[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Kreiselpumpe mit einem Pumpengehäuse, welches
einen Pumpraum umfaßt, der einen Ansaugbereich und einen Ausstoßbereich aufweist,
mit mindestens einem Laufrad, welches innerhalb des Pumpraumes um eine Laufradachse
drehbar gelagert ist, und mit einem Laufradantrieb, wobei der Laufradantrieb aus zwei
Reluktanzmotoren besteht, deren Statoren an oder in dem den Rotor umgebenden Gehäuseabschnitt
der Pumpe angeordnet sind.
[0002] Entsprechende Kreiselpumpen sind in zahlreichen Varianten schon seit langem bekannt.
Diese Pumpen finden häufig Verwendung für das Pumpen von Flüssigkeiten in der chemischen
Industrie und auch in der Lebensmittelindustrie. Bei diesen Anwendungen kommt es häufig
darauf an, eine Kontamination des Pumpmediums zu vermeiden. Eine solche Kontamination
kann entweder dadurch auftreten, daß mit der Pumpe wechselweise unterschiedliche Medien
gepumpt werden, so daß beim Pumpen eines neuen Mediums noch Reste von dem alten Medium
in der Pumpe vorhanden waren, obwohl möglicherweise zwischenzeitlich ein Spülmedium
gepumpt wurde, oder aber dadurch, daß ein Pumpvorgang für längere Zeit unterbrochen
wurde und das in der Pumpe bzw. den Zuleitungen noch verbliebene Medium einem Alterungsprozeß
unterliegt, beispielsweise durch Kontakt mit Luftsauerstoff oder einfach aufgrund
einer inhärenten Unbeständigkeit. Dies gilt beispielsweise im Falle von Lebensmitteln,
die in frischem Zustand nur eine geringe Keimzahl enthalten, bei denen sich jedoch
die Keimzahl drastisch erhöhen kann, wenn das Medium für längere Zeit bei einer Temperatur
oberhalb von 0°C sich selbst überlassen wird.
[0003] Auch wenn eine Kontamination nicht in allen Fällen gefährlich ist oder zu einer nennenswerten
Verschlechterung der gepumpten Medien führt, ist es dennoch wünschenswert, eine Kreiselpumpe
zu haben, die sehr leicht zu reinigen ist und bei welcher z.B. durch kurzzeitiges
Pumpen eines Spülmediums ein zuvor in der Pumpe vorhandenes Pumpmedium vollständig
entfernt werden kann, um Kontaminationen von später gepumpten Medien zu vermeiden,
wobei auch der Spülvorgang möglichst schnell und einfach und ohne Demontage und ohne
Verwendung übermäßiger Mengen von Spülmittel erfolgen soll.
[0004] Herkömmliche Kreiselpumpen können diese Anforderungen nur unter erheblichem technischem
Aufwand erfüllen. Lösungsansätze zur Ausgestaltung von Pumpen, die eine einfache und
schnelle Reinigung ermöglichen und die deshalb z.B. auch als sogenannte "Sterilpumpen"
geeignet sind und somit die im Lebensmittel- und Medizinbereich geforderten Sterilitätsbedingungen
erfüllen, sind bekannt aus den deutschen Patentanmeldungen Nr. 100 33 402.4 und 102
00 579.6.
[0005] Auch wenn bei diesen bekannten Pumpen bereits versucht wurde, den konstruktiven Aufwand
so gering wie möglich zu halten und dabei Toträume zu vermeiden und so die Sterilitätsbedingungen
zu erfüllen, haben auch diese Pumpen grundsätzlich das Problem, daß die Antriebswelle
für eines oder mehrere Laufräder der Pumpe in irgendeiner Weise abgedichtet mit einem
Motorantrieb verbunden werden muß. Zwar kann man entsprechende Dichtungen z.B. als
Gleitdichtungen ausbilden, was wegen der gegeneinander bewegten Flächen einer Gleitdichtung
dazu führt, daß zwischen die Dichtflächen eintretendes Pumpmedium auch sehr schnell
und sehr leicht ausgetauscht wird, jedoch ist die Herstellung und Wartung entsprechender
Dichtungen relativ aufwendig und sie haben überdies nur eine begrenzte Lebensdauer.
[0006] Die Dokumente WO 96/31 934, US-6,053,705 und EP-1 114 648 A2 zeigen Kreiselpumpen
mit jeweils einem Reluktanzmotor, wobei der Rotor des Motors und das Laufrad der Pumpe
integriert sind und ein einziges, speziell konstruiertes Bauteil darstellen. Diesen
aus dem Stand der Technik bekannten Kreiselpumpen ist gemeinsam, daß sie es nicht
ermöglichen, die hydraulischen Komponenten der Pumpe in modularer Weise aufzubauen
und ohne die Vorgaben der Funktion des Rotors zu konstruieren.
[0007] Gegenüber diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Kreiselpumpe mit den eingangs genannten Merkmalen zu schaffen, welche noch einfacher
und leichter zu reinigen ist und welche daher insbesondere für Sterilanwendungen geeignet
ist oder allgemein für Anwendungen, bei welchen ein vereinfachtes Spülen und Reinigen
einer Pumpe erwünscht ist.
[0008] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß der Laufradantrieb
der Pumpe aus mindestens einem Reluktanzmotor besteht, dessen elektrisch kontaktloser
Rotor in dem vom Pumpmedium beaufschlagten Volumen des Pumpraumes aufgenommen ist,
und dessen Stator an oder in einem den Rotor umgebenden Gehäuseabschnitt der Pumpe
angeordnet ist.
[0009] Ein solcher Reluktanzmotor hat gegenüber herkömmlicherweise für Kreiselpumpen verwendeten
Antrieben den Vorteil, daß der Rotor weder Permanentmagnete aufweisen muß noch irgendwelche
elektrischen Wicklungen enthält, die eine Stromversorgung benötigen. Weiterhin enthalten
die Rotoren keinerlei Permanentmagnete.
[0010] Damit erhält man einen Rotor, der z.B. direkt mit einem Laufrad verbunden werden
kann und der gemeinsam mit dem Laufrad in dem Pumpraum rotieren kann. Dabei wird unter
"Pumpraum" einer Kreiselpumpe der gesamte zwischen einer Einlaßöffnung und einer Auslaßöffnung
vorhandene und von dem zu pumpenden Medium beaufschlagte Raum verstanden. Dieser Raum
ist insofern begrifflich zu unterscheiden von dem Raum einer Pumpzelle, die innerhalb
eines Pumpraumes das Volumen begrenzt, welches ganz oder weitgehend von einem rotierenden
Laufrad beaufschlagt wird.
[0011] Dadurch, daß der Antriebsrotor keinerlei mechanische oder elektrische Verbindung
zu anderen Antriebselementen benötigt, benötigt man auch keinerlei Dichtungen für
entsprechende Übergänge. Der Rotor kann direkt mit dem angetriebenen Laufrad verbunden
werden und beide Teile gemeinsam können in dem Pumpenraum so angeordnet werden, daß
ein einfaches Reinigen und Spülen dieser Teile problemlos möglich ist.
[0012] Dabei ist es besonders zweckmäßig, wenn der Rotor unabhängig von den magnetischen
Antriebskräften eine magnetische Lagerung aufweist. Eine solche Lagerung stellt sicher,
daß der Rotor im Betrieb der Pumpe nicht mit dem Pumpengehäuse in Berührung tritt,
so daß ohne entsprechende Reibung auch höhere Drehzahlen möglich sind. Die Erfindung
wäre jedoch auch ohne weiteres mit einem oder mehreren beidseitig offenen Gleitlagem
realisierbar, die leicht zu durchspülen und zu reinigen sind, da derartige Lager keine
Abdichtfunktion zu haben brauchen. Die magnetische Lagerung wird erst dadurch möglich
oder zumindest beträchtlich erleichtert, daß der Rotor des Reluktanzmotors für den
Antrieb keine Permanentmagnete enthält, sondern nur weichmagnetisches Material.
[0013] Zweckmäßigerweise ist außerdem der Rotor direkt mit dem Laufrad gekoppelt, so daß
auch keinerlei Getriebeelemente vorhanden sind, in welchen sich Teile des Pumpmediums
verfangen könnten.
[0014] In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Rotor ein Ring, welcher
mit einer entsprechenden Antriebswelle verbunden ist, wobei Zwischenräume zwischen
radialen Vorsprüngen des Ringes entweder mit nicht magnetischem Material ausgefüllt
sind oder aber der Ring insgesamt umhüllt ist, so daß die Zwischenräume abgedeckt
sind.
[0015] Die Rotoren von Reluktanzmotoren weisen typischerweise radiale Vorsprünge nach Art
der Zähne eines Zahnrades auf, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten durch magnetische
Induktion von einem jeweils nächstliegenden Polschuh angezogen werden, wobei entsprechend
der gewünschten Drehzahl des Rotors eine schnelle Umschaltung zwischen mehreren Polen
des Stators stattfindet. Um trotz der hierfür erforderlichen radialen Vorsprünge des
Rotors eine möglichst glatte Oberfläche zu erhalten, ist die Ausgestaltung als im
wesentlichen glatter Ring mit ausgefüllten Zahnzwischenräumen bzw. einer durchgehenden
Umhüllung bevorzugt.
[0016] Weiterhin sind entlang der Umfangsoberfläche des Rotors, und zwar entlang derjenigen
Flächen, die einer inneren Gehäuseoberfläche gegenüberliegen, Auflagenocken vorgesehen,
die im Falle eines Rotorstillstandes auf entsprechenden Gehäuseoberflächen aufliegen
und die auch im Falle einer Berührung mit dem Gehäuse während der Rotation die Funktion
von Gleitelementen übernehmen. In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind
diese Auflagenocken ringförmig umlaufende Stege, und zwar vorzugsweise an der äußeren
Zylindermantelfläche des ringförmigen Rotors und gegebenenfalls auch an einer oder
beiden axialen Stirnflächen des Rotors. Zweckmäßigerweise wird das Material dieser
Auflaufnocken bzw. -stege so gewählt, daß es eine möglichst geringe Gleitreibung mit
der inneren Oberfläche des Pumpraumgehäuses hat. Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform
der Erfindung, bei welcher zwei Reluktanzmotoren für den Antrieb vorgesehen sind,
wobei jeweils ein Rotor axial vor einem Laufrad oder einer Gruppe hintereinandergeschalteter
Laufräder, und ein Rotor hinter dem Laufrad bzw. der Gruppe von hintereinandergeschalteten
Laufrädem angeordnet ist. Zweckmäßigerweise befinden sich die Rotoren in der Nähe
des Ansaugbereiches und des Ausstoßbereiches der Pumpe. Um möglichst ausgeglichene
radiale Kräfte zu haben, so daß die Rotoren und Laufräder im wesentlichen in dem Pumpengehäuse
zentriert bleiben und nach Möglichkeit nicht mit dem Pumpengehäuse in Berührung treten,
ist es zweckmäßig, wenn die Pumpe als Axialpumpe ausgebildet ist, das heißt als eine
Pumpe, bei welcher sowohl der Ansaugbereich bzw. Ansaugstutzen der Pumpe als auch
der Ausstoßbereich oder Ausstoßstutzen (Druckstutzen) der Pumpe koaxial zu der gemeinsamen
Achse des Rotors bzw. der Rotoren und des Laufrades bzw. der Laufräder angeordnet
sind.
[0017] Weiterhin ist eine Ausführungsform der Erfindung bevorzugt, bei welcher mehrere Laufräder
in hintereinandergeschalteten Laufradzellen umlaufen.
[0018] Der Stator des erfindungsgemäßen Antriebs wird zweckmäßigerweise außerhalb des Pumpraumes
angeordnet, wobei eine Vierpolwicklung für den Antrieb des Rotors bevorzugt ist. Zusätzlich
kann auch noch eine zwei- oder mehrpolige Wicklung für die radiale magnetische Lagerung
des Rotors vorgesehen sein. Weitere Wicklungen können für die axiale magnetische Lagerung
des Rotors vorgesehen werden. Diese Wicklungen sind zweckmäßigerweise in dem den Rotor
bzw. Rotorring unmittelbar umgebenden Wandbereich des Pumpengehäuses angeordnet. Hierfür
können z.B. besondere Aussparungen in der Wand des Pumpengehäuses vorgesehen sein.
[0019] In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beträgt das radiale Spiel des Rotors
maximal 1 bis 2 mm und das axiale Spiel maximal 0,5 bis 1 mm. Dabei ist zu bedenken,
daß aufgrund der zweckmäßigerweise starren und drehfesten Verbindung des Rotors bzw.
der Rotornabe mit der Antriebswelle der Laufräder jede radiale und axiale Bewegung
des Rotors in gleicher Weise auch auf das bzw. die Laufräder übertragen wird, so daß
auch die Laufräder in ihren Laufradzellen, das heißt gegenüber den im Pumpenraum vorgesehenen
Trennwänden, welche die einzelnen Pumpzellen bzw. Laufradzellen definieren, ein entsprechendes
radiales und axiales Spiel haben müssen. Aus diesem Grunde ist es für eine hohe Effizienz
der Pumpe selbstverständlich bevorzugt, wenn das radiale und axiale Spiel möglichst
klein gehalten wird, ohne dabei jedoch Gefahr zu laufen, daß es zu häufigen oder gar
regelmäßigen Berührungen des Rotors mit den umgebenden Wandbereichen des Pumpengehäuses
kommt.
[0020] Die Wicklungen für die magnetische Lagerung sollten selbstverständlich unabhängig
von den Statorwicklungen des Reluktanzmotors schaltbar sein, so daß die magnetische
Lagerung sowohl bei langsamem Lauf als auch bei Stillstand des Rotors gewährleistet
werden kann.
[0021] Jegliche Dichtungen, die zwischen einzelnen Bauteilen des Pumpengehäuses oder z.B.
auch zwischen einer Nabe des Rotors und der entsprechenden Antriebswelle für die Laufräder
vorgesehen sind, sollten nach Möglichkeit zum Pumpraum hin offen und gut zugänglich
sein, das heißt weder vor den Dichtungen noch zwischen den Dichtungen und umgebenden
Wandbereichen sollten gendwelchen schmalen, engen Dichtungsspalte verbleiben, in welche
das Pumpmedium eindringen könnte und die dann schlecht zu reinigen wären. Stattdessen
sollen die Dichtungen zum Pumpraum hin weitgehend offen liegen und die Dichtungsaufnahmen
an den Innenwänden der Pumpen sollten so ausgestaltet sein, daß der Übergang von Dichtungsoberfläche
zu benachbarter Gehäuseoberfläche immer relativ abrupt und unter einem Winkel von
möglichst mehr als 30° erfolgt, so daß auf diese Weise schmale und enge Dichtspalte
vermieden werden.
[0022] Wegen weiteren Einzelheiten zur Anordnung und Ausgestaltung der Dichtungen wird auf
die oben zitierte DE 102 00 579.6 verwiesen.
[0023] Der Rotor ist zweckmäßigerweise als Speichenrad mit einer Nabe und einer ringförmigen
Felge sowie typischerweise drei bis maximal sechs Speichen ausgebildet, welche Nabe
und Felge bzw. Felgenring miteinander verbinden, wobei der eigentliche Rotor, der
aus weichmagnetischem Material mit zahnartigen radialen Vorsprüngen besteht, sich
auf den Ring- bzw. Felgenbereich eines solchen Speichenrades beschränkt. Die Speichen
sollten einen Querschnitt haben, der den Durchtritt des Pumpmediums so wenig wie möglich
behindert, da sich die Speichen im Ansaugbereich und/oder im Ausstoßbereich des Pumpmediums
befinden.
[0024] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
und der dazugehörigen Figur.
[0025] Die einzige Figur zeigt einen axialen Längsschnitt durch eine bevorzugte Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe. Die insgesamt mit 10 bezeichnete Kreiselpumpe
besteht aus einem mehrteiligen Pumpengehäuse, welches im einzelnen aus einem Saugdeckel
1, einem Druckdeckel 2, einem ersten Motorgehäuse 3, einem zweiten Motorgehäuse 3'
sowie aus Pumpzellengehäusen 13 gebildet wird. Vor allem an den Motorgehäuseabschnitten
3 und 3' können zusätzlich Kühlrippen 25 vorgesehen sein. Die einzelnen Gehäuseabschnitte
sind über Dichtringe 6 bzw. 7 abgedichtet miteinander verbunden.
[0026] Das vorstehend beschriebene Pumpengehäuse definiert so einen Pumpraum 20, der einen
Ansaugbereich 26 und einen Ausstoßbereich bzw. Druckbereich 27 umfaßt, wobei der eigentliche
Pumpeffekt durch drei hintereinandergeschaltete Laufradzellen erzeugt wird, die durch
Trennwände 36 bzw. 35 und Gehäuseabschnitte 13 definiert werden. Der Ansaugstutzen
16 und der Druckstutzen 17 sind koaxial zu der gemeinsamen Achse 18 der Laufräder
4 und der Rotoren 5 angeordnet. Die erste Laufradzelle weist eine die Antriebswelle
19 ringförmig umgebende Einlaßöffnung 29 auf, stößt das Pumpmedium radial nach außen
aus, von wo es über Leitbleche 21 in die nächste Laufradzelle geleitet wird, welche
ebenfalls eine zentrale, ringförmige Einlaßöffnung aufweist.
[0027] Nach Durchlaufen einer dritten Laufradzelle gelangt das Pumpmedium entsprechend den
dargestellten Pfeilen in den Ausstoß- bzw. Druckbereich 27 und von dort durch den
Druckstutzen 17 nach außen bzw. in eine Druckleitung. Wie man erkennt, durchströmt
das Pumpmedium dabei sowohl im Ansaugbereich 26 als auch im Druckbereich 27 die Speichenräder
der beiden Rotoren 5 bzw. 5'. In der dargestellten Ausführungsform haben die Speichen
14 der Speichenräder einen kreisförmigen Querschnitt, sie könnten jedoch ebensogut
einen länglichen bzw. ovalen oder flachen Querschnitt haben und gegenüber der Achse
18 propellerartig angestellt sein. Die Rotoren 5 sind hier nur sehr schematisch wiedergegeben.
Die flachen, ausgesparten Balken 23, 24 repräsentieren weichmagnetische Elemente bzw.
Aussparungen zwischen diesen. Die in dem umgebenden Pumpengehäuse 3 dargestellten,
flachen, balkenförmigen Elemente 12, 22 repräsentieren den Raum für Statorwicklungen
bzw. für Magnetlagerungswicklungen.
[0028] Die radial äußere Umfangsfläche eines Rotors 5 wird durch einen etwas hervorstehenden,
umlaufenden Steg 9 gebildet, der auch in zwei oder mehrere schmalere Stege aufgeteilt
sein könnte und der als Notlager dient, für den Fall, daß es zu einer Berührung des
Rotors 5 mit der Innenwand des umgebenden Gehäuses 3 kommt. Ein ähnlicher Steg 9 ist
auch auf der axialen Außenseite der Rotoren 5 bzw. 5' vorgesehen, die ebenfalls entsprechenden
Innenflächen des Pumpgehäuses gegenüberliegen, jedoch unter normalen Betriebsbedingungen
in einem kleinen, aber im wesentlichen konstanten Abstand in der Größenordnung von
0,5 mm zu diesen Flächen gehalten werden.
[0029] Das radiale Spiel der Stege bzw. Nocken 9 an den Rotoren 5 bzw. 5' beträgt maximal
1 bis 2 mm. Ein entsprechendes radiales Spiel haben damit auch die Laufräder bzw.
Laufradschaufeln 4, die fest auf einer Welle 19 montiert sind, die ihrerseits fest
und starr mit der Nabe 15 des Rotors 5 verbunden ist. Der Rotor 5 und die Laufräder
4 drehen sich daher um eine gemeinsame Achse 18. Die Pumpzellen werden gebildet durch
Trennwände 35, 36, welche dazwischen ein von den Laufradschaufeln 4 überstrichenes
Volumen einschließen. Zentral um die Welle 19 herum weist die erste Laufradzelle eine
ringförmige Ansaugöffnung 29 auf. Das Medium wird durch die Laufradschaufeln 4 radial
nach außen in den Druckbereich 39 der betreffenden Laufradzelle geführt und wird von
dort über Leitbleche 21 wieder der nächstfolgenden, ringförmigen Ansaugöffnung einer
nächsten Laufradzelle zugeführt, etc., bis das Pumpmedium schließlich aus der letzten
Laufradzelle in den Druckraum 27 ausgestoßen wird.
[0030] Sowohl das durch den Ansaugstutzen 16 in den Ansaugbereich 20 eintretende Pumpmedium
als auch das im Druckbereich 27 und den entsprechenden Druckstutzen 17 austretende
Pumpmedium müssen jeweils zwischen den Speichen 14 der Rotoren 5 bzw. 5' hindurchtreten.
[0031] Der Querschnitt der Speichen ist hier als kreisrunder Querschnitt dargestellt, jedoch
kann dieser Querschnitt auch oval oder länglich-flach sein und generell so ausgestaltet
werden, daß er dem hindurchströmende Pumpmedium möglichst wenig Widerstand entgegensetzt
oder die Pumpströmung noch unterstützt. Zweckmäßigerweise hat jeder Rotor 5, 5' nur
drei oder vier entsprechende Speichen.
[0032] Die Laufräder 4 und die Rotoren 5, 5' sind über die Welle 19 fest miteinander verbunden,
wobei einzelne Wellenabschnitte jeweils über Dichtungen 8 mit den Naben 15 der Rotoren
5, 5' bzw. den Naben der Laufräder 4 verbunden sind. Diese Dichtungen 8 sind, ebenso
wie man es bei den Dichtungen 6 und 7 erkennt, Dichtringe, die mit einem erheblichen
Teil ihrer Umfangsfläche zum inneren Pumpraum hin offenliegen und somit gut von dem
Pumpmedium überspült werden.
[0033] Die Pumpe ist so aufgebaut, daß sie aus möglichst vielen gleichartigen Teilen besteht.
Beispielsweise sind der Saugdeckel 1 und der Druckdeckel 2 identische Bauteile, die
lediglich spiegelbildlich zueinander angeordnet sind. Auch die Pumpgehäuseabschnitte
3, 3', die gleichzeitig den Statorbereich der Reluktanzmotoren bilden, sind identisch
aufgebaut und lediglich spiegelbildlich zueinander angeordnet. Das gleiche gilt auch
für die Rotoren 5 einschließlich der zugehörigen Speichen 14 und Naben 22. Schließlich
sind auch die einzelnen Pumpzellengehäuse bzw. Druckdeckel 13 der verschiedenen Pumpzellen
identisch ausgebildet, das heißt sie weisen jeweils einen zylindrischen Gehäuseabschnitt
13 und eine sich radial nach innen erstreckende Trennwand 35 auf, die den Saugdeckel
der nächstfolgenden Laufradzelle bildet. Auf der Druckseite jeder der Laufradzellen
sind entsprechende Leitbleche 21 an der Trennwand 35 vorgesehen. Wie man erkennt,
sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel zwei identische Laufradzellen mit entsprechenden
identischen Gehäuseabschnitten 13 hintereinander angeordnet. Eine dritte Zelle besteht
nur noch aus einem Laufrad 4.
[0034] Die Gehäuseabschnitte 3, 3', welche die Statoren zu den Reluktanzmotoren bilden,
weisen außerdem noch Kühlrippen 25 auf.
[0035] Die axiale Anordnung des Saugstutzens 16 und des Druckstutzens 17 führt dazu, daß
die Laufräder keine effektive Belastung in einer radialen Richtung erfahren, so daß
es einfacher wird, die Rotoren 5, 5' in radialer Richtung magnetisch zu lagern.
[0036] Die axiale magnetische Lagerung ist von der radialen Lagerung unabhängig.
[0037] Wie man sieht, benötigt die Welle keinerlei Verbindung mehr zu einem außerhalb der
Pumpe liegenden Antrieb und es sind keinerlei Gleitdichtungen oder andere Dichtungstypen
vorgesehen, an denen sich ein Teil des Pumpmediums festsetzen könnte. Unabhängig hiervon
könnten statt einer magnetischen Lagerung auch ein oder zwei stationäre Gleitdichtlager
für die Welle 19 vorgesehen werden.
1. Kreiselpumpe (10) mit einem Pumpengehäuse, welches einen Pumpraum (20) umfaßt, der
einen Ansaugbereich (26) und einen Ausstoßbereich (27) aufweist, mit mindestens einem
Laufrad (4), welches innerhalb des Pumpraumes (20) um eine Laufradachse (18) drehbar
gelagert ist, und mit einem Laufradantrieb, wobei der Laufradantrieb aus mindestens
einem Reluktanzmotor (3, 5) besteht, wobei der elektrisch kontaktlose Rotor (5) im
Inneren des Pumpraumes (20) magnetisch gelagert ist und dessen Stator an oder in dem
den Rotor umgebenden Gehäuseabschnitt (3) der Pumpe (10) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwei axial beabstandete Reluktanzmotoren mit je einem Rotor vorgesehen sind, die
axial jeweils vor und hinter einem Laufrad oder einer Laufradgruppe angeordnet sind.
2. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor (5) sowohl in radialer als auch in axialer Richtung in dem Pumpraum berührungsfrei
magnetisch gelagert ist.
3. Kreiselpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das mindestens eine Laufrad (4) direkt mit dem Rotor (5) gekoppelt ist.
4. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor im wesentlichen aus einem glatten und mit einer zentralen Antriebswelle
verbundenen Ring besteht, wobei Zwischenräume zwischen radialen Rotorvorsprüngen durch
nicht magnetisches Material ausgefüllt oder durch eine Rotorumhüllung abgedeckt sind.
5. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor auf seinen den Innenwänden des Pumpengehäuses zugewandten Flächen geringfügig
über die Rotoroberfläche vorstehende Gleitnocken aufweist.
6. Kreiselpumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitnocken als ringförmig umlaufende Stege entlang der äußeren Umfangsoberfläche
und/oder entlang einer axialen Stirnfläche des Rotors vorgesehen sind.
7. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor als Speichenrad ausgebildet ist.
8. Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß je ein Rotor im Ansaugbereich und im Auslaßbereich des Pumpenraumes vorgesehen ist.
9. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Laufräder in axial hintereinandergeschalteten Pumpzellen innerhalb des Pumpraumes
angeordnet sind.
10. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Reluktanzmotor ein Vierpolmotor ist und von den Polwicklungen unabhängige Wicklungen
für eine magnetische Lagerung aufweist.
11. Kreiselpumpe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen in dem den bzw. die Rotoren unmittelbar umgebenden Wandbereichen des
Pumpengehäuses vorgesehen sind.
12. Kreiselpumpe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen in Aussparungen in der Wand des Pumpengehäuses vorgesehen sind.
13. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotoroberfläche oder zumindest die auf der Rotoroberfläche vorgesehenen Gleitnocken
aus einem Material bestehen, welches mit der Innenwand des Pumpengehäuses eine geringe
Gleitreibung aufweist.
14. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Rotor in dem Pumpengehäuse ein maximales radiales Spiel von 1 bis 2 mm und ein
maximales axiales Spiel von 0,5 bis 1 mm aufweist.
15. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe zum Pumpenraum hin offene und gut zugängliche Dichtungen ohne enge Dichtspalte
aufweist.
16. Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sie als Axialpumpe mit einem koaxial angeordneten Pumpeneinlaß und einem ebenfalls
koaxial angeordneten Pumpenauslaß ausgebildet ist.
1. A centrifugal pump (10) comprising a pump housing which includes a pump chamber (20)
which has a suction intake region (26) and a discharge region (27), at least one impeller
(4) which is mounted rotatably within the pump chamber (20) about an impeller axis
(18), and an impeller drive, wherein the impeller drive comprises at least one reluctance
motor (3, 5), wherein the electrically contact-less rotor (5) is supported magnetically
in the interior of the pump chamber (20) and its stator is arranged at or in the housing
portion (3) of the pump (10), which surrounds the rotor, characterised in that there are provided two axially spaced reluctance motors with a respective rotor,
which are arranged axially respectively in front of and behind an impeller or an impeller
group.
2. A centrifugal pump according to claim 1 characterised in that the rotor (5) is magnetically supported in contact-free relationship in the pump
chamber both in the radial direction and also in the axial direction.
3. A centrifugal pump according to claim 1 or claim 2 characterised in that the at least one impeller (4) is coupled directly to the rotor (5).
4. A centrifugal pump according to one of claims 1 to 3 characterised in that the rotor substantially comprises a smooth ring connected to a central drive shaft,
wherein intermediate spaces between radial rotor projections are filled by non-magnetic
material or are covered by a rotor casing.
5. A centrifugal pump according to one of claims 1 to 4 characterised in that the rotor has sliding projections which protrude slightly beyond the rotor surface
on its faces which are towards the inside walls of the pump housing.
6. A centrifugal pump according to claim 5 characterised in that the sliding projections are provided in the form of annularly peripherally extending
limbs along the outside peripheral surface and/or along an axial end face of the rotor.
7. A centrifugal pump according to one of claims 1 to 6 characterised in that the rotor is in the form of a spoked wheel.
8. A centrifugal pump according to claim 1 characterised in that a respective rotor is provided in the suction intake region and in the outlet region
of the pump chamber.
9. A centrifugal pump according to one of claims 1 to 8 characterised in that a plurality of impellers are arranged in axially successively connected pump cells
within the pump chamber.
10. A centrifugal pump according to one of claims 1 to 9 characterised in that the reluctance motor is a four-pole motor and has windings which are independent
of the pole windings for a magnetic support means.
11. A centrifugal pump according to claim 10 characterised in that the windings are provided in the wall regions of the pump housing, which immediately
surround the rotor or rotors.
12. A centrifugal pump according to claim 11 characterised in that the windings are provided in recesses in the wall of the pump housing.
13. A centrifugal pump according to one of claims 1 to 12 characterised in that the rotor surface or at least the sliding projections provided on the rotor surface
comprise a material which has a low level of sliding friction with the inside wall
of the pump housing.
14. A centrifugal pump according to one of claims 1 to 13 characterised in that the rotor has a maximum radial clearance of 1 to 2 mm and a maximum axial clearance
of 0.5 to 1 mm in the pump housing.
15. A centrifugal pump according to one of claims 1 to 14 characterised in that the pump has seals which are readily accessible and open towards the pump chamber
without narrow sealing gaps.
16. A centrifugal pump according to one of claims 1 to 15 characterised in that it is in the form of an axial pump with a coaxially arranged pump inlet and an also
coaxially arranged pump outlet.
1. Pompe centrifuge (10) comprenant un boîtier de pompe qui délimite un espace de pompage
(20) qui comporte une zone d'aspiration (26) et une zone d'éjection (27), au moins
une roue mobile (4) qui est montée à l'intérieur de l'espace de pompage (20) de façon
à pouvoir tourner autour d'un axe de roue mobile (18), et un dispositif d'entraînement
de roue mobile, le dispositif d'entraînement de roue mobile étant constitué d'au moins
un moteur à réluctance (3, 5) dont le rotor sans contact électrique (5) est monté
de façon magnétique à l'intérieur de l'espace de pompage (20) et le stator est disposé
sur ou dans la portion de boîtier (3) de la pompe (10) qui entoure le rotor, caractérisée en ce que deux moteurs à réluctance distants axialement sont dotés chacun d'un rotor, lesquels
rotors sont disposés axialement en avant et en arrière d'une roue mobile ou d'un groupe
de roues mobiles.
2. Pompe centrifuge selon la revendication 1, caractérisée en ce que le rotor (5) est monté de façon magnétique sans contact dans l'espace de pompage
aussi bien dans une direction axiale que dans une direction radiale.
3. Pompe centrifuge selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'une roue mobile (4) au moins est couplée directement au rotor (5).
4. Pompe centrifuge selon la revendication 1 à 3, caractérisée en ce que le rotor est essentiellement constitué d'une bague lisse reliée à un arbre d'entraînement
central, les espaces intermédiaires entre des saillies radiales de rotor étant remplis
de matériau amagnétique ou étant recouverts par une enveloppe de rotor.
5. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le rotor comporte sur ses faces dirigées vers les parois intérieures du boîtier de
pompe des cames de glissement saillant légèrement au-dessus de la surface de rotor.
6. Pompe centrifuge selon la revendication 5, caractérisée en ce que les cames de glissement sont prévues sous la forme de nervures annulaires s'étendant
le long de la surface périphérique extérieure et/ou le long de la surface frontale
axiale du rotor.
7. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le rotor est conformé en roue à rayons.
8. Pompe centrifuge selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un rotor est prévu dans la zone d'aspiration et dans la zone d'éjection de l'espace
de pompage.
9. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que plusieurs roues mobiles sont disposées dans des cellules de pompage montées les unes
derrière les autres à l'intérieur de l'espace de pompage.
10. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le moteur à réluctance est un moteur quadripolaire et comporte des enroulements qui
sont indépendants des enroulements polaires et qui sont destinés à un montage magnétique.
11. Pompe centrifuge selon la revendication 10, caractérisée en ce que les enroulements sont prévus dans les régions de la paroi du boîtier de pompe qui
entourent le rotor ou les rotors.
12. Pompe centrifuge selon la revendication 11, caractérisée en ce que les enroulements sont prévus dans des évidements ménagés dans la paroi du boîtier
de pompe.
13. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que la surface du rotor ou au moins les cames de glissement prévues sur la surface du
rotor sont en un matériau qui présente une faible friction avec la paroi intérieure
du boîtier de pompe.
14. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que le rotor dans le boîtier de pompe présente un jeu radial maximum de 1 à 2 mm et un
jeu axial maximum de 0,5 à 1 mm.
15. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que la pompe comporte des garnitures d'étanchéité bien accessibles, ouvertes vers l'espace
de pompage et ne comportant aucun interstice d'étanchéité.
16. Pompe centrifuge selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce qu'elle est conformée en pompe axiale comportant une entrée de pompe disposée coaxialement
et une sortie de pompe également disposée coaxialement.