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EP 1 346 151 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.04.2005 Patentblatt 2005/17 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.12.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F02M 65/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2001/004695 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2002/050430 (27.06.2002 Gazette 2002/26) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM MESSEN DER EINSPRITZMENGE VON EINSPRITZSYSTEMEN UND VERFAHREN ZU DEREN
HERSTELLUNG
DEVICE FOR MEASURING THE INJECTION AMOUNT IN INJECTION SYSTEMS AND METHOD FOR PRODUCTION
THEREOF
DISPOSITIF DE MESURE DE LA QUANTITE D'INJECTION DE SYSTEMES D'INJECTION ET PROCEDE
DE FABRICATION DUDIT DISPOSITIF
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
20.12.2000 DE 10063713
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.09.2003 Patentblatt 2003/39 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- UNGER, Joachim
70839 Gerlingen (DE)
- BINDEL, Ralf
73650 Winterbach (DE)
- HAAS, Ralf
75428 Illingen (DE)
- WOLF, Dirk
71272 Renningen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 861 979 FR-A- 2 795 173 US-A- 4 561 297
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DE-C- 19 915 266 US-A- 4 461 169
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft zunächst eine Vorrichtung zum Messen der Einspritzmenge
von Einspritzsystemen insbesondere für Kraftfahrzeuge und insbesondere in der Fertigungsprüfung,
mit einer Messkammer, einer Koppeleinrichtung, durch die mindestens ein Einspritzsystem
an die Messkammer druckdicht ankoppelbar ist, einem Kolben, der verschieblich in einer
Führungseinrichtung gehalten ist und die Messkammer bereichsweise begrenzt, und einem
Sensor, der bei einer Einspritzung durch das Einspritzsystem eine Verschiebung des
Kolbens erfasst, wobei der Kolben mindestens im Wesentlichen geschlossen und in seinem
Inneren hohl ist.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist aus der DE 19915266C1 bekannt und wird als EMI (Einspritzmengenindikator)
bezeichnet. Dieser umfasst einen Zylinder, in dem ein Kolben geführt ist. Die Wand
der Messkammer wird zumindest bereichsweise durch den Kolben gebildet. Die Messkammer
weist ferner eine Öffnung auf, an die eine Einspritzdüse eines Einspritzsystems, beispielsweise
eines Injektors, druckdicht ansetzbar ist. Spritzt die Einspritzdüse Kraftstoff oder
ein spezielles Prüffluid in die Messkammer ein, bewegt sich der Kolben, was von einem
Wegsensor erfasst wird. Aus dem Weg des Kolbens kann auf die Volumenänderung der Messkammer
und hieraus auf die eingespritzte Kraftstoff- bzw. Prüffluidmenge geschlossen werden.
[0003] Der bekannte Einspritzmengenindikator hat jedoch verschiedene Nachteile. So kommt
es insbesondere bei kurzen, aber heftigen Einspritzimpulsen zu Schwingungen des Kolbens,
die nur relativ langsam abklingen und daher eine Messung schnell aufeinander folgender
Einspritzungen erschweren oder sogar unmöglich machen. Darüber hinaus findet bei einer
Bewegung des Kolbens im Zylinder eine Reibung an den einander berührenden Wänden statt,
so dass u.U. die Kolbenbewegung nicht immer das tatsächlich eingespritzte Volumen
wiedergibt. Darüber hinaus unterliegt die Kombination aus Kolben und Zylinder auch
einem Verschleiß, so dass das Messergebnis und die Messgenauigkeit sich über die Lebensdauer
der Vorrichtung ändern können.
[0004] Aus der EP 0 861 979 A2 ist ein Einspritzmengenindikator bekannt, der einen hohlen
Messkolben umfasst, der aus einem rohrartigen Basisteil und zwei Endkappen aus Aluminium
besteht, die das Basisteil verschließen.
[0005] Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art so weiter zu bilden, dass sie mit höherer Genauigkeit auch über eine lange Lebensdauer
arbeiten kann.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass der Kolben einen Basiskörper umfasst, der auf einer Seite offen ist und auf der
anderen Seite, die zur Messkammer hin zeigt, eine Stirnwand aufweist, und dass ein
deckelartiger Aufsatz an der Stirnwand befestigt ist, der einen Hitzeschild bildet.
[0007] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass besonders bei impulsartigen Einspritzungen der
Kolben starken Belastungen ausgesetzt ist, durch die er sich verformen kann. Diese
auch thermischen Belastungen des Kolbens werden durch den erfindungsgemäß vorgesehenen
Hitzeschild deutliche verringert. Auch derartige thermische Belastungen können zu
einem Verkanten des Kolbens in der Führungsöffnung der Führungseinrichtung führen,
welches was für die eingangs genannten Probleme mindestens mitverantwortlich ist.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Bauweise wird die Stabilität des Kolbens erheblich erhöht.
Aufgrund der hohlen Bauweise wird dabei das Gewicht nur unwesentlich verändert. Die
größere Steifigkeit und Wärmebeständigkeit des erfindungsgemäßen Kolbens verringert
die Verformungen im Betrieb der Messvorrichtung, wodurch das Messergebnis insgesamt
genauer wird und der Verschleiß zwischen dem Kolbenmantel und der Führungswand der
Führungsöffnung im Zylinder vermindert wird.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Bei einer Weiterbildung umfasst der Basiskörper einen die Öffnung verschließenden
Deckel, der vorzugsweise auf den Basiskörper aufgepresst und/oder verschweißt ist.
Ein derartig aufgebauter Kolben kann relativ preisgünstig und doch stabil hergestellt
werden.
[0011] Wenn der deckelartige Aufsatz ein hitzebeständiges und eine schlechte Wärmeleitung
aufweisendes Material umfasst, werden die Verformungen bei der Einspritzung eines
üblicherweise erwärmten Fluids (ca. 80°C) nochmals reduziert.
[0012] Alternativ oder zusätzlich zu der oben vorgeschlagenen speziellen Bauweise kann die
Stabilität des Kolbens auch durch eine besondere Materialauswahl verbessert werden.
So wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass der Kolben mindestens bereichsweise eine
Aluminium- und/oder eine Titanlegierung umfasst. Besonders bevorzugt ist dabei, dass
der Kolben mindestens bereichsweise eine Legierung vom Typ AlMgSi1 oder TiAl6V4 umfasst.
[0013] Die Verbesserung der Messgenauigkeit kann ferner dadurch erfolgen, dass mindestens
die der Führungseinrichtung zugewandte Mantelfläche des Kolbens so behandelt ist,
dass sie reibungs- und/oder verschleißarm ist, insbesondere durch eine Hartcoatierung
oder das Aufbringen einer C-Beschichtung. Mit derartigen Oberflächenbehandlungen bzw.
-beschichtungen lassen sich Oberflächen realisieren, welche zum einen sehr glatt sind
und daher nur eine geringe Reibung aufweisen und welche darüber hinaus sehr hart sind
und somit nur einem geringen Verschleiß unterliegen.
[0014] Die strukturellen Maßnahmen zur Erhöhung der Messgenauigkeit und zur Verlängerung
der Lebensdauer der erfindungsgemäßen Vorrichtung können auch auf Seiten der Führungseinrichtung
durchgeführt werden. So wird z.B. vorgeschlagen, dass die Führungseinrichtung mindestens
bereichsweise eine Aluminium-, eine Stahl- oder eine Titanlegierung, insbesondere
AlMgSil, 31CrMoV9 oder TiAl6V, umfasst.
[0015] Darüber hinaus kann die Führungseinrichtung mindestens bereichsweise so behandelt
sein, dass sie reibungs- und/oder verschleissarm ist, insbesondere durch eine Hartcoatierung
und/oder eine Plasmanitrierung.
[0016] Erfindungsgemäß werden auch Werkstoffpaarungen vorgeschlagen, welche im Hinblick
auf eine geringe Reibung und einen geringen Verschleiß besonders gut miteinander harmonieren.
So wird vorgeschlagen, dass der Kolben und die Führungseinrichtung eine Aluminiumlegierung,
insbesondere AlMgSi1, umfassen. Alternativ kann der Kolben eine Titanlegierung, insbesondere
TiAl6V4 und die Führungseinrichtung eine Stahllegierung, insbesondere 31CrMoV9, oder
ebenfalls eine Titanlegierung, insbesondere TiAl6V4, umfassen.
[0017] Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung
der oben genannten Art. Die besten Messergebnisse aufgrund geringer Reibung und geringem
Verschleiß werden mit der Vorrichtung dann erzielt, wenn der Kolben durch Drehen,
Schleifen, Subfinieren und Hartcoatieren oder C-Beschichten und die Führungseinrichtung
durch Drehen, Schleifen, Hartcoatieren oder Plasmanitrieren und Honen hergestellt
wird.
[0018] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Bezugnahme auf die beiliegende
Zeichnung im Detail erläutert. Die einzige Figur zeigt einen Längsschnitt durch eine
Vorrichtung zum Messen der Einspritzdüsen insbesondere für Kraftfahrzeuge.
[0019] Die besagte Vorrichtung trägt in der Figur 1 das Bezugszeichen 10. Sie umfasst eine
in einem Gehäuse 12 gebildete Messkammer 14, an die eine Einspritzdüse 16 druckdicht
gekoppelt ist. Das Gehäuse 12, die Messkammer 14 und die Einspritzdüse 16 sind in
der Figur nur schematisch mit strichpunktierten Linien dargestellt.
[0020] Auf ihrer in Figur 1 unteren Seite wird die Messkammer 14 durch einen Führungszylinder
18 begrenzt, bei dem es sich in der Draufsicht, also in Figur 1 von oben gesehen,
um ein kreiszylindrisches Drehteil handelt. Der Zylinder 18 weist eine zentrische
Führungsbohrung 20 auf. Koaxial zu der Führungsbohrung 20 ist in die Oberseite des
Zylinders 18 eine Ringnut 22 eingebracht, in die ein Dichtring 24 eingelegt ist. Durch
diesen Dichtring 24 wird das Gehäuse 12 druckdicht mit dem Zylinder 18 verbunden.
[0021] In der Führungsbohrung 20 des Zylinders 18 ist ein Kolben 26 verschieblich gehalten.
Der Kolben 26 ist nach oben, also zur Messkammer 14 hin, durch eine Feder 28 vorgespannt.
Der Kolben 26 umfasst zunächst einen zylindrischen Basiskörper 30, dessen obere Stirnwand
32 leicht nach außen gewölbt ist und in ihrer Mitte eine Materialverdickung 34 trägt.
Nach unten hin ist der Basiskörper 30 offen, wobei er an seinem unteren Rand einen
nach innen gerichteten Ringbund 36 trägt.
[0022] Auf die Unterseite des Basiskörpers 30 ist ein ebenfalls zylindrischer Deckel 38
aufgepresst, dessen Außendurchmesser in etwa dem Innendurchmesser des Ringbunds 36
entspricht und der auf seiner äußeren Mantelfläche, in der Nähe seines in Figur 1
unteren Endes, einen Ringbund 40 aufweist. Der Deckel 38 kann alternativ oder zusätzlich
auch verschweißt werden. Dieser dient als Anschlag des Deckels 38 an den unteren Rand
des Basiskörpers 30. Die Stirnwand 42 des Deckels 38 ist im Wesentlichen eben ausgeführt
und trägt in ihrer Mitte eine zum Basiskörper 30 hin gerichtete Verdickung 44.
In die Außenseite der Stirnwand 42 des Deckels 38 ist im Bereich der Verdickung 44
eine Sackbohrung 46 eingebracht. In dieser ist über ein Gewinde eine nur schematisch
dargestellte Kolbenstange 48 befestigt, deren Bewegung durch einen Wegsensor 50 abgegriffen
wird. In die Außenseite der Stirnwand 32 des Basiskörpers 30 ist ebenfalls im Bereich
der Materialverdickung 34 eine zentrische Sackbohrung 52 vorhanden, welche der Befestigung
eines deckelartigen Aufsatzes 54 dient, der aus einem hitzebeständigen und eine schlechte
Wärmeleitung aufweisenden Material hergestellt ist. Der Aufsatz 54, dessen Funktion
im Wesentlichen die eines Hitzeschildes ist, ist im Wesentlichen kreisförmig und liegt
mit seiner Unterseite plan an der Stirnwand 32 des Basiskörpers 30 auf. Die Oberseite
des Aufsatzes 54 ist im Wesentlichen parallel zur Oberseite des Zylinders 18, in ihrem
radialen Randbereich jedoch parallel zur Oberseite der Stirnwand 32 des Basiskörpers
30.
[0023] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist, handelt es sich bei dem Kolben 26 also insgesamt
um einen zylindrischen Hohlkörper. Der Basiskörper 30 des Kolbens 26 ist aus der Aluminiumlegierung
AlMgSi1 hergestellt. Er wird hergestellt, indem er zunächst gedreht wird, anschließend
die Oberfläche geschliffen, subfiniert und schließlich ein Hartcoating aufgebracht
wird. Der Zylinder 18 ist ebenfalls aus der gleichen Aluminiumlegierung, beim Herstellen
wird er jedoch nach dem Drehen zunächst geschliffen und dann ebenfalls ein Hartcoating
aufgebracht. Zum Schluss wird die Führungsbohrung 20 des Zylinders 18 noch gehont.
[0024] Durch diese Material- und Bearbeitungskombination wird die Reibung zwischen dem Kolben
26 und dem Zylinder 18 minimal. Darüber hinaus sind die einzelnen Elemente auch äußerst
verschleißfest ausgeführt. Hierdurch wird die Genauigkeit der Messung der Einspritzmenge
erhöht und die Lebensdauer, bei der eine genaue Messung möglich ist, verlängert. Da
der Kolben 26 einen geschlossenen Hohlkörper bildet, hat er bei geringer Masse eine
sehr hohe Steifigkeit. Hierdurch werden die Schwingungen des Kolbens 26 nach einem
Einspritzimpuls reduziert und Verformungen, die zu einer erhöhten Reibung zwischen
Kolben 26 und Führungsbohrung 20 im Zylinder 18 führen können, vermindert.
[0025] Aus der Figur ist ersichtlich, dass in der Umfangswand der Führungsbohrung eine Nut
(ohne Bezugszeichen) vorhanden ist, welche folgende Aufgabe erfüllt: Zum einen kann
durch sie ein Prüffluid, welches von der Düse 16 eingespritzt wird und als Leckage
zwischen dem Zylinder 18 und dem Kolben 26 nach unten läuft, abgeführt werden. Zum
anderen verhindert sie den Eintritt von Gas in die Messkammer 14. Dies ist erforderlich,
da im Betrieb unterhalb des Kolbens 26, also auf der der Messkammer 14 entgegenliegenden
Seite des Kolbens 26, ein Gasdruck von bis zu 100 bar herrschen kann. Würde Gas in
die Messkammer 14 gelangen, könnte dies zu Schwingungen des Messkolbens 26 führen
und somit die Messergebnisse verfälschen.
[0026] Weiterhin dient die Nut als Sicherung gegen eine Beschädigung der Vorrichtung (10)
in dem Fall, dass zwischen den Einspritzungen durch die Düse 16 nicht genügend Prüffluid
aus der Messkammer 14 abgeführt wird, diese also nicht ausreichend "entleert" wird.
Bei einer derartig geringen Entleerung, die also eine "Überfüllung" der Messkammer
zur Folge hat, sinkt der Kolben 26 soweit ab, dass das Prüffluid in diese Nut und
anschließend in einen Prüffluidablauf abfließen kann. Ein unzulässig starker Druckanstieg
in der Messkammer 14 wird somit verhindert.
[0027] Es sei noch darauf hingewiesen, dass alternativ zu dem dargestellten Ausführungsbeispiel
der Kolben 26 auch aus einer Titanlegierung, insbesondere TiAl6V4, hergestellt werden
kann und anstelle eines Hartcoatings die Mantelfläche des Basiskörpers 30 eine Kohlenstoff-Beschichtung
aufweisen kann. In diesem Fall sollte der Zylinder 18 aus einer Stahllegierung, vor
allem aus 31CrMoV9, oder einer Titanlegierung, beispielsweise TiAl6V4, hergestellt
sein und die Führungsbohrung 20 sollte entweder hartcoatiert oder plasmanitriert sein.
Auch diese Materialkombination führt zu der gewünschten Verbesserung. Es sei schließlich
noch darauf hingewiesen, dass das Hitzeschild 54 auf die Stirnwand 32 des Basiskörpers
30 des Kolbens 26 auch aufgeklebt werden kann. Weiterhin sei noch darauf hingewiesen,
dass die geschlossene Bauweise des Kolbens 26 nicht nur Vorteile im Betrieb der Vorrichtung
10 hat, sondern bereits bei der Herstellung die Stabilität des Kolbens 26 erhöht,
so dass die Mantelfläche des Basiskörpers 30 besser, d.h. mit höherer Genauigkeit,
bearbeitbar ist.
1. Vorrichtung zum Messen der Einspritzmenge von Einspritzsystemen (16) insbesondere
für Kraftfahrzeuge und insbesondere in der Fertigungsprüfung, mit einer Messkammer
(14), einer Koppeleinrichtung, durch die mindestens ein Einspritzsystem (16) an die
Messkammer (14) druckdicht ankoppelbar ist, einem Kolben (26), der verschieblich in
einer Führungseinrichtung (18) gehalten ist und die Messkammer (14) bereichsweise
begrenzt, und einem Sensor (50), der bei einer Einspritzung durch das Einspritzsystem
(16) eine Verschiebung des Kolbens (26) erfasst, wobei der Kolben (26) mindestens
im Wesentlichen geschlossen und in seinem Inneren hohl ist, wobei der Kolben (26)
einen Basiskörper (30) umfasst, der auf einer Seite offen ist und auf der anderen
Seite, die zur Messkammer (14) hin zeigt, eine Stirnwand (32) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass ein deckelartiger Aufsatz (54) an der Stirnwand (32) befestigt ist, der einen Hitzeschild
bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Basiskörper (30) einen die Öffnung verschließenden Deckel (38) umfasst, der vorzugsweise
auf ihn aufgepresst und/oder verschweißt ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der deckelartige Aufsatz (54) ein hitzebeständiges und eine schlechte Wärmeleitung
aufweisendes Material umfasst.
4. Vorrichtung zum Messen der Einspritzmenge von Einspritzsystemen (16) insbesondere
für Kraftfahrzeuge und insbesondere in der Fertigungsprüfung, mit einer Messkammer
(14), einer Koppeleinrichtung, durch die mindestens ein Einspritzsystem (16) an die
Messkammer (14) druckdicht ankoppelbar ist, einem Kolben (26), der verschieblich in
einer Führungseinrichtung (18) gehalten ist und die Messkammer (14) bereichsweise
begrenzt, und einem Sensor (50), der bei einer Einspritzung durch das Einspritzsystem
(16) eine Verschiebung des Kolbens (26) erfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (26) mindestens bereichsweise eine Aluminium- und/oder eine Titanlegierung
umfasst.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (26) mindestens bereichsweise eine Legierung vom Typ AlMgSi1 oder TiAl6V4
umfasst.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die der Führungseinrichtung (18) zugewandte Mantelfläche des Kolbens (26)
so behandelt ist, dass sie reibungs- und/oder verschleißarm ist, insbesondere durch
eine Hartcoatierung oder das Aufbringen einer C-Beschichtung.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungseinrichtung (18) mindestens bereichsweise eine Aluminium-, eine Stahl-
oder eine Titanlegierung, insbesondere AlMgSi1, 31CrMoV9 oder TiAl6V4, umfasst.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Führungseinrichtung (18) mindestens bereichsweise so behandelt ist,
dass sie reibungs- und/oder verschleißarm ist, insbesondere durch eine Hartcoatierung
und/oder eine Plasmanitrierung.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (28) und die Führungseinrichtung (18) eine Aluminiumlegierung, insbesondere
AlMgSi1, oder der Kolben eine Titanlegierung, insbesondere TiAl6V4, und die Führungseinrichtung
eine Stahllegierung, insbesondere 31CrMoV9, oder eine Titanlegierung, insbesondere
TiAl6V4, umfasst.
10. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (26) durch Drehen, Schleifen, Subfinieren und Hartcoatieren oder C-Beschichten
und die Führungseinrichtung (18) durch Drehen, Schleifen, Hartcoatieren oder Plasmanitrieren
und Honen hergestellt wird.
1. Device for measuring the injection quantity in injection systems (16), in particular
for motor vehicles and in particular in production testing, having a measurement chamber
(14), a coupling device, by which at least one injection system (16) can be coupled
in a pressure-tight manner to the measurement chamber (14), a piston (26), which is
held displaceably in a guide device (18) and delimits the measurement chamber (14)
in regions, and a sensor (50), which records a displacement of the piston (26) during
an injection by the injection system (16), the piston (26) being at least substantially
closed and hollow in its interior, the piston (26) comprising a base body (30) which
is open on one side and has an end wall (32) on the other side facing towards the
measurement chamber (14), characterized in that a cover-like fitting (54) is secured to the end wall (32) and forms a heat shield.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the base body (30) comprises a cover (38) which closes off the opening and is preferably
pressed and/or welded onto the base body.
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the cover-like fitting (54) comprises a heat-resistant material with a poor thermal
conductivity.
4. Device for measuring the injection quantity in injection systems (16), in particular
for motor vehicles and in particular in production testing, having a measurement chamber
(14), a coupling device, by which at least one injection system (16) can be coupled
in a pressure-tight manner to the measurement chamber (14), a piston (26), which is
held displaceably in a guide device (18) and delimits the measurement chamber (14)
in regions, and a sensor (50), which records a displacement of the piston (26) during
an injection by the injection system (16), characterized in that the piston (26), at least in regions, comprises an aluminium alloy and/or a titanium
alloy.
5. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the piston (26), at least in regions, comprises an alloy of the AlMgSi1 or TiAl6V4
type.
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that at least the lateral surface of the piston (26) which faces the guide device (18)
is treated in such a way as to be low-friction and/or low-wear, in particular by hard
coating or the application of a C coating.
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the guide device (18), at least in regions, comprises an aluminium alloy, a steel
alloy or a titanium alloy, in particular AlMgSi1, 31CrMoV9 or TiAl6V4.
8. Device according to Claim 7, characterized in that at least the guide device (18), at least in regions, is treated in such a way as
to be low-friction and/or low-wear, in particular by hard coating and/or plasma nitriding.
9. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the piston (28) and the guide device (18) comprise an aluminium alloy, in particular
AlMgSi1, or the piston comprises a titanium alloy, in particular TiAl6V4, and the
guide device comprises a steel alloy, in particular 31CrMoV9, or a titanium alloy,
in particular TiAl6V4.
10. Process for producing a device according to one of the preceding claims, characterized in that the piston (26) is produced by turning, grinding, sub-finishing and hard coating
or C coating and the guide device (18) is produced by turning, grinding, hard coating
or plasma nitriding and honing.
1. Dispositif de mesure de la quantité d'injection de systèmes d'injection (16) en particulier
pour véhicules automobiles et notamment dans le contrôle de fabrication, à l'aide
d'une chambre de mesure (14), d'un dispositif de couplage, par lequel au moins un
système d'injection (16) peut être couplé de manière étanche sous pression à la chambre
de mesure (14), d'un piston (26) maintenu dans un dispositif de guidage (18) de manière
coulissante et qui limite par zone la chambre de mesure (14), et d'un détecteur (50)
qui détecte un déplacement du piston (26) lors d'une injection par le système d'injection
(16), le piston (26) étant fermé au moins pour l'essentiel et creux dans sa partie
intérieure, le piston (26) comprenant un corps de base (30), ouvert sur un côté et
comportant une paroi frontale (32) sur l'autre côté orienté vers la chambre de mesure
(14),
caractérisé en ce qu'
un chapeau du type couvercle (54), formant un bouclier thermique, est fixé sur la
paroi frontale (32).
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le corps de base (30) comprend un couvercle (38) fermant l'ouverture, et, de préférence,
engagé par pression et/ou soudé sur le corps.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le chapeau du type couvercle (54) comprend un matériau réfractaire ayant une mauvaise
conduction thermique.
4. Dispositif de mesure de la quantité d'injection de systèmes d'injection (16) en particulier
pour véhicules automobiles et notamment dans le contrôle de fabrication, à l'aide
d'une chambre de mesure (14), d'un dispositif de couplage, par lequel au moins un
système d'injection (16) peut être couplé de manière étanche sous pression à la chambre
de mesure (14), d'un piston (26) maintenu dans un dispositif de guidage (18) de manière
coulissante et qui limite par zone la chambre de mesure (14), et d'un détecteur (50)
qui détecte un déplacement du piston (26) lors d'une injection par le système d'injection
(16),
caractérisé en ce que
le piston (26) comprend au moins par zone un alliage d'aluminium et/ou de titane.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le piston (26) comprend au moins par zone un alliage du type AlMgSi1 ou TiA16V4.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins la surface latérale du piston (26) orientée vers le dispositif de guidage
(18) est traitée pour avoir un frottement et/ou une usure faible, en particulier par
l'application d'un revêtement dur ou d'une couche carbonée C.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le dispositif de guidage (18) comprend au moins par zone un alliage d'aluminium, d'acier
et/ou de titane, en particulier du type AlMgSil, 31CrMoV9 ou TiA16V4.
8. Dispositif selon la revendication 7,
caractérisé en ce qu'
au moins le dispositif de guidage (18) est traité au moins par zone pour présenter
un frottement et/ou une usure faible, en particulier application d'une couche dure
et/ou par nitruration au plasma.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le piston (28) et le dispositif de guidage (18) comportent un alliage d'aluminium,
en particulier du type AlMgSil, ou le piston comporte un alliage de titane, en particulier
du type TiA16V4, et le dispositif de guidage un alliage d'acier, en particulier 31CrMoV9,
ou un alliage au titane en particulier du type TiAl6V4.
10. Procédé de fabrication d'un dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le piston (26) est fabriqué par tournage, rectification, sous-finition et application
d'un revêtement dur ou d'une couche C, et le dispositif de guidage (18) est fabriqué
par tournage, rectification, application d'une couche dure ou nitruration au plasma
et rodage.
