[0001] Die Erfindung betrifft eine Anlage zur kontinuierlichen Herstellung einer Spinnvliesbahn
aus aerodynamisch verstreckten Filamenten aus thermoplastischem Kunststoff mit einer
Spinnerette, einer Kühlkammer, in die Prozessluft zur Kühlung der Filamente aus einer
Luftzufuhrkabine einführbar ist, einer Verstreckeinheit mit einem Unterziehkanal.
- Der Ausdruck Prozessluft bezeichnet Kühlluft zur Kühlung der Filamente.
[0002] Verfahren und Vorrichtungen zur Filamenterzeugung sind aus der Praxis allgemein bekannt.
Aus
EP 0 334 604 A ist ein Verfahren bekannt, bei dem Filamente nach dem Austritt aus einem Spinnkopf
gekühlt werden. Nach dem Kühlen werden die Filamente unmittelbar über Galetten geführt.
DE 39 29 961 C1 betrifft eine Vorrichtung für die Erzeugung von zwei Fadenscharen aus Filamenten
zur Herstellung von Spinnvliesen. Unmittelbar unterhalb eines Verteilerdoms, aus dem
die Filamente bei der Herstellung austreten, werden Monomere abgesaugt. Im daran angrenzenden
Abschnitt der Vorrichtung nach
DE 39 29 961 C1 erfolgt die Kühlung der Filamente.
[0003] Eine bekannte Anlage der eingangs genannten Art (
DE 196 20 379 C2), von der die Erfindung ausgeht, hat sich grundsätzlich zur Herstellung einer Spinnvliesbahn
aus aerodynamisch verstreckten Filamenten bewährt. Bei dieser Anlage wird die Verstreckeinheit
aerodynamisch entkoppelt von einem Verlegesystem, das einen Diffusor aufweist. Hier
findet eine saubere funktionelle Trennung zwischen der Verstreckeinheit und der Verlegeeinheit
statt. Dazu ist der Unterziehkanal in Bezug auf die Spaltdicke als die Verlegeeinheit
von der Verstreckeinheit aerodynamisch abkoppelnder Sperrluftschacht ausgebildet.
Der Begriff Sperrluftschacht besagt, dass beim Betrieb der Anlage stets Prozessluft
aus dem Unterziehkanal austritt und in den Diffusor eintritt, jedoch mit einem Mengenstrom
und einer kinetischen Energie, die verhindert, dass sich Druckänderungen in der Verlegeeinheit
auf die aerodynamischen Verhältnisse im Anblassystem bzw. in der Kühlkammer störend
auswirken und umgekehrt. Deshalb kann bei dieser Anlage der Kühlvorgang bzw. Anblasvorgang
in der Kühlkammer optimiert werden, ohne dass diese Optimierung den Verlegevorgang
und damit die Spinnvliesbildung störend beeinträchtigt. Umgekehrt kann das Verlegesystem
in Bezug auf die Spinnvliesbildung optimiert werden, ohne dass das Anblassystem bzw.
Kühlsystem Störungen erfährt. Die unter der Spinnerette angeordnete Kühlkammer dieser
Anlage weist im Übrigen ein Anblasgebläse auf, mit dem die Prozessluft zur Kühlung
der Filamente an die Filamente angeblasen wird. - Wenn die Filamentgeschwindigkeit
und die Filamentfeinheit gesteigert werden soll (z.B. Verringerung des Titers auf
Werte deutlich unter 1), stößt man jedoch an die Grenzen dieser bekannten Anlage.
Der bei dieser Anlage durchgeführte Anblasvorgang ist für höhere Durchsätze nicht
geeignet, weil es zu Problemen bei der Filamentbildung kommt. Eine resultierende Eigenbewegung
der Filamente führt dazu, dass sich die Filamente aufeinander zu bewegen und deshalb
nur als Filamentbündel abgelegt werden können. Wenn bei der bekannten Anlage die Luftgeschwindigkeit
zur Steigerung der Filamentgeschwindigkeit erhöht wird, führt dies zu einer Intensivierung
der Kühlung der Filamente. Diese intensive Kühlung bedingt ein frühzeitiges Einfrieren
der Filamente und somit eine Limitierung für die Filamentgeschwindigkeit bzw. für
die Filamentfeinheit.
[0004] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, eine Anlage der
eingangs genannten Art anzugeben, mit der höhere Filamentgeschwindigkeiten und gesteigerte
Filamentfeinheiten erreicht werden können und bei der die vorstehend beschriebenen
Probleme effektiv vermieden werden können.
[0005] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Anlage zur kontinuierlichen
Herstellung einer Spinnvliesbahn aus aerodynamisch verstreckten Filamenten aus thermoplastischem
Kunststoff mit einer Spinnerette, einer Kühlkammer, in die Prozessluft zur Kühlung
der Filamente aus einer Luftzufuhrkabine einführbar ist, einer Verstreckeinheit mit
einem Unterziehkanal, wobei an die Verstreckeinheit eine Verlegeeinheit mit zumindest
einem Diffusor anschließt und mit einer Ablegeeinrichtung zur Ablage der Filamente
zur Spinnvliesbahn, wobei die neben der Kühlkammer angeordnete Luftzufuhrkabine in
zumindest zwei Kabinenabschnitte unterteilt ist, aus denen jeweils Prozessluft unterschiedlicher
Temperatur zuführbar ist und wobei die Verbindung zwischen der Kühlkammer und der
Verstreckeinheit nach außen geschlossen und luftzuführungsfrei ausgebildet ist. -
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Luftzufuhrkabine aus zumindest zwei vertikal
übereinander angeordneten Kabinenabschnitten besteht. Zweckmäßigerweise sind lediglich
zwei Kabinenabschnitte vertikal übereinander angeordnet. - Nach sehr bevorzugter Ausführungsform
der Erfindung ist aus einem ersten Kabinenabschnitt Prozessluft mit einer Temperatur
zwischen 15 °C und 75 °C, vorzugsweise zwischen 18 °C und 70 °C zuführbar und ist
aus einem zweiten Kabinenabschnitt Prozessluft mit einer Temperatur zwischen 15 °C
und 38 °C, vorzugsweise zwischen 18 °C und 35 °C zuführbar. Zweckmäßigerweise sind
der erste und der zweite Kabinenabschnitt vertikal übereinander angeordnet und der
erste Kabinenabschnitt bildet dabei den oberen Kabinenabschnitt und der zweite Kabinenabschnitt
bildet den unteren Kabinenabschnitt. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die aus
dem oberen Kabinenabschnitt zugeführte Luft eine höhere Temperatur als die aus dem
unteren Kabinenabschnitt zugeführte Luft aufweist. Grundsätzlich kann aber auch die
aus dem oberen Kabinenabschnitt zugeführte Luft eine niedrigere Temperatur als die
aus dem unteren Kabinenabschnitt zugeführte Luft aufweisen. Vorzugsweise ist an jeden
Kabinenabschnitt zumindest ein Gebläse für die Zufuhr von Prozessluft angeschlossen.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Temperatur jedes Kabinenabschnittes geregelt
werden kann. Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass die Volumenströme den
einzelnen Kabinenabschnitten der zugeführten Luftströme geregelt werden können. Durch
die Einstellung des Volumenstromes und der Temperatur insbesondere des oberen Kabinenabschnittes
kann die Kühlung der Filamente so verringert werden, dass höhere Filamentgeschwindigkeiten
möglich sind und feinere Filamente gesponnen werden können.
[0006] Bei aus dem Stand der Technik bekannten Anlagen wird die Luftzufuhrkabine üblicherweise
als Anblaskabine bezeichnet. Bei diesen Anlagen findet ein gezieltes Anblasen der
Filamente bzw. des Filamentbündels mit Luft statt. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass bei der erfindungsgemäßen Anlage kein Anblasen der Filamente bzw. des Filamentbündels
stattfindet. Vielmehr wird die Prozessluft von den Filamenten bzw. von dem Filamentvorhang
angesaugt. Mit anderen Worten saugt das Filamentbündel die Prozessluft an, die es
braucht. Es liegt somit im Rahmen der Erfindung, dass die Kühlkammer einem passiven
System entspricht, bei dem ein Anblasen der Filamente nicht stattfindet, sondern lediglich
ein Ansaugen von Prozessluft aus den Kabinenabschnitten erfolgt. Um die einzelnen
Filamente bildet sich jeweils konzentrisch eine Grenzschicht aus Luft auf und aufgrund
des Aufbaus dieser Grenzschichten saugen die Filamente bzw. saugt das Filamentbündel
die Prozessluft an. Die Grenzschichten gewährleisten einen ausreichenden Abstand der
Filamente zueinander. Indem auf eine aktive Anblasung verzichtet wird, kann wirksam
dazu beigetragen werden, dass die Filamente keine Möglichkeiten zu störenden Auslenkungen
haben und keine störenden Relativbewegungen der Filamente zueinander stattfinden.
- Zwischen der Kühlkammer und den Kabinenabschnitten sind zweckmäßigerweise Wabengleichrichter
vorgesehen.
[0007] Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung der Kühlkammer bzw. der Unterteilung der
Luftzufuhrkabine in Kabinenabschnitte und durch die Möglichkeit, Luftströme verschiedener
Temperaturen bzw. verschiedener Volumenströme zuzuführen, kann eine effektive Trennung
bzw. Entkopplung des Bereichs "Spinnen, Kühlung" von dem Bereich "Verstreckung, Unterziehung"
erreicht werden. Mit anderen Worten können die Einflüsse, die Druckänderungen in der
Verstreckeinheit auf die Bedingungen in der Kühlkammer haben, durch die erfindungsgemäßen
Maßnahmen weitgehend kompensiert werden. Diese aerodynamische Entkopplung wird auch
durch weitere nachfolgend behandelte erfindungsgemäße Merkmale unterstützt bzw. gefördert.
[0008] Die Spinnerette der Anlage weist Düsenbohrungen für den Austritt der Filamente auf.
Nach sehr bevorzugter Ausführungsform, der im Rahmen der Erfindung ganz besondere
Bedeutung zukommt, ist der gegenseitige Abstand der Düsenbohrungen der Spinnerette
in der Mitte der Spinnerette größer als in den Außenbereichen. Der Abstand der Düsenbohrungen
in der Düsenplatte der Spinnerette vergrößert sich also von außen zur Mitte hin. Durch
diese Anordnung der Düsenbohrungen kann sehr wirksam ein ausreichender Mindestabstand
zwischen den Filamenten gewährleistet werden.
[0009] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Luftzufuhrkabine mit Abstand zu der Düsenplatte
der Spinnerette angeordnet ist und dass die Luftzufuhrkabine zweckmäßigerweise einige
Zentimeter unterhalb der Düsenplatte angeordnet ist. Nach sehr bevorzugter Ausführungsform
der Erfindung ist zwischen der Düsenplatte und der Luftzufuhrkabine eine Monomerabsaugungsvorrichtung
angeordnet. Die Monomerabsaugungsvorrichtung saugt Luft aus dem Filamentbildungsraum
direkt unterhalb der Düsenplatte ab, wodurch erreicht wird, dass die neben den Polymerfilamenten
austretenden Gase wie Monomere, Oligomere, Zersetzungsprodukte und dergleichen aus
der Anlage entfernt werden können. Im Übrigen kann mit der Monomerabsaugungsvorrichtung
die Luftströmung unterhalb der Düsenplatte kontrolliert werden, die sonst wegen der
indifferenten Verhältnisse nicht stationär sein könnte. Die Monomerabsaugungsvorrichtung
weist zweckmäßigerweise eine Absaugungskammer auf, an die bevorzugt zumindest ein
Absaugungsgebläse angeschlossen ist. Vorzugsweise weist die Absaugungskammer zum Filamentbildungsraum
hin in ihrem unteren Bereich einen ersten Absaugungsschlitz auf. Nach sehr bevorzugter
Ausführungsform weist die Absaugungskammer fernerhin in ihrem oberen Bereich einen
zweiten Absaugungsschlitz auf. Mit der Absaugung durch diesen zweiten Absaugungsschlitz
wird effektiv erreicht, dass sich störende Turbulenzen im Bereich zwischen der Düsenplatte
und der Absaugungskammer nicht bilden können. Zweckmäßigerweise ist der mit der Monomerabsaugungsvorrichtung
abgesaugte Volumenstrom regelbar.
[0010] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass zwischen der Kühlkammer und der Verstreckeinheit
ein Zwischenkanal angeordnet ist, welcher Zwischenkanal vom Austritt der Kühlkammer
zum Eintritt des Unterziehkanals der Verstreckeinheit im Vertikalschnitt keilförmig
zusammenläuft. Zweckmäßigerweise läuft der Zwischenkanal zum Eintritt des Unterziehkanals
im Vertikalschnitt auf die Eintrittsbreite des Unterziehkanals keilförmig zusammen.
Vorzugsweise sind unterschiedliche Steigungswinkel des Zwischenkanals einstellbar.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Geometrie des Zwischenkanals veränderbar
ist, damit die Luftgeschwindigkeit erhöht werden kann. Auf diese Weise können unerwünschte,
bei hohen Temperaturen auftretende Relaxationen der Filamente vermieden werden.
[0011] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das oben genannte technische Problem
effektiv gelöst werden kann und insbesondere die Filamentgeschwindigkeit und die Filamentfeinheit
überraschend gesteigert werden können, wenn die erfindungsgemäßen Maßnahmen verwirklicht
werden. Im Ergebnis werden Vliese mit optisch hoher Qualität erhalten. Der Erfindung
liegt weiterhin die Erkenntnis zugrunde, dass für diese Lösung des technischen Problems
eine aerodynamische Entkopplung der Kühlung der Filamente von der Verstreckung der
Filamente erforderlich ist und dass diese aerodynamische Entkopplung durch Verwirklichung
der beschriebenen erfindungsgemäßen Merkmale erreicht werden kann. Erfindungswesentlich
ist hierfür zunächst die erfindungsgemäße Ausbildung der Kühlkammer bzw. der Luftzufuhrkabine
sowie die Möglichkeit der Regelung verschiedener Temperaturen und Volumenströme der
zugeführten Luft. Zur aerodynamischen Entkopplung tragen aber auch die weiteren vorstehend
erläuterten erfindungsgemäßen Maßnahmen bei. Im Rahmen der Erfindung wird erreicht,
dass die Filamentkühlung funktionssicher von der Filamentverstreckung entkoppelt wird
bzw. aerodynamisch entkoppelt wird. Aerodynamische Entkopplung meint hier, dass sich
Druckänderungen in der Verstreckeinheit zwar auf die Bedingungen in der Kühlkammer
auswirken, dass jedoch durch die Einstellmöglichkeiten in der geteilten Luftzuführung
diese Beeinflussung auf den Faden weitgehend kompensiert werden kann.
[0012] Erfindungsgemäß schließt an die Verstreckeinheit eine Verlegeeinheit mit zumindest
einem Diffusor an. Vorzugsweise ist die Verlegeeinheit bzw. der Diffusor mehrstufig,
bevorzugt zweistufig ausgebildet. Nach sehr bevorzugter Ausführungsform der Erfindung
besteht die Verlegeeinheit aus einem ersten Diffusor und einem daran anschließenden
zweiten Diffusor. Vorzugsweise ist zwischen dem ersten und dem zweiten Diffusor ein
Umgebungslufteintrittsspalt vorgesehen. In dem ersten Diffusor kommt es zu einer Reduzierung
der zur Verstreckung der Filamente notwendigen hohen Luftgeschwindigkeit am Ende des
Unterziehkanals. Daraus resultiert ein deutlicher Druckrückgewinn. Vorzugsweise ist
der Öffnungswinkel a in einem unteren divergierenden Bereich des ersten Diffusors
stufenlos verstellbar. Dazu sind die divergierenden Seitenwände des ersten Diffusors
verschwenkbar. Diese Verstellbarkeit der divergierenden Seitenwände kann in Bezug
auf die Mittelebene des ersten Diffusors symmetrisch oder asymmetrisch erfolgen. Am
Anfang des zweiten Diffusors ist ein Umgebungslufteintrittsspalt vorgesehen. Aufgrund
des hohen Austrittsimpulses aus der ersten Diffusorstufe kommt es zu einem Ansaugen
von Sekundärluft aus der Umgebung durch den Umgebungslufteintrittsspalt. Vorzugsweise
ist die Weite des Umgebungslufteintrittsspaltes einstellbar. Dabei kann der Umgebungslufteintrittsspalt
bevorzugt so eingestellt werden, dass der Volumenstrom der angesaugten Sekundärluft
bis zu 30% des eintretenden Volumenstromes der Prozessluft beträgt. Zweckmäßigerweise
ist der zweite Diffusor höhenverstellbar und zwar bevorzugt stufenlos höhenverstellbar.
Dadurch kann der Abstand zur Ablegeeinrichtung bzw. zum Ablegesiebband variiert werden.
Hervorzuheben ist, dass mit der erfindungsgemäßen Verlegeeinheit aus den beiden Diffusoren
eine effektive aerodynamische Entkopplung zwischen Filamentbildungsbereich und Ablagebereich
erzielt werden kann.
[0013] Grundsätzlich liegt es auch im Rahmen der Erfindung, dass die erfindungsgemäße Anlage
eine Verlegeeinheit ohne Luftleitorgane bzw. ohne Diffusor aufweisen kann. Dann tritt
das Filament-Luft-Gemisch aus der Verstreckeinheit aus und trifft ohne Luftleitorgane
unmittelbar auf die Ablegeeinrichtung bzw. auf das Ablegesiebband. - Weiterhin liegt
es auch im Rahmen der Erfindung, dass die Filamente nach dem Austritt aus der Verstreckeinheit
elektrostatisch beeinflusst werden und dazu entweder durch ein statisches oder dynamisches
Feld geführt werden. Dabei werden die Filamente so aufgeladen, dass eine gegenseitige
Berührung der Filamente verhindert wird. Zweckmäßigerweise werden die Filamente dann
durch ein zweites elektrisches Feld zu einer Bewegung veranlasst, die eine optimale
Ablage zur Folge hat. Die dann eventuell noch an den Filamenten anhaftende Ladung
wird beispielsweise durch ein spezielles leitfähiges Ablegesiebband und/oder durch
geeignete Entladeeinrichtungen von den Filamenten abgeleitet.
[0014] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Ablegeeinrichtung ein kontinuierlich bewegtes
Ablegesiebband für die Spinnvliesbahn aufweist und zumindest eine unter dem Ablegesiebband
vorgesehene Saugeinrichtung. Die zumindest eine Saugeinrichtung ist vorzugsweise als
Sauggebläse ausgebildet. Zweckmäßigerweise handelt es sich dabei um zumindest ein
steuer- und/oder regelbares Sauggebläse. - Nach sehr bevorzugter Ausführungsform der
Erfindung sind in Bewegungsrichtung des Ablegesiebbandes zumindest drei Absaugbereiche
hintereinander angeordnet, wobei ein Hauptabsaugbereich im Ablagebereich der Spinnvliesbahn
angeordnet ist, wobei ein erster Saugbereich vor dem Ablagebereich und wobei ein zweiter
Saugbereich nach dem Ablagebereich angeordnet ist. Der erste Saugbereich ist also
in Produktionsrichtung vor dem Ablagebereich bzw. vor dem Hauptabsaugbereich angeordnet
und der zweite Saugbereich ist dem Ablagebereich bzw. Hauptabsaugbereich in Produktionsrichtung
nachgeordnet. Zweckmäßigerweise wird der Hauptabsaugbereich von dem ersten Saugbereich
und von dem zweiten Saugbereich durch entsprechende Wandungen getrennt. Vorzugsweise
sind die Wandungen des Hauptabsaugbereiches düsenartig ausgebildet. Es liegt im Rahmen
der Erfindung, dass die Sauggeschwindigkeit im Hauptabsaugbereich größer ist als die
Sauggeschwindigkeiten im ersten Saugbereich und im zweiten Saugbereich.
[0015] Mit der erfindungsgemäßen Anlage können im Vergleich zu der eingangs erläuterten
aus dem Stand der Technik bekannten Anlage die Filamentgeschwindigkeit sowie die Filamentfeinheit
beachtlich gesteigert werden. Es können somit höhere Filamentdurchsätze und Filamente
mit feineren Titern erzielt werden. Problemlos ist eine Verringerung des Titers auf
Werte deutlich unter 1 möglich. Die erfindungsgemäße Anlage eignet sich für eine breite
Anwendung insbesondere auch für Polyesterfilamente. Mit der erfindungsgemäßen Anlage
können sehr gleichmäßige homogene Vliese hergestellt werden, die sich durch eine optisch
hohe Qualität auszeichnen.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch eine erfindungsgemäße Anlage,
- Fig. 2
- den vergrößerten Ausschnitt A aus dem Gegenstand der Fig. 1,
- Fig. 3
- den vergrößerten Ausschnitt B aus dem Gegenstand der Fig. 1 und
- Fig. 4
- den vergrößerten Ausschnitt C aus dem Gegenstand der Fig. 1.
[0017] Die Figuren zeigen eine Anlage zur kontinuierlichen Herstellung einer Spinnvliesbahn
aus aerodynamisch verstreckten Filamenten aus thermoplastischem Kunststoff. Die Anlage
weist eine Spinnerette 1 sowie eine unterhalb der Spinnerette 1 angeordnete Kühlkammer
2 auf, in die Prozessluft zur Kühlung der Filamente einführbar ist. An die Kühlkammer
2 schließt ein Zwischenkanal 3 an. Nach dem Zwischenkanal 3 folgt eine Verstreckeinheit
4 mit einem Unterziehkanal 5. An den Unterziehkanal 5 schließt eine Verlegeeinheit
6 an. Unterhalb der Verlegeeinheit 6 ist eine Ablegeeinrichtung in Form eines kontinuierlich
bewegten Ablegesiebbandes 7 zur Ablage der Filamente zur Spinnvliesbahn vorgesehen.
[0018] Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Kühlkammer 2 der Anlage sowie die neben der Kühlkammer
2 angeordnete Luftzufuhrkabine 8. Die Luftzufuhrkabine 8 ist im Ausführungsbeispiel
in einen oberen Kabinenabschnitt 8a und einen unteren Kabinenabschnitt 8b unterteilt.
Aus den beiden Kabinenabschnitten 8a, 8b ist Prozessluft unterschiedlicher Temperatur
zuführbar. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel gelangt aus dem oberen Kabinenabschnitt
8a Prozessluft mit einer Temperatur zwischen 18 °C und 70 °C in die Kühlkammer. Vorzugsweise
gelangt aus dem unteren Kabinenabschnitt 8b Prozessluft mit einer Temperatur zwischen
18 °C und 35 °C in die Kühlkammer 2. Bevorzugt hat die aus dem oberen Kabinenabschnitt
8a austretende Prozessluft eine höhere Temperatur als die aus dem unteren Kabinenabschnitt
8b austretende Prozessluft. Grundsätzlich kann die aus dem oberen Kabinenabschnitt
8a austretende Prozessluft aber auch eine niedrigere Temperatur haben als die aus
dem unteren Kabinenabschnitt 8b austretende Prozessluft. Die Prozessluft wird dabei
im Übrigen von den aus der Spinnerette 1 austretenden und nicht dargestellten Filamenten
angesaugt. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel ist an die Kabinenabschnitte
8a, 8b jeweils ein Gebläse 9a, 9b zur Zuführung von Prozessluft angeschlossen. Es
liegt dabei im Rahmen der Erfindung, dass die Volumenströme der zugeführten Prozessluft
regelbar sind. Erfindungsgemäß ist auch die Temperatur der jeweils in den oberen Kabinenabschnitt
8a oder in den unteren Kabinenabschnitt 8b eintretenden Prozessluft regelbar. Es liegt
im Rahmen der Erfindung, dass die Kabinenabschnitte 8a, 8b sowohl rechts als auch
links von der Kühlkammer 2 angeordnet sind. Die
[0019] linken Hälften der Kabinenabschnitte 8a, 8b sind ebenfalls an die entsprechenden
Gebläse 9a, 9b angeschlossen.
[0020] Insbesondere in der Fig. 2 ist erkennbar, dass zwischen der Düsenplatte 10 der Spinnerette
1 und der Luftzufuhrkabine 8 eine Monomerabsaugungsvorrichtung 27 angeordnet ist,
mit der beim Spinnprozess auftretende störende Gase aus der Anlage entfernt werden
können. Die Monomerabsaugungsvorrichtung 27 weist eine Absaugungskammer 28 sowie ein
an die Absaugungskammer 28 angeschlossenes Absaugungsgebläse 29 auf. Im unteren Bereich
der Absaugungskammer 28 ist ein erster Absaugungsschlitz 30 vorgesehen. Erfindungsgemäß
ist zusätzlich im oberen Bereich der Absaugungskammer 28 ein zweiter Absaugungsschlitz
31 angeordnet. Zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel ist der zweite Absaugungsschlitz
31 schmaler als der erste Absaugungsschlitz 30 ausgeführt. Mit dem zusätzlichen zweiten
Absaugungsschlitz 31 werden erfindungsgemäß störende Turbulenzen zwischen der Düsenplatte
10 und der Monomerabsaugungsvorrichtung 27 vermieden.
[0021] In Fig. 1 ist erkennbar, dass der Zwischenkanal 3 vom Austritt der Kühlkammer 2 zum
Eintritt des Unterziehkanals 5 der Verstreckeinheit 4 im Vertikalschnitt keilförmig
zusammenläuft und zwar zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel auf die Eintrittsbreite
des Unterziehkanals 5. Nach sehr bevorzugter Ausführungsform der Erfindung und im
Ausführungsbeispiel sind unterschiedliche Steigungswinkel des Zwischenkanals 3 einstellbar.
Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel läuft der Unterziehkanal 5 zur Verlegeeinheit
6 hin im Vertikalschnitt keilförmig zusammen. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass
die Kanalweite des Unterziehkanals 5 einstellbar ist.
[0022] Insbesondere in der Fig. 3 ist erkennbar, dass die Verlegeeinheit 6 aus einem ersten
Diffusor 13 und einem daran anschließenden zweiten Diffusor 14 besteht und dass zwischen
dem ersten Diffusor 13 und dem zweiten Diffusor 14 ein Umgebungslufteintrittsspalt
15 vorgesehen ist. Fig. 3 zeigt, dass jeder Diffusor 13, 14 ein oberen konvergierendes
Teil sowie ein unteres divergierendes Teil aufweist. Folglich hat jeder Diffusor 13,
14 eine engste Stelle zwischen dem oberen konvergierenden Teil und dem unteren divergierenden
Teil. Im ersten Diffusor 13 kommt es zu einer Reduzierung der zur Verstreckung der
Filamente notwendigen hohen Luftgeschwindigkeiten am Ende der Verstreckeinheit 4.
Dadurch resultiert ein deutlicher Druckrückgewinn. Der erste Diffusor 13 weist einen
divergierenden Bereich 32 auf, dessen Seitenwände 16, 17 klappenartig verstellbar
sind. Auf diese Weise kann ein Öffnungswinkel
α des divergierenden Bereiches 32 eingestellt werden. Dieser Öffnungswinkel
α liegt zweckmäßigerweise zwischen 0,5 und 3° und beträgt vorzugsweise 1° oder etwa
1°.Der Öffnungswinkel
α ist bevorzugt stufenlos einstellbar. Die Verstellung der Seitenwände 16, 17 kann
sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch zur Mittelebene M erfolgen.
[0023] Zu Beginn des zweiten Diffusors 14 wird durch den Umgebungslufteintrittsspalt 15
Sekundärluft nach dem Injektorprinzip angesaugt. Aufgrund des hohen Austrittsimpulses
der Prozessluft aus dem ersten Diffusor 13 wird die Sekundärluft aus der Umgebung
über diesen Umgebungslufteintrittsspalt 15 angesaugt. Die Weite des Umgebungslufteintrittsspaltes
15 ist zweckmäßigerweise und im Ausführungsbeispiel einstellbar. Weiterhin ist auch
der Öffnungswinkel
β des zweiten Diffusors 14 vorzugsweise stufenlos verstellbar. Außerdem ist der zweite
Diffusor 14 höhenverstellbar eingerichtet. Auf diese Weise kann der Abstand a des
zweiten Diffusors 14 zum Ablegesiebband 7 eingestellt werden. Durch die Höhenverstellbarkeit
des zweiten Diffusors 14 und/oder durch die Verschwenkbarkeit der Seitenwände 16,
17 im divergierenden Bereich 32 des ersten Diffusors 13 kann die Weite des Umgebungslufteintrittsspaltes
15 eingestellt werden. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Umgebungslufteintrittsspalt
15 so eingestellt wird, dass ein tangentiales Zuströmen der Sekundärluft erfolgt.
In der Fig. 3 sind im Übrigen einige charakteristische Abmessungen der Verlegeeinheit
6 eingezeichnet. Der Abstand s
2 zwischen der Mittelebene M und einer Seitenwand 16, 17 des ersten Diffusors 13 beträgt
zweckmäßigerweise 0,8 s
1 bis 2,5 s
1 (s
1 entspricht dabei dem Abstand der Mittelebene M zur Seitenwandung an der engsten Stelle
des ersten Diffusors 13). Der Abstand s
3 der Mittelebene M zur Seitenwandung an der engsten Stelle des zweiten Diffusors 14
beträgt vorzugsweise 0,5 s
2 bis 2 s
2. Der Abstand s
4 der Mittelebene M zur unteren Kante der Seitenwandung des zweiten Diffusors 14 beträgt
1 s
2 bis 10 s
2. Die Länge L
2 hat einen Wert von 1 s
2 bis 15 s
2. Für die Weite des Umgebungslufteintrittsspaltes 15 sind verschiedene variable Werte
möglich.
[0024] Erfindungsgemäß bildet das Aggregat aus Kühlkammer 2, Zwischenkanal 3, Verstreckeinheit
4 und Verlegeeinheit 6, abgesehen von der Luftansaugung in der Kühlkammer 2 und dem
Lufteintritt am Umgebungslufteintrittsspalt 15 ein geschlossenes System.
[0025] Fig. 4 zeigt ein kontinuierlich bewegtes Ablegesiebband 7 für die nicht dargestellte
Spinnvliesbahn. Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel sind in Bewegungsrichtung
des Ablegesiebbandes 7 drei Absaugbereiche 18, 19, 20 hintereinander angeordnet. Im
Ablagebereich der Spinnvliesbahn ist ein Hauptabsaugbereich 19 vorgesehen. Ein erster
Absaugbereich 18 ist vor dem Ablagebereich bzw. vor dem Hauptabsaugbereich 19 angeordnet.
Ein zweiter Absaugbereich 20 ist dem Hauptabsaugbereich 19 nachgeschaltet. Grundsätzlich
kann jedem Absaugbereich 18, 19, 20 ein separates Sauggebläse zugeordnet sein. Es
liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, dass lediglich ein Sauggebläse vorgesehen
ist und dass die jeweiligen Saugbedingungen in den Absaugbereichen 18, 19, 20 mit
Hilfe von Stell- und Drosselorganen eingestellt werden. Der erste Absaugbereich 18
wird durch die Wandungen 21 und 22 begrenzt. Der zweite Absaugbereich 20 wird durch
die Wandungen 23 und 24 begrenzt. Die Wandungen 22, 23 des Hauptabsaugbereiches 19
bilden vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel eine Düsenkontur. Die Absauggeschwindigkeit
im Hauptabsaugbereich 19 ist zweckmäßigerweise höher als die Absauggeschwindigkeiten
im ersten Absaugbereich 18 und im zweiten Absaugbereich 20. Es liegt im Rahmen der
Erfindung, dass die Saugleistung in dem Hauptabsaugbereich 19 unabhängig von den Saugleistungen
im ersten Absaugbereich 18 und im zweiten Absaugbereich 20 gesteuert und/oder geregelt
wird. Die Aufgabe des ersten Absaugbereiches 18 besteht darin, die mit dem Ablegesiebband
7 zugeführten Luftmengen abzuführen und die Strömungsvektoren an der Grenze zum Hauptabsaugbereich
19 orthogonal bezüglich des Ablegesiebbandes 7 auszurichten. Im Übrigen dient der
erste Absaugbereich 18 dazu, hier bereits abgelegte Filamente funktionssicher auf
dem Ablegesiebband 7 zu halten. Im Hauptabsaugbereich 19 soll die mit den Filamenten
mitgeführte Luft ungehindert abströmen können, so dass das Spinnvlies funktionssicher
abgelegt werden kann. Der zweite Absaugbereich 20, der dem Hauptabsaugbereich 19 nachgeschaltet
ist, dient zur Transportsicherung bzw. zum Festhalten des abgelegten Spinnvlieses
auf dem Ablegesiebband 7. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass zumindest ein Teil
des zweiten Absaugbereiches 20 in Transportrichtung des Ablegesiebbandes 7 vor dem
Andrückwalzenpaar 33 angeordnet ist. Zweckmäßigerweise liegt zumindest ein Drittel
der Länge des zweiten Absaugbereicheiches 20, vorzugsweise zumindest die Hälfte der
Länge des zweiten Absaugbereiches 20, bezogen auf die Transportrichtung, vor dem Andrückwalzenpaar
33.
1. Anlage zur kontinuierlichen Herstellung einer Spinnvliesbahn aus aerodynamisch verstreckten
Filamenten aus thermoplastischem Kunststoff mit einer Spinnerette (1), einer Kühlkammer
(2), in die Prozessluft zur Kühlung der Filamente aus einer Luftzufuhrkabine (8) einführbar
ist, einer Verstreckeinheit (4) mit einem Unterziehkanal (5), wobei an die Verstreckeinheit
(4) eine Verlegeeinheit (6) mit zumindest einem Diffusor (13, 14) anschließt und mit
einer Ablegeeinrichtung zur Ablage der Filamente zur Spinnvliesbahn, wobei die neben
der Kühlkammer (2) angeordnete Luftzufuhrkabine (8) in zumindest zwei Kabinenabschnitte
(8a, 8b) unterteilt ist, aus denen jeweils Prozessluft unterschiedlicher Temperatur
zuführbar ist und wobei die Verbindung zwischen der Kühlkammer (2) und der Verstreckeinheit
(4) nach außen geschlossen und luftzuführungsfrei ausgebildet ist.
2. Anlage nach Anspruch 1, wobei aus einem ersten Kabinenabschnitt (8a) Prozessluft mit
einer Temperatur zwischen 15 °C und 75 °C, vorzugsweise zwischen 18 °C und 70 °C zuführbar
ist und wobei aus einem zweiten Kabinenabschnitt (8b) Prozessluft mit einer Temperatur
zwischen 15 °C und 38 °C, vorzugsweise zwischen 18 °C und 35 °C zuführbar ist.
3. Anlage nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der gegenseitige Abstand der Düsenbohrungen
(9) der Spinnerette (1) in der Mitte der Spinnerette (1) größer ist als in den Außenbereichen.
4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei zwischen der Spinnerette (1) und der
Luftzufuhrkabine (8) eine Monomerabsaugungsvorrichtung (27) zur Absaugung von beim
Spinnprozess entstehenden Gasen vorgesehen ist.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zwischen der Kühlkammer (2) und der
Verstreckeinheit (4) ein Zwischenkanal (3) angeordnet ist, welcher Zwischenkanal (3)
vom Austritt der Kühlkammer (2) zum Eintritt des Unterziehkanals (5) der Verstreckeinheit
(4) im Vertikalschnitt keilförmig zusammenläuft und wobei unterschiedliche Steigungswinkel
des Zwischenkanals (3) einstellbar sind.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Verlegeeinheit (6) aus einem ersten
Diffusor (13) und einem daran anschließenden zweiten Diffusor (14) besteht und wobei
zwischen dem ersten Diffusor (13) und dem zweiten Diffusor (14) ein Umgebungslufteintrittsspalt
(15) vorgesehen ist.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Ablegeeinrichtung ein kontinuierlich
bewegtes Ablegesiebband (7) für die Spinnvliesbahn aufweist und zumindest eine unter
dem Ablegesiebband (7) vorgesehene Saugeinrichtung.
8. Anlage nach Anspruch 7, wobei in Bewegungsrichtung des Ablegesiebbandes (7) zumindest
drei voneinander getrennte Absaugbereiche hintereinander angeordnet sind, wobei ein
Hauptabsaugbereich (19) im Ablagebereich der Spinnvliesbahn angeordnet ist, wobei
ein erster Absaugbereich (18) vor dem Ablagebereich und wobei ein zweiter Absaugbereich
(20) hinter dem Ablagebereich angeordnet ist.
9. Anlage nach Anspruch 8, wobei die Saugleistung des Hauptabsaugbereiches (19) unabhängig
von der Saugleistung in dem ersten Absaugbereich (18) und in dem zweiten Absaugbereich
(20) einstellbar ist.
1. Installation for the continuous production of a spunbonded nonwoven web composed of
aerodynamically stretched filaments of thermoplastic plastic, comprising a spinneret
(1), a cooling chamber (2), into which process air can be introduced from an air supply
cubicle (8) in order to cool the filaments, a stretching unit (4) with a drawing-down
channel (5), wherein the stretching unit (4) is adjoined by a laying unit (6) with
at least one diffuser (13, 14), and a depositing device for depositing the filaments
to form the spunbonded nonwoven web, wherein the air supply cubicle (8) arranged next
to the cooling chamber (2) is divided into at least two cubicle sections (8a, 8b),
from each of which process air can be supplied at different temperatures, and wherein
the connection between the cooling chamber (2) and the stretching unit (4) is closed
off from outside and is free of any air supply.
2. Installation according to claim 1, wherein process air at a temperature between 15°C
and 75°C, preferably between 18°C and 70°C, can be supplied from a first cubicle section
(8a), and wherein process air at a temperature between 15°C and 38°C, preferably between
18°C and 35°C, can be supplied from a second cubicle section (8b).
3. Installation according to one of claims 1 or 2, wherein the mutual spacing of the
nozzle bores of the spinneret (1) is greater in the middle of the spinneret (1) than
in the outer regions.
4. Installation according to one of claims 1 to 3, wherein a monomer extraction device
(27) for extracting gases which arise during the spinning process is provided between
the spinneret (1) and the air supply cubicle (8).
5. Installation according to one of claims 1 to 4, wherein an intermediate channel (3)
is arranged between the cooling chamber (2) and the stretching unit (4), which intermediate
channel (3), as seen in vertical section, converges in a wedge-shaped manner from
the outlet of the cooling chamber (2) to the inlet of the drawing-down channel (5)
of the stretching unit (4), and wherein different angles of inclination of the intermediate
channel (3) can be set.
6. Installation according to one of claims 1 to 5, wherein the laying unit (6) consists
of a first diffuser (13) and an adjacent second diffuser (14), and wherein an ambient
air inlet gap (15) is provided between the first diffuser (13) and the second diffuser
(14).
7. Installation according to one of claims 1 to 6, wherein the depositing device comprises
a continuously moving depositing screen belt (7) for the spunbonded nonwoven web,
and at least one suction device which is provided below the depositing screen belt
(7).
8. Installation according to claim 7, wherein at least three separate extraction regions
are arranged one behind the other in the movement direction of the depositing screen
belt (7), wherein a main extraction region (19) is arranged in the depositing region
of the spunbonded nonwoven web, wherein a first extraction region (18) is arranged
upstream of the depositing region, and wherein a second extraction region (20) is
arranged downstream of the depositing region.
9. Installation according to claim 8, wherein the suction power of the main extraction
region (19) can be adjusted independently of the suction power in the first extraction
region (18) and in the second extraction region (20).
1. Installation pour la fabrication en continu d'une nappe de filé-lié composée de filaments
en matière thermoplastique étirés par voie aérodynamique, comprenant une busette (1),
une chambre de refroidissement (2), dans laquelle peut être introduit à partir d'une
cabine d'alimentation en air (8) de l'air de procédé pour le refroidissement des filaments,
une unité d'étirage (4) avec un canal d'étirage inférieur (5), une unité de pose (6)
avec au moins un diffuseur (13, 14) se raccordant à l'unité d'étirage (4), et un dispositif
de dépose pour déposer les filaments en la nappe de filé-lié, la cabine d'alimentation
en air (8), disposée à côté de la chambre de refroidissement (2), étant subdivisée
en au moins deux sections de cabine (8a, 8b), à partir de chacune desquelles peut
être envoyé de l'air de procédé d'une température différente, la liaison entre la
chambre de refroidissement (2) et l'unité d'étirage (4) étant fermée de l'extérieur
et étant réalisée sans alimentation et air.
2. Installation suivant la revendication 1, dans laquelle de l'air de procédé d'une température
comprise entre 15°C et 75°C, de préférence entre 18°C et 70°C, peut être envoyé à
partir de la première section de cabine (8a), de l'air de procédé d'une température
comprise entre 15°C et 38°C, de préférence entre 18°C et 35°C, pouvant être envoyé
à partir de la seconde section de cabine (8b).
3. Installation suivant l'une des revendications 1 et 2, dans laquelle l'écartement mutuel
des trous (9) de la busette (1) est plus grand au centre de la busette (1) que dans
les zones extérieures.
4. Installation suivant l'une des revendications 1 à 3, dans laquelle un dispositif d'aspiration
de monomères (27) est prévu entre la busette (1) et la cabine d'alimentation en air
(8) pour aspirer des gaz formés lors du processus de filage.
5. Installation suivant l'une des revendications 1 à 4, dans laquelle un canal intermédiaire
(3) est disposé entre la chambre de refroidissement (2) et l'unité d'étirage (4),
ce canal (3) convergeant en coin en coupe verticale de la sortie de la chambre de
refroidissement (2) en direction de l'entrée du canal inférieur (5) de l'unité d'étirage
(4), différents angles d'inclinaison du canal intermédiaire (3) étant réglables.
6. Installation suivant l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans laquelle l'unité
de pose (6) se compose d'un premier diffuseur (13) et d'un second diffuseur (14) qui
s'y raccorde, une fente d'admission d'air ambiant (15) étant prévue entre le premier
diffuseur (13) et le second diffuseur (14).
7. Installation suivant l'une des revendications 1 à 6, dans laquelle le dispositif de
dépose présente une toile perforée (7) déplacée en continu pour la nappe de filé-lié
et au moins un dispositif d'aspiration prévu au-dessous de la toile perforée (7).
8. Installation suivant la revendication 7, dans laquelle au moins trois zones d'aspiration
mutuellement séparées sont disposées les unes derrière les autres dans le sens de
déplacement de la toile perforée de dépose (7), une zone d'aspiration principale (19)
étant disposée dans la zone de dépose de la nappe de filé-lié, une première zone d'aspiration
(18) étant disposée en amont de la zone de dépose et une deuxième zone d'aspiration
(20) étant disposée en aval de la zone de dépose.
9. Installation suivant la revendication 8, dans laquelle la puissance d'aspiration de
la zone d'aspiration principale (19) est réglable indépendamment de la puissance d'aspiration
dans la première zone d'aspiration (18) et dans la deuxième zone d'aspiration (20).