[0001] Die Erfindung betrifft ein Etikett zur Verdeckung von Informationen aus einer Trägerschicht,
insbesondere Lackschicht, ganz insbesondere aus duroplastischem Lack zur Laserbeschriftung,
wobei auf der unteren Seite der Trägerschicht eine Klebeschicht vorhanden ist, sowie
die Verwendung desselben.
[0002] Zur Kennzeichnung von Teilen an Fahrzeugen, Maschinen, elektrischen und elektronischen
Geräten, Verpackungen, insbesondere Einwegverpackungen, finden zunehmend technische
Etiketten Verwendung, so als Typenschilder, als Steueretiketten für Prozeßabläufe
sowie als Garantie- und Prüfplaketten.
[0003] Üblicherweise dienen die Etiketten dazu, Informationen darzubieten, wobei die Informationen
durch Druck oder durch Beschriftung mittels eines Lasers auf dem Etikett erzeugt werden.
Neuerdings geraten auch Anwendungsfelder in den Fokus, bei denen nicht Information
durch das Etikett übertragen werden, sondern bei denen - im Gegenteil - Informationen
durch das Etikett verdeckt werden sollen, entweder gleich ab Beginn der Verklebung
oder später, so daß die Information zunächst zugänglich ist und erst nach Manipulation
des Etiketts verschwindet beziehungsweise abgedeckt ist.
[0004] Ein Beispiel für ein letzteres Anwendungsfeld ist in der Rücknahme von Einwegverpackungen
zu sehen, für die bei Abgabe ein Pfand ausbezahlt werden soll. Hierzu ist denkbar,
auf der Verpackung ein Feld vorzusehen, das durch ein Etikett abgedeckt wird. Nach
Einwerfen der Verpackung in einen hierfür vorgesehenen Apparat könnte in diesem eine
Entwertung der Verpackung stattfinden, indem in dem besagten Apparat das Etikett irreversibel
manipuliert wird.
Sollte jemand versuchen, die mit dem veränderten Etikett gekennzeichnete Verpackung
erneut zwecks Erschleichung eines weiteren Pfandsgelds abzugeben, kann diese anhand
der "Entwertung" des Etiketts unmittelbar nachgewiesen werden.
Des weiteren beinhaltet diese Anwendung die Anforderung nach einem mehr oder minder
ausgeprägten Maß an Fälschungssicherheit. Diese Fälschungssicherheit gilt vordergründig
für den Zeitraum der Anbringung und die gesamte Nutzungsdauer auf dem zu kennzeichnenden
Teil. Eine Entfernung oder Manipulation soll nur unter Zerstörung oder sichtbarer,
irreversibler Veränderung möglich sein.
Um die Fälschungssicherheit der Etiketten nochmals zu erhöhen, ist zunehmend an die
Etiketten selbst die Forderung gestellt worden, durch eine besondere Ausgestaltung
zur Sicherheit beizutragen.
In besonders sensitiven Anwendungsfeldern muß eine Sicherheitsstufe auch für die Herstellung
der Etiketten gelten. Eine zu leichte Beschaffung und Kennzeichnung derartiger Etiketten
sowie die Herstellung von Plagiaten würden Unbefugten die nicht autorisierte Verbreitung
von Artikeln ermöglichen.
[0005] Dieser zusätzlichen Fälschungssicherheit darf aber eine nachträgliche Identifizierung
des verklebten Etiketts auf Originalität durch eine schnelle, eindeutige, einfache
und zerstörungsfreie Methode nicht entgegenstehen.
[0006] Einwegverpackungen für Getränke werden zukünftig ebenfalls dem Pfandsystem unterworfen.
Das heißt, der Kunde kauft die Verpackung samt Inhalt und hinterlegt ein gewisses
Pfandgeld. Bei Rückgabe der Verpackung (überwiegend Kunststoffflaschen) wird dem Kunden
das entsprechende Pfandgeld ausbezahlt.
Zwecks Vereinfachung der Rückgabe kann diese in entsprechend ausgestalteten Apparaten
erfolgen. Der Kunde wirft die Verpackung ein, der Apparat erkennt diese und zahlt
das Pfandgeld aus.
Von hoher Wichtigkeit ist dabei, daß der Apparat die Verpackung entwertet, so daß
eine zweite Abgabe der Verpackung nicht möglich ist.
[0007] Beispielsweise ist angedacht, über den Barcode zunächst die Verpackung zu identifizieren
und mittels dieser Information das Geld freizugeben. Anschließend soll der Barcode
beziehungsweise die im Barcode vorhandene Information vernichtet werden, so daß ein
zweites Kassieren des Pfands, indem der Barcode eben ein weiteres mal gelesen wird,
unmöglich ist.
[0008] In der
DE G 81 30 861 wird ein mehrschichtiges Etikett aus einer dünnen und einer dicken selbsttragenden,
deckend pigmentierten Lackschicht offenbart. Beide Schichten bestehen aus einem elektronenstrahlgehärteten
lösungsmittelfrei aufgetragenen Lack, wobei die Schichtdicken unterschiedlich sind.
Die Beschriftung des Etiketts erfolgt dadurch, daß mit Hilfe eines Lasers die obere
dünnere Lackschicht weggebrannt wird, so daß die untere dickere Lackschicht sichtbar
wird, wobei die untere Schicht bevorzugt eine Kontrastfarbe zur ersteren aufweist.
Bei dieser Beschriftung handelt es sich um eine Art von Gravur, womit Manipulationsmöglichkeiten
wie bei traditionellen Bedruckungen mit Farben und Tinten entfallen. Das Etikett ist
durch die eingesetzten Rohstoffe und den Herstellungsprozeß derart spröde eingestellt,
daß eine Entfernung desselben von den Haftuntergründen fast immer nur unter Zerstörung
möglich ist.
[0009] In punkto Fälschungssicherheit bietet eine Laserfolie, wie sie aus der
DE G 81 30 861 bekannt und beispielsweise als tesa 6930 ® von der Firma tesa erhältlich ist, aufgrund
ihres sehr spröden Produktaufbaus gute Voraussetzungen, eventuelle Manipulationsversuche
zu dokumentieren und somit zu vereiteln.
Das laserbeschriftete Etikett ist nur unter sehr hohem Aufwand und bestimmten Voraussetzungen
zerstörungsfrei in einem Stück von seinem ursprünglichen Verklebungsuntergrund zu
entfernen.
[0010] In der
EP 0 645 747 A wird ein laserbeschriftbares mehrschichtiges Etikettenmaterial gezeigt, das sich
aus einer ersten Schicht, einer zweiten, von der ersten Schicht optische differierenden
Schicht zusammensetzt, wobei die erste Schicht mittels Laserstrahlung entsprechend
einem gewünschten Schrift- oder Druckbild unter Sichtbarmachung der Oberfläche der
zweiten Schicht entfernbar ist. Zwischen den Schichten ist weiterhin eine eine Trägerschicht
bildende transparente Kunststoffolie angeordnet.
[0011] Die
DE 44 21 865 A1 zeigt ein Einschichtlaseretikett aus einer Trägerschicht aus Kunststoff, die ein
Additiv enthält, das unter Laserbestrahlung einen Farbumschlag zeigt.
Die Trägerschicht ist einseitig mit einer Selbstklebemasse beschichtet, welche gegebenenfalls
mit einem Trennpapier oder einer Trennfolie abgedeckt ist.
[0012] Mit der
DE 199 09 723 A1 ist eine Sicherheitsfolie bekannt geworden, die eine Trägerschicht aufweist, in der
ein Identifikationsmedium enthalten ist. Mit Hilfe eines berührungslosen Beschriftungsprozesses
können die Diffusionseigenschaften dieses Identifikationsmediums gezielt selektiv
und lokal verändert werden. Wird die so beschriftete Sicherheitsfolie auf ein Werkstück
aufgeklebt, so diffundiert das Identifikationsmedium zur Substratoberfläche hin und
bewirkt dort eine nachweisbare Reaktion. Dabei erfolgt diese Diffusion bzw. Reaktion
nur in solchen Bereichen der Substratoberfläche, in denen durch den Beschriftungsvorgang
die Diffusionsfähigkeit ausgelöst bzw. nicht behindert wurde. Somit ermöglicht die
Sicherheitsfolie eine eindeutige Beschriftung und Identifikation des Werkstücks.
[0013] Die Sicherheitsfolie wird mittels eines berührungslosen Verfahrens beschriftet. So
kann auch im Fabrikumfeld eine schmutzunempfindliche, schnelle, flexibel variierbare
Beschriftung erreicht werden. Die Beschriftung der Sicherheitsfolie - und somit die
Änderung der Diffusionseigenschaften des Identifikationsmediums - kann insbesondere
mit Hilfe elektromagnetischer Strahlung erfolgen. Besonders vorteilhaft zur Beschriftung
der Sicherheitsfolie ist der Einsatz eines Lasers, mit Hilfe dessen sowohl eine temperatur-
als auch eine lichtsensitive Beschriftung erfolgen kann (wobei der Begriff "Licht"
in diesem Fall den gesamten dem Laser zugänglichen Bereich des elektromagnetischen
Spektrums umfaßt). Laser haben den zusätzlichen Vorteil, kontrastreiche Beschriftungen
mit einer beliebigen Wahl des Musters zu ermöglichen, schnelle Änderungen des Beschriftungsmusters
zu gestatten und prozeßsicher im Fabrikumfeld einsetzbar zu sein.
[0014] Beim Einsatz von flachen, scharfen Klingen gelingt es darüber hinaus, Etiketten vollständig
vom Substrat abzutrennen. Besonders auf Kunststoffuntergründen wie Polyethylen oder
Polypropylen zeigt der Verbund zwischen Klebmasse und Untergrund Schwächen.
[0015] Trotz einer erhöhten Klebkraft auf metallischen oder lackierten Substraten ist es
auch dort möglich, durch Einsatz spezieller Werkzeuge einen Teil der Etiketten ohne
Zerstörung abzulösen. Ein spezielles Klingenwerkzeug kann in einem flachen Winkel
unter das Etikett geführt werden. Durch vorsichtige Schneidebewegungen ist es möglich,
eine Kante anzuheben, wodurch ein so genannter Anfasser entsteht. Auf diese Weise
erzeugt man einen Angriffspunkt, der ein Ablösen vereinfacht.
[0016] Ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt ist in der
DE 199 04 823 A1 offenbart. Hier wird ein Verfahren zur Herstellung einer Folie beschrieben, bei dem
zunächst eine Stützträgerfolie mittels eines Prägewerkzeuges geprägt wird, wobei das
Prägewerkzeug holographische Strukturen aufweist. Anschließend wird eine Folie auf
der geprägten Stützträgerfolie erzeugt, so daß sich auf der Folie zumindest ein Hologramm
abzeichnet.
[0017] Aus der
DE 197 47 000 C1 ist ein Laseretikett aus mindestens einer Schicht aus Kunststoff bekannt, die einseitig
mit einer Selbstklebemasse beschichtet ist, welche gegebenenfalls mit einem Trennpapier
oder einer Trennfolie abgedeckt ist; Zwischen Kunststoff und Selbstklebemasse ist
eine Druckfarbe aufgedruckt.
Die Kunststoffschicht kann transparent sein.
[0018] Leistungsfähige steuerbare Laser zum Einbrennen von Markierungen wie Schriften, Codierungen
und dergleichen sind verbreitet. An das zu beschriftende Material werden unter anderem
folgende Anforderungen gestellt:
- Es soll schnell beschriftbar sein.
- Es soll ein hohes räumliches Auflösungsvermögen erreicht werden.
- Es soll in der Anwendung möglichst einfach sein.
- Die Zersetzungsprodukte sollen nicht korrosiv wirken.
[0019] Darüber hinaus werden für besondere Fälle zusätzliche Eigenschaftsmerkmale gefordert:
- Hohe Temperaturbeständigkeit soll gegeben sein, beispielsweise bis über 200 °C.
- Gute Beständigkeit gegen Bewitterung, Wasser und Lösungsmittel ist erwünscht.
[0020] Bekannte, hierfür eingesetzte Materialien, wie bedrucktes Papier, eloxiertes Aluminium,
lackiertes Blech oder PVC-Folien, werden nicht allen diesen Anforderungen gerecht.
[0021] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Möglichkeit zu schaffen, mittels eines Etiketts
gezielt Informationen zu verdecken, so daß beispielsweise nach Beschriftung des Etiketts
mit einem Laser die vorher (maschinen)lesbaren Inhalte unterhalb des Etiketts nicht
mehr auszuwerten sind. Ein Ablösen des Etiketts soll nur unter Zerstörung desselben
möglich sein. Des weiteren soll die Erfindung dem Aspekt der verbesserten Fälschungssicherheit
gerecht werden.
[0022] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Etikett, wie es gemäß Hauptanspruch beschrieben
ist. Gegenstand der Unteransprüche sind besonders vorteilhafte Ausführungsformen des
Erfindungsgegenstands sowie Anwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Etiketts.
[0023] Dementsprechend betrifft die Erfindung ein Etikett zur Verdeckung von Informationen
aus zumindest
- a) einer transparenten Trägerschicht insbesondere aus Kunststoff, die
- b) ein Additiv enthält, das unter Laserbestrahlung einen Farbumschlag zeigt, und
- c) auf deren Oberfläche ein Logo eingebracht ist, das aus einer Farbe mit einem lumineszierenden
(fluoreszierend oder phosphoreszierend) Farbpigment besteht, und die
- d) einseitig auf der Oberfläche, die der Oberfläche mit dem Logo gegenüberliegt, mit
einer Selbstklebemasse beschichtet ist, welche
- e) gegebenenfalls mit einem Trennpapier oder einer Trennfolie abgedeckt ist.
[0024] Das Logo kann beispielsweise auf die Trägerschicht aufgedruckt oder aufgeprägt werden.
[0025] Die Trägerschicht weist vorzugsweise eine Dicke von 10 bis 200 µm, insbesondere von
50 bis 100 µm, auf.
[0026] Geeignete Trägerschichten bestehen aus Kunststoffen wie Polyestern, Poly-(Meth)acrylaten,
Polycarbonaten und Polyolefinen sowie aus strahlenhärtbaren Systemen wie ungesättigten
Polyestern, Epoxy-, Polyester- und Urethanacrylaten, wie sie auch für UV-Druckfarben
Anwendung finden, insbesondere solchen aus Basispolymeren gemäß
DE G 81 30 816, nämlich aliphatischen Urethanacrylat-Oligomeren.
[0027] Das Additiv kann ein Pigment sein, insbesondere Kupferhydroxidphosphat oder Iriodin,
ein Perlglanzpigment auf der Basis von basischem Bleicarbonat, beziehungsweise Glimmer,
und zusätzlich zu dem Additiv Titandioxid verwendet werden.
Des weiteren kann das Additiv ein thermochromer Farbstoff sein.
[0028] Geeignete Additive sind insbesondere Metallsalze, vor allem Kupferhydroxidphosphat
oder auch Iriodin, ein Perlglanzpigment, wie es von der Firma Merck im Handel erhältlich
ist. Diese Additive werden den Basispolymeren (wie zum Beispiel in
DE G 81 30 861 beschrieben) insbesondere in der Größenordnung von einigen Promille bis maximal 10
Gew.-%, bevorzugt in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-%, insbesondere von 0,5 bis 5 Gew.-%
bezogen auf das Gesamtgewicht der Trägerschicht, zugemischt. Nach Herstellung von
flächigem Material durch bekannte Verfahren wie Extrusion, Giessen, Beschichten etc.,
mit gegebenenfalls nachträglicher strahlenchemischer Vernetzung, werden derartige
Folien mit der Klebeschicht beschichtet.
[0029] Eine Abdeckung mit silikonisiertem Trennpapier ergibt dann den typischen Aufbau für
Vormaterial, aus dem sich Etiketten fertigen lassen.
[0030] Bei Nutzung der Standardlaser, speziell der weitverbreiteten Nd-YAG-Festkörperlaser
mit einer Wellenlänge von 1,06 µm, findet im Auftreffpunkt des Lasers auf die Materialoberfläche
eine Farbänderung oder ein Farbumschlag statt, und es werden schnelle vollflächige
Beschriftungen beziehungsweise Farbumschläge erhalten.
[0031] Die Trägerschicht besteht in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform aus einem
Lack, insbesondere aus einem gehärteten Lack, vorzugsweise einem strahlengehärteten
Lack, besonders vorzugsweise aus einem elektronenstrahlengehärteten Polyurethanacrylat-Lack.
Vorteilhafterweise ist der Lack ein spröder Lack. Die Sprödheit des Lacks ist eine
Ursache dafür, daß das Etikett nach dem Verkleben wegen mangelnder Flexibilität des
Trägers nicht abgezogen werden kann, sondern beim Versuch des Ablösens splittert.
[0032] In einer alternativen Ausführungsform besteht die Trägerschicht aus einem Polybutylenterephthalat.
[0033] Prinzipiell sind vier Lacktypen verwendbar, sofern ihre Stabilität ausreicht, zum
Beispiel säurehärtende Alkydmelaminharze, additionsvernetzende Polyurethane, radikalisch
härtende Styrollacke und ähnliche. Besonders vorteilhaft sind jedoch strahlenhärtende
Lacke, da sie sehr schnell ohne langwieriges Verdampfen von Lösungsmitteln oder Einwirken
von Wärme aushärten. Solche Lacke sind zum Beispiel
von A. Vrancken beschrieben worden (Farbe und Lack 83,3 (1977) 171).
[0034] Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, wenn in der Lackschicht ein
weiteres Additiv zu mindestens 5 Gew.-%, bevorzugt 7 Gew.-%, enthalten ist, das fluoreszierend
oder phosphoreszierend ist oder das zur magnetischen oder elektrischen Kennzeichnung
geeignet ist.
[0035] Eine Alternative zur Verwendung von Leuchtstoffen ist der Einbau von Substanzen in
die Lackschicht, die sich magnetisch oder elektrisch detektieren lassen, sowie thermochrome
Pigmente, die sich bei Temperaturänderung reversibel umfärben. Magnetfeldänderungen
wie bei Alarmetiketten für zum Beispiel Kleidungsstücke sind prinzipiell möglich,
jedoch für die erfindungsgemäß bevorzugten Anwendungsfelder nicht prädestiniert.
[0036] Dies bietet sich als verdeckte Sicherheitsstufe an, zum Beispiel in die Lackschicht
Substanzen zuzugeben, die zu einer elektrischen Leitfähigkeit der Schicht führen.
Mit geeigneten Meßgeräten, welche transportabel, leicht zu bedienen und preisgünstig
zu beschaffen sind, und geeigneten Elektroden kann an dem verklebten Etikett direkt
die Leitfähigkeit der Lackschicht ermittelt werden. Die Elektroden werden an zwei
unterschiedliche Punkte A und B der Lackschicht angehalten und eine Spannung angelegt.
Bei Vorhandensein einer durchgängigen elektrischen Leitfähigkeit zwischen A und B
kann ein Stromfluß gemessen werden, der je nach Art und Menge des verwendeten Additivs
einen charakteristischen Wert aufweisen kann. Da selbst bei Verwendung des Etikettes
direkt auf Metallen die Lackschicht durch die elektrisch isolierende Klebemassenschicht
von dem leitfähigem Metall getrennt ist, sind keine fehlerhaften Messungen zu befürchten.
[0037] Eine Fälschung durch nachträgliche Manipulation wird besonders dadurch ausgeschlossen,
daß die Leitfähigkeitsmessung nicht.nur von Rand zu Rand der Etiketten, sondern zwischen
beliebigen Punkten erfolgen kann.
Damit hier eine Leitfähigkeit detektiert werden kann, muß die komplette Lackschicht
durchgängig dreidimensional leitfähig sein, was sich nur im Rahmen des ursprünglichen
Herstellprozesses gewährleisten läßt. Ein derartiges laserbeschriftbares Etikett läßt
sich herstellen, indem in die Rezeptur der Lackschicht elektrisch leitfähige Substanzen
zugegeben werden; dies kann zusätzlich zu den bisherigen Pigmenten oder aber auch
zumindest teilweise im Ersatz der vorhandenen Pigmente geschehen, um die guten Verarbeitungseigenschaften
der Lackpasten beizubehalten. Als leitfähige Additive sind prinzipiell elektrisch
leitfähige metallische, organische, polymere und anorganische Substanzen geeignet,
wobei die Verwendung von Metallen bevorzugt ist. Speziell für transparente Lackschichten
ist für die Auswahl die Eigenfarbe des leitfähigen Additivs zu berücksichtigen. Leitfähiger
Ruß ist ebenfalls geeignet, ergibt jedoch eine deutliche schwarze Einfärbung der Trägerschicht.
[0038] Um eine gute Leitfähigkeit zu gewährleisten, sollte eine minimale Grenzkonzentration
an Additiv sichergestellt sein, so daß ausreichend Partikel in der Lackschicht vorhanden
sind, um sich zu berühren und Kontakt miteinander zu haben. Bei Unterschreitung dieser
Grenzkonzentration ist in dem dreidimensionalen Gefüge der Basisschicht ein leitfähiger
Weg von A nach B nicht mehr sichergestellt. Bevorzugt werden deshalb metallische Partikel
eingesetzt, wobei Fasern mit einem hohen Längen- zu Querschnittsverhältnis bevorzugt
werden, da hierbei mit geringeren Konzentrationen eine dreidimensionale Leitfähigkeit
sichergestellt werden kann als mit sphärischen Partikeln; außerdem fällt die Farbveränderung
der Lackschicht mit den Fasern geringer aus. Als Metalle werden bevorzugt aus Kosten-Nutzen-Erwägungen
Kupfer, Eisen, Aluminium und Stahl sowie deren Legierungen eingesetzt, jedoch sind
auch teure, hochleitfähige Metalle wie Silber, Gold geeignet. Die Faserdimensionen
sind 0,1 bis 50 mm Länge und Querschnitte mit 1 bis 100 µm, wobei bevorzugt Metallfasern
mit einem Durchmesser von 2 bis 20 µm bei einem Querschnitts- zu Längenverhältnis
von ca. 1:100 bis 1:1000 zum Einsatz kommen. Derartige Fasern werden mit 0,5 bis 25
Gew.-%, bevorzugt mit 2 bis 10 Gew.-% in die bekannte Rezeptur homogen eingearbeitet
und gemäß
DE G 81 30 861 beschichtet und ausgehärtet.
[0039] Bei den Additiven, die zur Trägerschicht zugesetzt werden können, kann es sich um
feine Farbpigmente handeln oder aber auch bevorzugt um sichtbare Partikel in der Größenordnung
von 0,1 bis 5 mm. Bei Verwendung feingemahlener Farbpigmente wird eine leichte Farbtonveränderung
der Schriftzüge erzeugt, mit den sichtbaren Partikeln ein charakteristisches Farbmosaik.
Bei Einsatz von Tageslichtleuchtfarben ist ohne Hilfsmittel der "Fingerabdruck" zu
erkennen, was häufig unerwünscht ist. Bevorzugt werden deshalb Farbpigmente oder Partikel
eingesetzt, die im Bereich des sichtbaren Lichtes nicht absorbieren und somit im Normalfall
unsichtbar sind - erst bei Beleuchtung des Etikettes mit einer Lampe geeigneter Wellenlänge
werden die Farbpigmente angeregt und leuchten charakteristisch.
[0040] Neben durch IR-Strahlung angeregten Farbpigmenten kommen hauptsächlich UV-aktive
Systeme zum Einsatz. Prinzipiell geeignet sind auch Leuchtstoffe, die durch Elektronenstrahlen,
Röntgenstrahlen u.ä. angeregt werden sowie thermochrome Pigmente, die sich bei Temperaturänderung
reversibel umfärben.
[0041] Bei der Auswahl der Farbpigmente ist darauf zu achten, daß sie für den Herstellprozeß
der Etiketten (Folienherstellung, Kleberbeschichtung) ausreichend stabil sind und
sich nicht irreversibel bei den Prozeßbedingungen (gegebenenfalls thermische Trocknung,
Elektronenstrahl- oder UV-Härtung u.ä.) verändern. Vorteilhaft für Daueranwendungen
der Etiketten ist, daß diese meist empfindlichen Leuchtstoffe in einer Polymermatrix
eingebettet sind. Weitergehende Maßnahmen gegen mechanischen Abrieb sowie Schutz vor
direkten Sauerstoff- und Wasserkontakt sind nicht notwendig.
[0042] Für die besagten Additive können die gleichen langnachleuchtenden (phosphoreszierenden)
oder fluoreszierenden Farbpigmente eingesetzt werden, wie sie für die Farbpigmente
genutzt werden, die in der Farbe vorhanden sind.
Diese Farbpigmente werden nur oder überwiegend durch UV-Strahlung angeregt und emittieren
im sichtbaren Bereich des Spektrums (als Übersicht siehe zum Beispiel
Ullmann's Enzyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, 1979, Verlag Chemie).
[0043] Bekannt sind aber auch IR-aktive Leuchtpigmente. Beispiele für Systeme mit UV-Fluoreszenz
sind Xanthene, Cumarine, Naphthalimide usw., die teilweise unter dem Oberbegriff "organische
Leuchtstoffe" oder "optische Aufheller" in der Literatur geführt werden. Die Zugabe
von einigen Prozenten der betreffenden Leuchtstoffe ist ausreichend.
[0044] Eingesetzt werden können beispielsweise Rezepturen mit RADGLO®-Pigmenten der Firma
Radiant Color N.V./Holland oder Lumilux ® CDPigmente von Firma Riedel-de-Haen. Auch
anorganische Leuchtstoffe sind geeignet. Als langnachleuchtende Stoffe, besonders
mit Emission von Licht im gelben Bereich, haben sich Metallsulfide und -oxide, meist
in Verbindung mit geeigneten Aktivatoren, als günstig erwiesen. Diese sind beispielsweise
unter dem Handelsnamen Lumilux ® N oder als bezüglich Stabilität, Leuchtkraft und
Nachleuchtdauer verbesserte Leuchtpigmente unter dem Handelsnamen LumiNova ® von Firma
Nemoto/Japan erhältlich.
[0045] Diese exemplarisch aufgeführten Farbstoffe/-pigmente werden in die Rezeptur der-Lackschicht
beziehungsweise der Farbe in Mengen von 0,1 bis 50 Gew.-%, bevorzugt mit 1 bis 25
Gew.-%, ganz besonders bevorzugt zu 7 Gew.-%, eingearbeitet. Nach der abschließenden
Kleberbeschichtung der Lackschicht und gegebenenfalls Eindeckung mit Trennpapier oder
Trennfolie liegt das Etikettenvormaterial für die kundenspezifische Nutzung vor.
[0046] Nach Stanzen/Laserschneiden der gewünschten Etikettengeometrien sowie der abschließenden
Beschriftung mittels Laserstrahl mit Schriftzügen, Barcodes, Logos etc. liegt das
Etikett in seiner Endform vor. Bei Inkorporation von zum Beispiel langnachleuchtenden
Farbpigmenten in die Farbschicht des Logos weist das Etikett nach entsprechender Anregung
der Leuchtpigmente ein charakteristisches Nachleuchten auf, was eine leichte und schnelle
Identifizierung als Originaletikett erlaubt. Außer der speziellen Lichtquelle und
gegebenenfalls einem Sichtschutz gegen störendes Umgebungslicht ist kein weiteres
aufwendiges Equipment notwendig - nach der Prüfung verbleibt das Etikett unverändert
zurück.
[0047] Derartige Etiketten, die in der Farbe des Logos Leuchtstoffe, die nur nach UV- oder
IR-Anregung im sichtbaren Wellenlängenbereich emittieren, enthalten, eignen sich auch
für eine paßgenaue Fertigung (Bedrucken, Stanzen, Applizieren etc.). Anstelle von
gesondert aufzubringenden Druck- oder Steuermarkierungen kann bei der Verarbeitung
die Lichtemission des Logos dafür genutzt werden: insbesondere nach dem Beschriften
und Schneiden der Etiketten mittels Laserstrahl aus ungestanztem Rollenmaterial kann
in einer nachgeschalteten Steuereinheit an einer definierten Stelle des Etiketts die
Anregung und Emission mit geeignetem Equipment als Steuermarke für weitere Verarbeitungsschritte
beziehungsweise für die Herstellung des nächsten Etiketts genutzt werden.
[0048] Kundenspezifische "Fingerabdrücke" der Etiketten lassen sich realisieren, indem unterschiedliche
Logos aufgedruckt werden. Besonders regelmäßige Linien und Strichmuster lassen charakteristische
Muster von Leuchtpunkten entstehen und sind zudem besonders material- und kostensparend.
Nach der Stanzung oder dem Laserschneiden des Etikettes und der Applizierung auf den
Haftuntergründen ist bei Wahl einer geeigneten Beleuchtungsquelle am Rand des Etikettes
ein bezüglich Farben und Geometrien charakteristisches Muster zu erkennen.
[0049] Besonders logistisch und kostenmäßig macht sich der Vorteil dieser Sicherheitskennzeichnung
bemerkbar. Es kann auf käufliche Druckfarben und unspezifisches Etikettenfolienmaterial
zurückgegriffen werden, während letzteres ansonsten kundenspezifisch herzustellen
ist. Da derartiges Standardvormaterial jedoch bei den Etikettenherstellern nur als
Zwischenprodukt selbst für die eigene Fertigung genutzt wird und am Markt nicht frei
verfügbar ist, ist ein unbefugter Zugriff ausgeschlossen. Außerdem sind kleine Losgrößen
und kurze Lieferzeiten möglich.
[0050] Weiter bevorzugt ist eine Ausführungsform des Etiketts, das aus einer Lackschicht
besteht, erhältlich dadurch, daß auf einer bedruckten oder geprägten Stützträgerfolie
die Lackschicht bevorzugterweise lösungsmittelfrei aufgetragen und anschließend ausgehärtet
wird. Darüber hinaus kann auf der Lackschicht ein Hologramm aufgebracht sein.
[0051] Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die Lackschicht selbsttragend und deckend
pigmentiert ist sowie wenn die Lackschicht elektronenstrahlgehärtet wird.
[0052] Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Stützträgerfolie eine Kunststoffolie
ist, insbesondere aus Polyester.
[0053] Die Bedruckung der Stützträgerfolie erfolgt insbesondere nach dem Flexodruckverfahren,
denn das UV-Flexodruckverfahren besitzt bezüglich der Gestaltung von Geometrien einen
sehr hohen Freiheitsgrad und kann besonders für bahnförmige Materialien von Papier
bis zur Folie bei möglichst niedrigen Preis eine gute Druckqualität erbringen. Bei
dieser Technologie ist es möglich, Linien Felder, Bilder, Logos, Schriften usw. in
unterschiedlicher Größe und Art vom Klischee auf das Drucksubstrat zu übertragen.
[0054] Hierbei sind die wichtigsten Einflußfaktoren für diesen Prozeß:
- Druckvorstufe (reprotechnisch Ausarbeitung des Druckklischees)
- Druckplatte
- Druckformataufbau
- Bedruckstoff
- Rasterwalze
- Druckfarbe
- Farbgebung
- Druckspannung
[0055] In der oben beschriebenen Anwendung des fälschungssicheren, laserbeschriftbaren Etiketts
werden vorzugsweise Logos und Schriften mit unterschiedlicher Komplexität gefordert
werden; hierbei ist das UV-Flexodruckverfahren gut einsetzbar.
[0056] Dazu wird ein mit den Logos und Schriften versehenes Klischee mit Druckfarbe benetzt
und diese auf eine Kunststoffolie übergeben. Die Druckfarbe kann dann durch physikalische
Aktivierung (thermisch, strahlenchemisch) auf der Folie ausgehärtet werden. Hierzu
soll die Farbe eine hohe Verbundhaftung zum Foliensubstrat eingehen; dies ist für
die weitere Verarbeitung unabdingbar. Eine Druckverankerung ist vor der Weiterverarbeitung
zu prüfen. Dazu nutzt man den Gitterschnittest (DIN EN ISO 2409). Der Druck soll bei
dem Gitterschnittest mindestens eine Bewertung von Gt 02 erreichen.
[0057] Zur Erreichung einer hohen Verbundhaftung/Druckverankerung ist eine entsprechende
Auswahl beziehungsweise Rezeptierung der Druckfarbe in Abhängigkeit des Folienwerkstoffes
und/oder der Einsatz eines Vorbehandlungsverfahrens für die Druckfolie notwendig.
Vorzugsweise kann hier die Coronabehandlung gewählt werden, die Inline bei der Bedruckung
eingesetzt werden kann. Bei Verwendung einer PET-Folie sollte die Oberflächenspannung
auf > 50 mN/m eingestellt werden. Dies kann mit üblichen Teststinten gemessen werden.
[0058] Die UV-Härtung sollte je nach UV-Strahler eine prozentuale Leistungseinstellung zwischen
50 % bis 100 % besitzen, um eine ausreichende Flexibilität des Druckes für die weiterverarbeitenden
Prozesse zu gewährleisten.
[0059] Um später auf dem Laseretikett ein sichtbares und sensorisch fühlbares Abformergebnis
zu erreichen, sollte die Bedruckung eine Höhe von 0,1 µm bis 15 µm besitzen. Vorzugsweise
ist eine Höhe von 1 bis 5 µm zu wählen. Auch kann die Druckanmutung und - ausprägung
durch den Verlauf der Druckpunkte variiert werden.
[0060] Zur Realisierung der Erfindung können auch die weiteren konventionellen Druckverfahren
eingesetzt werden, die als Hochdruckverfahren bekannt sind. Hierzu zählen Buch- und
Siebdruck.
[0061] Die Stützträgerfolie kann mit unterschiedlichsten Motiven bedruckt werden, zum Beispiel
Firmenlogos oder Werbung. Durch die Bedruckung der Stützträgerfolie entsteht ein Negativabdruck
auf der sichtbaren Oberfläche der ersten Lackschicht des erfindungsgemäßen Etiketts.
[0062] Besonders bevorzugt ist, wenn in der ersten Lackschicht die Abformung der bedruckten
Stützträgerfolie als Vertiefung von 0,1 bis 15 µm, vorzugsweise von 1 bis 5 µm vorliegt.
[0063] Die Herstellung des erfindungsgemäßen Etiketts kann des weiteren auf einer geprägten
Stützträgerfolie erfolgen, zum Beispiel ebenfalls auf einer Polyesterfolie von bevorzugt
25 bis 100 µm Stärke, insbesondere 50 µm.
Die Stützträgerfolie kann mit unterschiedlichsten Motiven versehen werden, zum Beispiel
Firmenlogos oder Werbung. Durch die Prägung der Stützträgerfolie entsteht ein Negativabdruck
auf der sichtbaren Oberfläche der ersten Lackschicht des erfindungsgemäßen Etiketts.
[0064] Die Prägung der Stützträgerfolie kann zum Beispiel mit einem Prägeblech (erhältlich
bei der Firma Gerhardt) in unterschiedlicher Stärke beziehungsweise Tiefe vorgenommen
werden. Die Prägetiefe ist abhängig von dem eingestellten Prägedruck, der auf den
im Prägeverfahren zum Einsatz kommenden Magnetzylinder wirkt und der Art des Gegendruckzylinders.
Eine Ummantelung des Gegendruckzylinder (zum Beispiel mit tesaprint ® oder mit einer
Polyesterfolie) bewirkt eine starke Prägung.
[0065] Des weiteren kann das eingesetzte Prägewerkzeug holographische Strukturen aufweisen,
so daß sich auf der Lackschicht die Struktur abbildet und zumindest ein Hologramm
ergibt.
[0066] Die dem Prägegut zugewandte Seite des Prägewerkzeugs ist also so geformt, daß eine
Struktur entsteht, welche ein Beugungsgitter beziehungsweise eine holographische Abbildung
enthält.
[0067] Da das Hologramm in der Lackschicht selbst erzeugt wird, ist ein schädlicher Mehrschichtaufbau
nicht gegeben, und das so erzeugte Beugungsgitter besitzt die gleiche Beständigkeit
und Belaserbarkeit wie die Lackschicht selbst.
[0068] In einer vorteilhaften Ausführungsform besteht die Stützträgerfolie aus einem duroplastischen
oder thermoplastischen Material, das dauerhaft geprägt ist, und zwar insbesondere
aus Polyester oder Polyamid.
[0069] Im Verfahren zur Herstellung eines solchen Etiketts wird auf die Stützträgerfolie
die Lackschicht aufgetragen und durch Einwirkung eines Elektronenstrahls mit hoher
Energie (150 bis 500 kV) unter effektiv sauerstofffreien Bedingungen gehärtet.
Darauf erfolgt die Beschichtung mit dem Klebstoff und anschließend, wenn erwünscht,
die Abdeckung mit dem Schutzpapier. Danach wird die Polyesterfolie abgezogen, so daß
die freie Oberfläche der ersten, oberen Schicht zum Vorschein kommt. Je nach Gestalt
der Oberfläche der Polyesterfolie ist diese glänzend, glatt, matt oder geprägt.
[0070] Bei dem Haftkleber handelt es sich beispielsweise um einen Haftkleber, wie er in
der
DE 15 69 898 C offenbart ist. Der Inhalt der gesamten Offenbarung dieser Schrift ist somit Teil
dieser Erfindung.
[0071] Beispielsweise wird eine Acrylatklebmasse mit 25 bis 35 g/m
2 Masse aufgetragen.
[0072] Durch die erfindungsgemäß ausgestaltete Klebeschicht kommt es zu keiner Beeinträchtigung
des Etiketts. Die physikalische und chemische Widerstandsfähigkeit werden nicht verändert.
Aus der Anwendungssicht erfährt das Etikett keine Einbußen bezüglich Beschriftbarkeit
mit einem Laser, Lesbarkeit der Informationen.
[0073] Besonders vorteilhaft kann das Etikett zur Verdeckung von Informationen verwendet
werden, und zwar, wenn das Etikett oberhalb einer Information, die sich auf einem
Körper befindet, verklebt und zur Verdeckung der Information belasert wird, so daß
durch den resultierenden Farbumschlag des Etiketts die Information nicht mehr auswertbar
ist.
Hervorzuheben ist, daß dabei das Sicherheitsmerkmal des Etiketts in Form des Logos,
gegebenenfalls auch in Form von Bildern oder von Text, nach Belaserung erhalten bleibt,
wenn es auch nicht zwingend ohne Hilfsmittel lesbar ist.
[0074] Die Verwendung auf Verpackungen, bevorzugt Getränkeeinwegverpackungen, ist besonders
anzuraten, wobei unterhalb des Etiketts ein Barcode ist.
Bei den Getränke-Einwegverpackungen kann es sich um Getränkedosen (zum Beispiel Cola,
Bier usw.), Einwegglasflaschen mit Papieretikett, Einweg-Kunststoffflaschen mit Papieretikett,
Getränkeverpackungen mit Kunststoffetikett oder direktbedruckte Glas- oder Kunststoffflaschen
handeln.
[0075] Das erfindungsgemäße Etikett zeichnet sich durch eine Vielzahl von Vorteilen aus,
die derartig für den Fachmann nicht vorhersehbar waren.
- Die Etiketten sind nach dem Applizieren kaum zu erkennen, sie sind optisch weitgehend
unsichtbar und nicht fühlbar.
- Die Identifikation ist ohne Hilfsmittel möglich, das heißt, eine Authentizitätsprüfung
kann je nach Ausführungsform ohne UV-, IR-Lampen etc. vorgenommen werden.
- Da die Identifikation eindeutig ist, ist die Gefahr einer Fehlbeurteilung gering.
- Ohne den Einsatz geeigneter Hilfsmittel ist ein zerstörungsfreies Ablösen der Etiketten,
insbesondere Laseretiketten, aufgrund der hohen Sprödigkeit nicht möglich.
- Das Etikett kann automatisch auf den Barcodebereich aufgeklebt werden, wobei der Barcode
beim Verkauf und bei der Rückgabe lesbar bleibt.
- Das Etikett löst sich nicht während des Produktzyklus vom Produkt.
- Das Etikett ist nach der Behandlung im Apparat/Automat so verändert, daß Text, der
sich unter dem Bereich des Etiketts befindet, der beschriftet worden ist, nicht mehr
zu lesen ist. Die Veränderung des Etiketts ist irreversibel. Dennoch ist das Etikett
nach der irreversiblen Veränderung als Originaletikett zu identifizieren.
[0076] Es zeigen
- Figur 1
- den Aufbau des erfindungsgemäßen Etiketts,
- Figur 2
- den Beschriftungsvorgang des erfindungsgemäßen Etiketts,
- Figur 3
- das erfindungsgemäße Etikett nach der Beschriftung.
[0077] In dem in Figur 1 dargestellten Aufbau des erfindungsgemäßen Etiketts befindet sich
eine erste PU-Acrylat-Schicht auf einer Schicht eines Klebers 2, insbesondere eines
Haftklebers, der mit einem Trennpapier 3 abgedeckt ist.
Beim Beschriften mit einem Laser trifft ein einzelnes Photon auf ein Pigment, dessen
Farbe umschlägt, die ehemals transparente Schicht 1 wird schwarz.
[0078] In das Etikett 11 ist eine Schicht 12 in Form eines Logos eingebracht, die ein auf
UV-Strahlung ansprechendes Additiv enthält. Ohne Schädigung oder Inaktivierung des
eingegossenen UV-Merkmals kann eine Beschriftung des Etiketts 11 vorgenommen werden.
[0079] Die Schicht 12 ist transluzent (durchlässig) für den Nd-YAG-Laserstrahl bei 1,06
µm, so daß das Etikett 11 unterhalb des UV-Logos dem normalen Farbumschlagsprozeß
unterliegt. Somit kann das UV-Logo auch nach der Beschriftung vollständig detektiert
werden, wie der Figur 3 entnommen werden kann. Der Bereich 13 stellt den mittels Beschriftung
markierten Bereich dar, der den Untergrund durch den stattgefundenen Farbumschlag
vollständig verdeckt.
Beispiel
[0080] Im folgenden Beispiel soll ein besonders vorteilhaftes Etikett offenbart werden,
das unter Verwendung einer bedruckten Stützträgerfolie hergestellt wird, so daß sich
auf der Etikettoberfläche Einprägungen (positiver oder negativer Art) ergeben, die
einen weiteren hohen Sicherheitsfaktor zur Folge haben.
[0081] Die zu bedruckende Stützträgerfolie, hier eine Polyesterfolie (Hostaphan RN 75®)
der Firma Mitsubishi, wird vor der Bedruckung entsprechend durch eine Coronabehandlung
auf die gewünschte Oberflächenspannung behandelt. Dazu kann eine Coronastation VETAPHON-Corona-Plus
DK - E-Treater ET 2 - mit einer Leistung von 0,2 bis 2,0 kW eingesetzt werden. Vorteilhaft
für die Weiterverarbeitung ist die Einstellung der Oberflächenspannung auf > 50 mN/m.
[0082] Zum Einsatz kommt ein kationisch-aushärtbarer UV-Lack SICPA 360076 von der Firma
SICPA, Aarberg, der blau angetönt wird. Durch Beimischung von 5 Gew.-% Zylinderabstoßmittel
wird die Druckfarbe für die Verarbeitung optimiert.
[0083] Mittels einer UV-Flexodruckmaschine ARSOMA em 410 oder em 510 wird die vorbehandelte
Polyesterfolie bei einer Maschinengeschwindigkeit von 30 m/min über eine Flexodruckstation
bedruckt. Die genau definierte Farbübertragung auf das Flexodruckklischee gelingt
mittels einer entsprechenden Rasterwalze im Negativrakelverfahren. Es erfolgt danach
die Farbübertragung vom Klischee auf des Foliensubstrat in einer Farbhöhe von 3 bis
4 µm.
Der Farbauftrag auf dem Foliensubstrat wird durch leistungsstarke UV-Strahlerröhren
ausgehärtet. Hierfür wird eine UV-Station Micro UV-Station GEW mit einer Strahlerleistung
von 110 W/cm und einer Wellenlänge von 365 nm eingesetzt. Die Stützträgerfolie ist
jetzt für die Weiterverarbeitung vorbereitet.
[0084] Dann wird ein handelsübliches transparentes Polyurethanacrylat aus langkettigem Polyesterdiol,
aliphatischem Diisocyanat und endständigen Acrylgruppen (Molekulargewicht ca. 1500,
Funktionalität 2) mit 20 % Hexandiolbisacrylat vermischt. Man erhält eine hochviskose
Flüssigkeit von etwa 10 Pa*s.
[0085] Diese wird in einer Stärke von 10 um auf eine 50 µm starke biaxial gereckte und geprägte
Polyesterfolie gestrichen und durch einen Elektronenstrahl von 350 keV mit einer Dosis
von 1 Mrad unter Inertgas gehärtet.
[0086] Auf dieses Produkt wird ein Haftkleber entsprechend der
DE 15 69 898 A1 gestrichen, so daß die Schicht nach dem Trocknen eine Stärke von 20 µm aufweist.
Der Haftkleber wird mit handelsüblichem Trennpapier abgedeckt.
[0087] Danach wird die Polyesterfolie abgezogen, so daß die mit den Einprägungen versehene
und ansonsten spiegelglatte Oberfläche des Produktes zum Vorschein kommt.
[0088] Diese ist mit einem steuerbaren Leistungslaser schnell beschriftbar, so daß das Etikett
von transparent in schwarz/grau umschlägt.
[0089] Zur Herstellung des Logos wird eine Mischung gewählt, die aus einem Lack der Firma
SICPA besteht, und zwar Sicura Flex 3600076, dem 5 Gew.-% Lumipaste 806205 ebenfalls
von der Firma SICPA zugemischt werden.
1. Etikett (11) zur Verdeckung von Informationen aus zumindest
a) einer transparenten Trägerschicht (1), die
b) ein Additiv enthält, das unter Laserbestrahlung einen Farbumschlag zeigt, und die
c) einseitig mit einer Selbstklebemasse (2) beschichtet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
d) auf der Oberfläche der Trägerschicht (1), die der Oberfläche mit der Selbstklebemasse
(2) gegenüberliegt, ein Logo (12) eingebracht ist, das aus einer Farbe mit einem lumineszierenden
Pigment besteht.
2. Etikett (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerschicht (1) aus Kunststoff besteht.
3. Etikett (11) nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerschicht (1) aus einem Lack besteht.
4. Etikett (11) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerschicht (1) aus einem gehärteten Lack besteht.
5. Etikett (11) nach den Ansprüchen 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Trägerschicht (1) aus einem strahlengehärteten Lack besteht.
6. Etikett (11) nach zumindest einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass, die Trägerschicht (1) aus einem spröden Lack besteht.
7. Etikett (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht aus einem elektronenstrahlengehärteten Polyurethanacrylat-Lack
besteht.
8. Etikett (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Additiv ein Pigment, ein Perlglanzpigment auf der Basis von basischem Bleicarbonat
beziehungsweise Glimmer mit Titandioxid und/oder ein thermochromer Farbstoff ist.
9. Etikett (11) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
das Pigment Kupferhydroxidphasphat ist.
10. Etikett (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Additiv in Mengen von 0,1 bis 10 Gew.-% bezogen auf das Gesamt-Gewicht der Trägerschicht
(1) eingesetzt wird.
11. Etikett (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Additiv in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.-% bezogen auf das Gesamt-Gewicht der Trägerschicht
(1) eingesetzt wird.
12. Etikett (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pigment zusätzlich zu dem Additiv Titandioxid verwendet wird.
13. Etikett (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (1) eine Dicke von 10 bis 200 µm, insbesondere von 50 bis 100 µm
aufweist.
14. Etikett (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (1) eine Dicke von 50 bis 100 µm aufweist
15. Etikett (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Selbstklebemasse mit einem Trennpapier (3) oder einer Trennfolie (3) abgedeckt
ist.
16. Verwendung eines Etiketts (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche zur Verdeckung
von Informationen.
17. Verwendung eines Etiketts (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche, wobei
das Etikett (11) oberhalb einer Information, die sich auf einem Körper befindet, verklebt
und zur Verdeckung der Information belasert wird, so dass durch den resultierenden
Farbumschlag des Etiketts (11) die Information nicht mehr auswertbar ist.
18. Verwendung eines Etiketts (11) nach zumindest einem der vorherigen Ansprüche auf Verpackungen,
wobei unterhalb des Etiketts (11) ein Barcode ist.
1. Label (11) for concealing information, comprising at least
a) a transparent backing layer (1)
b) containing an additive which shows a change of colour under laser irradiation,
and which
c) has been coated on one side with a self-adhesive composition (2)
characterized in that
d) on the surface of the backing layer (1) opposite the surface bearing the self-adhesive
composition (2), a logo (12) has been produced which is composed of an ink comprising
a luminescent pigment.
2. Label (11) according to Claim 1, characterized in that the backing layer (1) is composed of plastic.
3. Label (11) according to Claims 1 and 2, characterized in that the backing layer (1) is composed of a varnish.
4. Label (11) according to Claim 3, characterized in that the backing layer (1) is composed of a cured varnish.
5. Label (11) according to Claims 3 and 4, characterized in that the backing layer (1) is composed of a radiation-cured varnish.
6. Label (11) according to at least one of Claims 3 to 5, characterized in that the backing layer (1) is composed of a brittle varnish.
7. Label (11) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the backing layer is composed of an electron beam cured polyurethane acrylate varnish.
8. Label (11) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the additive is a pigment, a pearl lustre pigment based on basic lead carbonate,
or a mica with titanium dioxide and/or a thermochromic dye.
9. Label (11) according to Claim 8, characterized in that the pigment is copper hydroxide phosphate.
10. Label (11) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the additive is used in amounts of 0.1 to 10% by weight, based on the overall weight
of the backing layer (1).
11. Label (11) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the additive is used in amounts of 0.5 to 5% by weight, based on the overall weight
of the backing layer (1).
12. Label (11) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the pigment is used additionally to the additive titanium dioxide.
13. Label (11) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the backing (1) layer has a thickness of from 10 to 200 µm, in particular from 50
to 100 µm.
14. Label (11) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the backing layer (1) has a thickness of from 50 to 100 µm.
15. Label (11) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the self-adhesive composition has been lined with a release paper (3) or release
film (3).
16. Use of a label (11) according to at least one of the preceding claims for concealing
information.
17. Use of a label (11) according to at least one of the preceding claims, the label (11)
being bonded above information which is present on an article and being lasered to
conceal the information, so that as a consequence of the resultant colour change of
the label (11) it is no longer possible to evaluate the information.
18. Use of a label (11) according to at least one of the preceding claims on packaging,
there being a bar code beneath the label (11).
1. Etiquette (11) pour le masquage d'informations, constituée d'au moins
a) une couche de support (1) transparente, qui contient
b) un additif présentant un changement de couleur sous irradiation laser, et qui d'un
côté est revêtue
c) d'une matière autoadhésive (2),
caractérisée en ce que
d) un logo (12) qui est constitué à base d'une encre comportant un pigment luminescent
est placé sur la surface de la couche de support (1) qui est opposée à la surface
comportant la matière autoadhésive (2).
2. Etiquette (11) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la couche de support (1) est constituée d'une matière plastique.
3. Etiquette (11) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la couche de support (1) est constituée d'une laque.
4. Etiquette (11) selon la revendication 3, caractérisée en ce que la couche de support (1) est constituée d'une laque durcie.
5. Etiquette (11) selon la revendication 3 ou 4, caractérisée en ce que la couche de support (1) est constituée d'une laque durcie par irradiation.
6. Etiquette (11) selon au moins l'une des revendications 3 à 5, caractérisée en ce que la couche de support (1) est constituée d'une laque cassante.
7. Etiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche de support est constituée d'une laque polyuréthanne-acrylate durcie par
irradiation avec un faisceau d'électrons.
8. Etiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'additif est un pigment, un pigment nacré à base de carbonate de plomb basique ou
de mica avec du dioxyde de titane et/ou un colorant thermochrome.
9. Etiquette (11) selon la revendication 8, caractérisée en ce que le pigment est de l'hydroxyphosphate de cuivre.
10. Etiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'additif est utilisé en quantités de 0,1 à 10 % en poids, par rapport au poids total
de la couche de support (1).
11. Etiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'additif est utilisé en quantités de 0,5 à 5 % en poids, par rapport au poids total
de la couche de support (1).
12. Etiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le pigment est utilisé en plus de l'additif dioxyde de titane.
13. Etiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche de support (1) a une épaisseur de 10 à 200 µm, en particulier de 50 à 100
µm.
14. Etiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche de support (1) a une épaisseur de 50 à 100 µm.
15. Etiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la matière autoadhésive est recouverte d'un papier de séparation (3) ou d'un film
de séparation (3).
16. Utilisation d'une étiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes,
pour le masquage d'informations.
17. Utilisation d'une étiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes,
dans laquelle l'étiquette (11) est collée au-dessus d'une information qui se trouve
sur un corps, et est exposée à un laser pour le masquage de l'information, de sorte
qu'en raison du changement de couleur résultant de l'étiquette (11), l'information
n'est plus exploitable.
18. Utilisation d'une étiquette (11) selon au moins l'une des revendications précédentes,
sur des emballages, un code-barre se trouvant au-dessous de l'étiquette (11).