[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Heizkessel gemäß den Ausführungsbegriff nach
den Ansprüchen 1 bis 4.
[0002] Ein Heizkessel mit glatten Heizflächen ist zum Beispiel aus der DE 2028253 bekannt.
Bei diesem bekannten Heizkessel ist der ringförmige Abgaszug von der glatten Innenseite
eines wassergekühlten Zylinders durch einen zur Brennkammer hin verschlossenen und
nach unten zum Abgasabzug hin offenen Einbauzylinder ausgefüllt.
[0003] Die Einbuchtungen am Einbauzylinder lassen aber keine Gasmischung zu. Das Gas wird
bei dem erwähnten Einbauzylinder in einem kleinen Querschnitt schnell zum nächsten
Ringspalt geführt. Dies ist dort auch gewollt um Ablagerungen auf den Rippen zu vermeiden.
Das Gewicht eines solchen Einbauzylinders erschwert die immer notwendige Reinigung
erheblich. Zudem führt der nicht gekühlte Einbauzylinder mit großer Wärmekapazität
beim Stillstand des Brenners zu ungünstigen Rückstrahlungen und Stillstandsverlusten.
Erfindung:
[0004] Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gemacht, durch eine kostengünstige Heizkesselgestaltung
einerseits und andererseits eine möglichst gute Ausnutzung der von den Brennstoffen
kommenden Wärme, bei weitgehenster Schonung der Umwelt zu erreichen. Die Lösung dieser
Aufgabe wird in den Ansprüchen 1 bis 4 beschrieben.
[0005] Die Wirbelscheiben bewirken, daß sich die Abgase vor und in den Zwischenräumen, der
Wirbelscheiben, ungehindert verteilen und mischen können, um danach über einen geringen
Widerstand zum nächsten Zwischenraum zu strömen. Während der verhältnismäßig langen
Aufenthaltszeit in den Zwischenräumen geben die Abgase dabei ihre Wärme an den Wärmeträger
ab. Dieser Vorgang wird durch die große Oberfläche der Rippen auf der Wärmeträgerseite
der Brennkammer-und der Abhitzezonenwand begünstigt. Es findet dadurch ein besonders
günstiger Wärmeübergang vom warmen Abgas zum Wärmeträger statt. Die Wirbelscheiben
werden von geeigneten Vorrichtungen, vorzugsweise mittig und mit geringem Raumverlust,
in Strömungsrichtung günstigster Position gehalten.
[0006] Zu Wartungs- und Reinigungszwecken können die Wirbelscheiben, besonders wenn sie
in Pakete zusammengefaßt werden, leicht entnommen und danach wie-der in richtiger
Position eingesetzt werden. Die Wärmeübertragerflächen sind bei entnommenen Wirbelscheiben,
auf der Innenseite der Brennkammerwand und der Abhitzezonenwand gut einsehbar und
können so leicht geprüft werden und sind für eine Reinigung gut zugänglich. Alle möglicherweise
vom Abgaskondensat berührten Teile sind beschichtet und aus Normalstahl gefertigt,
um giftige Schwermetallaustragungen zu vermeiden.
[0007] Die erfindungsgemäßen Heizkesselausbildungen werden anhand der Zeichnung näher erläutert
und zwar zeigt:
Fig.1
[0008] Ein Ausführungsbeispiel eines Heizkessels in vertikaler Bauweise mit einer Brennkammer
und einer darunterliegenden Abhitzezone in senkrechtem Längsschnitt.
Fig.2
[0009] Ein Ausführungsbeispiel eines Heizkessels in horizontaler Bauweise mit einer Brennkammer
und einer dahinter liegenden Abhitzezone in senkrechtem Längsschnitt.
Fig. 3
[0010] Ein Ausführungsbeispiel eines Heizkessels in horizontaler Bauweise mit voneinander
getrennter Brennkammer und Abhitzezone in horizontalem Querschnitt. Im senkrechten
Querschnitt ist die Abhitzezone mit Kondensat- sowie Abgasableitung dargestellt.
Bezugszeichenliste:
[0011]
- 1.
- Brenner oder andere Wärmequelle
- 2.
- Brennkammer
- 3.
- Abhitzezone
- 4.
- Überleitungskanal
- 5.
- Wirbelscheibe
- 6.
- Zwischenraum
- 7.
- Rippe oder Rippen
- 8.
- Kondensatabscheider
- 9.
- Abgasrohr
- 10.
- Rücklaufanschluss
- 11.
- Vorlaufanschluss
- 12.
- Kondensatanschluss
- 13.
- Brennkammerwand
- 14.
- Wärmeträger
- 15.
- Abhitzezonenwand
- 16.
- Isolierung
- 17.
- Auflage
- 18.
- Abstandhalter
- 19.
- Flansch
- 20.
- Halterung
- 21.
- Zentrierhalter
- 22.
- Halter
- 23.
- Abgas- und Kondensatableiter
- 24.
- Brennkammertür
- 25.
- Abhitzezonentür
- 26.
- Wärmeträgermantel
[0012] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Heizkessels in vertikaler Bauweise. Der Brenner
(1) brennt dabei senkrecht in die Brennkammer (2). An diese Brennkammer (2) anschließend
und darunter ist die Abhitzezone (3) angeordnet. Die Wirbelscheiben (5) mit ihren
Zwischenräumen (6) sorgen über die umlaufenden Rippen (7), die mit der Brennkammerwand
(13) und der Abhitzezonenwand (15) auf der Wärmeträgerseite fest verbunden sind, für
einen guten Wärmerübergang an den Wärmeträger (14). Die abgekühlten Abgase verlassen
danach den Heizkessel über den Kondensatabscheider (8) und das Abgasrohr (9). Anfallendes
Abgaskondensat wird über den Kondensatanschluß (12) abgeleitet. Die Wärmeträgerflüssigkeit
tritt über den Rücklaufanschluß (10) in den Wärmeträgerraum ein und tritt beim Vorlaufanschluß
(11) von diesem wieder aus. Der Kondensatabscheider (8) wird mit dem Flansch (19)
am Heizkessel befestigt. Eine Halterung (20) sorgt für die mittige und sichere Auflage
des Abstandhalter (18) der Wirbelscheiben (5). Eine Auflage (17) bewirkt, daß der
Abstandhalter (18) wie vorgesehen in die Halterung (20) eintauchen kann. Einstellbare
Zentrierhalter (21) im oberen Bereich der Abhitzezone (3) sorgen für eine genaue Zentrierung
der Wirbelscheiben (5). Mindestens die erste Wirbelscheibe (5) nach der Brennkammer
(2) ist ganzflächig mit einer Isolierung (16) versehen, um die vom Brenner (1) oder
einem anderen Gerät kommende Wärme abzuleiten.
[0013] Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Heizkessels in horizontaler Bauweise. Ein Brenner
(1) oder eine andere Wärmequelle brennt in die Brennkammer (2). An diese Brennkammer
(2) schließt die Abhitzezone (3) an. Die Wirbelscheiben (5) mit ihren Zwischenräumen
(6) sorgen über die Rippen (7), die mit der Brennkammerwand (13) und der Abhitzezonenwand
(15) auf der Wärmeträgerseite fest verbunden sind, für einen guten Wärmeübergang an
den Wärmeträger (14). Die abgekühlten Abgase verlassen danach den Heizkessel über
den Kondensatabscheider (8) und das Abgasrohr (9). Anfallendes Abgaskondensat wird
über den Kondensatanschluß (12) abgeleitet. Die Wärmeträgerflüssigkeit tritt über
den Rücklaufanschluß (10) in den Wärmeträgerraum ein und tritt beim Vorlaufanschluß
(11) aus diesem wieder aus. Der Kondensatabscheider (8) wird mit dem Flansch (19)
am Heizkessel befestigt. Eine Halterung (20) sorgt für die mittige und sichere Auflage
des Abstandhalters (18) der Wirbelscheiben (5). Eine Auflage (17) bewirkt, daß der
Abstandhalter (18) wie vorgesehen in die Halterung (20) eintauchen kann. Einstellbare
Zentrierhalter (21) im vorderen Bereich der Abhitzezone (3) sorgen für eine genau
Zentrierung der Wirbelscheiben (5). Mindestens die erste Wirbelscheibe (5) nach der
Brennkammer (2) ist ganzflächig mit einer Isolierung (16) versehen, um die vom Brenner
(1) oder von einem anderen Gerät kommenden Wärme abzuleiten. Die Zentrierhalter (21)
verhindern bei horizontaler Bauweise der Abhitzezone (3) gleichzeitig und mit Hilfe
der Halter (22) ein ungewolltes verschieben der Wirbelscheiben (5).
[0014] Fig.3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Heizkessels in horizontaler Bauweise mit voneinander
getrennter Brennkammer (2) und Abhitzezone (3). Ein Überleitungskanal (4) führt die
Heißgase aus der Bennkammer (2) in die mittelbar anschließende Abhitzezone (3). In
der Abhitzezone (3) geben die Abgase in bekannter Weise, wie beschrieben, ihre Wärme
an den Wärmeträger (14) ab. Die Anordnung der Wirbelscheiben (5) mit den Zwischenräumen
(6) ist bei dieser Konstruktion identisch mit der in der Fig. 2 beschriebenen, horizontalen
Ausführung. Die Wirbelscheiben (5) werden in diesem Fall jedoch vom Überleitungskanal
(4) her mit Wärme beaufschlagt. Die Abhitzezone (3) ist an ihrem vorderen Ende mit
einer Tür (25) verschlossen. Die abgekühlten Abgase verlassen über den Abgas- und
Kondensatableiter (23) die Abhitzezone (3). Diese gelangen über den Kondensatabscheider
(8) zum Abgasrohr (9) und verlassen den Kessel. Anfallendes Abgaskondensat wird über
den Kondensatanschluß (12) abgeleitet. Die Wärmeträgerflüssigkeit tritt über den Rücklaufanschluß
(10) im vorderen Bereich der Abhitzezone (3) in den Wärmeträgerraum ein und tritt
beim Vorlaufanschluß (11) im vorderen Bereich der Brennkammer (2) oben wieder aus.
Vorne ist im Bereich der Türen. Der Kondensatabscheider (8) wird mit dem Flansch (19)
am Heizkessel befestigt.
1. Heizkessel für flüssige und gasförmige Brennstoffe mit einem zylinderförmigen Wärmeträgermantel
(26) der eine Brennkammer (2) aufweist sowie, eine an die Brennkammer mittelbar oder
unmittelbar anschließende Abhitzezone (3) besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß in der Abhitzezone (3) nacheinander angeordnete Wirbelscheiben (5) mit Zwischenräumen
(6) angeordnet sind, die mit Hilfe der auf der Wärmeträgerseite der Brennkammer (2)
und der Abhitzezone (3) fest verbundene Rippen (7), wenigstens eine, zur Wärmeübertragung
aufweist.
2. Heizkessel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die ersten Wirbelscheiben (5) in Strömungsrichtung der Abgase mit einer isolierenden
Auflage versehen sind.
3. Heizkessel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Wirbelscheiben (5) aus temperaturbeständigem Material gefertigt sind und die
Abgase im Gleichstrom entgegen der Fließrichtung des Wärmeträgers (14) geführt werden.
4. Heizkessel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärme auch von einem anderen, dem Heizkessel vorgeschalteten Gerät stammen kann.