[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Behältern aus einem durch
Streck-Blasen verformbaren Kunststoff mit einer Form, deren Innenraum dem fertigen
Behälter entspricht, der an seinem offenen Ende mit einer Aufnahme mit Gaszuführleitungen
gehalten ist, wobei ein beweglicher Streckstempel axial durch die Aufnahme geführt
ist und eine Zündeinrichtung angeordnet ist, um ein explosives Gasgemisch innerhalb
des Behälters zu zünden.
[0002] Aus der internationalen Veröffentlichung mit der Nummer WO98/06559 ist eine Vorrichtung
der vorstehend beschriebenen Art zur Herstellung von Behältern aus Kunststoff bekannt,
beispielsweise von Flaschen aus Polyethylenterephthalat (PET). Diese PET-Flaschen
werden dadurch hergestellt, daß zunächst ein Vorformling auf eine für das Streck-Blasen
geeignete Temperatur von etwa 100 - 120°C erwärmt und in eine Werkzeugform eingebracht
wird. Mit Hilfe eines bewegbaren Streckstempels wird der Vorformling axial gestreckt.
Während der Streckdruck durch Einblasen eines explosiven Gasgemisches in den Vorformling,
zum Beispiel ein Gemisch aus Knallgas und einem Inertgas, erzeugt wird, entsteht ein
Blasdruck durch Zünden des explosiven Gasgemisches, und dieser Blasdruck preßt die
Wandung des Zwischenformlings bzw. des teilweise vorgeformten Behälters ganz an die
Innenwand der Form. Das explosive Gasgemisch ist ein Gemisch eines Oxidationsmittels
und eines oxidierbaren Bestandteiles, wie zum Beispiel Wasserstoff, Methan oder dergleichen.
[0003] Es hat sich bei der technischen Umsetzung gezeigt, daß die mit der bekannten Vorrichtung
hergestellten Behälter industriell nicht verwendet werden konnten. Sie waren bezüglich
Form und Volumen und auch bezüglich ihrer optischen Erscheinung nicht in ausreichender
Qualität herstellbar und reproduzierbar. So war es beispielsweise nicht möglich, PET-Flaschen
mit klaren durchsichtigen Wandungen herzustellen. Man vermutete, daß dieses teilweise
unschöne Aussehen, sofern es nicht bewußt herbeigeführt wurde oder aus bestimmten
Gründen in Kauf genommen werden konnte, durch unvermeidbare Temperatureinflüsse entstand.
[0004] Gemäß der EP 1 204 526 hatte man vorgeschlagen, die Aufnahme an ihrem dem Behälter
abgewandten Ende fließmitteldicht mit einem Hauptverteilerblock in Eingriff zu bringen,
durch welchen der Streckstempel in axialer Verlängerung der Aufnahme beweglich hindurchgeführt
ist und an dem wenigstens ein Fließmittelanschluß angebracht ist. Wenngleich die gesamte
Konstruktion nach diesem älteren Vorschlag anders war als bei der Vorrichtung bei
der oben genannten internationalen Veröffentlichung, hatte man doch festgestellt,
daß manchmal die durch die Zündung ausgelöste Verpuffung im Behälter lokal besonders
stark war, an Stellen im Abstand vom direkten Wasserstoffeinlaß hingegen keine Verpuffung
erfolgte.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern,
daß Kunststoffbehälter mit besserem Erscheinungsbild, zum Beispiel mit weitgehend
klar durchsichtiger Wandung und zuverlässiger herstellbar sind.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Aufnahme an ihrem dem
Behälter abgewandten Ende fließmitteldicht mit einem Hauptverteilerblock in Eingriff
bringbar ist, durch welchen der Streckstempel in axialer Verlängerung der Aufnahme
beweglich hindurchgeführt ist, daß wenigstens ein erster Fließmittelanschluß in einem
dem Behälter abgewandten ersten Bereich des Hauptverteilerblockes und ein weiterer
Fließmittelanschluß in dem entgegengesetzten, dem Behälter zugewandten zweiten Bereich
des Hauptverteilerblockes vorgesehen sind, die Leitungen aus den wenigstens zwei Fließmittelanschlüssen
in dem zweiten Bereich in dem Hauptverteilerblock miteinander in Verbindung stehen
und daß zwischen der Verbindungsstelle und der Aufnahme eine Leitung als ein einziger
gemeinsamer Strömungskanal gebildet ist.
[0007] Neu gegenüber der EP 1 204 526 ist, daß die Leitungen aus den wenigstens zwei Fließmittelanschlüssen
in dem zweiten Bereich in dem Hauptverteilerblock miteinander in Verbindung stehen
und daß zwischen der Verbindungsstelle und der Aufnahme eine Leitung als ein einziger
gemeinsamer Strömungskanal gebildet ist.
[0008] Erfindungsgemäß ist das vorrichtungsseitige Volumen derart klein, daß Reaktionsprodukte,
bei Verwendung von Knallgas zum Beispiel Wasser, in erheblich geringerer Menge übrig
bleiben. Durch die erfindungsgemäßen Merkmale erreicht man das Verschließen eines
kleinen vorrichtungsseitigen Innenraumes. Dadurch wird insbesondere ein Ansammeln
der unerwünschten Reaktionsprodukte (Wasser) vermieden. Mindestens der Behälter selbst,
vorzugsweise sogar der Behälter mit Aufnahme, wird nach der Explosion abgeführt und
führt damit die angesammelten Reaktionsprodukte mit. In dem übrigen vorrichtungsseitigen
Innenraum verbleiben daher unmerkliche Mengen an Reaktionsprodukt, die selbst bei
einem kontinuierlichen Herstellungsverfahren nach längerer Zeit vernachlässigbar bleiben
können. Infolgedessen kann entgegen der internationalen Vorveröffentlichung ein Kunststoffbehälter
mit besserem Erscheinungsbild, zum Beispiel mit weitgehend klar durchsichtiger Wandung
und zuverlässiger hergestellt werden.
[0009] Verwendet man den erfindungsgemäßen ersten Fließmittelanschluß oder die mehreren
ersten Fließmittelanschlüsse in dem dem herzustellenden Behälter abgewandten ersten
Bereich des Hauptverteilerblocks, dann kann man durch diesen Anschluß beispielsweise
Oxidationsmittel einleiten oder ein Gemisch mit Oxidationsmittel oder sogar Luft.
Befindet sich der zweite Fließmittelanschluß näher an dem Behälter und führt man durch
diesen den oxidierbaren Bestandteil, wie zum Beispiel Wasserstoff oder Methan, ein,
dann kann man erreichen, daß in dem entfernteren ersten Bereich des Hauptverteilerblockes
kaum oxidierbarer Bestandteil verbleibt mit der Folge eines guten Vermischens oder
guten Einmischens des oxidierbaren Bestandteils in die anderen Fließmittel, so daß
sich eine gleichmäßige gute Verpuffung ergibt.
[0010] Das Vermischen der verschiedenen Fließmittelbestandteile erfolgt an der Verbindungsstelle,
an welcher die Leitungen aus den zwei Fließmittelanschlüssen miteinander in Verbindung
stehen, zumal von der Verbindungsstelle an in Strömungsrichtung zu dem Behälter hin
nur ein einziger Strömungskanal vorhanden ist, durch welchen alle Fließmittel hindurchströmen
müssen. Sie vermischen sich auf diesem Strömungsweg, so daß entsprechend der Menge
oxidierbaren Bestandteiles (Wasserstoff oder Methan) eine nahezu stöchiometrische
Verteilung erreicht wird, die über fast den gesamten Raum des herzustellenden Behälters
homogen ist.
[0011] Durch die Erfindung kann man den oxidierbaren Bestandteil (Wasserstoff, Methan, usw.)
dosiert in einen laufenden Fließmittelstrom einführen. Die Bestimmung der jeweiligen
Dosis gelingt über die Zeit, d.h. über das Öffnen einer Zuleitung bis zu deren Schließen.
Vorzugsweise kann man auch die anderen Fließmittel, insbesondere das Oxidationsmittel,
bezüglich seiner Menge zeitlich so steuern, daß diese Fließmittel nach dem Öffnen
eines Zuleitungsventils strömen, bis dieses Ventil wieder geschlossen wird. Gemäß
der Erfindung ist die Zeitdauer zwischen Öffnen und Schließen der Fließmittel mit
dem Oxidationsmittel länger als die für das oxidierbare Mittel. Dadurch erreicht man,
daß die Fließmittel mit dem Oxidationsmittel noch an der Verbindungsstelle vorbeiströmen,
wenn schon das Fließmittel mit dem oxidierbaren Bestandteil abgeschaltet ist. Die
Folge davon ist, daß es in dem Bereich abstromig von der Verbindungsstelle kaum Fließmittel
mit dem oxidierbaren Bestandteil gibt. Die Explosion wird sich also in den vom Behälter
entfernten Bereich des Hauptverteilerblockes nicht ausbreiten.
[0012] Betrachtet man bei einer bestimmten Ausführungsform die Anordnung des Streckstempels
im wesentlichen in Lotrichtung, wobei der herzustellende Behälter dann oben angeordnet
ist, dann befindet sich der Hauptverteilerblock in einem Abstand von diesem unten
und auch unterhalb der Aufnahme, und der erste Bereich des Hauptverteilerblockes befindet
sich unten, der zweite Bereich oben näher am Behälter. Man kann im Betrieb als Fließmittel
für die Oxidationsbestandteile Luft verwenden. Die Luft strömt dann unten ein und
nach oben durch den Hauptverteilerblock derart, daß man nach Schließen aller Ventile
von einer Luftsäule sprechen kann, die von dem unteren, entfernten zweiten Bereich
mindestens bis etwa in den mittleren Bereich des Hauptverteilerblockes reicht. Durch
das längere Nachströmen der Luft nach Abschalten des oxidierbaren Bestandteils wird
letzterer an der Verbindungsstelle vorbei mit nach oben gerissen. Ab der Zuström-
bzw. Verbindungsstelle der zwei Fließmittel nach oben näher zum Behälter hin gibt
es dann kein oxidierbares Fließmittel mehr. Im Bereich darunter und in größerer Entfernung
vom Behälter kann sich also kein Knallgas entwickeln, und damit kann hier weder eine
unter Umständen gefährliche Explosion vorkommen, noch sich Reaktionsprodukt - bei
Knallgas also Wasser - bilden.
[0013] Zweckmäßig ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, wenn man als
Oxidationsmittel Luft und als oxidierbaren Bestandteil Wasserstoff nimmt und wenn
30 Millisekunden nach Öffnen der Luftventile das Ventil für Wasserstoff geöffnet wird.
Wasserstoff strömt dann während einer Zeit von 90 Millisekunden bis 140 Millisekunden,
je nach der Größe des herzustellenden Behälters, zum Beispiel eines flaschenförmigen
Behälters oder einer Kunststofflasche. Danach wird die Wasserstoffzufuhr abgeschaltet,
und die Luft strömt noch weiter an der Verbindungsstelle vorbei in Richtung zu dem
herzustellenden Behälter. 250 Millisekunden lang strömt die Luft. Dann wird auch deren
Zuströmventil geschlossen. Versuche mit diesen Werten haben eine gleichmäßige und
gute Verpuffung bzw. Explosion des Gasgemisches in dem herzustellenden Behälter ergeben.
Das Zündsignal wurde übrigens direkt nach dem letzten Schließen des letzten Luftventils
ausgelöst.
[0014] Bei vorteilhafter weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist der zweite Fließmittelanschluß
ein starres, kurzes Anschlußrohr mit fest angebrachtem Steuerventil auf. Die Zuleitung
für das oxidierbare Fließmittel (zum Beispiel Wasserstoff oder Methan) ist unbeweglich
und begünstigt einen hohen Sicherheitsaspekt. Die starr verlegten Rohre können durch
Schweißen miteinander verbunden werden, so daß sich der höchste sicherheitstechnische
Standard ergibt. Vermeidet man biegbare Schläuche und verwendet man die starren, kurzen
Anschlußrohre, dann kann man das eingeschlossene Volumen genau definieren, wodurch
die Komponentenmenge des zu erstellenden Gemisches genauer bestimmt werden kann. Das
Anschlußrohr von dem Hauptverteilerblock bis zu dem Steuerventil hat bei einer besonders
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorzugsweise eine Länge von 5 bis 20 mm
und ist ganz besonders günstig ausgestaltet, wenn es etwa 10 mm lang ist.
[0015] Günstig ist es gemäß der Erfindung auch, wenn in dem vorzugsweise ortsfesten Hauptverteilerblock
ein relativ zu diesem axial bewegbar angetriebener Hohlkolben vorgesehen ist, der
an seinem äußeren, der Aufnahme zugewandten Ende eine zu der Aufnahme passende, ringförmige
Gegendichtfläche aufweist. Zwar kann man den Hauptverteilerblock auch einstückig aufbauen
und mit einer entsprechend bewegten Aufnahme dichtend so verbinden, daß diese Verbindung
zwischen Aufnahme und Hauptverteilerblock gesteuert gelöst werden kann. Das Lösen
gelingt aber durch die vorstehende Maßnahme mit dem Hohlkolben besonders günstig.
Um den Hauptverteilerblock mit der Aufnahme zu verbinden bzw. von dieser zu lösen,
braucht man dann nämlich weder den Hauptverteilerblock noch die Aufnahme axial - etwa
in Richtung des hohlen Streckstempels - zu bewegen, weil der Hohlkolben axial bewegbar
angetrieben ist, vorzugsweise pneumatisch. An seinem äußeren Ende trägt der Hohlkolben
eine zu der Aufnahme passende Gegendichtfläche, die beim Anschließen der Aufnahme
an den Hauptverteilerblock mit der Dichtfläche der Aufnahme in dichtenden Eingriff
tritt. Nach dem Blas- und Sterilisierungsprozeß wird die Bewegung des Hohlkolbens
umgesteuert, die Dichtfläche kommt von der Gegendichtfläche außer Eingriff, und dann
kann die Aufnahme in der vorstehend beschriebenen Weise senkrecht zu ihrer Längsachsenrichtung
verschoben werden. Dieser Verschiebetransport erfolgt jedesmal nach einem Blas-Sterilisierungsvorgang
des schrittweise laufenden Herstellungsverfahrens.
[0016] Zweckmäßig ist es gemäß der Erfindung ferner, wenn der Hauptverteilerblock aus einem
Verteilerblock und einem hohlen Adapter besteht. Letzteren kann man so an der dem
Behälter zugewandten Seite des Verteilerblockes ansetzen und dort befestigen, daß
beide Teile (Verteilerblock und Adapter) einen festen, quasi einteiligen Hauptverteilerblock
bilden, wobei dennoch im Falle einer Umrüstung der Zuleitung für die oxidierbaren
Bestandteile nur der Adapter umgerüstet oder umgebaut werden müßte, dazu vom Verteilerblock
abgenommen und ausgetauscht werden müßte.
[0017] Die Erfindung ist vorteilhaft weiter dadurch ausgestaltet, daß die Aufnahme hohl
ist und an ihrem dem Behälter abgewandten Ende eine Dichtfläche aufweist, durch welche
der Streckstempel in axialer Verlängerung der Aufnahme beweglich hindurchgeführt ist.
Die Aufnahme ist vorzugsweise hohl, damit der Streckstempel durch die gesamte, länglich
ausgestaltete Aufnahme von ihrem einen Ende axial bis zu ihrem gegenüberliegenden
Ende hindurchbewegt werden kann. Gleichwohl ist die Aufnahme mit dem Verteilerblock
fließmitteldicht durch die Dichtfläche verbindbar, die sich um den Raum für den Streckstempel
herum erstreckt und daher ringförmig ist. Es ist günstig, wenn der Streckstempel durch
diese ringförmige Dichtfläche fließmitteldicht hindurchgeführt ist, damit gegebenenfalls
Fließmittel, vorzugsweise Gase, aus dem Verteilerblock durch die Aufnahme in den herzustellenden
Behälter gedrückt werden können, ohne daß die Gase nach außerhalb der Vorrichtung
gelangen. Durch die hohle Ausgestaltung der Aufnahme kann also nicht nur der Streckstempel
in den Behälter hindurch geführt und aus diesem heraus gezogen werden, sondern es
können auch Fließmittel zwischen Außenfläche des Streckstempels und Innenfläche der
Aufnahme in den Behälter geführt werden, und zusätzlich wird das Volumen innerhalb
der Aufnahme verhältnismäßig klein gehalten. Insbesondere kann der für die Explosion
vorgesehene Raum auf den erwähnten vorrichtungsseitigen Innenraum beschränkt werden,
so daß in den Zuleitungen mit Sicherheit chemische Reaktionen mit dem Entstehen von
Reaktionsprodukten nicht stattfinden.
[0018] Zweckmäßig ist es gemäß der Erfindung ferner, wenn in dem dem Behälter zugewandten
Bereich des hohlen Streckstempels eine Zündeinrichtung in diesem angebracht und vorzugsweise
über in dem hohlen Streckstempel verlaufende Kabel mit einer Steuereinheit elektrisch
verbunden ist. Das Zünden des explosiven Fließmittelgemisches kann bei einem solchen
Aufbau des hohlen Streckstempels nahezu im Zentrum des herzustellenden Behälters erfolgen.
Weiter außerhalb des Behälters gelegene Vorrichtungsteile können dann prozeßabhängig
abgekoppelt oder geschlossen werden. Die Betätigung der Zündeinrichtung über das Kabel
oder die Leiterbahn gelingt ebenso vorteilhaft durch die hohle Ausgestaltung des Streckstempels.
[0019] Es ist gemäß der Erfindung von Vorteil, wenn die Aufnahme senkrecht zu ihrer Längsmittelachse
bewegbar angetrieben ist. Hierdurch ist es überraschend möglich, einen großen Teil
des vorrichtungsseitigen Innenraumes, nämlich den Raum in der hohlen Aufnahme, nach
jedem Streck- und Blasprozeß, d.h. insbesondere nach jeder Verbrennung, von der im
übrigen ortsfesten Vorrichtung, zum Beispiel dem Hauptverteilerblock mit dem Hohlkolben,
getrennt abzutransportieren mitsamt den an den Wandungen anhaftenden Reaktionsprodukten.
Alle diese Reaktionsprodukte nehmen bei dem nächstfolgenden Prozeß des Streckens und
Blasens und insbesondere bei dem chemischen Prozeß der Verbrennung nicht mehr teil.
Der vorrichtungsseitige Innenraum, der allenfalls mit Reaktionsprodukten behaftet
sein kann, beschränkt sich dann auf den Raum im Hohlstempel und im Hauptverteilerblock.
Beim Einsatz von Knallgas wird dann derart wenig Wasser als Reaktionsprodukt in den
nächsten Verbrennungsprozeß mitgenommen, daß eine Beeinträchtigung der Behälterinnenwandungen
während und nach der Explosion nicht zu befürchten ist.
[0020] Erfindungsgemäß kann man ferner in dem Hauptverteilerblock zur Führung des Streckstempels
eine dichtende Durchführung in Flucht zu dem Hohlkolben anbringen. Mit dieser gelingt
die Bewegung des Streckstempels in axialer Richtung durch den Hauptverteilerblock,
dessen Hohlkolben, die nachgeschaltete Aufnahme und in den Behälter hinaus bzw. aus
diesen Teilen heraus, obgleich der vorrichtungsseitige Innenraum gasdicht abgeschlossen
bleibt.
[0021] Es sei auch angemerkt, daß Drucksensoren und Temperaturmeßgeräte an verschiedenen
Stellen in der Vorrichtung angeordnet sein können, vorzugsweise im Bereich des Hauptverteilerblocks,
aber auch in dem hohlen Streckstempel.
[0022] Es versteht sich, daß die Zündeinrichtung auf unterschiedlichen physikalischen Prinzipien
beruhen kann. Die Zündung des Mediengemisches erfolgt im einfachsten Fall elektrisch
über eine Funkenstrecke, die zum Beispiel aus einer Zündkerze besteht, die am Streckstempel
oder am Verteiler angebracht sein kann; oder mittels statischer Entladung. Daneben
sind auch andere Zündmethoden denkbar, zum Beispiel durch Einstrahlung elektromagnetischer
Energie, etwa in Form eines Laser-, Hochfrequenz- oder Mikrowellenpulses oder auch
mit Hilfe eines katalytischen Vorganges.
[0023] Eine praktische Ausführungsform ist erfindungsgemäß weiterhin dadurch gekennzeichnet,
daß die Zündeinrichtung in dem Hauptverteilerblock angebracht ist. Den Streckstempel
umgeben dann der Raum im Hauptverteilerblock, der Raum zwischen Streckstempel und
Hohlkolben und der zwischen Streckstempel und Aufnahme mit Abstand. Dieser Abstand
bedeutet einen Ringraum, den man als Fließmittelkanal betrachten und entsprechend
auslegen kann. Bei großer Auslegung können größere Mengen Fließmittel in den Behälter
gepumpt werden und umgekehrt. Die durch die Zündeinrichtung im Hauptverteilerblock
ausgelöste Explosion pflanzt sich dann sehr schnell in dem gesamten mit Fließmittel
und Wasserstoff gefüllten Raum fort. Dieser Raum ist außen durch die Rückschlagventile
an den Leitungen am Verteilerblock begrenzt.
[0024] Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen ist es möglich, die Explosion nur über die
Menge des eingeführten oxidierbaren Bestandteiles des Gemisches zu steuern. Es wird
eine homogene Verteilung der Bestandteile des Gasgemisches erreicht. In der Zeit,
in welcher Luft als Fließmittelgemisch mit dem Oxidationsmittel einströmen gelassen
wird, wird über eine kürzere Zeit mit späterem Öffnen und früherem Schließen Wasserstoff
oder Methan eingeführt, so daß ab der Einführ- oder Verbindungsstelle die Verwirbelungen
für ein gutes Vermischen sorgen, so daß die in dem herzustellenden Behälter dann ankommenden
Gase gut und homogen vermischt sind. In dem von dem Behälter abgewandten Bereich des
Hauptverteilerblockes werden sich dann kaum oxidierbare Bestandteile des explosiven
Gemisches befinden, so daß die Explosion sich nicht bis in den Hauptverteilerblock
hinein fortsetzt.
[0025] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den anliegenden Zeichnungen,
die bevorzugte Ausführungsformen zeigen. Es stellen dar:
- Figur 1
- im Schnitt den Hauptverteilerblock mit dem zentral durch diesen hindurchgeführten
Streckstempel und dem senkrecht dazu verlaufenden zweiten Fließmittelanschluß, durch
welchen oxidierbare Bestandteile zugeführt werden können, und
- Figur 2
- eine Querschnittsansicht entlang der Linie II-II der Figur 1.
[0026] Nicht dargestellt ist der herzustellende, in diesem Falle flaschenförmige Behälter
aus Kunststoff, zum Beispiel aus PET. Der PET-Behälter ist mit seinem offenen Ende
nach unten zu denken. Er wird dichtend mit der Oberseite der nicht gezeigten Aufnahme
verbunden und dann von dieser gehalten. Die Aufnahme hat Hülsenform und ist gegenüber
den Zuleitungen und anderen Werkzeugteilen frei beweglich in einer Richtung senkrecht
durch den Streckstempel 1, der als dünnes hohles Rohr gezeigt ist und den allgemein
mit 2 bezeichneten Hauptverteilerblock mittig durchzieht. Der Streckstempel 1 ist
axial nicht nur durch die nicht dargestellte Aufnahme geführt, sondern durchzieht
eine dichtende Durchführung 3, den vorrichtungsseitigen Innenraum 4 und mit Abstand
einen Hohlkolben 5, der in der durchgehenden vertikalen Bohrung 6 des Verteilerblockes
7 und auch die durchgehende vertikale Bohrung 8 des Adapters 9 dichtend sitzt. Man
erkennt hier zum Beispiel die Kolbendichtung 10 in der Mitte des Verteilerblockes
7 und die Kolbendichtung 10' im oberen ersten Bereich des Hauptverteilerblockes 2
(hier am Adapter 9).
[0027] Der hohl ausgestaltete Verteilerblock 7 bildet zusammen mit dem ebenfalls hohlen
Adapter 9 den insgesamt mit 2 bezeichneten Hauptverteilerblock. Verteilerblock 7 und
Adapter 9 sind fest aneinander angebracht. Relativ zu diesen ist dagegen der Hohlkolben
5 parallel zur Längserstreckung des Streckstempels 1 bei dieser Ausführungsform vertikal
nach oben und unten beweglich. Diese Bewegungsmöglichkeit des Hohlkolbens 5 ist durch
den Doppelpfeil 11 dargestellt. Pneumatische Anschlüsse 12 gestatten die Steuerung
der Bewegung des Hohlkolbens 5 entsprechend dem Doppelpfeil 11.
[0028] Der Hauptverteilerblock 2 hat in einem dem vertikal oben angeordnet zu denkenden
flaschenförmigen Behälter abgewandten ersten Bereich einen ersten Fließmittelanschluß
13, durch den zum Beispiel Luft aus einer nicht dargestellten Zuleitung mit steuerbaren
Ventilen in den vorrichtungsseitigen Innenraum 4 hineingedrückt wird.
[0029] Der zweite Fließmittelanschluß 14 (zum Beispiel für das oxidierbare Fließmittel,
Wasserstoff oder Methan) ist in dem entgegengesetzten, dem Behälter oben zugewandten
zweiten Bereich des Hauptverteilerblockes 2 vorgesehen.
[0030] Der Hohlzylinder 5 ist mit einer als zentraler Strömungskanal 15 ausgebildeten Leitung
versehen, die eine Leitung für die eingeblasene Luft im unteren und für das Gemisch
Luft mit Wasserstoff im oberen Bereich darstellt. Diese Leitungen in dem oberen flaschennahen
Bereich in dem Hauptverteilerblock 2 bzw. der zweite Fließmittelanschluß 14 und die
als zentraler Strömungskanal ausgebildete Leitung 15 stehen miteinander in Verbindung.
Die entsprechende Verbindungsstelle 16 liegt auf der Höhe der in Figur 1 gestrichelt
gezeigten horizontalen Ebene 17, welche die Sichtebene der Figur 2 ist. Die Leitung
des zweiten Fließmittelanschlusses 14 verläuft in den Figuren 1 und 2 von links nach
rechts auf die durchgehende vertikale Bohrung 8 hin und mündet in einen Ringspalt
18, welcher den Hohlkolben 5 außen ganz umzieht. Von diesem Ringspalt 18 erstrecken
sich Durchtrittslöcher 19 bis zu dem zentralen Strömungskanal 15 hin. Es gibt vier
jeweils um 90° zueinander versetzt angeordnete Durchtrittslöcher 19, damit von dem
zweiten Fließmittelanschluß 14 kommendes Fließmittel über den Ringspalt 18 und die
Durchtrittslöcher 19 möglichst gleichmäßig den zentralen Strömungskanal 15 erreicht.
Die Verbindungsstelle 16 ist also die Berührungsfläche zwischen den Durchtrittslöchern
19 und dem zentralen Strömungskanal 15.
[0031] In Figur 2 sieht man vier Befestigungsschrauben 20, mit denen der hohle Adapter 9
an dem Verteilerblock 7 unter Bildung des Hauptverteilerblockes 2 verschraubt ist.
Außen erkennt man femer vier Gewindelöcher 21, mit deren Hilfe der Hauptverteilerblock
2 an der Maschine angeschraubt wird.
[0032] Unten rechts ist in Figur 2 weiterhin ein Drucksensor 22 angedeutet.
[0033] Der zweite Fließmittelanschluß 14 im Adapter 9 ist in der Darstellung der beiden
Figuren nach links hin mit einem Rückschlagventil 23 verbunden. Ihm schließt sich
nach außen links eine erste Verschraubung 24 und weiter anschließend eine zweite Verschraubung
25 an. Durch diese wird eine Zuleitung 26 gebildet, welche den zweiten Fließmittelanschluß
14 mit dem Steuerventil 27 mit der Magnetspule 28 verbindet.
[0034] In Figur 1 ist die oben schon erwähnte Aufnahme zu denken, welche durch Hochfahren
des Hohlzylinders 5 nach oben in Richtung des Pfeils 11 über die Gegendichtfläche
29 in Dichteingriff kommt.
[0035] Die nicht dargestellte Zündeinrichtung an dem hohlen Streckstempel 1 ist über das
in Figur 2 sichtbare Kabel 30 mit einer nicht dargestellten Steuereinheit elektrisch
verbunden.
[0036] Die Dosis der eingeführten Menge Wasserstoff oder Methan wird durch eine Zeitsteuerung
des Steuerventils 27 zeitgesteuert. Von der Verbindungsstelle 16 wird dieser oxidierbare
Bestandteil (Wasserstoff oder Methan) in einen nach oben in dem zentralen Strömungskanal
15 geführten Luftstrom mitgerissen und mit dem Luftstrom zu einem homogen verteilten
Gemisch vermischt. Auch nach Abschalten des Steuerventils 27 strömt die Luft noch
weiter in dem zentralen Strömungskanal nach oben, bis sie schließlich auch abgeschaltet
wird. Dadurch ist sichergestellt, daß unterhalb der Mitte des Hohlkolbens 15 und zumeist
schon unterhalb der Verbindungsstelle 16 ein oxidierbarer Bestandteil aus dem zweiten
Fließmittelanschluß 14 nicht oder fast nicht vorhanden ist.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Streckstempel
- 2
- Hauptverteilerblock
- 3
- dichtende Durchführung
- 4
- vorrichtungsseitiger Innenraum
- 5
- Hohlkolben
- 6
- durchgehende vertikale Bohrung
- 7
- Verteilerblock
- 8
- durchgehende vertikale Bohrung
- 9
- Adapter
- 10, 10'
- Kolbendichtung
- 11
- Doppelpfeil (Bewegungsmöglichkeit des Hohlkolbens 5)
- 12
- pneumatischer Anschluß
- 13
- erster Fließmittelanschluß (für Luft)
- 14
- zweiter Fließmittelanschluß (für H2; oxidierbare Fließmittel)
- 15
- als zentraler Strömungskanal ausgebildete Leitung
- 16
- Verbindungsstelle
- 17
- horizontale Ebene
- 18
- Ringspalt
- 19
- Durchtrittslöcher
- 20
- Befestigungsschraube
- 21
- Gewindelöcher
- 22
- Drucksensor
- 23
- Rückschlagventil
- 24
- erste Verschraubung
- 25
- zweite Verschraubung
- 26
- als Zuleitung ausgebildete Leitung
- 27
- Steuerventil
- 28
- Magnetspule
- 29
- Gegendichtfläche
- 30
- Zündkabel
1. Vorrichtung zur Herstellung von Behältern aus einem durch Streck-Blasen verformbaren
Kunststoff mit einer Form, deren Innenraum dem fertigen Behälter entspricht, der an
seinem offenen Ende von einer Aufnahme mit Gaszuführleitungen gehalten ist, wobei
ein beweglicher Streckstempel (1) axial durch die Aufnahme geführt ist und eine Zündeinrichtung
angeordnet ist, um ein explosives Gasgemisch innerhalb des Behälters zu zünden, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme an ihrem dem Behälter abgewandten Ende fließmitteldicht durch eine Gegendichtfläche
(29) mit einem Hauptverteilerblock (2) in Eingriff bringbar ist, durch welchen der
Streckstempel (1) in axialer Verlängerung der Aufnahme beweglich hindurchgeführt ist,
daß wenigstens ein erster Fließmittelanschluß (13) in einem dem Behälter abgewandten
ersten Bereich des Hauptverteilerblockes (2) und ein weiterer Fließmittelanschluß
(14) in dem entgegengesetzten, dem Behälter zugewandten zweiten Bereich des Hauptverteilerblockes
(2) vorgesehen sind, die Leitungen (26, 15) aus den wenigstens zwei Fließmittelanschlüssen
(13, 14) in dem zweiten Bereich in dem Hauptverteilerblock (2) miteinander in Verbindung
stehen und daß zwischen der Verbindungsstelle (16) und der Aufnahme eine Leitung als
ein einziger gemeinsamer Strömungskanal (15) gebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Fließmittelanschluß (14) ein starres, kurzes Anschlußrohr (24, 25) mit
fest angebrachtem Steuerventil (27) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem vorzugsweise ortsfesten Hauptverteilerblock (2) ein relativ zu diesem axial
bewegbar angetriebener Hohlkolben (5) vorgesehen ist, der an seinem äußeren, der Aufnahme
zugewandten Ende eine zu der Aufnahme passende, ringförmige Gegendichtfläche (29)
aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hauptverteilerblock (2) aus einem Verteilerblock (7) und einem hohlen Adapter
(9) besteht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme hohl ist und an ihrem dem Behälter abgewandten Ende eine ringförmige
Dichtfläche aufweist, durch welche der Streckstempel (1) in axialer Verlängerung der
Aufnahme beweglich hindurchgeführt ist
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem dem Behälter zugewandten Bereich des hohlen Streckstempels (1) eine Zündeinrichtung
in diesem angebracht und vorzugsweise über in dem hohlen Streckstempel (1) verlaufende
Kabel (30) mit einer Steuereinheit elektrisch verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme senkrecht zu ihrer Längsmittelachse bewegbar angetrieben ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Hauptverteilerblock (2) zur Führung des Streckstempels (1) eine dichtende
Durchführung (3) in Flucht zu dem Hohlkolben (5) angebracht ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündeinrichtung in dem Hauptverteilerblock (2) angebracht ist.
1. Device for the production of containers from a plastic which is deformable by stretch-blow
moulding with a mould, the inner space of which corresponds to that of the finished
container, which is held at its open end by a holder with gas supply lines, a moveable
stretching die (1) being guided axially through the holder and an ignition device
being arranged in order to ignite an explosive gas mixture inside the container, characterised in that the holder at its end facing away from the container can be brought via a lock washer
surface (29) into flow-agent-tight engagement with a main distribution block (2),
through which the stretching die (1) can be movably passed in axial extension of the
holder, in that at least one first flow-agent connection (13) is provided in a first region of the
main distributor block (2) facing away from the container and a further flow-agent
connection (14) is provided in the second, opposite, region of the main distributor
block (2) facing the container, the supply lines (26, 15) out of the at least two
flow-agent connections (13, 14) in the second region in the main distributor block
(2) are connected with one another, and that between the connection point (16) and
the holder a supply line is formed as one single shared flow channel (15).
2. Device according to claim 1, characterised in that the second flow-agent connection (14) has a rigid, short connection pipe (24, 25)
with firmly fitted control valve (27).
3. Device according to claim 1 or claim 2, characterised in that in the preferably stationary main distributor block (2) a hollow piston (5), movably
driven axially relative to same is provided, which, on its outer end facing the holder,
has a ring-shaped lock-washer surface (29) matching the holder.
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the main distributor block (2) consists of a distributor block (7) and a hollow adapter
(9).
5. Device according to one of claims 1 to 4, characterised in that the holder is hollow and, at its end facing away from the container, has a ring-shaped
sealing surface, through which the stretching die (1) is movably passed in axial extension
of the holder.
6. Device according to one of claims 1 to 5, characterised in that in the region of the hollow stretching die (1) facing the container, an ignition
device is fitted into same, and preferably electrically connected to a control unit
via cables (30) passing through the hollow stamping die (1).
7. Device according to one of claims 1 to 6, characterised in that the holder is movably driven perpendicularly to its longitudinal central axis.
8. Device according to one of claims 1 to 7, characterised in that, in the main distributor block (2), a sealing duct (3) is fitted in alignment with
the hollow piston (5) to guide the stretching die (1).
9. Device according to one of claims 1 to 8, characterised in that the ignition device is fitted in the main distributor block (2).
1. Dispositif de fabrication de récipients à partir d'une matière plastique qui peut
être déformée par soufflage-étirage, dont la forme correspond à l'espace intérieur
du récipient fini, qui est maintenu à son extrémité ouverte dans un logement comportant
des conduites d'amenée de gaz, un piston d'étirage mobile (1) étant guidé axialement
dans le logement et un dispositif d'allumage étant prévu pour allumer un mélange de
gaz explosif à l'intérieur du récipient, caractérisé en ce que le logement peut être amené en engagement de façon étanche au fluide, à son extrémité
opposée au récipient, par une surface d'étanchéité antagoniste (29) avec un bloc de
distributeur principal (2) qui est traversé par le piston d'étirage (1) mobile dans
le prolongement axial du logement, en ce qu'au moins un premier raccord de fluide (13) est prévu dans une première région, opposée
au récipient, du bloc de distributeur principal (2) et un autre raccord de fluide
(14) est prévu dans la deuxième région opposée, dirigée vers le récipient, du bloc
de distributeur principal (2), en ce que les conduites (26, 15) sont en liaison l'une avec l'autre depuis au moins deux raccords
de fluide (13, 14) dans la deuxième région dans le bloc de distributeur principal
(2) et en ce que, entre le point de raccordement (16) et le logement, une conduite est formée en canal
d'écoulement unique commun (15).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le deuxième raccord de fluide (14) comporte un tube de raccordement (24, 25), court
et rigide, sur lequel un clapet de commande (27) est monté fixe.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que, dans le bloc de distributeur principal (2) avantageusement fixe, il est prévu un
piston creux (5) qui est entraîné de façon être mobile suivant l'axe de ce bloc de
distributeur principal et qui comporte, à son extrémité extérieure opposée au logement,
une surface d'étanchéité antagoniste annulaire (29) qui est adaptée au logement.
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le bloc de distributeur principal (2) est constitué d'un bloc de distributeur (7)
et d'un adaptateur creux (9).
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le logement est creux et comporte, à son extrémité opposée au récipient, une surface
d'étanchéité annulaire qui est traversée par le piston d'étirage (1) mobile dans le
prolongement axial du logement.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif d'allumage est monté dans la région du piston d'étirage creux (1) qui
est dirigée vers le récipient et est relié électriquement à une unité de commande,
avantageusement par des câbles (30) s'étendant dans le piston d'étirage creux (1).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le logement est entraîné de façon être mobile perpendiculairement à son axe médian
longitudinal.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'un passage étanche (3) est monté dans le bloc de distributeur principal (2), en étant
aligné avec le piston creux (5), afin de guider le piston d'étirage (1).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le dispositif d'allumage est monté dans le bloc de distributeur principal (2).