[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für Fassadenelemente nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie ein Verfahren zum Befestigen von Fassadenelementen
auf Trägerprofilen einer Fassadenkonstruktion.
[0002] Derartige Befestigungsvorrichtungen für Fassadenelemente werden in einer Fassadenkonstruktion
aus Trägerprofilen benötigt, die beispielsweise aus einer Pfosten/Riegelkonstruktion
bestehen. Die Pfosten- und Riegelkonstruktionen können aus Holz aber auch aus Metall
bestehen. Besonders bevorzugt sind Stahlhohlprofile und Stahlvollprofile. Es ist bekannt
auf den Trägerprofilen Aufsatzprofile aufzusetzen, die einen Schraubkanal aufweisen.
In den Schraubkanal kann eine Befestigungsschraube eingeschraubt werden, mit deren
Hilfe eine Klemmleiste gegen die Fassadenelemente der Fassadenkonstruktion angedrückt
werden kann, um die Fassadenelemente auf der Fassadenkonstruktion zu befestigen.
[0003] Nachteilig ist bei dem bekannten Stand der Technik, dass der Schraubkanal mit dem
Trägerprofil verschweißt ist. Infolgedessen muss der Schraubkanal mit dem Trägerprofil
vorgefertigt sein und kann nicht erst auf der Baustelle angebracht werden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Aufsatzprofil sowie ein Verfahren
zum Befestigen von Fassadenelementen zu schaffen, das in einfacher Weise nachträglich,
z.B. auf der Baustelle, mit dem Profilträger verbunden werden kann.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 18.
[0006] Die Erfindung sieht in vorteilhafter Weise vor, dass die Trägerprofile zum Befestigen
des Aufsatzprofils eine aus Löchern bestehende erste Lochreihe aufweisen, und dass
die dem Trägerprofil zugewandte Seite des Aufsatzprofiles im Bereich des Schraubkanals
eine der ersten Lochreihe hinsichtlich des Lochabstandes angepasste zweite Lochreihe
aus Bohrungen aufweist, durch die erste Befestigungsschrauben mit einem Selbstschneidegewinde
in die Löcher des Trägerprofils einschraubbar sind. In den Schraubkanal sind zweite
Befestigungsschrauben einschraubbar, die die Klemmleiste gegen die Fassadenelemente
der Fassadenkonstruktion vorspannen, wodurch die Fassadenelemente in der Fassadenkonstruktion
gehalten werden.
[0007] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass das Aufsatzprofil
aus einem ersten Profilteil mit einem im wesentlichen U-förmigen Aufnahmekanal besteht,
der eine Aufnahmeeinrichtung für einen werkzeuglos einfügbaren zweiten Profilteil
bildet, der den Schraubkanal aufweist.
[0008] Das zweiteilige Aufsatzprofil hat den Vorteil, dass das zweite Profilteil mit dem
Schraubkanal werkzeuglos in den Aufnahmekanal einfügbar ist.
[0009] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Wände des Aufnahmekanals elastisch verformbar
sind und mit dem zweiten Profilteil verrastbar sind. Das zweite Profilteil wird nicht
in das erste Profilteil seitlich eingeschoben, sondern von oben in den Aufnahmekanal
hineingedrückt, wodurch das erste Profilteil mit dem zweiten Profilteil verrastet.
[0010] Das erste Profilteil kann mit nach innen in den Aufnahmekanal vorspringenden Rastnasen
versehen sein, die in entsprechender Aussparung des zweiten Profilteils eingreifen.
Dadurch, dass die Rastnasen auf der gesamten Länge des zweiten Profilteils eingreifen,
ist ein sicherer Halt des zweiten Profilteils in dem Aufnahmekanal gewährleistet.
[0011] Das Aufsatzprofil weist an den inneren Seitenwänden des Schraubkanals längslaufende
Nuten im Abstand der Schraubensteigung der zweiten Befestigungsschrauben auf.
[0012] Dadurch kann der Eingriff der zweiten Befestigungsschrauben, die auch mit einem Selbstschneidegewinde
versehen sein können, verbessert werden, so dass höhere Haltekräfte realisiert werden
können.
[0013] Die längslaufenden Nuten auf der einen Seitenwand des Schraubkanals können relativ
zu den längslaufenden Nuten auf der anderen Seitenwand des Schraubkanals entsprechend
der Steigung der zweiten Befestigungsschrauben versetzt angeordnet sein. Auf diese
Weise ist sichergestellt, dass die Befestigungsschrauben beidseitig mit den Nuten
im Eingriff sind.
[0014] Der Schraubkanal kann in etwa in der Mitte seiner Tiefe mit einem quer zu den Seitenwänden
verlaufenden Steg verbunden sein, der die Haltekräfte des Schraubkanals erhöht und
von der selbstschneidenden Befestigungsschraube durchstoßen werden kann. Der Steg
kann vorzugsweise orthogonal zu den Seitenwänden verlaufen.
[0015] Ein Dichtungsprofil überdeckt das Aufsatzprofil vollständig und verschließt den Schraubkanal,
so dass keine Feuchtigkeit in den Schraubkanal des Aufsatzprofils eindringen kann.
[0016] Die Dichtung kann einen in den Schraubkanal hineinragenden Vorsprung aufweisen, mit
dessen Hilfe die Dichtung in dem Schraubkanal gehalten wird.
[0017] Das erste Profilteil weist vorzugsweise einen Auflageflansch auf, von dem der Aufnahmekanal
des ersten Profilteils orthogonal absteht.
[0018] Der auf einem Trägerprofil aufliegende Auflageflansch des ersten Profilteils oder
des Aufsatzprofils kann auf der dem Trägerprofil zugewandten Seite in Längsrichtung
des Aufsatzprofils verlaufende Kanäle aufweisen. Das dem Trägerprofil zugewandte Ende
des zweiten Profilteils ist im Querschnitt V-förmig zulaufend, so dass dieses Ende
des Profilteils leichter in den Aufnahmekanal eingeführt werden kann und die Wände
des Aufnahmekanals zum Einfügen des zweiten Profilteils nach außen gedrückt werden,
um anschließend mit dem zweiten Profilteil zu verrasten.
[0019] Das erste Profilteil ist mit den ersten selbstschneidenden Befestigungsschrauben
in den Sacklöschern des Trägerprofils befestigbar, wobei die Klemmleiste für die Fassadenelemente
mit den zweiten Befestigungsschrauben in dem Schraubkanal befestigbar ist.
[0020] Die Trägerprofile bestehen vorzugsweise aus Vollmaterial, wobei die erste Lochreihe
aus Sacklöchern in dem Vollmaterial gebildet ist.
[0021] Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine Befestigungsvorrichtung mit einem einteiligen Aufsatzprofil,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Aufsatzprofil auf einem Trägerprofil ohne Verschraubungen,
und
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch eine Befestigungsvorrichtung mit einem zweiteiligen Aufsatzprofil.
[0023] Bekannte Fassadenkonstruktionen bestehen aus Pfostenriegel-Konstruktionen, die aus
Trägerprofilen 2 gebildet sind. Vorzugsweise sind die Trägerprofile aus Metall, z.B.
aus Aluminium oder Stahl gefertigt. Die Trägerprofile 2 können allerdings auch aus
Holz bestehen.
[0024] Bei Stahlprofilen kann das Trägerprofil aus einem Hohlprofil oder aus einem Vollprofil
bestehen.
[0025] Im folgenden sind Ausführungsbeispiele gezeigt, bei denen die Trägerprofile 2 aus
Vollmaterial bestehen.
[0026] Die Trägerprofile aus Metall, vorzugsweise aus Stahl, weisen eine Lochreihe aus Sacklöchern
15 auf, die in einem vorbestimmten Abstand angeordnet sind, wobei die Trägerprofile
2 mit vorgefertigten Sacklöchern 15 an eine Baustelle geliefert werden.
[0027] Die Sacklöcher 15 dienen zur Aufnahme einer Befestigungsvorrichtung für Fassadenelemente
14, beispielsweise Glasscheiben, insbesondere Isolierglasscheiben.
[0028] Im Falle von Trägerprofilen 2 aus Hohlprofilen sind anstelle der Sacklöcher 15 lediglich
Löcher in Form von Bohrungen in dem Trägerprofil vorgesehen.
[0029] Die Befestigungsvorrichtung besteht aus einem Aufsatzprofil 6, das mit einem Schraubkanal
8 versehen ist, wobei der Schraubkanal 8 eine Befestigungsschraube 11 aufnehmen kann,
mit deren Hilfe eine Klemmleiste 12 gegen die Fassadenelemente 14 und diese gegen
die Trägerprofile angepresst werden.
[0030] Zur Montage des Aufsatzprofils 6 auf der Baustelle weist das Aufsatzprofil 6 auf
der dem Trägerprofil 2 zugewandten Seite eine Lochreihe aus Bohrungen 18 auf, durch
die eine zweite Befestigungsschraube 10 mit einem Selbstschneidegewinde in die Löcher
bzw. Sacklöcher 15 des Trägerprofils 2 einschraubbar ist.
[0031] Vorzugsweise sind die Bohrungen 18 des Aufsatzprofils 6 in Längsrichtung des Profils
erstreckende Langlöcher, die mit dem gleichen Abstand der Lochreihe 15 des Trägerprofils
2 angeordnet sind und somit eine problemlose Montage des Aufsatzprofils 6 ermöglichen.
[0032] Fig. 1 zeigt eine erstes Ausführungsbeispiel eines einteiligen Aufsatzprofils 6 mit
einem im wesentlichen orthogonal zu dem Schraubkanal 8 verlaufenden Auflageflansch
52, der sich beidseitig von dem Schraubkanal 8 erstreckt.
[0033] Das Aufsatzprofil 6 besteht beispielsweise aus eloxiertem Aluminium und weist auf
der Unterseite des Auflageflansches 52 mehrere parallel zu dem Aufsatzprofil 6 verlaufende
Kanäle 54 auf, die die Kontaktfläche mit dem Trägerprofil 2 verringern und eine Belüftung
zwischen dem Aufsatzprofil 6 und Trägerprofil 2 ermöglichen. Auf der dem Trägerprofil
abgewandten Seite des Auflageflansches 2 verlaufen jeweils im Randbereich zwei von
dem Auflageflansch 52 abstehende Leisten 7, die mit einer das Aufsatzprofil 6 umschließenden
Profildichtung 48 im Eingriff sind. Die Profildichtung 48 verschließt den Schraubkanal
8 und weist zur Verankerung in dem Schraubkanal 8 einen Vorsprung 50 auf.
[0034] Das einteilige Aufsatzprofil 6 ist im Bereich der Langloch-Bohrungen 18 zur Bildung
einer Kopfauflage 9 für die Befestigungsschraube 10 abgefräst, so dass die Köpfe der
Befestigungsschrauben 10 wie aus Fig. 1 ersichtlich nicht über die Oberkante des Schraubkanals
8 überstehen.
[0035] In Fig. 2 ist die Kopfauflage 9 in Draufsicht ersichtlich.
[0036] Zweite Befestigungsschrauben 11 zum Spannen der Klemmleiste 12 gegen die Fassadenelemente
14 können in den Schraubkanal 8 eingeschraubt werden, wobei auch diese Befestigungsschrauben
11 aus selbstschneidenden Befestigungsschrauben bestehen können.
[0037] Zwischen der Klemmleiste 12 und den Fassadenelementen 14 ist eine weitere profilierte
Dichtung 49 vorgesehen, die beim Einschrauben der Befestigungsschrauben 11 an den
jeweiligen Durchbruchstellen perforiert wird. Die Befestigungsschraube 11 wird desweiteren
durch die Profildichtung 48 und den Vorsprung 50 hindurch in den Schraubkanal 8 hineingeschraubt.
Der Schraubkanal 8 weist an den im wesentlichen parallel verlaufenden inneren Seitenwänden
34 des Schraubkanals längslaufende Nuten 38 auf, die im Abstand der Schraubensteigung
der zweiten Befestigungsschrauben 11 angeordnet sind. Die Nuten der einen Seitenwand
des Schraubkanals 8 verlaufen entsprechend der Steigung der zweiten Befestigungsschrauben
11 versetzt zu den Nuten auf der anderen Seitenwand des Schraubkanals. Insofern entspricht
der Schraubkanal 8 gemäß dem einteiligen Aufsatzprofil in Fig. 1 dem in Fig. 3 gezeigten
Schraubkanal 8.
[0038] Wie aus Fig. 2 in Verbindung mit Fig. 1 hervorgeht, endet der Schraubkanal 8 in einer
Tiefe, die oberhalb dem Auflageflansch 52 liegt.
[0039] Bei diesem Ausführungsbeispiel können die Befestigungsschrauben 11 nicht an den Stellen
eingeschraubt werden, an denen sich bereits die ersten Befestigungsschrauben 10 befinden.
[0040] Fig. 3 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel mit einem zweiteiligen Aufsatzteil 6.
Das Aufsatzprofil 6 besteht aus einem ersten Profilteil 20 mit dem Auflageflansch
52 und einem orthogonal von dem Auflageflansch 52 abstehenden Aufnahmekanal 24, sowie
aus einem zweiten Profilteil 28, das werkzeuglos in den Aufnahmekanal 24 einclipbar
ist. Hierzu können die Wände 22 des Aufnahmekanals 24 leicht nach außen gespreizt
werden, damit das zweite Profilteil 28 in dem ersten Profilteil 20 einrasten kann.
Ein besonderer Vorteil dieser Lösung ist, dass das schienenförmige zweite Profilteil
28 nicht von der Seite in den Aufnahmekanal 24 eingeführt werden muss, sondern auf
das erste Profilteil 20 aufgedrückt werden kann, bis die an den freien Enden der Wände
22 angeordneten Rastnasen 30 in entsprechende Aussparungen 32 des zweiten Profilteils
28 einrasten.
[0041] Das in Fig. 3 gezeigte zweiteilige Aufsatzteil 6 besteht vorzugsweise aus eloxiertem
Aluminium, kann aber beispielsweise aus Kunststoff bestehen.
[0042] Wie aus Fig. 3 ersichtlich, kann der Schraubkanal 8 durch einen Steg 44 überbrückt
sein, der dem zweiten Profilteil 28 eine höhere Steifheit verleiht. Die Befestigungsschraube
11 wird durch diesen Steg 44 hindurch geschraubt, wodurch eine besonders feste Verbindung
zwischen der Befestigungsschraube 11 und dem zweiten Profilteil 28 geschaffen wird.
[0043] Der Steg 44 ist vorzugsweise zwischen den Seitenwänden 34,36 in einer mittleren Tiefe
angeordnet und verläuft orthogonal zu dem Schraubkanal 8.
[0044] Das dem Aufnahmekanal 24 zugewandte Ende des zweiten Profilteils 28 weist im Querschnitt
schräg verlaufende Außenwände 56 auf, die sich zum ersten Profilteil 20 hin verjüngen,
so dass das Einclipsen des zweiten Profilteils 28 in das erste Profilteil 20 vereinfacht
ist.
[0045] Grundsätzlich ist es auch möglich, derart lange selbstschneidende zweite Befestigungsschrauben
11 vorzusehen, die bis in das Trägerprofil 2 hindurchgeschraubt werden. In diesem
Fall haben die ersten Befestigungsschrauben 10 die das erste Profilteil 20 an dem
Trägerprofil 2 befestigen, nur die Aufgabe, das erste Profilteil 20 des Aufsatzprofils
6 in der gewünschten Position vorläufig zu halten, während die gesamte Befestigungsvorrichtung
dann im wesentlichen von den zweiten Befestigungsschrauben 11 gehalten würde. In diesem
Fall können die Befestigungsschrauben 11 ebenfalls nicht an den Stellen einschraubt
werden, an denen sich bereits erste Befestigungsschrauben 10 befinden. Bei einem Trägerprofil
2 aus Vollmaterial müssten die zweiten Befestigungsschrauben 11 in die Sacklöcher
15 des Trägerprofils eingeschraubt werden.
[0046] Geeigneter sind in diesem Fall Trägerprofile 2 aus einem Hohlprofil, bei denen keine
Löcher 15 zum Einschrauben der zweiten Befestigungsschrauben 11 erforderlich sind,
da diese selbstschneidenden Befestigungsschrauben durch die Profilwand des Trägerprofils
2 hindurchgeschraubt werden können.
1. Befestigungsvorrichtung für Fassadenelemente (14) in einer Fassadenkonstruktion aus
Trägerprofilen (2), mit einem einen Schraubkanal (8) aufweisenden Aufsatzprofil (6)
zum Befestigen auf einem Trägerprofil (2),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trägerprofile (2) zum Befestigen des Aufsatzprofils (6) eine aus Löchern (15)
bestehende erste Lochreihe aufweisen und dass das Aufsatzprofil (6) auf der dem Trägerprofil
(12) zugewandten Seite des Aufsatzprofiles (6) unterhalb des Schraubkanals (8) eine
der ersten Lochreihe angepasste zweite Lochreihe aus Bohrungen (18) aufweist, durch
die erste Befestigungsschrauben (10) mit einem Selbstschneidegewinde in die Löcher
(15) des Trägerprofils (2) einschraubbar sind, und dass in den Schraubkanal (8) zweite
Befestigungsschrauben (11) einschraubbar sind, wobei die zweiten Befestigungsschrauben
(11) eine Klemmleiste (12) gegen die Fassadenelemente (14) der Fassadenkonstruktion
andrücken und gegen die Trägerprofile (2) anpressen.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufsatzprofil (6) aus einem ersten Profilteil (20) mit einem im wesentlichen
U-förmigen Aufnahmekanal (24) besteht, der eine Aufnahmeeinrichtung für einen werkzeuglos
einfügbaren zweiten Profilteil (28) bildet, der den Schraubkanal (8) aufweist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Wände (22) des Aufnahmekanals (24) elastisch verformbar sind und mit dem zweiten
Profilteil (28) verrastbar sind.
4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Profilteil (20) mit nach innen in den Aufnahmekanal (24) vorspringenden
Rastnasen (30) versehen ist, die in entsprechende Aussparungen (32) des zweiten Profilteils
(28) eingreifen.
5. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufsatzprofil (6) an den inneren Seitenwänden (34) des Schraubkanals (8) längslaufende
Nuten (38) im Abstand der Schraubensteigung der zweiten Befestigungsschrauben (11)
aufweist.
6. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten der einen Seitenwand des Schraubkanals (8) entsprechend der Steigung der
zweiten Befestigungsschrauben (11) versetzt zu den Nuten (38) auf der anderen Seitenwand
des Schraubkanals (8) verlaufen.
7. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (34) des Schraubkanals (8) über einen Steg (44) verbunden sind.
8. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (44) orthogonal zu den Seitenwänden (34) verläuft.
9. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (44) die Seitenwände (34,36) in Tiefenrichtung des Schraubkanals (8) in
einem mittleren Bereich verbindet.
10. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dichtungsprofil (48) das Aufsatzprofil (6) vollständig überdeckt und den Schraubkanal
(8) verschließt.
11. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (48) einen in den Schraubkanal (8) hineinragenden Vorsprung (50) aufweist.
12. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Profilteil (20) einen Auflageflansch (52) aufweist, von dem der Aufnahmekanal
(24) des ersten Profilteils (20) orthogonal absteht.
13. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der auf einem Trägerprofil (2) aufliegende Auflageflansch (52) des ersten Profilteils
(20) oder des Aufsatzprofils (6) auf der dem Trägerprofil (2) zugewandten Seite in
Längsrichtung des Aufsatzprofils (6) verlaufende Kanäle (54) aufweist.
14. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Profilteil (24) auf der dem ersten Profilteil (20) zugewandten Seite unter
einem Schrägwinkel verlaufende Außenwände (56) aufweist, die sich zum ersten Profilteil
(20) hin verjüngen.
15. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Profilteil (20) mit den ersten selbstschneidenden Befestigungsschrauben
(10) in den Löchern (15) des Trägerprofils (2) befestigbar ist und dass die Klemmleiste
(12) für die Fassadenelemente (14) mit den zweiten Befestigungsschrauben (11) in dem
Schraubkanal (8) des zweiten Profilteils (28) befestigbar ist.
16. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerprofile (2) aus Vollmaterial bestehen, und dass die erste Lochreihe in
den Trägerprofilen (2) aus Sacklöchern (15) gebildet ist.
17. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Lochreihe auf der den Trägerprofilen (2) zugewandten Seite des Aufsatzprofils
(6) aus Langlöchern (18) besteht.
18. Verfahren zum Befestigen von Fassadenelementen (14) auf Trägerprofilen einer Fassadenkonstruktion
- durch Verwenden von vorgefertigten, mit einer ersten Lochreihe versehenen Trägerprofilen
(2)
- durch Verwenden von vorgefertigten, mit einer zweiten, der ersten Lochreihe angepassten
Lochreihe versehenen Aufsatzprofilen (6) für die Trägerprofile (2), wobei die Aufsatzprofile
(6) einen Schraubkanal (8) aufweisen,
- durch Verbinden der Aufsatzprofile (6) mit den Trägerprofilen (2,4) über erste Befestigungsschrauben
(10) mit selbstschneidenden Gewinden, die durch die ersten in die zweiten Lochreihen
eingeschraubt werden,
- wobei die Fassadenelemente (14) über Klemmleisten (12) gehalten werden, die mit
Hilfe zweiter Befestigungsschrauben (11) in dem Schraubkanal (8) befestigt werden.
19. Verfahren nach Anspruch 18,
gekennzeichnet durch
- die Verwendung von vorgefertigten Trägerprofilen (2) aus Vollmaterial, bei denen
die erste Lochreihe durch Bohren von Sacklöchern (15) in den Trägerprofilen (2) in einen vorgegebenen Abstand
erzeugt wird,
- wobei die ersten selbstschneidenden Befestigungsschrauben (10) durch das Aufsatzprofil (6) in die Sacklöcher (15) eingeschraubt werden.
20. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Verwendung von vorgefertigten Trägerprofilen (2) aus Hohlprofilen, bei denen
die erste Lochreihe durch Bohren von Löchern (15) in die Profilwand des Trägerprofils
(2) in einem vorgegebenen Abstand erzeugt wird, wobei zunächst die ersten Befestigungsschrauben
(10) zum vorläufigen Halten des Aufsatzprofils (6) in das Trägerprofil (2) durch die
Bohrungen (18) in die Löcher (15) eingeschraubt werden und wobei dann die zweiten
Befestigungsschrauben (11) durch den Schraubkanal (8) hindurch in das Trägerprofil
(2) auch an den Stellen eingeschraubt werden, an denen keine Löcher (15) und keine
ersten Befestigungsschrauben (10) vorhanden sind.