| (19) |
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(11) |
EP 1 344 604 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.07.2005 Patentblatt 2005/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.09.1998 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Säumen von Glaszuschnitten
Method and apparatus for bevelling pieces of cut glass
Procédé et dispositif pour chanfreiner des découpes de verre
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB IT SE |
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Priorität: |
02.12.1997 AT 204597
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.09.2003 Patentblatt 2003/38 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
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98890257.3 / 0920954 |
| (73) |
Patentinhaber: Tecnopat AG |
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9008 St. Gallen (CH) |
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Erfinder: |
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- Lisec, Peter
3363 Amstetten-Hausmening (AT)
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| (74) |
Vertreter: Beer, Manfred et al |
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BEER & PARTNER PATENTANWÄLTE KEG
Lindengasse 8 A-1070 Wien A-1070 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 165 232 DE-C- 4 419 963
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DE-A- 2 634 069 US-A- 3 800 477
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 008, no. 258 (M-340), 27. November 1984 (1984-11-27)
-& JP 59 129650 A (NIHON ITA GLASS KK), 26. Juli 1984 (1984-07-26)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren mit den Merkmalen des einleitenden Teils von
Anspruch 1. Die Erfindung betrifft weiters eine Vorrichtung, mit der das Verfahren
ausgeführt werden kann.
[0002] Glastafeln werden durch Ritzen und Brechen auf die gewünschte Größe zugeschnitten,
was in der Regel auf sogenannten "Glasschneidetischen" und diesen zugeordneten "Brechtischen"
erfolgt.
[0003] Die so erhaltenen Glaszuschnitte besitzen sehr scharfkantige, Grate aufweisende Ränder,
was für das nachfolgende Handhaben der Glaszuschnitte, beispielsweise beim Herstellen
von Isolierglasscheiben, nachteilig ist. Einerseits besteht die Gefahr, dass die Ränder
der Glaszuschnitte ausbrechen und anderseits besteht eine nicht unerhebliche Gefahr,
dass sich jemand an den scharfen Rändern der Glaszuschnitte durch Schneiden verletzt.
Auch unterliegen die an den Rändern der Glaszuschnitte angreifenden Stütz- und Transportmittel
(z.B. Förderrollen oder Förderbänder) durch unbearbeitete Ränder von Glaszuschnitten
einem starken Verschleiß.
[0004] Aus der DE 44 19 963 C ist ein Verfahren mit den Merkmalen des einleitenden Teils
von Anspruch 1 bzw. 8 bekannt. Das Bearbeitungswerkzeug der DE 44 19 963 C ist ortsfest
und es wird ledigich der zu bearbeitende Glaszuschnitt relativ zu dem Bearbeitungswerkzeug
bewegt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Besäumen der Ränder von Glaszuschnitten zur Verfugung zu stellen, mit welchen Glaszuschnitte
so bearbeitet werden können, dass ihre Ränder nicht mehr scharfkantig sind, insbesondere
keine Grate aufweisen.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe, was das Verfahren anlangt, in erster Linie mit den Merkmalen
des unabhängigen Verfahrenshauptanspruches, und was die Vorrichtung anlangt, in erster
Linie mit den Merkmalen des unabhängigen Vorrichtungshauptanspruches.
[0007] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und
der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren das zum Besäumen verwendete Bearbeitungswerkzeug
an beiden Kanten eines Randes eines Glaszuschnittes gleichzeitig angreift, wird gegenüber
einer Arbeitsweise, bei der man nur eine Kante eines Randes bearbeitet, also besäumt
und entgratet, nicht nur Arbeitszeit gespart, sondern es wird auch erreicht, dass
auf den Glaszuschnitt quer zu seiner Ebene keine erheblichen Kräfte einwirken, so
dass das Festhalten des Glaszuschnittes oder das gesteuerte Bewegen desselben, wenn
er besäumt wird, mit einfachen Mitteln möglich ist. Auch werden kurze Taktzeiten erreicht.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden nacheinander alle (vier) Ränder eines
Glaszuschnittes beidseitig besäumt.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren sieht vor, dass so gearbeitet wird, dass zunächst
mit dem Besäumen der Kanten des unteren, horizontalen Randes des Glaszuschnittes begonnen
wird und dann die Kanten des in Bewegungsrichtung vorderen, lotrechten Randes, dann
die des oberen, horizontalen Randes, dann die des in Bewegungsrichtung hinteren, lotrechten
Randes besäumt werden.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren wird mit während des Bearbeitens der Ränder der Glaszuschnitte
lotrecht oder im wesentlichen lotrecht ausgerichteten Glaszuschnitten ausgeführt.
Das Arbeiten mit lotrecht ausgerichteten Glaszuschnitten hat den Vorteil, dass das
erfindungsgemäße Verfahren und die hiefür vorgesehene Vorrichtung problemlos in Anlagen
zum Herstellen von Isolierglasscheiben, die praktisch ausschließlich mit lotrecht
ausgerichteten Glaszuschnitten bzw. Isolierglasscheiben arbeiten, integriert werden
kann. Es ist dann nämlich nicht mehr notwendig, die Glaszuschnitte, deren Ränder nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. in der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu besäumen
sind, in eine horizontale Lage umzukippen, wenn sie aus Speichern für Glaszuschnitte
(z.B.
[0012] Fächerwagen) entnommen werden, um nach dem erfindungsgemäßen Verfahren bzw. in der
erfindungsgemäßen Vorrichtung bearbeitet zu werden. Auch brauchen die besäumten Glaszuschnitte
dann nicht mehr wieder in die lotrechte oder im Wesentlichen lotrechte Lage ausgerichtet
werden, wenn sie beispielsweise einer Glastafelwaschmaschine zugeführt werden.
[0013] Eine zum Ausführen des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Vorrichtung arbeitet
mit einem Bearbeitungswerkzeug, das kreuzweise angeordnete Bandschleifer besitzt,
die an beiden Kanten eines Randes gleichzeitig angreifen, um die Kanten der Ränder
der Glaszuschnitte zu brechen, also zu besäumen, um scharfe Grate zu entfernen.
[0014] Da die erfindungsgemäße Vorrichtung ein einziges Bearbeitungswerkzeug mit einem Paar
von Bandschleifern aufweist, werden die vier Ränder der Glaszuschnitte nacheinander
bearbeitet.
[0015] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist ein verstellbar montiertes, um eine zur
Ebene des Glaszuschnittes senkrechte Achse verschwenkbares Bearbeitungswerkzeug mit
einem Paar von einander kreuzenden Bandschleifern vorgesehen, das nacheinander alle
vier Ränder des Glaszuschnittes bearbeitet.
[0016] Da das verstellbar montierte Bearbeitungswerkzeug zusätzlich um eine zur Glasebene
senkrechte Achse verschwenkbar ist, kann es auch zum Bearbeiten der Kanten am oberen
horizontalen Rand der Glaszuschnitt herangezogen werden, indem die Glaszuschnitt unter
ihm hindurchbewegt wird.
[0017] Die Fördervorrichtung, welche in der erfindungsgemäßen Vorrichtung Glaszuschnitte
gegenüber dem Bearbeitungswerkzeug bewegt, ist bevorzugt in mehrere Abschnitte unterteilt,
wobei jede Fördereinheit aus einem Endlosförderband, auf dem die Glaszuschnitte mit
ihrem unteren Rand aufstehen, und zwei, im Bereich des unteren, horizontalen Randes
von beiden Seiten an den Glaszuschnitten angreifenden, endlosen Fördergliedern besteht.
Die an den Glasflachen angreifenden, einander gegenüberliegenden endlosen Förderglieder
können, um einen guten Reibschluß an den Glaszuschnitten zu erzielen, mit Druckbacken
ausgestattet sein.
[0018] Zusätzlich oder alternativ kann für den sicheren Antransport und das richtige Positionieren
der Glaszuschnitte in der Vorrichtung und für den sicheren Transport des Glaszuschnittes,
während er durch Besäumen bearbeitet wird, eine Mitnahmevorrichtung vorgesehen sein,
die an dem Glaszuschnitt angreift. Beispielsweise ist diese Mitnahmevorrichtung eine
mit Unterdruck beaufschlagte Vorrichtung, beispielsweise ein Vakuumsauger, der in
der Vorrichtung in Bewegungsrichtung angetrieben, verschiebbar ist.
[0019] Weitere Einzelheiten und Merkmale sowie Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens
und der erfindungsgemäßen Vorrichtung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen der Erfindung.
[0020] Es zeigt:
Fig. 1 in Seitenansicht schematisch eine Vorrichtung zum Besäumen von Glaszuschnitten,
Fig. 2 in Schrägansicht ein Bearbeitungswerkzeug,
Fig. 3 eine Draufsicht auf das Bearbeitungswerkzeug von Fig. 2, und
Fig. 4 in Schrägansicht ein Ausführungsbeispiel für eine am unteren Rand eines zu
besäumenden Glaszuschnittes angreifenden Transporteinheit.
[0021] Die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform der Vorrichtung besitzt ein Gestell 1, an
dem eine Stützwand 2 für einen zu bearbeitenden Glaszuschnitt 3 montiert ist. Die
Stützwand 2 ist im Ausführungsbeispiel zur Lotrechten nach hinten geneigt, so dass
ein Glaszuschnitt 3 an ihr lehnend transportiert werden kann. Für den Transport des
Glaszuschnitte 3 und zum Abstützen desselben von unten her ist im Bereich des unteren
Randes der Stützwand 2 eine Reihe von Förderrollen 4 oder eine ähnliche Fördervorrichtung,
z.B. ein gegebenfalls unterteiltes Förderband, vorgesehen. An der Stützwand 2 wird
der Glaszuschnitt 3 durch mehrere, frei drehbare Stützrollen 5 gefuhrt, wobei eine
Reihe von Stützrollen 6 zwischen den Förderrollen 4 und dem unteren Rand der Stützwand
2 vorgesehen ist. So ist der Glaszuschnitt 3 insbesondere an seinem unteren Rand sicher
geführt. An Stelle der beschriebenen Stützwand 2 kann auch ein Rollen- oder Walzenfeld
oder eine Luftkissenwand vorgesehen sein, um Glaszuschnitte 3 seitlich zu stützen.
[0022] An einer an sich beliebigen Stelle am unteren Rand der Stützwand 2 ist ein Bearbeitungswerkzeug
mit einem Paar von Bandschleifern 10 und 12 vorgesehen. Die Bandschleifer 10 und 12
sind im Maschinengestell 1 um hinter der Stützwand 2 liegende Achsen 14 und 16 verschwenkbar
(Pfeile 18 und 20) gelagert. Jeder Bandschleifer 10, 12 besitzt zwei Umlenkrollen
22 und 24 für ein endloses Schleifband 26. Zwischen den Trumen des Schleifbandes 26
ist ein Druckmittelzylinder 30 aufgenommen, der an den Lagern 14 und 16 verschwenkbar
abgestützt ist und der die Umlenkrolle 22 trägt, so dass die Schleifbänder 26 durch
Beaufschlagen der Druckmittelzylinder 30 gespannt werden können.
[0023] Zum Verschwenken der Druckmittelzylinder 30 und damit der Bandschleifer 10 und 12,
um sie aus einer Bereitschaftslage in ihre Wirklage, in der ihre Schleifbänder 26
am unteren horizontalen Rand des Glaszuschnittes 3, also dem Rand, der auf den Förderrollen
4 aufsteht, angreifen, ist jedem der Druckmittelzylinder 30 ein im Maschinengestell
1 abgestützter Betätigungszylinder 32 und 34 zugeordnet. Diese Betätigungszylinder
32 und 34 sind in dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel an einem Arm 36, der
im Maschinengestell 1 befestigt ist, abgestützt und nur schematisch dargestellt. Es
ist aus Fig. 1 erkennbar, dass die Schleifbänder 26 in ihrer Wirklage so ausgerichtet
sind, dass ihre auf den unteren Rand des Glaszuschnittes 3 einwirkenden Trume miteinander
einen Winkel von etwa 90° einschließen, also einander kreuzen.
[0024] Einer der Umlenkrollen 22, 24, vorzugsweise den Umlenkrollen 24 im Bereich der Lagerstellen
14 und 16 im Maschinengestell 1, ist ein nicht gezeigter Antriebsmotor zugeordnet,
um die Schleifbänder 26 beim Benützen der Vorrichtung zum Besäumen der Kanten von
Rändern von Glaszuschnitten 3, um von ihnen Grate zu entfernen, anzutreiben. Dabei
werden die Schleifbänder 26 bevorzugt so angetrieben, dass sie in dem Bereich, in
dem sie am unteren Rand des Glaszuschnittes 3 angreifen, in entgegengesetzte Richtungen
laufen, insbesondere in der Darstellung von Fig. 1 in ihrem Kreuzungspunkt, in dem
der Rand des zu bearbeitenden Glaszuschnittes 3 aufgenommen ist, aufeinander zu laufen.
[0025] In der Vorrichtung kann eine Mitnahmevorrichtung für den zu bearbeitenden Glaszuschnitt
3 vorgesehen sein. Diese Mitnahmevorrichtung ist im einfachsten Ausführungsbeispiel
ein Sauger, der mit Unterdruck beaufschlagt werden kann und sich dabei an die von
der Bedienseite der Vorrichtung (rechts in Fig. 1) abgewandte, also hintere Fläche
des zu bearbeitenden Glaszuschnittes 3 anlegt. Der Sauger der Mitnahmevorrichtung
ist im Maschinengestell 1 verschiebbar, so dass er den Glaszuschnitt 3 nicht nur mitnehmen
kann, also den Transport des Glaszuschnittes 3 durch die Förderrollen 4, die am unteren
Rand des Glaszuschnittes 3 angreifen und auf welchen diese aufsteht, unterstützt,
sondern auch durch Anhalten des Antriebsmittels für den Sauger den Glaszuschnitt 3
stillstehend festhält, wenn dies beispielsweise beim Bearbeiten der Kanten der lotrechten
Ränder des Glaszuschnittes 3 benötigt wird.
[0026] Das Bearbeitungswerkzeug mit seinem Paar von Bandschleifern 10, 12 kann lotrechten
Rändern eines zu bearbeitenden Glaszuschnittes 3 zugeordnet werden, um diese zu besäumen.
Hiezu ist das an einem Schlitten angeordnete Bearbeitungswerkzeug mit den Bandschleifern
10, 12 um eine senkrecht zur Ebene der Stützwand 2 und somit senkrecht zur Ebene des
Glaszuschnittes 3 ausgerichtete Achse verschwenkbar. Das Bearbeitungswerkzeug mit
den Bandschleifern 10, 12 kann auch so ausgerichtet werden, dass die Bandschleifer
10, 12 den oberen horizontalen Rand des Glaszuschnittes bearbeiten können, während
der Glaszuschnitt 3 unter ihm durchbewegt wird.
[0027] Um die Abnützung der Schleifbänder 26 der Bandschleifer 10, 12 auszugleichen, kann
der Druck, mit dem die Bandschleifer 10, 12 an den zu bearbeitenden Rand des Glaszuschnittes
3 angelegt werden, erhöht werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Umlaufgeschwindigkeit
der Schleifbänder 26 erhöht werden. Des Weiteren kann, gegebenfalls zusätzlich zu
einer der oder beiden vorgenannten Maßnahmen, die Relativgeschwindigkeit zwischen
den Bandschleifern 10, 12 und des Glaszuschnittes 3 verkleinert werden, um die Abnutzung
der Schleifbänder 26 auszugleichen.
[0028] In jedem Fall können Düsenanordnungen (95, Fig. 3, 4) vorgesehen sein, aus denen
eine das Besäumen unterstützende Flüssigkeit auf die Schleifbänder 26 und/oder den
gerade bearbeiteten Rand eines Glaszuschnittes 3 gespritzt werden kann.
[0029] Die Vorrichtung zum Besäumen von Kanten an den Rändern von Glaszuschnitten 3 kann
ein Gehäuse 60 besitzen, in dem unten eine in vier Transporteinheiten unterteilte
Fördereinrichtung 62 vorgesehen ist.
[0030] Das in den Fig. 2 und 3 gezeigte Bearbeitungswerkzeug mit zwei einander kreuzenden
Bandschleifern 10 und 12 ist an einer lotrechten Führungsschiene senkrecht zur Durchlaufrichtung
von Glaszuschnitten 3 auf- und abbewegbar geführt.
[0031] Einzelheiten der Konstruktion des auf- und abverstellbaren Bearbeitungswerkzeuges
sind in den Fig. 2 und 3 gezeigt. Dort ist ersichtlich, dass den Schleifbänder 26
der Bandschleifer 10, 12 je ein Antriebsmotor 16, 14 zugeordnet ist, der mit einer
der Umlenkwalzen 24 für die Schleifbänder 26 gekuppelt ist.
[0032] Zur Führung des Bearbeitungswerkzeuges entlang der Glaszuschnitte 3 sind an die Glaszuschnitte
3 anlegbare Rollen 75 vorgesehen, die um horizontale Achsen frei drehbar an Trägern
76 gehalten sind, die ihrerseits von Druckmittelzylindern 77 betätigt werden können.
[0033] Wenn sich das Bearbeitungswerkzeug in seiner Bereitschaftsstellung, also unterhalb
der von den Transporteinheiten gebildeten Förderbahn 62 befindet, werden die Glaszuschnitte
3 von um lotrechte Achsen frei drehbaren Stützrollen 78 auf der einen Seite und auf
der anderen Seite von einem Endlosführungsband 79, das um zwei um lotrechte Achsen
drehbare Rollen 80 gelegt ist, geführt.
[0034] In Fig. 2 ist auch gezeigt, dass die Sschleifbänder 26 in dem Bereich, in dem sie
an den lotrechten Randern der zu bearbeitenden Glaszuschnitte 3 angreifen, von innen
durch Stützwalzen 81 abgestützt sind, so dass der erforderliche Anpreßdruck auch ohne
übermäßiges Spannen der Schleifbänder 26 mit Hilfe der Druckmittelzylinder 30, die
an den Umlenkrollen 24 angreifen, aufgebracht werden kann.
[0035] In den Fig. 2 und 3 sind die Düsenanordnungen 95 zu sehen, mit welchen an den Stellen,
an welchen die Schleifbänder 26 an den Rändern der Glaszuschnitte 3 angreifen, das
Besäumen unterstützende (Spül-)Flüssigkeit zugeführt werden kann. Bevorzugt sind die
Düsen der Düsenanordnungen 95 so ausgerichtet, dass die (Spül-)Flüssigkeit etwa parallel
zu dem sich an der jeweiligen Düsenanordnung 95 vorbeibewegenden Trum der Schleifbänder
26 und in Richtung der Bewegung derselben aus den Düsen austritt. So gelangt die (Spül-)Flüssigkeit
sicher in den Bereich, in dem die Bandschleifer 10, 12 die Kanten der Ränder der Glaszuschnitte
3 bearbeiten.
[0036] In dem in Fig. 4 gezeigten Beispiel für eine Transporteinheit 62 weist die Transporteinheit
62 ein endloses Förderband 100 auf, auf dem der untere, horizontale Rand des zu transportierenden
bzw. zu besäumenden Glaszuschnittes 3 aufsteht. Weiters sind zwei Endlosförderglieder
101, 102 vorgesehen, die an den beiden Seitenflächen im Bereich des Randes des Glaszuschnittes
3 angreifen. Eines der beiden Endlosförderglieder 101 ist im Gestell 103 der Transporteinheit
62 mit Hilfe eines Druckmittelmotors 104 und einer Hebelanordnung 105 verstellbar,
so dass der Abstand zwischen den beiden Endlosfördergliedern 101, 102, die zwischen
sich den Glaszuschnitt 3 klemmend transportieren, auf die jeweilige Glasdicke eingestellt
und der benötigte Anpreßdruck für das schlupffreie Fördern von Glaszuschnitten 3 aufgebracht
werden kann. Bevorzugt sind die Endlosförderglieder 101, 102 mit Druckbacken bestückt,
die an den Glaszuschnitten 3 reibschlüssig angreifen. Der Antrieb aller Förderbänder
100, 101, 102 erfolgt durch einen gemeinsamen Antriebsmotor 110 und eine Transmission
106, durch welche die auslaufseitigen Umlenkrollen 107, 108 des Endlosförderbandes
100 und der beiden seitlichen Endlosförderglieder 101, 102 angetrieben werden.
[0037] Wenn den Bandschleifern 10, 12 des Bearbeitungswerkzeuges Düsenanordnungen 95 zum
Aufbringen einer das Besäumen unterstützenden Flüssigkeit zugeordnet sind, empfiehlt
es sich, die Schleifbänder 26 im Bereich der Umlenkrollen 22, 24 durch Schutzbleche
96 abzudecken, um ein übermäßiges Versprühen von Flüssigkeit zu verhindern. Insbesondere
wenn Düsenanordnungen 95 vorgesehen sind, ist das Gehäuse, dessen Innenraum durch
Türen zugänglich ist, von Vorteil.
[0038] In allen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens, insbesondere den beschriebenen
Ausführungsformen, und ebenso bei allen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
insbesondere den beschriebenen Ausführungsformen, wird am Beginn und am Ende des Besäumens
der Kanten an einem Rand eines Glaszuschnittes bevorzugt wie folgt gearbeitet:
[0039] Am Beginn der Bewegung einer Glaszuschnitt 3 relativ zu dem Bearbeitungswerkzeug
mit einem Paar von Bandschleifern 10, 12, wenn also der Glaszuschnitt 3 aus dem Stillstand
auf die Transportgeschwindigkeit beschleunigt wird, werden die Schleifbänder 26 der
Bandschleifer 10, 12 mit während der Beschleunigungsphase der Glaszuschnitt 3 zunehmendem
Anpreßdruck an den zu bearbeitenden Rand des Glaszuschnittes 3 angedrückt. Zusätzlich
oder auch alternativ kann die Geschwindigkeit, mit der die Schleifbänder 26 der Bandschleifer
10, 12 bewegt werden, während der Beschleunigungsphase auf die Geschwindigkeit, mit
der die Schleifbänder 26 der Bandschleifer 10, 12 beim Besäumen bewegt werden, erhöht
werden.
[0040] Wenn sich die Bandschleifer 10, 12 dem Ende des zu bearbeitenden Randes eines Glaszuschnitts
3 nähern und dabei die Geschwindigkeit, mit welcher der Glaszuschnitt 3 relativ zu
dem Bearbeitungswerkzeug bewegt wird, verringert wird, kann die Geschwindigkeit, mit
der die Schleifbänder 26 der Bandschleifer 10, 12 bewegt werden, verkleinert und/oder
der Anpreßdruck, mit dem die Schleifbänder 26 gegen die Kanten des bearbeiteten Randes
des Glaszuschnittes 3 gedrückt werden, verringert werden.
[0041] Diese Maßnahmen gewährleisten, dass einerseits die Schleifbander 26 am Beginn und
am Ende eines Besäumvorganges nicht übermäßig belastet und Beschädigungen der bearbeiteten
Glaszuschnitte 3 vermieden werden.
[0042] Das beschriebene Ändern des Anpreßdruckes der Schleifbänder 26 der Bandschleifer
10, 12 und/oder der Geschwindigkeit, mit der die Schleifbänder 26 der Bandschleifer
10, 12 bewegt werden, also das Erhöhen des Anpreßdruckes und/oder der Geschwindigkeit
der Schleifbänder 26 am Beginn eines Besäumvorganges und das Verringern des Anpreßdruckes
und/oder der Geschwindigkeit der Schleifbänder 26 am Ende eines Besäumvorganges, wird
bevorzugt auch angewendet, wenn sich das Bearbeitungswerkzeug entlang eines Randes
eines Glaszuschnittes 3 bewegt, der quer zur Transportrichtung der Glaszuschnitte
3 ausgerichtet, insbesondere lotrecht oder im Wesentlichen lotrecht verläuft.
[0043] Die aus den Düsenanordnungen 95 ausgebrachte Spülflüssigkeit ist im einfachsten Fall
Wasser. Das Zuführen von Spülflüssigkeit, insbesondere von Wasser, empfiehlt sich
insbesondere, wenn als Schleifbänder 26 Diamantschleifbänder verwendet werden. Wenn
Schleifbänder 26 verwendet werden, die mit Siliziumcarbid oder einem anderen abrasivem
Material bestückt sind, ist das Zuführen von Spülflüssigkeit zwar empfehlenswert,
aber nicht unbedingt erforderlich.
[0044] Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beispielsweise wie folgt
dargestellt werden:
[0045] Eine Vorrichtung zum Besäumen von Glaszuschnitten 3 besitzt wenigstens ein Bearbeitungswerkzeug
bestehend aus zwei einander kreuzenden Bandschleifern 10, 12, die gleichzeitig an
den Kanten eines Randes des Glaszuschnittes 3 diese Kanten säumend angreifen. Die
Bandschleifer 10, 12 sind im Maschinengestell 1 verschwenkbar gelagert, so dass sie
aus einer Bereitschaftsstellung in ihre Wirklage an den Kanten eines Randes des Glaszuschnittes
3, der beispielsweise zum Entfernen von Graten zu besäumen ist, angelegt werden können.
Dadurch, dass die Bandschleifer 10, 12 verschwenkbar angeordnet sind, kann ihre Lage
an verschieden dicke Glaszuschnitte 3 angepaßt werden.
1. Verfahren zum Vorbereiten von Glaszuschnitten für die weitere Handhabung, insbesondere
für das Herstellen von Isolierglasscheiben, wobei beide Kanten jedes Randes eines
Glaszuschnittes zum Entfernen von Graten u. dgl. gleichzeitig mit Hilfe von Bearbeitungswerkzeugen
mit je zwei Bandschleifern mit endlosen Schleifbändern bearbeitet werden, wobei sich
die Ebenen, in welchen sich die an den Kanten der Ränder eines Glaszuschnittes angreifenden
Trume der Schleifbänder laufen, im Bereich der Ebene eines Glaszuschnittes kreuzen,
und wobei alle Ränder eines Glaszuschnittes bearbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass nacheinander alle Ränder eines Glaszuschnittes, der lotrecht oder im wesentlichen
lotrecht orientiert ist, im Bereich ihrer Kanten durch ein Bearbeitungswerkzeug mit
zwei Bandschleifern mit endlosen Schleifbändern bearbeitet werden und dass zunächst
die Kanten des unteren horizontalen Randes, dann die Kanten eines ersten lotrechten
Randes, weiters die Kanten des oberen horizontalen Randes und schließlich die Kanten
des weiteren lotrechten Randes des Glaszuschnittes besäumt werden, wobei die lotrechten
Ränder bei stillstehendem Glaszuschnitt und die horizontalen Ränder bei sich bewegendem
Glaszuschnitt bearbeitet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die an den Kanten angreifenden Trume der Schleifbänder in Bewegungsrichtung
dieser Trume der Schleifbänder gesehen vor den Stellen, in welchen sie an den Rändern
eines Glaszuschnittes angreifen, auf einander zu bewegen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass am Beginn des Bewegens eines Glaszuschnittes relativ zu dem Bearbeitungswerkzeug
die Geschwindigkeit, mit der die Schleifbänder bewegt werden, und/oder der Druck,
mit dem die Schleifbänder gegen die Kanten eines Randes eines Glaszuschnittes gedrückt
werden, erhöht wird, während die Relativgeschwindigkeit der Bewegung des Glaszuschnittes
relativ zu dem Bearbeitungswerkzeug vergrößert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des Bewegens eines Glaszuschnittes relativ zu dem Bearbeitungswerkzeug die
Geschwindigkeit, mit der die Schleifbänder bewegt werden, und/oder der Druck, mit
dem die Schleifbänder an die Kanten eines Randes eines Glaszuschnittes gedrückt werden,
verkleinert wird, während die Relativgeschwindigkeit der Bewegung des Glaszuschnittes
relativ zu dem Bearbeitungswerkzeug abnimmt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Schleifbänder Diamantschleifbänder oder Siliziumkarbid-Schleifbänder verwendet
werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass den Diamantschleifbändern eine Flüssigkeit zum Spülen und/oder Kühlen in dem Bereich
zugeführt wird, in dem die Schleifbänder an den Kanten der Ränder eines Glaszuschnittes
angreifen.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Spül- und/oder Kühlflüssigkeit Wasser verwendet wird.
8. Vorrichtung zum Besäumen der Ränder von Glaszuschnitten, wobei eine Fördervorrichtung
(4, 62) vorgesehen ist, um Glaszuschnitte (3) an einem Bearbeitungswerkzeug (64) mit
einem Paar von Bandschleifern (10, 12) mit Schleifbändern (26) horizontal vorbeizubewegen,
und die an dem Glaszuschnitt (3) angreifenden Trume der Schleifbänder (26) des Bandschleifers
(10, 12) mit der Ebene des zu bearbeitenden Glaszuschnittes (3) spitze Winkel einschließen
und in einander im Bereich des Randes des Glaszuschnittes (3) kreuzenden Ebenen verlaufen,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Ausführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7 eine Stützwand (2)
zur lotrechten oder im Wesentlichen lotrechten Orientierung des Glaszuschnittes (3)
vorgesehen ist, und dass das Bearbeitungswerkzeug (64) mit dem Paar von Bandschleifern
(10, 12) mit Schleifbändern (26) im Maschinengestell (1) um eine zur Ebene des Glaszuschnittes
(3) senkrechte Achse verdrehbar und parallel zur Ebene des Glaszuschnittes (3) auf
und ab verstellbar gehaltert ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandschleifer (10, 12) verschwenkbar gelagert sind und durch einen Motor (32,
34), vorzugsweise einen Druckmittelmotor, in eine Wirklage verschwenkbar sind, in
der ihre Schleifbänder (26) an dem zu bearbeitenden Rand des Glaszuschnittes (3) angreifen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck, mit dem die Schleifbänder (26) an den Rand des Glaszuschnittes (3) angelegt
sind, einstellbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit, mit der die Schleifbänder (26) bewegt werden, einstellbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schleifbänder (26) auf den Kreuzungsbereich, in dem der zu bearbeitende
Rand des Glaszuschnittes (3) angeordnet ist, zu bewegen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass den Bandschleifern (10, 12) Düsenanordnungen (95) zugeordnet sind, aus denen eine
das Besäumen der Kanten der Ränder des Glaszuschnittes (3) unterstützende Flüssigkeit
beaufschlagt sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen der Düsenanordnung (95) in Richtung der Bewegung der ihnen benachbarten
Trume der Schleifbänder (26) der Bandschleifer (10, 12) ausgerichtet sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Umlenkwalzen (22, 24) für die Schleifbänder (26) der Bandschleifer (10,
12) in dem Bereich, in dem die Schleifbänder (26) an den Rändern der Glaszuschnitt
(3) angreifen, Stützwalzen (81) vorgesehen sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandschleifer (10, 12) Schutzbleche (96) tragen, die konzentrisch zu den Umlenkrollen
(22, 24) gekrümmt sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Bearbeitungswerkzeug (64) aus einer Bereitschaftsstellung unterhalb der Fördereinrichtung
(61) lotrecht auf- und abverstellbar ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Bearbeitungswerkzeug (64) Führungsrollen (78) und/oder endlose Führungsbänder
(79) vorgesehen sind, die bei in Bereitschaftsstellung angeordnetem Bearbeitungswerkzeug
(64) im Bereich der Fördereinrichtung (61) angeordnet sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Bearbeitungswerkzeug (64) an den Rändern von Glaszuschnitten (3) anliegende
Führungsrollen (75) vorgesehen sind.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsrollen (75) an Trägern (76) um horizontale Achsen frei drehbar gelagert
sind, wobei die Träger quer zur Ebene der Glaszuschnitte (3) verstellbar sind.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit einem Gehäuse (60) ausgestattet ist, in dem das Bearbeitungswerkzeug
(64, 70, 71) und die Fördereinrichtung (61) für die Glaszuschnitte (3) angeordnet
ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (61) in mehrere Transporteinheiten (62) unterteilt ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass jede Transporteinheit (62) ein die Glaszuschnitte (3) abstützendes Endlosförderband
(100) und zwei an den Flächen der Glaszuschnitte (3) angreifende Endlosförderglieder
(106) aufweist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Endlosförderglieder (106) mit den Reibungsschluß an den Glaszuschnitten (3) erhöhenden
Druckbacken versehen sind.
1. Method for preparing pieces of cut glass for further handling, in particular for the
production of panes of insulation glass, both edges of each margin of a piece of cut
glass being processed in order to remove burrs and the like at the same time by means
of processing tools with respectively two belt grinders with endless abrasive belts,
the planes in which the strands, which engage on the edges of the margins of a piece
of cut glass, of the abrasive belts operate, intersecting in the region of the plane
of a piece of cut glass, and all the margins of a piece of cut glass being processed,
characterised in that, in succession, all the margins of a piece of cut glass, which is orientated vertically
or substantially vertically, are processed in the region of their edges by means of
a processing tool with two belt grinders with endless abrasive belts, and in that firstly the edges of the lower horizontal margin, then the edges of a first vertical
margin, next the edges of the upper horizontal margin and finally the edges of the
further vertical margin of the piece of cut glass are bevelled, the vertical margins,
in the case of a stationary piece of cut glass, and the horizontal margins, in the
case of a moving piece of cut glass, being processed.
2. Method according to claim 1, characterised in that the strands, which engage on the edges, of the abrasive belts, seen in the direction
of movement of these strands of the abrasive belts, move towards each other before
the positions in which they engage on the margins of a piece of cut glass.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that, at the beginning of the movement of a piece of cut glass relative to the processing
tool, the speed with which the abrasive belts are moved and/or the pressure with which
the abrasive belts are pressed against the edges of a margin of a piece of cut glass
is increased, whilst the relative speed of the movement of the piece of cut glass
relative to the processing tool is increased.
4. Method according to one of the claims 1 to 3, characterised in that, at the end of the movement of a piece of cut glass relative to the processing tool,
the speed with which the abrasive belts are moved and/or the pressure with which the
abrasive belts are pressed against the edges of a margin of a piece of cut glass is
reduced, whilst the relative speed of the movement of the piece of cut glass relative
to the processing tool decreases.
5. Method according to one of the claims 1 to 4, characterised in that diamond abrasive belts or silicon carbide abrasive belts are used as abrasive belts.
6. Method according to claim 5, characterised in that a liquid for rinsing and/or cooling is supplied to the diamond abrasive belts in
the region in which the abrasive belts engage on the edges of the margins of a piece
of cut glass.
7. Method according to claim 6, characterised in that water is used as the rinsing and/or cooling liquid.
8. Device for bevelling the margins of pieces of cut glass, a conveying device (4, 62)
being provided in order to move pieces of cut glass (3) horizontally past a processing
tool (64) with a pair of belt grinders (10, 12) with abrasive belts (26), and the
strands, which engage on the piece of cut glass (3), of the abrasive belts (26) of
the belt grinder (10, 12) enclosing acute angles with the plane of the piece of cut
glass (3) which is to be processed, and extending in planes which intersect each other
in the region of the margin of the piece of cut glass (3), characterised in that, in order to implement the method according to one of the claims 1 to 7, a support
wall (2) is provided for vertical or substantially vertical orientation of the piece
of cut glass (3), and in that the processing tool (64) with the pair of belt grinders (10, 12) with abrasive belts
(26) is mounted in the machine frame (1) rotatably about an axis which is perpendicular
to the plane of the piece of cut glass (3) and displaceably up and down parallel to
the plane of the piece of cut glass (3).
9. Device according to claim 8, characterised in that the belt grinders (10, 12) are mounted pivotably and can be pivoted by means of a
motor (32, 34), preferably a pressure means motor, into an operative position in which
their abrasive belts (26) engage on the margin of the piece of cut glass (3) which
is to be processed.
10. Device according to claim 8 or 9, characterised in that the pressure with which the abrasive belts (26) are applied to the margin of the
piece of cut glass (3) is adjustable.
11. Device according to one of the claims 8 to 10, characterised in that the speed with which the abrasive belts (26) are moved is adjustable.
12. Device according to one of the claims 8 to 11, characterised in that the abrasive belts (26) move towards the intersection region in which the margin
of the piece of cut glass (3) which is to be processed is disposed.
13. Device according to one of the claims 8 to 12, characterised in that nozzle arrangements (95) are assigned to the belt grinders (10, 12), from which nozzles
a liquid, which assists the bevelling of the edges of the margins of the piece of
cut glass (3), is supplied.
14. Device according to claim 13, characterised in that the nozzles of the nozzle arrangement (95) are orientated in the direction of movement
of the strands, which are adjacent to said nozzles, of the abrasive belts (26) of
the belt grinders (10, 12).
15. Device according to one of the claims 8 to 14, characterised in that, between the deflection rollers (22, 24) for the abrasive belts (26) of the belt
grinders (10, 12), support rollers (81) are provided in the region in which the abrasive
belts (26) engage on the margins of the pieces of cut glass (3).
16. Device according to one of the claims 8 to 15, characterised in that the belt grinders (10, 12) carry guard plates (96) which are curved concentrically
relative to the deflection rollers (22, 24).
17. Device according to one of the claims 8 to 15, characterised in that the processing tool (64) is displaceable vertically up and down from a standby position
below the conveying mechanism (61).
18. Device according to claim 17, characterised in that, at the processing tool (64), guide rollers (78) and/or endless guide belts (79)
are provided which are disposed in the region of the conveying mechanism (61) when
a processing tool (64) is disposed in the standby position.
19. Device according to claim 17 or 18, characterised in that guide rollers (75) are provided at the processing tool (64) on the margins of pieces
of cut glass (3).
20. Device according to claim 19, characterised in that the guide rollers (75) are mounted on bearers (76), freely rotatably about horizontal
axes, the bearers being displaceable transversely relative to the plane of the pieces
of cut glass (3).
21. Device according to one of the claims 8 to 20, characterised in that the device is fitted with a housing (60) in which the processing tool (64, 70, 71)
and the conveying mechanism (61) for the pieces of cut glass (3) is disposed.
22. Device according to claim 21, characterised in that the conveying mechanism (61) is subdivided into a plurality of transport units (62).
23. Device according to claim 22, characterised in that each transport unit (62) has an endless conveyor belt (100), which supports the pieces
of cut glass (3), and two endless conveying members (106) which engage on the faces
of the pieces of cut glass (3).
24. Device according to claim 23, characterised in that the endless conveying members (106) are provided with pressure jaws which increase
the frictional contact on the pieces of cut glass (3).
1. Procédé pour préparer des feuilles de verre découpées en vue de leur manipulation
ultérieure, notamment en vue de la réalisation de vitrages isolants, les deux arêtes
de chaque bord d'une feuille de verre découpée étant traitées simultanément à l'aide
d'outils d'usinage comportant chacun deux ponceuses à bande avec des bandes abrasives
sans fin, dans le but d'éliminer des bavures et des éléments analogues, les plans,
dans lesquels se déplacent les tronçons des bandes abrasives qui agissent sur les
arêtes des bords d'une feuille de verre découpée, se croisant dans la région du plan
d'une feuille de verre découpée, et tous les bords d'une feuille de verre découpée
étant traités, caractérisé en ce que tous les bords d'une feuille de verre découpée, disposée verticalement ou sensiblement
verticalement, sont traités successivement dans la région de leurs arêtes à l'aide
d'un outil d'usinage comportant deux ponceuses à bande avec des bandes abrasives sans
fin et en ce que l'on chanfreine d'abord les arêtes du bord horizontal inférieur, puis les arêtes
d'un premier bord vertical, les arêtes du bord horizontal supérieur et enfin les arêtes
de l'autre bord vertical de la feuille de verre découpée, les bords verticaux étant
traités lorsque la feuille de verre est à l'arrêt et les bords horizontaux étant traités
lorsqu'elle se déplace.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les tronçons des bandes abrasives qui agissent sur les arêtes se déplacent l'un en
direction de l'autre en amont des points où ils agissent sur les bords d'une feuille
de verre découpée, vu dans la direction de déplacement desdits tronçons de bandes
abrasives.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, au début du déplacement d'une feuille de verre découpée par rapport à l'outil d'usinage,
la vitesse de déplacement des bandes abrasives et/ou la pression d'application des
bandes abrasives contre les arêtes d'un bord de feuille de verre découpée sont augmentées
pendant que la vitesse de déplacement de la feuille de verre par rapport à l'outil
d'usinage est augmentée.
4. Procédé selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, à la fin du déplacement d'une feuille de verre découpée par rapport à l'outil d'usinage,
la vitesse de déplacement des bandes abrasives et/ou la pression d'application des
bandes abrasives contre les arêtes d'un bord de feuille de verre découpée sont réduites
pendant que la vitesse de déplacement de la feuille de verre par rapport à l'outil
d'usinage diminue.
5. Procédé selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que des bandes diamantées ou des bandes à base de carbure de silicium sont utilisées
en tant que bandes abrasives.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un liquide de lavage et/ou de refroidissement est amené aux bandes abrasives diamantées,
dans la région dans laquelle les bandes abrasives sont en contact avec les arêtes
des bords d'une feuille de verre découpée.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'on utilise de l'eau en tant que liquide de lavage et/ou de refroidissement.
8. Dispositif de chanfreinage des bords de feuilles de verre découpées, dans lequel il
est prévu un moyen de transport (4, 62) destiné à déplacer des feuilles de verre découpées
(3) horizontalement devant un outil d'usinage (64) comportant une paire de ponceuses
à bande (10, 12) avec des bandes abrasives (26), et dans lequel les tronçons des bandes
abrasives (26) de la ponceuse à bande (10, 12) qui agissent sur la feuille de verre
découpée (3) forment des angles aigus avec le plan de la feuille de verre découpée
(3) à traiter et s'étendent dans des plans qui se croisent dans la région du bord
de la feuille de verre découpée (3), caractérisé en ce qu'il est prévu, pour la mise en oeuvre du procédé selon une des revendications 1 à 7,
une paroi d'appui (2) destinée à orienter la feuille de verre (3) dans la direction
verticale ou sensiblement verticale, et en ce que l'outil d'usinage (64) comportant la paire de ponceuses à bande (10, 12) avec des
bandes abrasives (26) est monté dans le bâti de machine (1) avec possibilité de rotation
autour d'un axe perpendiculaire au plan de la feuille de verre découpée (3) et avec
possibilité de déplacement vers le haut et vers le bas, parallèlement au plan de la
feuille de verre découpée (3).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que les ponceuses à bande (10, 12) sont montées pivotantes et peuvent être amenées par
pivotement par un moteur (32, 34), de préférence un moteur à fluide sous pression,
dans une position de travail dans laquelle leurs bandes abrasives (26) sont en contact
avec le bord à traiter de la feuille de verre découpée (3).
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que la pression avec laquelle les bandes abrasives (26) sont appliquées contre le bord
de la feuille de verre découpée (3) peut être réglée.
11. Dispositif selon une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que la vitesse avec laquelle les bandes abrasives (26) sont entraînées peut être réglée.
12. Dispositif selon une des revendications 8 à 11, caractérisé en ce que les bandes abrasives (26) se déplacent en direction de la région de croisement dans
laquelle est disposé le bord à traiter de la feuille de verre découpée (3).
13. Dispositif selon une des revendications 8 à 12, caractérisé en ce que sont associés aux ponceuses à bande (10, 12) des agencements de buses (95) qui envoient
un liquide favorisant le chanfreinage des arêtes des bords de la feuille de verre
découpée (3).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que les buses de l'agencement de buses (95) sont orientées dans la direction de déplacement
des tronçons des bandes abrasives (26) des ponceuses (10, 12) qui leur sont adjacents.
15. Dispositif selon une des revendications 8 à 14, caractérisé en ce que des rouleaux d'appui (81) sont prévus entre les rouleaux de renvoi (22, 24) pour
les bandes abrasives (26) des ponceuses à bande (10, 12), dans la région dans laquelle
les bandes abrasives (26) agissent sur les bords de la feuille de verre découpée (3).
16. Dispositif selon une des revendications 8 à 15, caractérisé en ce que les ponceuses à bande (10, 12) portent des tôles de protection (96) qui sont incurvées
sous une forme concentrique avec les rouleaux de renvoi (22, 24).
17. Dispositif selon une des revendications 8 à 15, caractérisé en ce que l'outil d'usinage (64) peut être monté et abaissé verticalement à partir d'une position
d'attente située en dessous du moyen de transport (61).
18. Dispositif selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'outil d'usinage (64) comporte des galets de guidage (78) et/ou des bandes de guidage
(79) sans fin qui se trouvent dans la région du moyen de transport (61) lorsque l'outil
d'usinage (64) est en position d'attente.
19. Dispositif selon la revendication 17 ou 18, caractérisé en ce que l'outil d'usinage (64) comporte des galets de guidage (75) appliqués contre les bords
de feuilles de verre découpées (3).
20. Dispositif selon la revendication 19, caractérisé en ce que les galets de guidage (75) sont montés sur des supports (76) en pouvant tourner librement
autour d'axes horizontaux, lesdits supports pouvant être déplacés perpendiculairement
au plan des feuilles de verre découpées (3).
21. Dispositif selon une des revendications 8 à 20, caractérisé en ce qu'il est équipé d'une enceinte (60) dans laquelle sont disposés l'outil d'usinage (64,
70, 71) et le moyen de transport (61) pour les feuilles de verre découpées (3).
22. Dispositif selon la revendication 21, caractérisé en ce que le moyen de transport (61) est divisé en plusieurs unités de transport (62).
23. Dispositif selon la revendication 22, caractérisé en ce que chaque unité de transport (62) comprend une bande transporteuse sans fin (100), qui
supporte les feuilles de verre découpées (3), et deux éléments transporteurs sans
fin (106) qui sont en contact avec les faces des feuilles de verre découpées (3).
24. Dispositif selon la revendication 23, caractérisé en ce que les éléments transporteurs sans fin (106) sont munis de mâchoires de pression qui
renforcent le serrage par frottement sur les feuilles de verre découpées (3).