[0001] Die Erfindung betrifft eine Handfeuerwaffe mit einer ersten und einer zweiten, von
der ersten unabhängigen, individuellen Kennung. Eine solche Waffe ist etwa aus der
DE-OS 44 33 337 bekannt, bei der neben der üblichen Waffennummer, die in den Rahmen oder das Griffstück
der Waffe grundsätzlich eingeschlagen ist, auch ein Chip vorgesehen ist, der zusätzlich
alle zur Identifizierung der Waffe notwendigen Informationen enthält.
[0002] Die Unterbringung eines Chip im Griffstück einer Waffe ist auch aus der
GB-A-2 340 589 bekannt.
[0003] Bei der bekannten Waffe kann der Chip gegebenenfalls abgenommen werden, so daß sie
sich dann nicht von einer anderen Waffe unterscheidet, die von vorne herein nie einen
Chip aufwies.
[0004] Bekanntlich sind in den meisten Ländern mindestens die Faustfeuerwaffen so weitgehend
registriert, daß bei einer aufgefundenen oder bei einer Straftat verwendeten Waffe
deren Herkunft lückenlos feststellbar ist. So ist erkennbar, welcher Berechtigte (Waffenhändler,
Soldat, Zivilperson) die Waffe als letzter erworben hat und folglich noch immer in
deren Besitz sein müßte. Wurde die Waffe entwendet oder verloren, so müßte dieser
Umstand aktenkundig sein.
[0005] Zum Zwecke der Registrierung weist jede Waffe die schon oben erwähnte Waffennummer
auf, eine aus Ziffern und/oder Buchstaben bestehende, individuelle Kennung, die in
deren Hauptteil eingeschlagen ist, etwa in das Griffstück einer Selbstladepistole.
Diese Kennung wird im folgenden als "Nummer" bezeichnet. Es muß bei einer Waffe, die
aus irgendwelchen Gründen keine Nummer aufweist, eine solche sogar nachträglich eingebracht
werden.
[0006] Soweit das Griffstück aus Metall besteht, wird dieses über eine beträchtliche Tiefe
unter der eingeschlagenen Nummer hinweg verdichtet, so daß das einfache Herausfeilen
der Nummer nicht verhindert, daß diese später wiederhergestellt und abgelesen werden
kann. Wenn aber der entsprechende Abschnitt des Griffstücks ausgeschnitten oder mehrfach
mit gleichartigen Schlagbuchstaben oder -ziffern überstempelt wird, ist die Reproduktion
der Nummer unmöglich oder mindestens sehr schwierig.
[0007] Soweit ein Griffstück aus Kunststoff besteht, ist in diesen eine Metallplatte eingelassen,
die die Nummer trägt. Diese Platte kann herausgefräst werden, ohne die Waffe so unbrauchbar
zu machen, daß nicht noch mindestens einige Schüsse mit ihr abgegeben werden können.
[0008] Um es zumindest zu erschweren, die Identifizierung einer Waffe nachträglich unmöglich
zu machen, ist es bekannt, mindestens Teile der Nummer in alle möglichen Teile einzuschlagen.
Diese Maßnahme diente ursprünglich allerdings dazu, beim militärischen Waffenreinigen
ein Vertauschen von Einzelteilen zu vermeiden.
[0009] Nun ist es bekannt, daß eine geringe Anzahl von Berechtigten ihre Waffen rechtswidrig
an Unberechtigte weitergibt. Wird eine solche Waffe aufgefunden, kann deren Berechtigter
aufgrund der Nummer ohne weiteres ermittelt werden, soweit dies nicht durch Entfernen
oder Unlesbarmachen der Nummer unmöglich gemacht ist.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Handfeuerwaffe derart weiterzuentwickeln,
daß deren Identifizierung stets möglich bleibt, auch wenn Bemühungen unternommen wurden,
die Nummer unleserlich zu machen.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung davon aus, daß es grundsätzlich keine
Möglichkeit gibt, das Entfernen, Überstempeln oder Unkenntlichmachen der Nummer gänzlich
zu verhindern oder einen Chip, wie er eingangs erwähnt ist, zu entfernen oder zu löschen.
[0012] Die Erfindung schlägt daher eine Handfeuerwaffe mit einem Kunststoffgriffstück vor,
mit einem daran einstückig angeformten Abzugsbügel sowie einer ersten, üblichen, ablesbaren
Kennung und einer zweiten, zusätzlichen, von der ersten unabhängigen und individuellen,
ablesbaren Kennung, wobei die zweite Kennung an unauffindbarer Stelle angeordnet oder
nicht als Kennung erkennbar ist, nämlich auf einem als Kennungsträger dienenden Transponder
im Abzugsbügel angeordnet ist.
[0013] Es ist grundsätzlich bekannt, auch eine komplizierte Elektronik in einer Waffe unterzubringen
(
WO-A-01 61268), aber diese Elektronik ist ohne weiteres auffindbar und kann dann manipuliert werden.
[0014] Der Hersteller gibt lediglich bekannt, daß er imstande ist, eine Waffe auch dann
noch zu identifizieren, wenn deren Nummer entfernt, verstümmelt oder unleserlich gemacht
ist. Der Hersteller hält aber geheim, auf welche Weise diese Identifizierung erfolgt.
Wird die Waffe von einer Ordnungs- oder Gerichtsbehörde beim Hersteller eingesandt,
dann ermittelt er die geheime Kennzeichnung und kann sie, soweit sie sich von der
Nummer unterscheidet, dieser Nummer aufgrund seiner Herstellungsaufzeichungen zuordnen.
Die Waffe wird dann wieder an die Behörde ausgeliefert, und es wird ihr gleichzeitig
die ursprüngliche Nummer mitgeteilt. Die geheime zweite Identifizierungskennung kann
verbleiben, wo sie ist.
[0015] Es entsteht der Eindruck, die erste, allgemein sichtbare und widerrechtlich entfernte
Nummer sei durch ein besonderes Verfahren wieder lesbar geworden; daß die Identifizierung
aufgrund einer geheimen, zweiten Kennung erfolgte, ist nicht offenbar. Der Straftäter
wird sich daher bemühen, die sichtbare Nummer möglichst gründlich zu entfernen, aber
nicht nach einer zweiten Kennung suchen. Diese braucht daher nicht mit besonderer
Sorgfalt verborgen zu werden, sondern es ist ausreichend, daß sie dem normalen Benutzer
nicht zur Kenntnis gelangt.
[0016] Erfindungsgemäß enthält die zweite Kennung Informationen, aus denen sich die Seriennummer
der Waffe ableiten läßt.
[0017] Diese zweite Kennung ist an der unauffindbaren Stelle angeordnet, so daß ein Benutzer
die zweite Kennung gegebenenfalls zwar erblicken kann, aber daraus nicht ableitet,
er habe eine Kennung vor sich.
[0018] Das Einbringen einer Kennung an einem verborgenen Ort der Waffe bringt allerhand
Schwierigkeiten mit sich. Aus diesem Grunde ist die zweite Kennung auf einem Kennungsträger
angeordnet. Der Kennungsträger kann außerhalb der Waffe gegebenenfalls in einer separatenen
Firma hergestellt und mit der zweiten Kennzeichnung versehen werden und wird dann
im Griffstück der Waffe, nämlich in dessen Abzugsbügel auf dem als Kennungsträger
dienenden Transponder angebracht, wobei die Anbringung erheblich vereinfacht ist.
Der Kennungsträger ist dabei so beschaffen, daß die Kennung nicht von außen sichtbar
oder ohne Hilfsmittel erkennbar ist. Beim Ablesen kann dann der Kennungsträger gegebenenfalls
abgelöst und gelesen werden.
[0019] Es kann aber auch von Vorteil sein, daß der Kennungsträger mit einer Abdeckung versehen
ist (Anspruch 2), die ihn vor der Erkennung schützt und verhindert, daß er erblickt
werden kann. Zum Ablesen der zweiten Kennung kann diese Abdeckung notfalls entnommen
werden. Die Abdeckung schützt den Kennungsträger auch vor Außeneinflüssen, besonders
vor Waffenöl, das ihn zersetzen könnte.
[0020] Bevorzugt ist eine Vertiefung oder Bohrung im Abzugsbügel angeordnet, die den Kennungsträger
aufnimmt und die durch den eingebrachten Kennungsträger selbst oder die obengenannte
Abdeckung derart verschlossen wird, daß nicht erkennbar ist, daß an dieser Stelle
ein Kennungsträger verborgen ist. Diese Vertiefung ist bevorzugt nur nach einer Seite
hin offen, so daß der eingesetzte Kennungsträger dann, wenn er durch eine Abdeckung,
einen Farbfleck oder seine eigene Oberfläche vor Sicht gedeckt ist, selbst bei einer
aufmerksamen Überprüfung der Waffe nicht mehr erkennbar ist.
[0021] Die Aussparung, besonders eine Bohrung, kann als Durchgangsaussparung oder -bohrung
ausgebildet sein, die beiderseits mit einer Abdeckung oder einem ähnlichen Sichtschutz
versehen ist, so daß der Kennungsträger ohne weiteres aus der Aussparung oder Bohrung
herausgeschoben werden kann.
[0022] Erfindungsgemäß ist der Kennungsträger in dem Kunststoff des Abzugsbügels angeordnet,
z.T. ist er in eine Aussparung eingeklebt. Dabei wird der Kennungsträger, wenn er
einen Vorsprung bildet, den Eindruck einer Verstärkung oder eines sonstigen, funktionswesentlichen
Teils des Griffstücks erwecken und von einem Straftäter mit großer Sicherheit nicht
entfernt werden, da von diesem der Kennungsträger für die Funktion der Waffe, besonders
für die Dauerfestigkeit des Griffstücks, für wesentlich angesehen wird.
[0023] Der Kennungsträger ist als ein Transponder ausgebildet. Wesentlich ist, daß diese
Kennungsträger keine eigene Stromversorgung haben, sondern beim Abfragen induktiv
erregt und mit Strom versorgt werden. Wesentlich ist auch, daß ein solcher Transponder
auf Distanz abgefragt werden kann, zugleich aber sehr geringe Abmessungen hat und
schließlich erhebliche Informationsmengen bevorraten kann. Der Transponder kann somit
in den Abzugsbügel des Kunststoffgriffstücks zur Gänze eingelassen bleiben, während
er abgefragt wird.
[0025] Das Abfragegerät kann eine Aufnahme für das Griffstück oder Gehäuse haben, sowie
mehrere Fühler oder Antennen, und es braucht nicht erkennbar zu sein, welcher der
Fühler oder welche der Antennen beim Abfragen erregt wird. Somit wird es auch beim
Abfragen nicht erkennbar, wo der Transponder untergebracht ist. Es ist also möglich,
an die Ordnungsbehörden Lesegeräte auszuliefern, mittels deren die erfindungsgemäßen
Handfeuerwaffen untersucht werden können, um deren zweite Kennung zu ermitteln. Diese
Lesegeräte lassen aber keinen Rückschluß darüber zu, an welcher Stelle der Waffe der
Transponder oder Chip sitzt.
[0026] Schließlich ist es auch denkbar, den Transponder in den Abzugsbügel des Griffstücks
bei dessen Herstellung mit einzuspritzen, soweit dieser Kennungsträger ausreichend
temperaturbeständig ist.
[0027] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist der Transponder zylindrisch
oder eckig. Er könnte etwa in einer Sackbohrung sitzen. Eine solche Sackbohrung ist
mit einfachsten Mitteln in das Griffstück oder Gehäuse einbringbar. Wenn der Transponder
in der Bohrung sitzt, ist die durch den Transponder oder einen Stopfen abgedeckte
bzw. verschlossene Sackbohrung als solche nicht mehr erkennbar; die noch sichtbaren
Spuren könnten genauso Spuren eines Formstempels sein.
[0028] Da die entsprechenden Transponder sehr klein sind, ist eine Bohrung mit ca. 2,5 mm
Durchmesser und 10 mm Länge ausreichend.
[0029] Es ist grundsätzlich möglich, die zweite, geheime Kennung auf die erste, vorhandene
abzustimmen, so daß beide kennungen miteinander übereinstimmen. Dies ist aber zunächst
oft sehr schwierig zu realisieren und würde außerdem die Geheimhaltungskette durchlöchern,
da auf diese Weise mehr Personen mit der geheimen Kennzeichnung in Kontakt kämen,
als dies unbedingt notwendig wäre. Gemäß der Erfindung sind die beiden Kennungen unterschiedlich.
Dabei werden z.B. vorprogrammierte Transponder geliefert und mit kleinstmöglichem
Aufwand in die Waffen eingesetzt. Anschließend werden mittels eines Lesegerätes die
Transponder abgelesen und in einer Liste der eingeschlagenen Nummer der Waffe zugeordnet.
Das Lesegerät kann aber, wie schon oben vermerkt, so ausgebildet werden, daß ihm die
Lage des Transponders nicht entnommen werden kann.
[0030] Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Herstellung einer Handfeuerwaffe nach
Anspruch 3, wie sie voranstehend beschrieben ist, wobei das Verfahren, dadurch gekennzeichnet
ist, dass mit einer Kennung vorprogrammierte Transponder bereitgestellt werden, das
Waffengriffstück oder -gehäuse mit einer ersten üblichen Kennung versehen wird, in
den Abzugsbügel der Handfeuerwaffe eine Ausnehmung, deren Maße denen des Transponders
entsprechen, eingebracht wird, ein Transponder in die Ausnehmung eingelassen wird,
und dass dann die Kennung des Transponders in einem Lesegerät abgelesen und als zusätzliche
zweite Kennung der ersten Kennung zugeordnet wird.. Dieses Verfahren wurde bereits
voranstehend beschrieben und hat den Vorteil, daß die Geheimhaltung bestens gewährleistet
ist, so daß keine Informationen aus der Firma nach außen gelangen, die Waffen hätten
eine zweite Kennung, und wo diese Kennung angeordnet wäre. Die Öffentlichkeit, auch
die Behörden, brauchen nur zu wissen, daß es dem Hersteller gelingt, auch völlig entfernte
Nummern noch abzulesen. Daß dies auf dem Umweg über eine geheime zweite "Nummer" geschieht,
braucht Außenstehenden nicht bekannt zu sein.
[0031] Der in die Ausnehmung, etwa eine Sackbohrung, eingeführte Transponder wird bevorzugt
durch einen Deckel oder einen Anstrich verdeckt oder von vorneherein eingegossen oder
eingespritzt (Anspruch 6). Anschließend kann, wenn die Bohrung oder Ausnehmung, die
den Transponder aufnimmt, von der Außenoberfläche ausgeht, die übliche oder eine zusätzliche
Oberflächen-Nachbearbeitung des Griffstücks durchgeführt werden, so daß die Ausnehmung
oder Bohrung unauffindbar verborgen ist.
[0032] Insgesamt wird somit eine Handfeuerwaffe geschaffen, die zusätzlich zur üblichen
Seriennummer an verborgener Stelle einen Transponder aufweist, der identifizierende
Informationen enthält, die der genannten Seriennummer zuordenbar sind. Da es dem Publikum
unbekannt ist, daß ein solcher Transponder oder Chip vorhanden ist, und da er auch
nicht sichtbar ist, bleibt er aller Wahrscheinlichkeit nach unerkannt, auch wenn die
Seriennummer der Waffe entfernt oder unkenntlich gemacht wird, so daß diese Seriennummer
jederzeit rekonstruiert werden kann.
[0033] Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der beigefügten, schematischen Zeichnung
beispielsweise noch näher erläutert. In dieser zeigt:
Fig. 1 die Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Selbstladepistole, und
Fig. 2 eine Teilansicht aus der Richtung II in Fig. 1.
[0034] In Fig. 1 ist eine Selbstladepistole in Seitenansicht gezeigt, mit einem Griffstück
1, das überwiegend aus Kunststoff besteht und an dem ein Abzugsbügel 3 einstückig
angeformt ist.
[0035] Der Abzugsbügel 3 weist eine vordere Griff-Fläche auf, um beim Schießen mit der Hand,
die nicht den Griff der Pistole umfaßt und zusätzlich die Pistole von vorne her stützt,
eine zuverlässige Anlagefläche zu geben. Da diese Anlagefläche im wesentlichen geradlinig
verläuft und nur an der Unterseite nach vorne vorspringt, um ein Abrutschen zu verhindern,
weist der Abzugsbügel vorne und unten eine Verdickung auf, wie sie auch bei anderen
Pistolen dieser Art erkennbar ist.
[0036] In dieser Verdickung sitzt eine Sack-Querbohrung, die von der Oberfläche der Waffe
ausgeht, die in Fig. 1 sichtbar ist. In dieser Querbohrung sitzt ein kleiner Transponder
5, der bevorzugt dort eingeklebt ist. Über dem Transponder sitzt eine eine Abdeckung
7, die bündig mit der Außenoberfläche des Abzugsbügels 3 abschließt.
[0037] Die gezeigte Pistole, genauer gesagt, ihr Griffstück 1, weist außerdem eine übliche
Seriennummer 9 auf, die von unten her sichtbar ist und in eine Metallplatte (nicht
gezeigt) eingeschlagen ist, die in den Kunststoff des Griffstücks 1 fest mit eingegossen
ist. Diese Metallplatte liegt nach unten offen und könnte von unten her mit einem
in einer Fräsmaschine eingespannten, einem Fingerfräser ähnelnden Schleifwerkzeug
so weit abgetragen werden, daß die Seriennummer völlig entfernt und auch nicht mehr
rekonstruierbar ist.
[0038] In diesem Falle wird das Griffstück 1 mit seinem Abzugsbügel in ein Lesegerät (nicht
gezeigt) gehalten, das die Informationen erfaßt, die auf dem Transponder 5 gespeichert
sind. Diese Informationen wurden bereits bei der Herstellung der Waffe werkseitig
abgelesen und in einer Liste der Seriennummer zugeordnet. Diese Seriennummer ist somit
jederzeit rekonstruierbar, auch wenn sie spurlos entfernt ist.
[0039] Der Transponder ist an einer Stelle eingesetzt, die von Metallteilen möglichst weit
entfernt ist, damit eine ungestörte Ablesung erfolgen kann. Dies ist jedoch nicht
notwendig, und es ist grundsätzlich möglich, auch an anderen, beliebigen Stellen den
Transponder anzubringen, besonders an Stellen, die nicht so ohne weiteres entfernt
werden können wie etwa der Abzugsbügel, der ja einfach abgesägt werden könnte.
1. Handfeuerwaffe mit einem Kunststoffgriffstück (1) mit einem daran einstückig angeformten
Abzugsbügel (3) sowie einer ersten, üblichen, ablesbaren Kennung (9) und einer zweiten,
zusätzlichen, von der ersten unabhängigen und individuellen, ablesbaren Kennung (5),
wobei die zweite Kennung (5) an unauffindbarer Stelle angeordnet ist, nämlich auf
einem als Kennungsträger dienenden Transponder (5) im Abzugsbügel (3).
2. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Transponder (5) mit einer Abdeckung versehen ist.
3. Handfeuerwaffe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Transponder (5) zylindrisch oder eckig ist.
4. Handfeuerwaffe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kennungen (1,5) unterschiedlich sind.
5. Verfahren zur Herstellung einer Handfeuerwaffe nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
- mit einer Kennung vorprogrammierte Transponder (5) bereitgestellt werden,
- das Waffengriffstück (1) oder -gehäuse mit einer ersten üblichen Kennung (9) versehen
wird,
- in den Abzugsbügel (3) der Handfeuerwaffe eine Ausnehmung, deren Maße denen des
Transponders (5) entsprechen, eingebracht wird,
- ein Transponder (5) in die Ausnehmung eingelassen wird, und
- dass dann die Kennung des Transponders (5) in einem Lesegerät abgelesen und als
zusätzliche zweite Kennung der ersten Kennung (9) zugeordnet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der in die Ausnehmung eingeführte Transponder (5) durch einen Deckel (7) oder einen
Anstrich verdeckt, oder eingegossen, bzw. eingespritzt wird.
1. Handgun comprising a plastic grip piece (1) with a trigger guard integrally moulded
thereon (3) as well as a usual first (9) and an additional second (5), independent
of the first, individual readable identification, wherein the second identification
(5) is arranged at an untraceable location, that is to say on a transponder (5) serving
as identification carrier in the trigger guard (3).
2. Handgun according to claim 1, characterized in that the transponder (5) is provided with a cover.
3. Handgun according to claim 1 or 2, characterized in that the transponder (5) is cylindrical or angular.
4. Handgun according to any one of the above claims, characterized in that the two identifications (1, 5) are different.
5. Method for the production of a handgun according to claim 3,
characterized in that
- transponders (5) preprogrammed with an identification are prepared
- the handgun grip piece (1) or - housing is provided with a first usual identification
(9),
- a recess with dimensions corresponding to those of the transponder (5) is produced
in the trigger guard (3) of the handgun,
- a transponder (5) is introduced into the recess
- and in that then the identification of the transponder (5) is read by means of a reading device
and as additional second identification is matched to the first identification (9).
6. Method according to claim 5, characterized in that the transponder (5) introduced in the recess is concealed by a cover (7) or a coat
of paint or is moulded and/or injected.
1. Arme à feu de poing, comprenant une poignée en matière synthétique (1) sur laquelle
un pontet (3) est formé d'une seule pièce, ainsi qu'une première identification (9)
lisible, usuelle, et une deuxième identification (5) lisible, supplémentaire, indépendante
de la première et individuelle, la deuxième identification (5) étant disposée en un
emplacement non décelable, à savoir sur un transpondeur (5) servant de support d'indentification
dans le pontet (3).
2. Arme à feu de poing selon la revendication 1, caractérisée en ce que le transpondeur (5) est muni d'un recouvrement.
3. Arme à feu de poing selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le transpondeur (5) est de forme cylindrique ou anguleuse.
4. Arme à feu de poing selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les deux identifications (1, 5) sont différentes.
5. Procédé de fabrication d'une arme à feu de poing selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
- des transpondeurs (5) préprogrammés avec une identification sont fournis,
- la poignée (1) ou le boîtier de l'arme est pourvu d'une première identification
(9) usuelle,
- un évidement dont les dimensions correspondent à celles du transpondeur (5) est
ménagé dans le pontet (3) de l'arme à feu de poing,
- un transpondeur (5) est inséré dans l'évidement, et
- en ce que, ensuite, l'identification du transpondeur (5) est lue dans un lecteur et est associée
à la première identification (9) en tant que deuxième identifiant supplémentaire.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le transpondeur (5), introduit dans l'évidement, est couvert par un couvercle (7)
ou une enduction, ou est incorporé, par moulage par gravité ou par moulage par injection.