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EP 1 342 847 A9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 A1) |
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Korrekturen, siehe Ansprüche |
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Corrigendum ausgegeben am: |
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12.01.2005 Patentblatt 2005/02 |
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Veröffentlichungstag: |
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10.09.2003 Patentblatt 2003/37 |
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Anmeldetag: 07.03.2002 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Anmelder: TWB Presswerk GmbH. & Co. KG. |
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58089 Hagen (DE) |
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Erfinder: |
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- Blecher, Peter
58091 Hagen (DE)
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Vertreter: Dörner, Lothar, Dipl.-Ing. |
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Stresemannstrasse 15 58095 Hagen 58095 Hagen (DE) |
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Bemerkungen: |
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Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86 (2) EPÜ. |
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Bodenelement und Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages mit Hilfe von Bodenelementen |
(57) Die Erfindung betrifft ein Bodenelement (1), mit dem ein Bodenbelag herstellbar ist. Das Bodenelement (1) besteht aus mindestens einer Bodenplatte (2) aus Blech oder Stahlblech
und einem Unterbau (3) aus Beton oder Estrich. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung eines Bodenelementes
sowie Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages mit Hilfe von Bodenelementen (1),
die aus einer Bodenplatte (2) und einem Unterbau (3) bestehen. Die Bodenelemente (1)
werden benachbart zueinander abgestellt. Ein zwischen Bodenelement (1) und Fundament
(4) bestehender Freiraum wird mit Beton oder Estrich verfüllt.
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[0001] Bodenbeläge der hier betrachteten Art finden in der Regel Anwendung im Bereich von
Industrie-Hallen. Insbesondere in Bereichen, in denen mit schweren Gegenständen hantiert
wird, wie dies beispielsweise in der stahl- bzw. blechverarbeitenden Industrie der
Fall ist, werden die Bodenbeläge in Form von Bodenplatten eingesetzt. Die Industriehallen
sind dabei mit den Bodenplatten nach Art eines Fliesen-Bodens ausgelegt. Der Vorteil
der Bodenplatten besteht darin, dass sie aufgrund ihrer Herstellung aus Stahl bzw.
Blech äußerst widerstandsfähig gegen Beschädigungen sind und einen staubfreien Boden
bilden. Für den Fall der Beschädigung einer Bodenplatte ist es darüber hinaus auf
relativ einfache Weise möglich, die beschädigte Platte gegen eine neue auszutauschen.
[0002] Bei den bekannten Bodenplatten handelt es sich in der Regel um quadratische Platten.
Die Platten weisen Krallen auf, die aus dem die Platte bildenden Material auf ihrer
Unterseite herausgestanzt sind. An ihren vier Seiten sind die Bodenplatten umgebogen,
wodurch rechtwinklig zur Oberseite der Bodenplatte angeordnete Leisten ausgebildet
sind. Auch sind Bodenplatten bekannt, die scharfkantig ausgestanzt sind und auf deren
Unterseite senkrechte Leisten aufgeschweißt sind. Die Leisten weisen Aussparungen
auf, die in der Regel die Form von Löchern aufweisen. Die Bodenplatten werden in den
nur leicht ausgehärteten Boden des Hallenbodens, der von Beton oder Estrich gebildet
sein kann, eingesetzt. Die Leisten sowie die Krallen dringen dabei in den Boden ein.
Der Boden tritt durch die Aussparungen in den Leisten, wodurch sich die Bodenplatten
beim Aushärten des Betons/Estrichs in dem Boden verkrallen. Die bekannten Bodenplatten
erfüllen zwar die an sie gestellten Aufgaben. Sie weisen jedoch den Nachteil auf,
dass sie von Hand in den nur anfänglich ausgehärteten Boden bei der Fertigstellung
der jeweiligen Industriehalle verlegt werden. Die Fertigstellung des Hallenbodens
ist daher sehr zeitaufwendig und damit kostenintensiv.
[0003] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Bodenelement zu schaffen, das zur Herstellung eines Bodenbelages einen geringen
Einsatz an Personal erfordert und mit dem darüber hinaus der Hallenboden wesentlich
schneller fertiggestellt ist. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Bodenelement,
bestehend aus mindestens einer Bodenplatte aus Blech oder Stahlblech und einem Unterbau
aus Beton oder Estrich gelöst.
[0004] Mit der Erfindung ist ein Bodenelement geschaffen, bei dem auf das Verlegen der Bodenplatten
von Hand in den nur anfänglich ausgehärteten Boden verzichtet werden kann. Vielmehr
ist das erfindungsgemäße Bodenelement in der jeweiligen Halle unter Zuhilfenahme von
Kränen oder Gabelstaplern auslegbar. Durch die mit dem Bodenelement im Verhältnis
zu den bekannten Bodenplatten realisierbaren deutlich größeren Abmessungen ist die
Fertigstellung des Bodenbelages zusätzlich beschleunigt.
[0005] Der Erfindung liegt außerdem die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung
eines Bodenbelages mit Hilfe von Bodenelementen zu schaffen, die aus einer Bodenplatte
und einem Unterbau bestehen. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
dass die Bodenelemente benachbart zueinander abgestellt werden und ein zwischen Bodenelement
und Fundament bestehender Freiraum mit Beton oder Estrich verfüllt wird.
[0006] Bevorzugt werden die Bodenelemente auf Stützen abgestellt, die in den Bodenelementen
angeordnet sind. Hierdurch ist die Möglichkeit geschaffen, den Bodenbelag zu begehen
oder zu befahren, bevor der Freiraum verfüllt ist. Auf diese Weise können unmittelbar
nach dem Abstellen der Bodenelemente weitere Tätigkeit zur Fertigstellung der jeweiligen
Halle vorgenommen werden.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung werden die Bodenelemente mittels der als Gewindestangen
ausgebildeten Stützen auf dem Fundament nivelliert. Dadurch können selbst Bodenelemente,
die große Abmessungen aufweisen und daher ein sehr hohes Gewicht aufweisen, sehr fein
justiert werden, sodass ein absolut ebener Bodenbelag herstellbar ist.
[0008] Andere Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt
und wird nachfolgend im Einzelnen beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- die Draufsicht auf ein Bodenelement;
- Figur 2
- die Seitenansicht eines Bodenelementes;
- Figur 3
- die Draufsicht auf eine Bodenplatte und
- Figur 4
- die Seitenansicht mehrerer Bodenelemente in Einbaulage.
[0009] Das als Ausführungsbeispiel gewählte Bodenelement 1 besteht aus neun Bodenplatten
2 und einem Unterbau 3. Der Unterbau 3 ist aus Beton/Estrich gegossen. Die Abmessungen
des Unterbaus entsprechen denjenigen der von den Bodenplatten 2 gebildeten Flächen.
Die Höhe des Unterbaus 3 ist frei wählbar bzw. richtet sich nach der jeweiligen Anwendung.
[0010] Die Bodenplatten 2 bestehen aus jeweils einer Platte 21, die quadratisch ist. In
Abwandlung der dargestellten Ausbildung ist auch jede andere geometrische Form der
Platte 21 denkbar. Die Platte 21 weist Bohrungen 211 auf, die jeweils von Senklöchern
212 umgeben sind. Die Bohrungen 211 mit Senklöchern 212 sind nahe dem Rand der Platte
21 angeordnet. Im Ausführungsbeispiel sind die Bohrungen 211 mit den Senklöchern 212
an zwei Seiten der Platte 21 vorgesehen.
[0011] Die Platte 21 ist mit Krallen 22 versehen, die sich im Ausführungsbeispiel gleichmäßig
über die Platte 21 verteilen. Die Krallen 22 sind im Ausführungsbeispiel aus dem Material
der Platte 21 herausgestanzt und in Richtung der Unterseite der Platte umgebogen.
[0012] Auf der Unterseite der Platte 21 sind Leisten 23, 24 angeordnet, die als Winkelleisten
ausgebildet sind. Im Ausführungsbeispiel handelt es sich um vier Leisten 23, 24, die
mit der Platte 21 verschweißt sind. Bevorzugt kommt hierbei das Buckelschweißen zur
Anwendung. Die Winkelleisten 23, 24 weisen einen L-förmigen Querschnitt auf. Sie sind
jeweils aus zwei Schenkeln 231 und 232 bzw. 241 und 242 gebildet. Die Schenkel 231,
241 sind mit der Platte 21 verschweisst, während die Schenkel 232 und 242 sich im
Wesentlichen rechtwinklig zur Platte 21 erstrecken. Die Schenkel 232 und 242 sind
mit - nicht dargestellten - Aussparungen versehen.
[0013] Die Leisten 24 sind an der Platte 21 in einer Weise angeordnet, dass sie über die
Platte 21 abschnittsweise hinausragen. Im Ausführungsbeispiel sind jeweils zwei solcher
Leisten 23 mit überstehenden Bereichen vorgesehen, die rechtwinklig zueinander angeordnet
sind. Der überstehende Bereich ist dabei von den Schenkeln 231 gebildet. Die Schenkel
231 weisen Bohrungen 233 auf. Die Bohrungen 233 sind von einem Senkloch 234 umgeben.
Die Bohrungen 233 mit den Senklöchern 234 korrespondieren mit den Bohrungen 211 und
Senklöchern 212 der Platte 21. In verlegtem Zustand der Bodenplatten liegen die Bohrungen/Senklöcher
der Platten 21 und der Winkelleisten 23 fluchtend übereinander. Zur Verbindung der
zueinander benachbarten Bodenplatten durch die Bohrungen 211/233 kann jeweils ein
Verbindungselement vorgesehen sein. Vorteilhaft handelt es sich hierbei um einen Niet.
Die Ausgestaltung des Verbindungselementes ist vorteilhaft so gewählt, dass der Kopf
des Verbindungselementes vollständig in dem Senkloch 212 der Platte 21 angeordnet
ist, um eine ebene Fläche der Oberseite der Platte 21 zu erwirken.
[0014] Figur 3 ist zu entnehmen, dass zwei Winkelleisten 23 an der Unterseite der Platte
21 in einer Weise angeordnet sind, dass ihre Schenkel 231 über den Umfang der Platte
21 hinausragen. In diesem, über die Platte 21 hinausragenden Bereich der Schenkel
231 sind die Bohrungen 233 angeordnet. Auf dem überstehenden Teil der Winkelleiste
23 liegt die jeweils benachbarte Platte auf. Da die Platten 21 alle die gleiche Höhe
aufweisen, ist gewährleistet, dass die jeweils benachbarten Bodenplatten eine glatte
Fläche bilden. Der überstehende Teil bietet zudem den Vorteil, beim Verlegen der Bodenplatten
eine Art Führung zu bilden, die ein Verlegen auf Stoss zuverlässig gewährleistet.
[0015] Wie im Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 und 2 dargestellt, kann bei den im
Randbereich des Bodenelementes 1 verlegten Bodenplatten 2 auf der Außenseite des Bodenelementes
1 auf den überstehenden Teil der Winkelleisten 23 verzichtet werden. Bei den die Ecken
des Bodenelementes 1 bildenden Bodenplatten 2 ist zur Ecke benachbart ein Loch 25
in der Platte vorgesehen. Mit dem Loch 25 fluchtend ist auf die Unterseite der Platte
21 eine Gewindehülse 26 geschweißt. Die Gewindehülse 26 ist rechtwinklig zur Platte
21 ausgerichtet.
[0016] Zur Herstellung Bodenplatten 2 wird zunächst die Platte 21 in der Regel aus verzinktem
Stahlblech hergestellt. Im Anschluss daran werden die Krallen 22 sowie die Bohrungen
211 mit den Senklöchern 212 in der Platte 21 vorgesehen. Im Anschluss werden die Winkelleisten
23 und 24 an der Unterseite der Platte 21 angeschweißt. Die Bodenplatte 2 ist damit
fertiggestellt. Soweit es Bodenplatten 2 betrifft, die für eine Anordnung in den Ecken
der Bodenelemente 1 vorgesehen sind, werden parallel zu den vorstehenden Arbeitsschritten
das Loch 25 sowie die Gewindehülse 26 angebracht.
[0017] Die Herstellung des Bodenelementes 1 erfolgt in der Weise, dass eine Anzahl Bodenplatten
2 - im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 neun Bodenplatten 2 - mit der Oberseite nach
unten zu einer ebenen Fläche zusammengelegt und auf dem Boden einer diese Fläche umgebenden
Form abgelegt werden. Soweit erforderlich, können die Platten mit Hilfe der Verbindungselemente
untereinander verbunden sein. Die Verbindung der Platten untereinander ist jedoch
nicht zwingend. Die die Bodenplatten 2 umgebende Form wird dann mit Beton/Estrich
angefüllt, der sich gleichmäßig über die Unterseiten der Platten verteilt. In dem
Beton/Estrich werden Armierungen 6 vorgesehen, die als Stahlarmierungen oder in Form
von Matten ausgebildet sind. Vorzugsweise sind die Armierungen 6 dachförmig gebogen.
Der Beton/Estrich wird in gewünschter Menge auf die Bodenplatten 2 gegossen; das Höchstmaß
an Beton/Estrich ist durch die Länge der Gewindehülsen 26 bestimmt. Nach dem Aushärten
des Betons/Estrichs ragen die Armierungen 6 aus dem Unterbau 3 heraus. Das dann fertiggestellte
Bodenelement 1 wird aus der Form entnommen und zur Lagerung bzw. zum Transport verbracht.
[0018] Das Bodenelement 1 wird verwendet für die Herstellung eines Bodenbelages. Hierzu
werden Bodenelemente 1 zueinander benachbart in Industriehallen angeordnet. Vor der
Ablage der jeweiligen Bodenelemente 1 auf dem Fundament 4 der jeweiligen Halle werden
in den Löchern 25 bzw. den Gewindehülsen 26 von der den Bodenplatten 2 abgewandten
Seite her Stützen 5 angeordnet. Das Bodenelement 1 wird dann auf dem Fundament 4 mit
Hilfe der Stützen 5 abgesetzt. Im Ausführungsbeispiel sind der Stützen 5 als Gewindestangen
ausgebildet, sodass mit ihrer Hilfe eine Nivellierung der Bodenelemente 1 möglich
ist. Gleichzeitig ist bei Verwendung der Stützen 5 zwischen dem Unterbau 3 und dem
Fundament 4 der jeweiligen Halle ein Freiraum gebildet.
[0019] Bei der Erstellung des Bodenbelages werden die Bodenelemente 1 unmittelbar benachbart
- spaltfrei - zueinander abgestellt. Soweit vorhanden werden die Bodenelemente 1 auf
den Stützen 5 abgestellt (Figur 4). Sind keine Stützen vorgesehen, können die Bodenelemente
direkt auf dem Fundament oder auf kleinen Sockeln abgestellt werden. Nach Abstellen
einer gewünschten Anzahl von Bodenelementen 1 wird der Freiraum zwischen den Bodenelementen
1 und dem Fundament 4 mit Beton/Estrich verfüllt. Dieses Verfüllen kann insbesondere
bei großflächigen Bodenelementen 1 dadurch erfolgen, dass bereits beim Herstellen
der Bodenelemente 1 eine Bodenplatte 2 ausgespart ist, sodass das Bodenelement 1 nach
dem Aushärten des Unterbaus 3 eine Öffnung aufweist. Bei der Herstellung eines Bodenbelages
mit Hilfe der Bodenelemente 1 kann dann der Beton/Estrich zum Ausfüllen des zwischen
Unterbau 3 und Fundament 4 geschaffenen Freiraums durch die Öffnung(en) in dem jeweiligen
Bodenelement 1 eingefüllt werden. Beim Einfüllen des Betons/Estrichs steigt dieser
nach vollständigem Verfüllen des zwischen Unterbau 3 und Fundament 4 geschaffenen
Freiraums in der in dem Bodenelement 1 befindlichen Öffnung an. Zum Abschluss wird
die Öffnung durch Einlegen einer Bodenplatte 2 geschlossen, wodurch ein durchgängiger
Bodenbelag geschaffen ist. Während des Aushärtens des zwischen Fundament 4 und Unterbau
3 verfüllten Betons/Estrichs können zu dessen Verdichtung mit Hilfe der als Gewindestangen
ausgebildeten Stützen 5 die Bodenelemente 1 abgesenkt werden. Gleichzeitig wird so
gewährleistet, dass der Kontakt zwischen dem Unterbau 3 sowie den Armierungen 6 und
dem verfüllten Beton/Estrich aufgrund der Schrumpfung des Betons/Estrichs in Folge
der Verdunstung des im Beton/Estrich enthaltenen Wassers nicht verloren geht.
[0020] Durch die im Vergleich zu bekannten Bodenplatten wesentlich größeren Abmessungen
der Bodenelemente 1 sowie ihrer Vorfertigung ist es möglich, den Bodenbelag in Industriehallen
in wesentlich kürzerer Zeit fertigzustellen, als dies bisher bei Verwendung von Bodenplatten
möglich war. Durch die Zeitersparnis sind gleichzeitig erhebliche Kosten eingespart.
[0021] In Abwandlung des vorstehend geschilderten Ausführungsbeispiels ist es selbstverständlich
auch möglich, die Bodenelemente mit Bodenplatten zu versehen, die eine abgewandelte
Ausbildung aufweisen. Auch die Verwendung von Bodenplatten mit abgekanteten Leisten,
aufgeschweißten Rahmen oder auch ohne jegliche vertikale Leisten ist möglich.
1. Bodenelement (1) bestehend aus mindestens einer Bodenplatte (2) aus Blech oder Stahlblech
und einem Unterbau (3) aus Beton oder Estrich.
2. Bodenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der Bodenplatten (2) Leisten (23, 24) befestigt sind.
3. Bodenelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (2) mit Krallen (22) versehen ist.
4. Bodenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Bodenplatte (2) mindestens ein Loch (25) vorgesehen ist.
5. Bodenelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass fluchtend zu dem Loch (25) auf der Unterseite der Bodenplatte (2) eine Gewindehülse
(26) befestigt ist.
6. Bodenelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Unterbau (3) Armierungen (6) vorgesehen sind.
7. Bodenelement nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungen (6) aus dem Unterbau (3) herausragen.
8. Verfahren zur Herstellung eines Bodenelementes, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Bodenplatte aus Blech oder Stahlblech mit seiner Oberseite nach unten
in einer Form abgelegt wird und die Form mit Beton oder Estrich angefüllt wird.
9. Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages mit Hilfe von Bodenelementen (1), die
aus einer Bodenplatte (2) und einem Unterbau (3) bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenelemente (1) benachbart zueinander abgestellt werden und ein zwischen Bodenelement
(1) und Fundament (4) bestehender Freiraum mit Beton oder Estrich verfüllt wird.
10. Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenelemente (1) auf Stützen (5) abgestellt, die in den Bodenelementen (1) angeordnet
sind.
11. Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenelemente (1) mittels als Gewindestangen ausgebildeten Stützen (5) auf dem
Fundament (4) nivelliert werden.
12. Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenelemente (1) mittels als Gewindestangen ausgebildeten Stützen (5) auf dem
Fundament (4) abgesenkt werden.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Bodenelement (1), bestehend aus mindestens einer Bodenplatte (2) aus Blech oder Stahlblech
und einem Unterbau (3) aus Beton oder Estrich, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Bodenplatte (2) des Bodenelementes (1) mindestens ein Loch (25)
vorgesehen ist und fluchtend zu diesem Loch (25) auf der Unterseite der Bodenplatte
(2) eine Gewindehülse (26) befestigt ist.
2. Bodenelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite der Bodenplatten (2) Leisten (23, 24) befestigt sind.
3. Bodenelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (2) mit Krallen (22) versehen ist.
4. Bodenelement nach einem Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Unterbau (3) Armierungen (6) vorgesehen sind.
5. Bodenelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierungen (6) aus dem Unterbau (3) herausragen.
6. Verfahren zur Herstellung eines Bodenelements (1) bestehend aus mindestens einer Bodenplatte
(2) aus Blech oder Stahlblech und einem Unterbau (3) aus Beton oder Estrich, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (2) mit ihrer Obersite nach unten in einer Form abgelegt wird und
die Form mit Beton oder Estrich angefüllt wird.
7. Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelags mit Hilfe von Bodenelementen (1), von
denen jedes aus Bodenplatten (2) aus Blech oder Stahlblech und aus Unterbauten (3)
aus Beton oder Estrich besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenelemente (1) benachbart zueinander abgestellt werden und ein zwischen Bodenelement
(1) und Fundament (4) bestehender Freiraum mit Beton oder Estrich verfüllt wird.
8. Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenelemente (1) auf Stützen (5) abgestellt, die in den Bodenelementen (1) angeordnet
sind.
9. Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenelemente (1) mittels als Gewindestangen ausgebildeten Stützen (5) auf dem
Fundament (4) nivelliert werden.
10. Verfahren zur Herstellung eines Bodenbelages nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenelemente (1) mittels als Gewindestangen ausgebildeten Stützen (5) auf dem
Fundament (4) abgesenkt werden.

