[0001] Die Erfindung beschreibt eine flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung insbesondere
mit von innen nach außen steigenden Traversen für Veranstaltungen jeglicher Art, die
eine flexible Innenraumgestaltung und verschiedene Platzangebote benötigen und kurzzeitige
Umrüstzeiten ermöglichen.
[0002] Es sind eine Vielzahl von unterschiedlichen technischen Lösungen bekannt um den unterschiedlichen
Innenraum und die Platzverhältnisse insbesondere bei Stadien und sonstigen Spielstätten
im Freien den gewünschten Bedürfnissen anzupassen. So ist z. B. aus der DE 100 45
906 OS eine mobile zusammenklappbare Tribüne bekannt, die klappbar ausgebildet ist,
wobei diese Lösung nur für kleine Tribünenanlagen mit einer einzigen Tribünenebene
geeignet ist. Damit lässt sich zwar an jeder beliebigen Stelle ein Innenraum mit einer
begrenzten Zahl von Sitzplätzen aufbauen, in dem verschiedene Veranstaltungen, wie
auch z. B. Sportveranstaltungen stattfinden können, allerdings ist dabei die mögliche
Platzkapazität sehr begrenzt. Eine ähnliche Lösung ist in der DE 29917917 beschrieben.
[0003] Mehrere andere Lösungen sind für ausfahrbare Tribünenplätze ausgelegt. Dabei werden
die einzelnen Sitzreinen untereinander gefahren. Hierzu sind eine Vielzahl von einzelnen
beweglichen Elementen notwendig. Diese technischen Lösungen bieten zwar ebenfalls
die Möglichkeit den Innenraum und das Platzangebot variabel zu gestalten und für verschiedene
Nutzungsmöglichkeiten anzupassen, sind aber sehr kostenintensiv und ebenfalls nur
für eine Tribünenebene geeignet. Solch ähnliche Lösungen sind z. B. in der DE 36 30
704 PS und der DE 197 55 515 OS beschrieben wo horizontal teleskopierbare Tribünen
gezeigt werden.
[0004] Auch steckbare Einzelteile, die zu fertigen Tribünen zusammengebaut werden können,
sind bekannt. Allerdings ist der Aufbau bzw. die Umrüstung und Veränderung mit sehr
hohen Aufwand verbunden. Für stationäre Anlagen sind solcherart Tribünen, wie sie
aus der DE 35 19 718 PS bekannt sind, nicht geeignet.
[0005] Stationäre Tribünen sind aus dem Sportstättenbau z. B. für Leichtathletikstadien
und Fußballstadien bekannt. Die Anforderungen für Fußballstadien sind großes Platzangebot
für Zuschauer und Nähe der ersten unteren Tribünenreihen zum Spielfeldrand.
[0006] Bei Leichtathletikstadien ist zusätzlich die Wettkampfbahn (Aschenbahn oder Tartanbahn)
noch zwischen den Zuschauern und dem Innenraum, dem Veranstaltungsraum oder der Spielfläche
anzuordnen. Die geforderte Zuschauerkapazität für Leichtathletikstadien ist zudem
geringer. So werden zunehmend deshalb heute reine Fußballstadien und reine Leichtathletikstadien
gebaut, um den entsprechenden Anforderungen gerecht zu werden. Der Nachteil ist die
eingeschränkte Nutzungsart solcher speziellen Stadien. Eine multivalente Nutzung für
verschiedene Veranstaltungen ist nur eingeschränkt möglich.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es eine flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung
zu schaffen, die es ermöglicht den Innenraum bzw. die Spielfläche in Abhängigkeit
von der Nutzungsart in der Größe variabel zu gestalten, verschiedene Tribünenebenen
zur Benutzung durch Zuschauer einsetzen zu können und damit ein variables Platzangebot
bereitzustellen und gleichzeitig schnell und kostengünstig bezogen auf unterschiedliche
Platzbedürfnisse für unterschiedliche Veranstaltungen reagieren zu können.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des 1. Patentanspruches gelöst.
An einem oder mehreren Pfeilern 4 sind ein oder mehrere Tribünenebenen 1 bis 3 übereinander
angeordnet. Die über einer unteren Tribünenebene 1 (der sogenannten Basistribüne)
angeordneten weiteren Tribünenebenen 2 (Haupttribüne) und Tribünenebene 3 (oberen
Tribüne) sind an zwei oder mehreren Pfeilern 4 schwenkbar in einem oder mehreren Befestigungspunkten,
den Schwenkpunkten 8 angeordnet. Die Schwenkpunkte 8 sind je nach Bedarf fest oder
verstellbar an den Pfeilern 4 angeordnet. Indem die oberen Tribünenebenen 2 und 3
nach oben schwenkbar ausgebildet sind, wird die untere Tribünenebene 1, die sogenannte
Basistribüne, die in der Regel fest installiert ist, nutzbar gemacht. Die Zuschauer
können dann das Geschehen im Inneren ohne Sichthindernisse verfolgen. Wenn die Schwenkpunkte
8 an den Pfeilern verstellbar und zwar insbesondere höhenverstellbar angeordnet sind,
lassen sich die Sichtverhältnisse von der Basistribüne deutlich verbessern.
[0009] Aus statischen Gründen ist es sinnvoll die gesamte Länge der gewünschten Tribünen
und damit auch die Tribünenebenen 1 bis 3 in mehrere nebeneinanderliegende Segmente
zu unterteilen (eine Tribünenlänge auf der Geraden bei einem Leichtathletikstadion
beträgt immerhin über 100 Meter), die vorzugsweise einzeln und unabhängig voneinander
schwenkbar sind.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform bei drei Tribünenebenen sind die untere Tribünenebene
1 (Basisebene) und die obere Tribünenebene 3 (obere Tribüne) kürzer als die mittlere
Tribünenebene 2 (Haupttribüne) ausgebildet.
[0011] In der Regel ist die untere Tribünenebene 1 stationär, d. h. fest und unbeweglich
angeordnet. Die beiden oberen Tribünenebenen 2 und 3 können wahlweise über Hydraulikelemente
und/oder Pneumatikelemente bewegbar und abstützbar ausgebildet sein.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die oberen Tribünenebenen 2 und
3 über jeweils mittels Seilzüge 5 schwenkbar.
[0013] In einer vorteilhaften Ausführung sind die Seilzüge 5 über ausladende Träger 6 geführt
und gelagert. Diese ausladenden Träger 6 sind in der Art von Kranarmen ausgebildet,
über die die Seilzüge 5 laufen und die die Kräfte bei der Schwenkbewegung aufnehmen
und das Gewicht der oberen Tribünenebenen in der oberen Schwenkstellung halten und
sichern.
[0014] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn diese ausladenden Träger 6 gleichzeitig die Dachkonstruktion
bilden und/oder tragen.
[0015] In einer anderen Ausbildungsform der Erfindung bildet die längste Tribünenebene 2
(Haupttribüne) gleichzeitig die Dachkonstruktion, d. h. sie ist wetterdicht ausgebildet
und mit Mitteln zur Ableitung von Niederschlägen ausgerüstet.
[0016] Die Dachkonstruktion kann vorteilhaft verlängert werden, wenn die die Tribünenverkleidung
bildende Bande 9 der längsten Tribünenebene 2 (Haupttribüne) schwenkbar ausgebildet
ist und die Dachkonstruktion in geschwenkten Zustand in den Innenraum verlängert werden
kann. Zudem ist dann die Bandenwerbung auch in dieser Position besser von den Tribünenplätzen
lesbar.
[0017] Die Dachkonstruktion lässt sich noch weiter in den Innenraum verlängern, wenn in
einer besonderen Ausbildung der Erfindung an der längsten Tribünenebene 2 (Haupttribüne)
ausfahrbare Dachelemente angeordnet sind. Diese zusätzlichen Dachelemente sind vorzugsweise
unter der Tribünenebene 2 angeordnet.
[0018] Aus statischen Gründen ist es sinnvoll, an den Pfeilen auf der den Tribünenebenen
entgegengesetzten Seite Verlängerungen 7 anzuordnen bzw. die ausladenden Träger 6
nach außen über die Pfeiler 4 hinaus zu verlängern. Gleichzeitig können an diesen
Verlängerungen 7 statische Gegengewichte angeordnet sein.
[0019] Bevorzugt werden die statischen Gegengewichte unter anderem durch die im Außenbereich
angeordneten Treppenaufgänge und Versorgungsräume 12 gebildet.
[0020] In Abhängigkeit von den Abmessungen der oberen Tribünenebenen 2 und 3, sind an den
oberen Tribünenebenen 2 und 3 zusätzliche fest und/oder schwenkbar angeordneten Stützen
10 zur Lastabführung angebaut. Bei der schwenkbaren Ausführung ist für die Zuschauer
eine bessere Sicht von der unteren Tribünenebene 1, der Basistribüne möglich.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform ist in der längsten Tribünenebene 2 die notwendige
Beleuchtungstechnik angeordnet, die dann bei nach oben geschwenkter Stellung der Haupttribüne
einsetzbar ist.
[0022] Insbesondere bei der bevorzugten Nutzung sowohl als Leichtathletik und Fußballstadion
sind nur zwei Tribünenebenen 1 und 2 übereinander angeordnet. Die Tribünenebene 2
(Haupttribüne) überspannt in diesem Fall die Tribünenebene 1 (Basistribüne) und die
sich daran anschließende Wettkampfbahn (Aschenbahn bzw. Tartanbahn).
[0023] In einer besonderen Ausführungsform sind die schwenkbaren Tribünenebenen (2 und 3)
zwischen den Pfeilern (4) hindurch geführt und weiter über die Schwenkpunkte 8 hinaus
verlängert ausgebildet. Dadurch ist es möglich zusätzliche Sitzreihen anzuordnen und
die Platzkapazität weiter zu vergrößern. Des weiteren wirken diese weiteren Sitzreihen
als Gegengewichte.
[0024] In einer anderen Ausführungsform sind die Tribünenträger, d. h. die Träger, die die
Tribünenaufbauten tragen, ebenfalls zwischen den Pfeilern 4 hindurch über die Schwenkpunkte
8 hinaus verlängert ausgebildet. Dabei können die Tribünenträger im Bereich jenseits
der Schwenkpunkte selbst als Gegengewichte ausgebildet sein. In der Regel sind die
Tribünenträger Kastenprofile die z. B in ihrem inneren mit festen oder beweglichen
Gegengewichten, die dann als dynamische Gegengewichte wirken ausgebildet sein. Des
weiteren können an den Tribünenträgern weitere zusätzliche dynamische Gegengewichte
angehängt sein.
[0025] Durch die erfindungsgemäße Anordnung von schwenkbaren Tribünenebenen 1 bis 3 ist
es möglich, innerhalb kürzester Zeit die Platzkapazität zu verändern und den Innenraum
in dem die Veranstaltungen stattfinden, den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen. So
ist es z. B. denkbar, vorhandene feste Tribünenanlagen eines Leichtathletikstadions
mit den schwenkbaren Tribünenebenen nachzurüsten. Gegenüber einem Neubau sind so beträchtliche
Kosteneinsparungen möglich. Dabei wird dann die Wettkampfbahn von der Haupttribüne
überdeckt und die Platzkapazität entsprechend vergrößert. Bei Bedarf werden die schwenkbaren
Tribünenebenen nach oben geschwenkt und die Wettkampfbahn kann benutzt werden
[0026] Die Erfindung soll nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert werden.
- Figur 1
- zeigt im Querschnitt drei übereinander angeordneten Tribünenebenen gemäß Anspruch
1, wobei die beiden oberen Tribünenebenen 2 und 3 schwenkbar ausgebildet sind
- Figur 2
- zeigt im Querschnitt eine bevorzugte Ausführungsform mit zwei übereinander angeordneten
Tribünenebenen 1 (Basistribüne) und einer schwenkbaren mittleren Tribünenebene 2 (Haupttribüne),
wie sie insbesondere für die multivalente Nutzung sowohl für Fußballveranstaltungen
als auch für Leichtathletikveranstaltungen ausgebildet ist
- Figur 3
- zeigt im Querschnitt zwei übereinander angeordnete Tribünenebenen 1 (Basistribüne)
und eine schwenkbaren mittlere Tribünenebene 2 (Haupttribüne), in nach oben geschwenkter
Stellung der mittleren Tribünenebene 2 und gleichzeitig nach oben bewegten Schwenkpunkt
8.
[0027] Gemäß Anspruch 1 sind an mehren Pfeilern 4 mehrere Tribünenebenen 1 bis 3 angeordnet.
In Figur 1 ist im Querschnitt die Anordnung von drei Tribünenebenen 1 bis 3 in einem
ersten Ausführungsbeispiel gezeigt. Sinnvollerweise ist die untere Tribünenebene 1,
die sogenannte Basistribüne 1, nicht schwenkbar ausgebildet, sondern in üblicher Bauweise
fest installiert. Am Pfeiler 4, der auch durch eine feste Wandkonstruktion gebildet
werden kann und dessen äußere Form beliebig gestaltet sein kann, sind an Schwenkpunkten
8 die schwenkbare mittlere Tribünenebene 2 als Haupttribüne und die schwenkbare obere
Tribünenebene 3 als obere Tribüne drehbar gelagert. Die obere Tribüne 3 stützt sich
auf der Haupttribüne 2 mittels mehrerer Stützen 10 ab. Die Stützen 10 sind über Drehpunkte
zur Lastableitung angeordnet. Die Haupttribüne 2 stützt sich über die Stützen 11 auf
speziell ausgebildeten Fundamenten ab. Diese Stützen 11 sind hydraulisch betätigbar
und in Sonderausfertigungen teleskopierbar ausgebildet. Mit ihnen sind die Haupttribüne
2 und die obere Tribüne 3 nach oben schwenkbar. Im ausgefahrenen Zustand, d. h. wenn
die Stützen 11 und 10 die beiden Tribünenebenen in einer oberen Stellung stützen,
ist die Basistribüne frei nutzbar. Die Haupttribüne 2 ist zwischen den Pfeilern hindurch
geführt und über die Pfeiler 4 hinaus, d. h. über die Schwenkpunkte 8 hinaus verlängert
ausgebildet. Dadurch ist die Platzkapazität um zusätzliche Sitzreihen erweitert. Außerdem
wirkt diese Konstruktion als dynamisches Gegengewicht. Weitere zusätzliche dynamische
Gegengewichte sind an diesen Verlängerungen der Tribünenträger anordenbar. Dadurch
kann der Kraftaufwand für das nach oben schwenken weiter reduziert werden. Die Tribünenebenen
1 bis 3 sind zum Innenraum hin jeweils mit den Banden 9 versehen.
[0028] In einem weiteren Ausführungsbeispiel an Hand der Figuren 2 und 3 ist eine bevorzugte
Ausführung der Erfindung gezeigt. Figur 2 zeigt im Querschnitt zwei übereinander angeordnete
Tribünenebenen 1 und 2 gemäß Anspruch 16. Die untere Tribünenebene 1, die Basistribüne
ist fest installiert. Darüber ist eine schwenkbare Tribünenebene 2 als Haupttribüne
über Schwenkpunkte 8 mit den Pfeilern 4 verbunden. Als Abschluss der Tribünenebenen
1 und 2 sind zum Innenraum hin Banden 9 angeordnet. Die Haupttribüne 2 stützt sich
über Stützen 10, die wahlweise fest oder schwenkbar an der Haupttribüne befestigt
sind ab und übernehmen die Lastabsicherung bei voll besetzter Haupttribüne 2. Erfindungsgemäß
sind an den Pfeilern 4 ausladende Träger 6 in Richtung des Innenraumes und Verlängerungen
7 in entgegensetzter Richtung angeordnet. Über diese Träger 6 und die Verlängerungen
7 sind die Seilzüge 5 geführt und gelagert. Die Seilzüge 5 können an verschiedenen
Stellen der Haupttribüne 2 befestigt sein. Hier ist eine Ausführung gezeigt, wo die
Seilzüge 5 in vorderen Bereich, d. h. der unteren Reihe der Haupttribüne befestigt
sind. Damit eine ungehinderte Sicht auf den Innenraum möglich ist, können die Seilzüge
5 aushängbar befestigt sein. Sie werden dann bis zur Umlenkung in den ausladenden
Träger 6 eingezogen. Bei Bedarf werden die Seilzüge 5 herabgelassen, eingehängt und
durch aufwickeln der Seilzüge 5 wird die Haupttribüne 2 nach oben bis zu einer Arretierungsstelle
geschwenkt. Sie ist dabei im Schwenkpunkt 8 drehbar gelagert. Aus Platzgründen und
um die freie Sicht von allen Stellen der Basistribüne 1 zu gewährleisten, ist es sinnvoll
auch den Schwenkpunkt 8 höhenverstellbar anzuordnen. Wird der Schwenkpunk 8 mittels
entsprechender technischer Mittel nach oben auf den Pfeilern 4 verschoben, kann die
Haupttribüne 2 unmittelbar bis an die ausladenden Träger 6 nach oben bewegt und arretiert
werden. Diese Stellung der Haupttribüne 2 ist in Figur 3 gezeigt. Damit ist die Wettkampfbahn
(Aschenbahn oder Tartanbahn) die sich unmittelbar an die Bande 9 der Basistribüne
1 zum Innenraum hin erstreckt, einschließlich der Basistribüne 1 frei gegeben und
voll nutzbar. Die Stützen 10 sind in Figur 3 an die Haupttribüne 2 geklappt (nicht
gezeichnet). Da die Haupttribüne ein beträchtliches Gewicht hat, sind hinter den Pfeilern
4 Gegengewichte angeordnet. Als statische Gegengewichte sind bevorzugt die im Außenbereich
angeordneten Treppenaufgänge und Versorgungsräume 12 angeordnet.
[0029] Die Erfindung ist insbesondere anwendbar für die multivalente Nutzung eines Stadions
sowohl für Fußballveranstaltungen, für Leichtathletikveranstaltungen als auch für
andere sonstige Freiluftveranstaltungen.
Liste der verwendeten Bezugszeichen
[0030]
- 1
- untere Tribünenebene - Basistribüne
- 2
- mittlere Tribünenebene - Haupttribüne
- 3
- obere Tribünenebene - obere Tribüne
- 4
- Pfeiler
- 5
- Seilzug
- 6
- ausladender Träger
- 7
- Verlängerung
- 8
- Schwenkpunkt
- 9
- Bande
- 10
- Stützen
- 11
- hydraulisch betätigbare Stützen
- 12
- Treppenaufgänge und Versorgungsräume
1. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung insbesondere mit von innen nach
außen steigenden Traversen,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein oder mehrere Tribünenebenen (1 bis 3) übereinander an zwei oder mehreren Pfeilern
(4) angeordnet sind und die Tribünenebenen (1 bis 3) schwenkbar in einem oder mehreren
Punkten an den Pfeilern (4) angeordnet sind und die Schwenkpunkte (8) fest oder verstellbar
angeordnet sind.
2. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tribünenebenen (1 bis 3) in mehrere nebeneinanderliegende Segmente eingeteilt
sind, die einzeln und unabhängig voneinander schwenkbar sind.
3. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei drei Tribünenebenen die obere Tribünenebene (1) und die untere Tribünenebene
(3) kürzer als die mittlere Tribünenebene (2) ausgebildet ist.
4. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1,2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tribünenebenen (1 bis 3) über Hydraulikelemente und/oder Pneumatikelemente bewegbar
sind.
5. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1,2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tribünenebenen über Seilzüge (5) bewegbar sind.
6. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1, 2, 3 und 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Seilzüge (5) über ausladende Träger (6) geführt und gelagert sind.
7. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die ausladenden Träger (6) gleichzeitig die Dachkonstruktion bilden und/oder tragen.
8. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die längste Tribünenebene (2) gleichzeitig die Dachkonstruktion bildet.
9. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bande (9) der längsten Tribünenebene (2) schwenkbar ist und die Dachkonstruktion
verlängert.
10. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der längsten Tribünenebene (2) ausfahrbare Dachelemente angeordnet sind die Dachkonstruktion
nach innen weiter verlängern.
11. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den Pfeilern (4) oder an den ausladenden Trägern (6) nach außen über die Pfeiler
(4) hinaus Verlängerungen (7) angeordnet sind.
12. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass an den Verlängerungen (7) Gegengewichte angeordnet sind.
13. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gegengewichte durch die im Außenbereich angeordneten Treppenaufgänge und Versorgungsräume
(12) gebildet werden.
14. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die oberen Tribünenebenen (2 und 3) über zusätzliche fest und/oder schwenkbar angeordneten
Stützen (10) abgestützt werden.
15. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der längsten Tribünenebene (2) Beleuchtungstechnik angeordnet ist.
16. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass nur zwei Tribünenebenen (1 und 2) übereinander angeordnet sind.
17. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die schwenkbaren Tribünenebenen (2 und 3) zwischen den Pfeilern (4) hindurch über
die Schwenkpunkte 8 hinaus geführt und weiter geführt sind.
18. Flexible Tribünenanlage zur multivalenten Nutzung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tribünenträger zwischen den Pfeilern 4 hindurch über die Schwenkpunkte 8 hinaus
verlängert ausgebildet sind und diese verlängerten Tribünenträger selbst als Gegengewichte
ausgebildet sind und/oder daran weitere dynamische Gegengewichte angeordnet sind.