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(11) |
EP 1 344 190 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.08.2010 Patentblatt 2010/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.10.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2001/003947 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/035477 (02.05.2002 Gazette 2002/18) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR ERHEBUNG VON NUTZUNGSGEBÜHREN
METHOD FOR CHARGING TOLLS
PROCEDE POUR PRELEVER DES TAXES D'UTILISATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
27.10.2000 DE 10054378
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.09.2003 Patentblatt 2003/38 |
| (73) |
Patentinhaber: Vodafone Holding GmbH |
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40213 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- JUNGEMANN, Matthias
52076 Aachen (DE)
- BARKER, Ronald
81379 München (DE)
- KONZOK, Holger
42329 Wuppertal (DE)
- HERZOG, Rolf
40803 Ratingen (DE)
- MÜHLETHALER, Franz
CH-3075 Rütenacht (CH)
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| (74) |
Vertreter: Meissner, Peter E. |
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Meissner & Meissner
Patentanwaltsbüro
Hohenzollerndamm 89 14199 Berlin 14199 Berlin (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 741 891 DE-A- 4 427 392 US-A- 5 970 481
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EP-A- 0 802 509 US-A- 5 144 553
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhebung von Nutzungsgebühren für die Nutzung
gebührenpflichtiger Streckenabschnitte von Verkehrswegen in einem Verkehrswegenetz
durch Fahrzeuge gemäß dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Streckenabschnitte im Sinne der vorliegenden Erfindung können auch begrenzte geographische
Zonen wie etwa Innenstädte oder sonstige abgrenzbare Gebiete sein.
[0003] Aus der
US 5,970,481 ist eine Einrichtung zur Erhebung von Nutzungsgebühren für die Nutzung gebührenpflichtiger
Streckenabschnitte von Verkehrswegen in einem Verkehrswegenetz durch Fahrzeuge bekannt,
die jeweils in einem die Nutzung vornehmenden Fahrzeug angeordnet ist, wobei aufgrund
von Positionsdaten, die für die aktuelle Position des Fahrzeugs repräsentativ sind,
und von Streckendaten, die für den geographischen Verlauf der gebührenpflichtigen
Streckenabschnitte der Verkehrswege repräsentativ sind, die jeweilige Nutzung eines
gebührenpflichtigen Streckenabschnitts (oder geografischen Gebiets) ermittelt wird.
[0004] Aus der
EP 0 616 301 B1 ist eine Vorrichtung zur Bestimmung von Nutzungsgebühren für die Nutzung gebührenpflichtiger
Streckenabschnitte von Verkehrswegen eines Verkehrswegenetzes durch Fahrzeuge bekannt,
die jeweils im Fahrzeug angeordnet ist und mit fahrzeugseitigen Mitteln zur Positionsbestimmung
des Fahrzeugs, d.h. zur Feststellung seines aktuellen geographischen Aufenthaltsorts
versehen ist und darüber hinaus über eine fahrzeugseitige Speichereinrichtung verfügt,
in welcher Streckendaten gespeichert sind, die den geographischen Verlauf der einzelnen
gebührenpflichtigen Streckenabschnitte des Verkehrswegenetzes kennzeichnen. Weiterhin
verfügt diese Vorrichtung in ihrem Speicher über Daten (Tarifdaten), die den einzelnen
gebührenpflichtigen Streckenabschnitten zugeordnet sind und für die Gebührenbeträge
repräsentativ sind, die im Falle der Nutzung des jeweiligen Streckenabschnitts durch
das Fahrzeug fällig werden. Durch eine Rechnereinheit dieser Vorrichtung wird festgestellt,
ob das Fahrzeug einen gebührenpflichtigen Streckenabschnitt benutzt und welcher Gebührenbetrag
jeweils zu entrichten ist. Dieser Betrag kann jeweils durch eine mit der Rechnereinheit
verbundene fahrzeugseitige Abbuchungseinheit auf einer Benutzerkarte (z.B. Kreditkarte)
abgebucht werden.
[0005] Ein entsprechendes System zur Abrechnung von Nutzungsgebühren für ein gebührenpflichtiges
Wegstreckennetz ist auch aus der
EP 0 691 013 B1 bekannt. Dort werden ebenfalls durch eine fahrzeugseitige Einrichtung, die eigenständig
die jeweilige Fahrzeugposition ermittelt und über geographische Streckendaten sowie
Tarifdaten des nutzungsgebührenpflichtigen Wegstreckennetzes verfügt, die für die
Streckennutzung durch ein Fahrzeug jeweils fälligen Nutzungsgebühren ermittelt und
von einer im Fahrzeug mitgeführten vorbezahlten Guthabenkarte für Nutzungen des Wegstreckennetzes
abgebucht. Wie bei der
EP 0 616 301 B1 werden für die Positionsbestimmung des Fahrzeugs vorzugsweise die Signale eines Navigationssatellitensystems
benutzt. Um einen ordnungsgemäßen Abrechnungsbetrieb zu gewährleisten bzw. diesen
kontrollieren zu können, ist hierbei weiterhin eine nach außen wirkende Signaleinrichtung
vorgesehen, die nach Verbrauch des Guthabenbetrags auf der Wertguthabenkarte im Falle
des weiteren Aufenthalts des Fahrzeugs auf einer der Nutzungsabrechnung unterliegenden
Wegstrecke aktiviert wird und somit missbräuchliche Nutzungen durch entlang des gebührenpflichtigen
Wegstreckennetzes aufgestellte Kontrolleinrichtungen erkennbar macht. Durch die Abbuchung
der fälligen Nutzungsgebühren von einer Wertguthabenkarte im Fahrzeug wird sichergestellt,
dass die Nutzungsgebührenabrechnung in völlig anonymer Weise vor sich geht, also keine
rechtsmissbräuchliche Verfolgung der von einzelnen Fahrzeugen jeweils zurückgelegten
Wegstrecken möglich ist.
[0006] Die
EP 0 741 891 B1 offenbart ein Verfahren zur Ermittlung von Nutzungsgebühren für Verkehrswege und
Verkehrsflächen, das eine im Fahrzeug befindliche Einrichtung benutzt, mit deren Hilfe
aufgrund von Positionsdaten und Tarifdaten im Fahrzeug Nutzungsgebühren berechnet
und über ein digitales Mobilfunknetz an eine Zentralstelle übertragen werden. Im Unterschied
zu den beiden vorgenannten Systemen wird hier also nicht die Gebührenabrechnung im
Fahrzeug auf einer Benutzerkarte oder Wertguthabenkarte vorgenommen, sondern die eigentliche
Abrechnung der fälligen Nutzungsgebühren erfolgt durch eine Zentralstelle. Im Fahrzeug
selbst werden also lediglich die jeweiligen Nutzungsbeträge eigenständig ermittelt.
Ein solches zentrales Verfahren ist wegen der nachträglichen Verfolgbarkeit der von
einzelnen Fahrzeugen benutzten gebührenpflichtigen Streckenabschnitte in erster Linie
nur für den gewerblichen Straßenverkehr geeignet, also für die streckenbezogene Nutzungsgebührenabrechnung
für Lastkraftwagen und Omnibusse, da hierbei die datenschutzrechtlichen Anforderungen
anders sind als für den privaten Straßenverkehr.
[0007] Gemeinsam ist den vorgenannten Abrechnungssystemen das Merkmal, dass die einzelnen
Nutzungsgebührenbeträge jeweils im Fahrzeug ermittelt werden, so dass die fahrzeugseitige
Einrichtung zur Ermittlung der Nutzungsgebühren über die aktuellen Tarife der Nutzung
des Wegstreckennetzes verfügen muss. Dadurch ist es auf der anderen Seite problemlos
möglich, den Fahrer des jeweiligen Fahrzeugs über den Umfang seiner gebührenpflichtigen
Wegstreckennutzung und den zu erwartenden Rechnungsbetrag für die Nutzung bzw. den
aktuellen Stand seines noch verfügbaren vorbezahlten Wertguthabens für Streckennutzungen
zu informieren.
[0008] Die zentralseitige Abbuchung der einzelnen Nutzungsbeträge hat den Vorteil, dass
für den Betreiber des Nutzungsgebührenerhebungssystems, also z.B. eine im Auftrag
des Staates tätige Gebührenerhebungsgesellschaft die nutzungsgerechte Abrechnung der
durch eine Vielzahl von Fahrzeugen vorgenommenen Nutzungshandlungen mit hoher Genauigkeit
und Sicherheit durchgeführt werden kann und dass auf der anderen Seite die Fahrer
der Fahrzeuge von der Notwendigkeit manueller Tätigkeiten zur Entrichtung der Nutzungsgebühren
entbunden sind, da der erforderliche Geldfluss zur Begleichung der Nutzungsgebühren
jeweils durch Rechnungsstellung und/oder im Kontoabbuchungsverfahren möglich ist (Postpaid-Verfahren).
Selbstverständlich kann auch bei diesem System mit einem vorbezahlten Wertguthaben
gearbeitet werden, für das jeweils ein entsprechendes Guthabenkonto in der zentralen
Abrechnungsstelle geführt wird (Prepaid-Verfahren). Wegen der Vielzahl von Fahrzeugen,
die der Nutzungsgebührenabrechnung unterliegen, kommt dem Kommunikationsaufwand, der
für den Datenaustausch zwischen der fahrzeugseitigen Einrichtung zur Ermittlung der
einzelnen Nutzungsgebührenbeträge und der zentralen Abrechnungsstelle eine erhebliche
Bedeutung zu. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, kann man statt einer Übermittlung
jedes einzelnen Teilbetrags für die Teilstrecken während einer Fahrt auch vorsehen,
dass im Fahrzeug eine gewisse Aufsummierung von Einzelbeträgen vorgenommen wird, bevor
diese Summe mit den erforderlichen Einzelinformationen zur Abrechnung an die Zentrale
übermittelt wird. Dadurch verringert sich der Kommunikationsaufwand entsprechend auf
einen Bruchteil des sonst erforderlichen Aufwandes. Da die Ermittlung der Einzelbeträge
im Fahrzeug autark erfolgt, ist es, wie vorstehend bereits erwähnt wurde, jeder Zeit
möglich, den Fahrer über den Betrag der während einer Fahrt bis dahin angefallenen
Nutzungsgebühren bzw. über den aktuellen Stand eines Nutzungsgebühren-Wertguthabens
zu informieren. Damit kann sichergestellt werden, dass ein vorgegebener Kreditrahmen
im Falle des Postpaid-Verfahrens nicht überstritten wird, indem nämlich rechtzeitig
eine Abrechnung des bisherigen Kredits vorgenommen und ein neuer Kreditrahmen zur
Verfügung gestellt wird, oder rechtzeitig eine Auffüllung des Wertguthabens beim Prepaid-Verfahren
veranlasst wird.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes Verfahren vorzuschlagen,
bei dem unter Verzicht auf eine fahrzeugseitige Bestimmung der abzurechnenden Einzelbeträge
bei der Benutzung eines nutzungsgebührenpflichtigen Wegstreckennetzes dennoch eine
sichere Abrechnung der Gebühren wahlweise nach dem Postpaid-Verfahren oder dem Prepaid-Verfahren
erfolgen kann. Es soll also gewährleistet werden, dass eine rechtzeitige Auffüllung
eines Nutzungsgebühren-Wertguthabens bzw. eine Erneuerung des Kreditrahmens vorgenommen
werden kann, ohne dass die Gefahr besteht, dass bei Fortsetzung der Fahrt durch das
gebührenpflichtige Wegstreckennetz eine Abrechnung von Einzelbeträgen an einem nicht
ausreichenden Wertguthaben oder Kreditrahmen scheitert, d.h. die generelle Nutzungsberechtigung
des jeweiligen Fahrzeugs (gemeint ist die Fähigkeit, dass die jeweils fälligen Gebührenbeträge
tatsächlich abgebucht werden können, also eine Abbuchungsbereitschaft) nicht mehr
gewährleistet werden kann und somit unberechtigte Wegstreckennutzungen erfolgen ("Schwarzfahren"),
wenn das Fahrzeug weiterhin im nutzungsgebührenpflichtigen Wegstreckennetz verbleibt.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den im Patentanspruch
1 angegebenen Merkmalen. Dieses Verfahren ist durch die in den Unteransprüchen 2 bis
15 angegebenen Merkmale in vorteilhafte Weise weiter ausgestaltbar.
[0011] Die vorliegende Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Erhebung von Nutzungsgebühren
für die Nutzung gebührenpflichtiger Streckenabschnitte von Verkehrswegen in einem
Verkehrswegenetz, das auch ein Teilnetz eines umfassenderen Verkehrswegenetz sein
kann, durch Fahrzeuge mittels einer Einrichtung, die jeweils in einem die Nutzung
vornehmenden Fahrzeug angeordnet ist und aufgrund von Positionsdaten, die für die
aktuelle geographische Position des Fahrzeugs repräsentativ sind, und von Streckendaten,
die für den geographischen Verlauf der gebührenpflichtigen Streckenabschnitte der
Verkehrswege repräsentativ sind, die jeweilige Nutzung der gebührenpflichtigen Streckenabschnitte
durch das Fahrzeug ermittelt. Dabei werden Nutzungsdaten, die für die Nutzung der
gebührenpflichtigen Streckenabschnitte kennzeichnend sind, von dieser Einrichtung
jeweils auf drahtlosem Wege zeitnah zu den einzelnen Nutzungen an eine Zentralstelle
zur Abrechnung der Nutzungsgebühren übermittelt. Unter dem Begriff "zeitnah" ist in
diesem Zusammenhang zu verstehen, dass die Datenübermittlung noch während der Fahrt
des Fahrzeugs stattfindet. Bei diesem Verfahren wird sichergestellt, dass während
der Nutzung die generelle Nutzungsberechtigung des Fahrzeugs (Buchungsbereitschaft),
die geknüpft ist an das Vorhandensein eines noch ausreichend hohen unverbrauchten
Teils entweder eines vorbezahlten Gebührenguthabens oder eines Gebührenkredits mit
vorbestimmter maximaler Höhe, rechtzeitig durch Bewirkung eines Zahlungsvorgangs zulasten
des Betreibers des Fahrzeugs (z.B. Fahrer oder Halter des Fahrzeugs) unterbrechungsfrei
erhaltbar ist. In die Bestimmung der Nutzungsgebühren gehen dabei fahrzeugspezifische
und/oder streckenspezifische und/oder zeitspezifische Parameter ein, d.h. die nach
dem jeweiligen Tarif fälligen Nutzungsgebühren sind im Regelfall keine unabhängigen
Fixbeträge, sondern richten sich beispielsweise nach bestimmten Fahrzeugparametern
(z.B. Fahrzeuggewicht, Achszahl, Schadstoffklasse usw.) oder nach ortsabhängigen Kriterien
(z.B. ortsabhängig höhere Gebühren bei Streckenabschnitten mit teuren Tunneln oder
Brücken) oder auch nach zeitabhängigen Kriterien (höhere Gebühren für Tageszeiten
oder an bestimmten Tagen mit besonders hoher Verkehrsbelastung).
[0012] Bei einem solchem Verfahren ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die genaue Bestimmung
der fälligen Nutzungsgebühren nicht im Fahrzeug, sondern erst in der Zentralstelle
anhand von zentralseitig gespeicherten Tarifdaten und anhand der von der jeweiligen
fahrzeugseitigen Einrichtung übermittelten Nutzungsdaten erfolgt. Dabei wird in der
fahrzeugseitigen Einrichtung wiederholt eine Abschätzung vorgenommen, ob der jeweils
noch verfügbare Teil des Gebührenguthabens oder des Gebührenkredits ausreicht, die
zu erwartende Nutzungsgebühr für einen oder mehrere der nächsten noch nicht erreichten
Streckenabschnitte des gebührenpflichtigen Verkehrswegenetzes abrechnen zu können.
Erfindungsgemäß wird für diese Abschätzung unabhängig vom tatsächlichen Nutzungstarif
ein fest vorgegebener pauschaler Kostensatz zu Grunde gelegt, so dass eine Speicherung
des jeweils anzuwendenden Tarifs, der sich unter Umständen kurzfristig ändern kann
(z.B. in Abhängigkeit von der tatsächlichen Verkehrsbelastung auf einer gebührenpflichtigen
Teilstrecke) nicht erforderlich ist. Es ist vorgesehen, dass die Höhe des noch verfügbaren
Teils des Gebührenguthabens je nach Art des gewählten Abrechnungsverfahrens von der
Zentralstelle mindestens einmal während einer Fahrt an die fahrzeugseitige Einrichtung
übermittelt wird. Vorzugsweise findet die Übermittlung mehrmals (z.B. in vorgegebenen
zeitlichen oder entfernungsmäßigen Abständen) statt. Weiterhin sieht die Erfindung
vor, dass die fahrzeugseitige Einrichtung für den Fall, dass sich bei der Abschätzung
keine Bestätigung für eine noch ausreichende Höhe des verfügbaren Gebührenguthabens
oder des Gebührenkredits ergibt, ein Signal an den Fahrer ausgibt mit der Aufforderung,
ein neues Gebührenguthaben zu kaufen, oder die Zentralstelle veranlasst, den fast
erschöpften Gebührenkredit abzurechnen und einen neuen Gebührenkredit zur Verfügung
zu stellen. Mit der Abrechnung des Gebührenkredits ist die Veranlassung des Geldflusses
vom Verkehrswegenutzer oder einer von ihm autorisierten Stelle zum Betreiber des Gebührenabrechnungssystems
gemeint. Beispielsweise handelt es sich hierbei um eine Kontoabbuchung von einem Bankkonto
des Fahrers oder eines Speditionsunternehmens, zu dem das jeweilige streckennutzende
Fahrzeug gehört.
[0013] In bevorzugter Weiterbildung des Verfahrens ist vorgesehen, die Positionsdaten im
Fahrzeug jeweils anhand von Signalen eines Navigationssatellitensystems zu ermitteln.
Solche Navigationssatellitensysteme sind Beispiel GPS (Global Positioning System),
das von den USA betrieben wird, oder GLONASS, das von Russland betrieben wird. Alternativ
könnte die Positionsbestimmung auch mit Hilfe eines auf terrestrischen Sendern basierenden
Positionsbestimmungssystems oder durch ein Mobilfunk-Ortungsverfahren vorgenommen
werden. Zur Erhöhung der Verfügbarkeit und Genauigkeit können auch eine Kombination
mehrerer Systeme oder über Funk übermittelte Korrekturdaten (z.B. DGPS) verwendet
werden. Für den Fall der zeitweiligen Nichtverfügbarkeit solcher Systeme können an
sich bekannte Dead-Reckoning-Verfahren die unterbrechungsfreie Positionsbestimmung
sichern.
[0014] Für die Kommunikation zwischen der fahrzeugseitigen Einrichtung und der für die Gebührenabrechnung
zuständigen Zentralstelle, also für die Übermittlung der auszutauschenden Daten wird
zweckmäßiger Weise ein digitales Mobilfunknetz verwendet, vorzugsweise nach dem Standard
GMS oder UMTS (Universal Mobile Telephone System).
[0015] Wie bereits vorstehend erläutert wurde, wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
mit Vorteil im Regelfall nicht jede einzelne befahrene gebührenpflichtige Teilstrecke
abgerechnet, sondern wird eine gewisse Sammlung in der fahrzeugseitigen Einrichtung
vorgenommen und nach Möglichkeit jeweils eine gemeinsame Datenübertragung für die
kennzeichnenden Daten der Benutzung mehrerer hintereinander liegender Teilstrecken
vorgenommen.
[0016] Die Aufladung eines kurz vor seiner Erschöpfung stehenden vorbezahlten Gebührenguthabens
kann zweckmäßig über Automatenstationen vorgenommen werden, die insbesondere an Autobahnraststätten,
Tankstellen und Parkplätzen entlang des gebührenpflichtigen Wegstreckennetzes betrieben
werden. Dies kann beispielsweise unter Benutzung einer Teilnehmerkarte, wie sie in
ähnlicher Weise für den Betrieb von Mobilfunktelefonen vorgesehen ist und auf der
kennzeichnende Daten des jeweiligen Fahrzeugs (z.B. Nummernschilddaten, Fahrzeugklasse,
Schadstoffklasse usw.) eingetragen sind. Diese Daten können dann über eine zwischen
der jeweiligen Automatenstation und der Zentralstelle für die Gebührenabrechnung bestehende
Kommunikationsverbindung an die Zentralstelle übertragen werden zur Identifizierung
bzw. Neueinrichtung des jeweils benötigten Wertguthabenkontos. Die Entrichtung des
zum Kauf eines Wertguthabens erforderlichen Geldbetrags kann mit Bargeld oder beispielsweise
auch mittels einer Scheckkarte oder Kreditkarte oder Geldkarte erfolgen. Damit ein
Guthabenkauf oder die Aufladung eines bereits bestehenden vorbezahlten Gebührenguthabenkontos
ohne Unterbrechung der Fahrt des Fahrzeugs erfolgen kann, ist in vorteilhafte Weiterbildung
der Erfindung vorgesehen, dass ein solcher Guthabenkauf mittels Mobilfunk, insbesondere
über das Internet durchführbar ist. Wie bei anderen Internet-Geschäften kann die Geldzahlung
dann beispielsweise über die Angabe der Kreditkartennummer einer gültigen Kreditkarte
bewirkt werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass die Auffüllung eines
Gebührenguthabens durch eine externe Stelle, zum Beispiel des Speditionsunternehmen
zu dem der jeweilige Fahrer des Fahrzeugs gehört, ausgelöst wird, nachdem der Fahrer
sich z.B. über Mobilfunk mit seiner Spedition in Verbindung gesetzt hat. In diesem
Fall können die für die Auslösung des Zahlungsvorgangs erforderlichen Informationen
selbstverständlich auch über das Festnetz übermittelt werden.
[0017] Sofern für den Fahrer keine Möglichkeit oder keine Bereitschaft besteht, ein Gebührenguthaben
aufzufüllen, kann der Fahrer sein Fahrzeug selbstverständlich auch bei der nächsten
Gelegenheit (z.B. Autobahnabfahrt) aus dem gebührenpflichtigen Wegstreckennetz herausführen,
um ein unberechtigtes Fahren in diesem gebührenpflichtigen Wegstreckennetz zu vermeiden.
[0018] Zweckmäßigerweise sieht die Erfindung vor, dass die von der fahrzeugseitigen Einrichtung
vorgenommene Abschätzung jeweils den Weg vom aktuellen Aufenthaltsort des Fahrzeugs
bis zu der oder den in Fahrtrichtung gelegenen nächsten Automatenstationen, an denen
eine Gebührenguthabenauffüllung erfolgen kann, berücksichtigt. Sofern in Fahrtrichtung
des Fahrzeugs eine Verzweigung des gebührenpflichtigen Wegstreckennetzes (z.B. Autobahndreieck
oder Autobahnkreuz) vorliegt, ist bei der Abschätzung selbstverständlich zu berücksichtigen,
dass das Fahrzeug unterschiedliche Wege auf seiner Fahrt nehmen kann. In diesem Fall
ist für die Abschätzung jeweils die Alternative zu berücksichtigen, bei der die nächstgelegene
Automatenstation am weitesten entfernt ist.
[0019] Im einfachsten Fall kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen sein, dass
der für die Abschätzung zu Grunde gelegte pauschale Kostensatz lediglich ein Festbetrag
ist, der sich an der höchsten Gebühr des teuersten Streckenabschnitts des Verkehrswegenetzes
orientiert. In diesem Fall würde also die Länge der nächsten zu befahrenden Teilstrecke
des gebührenpflichtigen Wegstreckennetzes keine Rolle spielen. Eine sehr viel realistischere
Abschätzung lässt sich jedoch erreichen, wenn der für die Abschätzung zu Grunde gelegte
pauschale Kostensatz ein streckenlängenbezogener Kostensatz (Kilometersatz) ist, der
sich z.B. an der teuersten Fahrzeugklasse (beispielsweise entsprechend der höchsten
zulässigen Achszahl eines Fahrzeugs) und/oder der teuersten Streckenkategorie orientiert.
[0020] Zweckmäßigerweise werden im Fahrzeug während der Fahrt zumindest in zeitlichen Abständen
die in der Zentralstelle ermittelten Beträge der abgerechneten bzw. abzurechnenden
Nutzungsgebühren und/oder deren Summe und/oder gegebenenfalls ein verbleibender Rest
eines vorbezahlten Gebührenguthabens angezeigt, um den Fahrer des Fahrzeugs über die
Entwicklung des abzurechnenden Gebührenvolumens fortlaufend zu informieren.
[0021] Zweckmäßigerweise werden in der fahrzeugseitigen Einrichtung Quittungsinformationen
über bereits abgerechnete Streckenabschnitte, zu denen auch der aktuell befahrene
Streckenabschnitt gehört, zu Kontrollzwecken gespeichert. Vorteilhaft wird in einer
solchen Quittungsinformation auch das Gebührenguthaben oder der Gebührenkredit gespeichert,
von dem die Gebühr für die Streckenabschnitte oder das benutzte gebührenpflichtige
geografische Gebiet abgebucht wurden oder werden sollen. In diesem Zusammenhang ist
es besonders vorteilhaft, die Quittungsinformationen zu Kontrollzwecken auf drahtlosem
Wege, insbesondere mittels DSRC (Dedicated Short Range Communication), durch Kontrollstationen
abfragen zu können, die entlang der gebührenpflichtigen Wegstreckenabschnitte positioniert
sind (ortsfeste oder vorzugsweise auch mobile Stationen), und bei Bedarf mit Daten
aus der Zentralstelle zu vergleichen. Hierzu können die Kontrollstationen über eine
Datenverbindung mit der Zentralstelle verfügen.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren stellt eine zuverlässige Abrechnung der Nutzungsgebühren
für die Nutzung gebührenpflichtiger Streckenabschnitte durch Fahrzeuge sicher, ohne
dass in den jeweils von den Fahrzeugen mitzuführenden fahrzeugseitigen Einrichtungen
eine Speicherung der aktuellen Tarifdaten für das Verkehrswegenetz erforderlich ist.
Die Bereitschaft zu einer ordnungsgemäßen Gebührenentrichtung kann dabei ohne Unterbrechung,
d.h. ohne ein Verlassen des gebührenpflichtigen Wegstreckennetz durch das Fahrzeug
aufrechterhalten werden.
1. Verfahren zur Erhebung von Nutzungsgebühren für die Nutzung gebührenpflichtiger Streckenabschnitte
von Verkehrswegen in einem Verkehrswegenetz oder mindestens einem Teilnetz eines Verkehrswegenetzes
durch Fahrzeuge mit Hilfe einer Einrichtung, die jeweils in einem die Nutzung vornehmenden
Fahrzeug angeordnet ist und aufgrund von Positionsdaten, die für die aktuelle Position
des Fahrzeugs repräsentativ sind, und von Streckendaten, die für den geographischen
Verlauf der gebührenpflichtigen Streckenabschnitte der Verkehrswege repräsentativ
sind, die jeweilige Nutzung eines gebührenpflichtigen Streckenabschnitts oder geografischen
Gebiets durch das Fahrzeug ermittelt, wobei kennzeichnende Nutzungsdaten von der Einrichtung
auf drahtlosem Wege zeitnah zu den Nutzungen an eine Zentralstelle zur Abrechnung
der Nutzungsgebühren übermittelt werden, wobei sichergestellt wird, dass während der
Nutzung die generelle Nutzungsberechtigung im Sinne einer Buchungsbereitschaft des
Fahrzeugs, die geknüpft ist an das Vorhandensein eines noch ausreichend hohen unverbrauchten
Teils entweder eines vorbezahlten Gebührenguthabens oder eines Gebührenkredits mit
vorbestimmter maximaler Höhe, rechtzeitig durch Bewirkung eines Zahlungsvorgangs zulasten
des Betreibers des Fahrzeugs unterbrechungsfrei erhaltbar ist, wobei in die Bestimmung
der Nutzungsgebühren fahrzeugspezifische und/oder streckenspezifische und/oder zeitspezifische
Parameter eingehen,
und wobei
die genaue Bestimmung der fälligen Nutzungsgebühren erst in der Zentralstelle anhand
von Tarifdaten und der von der jeweiligen Einrichtung übermittelten Nutzungsdaten
erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
- dass in der fahrzeugseitigen Einrichtung wiederholt eine Abschätzung vorgenommen wird,
ob der jeweils noch verfügbare Teil des Gebührenguthabens oder des Gebührenkredits
ausreicht, um die zu erwartende Nutzungsgebühr für einen oder mehrere der nächsten
noch nicht erreichten Streckenabschnitte des gebührenpflichtigen Verkehrswegenetzes
abrechnen zu können, wobei für die Abschätzung unabhängig vom tatsächlichen Nutzungstarif
ein fest vorgegebener pauschalierter Kostensatz zu Grunde gelegt wird,
- dass die Höhe des noch verfügbaren Teils des Gebührenguthabens oder Gebührenkredits von
der Zentralstelle während der Fahrt an die fahrzeugseitige Einrichtung übermittelt
wird und
- dass die fahrzeugseitige Einrichtung, wenn bei der Abschätzung keine Bestätigung für eine
noch ausreichende Höhe des verfügbaren Gebührenguthabens oder Gebührenkredits erhalten
wird, ein Signal an den Fahrer als Aufforderung zum Kauf eines neuen Gebührenguthabens
ausgibt oder die Zentralstelle veranlasst, den fast erschöpften Gebührenkredit abzurechnen
und einen neuen Gebührenkredit zur Verfügung zu stellen.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Positionsdaten im Fahrzeug anhand von Signalen eines Navigationssatellitensystems,
insbesondere GPS (Global Positioning System) oder GLONASS, oder eines Positionsbestimmungssystems
mit terrestrischen Sendern oder einer Kombination unterschiedlicher Positionsbestimmungssysteme
ermittelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Positionsdaten unter Zuhilfenahme von Korrekturdaten ermittelt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur unterbrechungsfreien Positionsbestimmung ein Dead-Reckoning-Verfahren eingesetzt
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Übermittlung von Daten zwischen der fahrzeugseitigen Einrichtung und der Zentralstelle
mittels digitalem Mobilfunk erfolgt, insbesondere nach dem Standard GMS oder UMTS
(Universal Mobile Telephone System).
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aufladung des vorbezahlten Gebührenguthabens ohne Unterbrechung der Fahrt des
Fahrzeugs durch einen mittels Mobilfunk über das mobile Internet bewirkten Guthabenkauf
erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Guthabenkauf über Automatenstationen, insbesondere Automatenstationen an Autobahnraststätten,
Tankstellen und Parkplätzen entlang des gebührenpflichtigen Verkehrswegenetzes erfolgt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass für den Guthabenkauf eine Kreditkarte oder eine Scheckkarte oder eine Geldkarte eingesetzt
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die von der fahrzeugsseitigen Einrichtung vorgenommene Abschätzung jeweils den Weg
vom aktuellen Aufenthaltsort des Fahrzeugs bis zu der oder den in Fahrtrichtung gelegenen
nächsten Automatenstationen berücksichtigt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der für die Abschätzung zu Grunde gelegte pauschale Kostensatz ein Festbetrag ist,
der sich an der höchsten Nutzungsgebühr des teuersten Streckenabschnitts des Verkehrswegenetzes
orientiert.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der für die Abschätzung zu Grunde gelegte pauschale Kostensatz ein streckenlängenbezogener
Kostensatz ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kostensatz sich an der höchsten teuersten Fahrzeugklasse und/oder der teuersten
Streckenkategorie orientiert.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Fahrzeug während der Fahrt zumindest in zeitlichen Abständen die in der Zentralstelle
ermittelten Beträge der Nutzungsgebühren und/oder deren Summe und/oder gegebenenfalls
ein verbleibender Rest eines vorbezahlten Gebührenguthabens angezeigt wird/werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der fahrzeugseitigen Einrichtung Quittungsinformationen über abgerechnete oder
befahrene Streckenabschnitte gespeichert werden, die das Gebührenguthaben oder den
Gebührenkredit angeben, von dem die Gebühr für die Streckenabschnitte abgebucht wurden
oder werden sollen.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Quittungsinformationen zu Kontrollzwecken auf drahtlosem Wege, insbesondere mittels
DSRC (Dedicated Short Range Communication) von Kontrollstationen entlang der gebührenpflichtigen
Streckenabschnitte abfragbar und bei Bedarf mit Daten aus der Zentralstelle vergleichbar
sind.
1. Method for collecting tolls for the use by vehicles of toll sections of traffic routes
in a traffic-route network or at least a sub-network of a traffic-route network, using
a device which is arranged in each case in a vehicle undertaking the use, and which
uses position data that are representative of the current position of the vehicle
and section data that are representative of the geographical course of the toll sections
of the traffic routes to determine the respective use of a toll section or geographical
area by the vehicle, wherein characteristic use data are sent wirelessly by the device,
near to the time of the uses, to a central point for calculating the tolls, wherein
it is ensured that during the use the general use authorisation in the sense of a
readiness of the vehicle for charging, which is linked to the presence of a still
sufficiently large unused part of either a prepaid toll credit or a toll credit of
predetermined maximum amount, can be received in good time, without interruption,
by effecting a payment process to the debit of the operator of the vehicle, wherein
vehicle-specific and/or section-specific and/or time-specific parameters are included
in the determination of the tolls, and wherein the precise determination of the tolls
due is performed only at the central point on the basis of tariff data and the use
data transmitted by the respective device,
characterised
- in that an estimation is repeatedly made in the vehicle-borne device as to whether the part
of the toll credit in each case still available is sufficient to be able to calculate
the toll to be expected for one or more of the next sections of the toll traffic-route
network which have not yet been reached, a fixedly preset flat cost unit rate being
used as a basis for the estimation independently of the actual use tariff,
- in that the amount of the part of the toll credit still available is transmitted by the central
point to the vehicle-borne device while travelling and
- in that if during the estimation no confirmation of an amount of the available toll credit
which is still sufficient is received, the vehicle-borne device emits a signal to
the driver as a request to buy a new toll credit or prompts the central point to calculate
the toll credit which is almost used up and to make available a new toll credit.
2. Method according to Claim 1,
characterised
in that the position data are determined in the vehicle using signals of a navigation satellite
system, in particular GPS (Global Positioning System) or GLONASS, or of a positioning
system having terrestrial transmitters or a combination of different positioning systems.
3. Method according to Claim 2,
characterised
in that the position data are determined with the aid of correction data.
4. Method according to one of Claims 1 to 3,
characterised
in that a dead-reckoning method is used for uninterrupted position determination.
5. Method according to one of Claims 1 to 4,
characterised
in that the transmission of data between the vehicle-borne device and the central point is
carried out by means of digital mobile communications, in particular according to
the GMS or UTMS (Universal Mobile Telephone System).
6. Method according to one of Claims 1 to 5,
characterised
in that the topping-up of the prepaid toll credit is carried out, without interrupting the
travelling of the vehicle, by a credit purchase effected by means of mobile communications
via the mobile Internet.
7. Method according to one of Claims 1 to 5,
characterised
in that the credit purchase is carried out via automated-machine stations, in particular
automated-machine stations at motorway service stations, filling stations and car
parks along the toll traffic-route network.
8. Method according to one of Claims 1 to 7,
characterised
in that a credit card or a cheque card or a money card is used for the credit purchase.
9. Method according to one of Claims 1 to 8,
characterised
in that the estimation made by the vehicle-borne device takes account in each case of the
distance from the current stopping place of the vehicle to the nearest automated-machine
station(s) in the direction of travel.
10. Method according to one of Claims 1 to 9,
characterised
in that the flat cost unit rate used as a basis for the estimation is a fixed amount based
on the highest toll of the most expensive section of the traffic-route network.
11. Method according to one of Claims 1 to 9,
characterised
in that the flat cost unit rate used as a basis for the estimation is a cost unit rate based
on the section length.
12. Method according to Claim 11,
characterised
in that the cost unit rate is based on the highest, most expensive vehicle class and/or the
most expensive section category.
13. Method according to one of Claims 1 to 12,
characterised
in that the amounts of the tolls determined at the central point and/or the total thereof
and/or, if appropriate, a remainder of a prepaid toll credit is/are displayed at least
at intervals of time in the vehicle while travelling.
14. Method according to one of Claims 1 to 13,
characterised
in that receipt information relating to calculated or travelled-on sections and showing the
toll credit from which the tolls for the sections have been or are to be debited are
stored in the vehicle-borne device.
15. Method according to Claim 14,
characterised
in that the receipt information can be retrieved for checking purposes wirelessly, in particular
by means of DSRC (Dedicated Short Range Communication), from checking stations along
the toll sections and, if required, compared with data from the central point.
1. Procédé de perception de droits d'usage pour l'utilisation de sections à péage de
voies de circulation dans un réseau de voies de circulation ou au moins dans un réseau
partiel d'un réseau de voies de circulation par des véhicules à l'aide d'un dispositif,
qui est aménagé respectivement dans un véhicule utilisateur et qui, en raison de données
de position, qui sont représentatives de la position actuelle du véhicule, et de données
de parcours, qui sont représentatives du tracé géographique des sections à péage des
voies de circulation, détermine l'usage respectif d'une section à péage ou d'une zone
géographique par le véhicule, dans lequel des données d'usage caractéristiques du
dispositif sont transmises par la voie sans fil de façon actuelle par rapport aux
usages à un poste central afin de décompter les droits d'usage, dans lequel il est
garanti que, en cours d'utilisation, le droit d'usage général au sens d'un état comptable
dans le véhicule, qui est lié à la présence d'une partie non consommée encore suffisamment
élevée d'un avoir de droits prépayé ou d'un crédit de droits d'un montant maximal
prédéterminé, puisse être obtenu sans interruption en temps opportun par le biais
d'une opération de paiement à charge de l'exploitant du véhicule, dans lequel des
paramètres spécifiques au véhicule et/ou spécifiques aux voies empruntées et/ou spécifiques
au temps d'usage interviennent dans la détermination des droits d'usage, et dans lequel
- la détermination exacte des droits d'usage exigibles ne se fait qu'au poste central
à l'aide de données tarifaires et des données d'usage transmises par le dispositif
respectif,
caractérisé en ce que,
- dans le dispositif côté véhicule, on effectue de manière répétée une estimation
pour savoir si la partie respective encore disponible de l'avoir de droits ou du crédit
de droits suffit pour pouvoir décompter le droit d'usage escompté pour une ou plusieurs
des sections suivantes, qui ne sont pas encore atteintes, du réseau de voies de circulation
à péage, dans lequel un ensemble de frais forfaitaire prédéfini de manière fixe est
pris pour base pour l'estimation, indépendamment du tarif d'usage réel,
- le montant de la partie encore disponible de l'avoir de droits ou du crédit de droits
est transmis par le poste central pendant le trajet au dispositif côté véhicule, et
- le dispositif côté véhicule, lorsqu'aucune confirmation d'un montant encore suffisant
de l'avoir ou du crédit de droits n'est obtenue lors de l'estimation, délivre un signal
au conducteur sous la forme d'une invitation à acheter un nouvel avoir de droits ou
amène le poste central à décompter le crédit de droits presque épuisé et à mettre
à disposition un nouveau crédit de droits.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les données de position dans le véhicule sont déterminées à l'aide de signaux d'un
système de navigation par satellites, en particulier d'un GPS (Global Positioning
System) ou d'un GLONASS, ou encore d'un système de détermination de position avec
des émetteurs terrestres ou une combinaison de différents systèmes de détermination
de position.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
les données de position sont déterminées à l'aide de données de correction.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que,
pour déterminer sans interruption la position, on utilise un procédé à l'estime (dead
reckoning).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la transmission de données entre le dispositif côté véhicule et le poste central s'effectue
au moyen d'un système de téléphonie mobile numérique, en particulier selon la norme
GMS ou UMTS (Universal Mobile Telephone System).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
le chargement de l'avoir de droits prépayé s'effectue sans interruption dans le trajet
du véhicule par un achat d'avoir obtenu au moyen d'un système de téléphonie mobile
par l'Internet mobile.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
l'achat d'avoir se fait par le biais de postes automatiques, en particulier de postes
automatiques situés dans des restaurants d'autoroute, des stations-service et des
aires de stationnement le long du réseau de voies de circulation à péage.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que,
pour l'achat d'un avoir, on utilise une carte de crédit ou une carte bancaire ou un
porte-monnaie électronique.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
l'estimation faite par le dispositif côté véhicule prend en compte, respectivement,
le trajet du point d'arrêt actuel du véhicule au(x) poste(s) automatique(s) suivant(s)
situé(s) dans la direction de conduite.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
l'ensemble de frais forfaitaire pris pour base pour l'estimation est un montant fixe
qui s'oriente sur le droit d'usage le plus élevé de la section la plus chère du réseau
de voies de circulation.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
l'ensemble de frais forfaitaire pris pour base pour l'estimation est un ensemble de
frais relatif à la longueur de section.
12. Procédé selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
l'ensemble de frais s'oriente sur la classe de véhicule la plus chère et/ou sur la
catégorie de section la plus chère.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que,
dans le véhicule pendant le trajet, au moins à intervalles de temps, les montants
déterminés dans le poste central des droits d'usage et/ou leur somme et/ou éventuellement
un montant restant d'un avoir de droits prépayé est/sont affichés.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que
sont enregistrées dans le dispositif côté véhicule des informations de quittance sur
des sections de voies décomptées ou empruntées qui indiquent l'avoir de droits ou
le crédit de droits, dont a été prélevé ou doit être prélevé le droit pour les sections.
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
les informations de quittance peuvent être extraites à des fins de contrôle par la
voie sans fil, en particulier au moyen d'une DSRC (Dedicated Short Range Communication)
de postes de contrôle situés le long des sections à péage et peuvent être comparées,
si nécessaire, à des données provenant du poste central.
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