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EP 1 340 623 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.06.2006 Patentblatt 2006/23 |
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Anmeldetag: 07.02.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Oberfläche für Maschinenteile einer Druckmaschine
Surface for parts in a printing machine
Surface pour éléments d'une machine d'impression
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
01.03.2002 DE 10209296
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.09.2003 Patentblatt 2003/36 |
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Patentinhaber: Koenig & Bauer Aktiengesellschaft |
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97080 Würzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Jentzsch, Arndt
01640 Coswig (DE)
- Böttcher, Horst
01169 Dresden (DE)
- Haufe, Helfried
01896 Pulsnitz (DE)
- Mahlting, Boris
01099 Dresden (DE)
- Richter, Holger
01097 Dresden (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 412 219 DE-A- 4 242 620
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DE-A- 2 433 748
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Feuchtwalze für Feuchtwerke in Druckmaschinen mit einer
Beschichtung, bestehend aus einer Trägerschicht mit aufgebrachter hydrophiler Funktionsbeschichtung
wie in Anspruch 1 definiert. Die Feuchtwalze findet insbesondere als Dosierwalze oder
Reiberwalze Verwendung.
[0002] Die Feuchtwalze ist Bestandteil eines Feuchtwerkes, wie es zum Beispiel in Akzidenz-Offsetdruckmaschinen
Verwendung findet. Mit dem Feuchtwerk wird ein Feuchtmittelfilm auf den nichtdruckenden
Partien der Druckplatte erzeugt, der verhindert, dass diese mit Druckfarbe benetzt
werden. Die Entstehung des Feuchtmittelfilms hängt dabei von mehreren Faktoren, insbesondere
der Oberflächenspannung des Feuchtmittels und den Materialeigenschaften der Feuchtwalzen,
ab.
[0003] Die miteinander in Kontakt stehenden Feuchtwalzen schöpfen das Feuchtmittel aus einem
Feuchtmittelreservoir und fördern es zur Druckplatte, auf die es von der Feuchtauftragswalze
in Form eines Filmes aufgetragen wird. Gute Benetzbarkeit der Walzenoberflächen gegenüber
dem Feuchtmittel fördert die Ausbildung eines gleichmäßigen, dünnen und geschlossenen
Filmes auf den nichtdruckenden Partien der Druckplatte. Im Übrigen kann die Menge
der dem Feuchtmittel zur Reduzierung der Oberflächenspannung zugegebenen Zusätze reduziert
werden, wenn das Feuchtwerk einen stabilen Feuchtmittelfilm erzeugt.
[0004] Nach der DE 42 42 620 A1 sind Feuchtwalzen bekannt, die eine durch thermisches Spritzen
applizierte keramische Beschichtung aus den Oxiden oder Oxidgemischen der Elemente
Hafnium, Cer, Titan und Tantal aufweisen.
[0005] Aus der DE 197 27 829 A1 geht eine Feuchtwalze als bekannt hervor, die eine mikroporöse,
plasmanitrierte Edelstahlbeschichtung aufweist. Die Oberflächenschicht wird durch
Plasmanitrieren appliziert.
[0006] Ferner wird gemäß der DE 43 21 183 A1 vorgeschlagen, die Mantelfläche einer Feuchtwalze
mit Zirkonoxid und/oder Yttriummoxid zu beschichten.
[0007] Der Vorteil derartig beschaffener Feuchtwalzen besteht in ihrer guten Verschleißbeständigkeit.
In Bezug auf ihr Benetzungsverhalten gegenüber dem Feuchtmittel erweisen sie sich
jedoch als nicht ausreichend hydrophil.
[0008] In der DE 195 16 051 A1 ist eine Feuchtwalze beschrieben, die eine Beschichtung aufweist,
welche aus einem elastomeren Material mit hydrophilen Gruppen gebildet ist. Als hydrophile
Gruppen finden Carboxylat-, Amido-, Sulfonsäure und/oder Sulfonatgruppen Verwendung.
[0009] Durch diesen Aufbau werden die Benetzungseigenschaften der Walzen verbessert, die
aufgebrachte Beschichtung erweist sich jedoch gegenüber den mit hydrophiler Keramik
beschichteten Walzen als weniger verschleißbeständig.
[0010] Aus den genannten Nachteilen resultiert die Aufgabe der Erfindung, eine Feuchtwalze
mit hydrophiler Mantelfläche zu schaffen, die verschleißbeständig ist und regeneriert
werden kann.
[0011] Zur Lösung der Aufgabe wird eine Feuchtwalze für Feuchtwerke in Druckmaschinen vorgeschlagen,
die den Merkmalen des Anspruchs 1 entspricht. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0012] Die Erfindung baut auf der Erkenntnis auf, dass die chemischen Eigenschaften von
Feuchtwalzen durch Aufbringen spezieller Beschichtungen entscheidend verbessert werden
können, wobei die Beständigkeit der aufgebrachten Beschichtungen gegen Verschleiß
entscheidend von der Verankerung der Beschichtung in der darunterliegenden Schicht
abhängt.
[0013] Dazu sind bei der vorliegenden Erfindung als Verankerungspunkte geeignet geformte
Poren vorgesehen, in die die Funktionsbeschichtung, die in flüssiger Form aufgetragen
wird, eindringen kann, bevor sie durch Trocknen und anschließendes thermisches Nachbehandeln
ausgehärtet wird. Wesentlich ist hierbei, dass die Größe der Poren so eingestellt
ist, dass bei wiederholtem Auftrag der Funktionsbeschichtung noch ausreichend Porenvolumen
zur Verfügung steht, um auch weitere, nach der ersten aufgebrachten, Funktionsbeschichtungen
zu verankern. Damit ist gewährleistet, dass die Oberfläche durch erneutes Beschichten
regeneriert werden kann. Als vorteilhaft hat sich dabei die Ausbildung von Poren mit
unregelmäßigen Durchmessern erwiesen, d.h. dass sowohl die Durchmesser von Pore zu
Pore, wie auch der Durchmesser der einzelnen Poren in einem bestimmten Bereich schwanken.
Eine Oberfläche mit besonders beständigen Eigenschaften lässt sich erzeugen, wenn
auch die Ausrichtung der Poren unregelmäßig ist und die Poren insbesondere nicht radial
zur Zylinderachse verlaufen.
[0014] Eine diesen Forderungen genügende Porenstruktur lässt sich in einfacher Weise durch
thermisches Spritzen erzeugen.
[0015] Anhand des nachfolgenden Ausführungsbeispiels soll die Erfindung näher erläutert
werden. Es zeigt
- Fig. 1
- die schematische Darstellung eines Vierwalzenfeuchtwerkes,
- Fig. 2
- die schematische Darstellung eines kombinierten Farb-/Feuchtwerks,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt aus der Oberfläche einer Feuchtwalze mit Poren und
- Fig. 4
- die erfindungsgemäße Oberfläche, bestehend aus einer Trägerschicht mit aufgebrachter
zweischichtiger Funktionsbeschichtung.
[0016] Die erfindungsgemäße Feuchtwalze kann in beliebigen Feuchtwerkstypen Verwendung finden.
Stellvertretend für diese sind in den Fig. 1 und 2 ein Vierwalzenfeuchtwerk und ein
kombiniertes Farb-/Feuchtwerk dargestellt. Bei beiden Feuchtwerken wird das Feuchtmittel
13 aus einem Feuchtmittelbehälter 12 mittels einer Tauchwalze 8 geschöpft und in Form
eines Filmes über die Mantelfläche der der Tauchwalze 8 nachgelagerten Walzen 9, 10,
11 zum Plattenzylinder 7 transportiert und mit der Feuchtauftragswalze 10 als dünner
Film auf der Druckplatte aufgebracht. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Feuchtwerkstyp
ist die erfindungsgemäße Feuchtwalze als Tauchwalze 8 und als Feuchtreiberwalze 11
eingesetzt. Bei einem Feuchtwerk der in Fig. 2 dargestellten Art kommt die erfindungsgemäße
Feuchtwalze als Übertragungswalze 9 zum Einsatz.
[0017] Die Feuchtwalze besteht aus einem gegossenen Grundkörper, auf dem eine beispielsweise
im Plasmabeschichtungsverfahren erzeugte Trägerschicht 1 appliziert ist (siehe hierzu
Figur 3). Diese wird unter Verwendung von metallischen oder metalloxidischen Pulvern,
die vorzugsweise Korngrößen zwischen 5 und 50 µm aufweisen, hergestellt. Zwischen
Trägerschicht 1 und Grundkörper kann eine in den Figuren nicht dargestellte Haftvermittlerschicht
vorgesehen sein.
[0018] Durch die gezielte Einstellung der Parameter beim Plasmaspritzen entstehen dabei
in zufälliger Verteilung unausgerichtete Poren 2 in der Trägerschicht 1, die in ihrer
Größe variieren und Durchmesser von 5 bis 10 µm aufweisen. In Abhängigkeit von den
Parametern bei der Beschichtung können auch Mikrorisse auftreten.
[0019] Wie aus der Figur 4 ersichtlich, ist auf der Trägerschicht 1 eine Funktionsbeschichtung
5, 6 wie in vorliegendem Anspruch 1 definiert vorgesehen.
[0020] Die Funktionsbeschichtung 5, 6 kann einschichtig oder mehrschichtig ausgeführt sein.
Ihre Gesamtschichtdicke ist kleiner als der Durchmesser der Poren 2 des Trägermaterials,
d.h. dass die aussummierte Dicke der sich im Inneren der Poren 2 gegenüberliegenden
Bereiche der Funktionsbeschichtung 5, 6 stets kleiner als der Porendurchmesser ist.
[0021] Als Beschichtungsmaterial werden modifizierte anorganische Nanosole verwendet.
[0022] Die modifizierten anorganischen Nanosole bestehen aus mindestens zwei Komponenten.
Zur ersten Komponente gehören anorganische oxidische Nanopartikel von Elementen der
II.-V. Haupt- und Nebengruppe des Periodensystems oder deren Gemische. Das sind vorzugsweise
Nanopartikel, bestehend aus SiO
2, TiO
2, Al
2O
3 oder deren Gemische in wässrigen, alkoholischen oder daraus gemischten Lösungsmitteln.
[0023] Die zweite Komponente besteht aus dem Beschichtungsmaterial zumischbaren Additiven
zur Erreichung des hydrophilen Verhaltens und Erhöhung der Oberflächenenergie der
Beschichtung.
[0024] Als Additive werden vorzugsweise eingesetzt:
― Tensid-Verbindungen, bestehend aus langkettigen Alkyl- oder Fluoralkylresten mit
mehr als 8 Kohlenstoffatomen und ein oder mehreren positiv oder negativ geladenen
ionischen Endgruppen (z.B. 8% Cetyltrimethylammoniumbromid CTAB oder 2% Natriumdodecylsulfat
oder 15% Perfluoralkylsulfonat FT2)
― Polysiloxan-Verbindungen mit hydrophilen Seiten- oder Endgruppen, vorzugsweise Ethylenoxid-
oder Alkoholgruppen (z.B. 16% Polysiloxan NM4 oder 50% Polysiloxan A200)
― organische Polymere mit positiv oder negativ geladenen ionischen Seiten- oder Endgruppen
(z.B. 2% Polystyrensulfonat 3000)
― wasserlösliche Mono-, Oligo- und Polysaccharid-Verbindungen und Derivate (z.B. 20%
Sorbit)
― anorganische Iso- und Heteropolysäuren (z.B. 20% P2O5)
[0025] Dabei können die oben genannten Additive einzeln oder in Kombination von zwei oder
mehreren eingesetzt werden.
[0026] Die Beschichtung ist in einfacher Weise unter Anwendung des Sol-Gel-Verfahrens zu
erzeugen. Dazu wird das erzeugte Nanosol durch bekannte Beschichtungsverfahren, wie
Sprüh-, Streich-, Tauch-, Schleuder- oder Tauchbegussbeschichtung, mit definierter
Beschichtungsdicke aufgebracht. Die Beschichtungslösung verteilt sich gleichmäßig
auf der Oberfläche der Trägerschicht 1 und dringt auch in das Innere der Poren 2 in
der Trägerschicht 1 ein, ohne jedoch die Poren 2 zuzusetzen.
[0027] In ihrem Bestreben, das extrem große Oberflächen/Volumenverhältnis zu reduzieren,
orientieren sich die Nanopartikel und das Sol geliert. Der Schicht wird im weiteren
Verlauf durch Trocknung das Lösungsmittel entzogen. Die angetrocknete Schicht wird
anschließend durch Tempern fixiert. Die Temperaturen betragen dabei vorzugsweise zwischen
120 und 200°C. Werden als Additive anorganische Iso- oder Heteropolysäuren verwendet
(siehe oben, letzter Anstrich) so kann die Temper-Temperatur bis 600°C betragen.
[0028] Sollte sich die Funktionsbeschichtung 5, 6 durch mechanischen Verschleiß abnutzen,
kann der Beschichtungsprozess wiederholt werden. Die Poren 2 bieten auch für weitere
Beschichtungsprozesse ausreichend Angriffspunkte für die Verankerung der Funktionsbeschichtung
5, 6. Damit ist es möglich, die Oberfläche und damit auch deren Eigenschaften zu regenerieren.
Bezugszeichenliste
[0029]
- 1
- Trägerschicht
- 2
- Pore
- 3
- Profilhöhe
- 4
- Profiltiefe
- 5
- Ersterzeugte Funktionsbeschichtung
- 6
- Regenerierte Funktionsbeschichtung
- 7
- Plattenzylinder
- 8
- Tauchwalze
- 9
- Übertragungswalze
- 10
- Feuchtauftragswalze
- 11
- Feuchtreiberwalze
- 12
- Feuchtmittelbehälter
- 13
- Feuchtmittel
1. Feuchtwalze für Feuchtwerke in Druckmaschinen mit einer Beschichtung, bestehend aus
einer Trägerschicht (1) mit Poren (2) und einer auf der Trägerschicht aufgebrachten
ein- oder mehrschichtigen hydrophilen Funktionsbeschichtung (5, 6), deren Gesamtschichtdicke
kleiner ist als der Durchmesser der Poren (2) der Trägerschicht (1) und die in den
Innenraum der Poren (2) eindringt ohne diese zuzusetzen, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsbeschichtung eine aus mit Additiven modifizierten anorganischen nanokristallinen
Partikeln im Sol-Gel-Verfahren erzeugte Nanosolbeschichtung ist.
2. Feuchtwalze nach Anspruch 1, wobei die Poren (2) Durchmesser im Bereich von 5 bis
10 µm aufweisen.
3. Feuchtwalze nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Trägerschicht (1) durch thermisches
Spritzen aufgebracht ist.
4. Feuchtwalze nach Anspruch 3, wobei die Trägerschicht (1) durch Plasmabeschichtung
mit metallischen oder metalloxidischen Pulvern der Korngrößen von 5 bis 50 µm aufgebracht
ist.
5. Feuchtwalze nach Anspruch 1, wobei die Nanosol-Beschichtung durch Sprüh-, Streich-,
Tauch-, Schleuder- oder Tauchbegussbeschichtung aufgebracht ist.
6. Feuchtwalze nach Anspruch 1, wobei die nanokristallinen Partikel aus Oxiden der Elemente
der II. bis V. Haupt- und Nebengruppe oder deren Gemischen bestehen.
7. Feuchtwalze nach Anspruch 1, wobei die nanokristallinen Partikel aus Siliziumoxid,
Titanoxid oder Aluminiumoxid oder aus Gemischen der genannten Oxide bestehen.
8. Feuchtwalze nach Anspruch 1, wobei als Additive Tensid-Verbindungen aus langkettigen
Alkyl- oder Fluoralkylresten mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen und ein oder mehreren
positiv oder negativ geladenen ionischen Endgruppen eingesetzt werden.
9. Feuchtwalze nach Anspruch 1, wobei als Additive Polysiloxan-Verbindungen mit hydrophilen
Seiten- oder Endgruppen, vorzugsweise Ethylenoxid- oder Alkoholgruppen eingesetzt
werden.
10. Feuchtwalze nach Anspruch 1, wobei als Additive organische Polymere mit positiv oder
negativ geladenen ionischen Seiten- oder Endgruppen eingesetzt werden.
11. Feuchtwalze nach Anspruch 1, wobei als Additive wasserlösliche Mono-, Oligo- und Polysaccharid-Verbindungen
und Derivate eingesetzt werden
12. Feuchtwalze nach Anspruch 1, wobei als Additive anorganische Iso- und Heteropolysäuren
eingesetzt werden
13. Feuchtwalze nach einem der Patentansprüche 1 bis 11, wobei die Funktionsbeschichtung
mittels thermischer Nachbehandlung bei Temperaturen von vorzugsweise 120 bis 200°C
fixierbar ist.
14. Feuchtwalze nach den Anspruch 12, wobei die Funktionsbeschichtung mittels thermischer
Nachbehandlung bis maximal 600°C fixierbar ist.
15. Feuchtwalze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trägerschicht (1) räustrukturiert
ist.
1. Moistening roller for moistening mechanisms in printing machines with a coating, consisting
of a carrier layer (1) with pores (2) and a single-layer or multi-layer hydrophilic
functional coating (5, 6) which is applied to the carrier layer and has an overall
layer thickness smaller than that of the diameter of the pores (2) of the carrier
layer (1) and which penetrates into the interior space of the pores (2) without clogging
these, characterised in that the functional coating is a nanosol coating produced in the sol gel method from anorganic
nanocrystaline particles modified by additives.
2. Moistening roller according to claim 1, wherein the pores (2) have diameters in the
range of 5 to 10 microns.
3. Moistening roller according to claim 1 or 2, wherein the carrier layer (1) is applied
by thermal spraying.
4. Moistening roller according to claim 3, wherein the carrier layer (1) is applied by
plasma coating with metallic or metal-oxidic powders with the grain size of 5 to 50
microns.
5. Moistening roller according to claim 1, wherein the nanosol coating is applied by
spray coating, wipe coating, immersion coating, spin coating or immersion slip coating.
6. Moistening roller according to claim 1, wherein the nanocrystalline particles consist
of oxides of the elements of the II to IV main and secondary groups or mixtures thereof.
7. Moistening roller according to claim 1, wherein the nanocrystalline particles consist
of silicon oxide, titanium oxide or aluminium oxide or mixtures of the said oxides.
8. Moistening roller according to claim 1, wherein surfactant compounds of long-chain
alkyl or fluoralkyl residues with more than 8 carbon atoms and one or more positively
or negatively charged ionic end groups are used as additives.
9. Moistening roller according to claim 1, wherein polysiloxane compounds with hydrophilic
side or end groups, preferably ethylene oxide or alcohol groups, are used as additives.
10. Moistening roller according to claim 1, wherein organic polymers with positively or
negatively charged ionic side or end groups are used as additives.
11. Moistening roller according to claim 1, wherein water-soluble monosaccharide, oligosaccharide
and polysaccharide compounds and derivatives are used as additives.
12. Moistening roller according to claim 1, wherein anorganic isopoly and heteropoly acids
are used as additives.
13. Moistening roller according to one of patent claims 1 to 11, wherein the functional
coating is fixable by means of thermal subsequent treatment at temperatures of preferably
120 to 200° C.
14. Moistening roller according to claim 12, wherein the functional coating is fixable
by means of thermal subsequent treatment up to at most 600° C.
15. Moistening roller according to one of the preceding claims, wherein the carrier layer
(1) is roughly structured.
1. Cylindre mouilleur pour le groupe de mouillage de machines d'impression comportant
un dépôt formé d'une couche de support (1) ayant des pores (2) et un revêtement fonctionnel
hydrophile (5, 6) à une ou plusieurs couches sur la couche de support, l'épaisseur
totale du revêtement étant inférieure au diamètre des pores (2) de la couche de support
(1), et ce revêtement pénétrant dans la cavité des pores (2) sans les boucher,
caractérisé en ce que
le revêtement fonctionnel est un revêtement de nanosol généré par un procédé de sol-gel
avec des particules de nanocristaux anorganiques, modifiées par des additifs.
2. Cylindre mouilleur selon la revendication 1, dont les pores (2) ont un diamètre de
l'ordre de 5 à 10 µm.
3. Cylindre mouilleur selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la couche de support
(1) est appliquée par projection thermique.
4. Cylindre mouilleur selon la revendication 3, dont la couche de support (1) est appliquée
par un dépôt au plasma de poudres métalliques ou d'oxydes métalliques d'une granulométrie
de 5 à 50 µm.
5. Cylindre mouilleur selon la revendication 1, dont le revêtement de nanosol est appliqué
par pulvérisation, enduction, immersion, projection ou immersion.
6. Cylindre mouilleur selon la revendication 1, dont les particules de nanocristaux sont
des oxydes des éléments des groupes principaux et auxiliaires II à V ou des mélanges
de ceux-ci.
7. Cylindre mouilleur selon la revendication 1, dont les particules de nanocristaux sont
en oxyde de silicium, oxyde de titane ou oxyde d'aluminium ou des mélanges de ces
oxydes.
8. Cylindre mouilleur selon la revendication 1, dont les additifs sont des combinaisons
tensioactives de radicaux alkyl ou fluoralkyle à chaîne longue ayant plus de 8 atomes
de carbone et un ou plusieurs groupes terminaux à charge ionique positive ou négative.
9. Cylindre mouilleur selon la revendication 1, dont les liaisons additives de polysiloxane
sont utilisées avec des groupes latéraux ou terminaux hydrophiles, de préférence des
groupes oxyéthylène ou des groupes alcool.
10. Cylindre mouilleur selon la revendication 1, dont les additifs sont des polymères
organiques à groupes latéraux ou terminaux ioniques à charge positive ou négative.
11. Cylindre mouilleur selon la revendication 1, dont les additifs sont des combinaisons
solubles dans l'eau de mono, -oligo- ou polysaccharides et leurs dérivés.
12. Cylindre mouilleur selon la revendication 1, dont les additifs sont des iso- ou hétéropolyacides
anorganiques.
13. Cylindre mouilleur selon l'une des revendications 1 à 11, dont le revêtement fonctionnel
est fixé par un traitement thermique de finition à des températures de préférence
de 120 à 200°C.
14. Cylindre mouilleur selon la revendication 12, dont le revêtement fonctionnel est fixé
par un traitement de finition thermique allant au maximum jusqu'à 600°C.
15. Cylindre mouilleur selon l'une des revendications précédentes, dont la couche de support
(1) a été dégagée par mise en structure.

