschlüssig,
jedoch vertikal beweglich an dem Stützfinger 42 festgesetzt.
[0059] Der Mitnehmerteller 45 ist relativ zum Stützfinger 42 axial verschieb- und schwenkbar
um die senkrecht zur Antriebsachse z stehenden Achsen. Die Formschlusselemente von
Stützfinger 42 und Mitnehmerteller 45 befinden sich im permanenten Eingriff. Der Mitnehmerteller
45 weist zusätzliche Formschlusselemente auf, welche zur Übertragung einer Umfangskraft
dienen.
[0060] In Fig. 14 ist eine alternative Ausführungsform dargestellt. Hier sind ein Stützfinger
24 und die diesem zugeordneten Antriebsfinger 26 einteilig ausgebildet, wobei zwischen
den Antriebsfingern 26 und dem Stützfinger 24 jeweils ein Federarm 50 ausgebildet
ist. Hier sind demnach gegenüber dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel, in welchem
separate Bauteile (Stützfinger 42, Mitnehmerteller 45 und Spiralfeder 49) vorgesehen
sind, diese Bauteile nunmehr integriert, bspw. als Kunststoffspritzteil.
[0061] Unabhängig von der Ausführungsform ergibt sich folgende Wirkungsweise. Stützfinger
24 bzw. 42, Antriebsfinger 26 bzw. 48 und das axial wirkende Federelement (Spiralfeder
49 oder Federarm 50) sind drehsteif miteinander verbunden. Als Variante können Stützfinger
und Antriebsfinger gegensinnig zum Antriebsmoment mittels des Federelementes federnd
in Umfangsrichtung verspannt sein. Bei Anlauf des Systems wird so in der Kupplung
ein sprunghafter Drehmomentanstieg vermieden, indem das Federelement verformt wird,
bis Stützfinger und Antriebsfinger wiederum eine drehsteife Verbindung bilden.
[0062] Kollidieren bei einem Fügen von Antriebs- und Abtriebsseite die zur Übertragung der
Umfangskraft dienenden Formschlusselemente (Antriebsfinger 26 bzw. 48 und Widerlager
16), so weichen die Antriebsfinger 26 bzw. 48 gegen die Federkraft axial aus. Bei
einem Anlauf der Antriebsseite verändert sich die Orientierung von Antriebsfinger
26 bzw. 48 und Nabe bezüglich der Antriebsachse, wodurch der Antriebsfinger infolge
der Federkraft axial seine Ausgangslage relativ zum Stützfinger wieder einnimmt. Hierdurch
wird nach einem Todwinkel wieder eine formschlüssige Verbindung zwischen Antriebs-
und Abtriebsseite hergestellt.
[0063] Während der Drehmomentübertragungs- bzw. Rotationsbewegung ist ein großer Winkelfehler
zwischen Antriebs- und Abtriebsseite zulässig, indem der Antriebsfinger gegen die
Federkraft relativ zum Stützfinger verschwenkt bzw. indem eine Relativbewegung an
den Formschlusselementen von Widerlager und Antriebsfinger erfolgt.
[0064] Weiterhin kann durch angeschrägte Winkelflächen an den Formschlusselementen von Antriebsfinger
und Mitnehmer eine Drehmoment-Überlastsicherung integriert werden.
[0065] Wie bereits erwähnt weist die Nabe 12 der Pflegescheibe 3 Formschlusselemente auf,
welche zur Übertragung einer Umfangskraft auf den Antriebsfinger 26 dienen. Ein pfannenartiges
Axiallager (Stützausformung 13) bildet die Gegenkontur zum antriebsseitigen Stützfinger.
Durch Fortführung der Stützausformung 13 in einer kugel- oder kegelförmigen Kontur
(Zentrier- bzw. Einführausdehnung 15) wird auch bei großem Achsversatz von Stützfinger
und Nabe 12 ein Selbstfinden bzw. -zentrieren gewährleistet. Dies erfolgt auch bei
nicht parallelen Achsen (vgl. hierzu Fig. 13).
[0066] In den Fig. 15 bis 18 ist eine weitere Ausführungsform des Bodenpflegegerätes 1 dargestellt,
bei welcher einem Gehäuseoberteil 51 des Geräts 1 eine Bodenplatte 52 abschwenkbar
zugeordnet ist.
[0067] Die Bodenplatte 52 ist abklappbar an dem Gehäuseoberteil 51 befestigt und mit einer
Verriegelungsmechanik 53 gesperrt bzw. entriegelbar. In der Bodenplatte 52 sind die
Pflegescheiben 29 positioniert, wozu die Bodenplatte 52 Belagdurchtrittsöffnungen
21 aufweist, deren Abmaße so gewählt sind, dass die Pflegescheiben 29 zumindest teilweise
randübergriffen in der Bodenplatte 52 gegen Herausfallen gesichert sind.
[0068] Es werden hierbei bevorzugt Pflegescheiben der in den Fig.1 bis 3 dargestellten und
hierzu beschriebenen Art eingesetzt. Dargestellt sich jedoch auch lediglich einseitig
mit einem Belag 9 versehende Pflegescheiben 29. Dies hat, wie auch in den zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispielen zur Folge, dass sich das Bodenpflegegerät 1 bzw. das die Eintriebseinheit
aufnehmende Gehäuseoberteil 51 auf den Pflegescheiben 29 über, mit der Antriebswelle
und/oder Zentrierwelle verbundene Stützfinger 24, 25 abstützt. Das Gerätegewicht wird
somit in die Pflegescheiben 29 eingeleitet. Die im Wesentlichen kastenförmig ausgebildete
Bodenplatte 52 bildet den Geräteboden 2' aus, welcher im Betrieb nicht von den Pflegescheiben
3 berührt wird. Vielmehr stellt sich hier zwischen einer Unterseite 7 der Pflegescheiben
29 und dem Geräteboden 2' ein Spalt s ein.
[0069] Die Stützfinger 24 bzw. 25 sichern die Pflegescheiben 29 im Betrieb sowohl in vertikaler
als auch in radialer Richtung. Der Geräteboden 2' der Bodenplatte 52 dient während
des Betriebs des Bodenpflegegerätes 1 lediglich zur Abdeckung des Geräteinneren.
[0070] In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher einseitig mit
einem Pflegebelag 9 versehene Pflegescheiben 29 eingesetzt sind. Es besteht jedoch
hier auch die Möglichkeit Pflegescheibe 3 mit beidseitig vorgesehenen Pflegebelägen
8, 9 einzusetzen.
[0071] Wird das Bodenpflegegerät 1 vom zu pflegenden Boden 54 abgehoben, so liegen die Pflegescheiben
29 auf dem Geräteboden 2' der Bodenplatte 52 auf, wodurch ein Herausfallen der Pflegescheiben
29 aus dem Bodenpflegegerät verhindert wird. Somit kann auf axiale Fixierungen, wie
Verschnappungen oder Verschraubungen zwischen Pflegescheibe 29 und geräteseitigem
Lager - hier Stützfinger 24, 25 - verzichtet werden (vgl. Fig. 16).
[0072] Durch eine Betätigung der Verriegelungsmechanik 53 wird die Bodenplatte 52 entriegelt,
wonach das Gehäuseoberteil 51 um ein Scharnier 80 hochgeklappt werden kann, während
die Bodenplatte 52 auf dem zu pflegenden Boden 54 verbleibt (vgl. hierzu Fig. 17 und
18).
[0073] Eine Anwendungsvariante besteht in der Möglichkeit, dass gesamte Bodenpflegegerät
1 zunächst aufzustellen und hiernach die Bodenplatte 52 zu entriegeln. Letztere ist
dann herunterzuklappen.
[0074] Wie aus Fig. 18 zu erkennen, liegen hiernach die Pflegescheiben 29 in der Bodenplatte
52 frei und können in einfachster Weise gewechselt bzw. gewendet werden. Die Belagdurchtrittsöffnungen
21 der Bodenplatte 52 dienen hierbei zur Vorpositionierung der gewechselten bzw. gewendeten
Pflegescheiben 29 bzw. 3.
[0075] In einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Bodenplatte 52 und
das Gehäuseoberteil 51 nach einer Entriegelung vollständig voneinander lösbar sind.
Dies bspw. zur Reinigung des Innenraumes bzw. zum Austausch der Bodenplatte 52. Hier
kann bspw. eine Schnappverbindung oder eine an mehreren Punkten wirksame Verriegelungsmechanik,
welche bei Entriegelung die Bodenplatte 52 vollständig freigibt, eingesetzt werden.
[0076] Nach einem Wechseln bzw. Wenden der Pflegescheiben oder einem Reinigen bzw. Austausch
der Bodenplatte 52 wird das Gehäuseoberteil 51 wieder abgeschwenkt, bis sich dieses
wieder auf den Pflegescheiben 29 abstützt. Abschließend erfolgt wieder die Verriegelung
mit der Bodenplatte 52.
1. Mehrzahl von Pflegescheiben (3, 29, 34) für ein Bodenpflegegerät (1), insbesondere
Bohnergerät, ggf. mit einer peripheren Absaugeinrichtung, gekennzeichnet durch eine Ausbildung als Austauschset mittels Aufnahme der Pflegescheiben (3, 29, 34)
in einer gemeinsamen Halterung (19).
2. Mehrzahl von Pflegescheiben nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pflegescheibe (3) zur beidseitigen Verwendung auf beiden Seiten (6, 7) mit einem
Pflegebelag (8, 9) versehen ist.
3. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (19) als Wechselkassette (20, 28) ausgebildet ist, in welcher mehrere
Pflegescheiben (3, 29) randumgriffen gehaltert sind.
4. Mehrzahl von Pflegescheiben nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflegescheiben (3, 29, 34) mittels der Wechselkassette (20, 28) beidseitig in
dem Bodenpflegegerät (1) befestigbar ist.
5. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Pflegescheibe (3, 29, 34) rotierend antreibbar ist.
6. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pflegescheibe (3, 29, 34) eine Stütz- und Antriebsausformung aufweist.
7. Mehrzahl von Pflegescheiben nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass koaxial zu der Stützausformung (13) an der Pflegescheibe (34) ein Umfangsdrehlager
(35) ausgebildet ist, zur drehbaren Aufnahme der Pflegescheibe (34) in einer, ggf.
von dem Bodenpflegegerät (1) gesonderten Halterung.
8. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Pflegescheibe (3) gegenüberliegende, unterschiedliche Pflegebeläge (8,
9) aufgebracht sind.
9. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pflegescheibe (3) eine Umfangsverzahnung (11) aufweist.
10. Mehrzahl von Pflegescheiben nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine angetriebene Pflegescheibe (3) über ihre Umfangsverzahnung (11) die weiteren
Pflegescheiben (3') antreibt.
11. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (19) sternförmig ausgebildet ist.
12. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Halterung (19) jeweils zugeordnet einem Zentralbereich einer Pflegescheibe
(34) eine Umfangsdrehhalterung (33) ausgebildet ist.
13. Mehrzahl von Pflegescheiben nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsdrehhalterung (33) mit einem Umfangsdrehlager (35) der Pflegescheibe (34)
formschlussverbunden ist.
14. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt der Umfangsdrehhalterung (33) kreisringförmig ausgebildet ist, mit
einer Durchgangsöffnung, in welcher das Umfangsdrehlager (35) einer Pflegescheibe
(34) aufgenommen ist.
15. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (19) eine zentrale Formschlussverbindungsstelle (31) zur Befestigung
in dem Bodenpflegegerät (1) aufweist.
16. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pflegescheibe (3, 29) in der Wechselkassette (20, 28) mit vertikalem Spiel gehaltert
ist.
17. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Pflegescheibe (3,29) in der Wechselkassette (20, 28) mit horizontalem Spiel
gehaltert ist.
18. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wechselkassette (20,28) jede Pflegescheibe (3, 29) randumschlossen ist.
19. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselkassette (20, 28) an dem Bodenpflegegerät (1) formschlusshalterbar ist.
20. Mehrzahl von Pflegescheiben nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wechselkassette (20) unter Ausbildung zweier, im Wesentlichen gleichgeformter
Außenseiten (22, 23) beidseitig in dem Bodenpflegegerät (1) halterbar ist.
1. Plurality of treating discs (3, 29, 34) for a floor-treating appliance (1), in particular
polisher, if appropriate having a peripheral suction-extraction device, characterized by being formed as an exchangeable set by means of the treating discs (3, 29, 34) being
accommodated in a common mount (19).
2. Plurality of treating discs according to Claim 1, characterized in that, for use on both sides, a treating disc (3) is provided with a treating covering
(8, 9) on both sides (6, 7).
3. Plurality of treating discs according to one of the claims 1 or 2, characterized in that several treating discs (3,29,34) are secured in the changeable cassette (20,28) by
being enclosed at the edge.
4. Plurality of treating discs according to one of the Claims 1 to 3, characterized in that the treating discs (3, 29, 34) can be secured in the floor-treating appliance (1)
on both sides by means of the changeable cassette (20, 28).
5. Plurality of treating discs according to one of the preceding claims, characterized in that at least one treating disc (3, 29, 34) is driveable in rotation.
6. Plurality of treating discs according to one of the preceding claims, characterized in that a treating disc (3, 29, 34) has a supporting and driving formation.
7. Plurality of treating discs according to Claim 6, characterized in that a circumferential rotary bearing (35) is formed coaxially in relation to the supporting
formation (13) on the treating disc (34), for the purpose of accommodating the treating
disc (34) in a rotatable manner in a mount, which may be separate from the floor-treating
appliance (1).
8. Plurality of treating discs according to one of the preceding claims, characterized in that different treating coverings (8, 9) are applied on opposite sides on a treating disc
(3).
9. Plurality of treating discs according to one of the preceding claims, characterized in that a treating disc (3) has a circumferential toothing arrangement (11) .
10. Plurality of treating discs according to Claim 9, characterized in that a driven treating disc (3) drives the rest of the treating discs (3') via its circumferential
toothing arrangement (11).
11. Plurality of treating discs according to one of the preceding claims, characterized in that the mount (19) is of star-like formation.
12. Plurality of treating discs according to one of the preceding claims, characterized in that a circumferential rotary mount (33) is formed on the mount (19), associated in each
case with a central region of a treating disc (34).
13. Plurality of treating discs according to Claim 12, characterized in that the circumferential rotary mount (33) is connected in a positive-locking manner to
a circumferential rotary bearing (35) of the treating disc (34).
14. Plurality of treating discs according to either of Claims 12 and 13, characterized in that the cross section of the circumferential rotary mount (33) is of annular formation,
with a through-passage opening in which the circumferential rotary bearing (35) of
a treating disc (34) is accommodated.
15. Plurality of treating discs according to one of the preceding claims, characterized in that the mount (19) has a central positive-locking connecting location (31) for securing
in the floor-treating appliance (1).
16. Plurality of treating discs according to one of the preceding claims, characterized in that a treating disc (3, 29) is secured with vertical play in the changeable cassette
(20, 28).
17. Plurality of treating discs according to one of the preceding claims, characterized in that a treating disc (3, 29) is secured with horizontal play in the changeable cassette
(20, 28).
18. Plurality of treating discs according to one of the claims 3 to 17, characterized in that each treating disc (3, 29, 34) is secured in the changeable cassette (20, 28) by
being enclosed at the edge.
19. Plurality of treating discs according to one of the preceding claims, characterized in that the changeable cassette (20, 28) can be secured in a positive-locking manner on the
floor-treating appliance (1).
20. Plurality of treating discs according to one of the claims 4 to 19, characterized in that both sides of the changeable cassette (20) can be mounted in the floor-treating appliance
(1), with two substantially identical outer sides (22, 23) being defined in the process.
1. Pluralité de disques d'entretien (3, 29,34) pour un appareil d'entretien des sols
(1), en particulier cireuse-brosseuse, avec le cas échéant, un dispositif d'aspiration
périphérique, caractérisé par une structure sous forme de jeu de remplacement grâce au logement des disques d'entretien
(3, 29, 34) dans un support commun (19).
2. Pluralité de disques d'entretien selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un disque d'entretien (3) est muni, pour une utilisation des deux côtés, sur les deux
faces (6, 7) d'une garniture d'entretien.
3. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications 1 ou 2, characterisé
en ce que quelques disques d'entretien (3, 29, 34) sont consolidés dans la cassette
remplaçable (20,28) entoure en bordure.
4. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les disques d'entretien (3, 29, 34) sont susceptibles d'être fixés des deux cotés
au moyen de la cassette remplaçable (20, 28) dans l'appareil d'entretien des sols
(1).
5. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un disque d'entretien (3, 29, 34) est susceptible d'être entraîné en rotation.
6. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que un disque d'entretien (3, 29, 34) présente une conformation de support et d'entraînement.
7. Pluralité de disques d'entretien selon la revendication 6, caractérisé en ce que, coaxialement par rapport au creusement d'appui (13) est formé, sur le disque d'entretien
(34), un palier de rotation planétaire (35), pour assurer un support rotatif au disque
d'entretien (34) dans un support, le cas échéant séparé de l'appareil d'entretien
des sols (1).
8. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que des garnitures d'entretien (8, 9) différentes, placées à l'opposé, sont montées sur
le disque d'entretien (3).
9. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un disque d'entretien (3) présente une denture périphérique (11).
10. Pluralité de disques d'entretien selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un disque d'entretien (3), entraîné, entraîne les autres disques d'entretien (3')
par l'intermédiaire de sa denture périphérique (11).
11. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support (19) est conformé en étoile.
12. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, sur le support (19) est réalisée, chaque fois associée à une zone centrale d'un
disque d'entretien (34), une fixation rotative planétaire (33).
13. Pluralité de disques d'entretien selon la revendication 12, caractérisé en ce que la fixation rotative planétaire (33) est reliée, par une liaison à ajustement de
forme, à un palier de rotation planétaire (35) du disque d'entretien (34).
14. Pluralité de disques d'entretien selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que la section transversale de la fixation rotative planétaire (33) est conformée en
anneau de cercle, avec une ouverture de passage dans laquelle est logé le palier de
rotation planétaire (35) d'un disque d'entretien (34).
15. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le support (19) présente un point de liaison pas ajustement de forme (31) central,
pour la fixation dans l'appareil d'entretien des sols (1).
16. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un disque d'entretien (3, 29) est maintenu, avec un jeu vertical, dans la cassette
remplaçable (20, 28).
17. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un disque d'entretien (3, 29) est maintenu, avec un jeu horizontal, dans la cassette
remplaçable (20, 28).
18. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications 3 à 17, characterisé
en ce que chaque disques d'entretien (3,29,34) est consolidé dans la cassette remplaçable
(20,28) entouré en bordure.
19. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la cassette remplaçable (20, 28) est susceptible d'être maintenue, par une liaison
à ajustement de forme, sur l'appareil d'entretien des sols (1).
20. Pluralité de disques d'entretien selon l'une des revendications 4 à 19 caractérisé en ce que la cassette remplaçable (20) est susceptible d'être maintenue, de part et d'autre,
dans l'appareil d'entretien des sols (1), en formant deux faces extérieures (22, 23),
à forme sensiblement identique.