| (19) |
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(11) |
EP 1 338 549 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.04.2011 Patentblatt 2011/15 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.02.2003 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Steuereinrichtung zum Steuern eines Hebezeugs
Control device for a lifting device
Dispositif de commande pour un dispositif de levage
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
21.02.2002 DE 10207880
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.08.2003 Patentblatt 2003/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Demag Cranes & Components GmbH |
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58300 Wetter (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Kohlenberg, Thomas, Dipl.-Ing.
59494 Soest (DE)
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| (74) |
Vertreter: Moser & Götze |
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Patentanwälte
Paul-Klinger-Strasse 9 45127 Essen 45127 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 217 989 US-A- 5 043 646
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US-A- 4 078 667
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Aus der
DE 42 17 989 A1 ist eine solche Steuereinrichtung für ein Hebezeug bekannt, welche mobil im Arbeitsbereich
eines Hebezeugs eingesetzt werden kann. Der Querlauf des Hebezeugs ist dabei über
zwei nebeneinander angeordnete Bedienungsknöpfe als Steuerelemente steuerbar. Wenn
die Bedienperson mit der Steuereinrichtung vor dem Querlauf, also der Laufkatze, des
Hebezeugs steht, führt die Betätigung des rechten Bedienknopfs aus Sicht der Bedienperson
zu einer Rechtsbewegung des Querlaufs und die Betätigung des linken Bedienknopfes
entsprechend zu einer Linksbewegung. Um die intuitive Bedienbarkeit des Querlaufs
des Hebezeugs auch bei anderen Ausrichtungen der Bedienperson zum Hebezeug zu gewährleisten,
wird die Ausrichtung der Steuereinrichtung zum Hebezeug erfasst und dazu verwendet,
die Funktion der beiden Bedienknöpfe bei einer veränderten Ausrichtung der Steuereinrichtung
zum Hebezeug zu vertauschen. Dazu sind an der Steuereinrichtung zwei richtungsabhängig
wirksame Empfänger angeordnet, die aus antiparallelen Richtungen ein jeweils verschieden
kodiertes optisches Signal empfangen. Die Signalquellen für das optische Signal sind
ortsunveränderlich am Hebezeug angebracht und in ihrer Ausrichtung, also bezüglich
der Senderichtung der von ihnen ausgesendeten kodierten Signale, parallel zur Bewegungsachse
des Querlaufs des Hebezeugs angeordnet. Die an der Steuereinrichtung angebrachten
Empfänger empfangen jeweils eines der beiden kodierten Signale und gewinnen aus der
Kodierung der Signale die Information darüber, ob die Steuereinrichtung zusammen mit
der Bedienperson in einer ersten oder in einer zweiten entgegengesetzten Ausrichtung
zum Hebezeug positioniert ist. Abhängig von dieser Information wird in der Steuereinrichtung
selbsttätig eine Umschaltung der Bedienungsknöpfe vorgenommen.
[0003] Bei den bekannten Steuereinrichtungen hat sich als nachteilig erwiesen, dass für
die Funktion der Umschaltung jeweils eine Sichtverbindung zwischen den Empfängern
und den Sendern bestehen muss. Die Funktion der Umschaltung und damit die Funktion
der Steuereinrichtung ist auf den Bereich beschränkt, der zwischen den beiden Sendern
liegt.
[0004] Des Weiteren ist aus der Patentschrift
US 5,043,646 eine Funkfernsteuerung für Modellautos bekannt, die sich im Wesentlichen dadurch
auszeichnet, dass in der Funkfernsteuerung sowie dem zu steuernden Modellauto jeweils
ein elektronischer Kompass angeordnet ist, mit dem die Ausrichtung der Funkfernsteuerung
zu einem Magnetfeld sowie die Ausrichtung des Modellautos zu diesem Magnetfeld erfassbar
ist. Vorzugsweise ist dieses Magnetfeld das Erdmagnetfeld. Durch die Verwendung der
elektronischen Kompasse soll erreicht werden, dass die Funkfernsteuerung, insbesondere
deren Bedienelemente, intuitiv bedienbar ausgestaltet werden können, unabhängig davon
ob sich das Modellauto von dem Bediener der Funkfernsteuerung weg, auf diesen zu oder
quer zu diesem bewegt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Steuereinrichtung vorzuschlagen, deren Bedienelemente
im gesamten Einsatzbereich der Steuereinrichtung intuitiv bedienbar sind.
[0006] Die Lösung gemäß Anspruch 1 sieht vor, dass die Zuordnung der Steuerelemente zu den
Bewegungsrichtungen anhand der Ausrichtung des Bedienungsteils zur Richtung eines
gerichteten äußeren Feldes erfolgt, wobei bei umgekehrt ausgerichtetem Bedienungsteil
die Richtungszuordnung jeweils vertauscht ist. Dadurch ist eine Sichtverbindung zu
stationären Sende- oder Empfangseinrichtungen nicht erforderlich. Da das Feld ein
Magnetfeld ist und das Bedienungsteil einen elektronischen Kompass zur Erfassung seiner
Ausrichtung zum Magnetfeld aufweist, kann das Bedienungsteil mechanisch robust, leicht
und kleinbauend ausgeführt werden. Auch weist das Bedienungsteil einen vertikalen
Griffbereich auf, an dem vertikal beabstandet das Steuerelementepaar für die Hebe-
und Senkbewegung des Hebezeugs angeordnet ist. Die Hubbewegung ist somit sinnfällig
steuerbar.
[0007] Sofern das Magnetfeld das Erdmagnetfeld ist, erübrigt sich die Anordnung von Mitteln
zur Erzeugung eines Magnetfeldes.
[0008] Dadurch, dass der Winkel zwischen der Magnetfeldrichtung und der Ausrichtung des
Hebezeugs am Bedienungsteil eingespeichert werden kann, indem eine Kalibrierfunktion
vorgesehen ist und wobei das Bedienungsteil in eine definierte Ausrichtung zum Hebezeug
verschwenkt und anschließend am Bedienungsteil eine Speicherfunktion aktiviert wird,
kann das Bedienungsteil schnell in Betrieb genommen werden.
[0009] Mehrere Bewegungsachsen eines Krans können gleichzeitig von einer Bedienperson gesteuert
werden, wenn das Bedienungsteil Steuerelemente für mehrere Bewegungsachsen und Bewegungsrichtungen
umfasst.
[0010] Die Anzahl von Fehlbedienungen wird reduziert, indem die Steuerelemente für entgegengesetzte
Bewegungsrichtungen einer Bewegungsachse mit einem gemeinsamen Bedienungselement betätigt
werden, wobei das Bedienungselement nach Art einer Wippe ausgebildet ist und so die
intuitive Bedienung zweier entgegengesetzter Bewegungsrichtungen ermöglicht.
[0011] Wenn die Bewegungsrichtungen zumindest zweier Bedienungselemente, die zwei zueinander
orthogonal ausgerichteten Bewegungsachsen des bewegten Gegenstandes zugeordnet sind,
ebenfalls orthogonal zueinander ausgerichtet sind, ist bei der Bedienung mehrerer
Bewegungsachsen die Gefahr von Fehlbedienungen verringert.
[0012] Bei einem Positionswechsel der Bedienperson erübrigt sich eine manuelle Umschaltung
des Bedienungsteils, wenn Mittel vorgesehen sind, die die seitenrichtige Zuordnung
der Steuerelemente zu den Bewegungsrichtungen selbsttätig vornehmen.
[0013] Falls eine Meldungseinrichtung und/oder eine Funktionssperre am Bedienungsteil vorgesehen
sind, die eine Meldung ausgeben und/oder eine Sperrung des Bedienteils vornehmen,
wenn eine Zuordnung zumindest eines Steuerelementes zu einer Bewegungsrichtung nicht
oder nicht eindeutig vorgenommen werden kann, werden Fehlbedienungen bei einer indifferenten
Ausrichtung des Bedienungsteils vermieden.
[0014] Die Meldung ist auch bei ungünstigen Umgebungsbedingungen erfassbar, indem die Meldungseinrichtung
Mittel zur optischen und/oder akustischen und/oder taktilen Meldung umfasst.
[0015] Wenn das Bedienungsteil Mittel zur drahtlosen Steuerung des Hebezeugs umfasst, ist
die Mobilität der Bedienperson nicht durch Verbindungskabel eingeschränkt.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Steuereinrichtung mit einem intuitiv
bedienbaren Bedienungsteil wird nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Dabei
zeigen:
- Fig. 1
- eine Kranbrücke mit einer Laufkatze und einem Hubwerk mit dem zugehörigen Bedienungsteil,
- Fig. 2
- in schematischer Darstellung die Ausrichtung des Bedienungsteils der Steuereinrichtung
zur Kranbrücke und
- Fig. 3
- die Unterseite des Bedienungsteils in einer Ansicht von vorne.
[0017] In Fig. 1 ist eine Kranbrücke 1 dargestellt, die in einer horizontalen Richtung,
der Y-Richtung, verfahrbar ist. An der Kranbrücke 1 ist eine Laufkatze 11 als Querlauf
befestigt, die an der Kranbrücke 1 quer zur Y-Richtung (Längslauf) in einer X-Richtung
ebenfalls horizontal verfahrbar ist. An der Laufkatze 11 ist das Hubwerk 12 befestigt.
Das Hubwerk 12 besteht im wesentlichen aus einer Seilwindenanordnung, mit der eine
nicht dargestellte Last in senkrechter Richtung (Z-Richtung) gehoben bzw. gesenkt
wird. Die Bewegungen in X-, Y-, und Z-Richtung werden durch Elektromotoren ausgeführt,
die von einer hier nicht dargestellten Kransteuerung angesteuert werden. Die Kransteuerung
ist Bestandteil der Steuereinrichtung, die mit einem Funkempfänger für die Signale
des mobil einsetzbaren Bedienungsteils 2 verbunden ist. Das Bedienungsteil 2 weist
an seiner Oberseite einen kreuzweise zu betätigenden Bedienknopf auf, der im Bedienungsteil
2 eingebaute Steuerelemente 21 - 24 betätigt. Die Anordnung der eingebauten Steuerelemente
21 - 24 ist in Fig. 1 dargestellt. Mit den beiden paarweise angeordneten Steuerelementen
21 und 22 wird die Hin- und Herbewegung der Laufkatze in X-Richtung gesteuert. Die
Steuerelemente 23 und 24 bilden das zweite Steuerelementepaar. Bei Betätigung des
Bedienknopfes nach vom zum Steuerelement 23 hin wird die Bewegung der Kranbrücke in
positiver und bei der Betätigung nach hinten zum Steuerelement 24 in negativer Y-Richtung
gesteuert. Die Steuerelemente 21 - 24 sind stufenlos bedienbar, wobei mit steigender
Auslenkung oder steigender Bedienkraft des Bedienknopfes zum entsprechenden Steuerelement
21 - 24 die Kranbrücke 1 bzw. die Laufkatze 11 mit steigender Geschwindigkeit verfahren
wird.
[0018] Das Bedienungsteil 2 ist derart ausgestaltet, dass die Bedienperson es mit einer
Hand führt und in der Regel während der Bedienung mit dem Bedienungsteil 2 zur Kranbrücke
1 bzw. Laufkatze 11 zeigt. Das Bedienungsteil 2 ist intuitiv bedienbar, indem eine
Rechtsbewegung des Bedienknopfs zum Steuerelement 21 hin - bezogen auf die Anordnung
in Fig. 1 - zu einer Bewegung der Laufkatze 11 in X-Richtung führt, die aus Sicht
der Bedienperson ebenfalls eine Rechtsbewegung darstellt. Dementsprechend führt eine
Bedienung des Bedienknopfs zu den anderen Steuerelementen 22, 23, 24 jeweils zu einer
Bewegung der Laufkatze 11 bzw. der Kranbrücke 1 in diejenige Richtung, die die Bedienperson
mit der Bewegung des Bedienknopfs ausgeführt hat.
[0019] Bewegt sich nun die Bedienperson mit dem Bedienungsteil um die Kranbrücke zur - bezogen
auf Fig. 1 - entgegengesetzten Seite der Kranbrücke herum, richtet sie das Bedienungsteil
bei der Steuerung der Kranbrücke 1 bzw. der Laufkatze 11 wieder in Richtung der Kranbrücke
1 bzw. der Laufkatze 11 aus. Damit die Kranbrücke 1 bzw. die Laufkatze 11 mit dem
Bedienknopf des Bedienungsteils 2 weiterhin intuitiv gesteuert werden kann, ist die
Steuerfunktion des Steuerelements 21 mit derjenigen des Steuerelements 22 und die
Steuerfunktion des Steuerelements 23 mit derjenigen des Steuerelements 24 jeweils
selbsttätig vertauscht. Damit führt beispielsweise die Rechtsbewegung des Bedienknopfs
zum Steuerelement 21 hin zu einer Bewegung der Laufkatze in negativer X-Richtung,
was aus Sicht der Bedienperson von der neuen Position aus wieder einer Rechtsbewegung
der Laufkatze 11 entspricht. Entsprechendes gilt für die Bewegung des Bedienknopfs
nach vorne zum Steuerelement 21 hin, die nunmehr zu einem Verfahren der Kranbrücke
1 in negativer Y-Richtung führt, und für die anderen Betätigungsrichtungen des Bedienknopfs.
Die Funktionen der Steuerelemente 21 - 24 werden also abhängig von der Ausrichtung
des Bedienungsteils 2 zur Kranbrücke 1 eingestellt. Die Umschaltung des Längslaufes
(Y-Richtung) geschieht damit analog zur Umschaltung des Querlaufs (X-Richtung).
[0020] In Fig. 2 ist die Ausrichtung des Bedienungsteils 2 zur Kranbrücke 1 schematisch
dargestellt. Die durch den Pfeil 31 symbolisierte Richtung entspricht der Bewegungsrichtung
der Laufkatze 11, also der (positiven) X-Richtung. Der Pfeil 32 symbolisiert die Ausrichtung
des Bedienungsteils 2, wobei diese Ausrichtung der Betätigungsrichtung des Bedienknopfs
zum Steuerelement 23 entspricht. Die in Fig. 2 eingezeichneten Ausrichtungen 31 und
32 entsprechen der in Fig. 1 dargestellten Anordnung. In dieser Ausgangsposition zeigt
der Pfeil 32 auf das Kreissegment A des Vollkreises 3. Bewegt sicht nun die Bedienperson
mit dem Bedienungsteil im Uhrzeigersinn um die Kranbrücke 1 herum, so bewegt sich
im Kreisdiagramm 3 der Pfeil 32, der die Ausrichtung des Bedienungsteils 2 symbolisiert,
ebenfalls im Uhrzeigersinn und zeigt dabei nacheinander auf die Kreissegmente A, C,
B und schließlich auf D. Solange der Pfeil 32 auf das Kreissegment A weist, entspricht
die Ausrichtung des Bedienungsteils 2 zur Kranbrücke 1 im wesentlichen der Ausgangsposition,
so dass eine Umschaltung der Funktionen der Steuerelemente 21 - 24, wie sie zuvor
beschrieben wurde, noch nicht erforderlich ist. Wenn sich die Bedienperson mit dem
Bedienungsteil 2 soweit um die Kranbrücke 1 herumbewegt hat, dass der Pfeil 32 schließlich
auf das Kreissegment B weist, müssen die Funktionen der Steuerelemente 21 - 24 zum
Erhalt der intuitiven Bedienbarkeit wie oben beschrieben vertauscht werden. Zwischen
den Kreissegmenten A und B liegen noch die Bereiche C und D. In den Fällen, in denen
der Pfeil 32 auf die Bereiche C bzw. D ausgerichtet ist, ist das Bedienungsteil 2
im wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung der Laufkatze 11, also der X-Richtung,
ausgerichtet. Um Fehlbedienungen zu vermeiden, ist das Bedienungsteil 2 in diesen
Fällen gesperrt. Diese Sperre wird hier mit Hilfe der Warnlampe 26 signalisiert. Falls
in diesen Situationen die Bedienperson dennoch den Bedienknopf betätigt, wird keine
Steuerfunktion ausgelöst, sondern ein Warnsummer ertönt und ein Vibrationsmelder macht
die Bedienperson zusätzlich auf die Situation aufmerksam. Durch eine einfache Drehung
im Handgelenk kann dann die Ausrichtung des Bedienungsteils 2 wiederhergestellt werden.
[0021] Im Bedienungsteil 2 ist ein hier nicht dargestellter elektronischer Kompass eingebaut,
der die jeweilige Ausrichtung des Bedienungsteils 2 zum Erdmagnetfeld als Winkelangabe
an eine Auswerteeinrichtung weitergibt. In der Auswerteeinrichtung sind die Umschaltwinkel
abgespeichert, bei denen zwischen den Betriebszuständen, die den Kreissegmenten A,
C, B und D zugeordnet sind, umgeschaltet werden muss. Diese Umschaltwinkel können
entweder fest abgespeichert sein oder aber, wie hier, vom Benutzer des Bedienungsteils
2 eingestellt werden. Zumindest bei der erstmaligen Benutzung des Bedienungsteils
2 muss die Auswerteeinrichtung zudem mit einem Startwert versehen werden, weil die
Ausrichtung der Kranbrücke 1 im Erdmagnetfeld, also die Ausrichtung des Pfeils 31,
je nach Montageort und Montageposition der Kranbrücke 1 verschieden sein kann. Zu
diesem Zweck befindet sich am Bedienungsteil 2 eine Kalibriertaste 25a, die zur Grundeinstellung
des Bedienungsteils 2 genau dann betätigt wird, wenn sich das Bedienungsteil 2 in
einer definierten Ausrichtung zur Kranbrücke 1 befindet. Das ist hier die Ausrichtung,
die in Fig. 1 dargestellt ist. Aus dem so eingestellten Startwert, man spricht auch
von einem Offsetwert, und aus dem vom elektronischen Kompass gemessenen Winkel errechnet
die Auswerteeinrichtung jeweils den Winkel zwischen der Ausrichtung des Bedienungsteils
2 und der Ausrichtung der Kranbrücke 1, also zwischen Pfeil 32 und Pfeil 31. Die Beziehung
zwischen dem Offsetwert und den Umschaltwinkeln sind im Bedienungsteil 2 fest eingestellt,
so dass nach der Programmierung des Offsetwertes auch die Umschaltwinkel feststehen.
Anhand des gemessenen Winkels und der Umschaltwinkel schaltet dann die Auswerteeinrichtung
das Bedienungsteil 2 entsprechend um. Natürlich sind auch andere Bedienprozeduren
zur Einstellung des Offsetwertes möglich. Auch eine manuelle Änderung der Umschaltwinkel
anstelle der Nutzung der fest eingestellten Umschaltwinkel kann vorgenommen werden.
[0022] Weitere Schalter 25c, 25d, 25e an der Oberseite des Bedienungsteils 2 sind hier mit
einer Not-Halt-Funktion und anderen Sonderfunktionen belegt.
[0023] In Fig. 3 ist die Unterseite des Bedienungsteils 2 in einer Ansicht von schräg vorne
dargestellt. Der im wesentlichen senkrecht angeordnete wippenförmig ausgeführte Bedienschalter
4 dient zur Steuerung des Hubwerks 12. Eine Bedienung des oberen Teils 4b des Bedienschalters
4 führt zum Heben und eine Bedienung des unteren Bedienungsteils 4a führt zum Senken
der Last. Damit ist auch die Bewegung in Z-Richtung intuitiv ausführbar, wobei eine
Umschaltung dieser Bedienelemente bei einer Bewegung der Bedienperson mit dem Bedienungsteil
2 um die Kranbrücke 1 herum nicht erforderlich ist.
1. Steuereinrichtung mit einem intuitiv bedienbaren Bedienungsteil (2) nach Art einer
Fernbedienung mit einem Paar am Bedienungsteil (2) angeordneter Steuerelemente (21,
22), die den Lauf eines Hebezeugs (1), insbesondere der Laufkatze (11) eines Krans,
in zwei entgegengesetzten Bewegungsrichtungen (X, -X) steuern und wobei den beiden
Bewegungsrichtungen (X, -X) selbsttätig je ein Steuerelement (21, 22) eines Paares
derart zugeordnet ist, dass die Anordnung der Steuerelemente (21, 22) jeweils ein
seitenrichtiges Abbild der Bewegungsrichtungen (X, -X) bildet, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungsteil (2) einen elektronischen Kompass aufweist, mit dem die Ausrichtung
des Bedienungsteils (2) zum Magnetfeld erfassbar ist, und bei bekannter Ausrichtung
des Hebezeuges zu der Magnetfeldrichtung anhand der erfassten Ausrichtung des Kompass
zum Magnetfeld das Bedienteil (2) das jeweilige Steuerelement (21, 22) der seitenrichtigen
Bewegungsrichtung (X, -X) zuordnet, sowie dass das Bedienungsteil (2) einen vertikalen
Griffbereich aufweist, der vertikal beabstandet ein Steuerelementepaar (4a, 4a) für
die Hebe- und Senkbewegung des Hebezeugs aufweist.
2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetfeld das Erdmagnetfeld ist.
3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Kalibrierfunktion das Bedienungsteil (2) in einer definierten Ausrichtung
zum Hebezeug den Winkel zwischen der Magnetfeldrichtung und der Ausrichtung des Hebezeugs
speichert.
4. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungsteil (2) Steuerelemente (21 - 24, 4b) für mehrere Bewegungsachsen und
Bewegungsrichtungen (X, -X, Y, -Y, Z, -Z) umfasst.
5. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelemente (21 - 24, 4a, 4b) für entgegengesetzte Bewegungsrichtungen (X,
-X, Y, -Y, Z, -Z) einer Bewegungsachse mit einem gemeinsamen Bedienungselement betätigt
werden, wobei das Bedienungselement nach Art einer Wippe ausgebildet ist und so die
intuitive Bedienung zweier entgegengesetzter Bewegungsrichtungen (X. X-, Y, -Y, Z,
-Z) ermöglicht.
6. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsrichtungen zumindest zweier Bedienungselemente, die zwei zueinander
orthogonal ausgerichteten Bewegungsachsen des bewegten Gegenstandes zugeordnet sind,
ebenfalls orthogonal zueinander ausgerichtet sind.
7. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungsteil (2) über die Steuerelemente (21 - 24, 4a, 4b) zu den Bewegungsrichtungen
(X, -X, Y, -Y, Z, -Z) selbsttätig seitenrichtig zuordnet.
8. Steuereinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungsteil (2) eine mangelnde oder nicht eindeutige Zuordnung zumindest eines
Steuerelementes (21 - 24, 4a, 4b) zu einer Bewegungsrichtung (X,-X, Y, -Y, Z, -Z)
erkennt, und die mangelnde oder nicht eindeutige Zuordnung über eine Meldungseinrichtung
ausgibt und/oder eine Funktion des Bedienungsteils (2) sperrt.
9. Steuereinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Meldungseinrichtung Mittel zur optischen und/oder akustischen und/oder taktilen
Meldung umfasst.
10. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungsteil (2) Mittel zur drahtlosen Steuerung des Hebezeugs (1) umfasst.
1. Control means having a control member (2) of the remote-control type which can be
operated intuitively and which has a pair of controlling elements (21, 22) arranged
on the control member (2) which control the travel of an item of lifting equipment,
and in particular of the trolley (11) of a crane, in two opposed directions of movement
(X, -X), the two directions of movements (X, -X) automatically each having assigned
to them one controlling element (21, 22) of a pair in such a way that layout of the
controlling elements (21, 22) in each case maps the directions of movement (X, -X)
in a way which is correctly oriented left-to-right, characterised in that the control member (2) has an electronic compass by which the orientation of the
control member (2) relative to the magnetic field can be sensed and, if the orientation
of the item of lifting equipment relative to the magnetic field is known, the control
member (2) assigns each controlling element (21, 22) to that direction of movement
(X, -X) which is correctly oriented left-to-right for it from the orientation which
is sensed for the compass relative to the magnetic field, and in that the control member (2) has a vertical region for gripping which has, at a vertical
spacing, a pair of controlling elements (4a, 4a) for the lifting and lowering movements
of the item of lifting equipment.
2. Control means according to claim 1, characterised in that the magnetic field is the earth's magnetic field.
3. Control means according to claim 1 or 2, characterised in that, when in a defined orientation relative to the item of lifting equipment, the control
member (2) stores the angle between the direction of the magnetic field and the orientation
of the item of lifting equipment by a calibrating function.
4. Control means according to one of claims 1 to 3, characterised in that the control member (2) comprises controlling elements (21 - 24, 4a, 4b) for a plurality
of axes of movement and directions of movement (X, -X, Y, -Y, Z, -Z).
5. Control means according to one of claims 1 to 4, characterised in that, for opposed directions of movement (X, -X, Y, -Y, Z, -Z) on an axis of movement,
the controlling elements (21 - 24, 4a, 4b) are actuated with a common actuating member,
the actuating member taking a rocker-like form and in this way enabling movements
in two opposed directions (X, -X, Y, -Y, Z, -Z) to be controlled intuitively.
6. Control means according to either of claims 4 and 5, characterised in that the directions of movement of at least two actuating members, which actuating members
are assigned to axes of movement of the moving item which are oriented orthogonally
to one another, are likewise oriented orthogonally to one another.
7. Control means according to one of claims 1 to 6, characterised in that the control member (2) automatically assigns via the controlling elements (21 - 24,
4a, 4b) to the directions of movement (X, -X, Y, -Y, Z, -Z) in the correct left-to-right
orientation.
8. Control means according to claim 7, characterised in that the control member (2) detects a non-assignment or unclear assignment of at least
one controlling element (21 - 24, 4a, 4b) to a direction of movement (X, -X, Y, -Y,
Z, -Z), and emits a notification of the non-assignment or unclear assignment via a
notifying means and/or blocks a function of the control member (2).
9. Control means according to claim 8, characterised in that the notifying means comprises means for giving a visual and/or audio and/or tactile
notification.
10. Control means according to one of claims 1 to 9, characterised in that the control member (2) comprises means for the wireless control of the item of lifting
equipment (1).
1. Dispositif de pilotage comportant une partie de commande (2) pouvant être utilisée
de façon intuitive, se présentant sous la forme d'une télécommande et possédant une
paire d'éléments de pilotage (21, 22) qui sont disposés au niveau de la partie de
commande (2) et qui pilotent le fonctionnement d'un treuil de levage (1), notamment
le chariot (11) d'une grue, dans deux sens de déplacement opposés (X, -X), un élément
de pilotage (21, 22) d'une paire étant automatiquement associé à chacun des deux sens
de déplacement (X, -X) de sorte que l'agencement des éléments de pilotage (21, 22)
forme à chaque fois une représentation, du bon côté, des sens de déplacement (X, -X),
caractérisé en ce que la partie de commande (2) comporte un compas électronique permettant de mesurer la
direction de la partie de commande (2 par rapport au champ magnétique et, lorsque
la direction du treuil de levage par rapport à la direction du champ magnétique est
connue grâce à la direction mesurée du compas par rapport au champ magnétique, la
partie de commande (2) associe l'élément de pilotage respectif (21, 22), du bon côté,
au sens de déplacement (X, -X), et en ce que la partie de commande (2) possède une région de manette verticale qui comporte, verticalement
à distance, une paire d'éléments de pilotage (4a, 4a) permettant de lever et d'abaisser
le treuil de levage.
2. Dispositif de pilotage selon la revendication 1, caractérisé en que le champ magnétique est le champ magnétique terrestre.
3. Dispositif de pilotage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans une fonction d'étalonnage, la partie de commande (2) mémorise l'angle entre
la direction du champ magnétique et la direction du treuil de levage dans une direction
définie par rapport au treuil de levage.
4. Dispositif de pilotage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la partie de commande (2) comporte des éléments de pilotage (21-24, 4a, 4b) suivant
plusieurs axes de déplacement et sens de déplacement (X, -X, Y, -Y, Z, - Z).
5. Dispositif de pilotage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les éléments de pilotage (21-24, 4a, 4b) sont actionnés suivant des sens de déplacement
opposés (X, -X, Y, -Y, Z, -Z) d'un axe de déplacement au moyen d'un élément de commande
commun, l'élément de commande étant conformé en bouton à bascule et permettant donc
de commander intuitivement deux sens de déplacement opposés (X, -X, Y, -Y, Z, -Z).
6. Dispositif de pilotage selon l'une des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que les sens de déplacement d'au moins deux éléments de commande, qui sont associés à
deux axes de déplacement, dirigés orthogonalement l'un à l'autre, de l'objet déplacé,
sont orientés également orthogonalement l'un à l'autre.
7. Dispositif de pilotage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la partie de commande (2) associe automatiquement du bon côté les éléments de pilotage
(21-24, 4a, 4b) aux sens de déplacement (X, -X, Y, -Y, Z, -Z).
8. Dispositif de pilotage selon la revendication 7, caractérisé en ce que la partie de commande (2) détecte une absence ou une ambiguïté d'association d'au
moins un élément de pilotage (21-24, 4a, 4b) à un sens de déplacement (X, -X, Y, -Y,
Z, -Z), et délivre l'absence ou l'ambiguïté de d'association par le biais d'un dispositif
de signalisation et/ou bloque une fonction de la partie de commande (2).
9. Dispositif de pilotage selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif de signalisation comporte des moyens de signalisation optique et/ou
acoustique et/ou tactile.
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la partie de commande (2) comporte des moyens de pilotage sans fil du treuil de levage
(1).


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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