[0001] Die Erfindung betrifft einen Spender zur Abgabe dosierter Mengen flüssiger bis pastöser
Produkte, bestehend aus einem Speicherbehälter mit axial verschiebbaren Nachführkolben
und einem auf dem Speicherbehälter angeordneten Spenderkopf mit einer Spenderpumpe,
deren Pumpkammer eingangs- und ausgangsseitig durch Rückschlagventile begrenzt ist
sowie mit einem der Spenderpumpe nachgeordneten Ausströmkanal mit einer durch ein
Dichtelement verschließbaren Applikationsöffnung.
[0002] Zur dosierten Abgabe flüssiger bis pastöser Produkte sind zum Herauspressen des Produktes
aus dem Speicherbehälter durch eine Applikationsöffnung unterschiedliche Vorrichtungen
bekannt, die sich bezüglich des konstruktiven Aufbaus und der Funktionsweise grundsätzlich
unterscheiden.
[0003] Ein Spender der vorstehend beschriebenen Art ist aus der EP 0 048 420 B1 bekannt.
Der Spender besteht aus einem hohlzylindrischen Speicherbehälter mit einem unteren
offenen Ende, welches durch einen axial verschiebbaren Nachrückkolben verschlossen
ist. Das obere Ende des Speicherbehälters besitzt eine Deckfläche mit einem Einlassventil.
[0004] Auf diesem zylindrischen Speicherbehälter ist ein Spenderkopf angeordnet mit einer
im Spenderkopf befindlichen Spenderpumpe, deren Pumpkammer eingangs- und ausgangsseitig
durch Rückschlagventile begrenzt ist sowie mit einem der Spenderpumpe nachgeordnetem
Mundstück mit Applikationsöffnung.
[0005] Beim dosierten Austrag des zu spendenden Produktes wird durch einen nach unten gerichteten
äußeren Druck auf die Spenderpumpe, wodurch sich diese zusammendrückt, das Auslassventil
geöffnet und das Einlassventil geschlossen und das in der Pumpkammer befindliche Produkt
über die Applikationsöffnung des Mundstücks heraus gedrückt.
[0006] Beim Loslassen und dem darauffolgenden Entspannen und Ausdehnen der Spenderpumpe
wird das Auslassventil geschlossen und das Eingangsventil geöffnet. Der sich durch
das Ausdehnen der Spenderpumpe in der Pumpkammer ausbildende Unterdruck bewirkt nun
ein Ansaugen von neuem Produkt aus dem Speicherbehälter durch das Einlassventil der
Deckfläche, wobei sich gleichzeitig der Nachlaufkolben weiter in Richtung zur Deckfläche
verschiebt. Dieser Vorgang kann solange wiederholt werden, bis der Speicherbehälter
leer und der Nachrückkolben Kontakt mit dem Deckfläche hat.
[0007] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 92 12 242.6, in dem ein ähnlicher Spender beschrieben
wird, ist bekannt, die Mündung des Ausströmkanals der Pumpkammer mit einem losen Stopfen
zu verschließen. Bei einem Spender dieser Art besteht aber die Gefahr, dass der die
Ausströmöffnung verschließende, lose Stopfen verloren geht oder vom Anwender bereits
nach einmaligem Gebrauch des Spenders versehentlich weggeworfen wird, so dass in den
unverschlossenen Ausströmkanal Schmutz oder Bakterien eindringen und sich innerhalb
des Spenders ausbreiten können. Zudem besteht die Möglichkeit, dass ein auf den Boden
gefallener Stopfen von einem sorglosen Anwender ohne Reinigung wieder in den Ausströmkanal
eingesetzt wird. Ein weiter Nachteil bei der Verwendung eines Stopfens besteht darin,
dass beim Einsetzen des Stopfens eine kleine Produktmenge seitlich des Stopfens heraus
gedrückt wird und den Spender bzw. die Hände des Anwenders benetzt.
[0008] Um diese geschilderten Nachteile zu beheben, wird in dem deutschen Gebrauchsmuster
G 94 19 268.5 vorgeschlagen, an der seitlichen Mündung des Ausströmkanals ein sich
in Ausströmrichtung öffnendes selbsttätig schließendes Rückschlagventil als Mündungsventil
anzuordnen. Das Mündungsventil besteht dabei aus einem elastischen Dichtlippenring,
der in der Schließstellung seitlich gegen die Zylindermantelfläche eines Zapfens dichtend
anliegt, der innerhalb oder vor der Ausströmöffnung angeordnet ist. Der Durchmesser
des Zapfens ist dabei größer als der Öffnungsdurchmesser des entspannten Dichtlippenrings
in der Applikationsstellung.
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, Spender der
genannten Art mit einem Dichtelement zum Verschluss der Applikationsöffnung auszubilden,
das möglichst einfach ausgebildet und montierbar ist, und das bei der Applikation
des Produkts, beispielsweise bei der Auftragung des Produkts auf der Haut, diesen
Vorgang nicht behindert.
[0010] Die gestellte Aufgabe wird bei einem Spender der eingangs genannten Art mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass der Spenderkopf mit einer den Spenderkopf
in Axialrichtung oben abschließenden Applikationskappe mit ebener Applikationsfläche
und mit in der Applikationsfläche mittig angeordneter Applikationsöffnung ausgebildet
ist, und das Dichtelement zum Verschluss der Applikationsöffnung so ausgebildet und
innerhalb der Applikationsfläche angeordnet ist, dass das Dichtelement die Applikationsöffnung
vollständig überdeckt und dabei übergangslos und kantenlos einen Teil der ebenen Applikationsfläche
bildet
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Spenders mit einer den Spenderkopf oben
oder seitlich abschließenden ebenen Applikationsfläche kann der Spender nicht nur
zur dosierten Abgabe von flüssigen bis pastösen Produkten verwendet werden, sondern
zusätzlich kann die ebene Applikationsfläche während des Austrags des Produkts aus
der mittig in der Applikationsfläche angeordneten Applikationsöffnung und danach zum
gleichmäßigen Verteilen des ausgetragenen Produkts, beispielsweise beim Auftrag auf
die Haut, genutzt werden.
[0013] Diese mögliche Verwendung der ebenen Applikationsfläche macht es erforderlich, dass
diese Fläche auch eben bleibt, weshalb das Dichtelement, welches die Applikationsöffnung
vollständig überdeckt, sich übergangslos und kantenlos der Applikationsfläche anpasst
und somit einen Teil der Applikationsfläche bildet.
[0014] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung des Spenders wird die Applikationsöffnung
aus zwei oder mehr durch Stege miteinander verbundene Durchströmöffnungen gebildet.
Im Mittelpunkt der Applikationsöffnung ist ein aufrecht stehender Dorn angeordnet,
dessen Höhe bis zur Oberkante der Applikationsfläche reicht. Das aus einem elastischen
Material gefertigte Dichtelement, das in seiner Stirnfläche eine Auslassöffnung aufweist,
ist so angeordnet, dass die Auslassöffnung der Stirnfläche sich genau oberhalb des
Dorns der Applikationsöffnung befindet.
[0015] In der Schließstellung, bei der das elastische Dichtelement sich in seiner Ausgangslage
befindet, liegt die Stirnfläche des Dichtelements so auf der Applikationsöffnung auf,
dass ihre Auslassöffnung auf dem Dorn aufliegt und damit die Applikationsöffnung luftdicht
verschlossen ist.
[0016] Beim Applikationsvorgang, bei dem mit Druck das auszutragende Produkt nach oben und
gegen das Dichtelement gedrückt wird, hebt sich das Dichtelement vom Dorn ab und gibt
somit die Applikationsöffnung frei. Das Produkt kann nun ungehindert durch die Applikationsöffnung
und weiter durch die Auslassöffnung der Stirnfläche des Dichtelements nach oben austreten.
[0017] In einer Ausbildung der Erfindung ist das Dichtelement eine zylinderförmig ausgebildete
Kappe, die mit ihrer Seitenwand in eine dem Durchmesser der Kappe entsprechende Ausnehmung
der Applikationsfläche eingeprellt ist. Die Ausnehmung in der Applikationsfläche ist
dabei so tief, das die Seitenwand des Dichtelements vollständig eingeprellt ist und
die obere Stirnfläche des Dichtelements sich kantenlos und übergangslos der Applikationsfläche
anpasst bzw. diese ergänzt. Die Seitenwand des Dichtelements ist dabei auf Grund ihrer
Elastizität und durch mindestens einen an der Außenseite ausgebildeten Ringwulst so
fest eingeprellt, dass beim Applikationsvorgang sich nur die Stirnfläche innen nach
außen vorwölben kann, die Seitenwand dagegen fest in der Ausnehmung verbleibt.
[0018] Durch die einfache Ausgestaltung des Dichtelements ist mit Vorteil eine einfache
Herstellung möglich und auch eine einfache Montage des Dichtelements in die Applikationsfläche
des Spenders gegeben. Da die Herstellung des Dichtelements getrennt von den übrigen
Konstruktionselementen des Spenders durchgeführt werden kann, können handelsübliche
elastische Rohstoffe verwendet werden, beispielsweise thermoplastische Elastomere
(TPE, auch als Thermoplast-Kautschuk oder Elastoplaste oder Thermoplaste bekannt),
Nitrilkautschuk (nitrile-butadiene rubber NBR), Nitrilsiliconkautschuk, Silikon oder
andere gummiartige Rohstoffe.
[0019] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Dichtelement nicht einstückig,
sondern gemeinsam mit der Applikationskappe und damit mit der Applikationsfläche einteilig
im 2-Komponenten-Spritzguss gefertigt.
[0020] Bei sonst gleicher Wirkungsweise wie beim einstückig gefertigten separaten Dichtelement
ergibt sich durch diese gemeinsame Fertigung der Vorteil, dass die separate Fertigung
und die Montage des Dichtelements in die Applikationsfläche entfällt. Nachteilig ist
allerdings, dass nur Rohstoffe zur Fertigung des Dichtelements verwendet werden können,
die eine haftende Verbindung mit dem Rohstoff der Applikationskappe eingehen. Damit
beschränkt sich die mögliche Rohstoffauswahl auf alle die Rohstoffe, die im 2-Komponenten-Spritzguss
verwendet werden können, beispielsweise thermoplastische Elastomere (TPE).
[0021] Weitere Vorteile, Merkmale und Eigenschaften der Erfindung werden nachfolgend an
in schematischen Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0022] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Spender in einem Vertikalschnitt,
- Fig. 2
- die Applikationskappe der Fig. 1 in einer Vorderansicht,
- Fig. 3
- die Applikationskappe der Fig. 2 in einem Vertikalschnitt,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf Fig. 2,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform einer Applikationskappe in einem Vertikalschnitt,
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf Fig. 5.
[0023] In den Figuren 1 ist in einem Vertikalschnitt ein Spender 1 zur Abgabe dosierter
Mengen flüssiger bis pastöser Produkte 30 mit einer erfindungsgemäßen Ausbildungsform
der Applikationskappe 10 dargestellt. Der Spender 1 besteht in seinen Grundbausteinen
aus einem Speicherbehälter 3 zur Aufnahme des zu spendendem Produktes 30 mit einem
Nachführkolben 8, einer Spenderpumpe 4 mit Pumpkammer 5 und einem Spenderkopf 2 mit
Ausströmkanal 9 und einer Applikationsfläche 11 mit Applikationsöffnung 12. Bei Nichtgebrauch
ist der Spenderkopf 2 mit einer Verschlusskappe 14 bedeckt.
[0024] Innerhalb des Spenderkopfes 2 ist ein Dichtzapfen 18 von oben eingeschoben, in dem
sich der Ausströmkanal 9 bildet. Dieser Dichtzapfen 18 besitzt mittig angeordnet einen
Dorn 13, dessen obere Fläche mit der Applikationsfläche 11 bündig abschließt und mit
Abstand von diesem Dorn 13 eine umlaufende Büchse 19.
[0025] Innerhalb der Applikationsfläche 11 ist in einer Ausnehmung 17 das Dichtelement 15
angeordnet. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Dichtelement 15 gemeinsam
mit der Applikationskappe 10 gefertigt, so dass das Dichtelement 15 somit einen Teil
der Applikationsfläche 11 darstellt.
[0026] Die Applikationskappe 10 mit dem Dichtelement 15 besitzt einen unterhalb des Dichtelements
15 umlaufenden Kragen 19', der bei der Montage der Applikationskappe 10 auf den Dichtzapfen
18 in die umlaufende Büchse 19 eingeschoben ist. Hierdurch ist gewährleistet, dass
sich das Dichtelement 15 genau oberhalb der Applikationsöffnung 12 befindet.
[0027] Das Dichtelement 15 besitzt in seiner Mitte eine kleine Auslassöffnung 16 (Fig. 4),
die im montierten Zustand der Applikationskappe 10 genau auf dem zentralen Dorn 13
des Dichtzapfens 18 aufsitzt und damit die unterhalb des Dichtelementes 15 befindliche
Applikationsöffnung 12 luftdicht verschließt.
[0028] Beim Applikationsvorgang wird durch die Pumpkammer 5 der Spenderpumpe 4 bei geschlossenem
Einlassventil 6 und geöffnetem Auslassventil 7 das Produkt 30 durch den Ausströmkanal
9 im Dichtzapfen 18 nach oben gedrückt. Das Produkt 30 drückt dabei von unten gegen
das Dichtelement 15, wodurch sich dieses mittig nach außen vorwölbt und sich vom Dorn
13 abhebt. Die kleine mittige Auslassöffnung 16 (Fig. 4) des Dichtelementes 15 wird
dadurch freigegeben und das Produkt 30 kann nun ungehindert durch die Applikationsöffnung
12 und dann durch die Auslassöffnung 16 nach außen austreten.
[0029] In den Figuren 2, 3 und 4 ist die Applikationskappe 10 in einer Vorderansicht (Fig.
2), einer geschnittenen Vorderansicht (Fig. 3) und in einer Draufsicht (Fig. 4) zur
besseren Übersicht einzeln herausgestellt. Insbesondere werden durch die Einzeldarstellung
aus Figur 4 die Größenverhältnisse von Dichtelement 15 und ihrer kleinen Auslassöffnung
16 in Bezug zur Applikationsfläche 11 deutlicher.
[0030] In den Figuren 5 und 6 ist eine alternative Ausbildungsform einer erfindungsgemäßen
Applikationskappe 20 und das dieser zugeordnete alternative Dichtelement 25 dargestellt.
Die Applikationskappe 20 besitzt keine im rechten Winkel zur Spenderachse ausgerichtete
Applikationsfläche 11 wie der Spenderkopf 10 der Fig. 1 sondern die Applikationsfläche
21 ist hier zur Spenderachse geneigt ausgebildet. Dies ist insbesondere dann anwendungsmäßig
von Vorteil, wenn die Applikationsfläche 21 zur direkten Auftragung auf die Haut genutzt
werden soll.
[0031] Das die Applikationsöffnung verschließende Dichtelement 25 ist in diesem Ausführungsbeispiel
nicht gemeinsam mit der Applikationskappe 20, sondern einstückig separat gefertigt.
Das Dichtelement 25 besteht aus einer zylinderförmig ausgebildeten elastischen Kappe
mit einer runden Seitenwand 27 und einer Stirnfläche 25'. Dieses Dichtelement 25 ist
mit seiner runden Seitenwand 27 so tief in eine entsprechend runde und tiefe Ausnehmung
28 der Applikationsfläche 21 fest eingeprellt, dass seine Stirnfläche 25' die Applikationsfläche
21 an dieser Stelle übergangslos ergänzt. Damit das Dichtelement 25 auch bei der Vorwölbung
während des Applikationsvorgangs seinen festen Sitz in der Ausnehmung 28 beibehält,
ist außen an der Seitenwand 27 mindestens ein Ringwulst 27' angeordnet.
[0032] In Fig. 5 ist die Applikationskappe 20 in der Schließstellung dargestellt. Das Dichtelement
25 sitzt mit seiner Auslassöffnung 26 (Fig. 6) auf dem Dorn 23 auf, wodurch die Auslassöffnung
26 und damit auch die darunter befindliche Applikationsöffnung 22 luftdicht verschlossen
ist.
[0033] In Fig. 6 ist die Applikationskappe 20 der Fig. 5 in einer Draufsicht dargestellt.
Durch diese Ansicht werden die Größenverhältnisse klarer herausgestellt. Da das Dichtelement
25 separat gefertigt und mit seinen Seitenwänden 27 in der Applikationskappe 20 verankert
werden muss, ist es mit deutlich größerem Durchmesser ausgeführt und stellt somit
einen erheblichen Anteil an der Applikationsfläche 21. Dieser Anteil ist bei der Applikationskappe
10 mit seinem Dichtelement 15 deutlich geringer, wie der Fig. 4 zu entnehmen ist.
[0034] Die dargestellten Ausführungsbeispiele stellen nicht zwingend die einzig möglichen
Ausbildungen der Erfindung dar. Es können auch andere Spendertypen mit anderen Spenderkopfsystemen
miteinander kombiniert werden, sofern diese eine Applikationsfläche aufweisen und
die erfindungsgemäße Ausbildung der Dichtelemente sinnvoll dadurch beibehalten werden
kann.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Spender
- 2
- Spenderkopf
- 3
- Speicherbehälter
- 4
- Spenderpumpe
- 5
- Pumpkammer
- 6
- Einlassventil
- 7
- Auslassventil
- 8
- Nachführkolben
- 9
- Ausströmkanal
- 10, 20
- Applikationskappe
- 11, 21
- Applikationsfläche
- 12, 22
- Applikationsöffnung
- 13, 23
- Dorn
- 14
- Verschlusskappe
- 15, 25
- Dichtelement
- 16, 26
- Auslassöffnung im Dichtelement
- 17
- Ausnehmung in Applikationsfläche
- 18
- Dichtzapfen
- 19, 19'
- Umlaufende Büchse, Kragen
- 25'
- Stirnfläche
- 27
- Seitenwand von 25
- 27'
- Ringwulst
- 28
- Ausnehmung
- 30
- Produkt
1. Spender (1) zur Abgabe dosierter Mengen flüssiger bis pastöser Produkte (30), bestehend
aus einem Speicherbehälter (3) mit axial verschiebbarem Nachführkolben (8) und einem
auf dem Speicherbehälter (3) angeordneten Spenderkopf (2) mit einer Spenderpumpe (4),
deren Pumpkammer (5) eingangs- und ausgangsseitig durch Rückschlagventile (6, 7) begrenzt
ist sowie mit einem der Spenderpumpe (4) nachgeordneten Ausströmkanal (9) mit einer
durch ein Dichtelement (15, 25) verschließbaren Applikationsöffnung (12, 22),
dadurch gekennzeichnet, dass
• der Spenderkopf (2) mit einer den Spenderkopf (2) in Axialrichtung oben abschließenden
Applikationskappe (10, 20) mit ebener Applikationsfläche (11, 21) und mit in der Applikationsfläche
(11, 21) mittig angeordneter Applikationsöffnung (12, 22) ausgebildet ist,
• und das Dichtelement (15, 25) zum Verschluss der Applikationsöffnung (12, 22) so
ausgebildet und innerhalb der Applikationsfläche (11, 21) angeordnet ist, dass das
Dichtelement (15, 25) mit seiner Stirnfläche die Applikationsöffnung (12, 22) vollständig
überdeckt und dabei übergangslos und kantenlos einen Teil der ebenen Applikationsfläche
(11, 21) bildet.
2. Spender (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikationsöffnung (12, 22) aus zwei oder mehr durch Stege miteinander verbundene
Durchströmöffnungen gebildet wird und im Mittelpunkt der Applikationsöffnung (12,
22) mit einem aufrecht stehenden Dorn (13, 23) ausgebildet ist, dessen Höhe bis zur
Oberkante der Applikationsfläche (11, 21) reicht.
3. Spender (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das als Rückschlagventil wirkende Dichtelement (15, 25) aus einem elastischen Material
gefertigt ist und in seiner Stirnfläche mittig eine Auslassöffnung (16, 26) besitzt,
die in der Schließstellung des Spenders (1) auf den innerhalb der Applikationsöffnung
(12, 22) angeordneten feststehenden Dorn (13, 23) luftdicht aufliegt und die in der
Applikationsstellung des Spenders (1) auf Grund des Pumpendrucks, der die Stirnfläche
mittig nach außen vorwölbt, sich von diesem Dorn nach oben abhebt und die Applikationsöffnung
(12, 22) freigibt.
4. Spender (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (25) eine zylinderförmig ausgebildete elastische Kappe ist, die
mit ihrer runden Seitenwand (27) so tief in eine entsprechend runde und tiefe Ausnehmung
(28) der Applikationsfläche (21) eingeprellt ist, dass die Stirnfläche (25') des Dichtelementes
(25) die Applikationsfläche (21) an dieser Stelle übergangslos ergänzt.
5. Spender (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (25) zur Aufrechterhaltung eines festen Sitzes nach dem Einprellen
an der Außenseite seiner Seitenwand (27) mit mindestens einem Ringwulst (27') ausgebildet
ist.
6. Spender (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (25) aus einem elastischen Rohstoff, beispielsweise thermoplastischen
Elastomeren (TPE), Nitrilkautschuk (NBR), Silikon oder anderen gummiartigen Rohstoffen,
gefertigt ist.
7. Spender (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (15) einteilig mit der Applikationskappe (10) im 2-Komponenten-Spritzguss
gefertigt ist.
8. Spender (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (15) mit der Applikationskappe (10) aus den im 2-Komponenten-Spritzguss
verwendbaren Rohstoffen gefertigt ist, beispielsweise thermoplastischen Elastomeren
(TPE).