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EP 1 346 898 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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24.09.2003 Patentblatt 2003/39 |
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Anmeldetag: 16.01.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B61H 7/08 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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AL LT LV MK RO |
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Priorität: |
14.02.2002 DE 10206341
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Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Gerlach, Stefan
47829 Krefeld (DE)
- Schoof, Claus-Georg
47877 Willich (DE)
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Fixierung einer Schienenbremse in Ruhelage |
(57) Zur Fixierung einer Schienenbremse (1) in Ruhelage ist zwischen der Schienenbremse
(1) und dem Drehgestellrahmen (2) eine kraftschlüssige oder eine formschlüssige Verbindung
vorgesehen.
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[0001] Die Erfindung betrifft die Fixierung einer Schienenbremse in Ruhelage
[0002] Schienenbremsen in sogenannter Hochaufhängung werden üblicherweise in ihrer Ruhelage
durch in den Hubzylindern integrierte Federspeicher in kegelförmige Zentriereinrichtungen
gedrückt (siehe z. B. DE 24 15 858 C3). Dadurch werden Relativbewegungen quer und
längs zwischen Schienenbremsen und Drehgestellrahmen stark eingeschränkt.
[0003] Schienenbremsen in sogenannter Tiefaufhängung sind in ihrer Ruhelage lediglich durch
das in den Mitnehmern vorhandene Spiel in den Quer- und Längsbewegungen eingeschränkt.
Außerdem werden Vertikalbewegungen nur durch die Elastizität der Aufhängung begrenzt,
die in der Regel Schraubenfedern enthält. Dadurch besteht vor allem bei höheren Fahrgeschwindigkeiten
oder schlechter Gleislagequalität die Möglichkeit, daß die Schienenbremsen auch in
Ruhelage die Schienen kurzzeitig berühren.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Magnetschienenbremse derart zu fixieren,
daß Relativbewegungen zwischen Schienenbremse und Drehgestellrahmen eingeschränkt
sind, wobei jedenfalls unerwünschte Bewegungen, die zu einer Berührung der Schienen
oder zu einer Verletzung des Lichtraumprofils führen können, vermieden werden sollen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen der Schienenbremse
und dem Drehgestellrahmen eine kraftschlüssige oder eine formschlüssige Verbindung
vorgesehen ist.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Im weiteren wird die Erfindung anhand von zwei Ausführungsbeispielen näher beschrieben,
die in der Zeichnung prinzipartig dargestellt sind.
[0008] In beiden Ausführungsbeispielen sind Relativbewegungen zwischen der Schienenbremse
1 und dem Drehgestellrahmen 2 durch eine kraftschlüssige Verbindung (Fig. 1) oder
durch eine formschlüssige Verbindung (Fig. 2) soweit eingeschränkt, daß unerwünschte
Bewegungen der Schienenbremse 1, die zu einer Berührung der Schiene oder zu einer
Verletzung des Lichtraumprofils führen können, sicher vermieden sind.
[0009] Gemäß Fig. 1 wird die Bewegung der Schienenbremse 1 durch ein pneumatisch (oder elektrisch)
angesteuertes Reibelement 4 verhindert. Die Schienenbremse 1 wird über das Reibelement
4 an den Drehgestellrahmen 2 gedrückt, wobei das Reibelement 4 über einen Pneumatikzylinder
3 bewegbar ist.
[0010] Fig. 2 zeigt ein Beispiel für eine formschlüssige Fixierung. Die Schienenbremse 1
wird formschlüssig mit dem Drehgestellrahmen 2 über einen Bolzen 7 verbunden, der
mit Hilfe eines Pneumatikzylinder 3 bewegbar ist. Der Bolzen 7 ist vorzugsweise an
einem Ende kegelförmig ausgeführt. Eine Bohrung in der Schienenbremse 1 ist entsprechend
dem kegelförmigen Ende des Bolzens 7 ausgebildet.
[0011] In beiden Beispielen ist in Ruhelage der Schienenbremse 1 ein Magnetventil 5 geöffnet.
Der Pneumatikzylinder 3 wird über eine Rohrleitung 6 mit einem Luftdruck p beaufschlagt.
Alternativ ist es möglich, den Zylinder 3 mit einem Federspeicher zu versehen. In
diesem Fall wird das Magnetventil 5 erst bei Anforderung der Schienenbremse 1 mit
dem Druck p beaufschlagt. Dadurch wird die Kraft des Federspeichers überwunden und
der Magnet der Schienenbremse 1 kann abgesenkt werden.
[0012] Anstelle des Pneumatikzylinders 3 kann in Fig. 1 und Fig. 2 auch ein Elektromagnet
eingesetzt werden.
[0013] Der Vorteil der mechanischen Fixierung liegt neben der Verhinderung von unerwünschten
Bewegungen der Schienenbremse auch darin, daß die Rückstellkraft der Aufhängung (Schraubenfeder)
klein gehalten werden kann, so dass mehr Bremskraft zur Verfügung steht.
Liste der Bezugszeichen
[0014]
- 1
- Schienenbremse
- 2
- Drehgestellrahmen
- 3
- Pneumatikzylinder
- 4
- Reibelement
- 5
- Magnetventil
- 6
- Rohrleitung
- 7
- Bolzen
1. Fixierung einer Schienenbremse in Ruhelage, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Schienenbremse (1) und dem Drehgestellrahmen (2) eine kraftschlüssige
oder eine formschlüssige Verbindung vorgesehen ist.
2. Fixierung einer Schienenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die kraftschlüssige Verbindung ein Reibelement (3) aufweist, durch das die Schienenbremse
(1) an den Drehgestellrahmen (2) gedrückt wird.
3. Fixierung einer Schienenbremse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Reibelement (3) durch einen Pneumatikzylinder (3) oder einen Elektromagneten
bewegbar ist.
4. Fixierung einer Schienenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die formschlüssige Verbindung einen Bolzen (7) aufweist, der in eine Bohrung der
Schienenbremse (1) eingreift.
5. Fixierung einer Schienenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (7) und die Bohrung der Schienenbremse (1) korrespondierend kegelförmig
ausgebildet sind.
6. Fixierung einer Schienenbremse nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (7) durch einen Pneumatikzylinder (3) oder einen Elektromagneten bewegbar
ist.
7. Fixierung einer Schienenbremse nach Anspruch 3 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Pneumatikzylinder (3) mit einem Federspeicher versehen ist.
