Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einem Kraftstoffeinspritzsystem für Brennkraftmaschinen nach
der Gattung des Patentanspruchs 1 aus. Ein solches Kraftstoffeinspritzsystem ist beispielsweise
aus der Schrift DE 197 01 879 A1 bekannt und umfaßt einen Kraftstofftank, aus dem
durch eine Hochdruckpumpe Kraftstoff in einen Hochdrucksammelraum gefördert wird.
In dem Hochdrucksammelraum wird durch eine Regeleinrichtung ein vorgegebener Kraftstoffhochdruck
aufrecht erhalten. Von dem Hochdrucksammelraum führen entsprechend der Anzahl der
Brennräume der Brennkraftmaschine Hochdruckzuleitungen zu je einem Kraftstoffeinspritzventil,
wobei das Kraftstoffeinspritzventil durch ein Steuerventil mit der Hochdruckleitung
verbindbar ist. Das Steuerventil und das Kraftstoffeinspritzventil werden hierbei
häufig aus Platzgründen in einem Gehäuse angeordnet. Das Kraftstoffeinspritzventil
umfaßt hierbei eine Ventilnadel, die in einer Bohrung geführt ist und im Brennraum
zugewandten Bereich von einem Druckraum umgeben ist. An der Ventilnadel ist eine Druckfläche
ausgebildet, die vom Kraftstoff im Druckraum beaufschlagt wird, so daß die Ventilnadel
bei Erreichung eines bestimmten Öffnungsdrucks im Druckraum entgegen einer Schließkraft
eine Längsbewegung ausführt und so wenigstens eine Einspritzöffnung freigibt, durch
die Kraftstoff aus dem Druckraum in den Brennraum der Brennkraftmaschine gelangt.
Das Steuerventil des Kraftstoffeinspritzsystems ist als 3/2-Wegeventil ausgebildet,
das in einer Stellung den Hochdrucksammelraum mit der Druckkammer des Kraftstoffeinspritzventils
verbindet und in einer zweiten Stellung die Verbindung zum Hochdrucksammelraum unterbricht
und die Druckkammer mit einem im Ventilkörper ausgebildeten Leckölraum verbindet,
welcher Leckölraum über eine Leitung mit dem Kraftstofftank verbunden ist, so daß
im Leckölraum stets ein niedriger Kraftstoffdruck herrscht. Schaltet das Steuerventil
von der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung, so wird eine Druckwelle
erzeugt, die durch den Zulaufkanal in den Druckraum läuft und dort zu einer Drucküberhöhung
führt, das heißt, daß die Einspritzung des Kraftstoffs mit einem Druck erfolgt, der
deutlich höher ist als der Druck im Hochdrucksammelraum. Hierdurch erhält man hohe
Einspritzdrücke bei einem moderaten Hochdruck im Hochdrucksammelraum und in den Kraftstoffhochdruck
führenden Teilen des Kraftstoffeinspritzsystems. Da der Kraftstoff in den Zuleitungen
durch das geöffnete Steuerventil während der Einspritzung in Bewegung ist, wird er
beim Schließen des Steuerventils abrupt gestoppt, so daß die kinetische Energie des
Kraftstoffs in Kompressionsarbeit umgewandelt wird. Dadurch entstehen Druckschwingungen,
die bei einer der ersten Einspritzung unmittelbar folgenden zweiten Einspritzung die
genaue Dosierung und die exakte Zumessung der Einspritzmenge erschwert, da der Zustand
am Steuerventil aufgrund der Druckschwingungen nicht genau bekannt ist.
[0002] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Kraftstoffeinspritzsystem
zu konstruieren, das eine genaue Dosierung der Einspritzmenge und genau absetzbare
Haupt-, Vor- und Nacheinspritzungen ermöglicht.
Vorteile der Erfindung
[0003] Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzsystem mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1 weist demgegenüber den Vorteil auf, daß die beim Schließen des
Steuerventils, also bei der Unterbrechung der Verbindung zum Hochdrucksammelraum auftretenden
Druckschwingungen durch die Verbindung des ersten Druckraums bzw. der Hochdruckzuleitung
mit einem Dämpfungsraum über eine Drossel abgedämpft werden und somit schnell abklingen.
Das Steuerventil kommt daher nach dem Schließen sehr rasch wieder in einen stationären
Zustand, so daß es möglich ist, in einem engen zeitlichen Abstand zur vorausgegangenen
Einspritzung eine zweite Einspritzung durchzuführen und dabei deren Einspritzmenge
sehr genau kontrollieren zu können. Das Steuerventil ist ein 3/2-Wegeventil in einem
Steuerventilkörper und beinhaltet ein Steuerventilglied, das an einer Steuerbohrung
längsverschiebbar geführt ist. Durch eine radiale Erweiterung der Steuerbohrung sind
in der Steuerbohrung zwei Druckräume ausgebildet, wobei der erste Druckraum mit dem
Hochdrucksammelraum verbunden ist und der zweite Druckraum mit der im Kraftstoffeinspritzventil
ausgebildeten Druckkammer. In Schließstellung des Steuerventilglieds wird in der ersten
Stellung die Verbindung vom ersten zum zweiten Druckraum unterbrochen, und der zweite
Druckraum und damit die Druckkammer ist mit einem Leckölraum verbunden und somit drucklos.
In der Öffnungsstellung des Steuerventilglieds wird die Verbindung vom ersten zum
zweiten Druckraum geöffnet und die Verbindung des zweiten Druckraums mit dem Leckölraum
unterbrochen, so daß der Hochdrucksammelraum mit der Druckkammer verbunden ist.
[0004] Der erste Druckraum ist über eine Drossel mit einem Dämpfungsraum verbunden, so daß
Druckschwingungen, wie sie beim Öffnen und Schließen des Steuerventils im ersten Druckraum
und auch in der Hochdruckzuleitung auftreten, abgedämpft werden. Durch eine geeignete
Ausgestaltung der Drossel läßt sich die Dämpfungs-Charakteristik so einstellen, daß
Druckschwingungen im Druckraum bereits nach wenigen Schwingungsperioden vollständig
abklingen.
[0005] In einer ersten vorteilhaften Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung ist der
Dämpfungsraum als Bohrung ausgebildet, die im Ventilhaltekörper parallel zu dessen
Längsachse verläuft. Dadurch läßt sich der Dämpfungsraum in den bereits bekannten
Kraftstoffeinspritzventilen ohne Umbauten realisieren und ohne daß der Außendurchmesser
des Kraftstoffeinspritzventils geändert werden muß.
[0006] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Ventilhaltekörper gegen den
Steuerventilkörper unter Zwischenlage einer Zwischenscheibe axial verspannt. Die den
Dämpfungsraum bildende Bohrung verläuft zum Teil im Steuerventilkörper, durch die
Zwischenscheibe und, zum größeren Teil, im Ventilhaltekörper. Die Drossel ist in der
Zwischenscheibe ausgebildet, so daß durch Austausch der Zwischenscheibe gegen eine
mit einer anderen Drossel das Kraftstoffeinspritzventil an die Erfordernisse des jeweiligen
angepaßt werden kann, ohne daß am übrigen Kraftstoffeinspritzventil konstruktive Änderungen
erfolgen müssen.
[0007] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung besteht
der Dämpfungsraum aus zwei zueinander parallelen Bohrungsabschnitten, die beide im
Ventilhaltekörper verlaufen. Die beiden Bohrungsabschnitte der Dämpfungsraums sind
durch einen Querkanal miteinander verbunden, so daß sich ein kürzerer Ventilhaltekörper
bei gleichem Volumen der Drosselbohrung realisieren läßt. In einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung sind die beiden Bohrungsabschnitte des Dämpfungsraums durch einen Querkanal
verbunden, der in einer Zwischenscheibe angeordnet ist, welche zwischen dem Ventilhaltekörper
und dem Ventilkörper angeordnet ist. Durch diese Ausgestaltung entfällt eine Querverbindung
der Bohrungsabschnitte innerhalb des Ventilhaltekörpers, welche nur relativ aufwendig,
beispielsweise mit Hilfe eines Fingerfräsers, gefertigt werden kann. Die Ausbildung
der Querverbindung in der Zwischenscheibe ermöglicht es, beide Bohrungsabschnitte
des Dämpfungsraums ausgehend von einer der Stirnseite des Ventilhaltekörpers auszubilden.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung ist
zwischen dem Dämpfungsraum und dem ersten Druckraum ein Schließventil angeordnet,
das die Verbindung vom ersten Druckraum zum Dämpfungsraum nur dann öffnet, wenn eine
Dämpfung erwünscht ist. Die zur Einspritzung mit höchstmöglichem Druck angestrebte
Drucküberhöhung beim Öffnen des Steuerventils wird durch die ständige Verbindung des
ersten Druckraums mit dem Dämpfungsraum etwas erniedrigt. Deshalb unterbricht das
Schließventil die Verbindung des ersten Druckraums zum Dämpfungsraum während der Öffnungsphase
des Steuerventils. Nach Beendigung der Einspritzung wird das Schließventil geöffnet,
so daß die Druckwellen im ersten Druckraum wie bisher schnell abgedämpft werden. Durch
dieses Schließventil erhält man somit einen optimalen Einspritzdruck und gleichzeitig
eine Dämpfung der Druckschwingungen, die eine exakte Dosierung der Einspritzungen
möglich macht.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung wird das Schließventil durch den Druck
im zweiten Druckraum gesteuert. Bei geöffnetem Steuerventil herrscht im zweiten Druckraum
zumindest annähernd derselbe Druck wie im ersten Druckraum und das Schließventil wird
durch diesen Druck geschlossen. Schließt das Steuerventil die Verbindung vom ersten
zum zweiten Druckraum, so fällt der Druck im zweiten Druckraum ab und das Schließventil
öffnet dadurch die Verbindung vom ersten Druckraum zum Dämpfungsraum. Anschließend
erfolgt die Dämpfung der Druckschwingung in der bereits geschilderten Art und Weise.
Die Steuerung durch den Druck im zweiten Druckraum macht eine zusätzliche elektronische
Ansteuerung des Schließventils überflüssig.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Gegenstandes der Erfindung ist
der Steuerventilkörper aus einem harten Stahl gefertigt, während der Ventilhaltekörper,
in dem der Dämpfungsraum ausgebildet ist, aus einem relativ weichen Stahl gefertigt
ist. Im Steuerventilkörper ist das Steuerventil angeordnet, das Dichtflächen enthält,
die einer starken Beanspruchung ausgesetzt sind. Durch die Ausbildung mittels eines
harten Stahls wird der Verschleiß im Bereich des Ventilsitzes des Steuerventils vermindert.
Zur Ausbildung des Ventilhaltekörpers ist hingegen ein weicher Stahl vorteilhaft,
da hier keine Sitz- oder Dichtflächen vorgesehen sind und somit keine starke mechanische
Beanspruchung stattfindet. Der den Dämpfungsraum bildende Hohlraum kann in dem weichen
Stahl kostengünstig und schnell ausgebildet werden.
[0011] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung
sind der Zeichnung, der Beschreibung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0012] In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems
dargestellt. Es zeigt
- Figur 1, ein Kraftstoffeinspritzventil im Längsschnitt und die Kraftstoffhochdruckversorgung
im schematischen Aufbau,
- Figur 2 eine Vergrößerung von Figur 1 im Bereich des Steuerventils,
- Figur 3 derselbe Ausschnitt wie Figur 2 eines weiteren Ausführungsbeispiels,
- Figur 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Kraftstoffeinspritzsystems in derselben
Darstellung wie Figur 1,
- Figur 5 einen Querschnitt durch das in Figur 4 dargestellte Kraftstoffeinspritzventil
entlang der Schnittlinie V-V,
- Figur 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems
im schematischen Aufbau und
- Figur 7 ein Ausschnitt aus Figur 6 eines weiteren Ausführungsbeispiels.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0013] In Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Kraftstoffeinspritzventil im Längsschnitt gezeigt,
das zusammen mit der in der schematisch dargestellten Kraftstoffhochdruckversorgung
und dem ebenso nur schematisch dargestellten Leckölsystem ein Kraftstoffeinspritzsystem
bildet. Aus einem Kraftstofftank 1 wird Kraftstoff über eine Kraftstoffleitung 3 einer
Hochdruckpumpe 5 zugeleitet, die den Kraftstoff unter hohem Druck über eine Zuleitung
7 in einem Hochdrucksammelraum 10 fördert. Im Hochdrucksammelraum 10 wird durch eine
in der Zeichnung nicht dargestellte Regeleinrichtung ein vorgegebener Kraftstoffhochdruck
aufrecht erhalten. Vom Hochdrucksammelraum 10 führen Hochdruckzuleitungen 12 ab, die
mit je einem Kraftstoffeinspritzventil 15 verbunden sind, von denen in der Zeichnung
exemplarisch eines dargestellt ist. Das Kraftstoffeinspritzventil 15 ist mehrteilig
aufgebaut und umfaßt einen Steuerventilkörper 17, in dem ein Steuerventil 50 angeordnet
ist. Gegen den Steuerventilkörper 17 ist ein Ventilhaltekörper 22 unter Zwischenlage
einer Zwischenscheibe 19 mittels einer Spannmutter 20 axial verspannt. Am anderen
Ende des Ventilhaltekörpers 22, das dem Brennraum zugewandt ist, liegt der Ventilhaltekörper
22 unter Zwischenlage einer Ventilzwischenscheibe 24 an einem Ventilkörper 25 an,
welcher Ventilkörper 25 mittels einer Spannmutter 27 gegen den Ventilhaltekörper 22
verspannt ist. Im Ventilkörper 25 ist eine Bohrung 30 ausgebildet, an deren brennraumseitigen
Ende ein im wesentlichen konischer Ventilsitz 36 ausgebildet ist, in dem wenigstens
eine Einspritzöffnung 38 angeordnet ist. In der Bohrung 30 ist eine kolbenförmige
Ventilnadel 32 angeordnet, die in einem brennraumabgewandten Abschnitt der Bohrung
30 dichtend geführt ist und die sich unter Bildung einer Druckfläche 33 dem Brennraum
zu verjüngt. Die Ventilnadel 32 geht an ihrem brennraumseitigen Ende in eine im wesentlichen
konische Ventildichtfläche 34 über, die mit dem Ventilsitz 36 zusammenwirkt und so
in Schließstellung, also bei Anlage am Ventilsitz 36 die Einspritzöffnungen 38 verschließt.
Auf der Höhe der Druckfläche 33 ist durch eine radiale Erweiterung der Bohrung 30
eine Druckkammer 31 ausgebildet, die sich als ein die Ventilnadel 32 umgebener Ringkanal
bis zum Ventilsitz 36 fortsetzt. Die Druckkammer 31 ist über einen im Ventilkörper
25, der Ventilzwischenscheibe 24, dem Ventilhaltekörper 22, der Zwischenscheibe 19
und dem Steuerventilkörper 17 verlaufende Zulaufbohrung 28 mit dem Hochdrucksammelraum
10 verbindbar und somit mit Kraftstoff unter hohem Druck befüllbar.
[0014] In der Ventilzwischenscheibe 24 ist eine zentrale Öffnung 83 ausgebildet, die die
Bohrung 30 mit einem im Ventilhaltekörper 22 ausgebildeten Federraum 40 verbindet.
Der Federraum 40 ist hierbei als Bohrung ausgeführt und koaxial zur Bohrung 30 angeordnet.
Die zentrale Öffnung 83 weist einen geringeren Durchmesser auf als die die Ventilnadel
32 führende Bohrung 30, so daß am Übergang des Ventilkörpers 25 zur Ventilzwischenscheibe
24 eine Anschlagschulter 35 ausgebildet ist. Der axiale Abstand der brennraumabgewandten
Stirnseite der Ventilnadel 32 von der Anschlagschulter 35 der Ventilzwischenscheibe
24 in Schließstellung des Kraftstoffeinspritzventils definiert den Öffnungshub der
Ventilnadel 32.
[0015] An ihrem brennraumabgewandten Ende geht die Ventilnadel 32 in einen Druckstift 37
über, der koaxial zur Ventilnadel 32 angeordnet ist und in der zentralen Öffnung 83
der Ventilzwischenscheibe 24 angeordnet ist. Der Druckstift 37 geht in einen im Federraum
40 angeordneten Federteller 42 über, zwischen dem und dem brennraumabgewandten Ende
des Federraums 40 eine als Schraubendruckfeder ausgebildete Schließfeder 44 unter
Druckvorspannung angeordnet ist. Hierbei kann die Druckvorspannung der Schließfeder
44 über die Dicke einer Ausgleichsscheibe 45 festgelegt werden, die zwischen der Schließfeder
44 und dem brennraumabgewandten Ende des Federraums 40 angeordnet ist. Durch die Kraft
der Schließfeder 44 wird über den Federteller 42 und den Druckstift 37 die Ventilnadel
32 mit der Ventildichtfläche 34 gegen den Ventilsitz 36 gepreßt und dadurch die Einspritzöffnungen
38 verschlossen. Der Federraum 40 ist über eine Leckölleitung 69 mit dem Kraftstofftank
1 verbunden, so daß in den Federraum 40 eindringender Kraftstoff in den Kraftstofftank
1 abgeführt wird, weshalb im Federraum 40 stets ein niedriger Kraftstoffdruck herrscht.
An seinem brennraumabgewandten Ende geht der Federraum 40 in eine koaxial zur Bohrung
30 und dem Federraum 40 angeordnete Durchgangsbohrung 46 über, die bis in einen in
der Zwischenscheibe 19 ausgebildeten Absteuerraum 76 reicht.
[0016] In Figur 2 ist eine vergrößerte Darstellung des Steuerventils 50 im Längsschnitt
dargestellt. Die Steuerventilbohrung 52 unterteilt sich in einen Dichtungsabschnitt
152 und einen im Durchmesser kleineren Führungsabschnitt 252. Die Steuerventilbohrung
52 mündet dabei dem Brennraum abgewandt in einen im Steuerventilkörper 17 ausgebildeten
Leckölraum 66 und mit ihrem anderen Ende in den Absteuerraum 76, welcher über die
Durchgangsbohrung 46 mit dem Federraum 40 verbunden ist. Durch eine radiale Erweiterung
der Steuerventilbohrung 52 ist ein erster Druckraum 57 ausgebildet, der über einen
im Steuerventilkörper 17 ausgebildeten Zulaufkanal 13 mit der Hochdruckzuleitung 12
und damit mit dem Hochdrucksammelraum 10 verbunden ist. Ausgehend vom ersten Druckraum
57 ist dem Ventilhaltekörper 22 zugewandt durch eine weitere radiale Erweiterung der
Steuerventilbohrung 52 ein zweiter Druckraum 58 ausgebildet. In den zweiten Druckraum
58 mündet die Zulaufbohrung 28, die den zweiten Druckraum 58 mit der Druckkammer 31
verbindet. Am Übergang des ersten Druckraums 57 zum zweiten Druckraum 58 ist an der
Wand der Steuerventilbohrung 52 ein im wesentlichen konischer Steuerventilsitz 56
ausgebildet. In der Steuerventilbohrung 52 ist ein Steuerventilglied 54 längsverschiebbar
angeordnet, das im Dichtungsabschnitt 152 der Steuerventilbohrung 52 dichtend geführt
ist. Vom dichtend geführten Abschnitt des Steuerventilglieds 54 aus verjüngt sich
das Steuerventilglied 54 dem Ventilhaltekörper 22 zu unter Bildung einer Steuerventildichtfläche
55, die im wesentlichen konisch ausgebildet ist und mit dem Steuerventilsitz 56 zusammenwirkt.
Das Steuerventilglied 54 erstreckt sich durch den zweiten Druckraum 58 bis in den
in der Zwischenscheibe 19 ausgebildeten Absteuerraum 76, wo das Steuerventilglied
54 in einen Steuerabschnitt 62 übergeht, der zylindrisch ausgebildet ist und einen
Durchmesser aufweist, der nur geringfügig kleiner ist als der Durchmesser des Führungsabschnitts
252 der Steuerventilbohrung 52. Zwischen dem Steuerabschnitt 62 und dem zweiten Druckraum
58 wird das Steuerventilglied 54 im Führungsabschnitt 252 der Steuerventilbohrung
52 geführt, wobei am Steuerventilglied 54 Ausnehmungen 60 ausgebildet sind, so daß
Kraftstoff am geführten Abschnitt des Steuerventilglieds 54 vorbei fließen kann. Die
dem Steuerventilkörper 17 zugewandte Ringstirnfläche 78 des Steuerabschnitts 62 weist
in Schließstellung des Steuerventilglieds 54, das ist, wenn die Steuerventildichtfläche
55 am Steuerventilsitz 56 anliegt, einen axialen Abstand vom Beginn der Steuerventilbohrung
52 auf, der einem Absteuerhub h
a entspricht.
[0017] An dem dem Ventilhaltekörper 22 abgewandten Ende geht das Steuerventilglied 54 in
einen Magnetanker 67 über, der im Leckölraum 66 angeordnet ist, wobei der Leckölraum
66 über eine Leckölleitung 73 mit dem Kraftstofftank 1 verbunden ist. Der Magnetanker
67 weist in Schließstellung des Steuerventilglieds 54 einen axialen Abstand h
g von einem ebenfalls im Leckölraum 66 angeordneten Elektromagneten 65 auf. Der Elektromagnet
65 umgibt eine Ventilfeder 68, die zwischen einem in der Zeichnung nicht dargestellten
ortsfesten Anschlag und dem Magnetanker 67 unter Vorspannung angeordnet ist und das
Steuerventilglied 54 in Schließstellung beaufschlagt. Der Elektromagnet 65 ist im
Leckölraum 66 ortsfest angeordnet und kann durch eine geeignete Bestromung eine anziehende
Kraft auf den Magnetanker 67 ausüben, der dadurch in Öffnungsrichtung des Steuerventilglieds
54 gezogen wird, bis er am Elektromagneten 65 zur Anlage kommt. Diese Öffnungshubbewegung
des Steuerventilglieds 54 erfolgt gegen die Schließkraft der Ventilfeder 68, so daß
das Steuerventilglied 54 durch Wegfall der Bestromung des Elektromagneten 65 durch
die Ventilfeder 68 wieder in Schließstellung gedrückt wird.
[0018] Neben dem Zulaufkanal 13 mündet in den ersten Druckraum 57 auch eine Leitung, die
als Verbindungskanal 71 ausgebildet ist. Der Verbindungskanal 71 verläuft geneigt
zur Längsachse des Steuerventilglieds 54 bis zur Zwischenscheibe 19. In der Zwischenscheibe
19 ist eine Drossel 72 ausgebildet, über die der Verbindungskanal 71 mit einem im
Ventilhaltekörper 22 ausgebildeten Dämpfungsraum 70 verbunden ist. Der Dämpfungsraum
70 ist hierbei als Sackbohrung ausgeführt, die parallel zur Längsachse 23 des Ventilhaltekörpers
22 und zur Durchgangsbohrung 46 verläuft. Die den Dämpfungsraum 70 bildende Sackbohrung
kann, je nach gewünschtem Volumen des Dämpfungsraums 70, eine unterschiedliche Länge
aufweisen. Auch ist es möglich, die den Dämpfungsraum 70 bildende Sackbohrung mit
unterschiedlichen Durchmessern auszubilden.
[0019] In Figur 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems
dargestellt, wobei dieselbe Ausschnittsvergrößerung wie in Figur 2 dargestellt ist.
Die Funktion und der Aufbau entsprechen genau dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel,
jedoch ist der Dämpfungsraum 70 hier durch eine Ausnehmung im Steuerventilkörper 17
dargestellt, die zylinderförmig ausgebildet ist und parallel zur Steuerventilbohrung
52 verläuft. Der Dämpfungsraum ist über eine Leitung, die als Verbindungskanal 71
ausgebildet ist, nahe dem ersten Druckraum 57 mit dem Zulaufkanal 13 verbunden. Innerhalb
des Verbindungskanals 71 ist eine Drossel 72 angeordnet, die den Durchfluß von Kraftstoff
durch den Verbindungskanal 71 dämpft. Da der Dämpfungsraum 70 einschließlich des Verbindungskanals
71 und der Drossel 72 innerhalb des Steuerventilkörpers 17 angeordnet sind, muß der
Ventilhaltekörper 22 gegenüber den Kraftstoffeinspritzventil ohne einen Dämpfungsraum
70 baulich nicht geändert werden.
[0020] In Figur 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems
dargestellt, wobei gegenüber der Figur 1 nur die Ausbildung des Dämpfungsraums 70
verändert ist. Der Dämpfungsraum 70 ist in diesem Ausführungsbeispiel nicht als einfache
Sackbohrung ausgebildet, sondern ist in zwei Bohrungsabschnitte 170, 270 unterteilt,
die parallel zueinander im Ventilhaltekörper 22 ausgebildet sind. Der erste Bohrungsabschnitt
170 des Dämpfungsraums 70 reicht von einer Stirnseite des Ventilhaltekörpers 22 bis
zur anderen Stirnseite, also von der Zwischenscheibe 19 bis zur Ventilzwischenscheibe
24. In der Ventilzwischenscheibe 24 mündet der erste Bohrungsabschnitt 170 des Dämpfungsraums
70 in eine Querverbindung 85, die im Querschnitt eine ovale bis nierenförmige Form
aufweist, wie Figur 5 in einem Querschnitt der Ventilzwischenscheibe 24 zeigt. Im
Ventilhaltekörper 22 ist ausgehend von der dem Brennraum zugewandten Stirnseite des
Ventilhaltekörpers 22 ein zweiter Bohrungsabschnitt 270 des Dämpfungsraums 70 ausgebildet,
der als Sackbohrung ausgeführt ist und der gegenüber dem ersten Böhrungsabschnitt
170 um einen Winkel α um die Längsachse 23 des Ventilhaltekörpers 22 verschwenkt angeordnet
ist. Durch die Querverbindung 85 in der Ventilzwischenscheibe 24 werden die beiden
Bohrungsabschnitte 170 und 270 miteinander verbunden, so daß sie zusammen den Dämpfungsraum
70 bilden.
[0021] In der Figur 5 ist ein Querschnitt durch das Kraftstoffeinspritzventil entlang der
Linie V-V der Figur 4 gezeigt. In der Ventilzwischenscheibe 24 sind neben der zentralen
Öffnung 83 und der Querverbindung 85 noch zwei weitere Zentrierstiftbohrungen 88 und
89 ausgebildet. In diesen Zentrierstiftbohrungen 88 und 89 werden bei der Montage
des Kraftstoffeinspritzventils Zentrierstifte eingesteckt, die in entsprechende Bohrungen
im Ventilhaltekörper 22 und dem Ventilkörper 25 eintauchen und dadurch eine exakte
Positionierung dieser Körper zueinander gewährleisten.
[0022] Die Funktionsweise des Kraftstoffeinspritzsystems, wie es in den Figuren 1 bis 5
dargestellt ist, ist wie folgt: Die Hochdruckpumpe 5 fördert durch die Kraftstoffleitung
3 Kraftstoff aus dem Kraftstofftank 1 über eine Hochdruckzuleitung 7 in den Hochdrucksammelraum
10. Im Hochdrucksammelraum 10 wird durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte
Regeleinrichtung ein vorgegebenes hohes Kraftstoffdruckniveau aufrecht erhalten. Das
Druckniveau beträgt bei den heute üblichen Hochdrucksammelräumen bis zu 140 MPa. Vom
Hochdrucksammelraum 10 wird der Kraftstoff durch die Hochdruckzuleitungen 12 zu den
Kraftstoffeinspritzventilen 15 geleitet. Im Kraftstoffeinspritzventil 15 gelangt der
Kraftstoff durch den Zulaufkanal 13 in den ersten Druckraum 57. Zu Beginn des Einspritzzyklus
ist das Steuerventil 50 in Schließstellung, das heißt, der Elektromagnet 65 ist nicht
bestromt und das Steuerventilglied 54 wird durch die Ventilfeder 68 mit der Steuerventildichtfläche
55 an das Steuerventil 56 gepreßt und verschließt den ersten Druckraum 57 gegen den
zweiten Druckraum 58. Der zweite Druckraum 58 ist über die Ausnehmungen 60 mit dem
Absteuerraum 76 verbunden, der durch die Durchgangsbohrung 46 mit dem Federraum 40
in Verbindung steht, welcher mit dem Kraftstofftank 1 verbunden ist. Auf diese Weise
herrscht im zweiten Druckraum 58 und über die Zulaufbohrung 28, die vom zweiten Druckraum
58 ausgeht, auch in der Druckkammer 31 ein niedriger Kraftstoffdruck, der dem Druck
im Kraftstofftank 1 entspricht. Im Dämpfungsraum 70 herrscht wegen des Verbindungskanals
71 derselbe Druck wie im ersten Druckraum 57 und damit auch derselbe Druck wie im
Hochdrucksammelraum 10. Soll eine Einspritzung erfolgen, so wird der Elektromagnet
65 bestromt, so daß sich der Magnetanker 67 entgegen der Kraft der Ventilfeder 68
auf dem Elektromagneten 65 zubewegt. Durch die Bewegung des Magnetankers 67 bewegt
sich auch das Steuerventilglied 54 und die Steuerventildichtfläche 55 hebt vom Steuerventilsitz
56 ab. Hierdurch wird der erste Druckraum 57 mit dem zweiten Druckraum 58 verbunden.
Solange der Absteuerhub h
a noch nicht vom Steuerventilglied 54 durchfahren ist, bleibt der zweite Druckraum
58 über die Ausnehmungen 60 mit dem Absteuerraum 76 verbunden, so daß zu Beginn der
Hubbewegung des Steuerventilglieds 54 Kraftstoff aus dem ersten Druckraum 57 in den
zweiten Druckraum 58 fließt und von diesem in den Absteuerraum 76. Dadurch setzt sich
die Kraftstoffmenge, die im Zulaufkanal 13 unter hohem Druck steht, in Bewegung und
erhält so kinetische Energie. Nach Durchfahren des Absteuerhubs h
a taucht der Steuerabschnitt 62 in die Steuerventilbohrung 52 ein und verschließt so
den zweiten Druckraum 58 gegen den Absteuerraum 76. Der bereits in Bewegung befindliche
Kraftstoff im Zulaufkanal 13 strömt nun in die Zulaufbohrung 28 und weiter in die
noch verschlossene Druckkammer 31, wo sich die kinetische Energie des Kraftstoffs
in Kompressionsarbeit umwandelt. Damit geht eine Druckerhöhung in der Druckkammer
31 einher und man erhält einen deutlich höheren Druck als im Hochdrucksammelraum 10.
Dieser Druck kann einige 10 MPa über dem Druck im Hochdrucksammelraum 10 liegen. Durch
den Druck in der Druckkammer 31 ergibt sich eine hydraulische Kraft auf die Druckfläche
33 der Ventilnadel. 32, welche dadurch in axialer Richtung vom Brennzaum weg entgegen
der Kraft der Schließfeder 44 bewegt wird. Dadurch hebt auch die Ventildichtfläche
34 vom Ventilsitz 36 ab und die Einspritzöffnungen 38 werden freigegeben, so daß Kraftstoff
aus der Druckkammer 31 an der Ventilnadel 32 vorbei zu den Einspritzöffnungen 38 fließt
und von dort in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt wird. Die Ventilnadel
32 setzt hierbei ihre Öffnungshubbewegung solange fort, bis sie mit ihrer dem Brennraum
abgewandten Stirnseite an der Anschlagschulter 35 der Ventilzwischenscheibe 24 anliegt.
Soll die Einspritzung beendet werden, so wird der Elektromagnet 65 nicht mehr bestromt,
so daß die Ventilfeder 68 das Steuerventilglied 54 zurück in die Schließstellung drückt.
Im Verlauf der Schließbewegung des Steuerventilglieds 54 taucht der Steuerabschnitt
62 wieder aus dem Führungsabschnitt 252 der Steuerventilbohrung 52 aus und verbindet
den zweiten Druckraum 58 und damit über die Zulaufbohrung 58 auch die Druckkammer
31 mit dem Absteuerraum 76, der mit dem Leckölsystem verbunden ist. Die Druckkammer
31 wird somit entlastet und die Kraft der Schließfeder 44 auf die Ventilnadel 32 überwiegt
die hydraulische Kraft auf die Druckfläche 33 und die Ventilnadel 32 fährt zurück
in Schließstellung. Da der Kraftstoff im Zulaufkanal 13 nach wie vor kinetische Energie
aufweist, wird diese kinetische Energie nach dem Schließen des Steuerventils 50 in
Kompressionsarbeit umgewandelt, so daß der Druck im ersten Druckraum 57 ansteigt.
Durch diese Drucküberhöhung herrscht im ersten Druckraum 57 ein höherer Druck als
im Dämpfungsraum 70, so daß nun Kraftstoff aus dem ersten Druckraum 57 durch den Verbindungskanal
71 und die Drossel 72 in den Dämpfungsraum 70 fließt, wo der Druck dadurch entsprechend
erhöht wird. Die so in dem Dämpfungsraum 70 fließende Druckwelle erniedrigt also den
Druck im ersten Druckraum 57 und erhöht den Druck im Dämpfungsraum 70, bis der Druck
im Dämpfungsraum 70 höher ist als im ersten Druckraum 57. Ein Teil des Kraftstoffs
fließt nun wieder durch die Drossel 72 und den Verbindungskanal 71 aus dem Dämpfungsraum
70 zurück in den ersten Druckraum 57, wo der Druck entsprechend wieder ansteigt. Diese
Druckschwingung wird durch die Drossel 72 gedämpft, so daß die Druckschwingung im
Gegensatz zu Kraftstoffeinspritzsystemen ohne eine entsprechende Dämpfung nach wenigen
Schwingungen abgeklungen ist und im ersten Druckraum 57 wieder ein konstanter Druck
herrscht, der dem Druck im Hochdrucksammelraum 10 entspricht. Über den Querschnitt
der Drossel 72 und das Volumen des Dämpfungsraums 70 kann die Stärke der Dämpfung
an die Erfordernisse des Kraftstoffeinspritzventils angepaßt werden.
[0023] In Figur 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzsystems
als schematisches Blockschaltbild dargestellt. Die Funktionsweise des Steuerventils
50 ist, wie in den voran gegangenen Ausführungsbeispielen, die eines 3/2-Wegeventils,
das den ersten Druckraum 57, den zweiten Druckraum 58 und die Leckölleitung 69 entsprechend
verbindet. Der erste Druckraum 57 ist über einen Verbindungskanal 71 und eine Drossel
72 mit den Dämpfungsraum 70 verbunden, wobei in diesem Ausführungsbeispiel zwischen
der Drossel 72 und dem Dämpfungsraum 70 ein Schließventil 92 angeordnet ist. Das Schließventil
92 wird durch die Kraft einer Feder 94 und den Druck im zweiten Druckraum 58, der
über eine Verbindungsleitung 96 auf das Schließventil 92 wirkt, gesteuert. Herrscht
im zweiten Druckraum 58 ein entsprechend hoher Kraftstoffdruck, der eine größere Kraft
auf das Schließventil 92 ausübt als die Feder 94, so wird das Schließventil 92 den
Verbindungskanal 71 unterbrechen und der Dämpfungsraum 70 ist nicht mehr mit dem ersten
Druckraum 57 verbunden, so daß eine im ersten Druckraum 57 auftretende Druckschwingung
nicht mehr gedämpft wird. Ist der Kraftstoffdruck im zweiten Druckraum 58 entsprechend
niedrig, wie dies bei geschlossenem Steuerventil 50 der Fall ist, so überwiegt die
Kraft der Feder 94 gegenüber der Kraft des Kraftstoffdrucks im zweiten Druckraum 58
und das Schließventil 92 öffnet die Verbindung vom ersten Druckraum 57 zum Dämpfungsraum
70.
[0024] Der Vorteil des Schließventils 92 ist, daß Druckschwingungen im ersten Druckraum
57 nur dann gedämpft werden, wenn das Steuerventil 50 geschlossen ist, also dann,
wenn keine Einspritzung erfolgt. Ist nämlich der erste Druckraum 57 ständig mit dem
Dämpfungsraum 70 über die Drossel 72 verbunden, so wird auch der erwünschte Druckstoß
zu Beginn der Einspritzung etwas abgedämpft, so daß die maximal erreichbare Drucküberhöhung
in der Druckkammer 31 etwas niedriger ausfällt als bei einem abgeschlossenen ersten
Druckraum 57, der ansonsten über keine Dämpfung verfügt. Durch das Schließventil 92
erhält man somit einen höheren Einspritzdruck bei gleichem Druck im Hochdrucksammelraum
10. Das Schließventil 92 ist hierbei in vorteilhafter Weise ebenfalls im Steuerventilkörper
17 ausgebildet, so daß weiterhin eine kompakte Bauweise des Kraftstoffeinspritzsystems
möglich ist und die Schaltung des Schließventils 92 nicht durch eine unnötig lange
Verbindungsleitung 96 verzögert wird.
[0025] Neben der Anordnung der Drossel 72 in der Zwischenscheibe 19 kann es auch vorgesehen
sein, die Drosselstelle im Steuerventilkörper 17 oder im Ventilhaltekörper 22 auszubilden.
Hierzu kann die Zwischenscheibe 19 entfallen und es wird so eine Hochdruckdichtfläche
eingespart. In diesem Fall wird der Absteuerraum 76 entsprechend im Ventilhaltekörper
22 angeordnet. Weiter kann es vorgesehen sein, den Dämpfungsraum 70 durch zwei Bohrungsabschnitte
170, 270 auszubilden, wobei die Verbindung der Bohrungsabschnitte 170, 270 jedoch
nicht in der Ventilzwischenscheibe 24, sondern im Ventilhaltekörper 22 ausgebildet
ist. Hierdurch erhält man einen im Längsschnitt zumindest näherungsweise U-förmigen
Dämpfungsraum. Ein solcher Dämpfungsraum kann beispzelsweise mit Hilfe eines Fingerfräsers
hergestellt werden.
[0026] Figur 7 zeigt in einem Ausschnitt ein weiteres Ausführungsbeispiel des in Figur 6
gezeigten Kraftstoffeinspritzsystems. Es ist hier vorgesehen, das Schließventil 92
nicht durch den Druck im zweiten Druckraum 58 zu steuern, sondern direkt beispielsweise
mit Hilfe eines elektrischen Aktors 102, der von einem Steuergerät 100 angesteuert
wird. Das Steuergerät kann als Eingabegröße unter anderem den Druck im zweiten Druckraum
58 nutzen, wobei der Druck mittels eines Sensorelements 101 gemessen wird.
[0027] Darüber hinaus kann es auch vorgesehen sein, den Dämpfungsraum 70 nicht als Bohrung
auszubilden, sondern einen beliebigen Hohlraum im Ventilhaltekörper 22 auszubilden
und diesen über eine gedrosselte Verbindung mit dem ersten Druckraum 57 zu verbinden.
Ein solcher Dämpfungsraum kann optimal an die Platzverhältnisse des Ventilhaltekörpers
22 angepaßt werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, den Dämpfungsraum 70 im Steuerventilkörper
17 auszubilden, wodurch eine entsprechende Hochdruckdichtfläche, wie sie zwischen
der Zwischenscheibe 19 und dem Ventilhaltekörper 22 bzw. dem Steuerventilkörper 17
und der Zwischenscheibe 19 ausgebildet ist, entfällt.
[0028] Weiter kann es vorgesehen sein, das Steuerventil 50 nicht, wie in den Ausführungsbeispielen
dargestellt, direkt mit Hilfe eines Elektromagneten zu steuern. Alternativ dazu kann
das Steuerventilglied 54 durch eine Vorrichtung, die das Steuerventilglied 54 mithilfe
hydraulischer Kräfte in Öffnungs- bzw. Schließstellung bringen, gesteuert werden.
[0029] Der Steuerventilsitz 56 des Steuerventils 50 ist durch das Aufsetzen der Steuerventildichtfläche
55 bei der Längsbewegung des Steuerventilglieds 52 einer hohen mechanischen Belastung
ausgesetzt. Es ist deshalb notwendig, den Steuerventilkörper 17 aus einem harten,
verschleißfesten Stahl.zu fertigen. Demgegenüber ist die Ausbildung des Dämpfungsraums
70 als Sackbohrung im Ventilhaltekörper 22 in einem harten Stahl nur mit erheblichem
Aufwand möglich. Da im Ventilhaltekörper 22 keine mechanisch hochbeanspruchten Flächen
vorhanden sind, kann der Ventilhaltekörper 22 aus einem relativ weichen Stahl gefertigt
werden, in dem sich Bohrungen gut ausbilden lassen.
1. Kraftstoffeinspritzsystem für Brennkraftmaschinen mit einem von einer Kraftstoffhochdruckquelle
versorgten Kraftstoffeinspritzventil, das ein Ventilglied (32) aufweist, das durch
den Druck einer im Kraftstoffeinspritzventil ausgebildeten Druckkammer (31) verstellbar
ist und dadurch wenigstens eine mit der Druckkammer (31) verbindbare Einspritzöffnung
(38) steuert, und mit einem Steuerventil (50), das ein Steuerventilglied (54) aufweist,
welches in einer ersten Stellung einen ständig mit der Kraftstoffhochdruckquelle verbundenen
ersten Druckraum (57) von einer zur Druckkammer (31) führenden Zulaufbohrung (28)
trennt und in einer zweiten Stellung die Verbindung zwischen der Kraftstoffhochdruckquelle
und der Druckkammer (31) öffnet, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Kraftstoffhochdruckquelle und erstem Druckraum (57) eine Leitung (71), die
eine Drossel (72) aufweist, zu einem ansonsten abgeschlossenen Dämpfungsraum (70)
führt, der innerhalb des Kraftstoffeinspritzventils angeordnet ist.
2. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (71) vom ersten Druckraum (57) zum Dämpfungsraum (70) führt.
3. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftstoffeinspritzventil einen Steuerventilkörper (17), einen Ventilhaltekörper
(22) und einen Ventilkörper (25) aufweist, wobei der Steuerventilkörper (17) und der
Ventilkörper (25) an gegenüberliegenden Stirnseiten des Ventilhaltekörpers (22) angeordnet
sind und das Steuerventil (50) im Steuerventilkörper (17) und das Ventilglied (32)
im Ventilkörper (25) angeordnet sind.
4. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dämpfungsraum (70) im Steuerventilkörper (17) ausgebildet ist.
5. Kraftstoffeinspritzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Leitung (71) zum Dämpfungsraum (70) ein die Öffnung der Leitung (71) steuerndes
Schließventil (92) angeordnet ist.
6. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließventil (92) durch den hydraulischen Druck im Zulaufkanal (28) gesteuert
wird.
7. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließventil (92) bei einem bestimmten Öffnungsdruck im Zulaufkanal (28) die
Verbindung vom ersten Druckraum (57) zum Dämpfungsraum (70) öffnet und bei Unterschreiten
dieses Öffnungsdrucks schließt.
8. Kraftstoffeinspritzsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Schließventil (92) durch einen steuerbaren elektrischen Aktor (102) betätigt
wird.
9. Kraftstoffeinspritzsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftstoffhochdruckquelle ein Hochdrucksammelraum (10) ("common rail") ist.
1. Fuel injection system for internal combustion engines having a fuel injection valve
which is supplied by a fuel high pressure source and which has a valve element (32)
which can be adjusted by the pressure of a pressure chamber (31) which is formed in
the fuel injection valve, and as a result controls at least one injection opening
(38) which can be connected to the pressure chamber (31), and having a control valve
(50) which has a control valve element (54) which, in a first position, continuously
disconnects a first pressure space (57), connected to the fuel high pressure source,
from an inflow bore (28) which leads to the pressure chamber (31), and in a second
position opens the connection between the fuel high pressure source and the pressure
chamber (31), characterized in that, between the fuel high pressure source and the first pressure space (57), a line
(71), which has a throttle (72), leads to a damping space (70) which is otherwise
closed off and is arranged inside the fuel injection valve.
2. Fuel injection system according to Claim 1, characterized in that the line (71) leads from the first pressure space (57) to the damping space (70).
3. Fuel injection system according to Claim 1, characterized in that the fuel injection valve has a control valve body (17), a valve holding body (22)
and a valve body (25), the control valve body (17) and the valve body (25) being arranged
on opposite end sides of the valve holding body (22), and the control valve (50) being
arranged in the control valve body (17), and the valve element (32) being arranged
in the valve body (25).
4. Fuel injection system according to Claim 3, characterized in that the damping space (70) is formed in the control valve body (17).
5. Fuel injection system according to one of the preceding claims, characterized in that a closing valve (92) which controls the opening of the line (71) is arranged in the
line (71) leading to the damping space (70).
6. Fuel injection system according to Claim 5, characterized in that the closing valve (92) is controlled by the hydraulic pressure in the inflow duct
(28).
7. Fuel injection system according to Claim 5, characterized in that, when there is a specific opening pressure in the inflow duct (28), the closing valve
(92) opens the connection from the first pressure space (57) to the damping space
(70), and when the pressure drops below this opening pressure it closes it.
8. Fuel injection system according to Claim 5, characterized in that the closing valve (92) is activated by a controllable electric actuator (102).
9. Fuel injection system according to one of the preceding claims, characterized in that the fuel high pressure source is a high pressure collecting space (10) ("common rail").
1. Système d'injection de carburant pour moteurs à combustion interne comportant un injecteur
de carburant alimenté par une source de carburant sous haute pression, lequel présente
un organe de soupape (32) mobile en conséquence de la pression régnant dans une chambre
de pression (31) configurée dans l'injecteur de carburant et commandant ainsi au moins
une ouverture d'injection (38) pouvant communiquer avec la chambre de pression (31),
et comportant une soupape de commande (50) présentant un organe de soupape de commande
(54) qui, dans une première position, marque la séparation entre une première chambre
de pression (57) raccordée continuellement à la source de carburant sous haute pression
et un orifice d'amenée (28) menant à la chambre de pression (31) et, dans une seconde
position, ouvre la liaison entre la source de carburant sous haute pression et la
chambre de pression (31),
caractérisé en ce qu'
entre la source de carburant sous haute pression et la première chambre de pression
(57), une conduite (71) présentant un étranglement (72) mène à une chambre d'amortissement
(70) normalement fermée, disposée à l'intérieur de l'injecteur de carburant.
2. Système d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la conduite (71) relie la première chambre de pression (57) à la chambre d'amortissement
(70).
3. Système d'injection de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'injecteur de carburant présente un corps de soupape de commande (17), un corps de
maintien de soupape (22) et un corps de soupape (25), le corps de soupape de commande
(17) et le corps de soupape (25) étant disposés sur des faces frontales opposées du
corps de maintien de soupape (22) et la soupape de commande (50) étant disposée dans
le corps de soupape de commande (17) et l'organe de soupape (32) dans le corps de
soupape (25).
4. Système d'injection de carburant selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
la chambre d'amortissement (70) est formée à l'intérieur du corps de soupape de commande
(17).
5. Système d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une soupape de fermeture (92) commandant l'ouverture de la conduite (71) est disposée
dans ladite conduite (71) menant à la chambre d'amortissement (70).
6. Système d'injection de carburant selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la soupape de fermeture (92) est commandée par la pression hydraulique régnant dans
le canal d'amenée (28).
7. Système d'injection de carburant selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la soupape de fermeture (92) ouvre la liaison entre la première chambre de pression
(57) et la chambre d'amortissement (70) lorsqu'elle est sollicitée par une certaine
pression d'ouverture régnant dans le canal d'amenée (28) et elle la ferme lorsque
cette pression d'ouverture est dépassée.
8. Système d'injection de carburant selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la soupape de fermeture (92) est actionnée par un actionneur (102) qui peut être commandé
par voie électrique.
9. Système d'injection de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la source de carburant sous haute pression consiste en une chambre de collecte à haute
pression (10) (« common rail »).