[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder für die Datentechnik, insbesondere
eine RJ45-Buchse, mit mehreren in wenigstens drei Kontaktpaaren angeordneten Kontakten,
die jeweils einen Anschlussabschnitt, einen Kontaktabschnitt für den Eingriff mit
Kontakten eines weiteren elektrischen Steckverbinders und einen Leiterabschnitt aufweisen,
der den Anschlussabschnitt mit dem Kontaktabschnitt verbindet, wobei die Kontaktabschnitte
in zueinander parallelen ersten Ebenen angeordnet sind, alle Leiterabschnitte wenigstens
abschnittsweise parallel zueinander und in einer gemeinsamen zweiten Ebene verlaufen,
die Leiterabschnitte und die Kontaktabschnitte jedes Kontakts in einem Winkel zueinander
angeordnet sind und alle Kontakte im Übergangsbereich zwischen Leiterabschnitt und
Kontaktbereich gleichsinnig gebogen sind.
[0002] Aus der US-Patentschrift US 5,647,770 ist ein Einsatz für eine RJ45-Buchse bekannt,
bei dem die Kontakte eines Kontaktpaares in einer horizontalen Richtung gesehen überkreuzt
sind. Die Kontakte weisen jeweils Anschlussabschnitte zum Anschließen von Anschlusskabeln,
Kontaktabschnitte für den Eingriff mit Kontaktabschnitten eines passenden Steckers
und einen Leiterabschnitt, der die Anschlussabschnitte mit den Kontaktabschnitten
verbindet, auf. Die Kontaktabschnitte sind in zueinander parallelen ersten Ebenen
angeordnet. Am Übergang der Leiterabschnitte in die Kontaktabschnitte ist eine Biegung
vorgesehen, durch die die Kontaktabschnitte in einem Winkel von etwa 45° zu den Leiterabschnitten
stehen. In horizontaler Richtung, parallel zu den ersten parallelen Ebenen der Kontaktabschnitte
gesehen, ist die Überkreuzung der Kontakte des Kontaktpaares symmetrisch ausgebildet.
In der vertikalen Richtung, senkrecht zu den parallelen ersten Ebenen gesehen, sind
die überkreuzten Kontakte in unterschiedlichen Ebenen angeordnet, so dass sich die
Leiterabschnitte in der vertikalen Richtung gesehen nicht überlappen.
[0003] Aus der US-Patentschrift 5,399,107 ist ein Einsatz für eine RJ45-Buchse bekannt,
bei dem ein Übersprechen bei hohen Frequenzen durch Vergrößern des Abstandes und zusätzliches
dielektrisches Material zwischen den einzelnen Kontakten verringert werden soll. Hierzu
sind die Leiterabschnitte benachbarter Kontakte in verschiedenen zueinander parallelen
Ebenen angeordnet und die Leiterabschnitte verlaufen in Führungssnuten aus dielektrischem
Material.
[0004] Aus der US-Patentschrift US 5,779,503 ist ein Einsatz für eine RJ45-Buchse bekannt,
bei der insgesamt vier Kontaktpaare vorgesehen sind, wobei die Kontakte von drei Kontaktpaaren
überkreuzt sind. Die Überkreuzung ist in den Übergangsbereich zwischen Leiterabschnitten
und Kontaktabschnitten der Kontakte gelegt. Alle drei Überkreuzungen sind identisch
und symmetrisch ausgebildet. Die Kontaktabschnitte liegen in zueinander parallelen
ersten Ebenen und sämtlich in einer gemeinsamen zu den parallelen Ebenen senkrechten
Ebene. Zu den ebenfalls in einer gemeinsamen zweiten Ebene angeordneten Leiterabschnitten
sind die Kontaktabschnitte in einem Winkel von etwa 45° angeordnet. Die in einem Übergangsbereich
zwischen Leiterabschnitten und Kontaktabschnitten liegenden Überkreuzungen sind einseitig
an einem Kunststoffeinsatz gehalten.
[0005] Aus der deutschen Patentschrift DE 198 22 630 C1 ist ein Einsatz für eine RJ45-Buchse
bekannt, bei der die Kontakte eines Kontaktpaares überkreuzt sind. Die Kontakte weisen
jeweils Anschlussabschnitte, Leiterabschnitte und Kontaktabschnitte auf. Die Kontaktabschnitte
liegen in zueinander parallelen ersten Ebenen und die Leiterabschnitte wenigstens
abschnittsweise in einer gemeinsamen zweiten Ebene. Die Übergänge zwischen Leiterabschnitten
und Kontaktabschnitten sind zwischen unterschiedlichen Kontaktpaaren gegensinnig gebogen.
[0006] Aus der US-Patentschrift 5,911,602 ist ein weiterer Einsatz für eine RJ 45-Buchse
bekannt, bei der gemäß Fig. 9 zwei unterschiedliche Gestaltungen von Kontakten, entsprechend
zwei unterschiedlichen Kontaktausbildungen, vorgesehen sind. Die Leiterabschnitte
verlaufen in einer gemeinsamen zweiten Ebene und zwischen Kontaktabschnitten und Leiterabschnitten
ist jeweils ein Übergangsbereich angeordnet, der bei den beiden unterschiedlichen
Kontaktausbildungen unterschiedlich ausgebildet ist. Bei der ersten Kontaktausbildung
weist der Übergangsbereich eine erste Abwinklung um 90° und eine darauffolgende zweite
Abwinklung um etwa 45° auf. Bei der zweiten Kontaktausbildung weist der Übergangsbereich
eine erste Abwinklung um etwa 135° auf, die von einer Abwinklung in die Gegenrichtung
um etwa 45° und schließlich von einer weiteren Abwinklung um etwa 50° gefolgt ist.
Insgesamt sind bei dieser Ausführungsform lediglich zwei verschiedene Kontaktausbildungen
vorgesehen. Die beiden unterschiedlichen Kontaktausbildungen kommen innerhalb eines
Kontaktpaares zur Anwendung.
[0007] Die internationale Patentveröffentlichung WO 97/19499 zeigt einen Einsatz für eine
RJ 45-Buchse, bei der insgesamt zwei unterschiedliche Kontaktausbildungen vorgesehen
sind. Innerhalb eines Kontaktpaares wird die gleiche Kontaktausbildung verwendet.
Die zwei unterschiedlichen Kontaktausbildungen werden dadurch erreicht, dass die Leiterabschnitte
der Kontakte eines Kontaktpaares nicht mit den übrigen Leiterabschnitten in einer
gemeinsamen Ebene verlaufen. Bei diesen beiden Leiterabschnitten ist der Übergangsabschnitt
zwischen Leiterabschnitt und Kontaktabschnitt infolgedessen unterschiedlich ausgeführt,
um die Kontaktabschnitte in einer weiteren gemeinsamen Ebene anzuordnen.
Aus der europäischen Offenlegungsschrift EP 0 955 703 A2 ist ein Einsatz für eine
RJ 45-Buchse bekannt, bei der zwei unterschiedliche Kontaktausbildungen vorgesehen
sind. Innerhalb eines Kontaktpaares werden zwei unterschiedliche Kontaktausbildungen
verwendet. Die Leiterabschnitte aller Kontakte verlaufen in einer gemeinsamen Ebene.
Die beiden unterschiedlichen Kontaktausbildungen werden dadurch realisiert, dass ein
Übergangsbereich zwischen den Leiterabschnitten und den Kontaktabschnitten in einer
Richtung parallel zu den Leiterabschnitten versetzt ist.
[0008] Aus der US-Patentschrift 6,217,392 B1 ist ein Einsatz für eine RJ 45-Buchse bekannt,
bei der die Kontakte in einem Bereich, in dem der Abstand der Kontakte untereinander
wenigstens teilweise vergrößert ist, in einen Kunststoffblock eingebettet sind. Eine
Überkreuzung von Kontakten ist nicht vorgesehen.
[0009] Mit der Erfindung soll ein elektrischer Steckverbinder für die Datentechnik geschaffen
werden, bei dem bei einfachem Aufbau ein Übersprechen zwischen Kontaktpaaren auch
bei hohen Übertragungsfrequenzen verringert ist.
[0010] Erfindungsgemäß ist hierzu ein elektrischer Steckverbinder für die Datentechnik,
insbesondere eine RJ45-Buchse, mit mehreren, in wenigstens drei Kontaktpaaren angeordneten
Kontakten vorgesehen, die jeweils einen Anschlussabschnitt, einen Kontaktabschnitt
für den Eingriff mit Kontakten eines weiteren elektrischen Steckverbinders und einen
Leiterabschnitt aufweisen, der den Anschlussabschnitt mit dem Kontaktabschnitt verbindet,
wobei die Kontaktabschnitte in zueinander parallelen ersten Ebenen angeordnet sind,
alle Leiterabschnitte wenigstens abschnittsweise parallel zueinander und in einer
gemeinsamen zweiten Ebene verlaufen, die Leiterabschnitte und die Kontaktabschnitte
jedes Kontaktes in einem Winkel zueinander angeordnet sind und alle Kontakte im Übergangsbereich
zwischen Leiterabschnitt und Kontaktbereich gleichsinnig gebogen sind, bei dem die
Kontakte bei wenigstens zwei unterschiedlichen Kontaktpaaren unterschiedlich ausgeführt
sind, wobei die Übergangsbereiche von Kontakten bei wenigstens zwei unterschiedlichen
Kontaktpaaren zwischen Leiterabschnitt und Kontaktabschnitt in den jeweiligen ersten
Ebenen einen voneinander verschiedenen Verlauf aufweisen und bei dem die Übergangsbereiche
von Kontakten bei wenigstens zwei unterschiedlichen Kontaktpaaren in einer Richtung
parallel zu den Leiterabschnitten voneinander beabstandet sind.
[0011] Indem die Kontakte von wenigstens zwei Kontaktpaaren unterschiedlich ausgebildet
sind, wird eine deutliche Verbesserung des Übersprechverhaltens erzielt. Indem die
Übergangsbereiche von wenigstens zwei Kontaktpaaren einen unterschiedlichen Verlauf
aufweisen, fluchten die Übergangsbereiche unterschiedlicher Kontaktpaare zwischen
Kontaktabschnitten und Leiterabschnitten nicht zueinander, wodurch ein Nahnebensprechen
zwischen Kontaktpaaren verringert wird. Durch die gleichsinnige Biegung aller Übergangsbereiche
und die abschnittsweise Anordnung aller Leiterabschnitte in einer gemeinsamen Ebene
wird dennoch eine maßgenau und kostengünstig zu fertigende Anordnung erreicht. Weiterhin
sind die Übergangsbereiche von wenigstens zwei unterschiedlichen Kontaktpaaren in
einer Richtung parallel zu den Leiterabschnitten und in der gemeinsamen Ebene liegend
von einander beabstandet. Auch durch diese Maßnahmen wird verhindert, dass die Übergangsbereiche
zwischen Leiterabschnitten und Kontaktabschnitten unterschiedlicher Kontaktpaare zueinander
fluchten, wodurch das Übersprechen zwischen Kontaktpaaren verringert werden kann.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung sind drei unterschiedliche Kontaktausbildungen
bei drei unterschiedlichen Kontaktpaaren vorgesehen, wobei dann die Übergangsbereiche
bei drei Kontaktpaaren in einer Richtung parallel zu den Leiterabschnitten voneinander
beabstandet sind und/oder die Übergangsbereiche bei drei Kontaktpaaren einen unterschiedlichen
Verlauf aufweisen.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung sind die Kontakte eines Kontaktpaares bei wenigstens
drei Kontaktpaaren überkreuzt, wobei zwischen verschiedenen Kontaktpaaren wenigstens
zwei unterschiedliche Überkreuzungswinkel gewählt sind.
[0013] Auch durch diese Maßnahmen wird das Übersprechverhalten des elektrischen Steckverbinders
gerade bei hohen Übertragungsfrequenzen verbessert.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung sind die Kontaktabschnitte unterschiedlicher Kontaktpaare
bei eingestecktem, passenden Steckverbinder nicht in einer gemeinsamen Ebene liegend
angeordnet sind.
[0015] Durch diese Maßnahmen verlaufen die Kontaktabschnitte unterschiedlicher Kontaktpaare
sowohl im entspannten Zustand als auch im Zustand mit einem in die RJ45-Buchse eingesteckten
Stecker nicht fluchtend zueinander, wodurch das Übersprechverhalten positiv beeinflusst
wird.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung sind die Kontakte in einem Kunststoffeinsatz durch
Einbetten wenigstens der Überkreuzungen von Kontakten fixiert.
[0017] Auf diese Weise können die Kontakte sicher fixiert werden. Im Bereich der Überkreuzungen
werden Abstände der Kontakte zueinander exakt eingehalten und verändern sich durch
die Einbettung auch über die Lebensdauer des elektrischen Steckverbinders nicht. Insbesondere
werden die vorbestimmten Abstände eingehalten, auch wenn die Kontaktabschnitte durch
Einschieben eines passenden Steckverbinders einfedern. Beispielsweise können die Kontakte
im Bereich der Überkreuzungen umspritzt sein. Das Umspritzen der Kontakte erfolgt
vorteilhafterweise während der Herstellung des Kunststoffeinsatzes im selben Arbeitsgang.
[0018] In Weiterbildung der Erfindung ist der Kunststoffeinsatz mit den Kontakten in ein
Gehäuse einschiebbar ausgebildet, wobei der Kunststoffeinsatz und/oder das Gehäuse
wenigstens ein Rastelement zum Fixieren des Kunststoffeinsatzes in einer vorbestimmten
Position in dem Gehäuse aufweisen.
[0019] Durch diese Maßnahme kann der Kunststoffeinsatz einfach in ein Kunststoffgehäuse
montiert werden und dabei sicher an diesem befestigt werden.
[0020] In Weiterbindung der Erfindung sind die Rastelelemente im Bereich einer Führungsschiene
oder Führungsnut an dem Kunststoffeinsatz angeordnet.
[0021] Dadurch ist die passgenaue Montage des elektrischen Steckverbinders weiter erleichtert.
[0022] Das der Erfindung zugrundeliegende Problem wird auch durch einen Kunststoffeinsatz
mit Kontakten für einen elektrischen Steckverbinder gemäß der Erfindung gelöst.
[0023] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der
folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung in Zusammenhang
mit den Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht von Kontakten für eine RJ45-Buchse gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Ansicht von unten der Kontakte der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Ansicht von vorne der Kontakte der Fig. 1,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht von schräg unten der Kontakte der Fig. 1,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines Kunststoffeinsatzes mit den Kontakten der Fig.
1,
- Fig. 6
- eine Ansicht von oben des Kunststoffeinsatzes der Fig. 5 und
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines Kunststoffeinsatzes für einen elektrischen Steckverbinder
gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung.
[0024] In den Darstellungen der Fig. 1 bis 4 sind insgesamt acht Kontakte 1 bis 8 zu erkennen.
Dabei bilden die Kontakte 1 und 2, die Kontakte 3 und 6, die Kontakte 4 und 5 sowie
die Kontakte 7 und 8 jeweils ein Kontaktpaar.
[0025] Jeder Kontakt 1 bis 8 weist einen Anschlussabschnitt 10 zum Anschließen von Anschlusskabeln
oder zum Verbinden mit einer Leiterplatte, einen Kontaktabschnitt 12 für den Eingriff
mit Kontakten eines passenden RJ45-Steckers sowie einen Leiterabschnitt 14 auf, der
den jeweiligen Anschlussabschnitt 10 und den jeweiligen Kontaktabschnitt 12 miteinander
verbindet. Wie in der Fig. 1 zu erkennen ist, stehen die Kontaktabschnitte 12 in einem
Winkel von etwa 45° zu den Leiterabschnitten 14. Am Übergang zwischen einem Leiterabschnitt
14 und einem Anschlussabschnitt 10 sind die Kontakte jeweils abgekröpft, wobei die
Kontakte abwechselnd nach oben oder unten abgekröpft sind. Beispielsweise ist in der
Darstellung der Fig. 1 der Kontakt 1 nach oben abgekröpft, wohin gegen der Kontakt
2 nach unten abgekröpft ist. Dadurch wird der Abstand zwischen den jeweiligen Anschlussabschnitten
10 vergrößert, so dass eine Wechselwirkung zwischen den Kontakten im Anschlussbereich
verringert wird und auf die zueinander parallel laufenden Abschnitte der Kontakte
beschränkt bleibt. In der gezeigten Ausführungsform sind mehrere Kontakte miteinander
überkreuzt, nämlich die Kontakte 1 und 2 des ersten Kontaktpaares, die Kontakte 4
und 5 des dritten Kontaktpaares und die Kontakte 7 und 8 des vierten Kontaktpaares.
[0026] In Fig. 2 und 3 ist zu erkennen, dass alle Kontaktabschnitte 12 in zueinander parallelen
ersten Ebenen verlaufen. In Fig. 1 ist zu erkennen, dass alle Leiterabschnitte 14
abschnittsweise in einer gemeinsamen zweiten Ebene verlaufen.
[0027] Wie in der Ansicht von unten in Fig. 2 zu erkennen ist, verlaufen im Bereich der
Überkreuzungen der Kontakte keine zwei Kontakte parallel. In einer Richtung senkrecht
zu der gemeinsamen zweiten Ebene gesehen, in der alle Leiterabschnitte abschnittsweise
parallel zueinander verlaufen, nehmen somit alle Leiterabschnitte im Überkreuzungsbereich
eine unterschiedliche Winkellage ein. So ist die Überkreuzung der Kontakte 4 und 5
mit einem anderen Winkel ausgeführt als die Überkreuzungen der Kontakte 1 und 2 bzw.
7 und 8, so dass zwei unterschiedliche Überkreuzungswinkel vorliegen. Die Überkreuzungen
der Kontakte 1 und 2 bzw. der Kontakte 7 und 8 sind darüber hinaus unsymmetrisch,
d.h. weder punkt- noch achssymmetrisch ausgebildet. Darüber hinaus weisen auch die
Abkröpfungen der Kontakte 3 und 6 eine andere Winkellage als alle anderen Leiterabschnitte
in diesem Bereich auf.
[0028] Den Darstellungen der Fig. 1 und 2 ist darüber hinaus zu entnehmen, dass die Übergangsbereiche
zwischen den Leiterabschnitten 14 und den Kontaktabschnitten 12 zwischen unterschiedlichen
Kontaktpaaren unterschiedlich ausgebildet sind und diese Übergangsbereiche zwischen
unterschiedlichen Kontaktpaaren darüber hinaus versetzt angeordnet sind. So sind in
einer Richtung parallel zu den Leiterabschnitten 14 und in der gemeinsamen Ebene der
Leiterabschnitte 14 liegend die Übergangsbereiche der Kontakte 3 und 6 des zweiten
Kontaktpaares von den Übergangsbereichen der Kontakte 1 und 2 des ersten Kontaktpaares
und den Übergangsbereichen der Kontakte 7 und 8 des vierten Kontaktpaares sowie von
den Übergangsbereichen der Kontakte 4 und 5 des dritten Kontaktpaares beabstandet.
Da auch die Übergangsbereiche der Kontakte 1 und 2 des ersten Kontaktpaares und die
Übergangsbereiche der Kontakte 7 und 8 des vierten Kontaktpaares in dieser Richtung
von den Übergangsbereichen der Kontakte 4 und 5 des dritten Kontaktpaares beabstandet
sind, fluchten die Übergangsbereiche des ersten, zweiten und dritten Kontaktpaares
in der Ansicht der Fig. 1 nicht miteinander. In der Ansicht der Fig. 1 fluchten lediglich
die Übergangsbereiche des ersten und des vierten Kontaktpaares miteinander.
[0029] Wie in der Darstellung der Fig. 1 weiterhin zu erkennen ist, sind die Übergangsbereiche
des ersten bzw. vierten und des zweiten und dritten Kontaktpaares unterschiedlich
gestaltet. So ist der Übergangsbereich der Kontakte 4 und 5 des dritten Kontaktpaares
vergleichsweise spitzwinkelig ausgeführt. Demgegenüber weisen die Übergangsbereiche
der Kontakte 1 und 2 sowie der Kontakte 7 und 8 einen abgerundeteren Verlauf auf.
Einen noch größeren Krümmungsradius weisen die Übergangsbereiche der Kontakte 3 und
6 auf.
[0030] Wie in der Darstellung der Fig. 1 weiter zu erkennen ist, liegen die Kontaktabschnitte
12 der Kontakte 1, 2 bzw. 7, 8 und die Kontaktabschnitte der Kontakte 3 bis 6 nicht
in einer gemeinsamen Ebene. Dies ist durch die vorstehend beschriebene, unterschiedliche
Lage und Gestaltung der Übergangsbereiche der einzelnen Kontaktpaare bedingt. Wie
zu erkennen ist, gilt dies in der in Fig. 1 dargestellten entspannten Lage der Kontakte
1 bis 8. Aufgrund der versetzten Anordnung der Übergangsbereiche der einzelnen Kontakte
1 bis 8 gilt dies aber auch im gespannten Zustand der Kontakte 1 bis 8, wenn die Kontaktbereiche
12 von Kontakten eines passenden RJ45-Steckers niedergedrückt sind. Indem die Kontaktbereiche
der Kontaktpaare auch im gespannten Zustand nicht miteinander fluchten, wird das Übersprechverhalten
positiv beeinflusst.
[0031] Wie den Fig. 1 bis 4 zu entnehmen ist, sind die Kontakte bei allen vier Kontaktpaaren
unterschiedlich ausgebildet. Innerhalb jedes Kontaktpaars sind die Kontakte ebenfalls
unterschiedlich ausgebildet. Die Kontakte 1 und 8, 2 und 7 sowie 3 und 6 sind symmetrisch
zu einer Mittelebene ausgebildet.
[0032] In der Darstellung in Fig. 5 sind die Kontakte 1 bis 8 in einem Kunststoffeinsatz
20 angeordnet. Die Kontakte 1 bis 8 werden bei der Herstellung des Kunststoffeinsatzes
20 umspritzt und dadurch abschnittsweise in diesen eingebettet. Wie in der Darstellung
der Fig. 5 zu erkennen ist, sind die Leiterabschnitte 14 der einzelnen Kontakte dabei
im Bereich der Überkreuzungen sowie auch in einem weiteren Bereich der Leiterabschnitte
14 umspritzt. Dadurch sind die Kontakte 1 bis 8 sicher und unverrückbar in dem Kunststoffeinsatz
20 fixiert. Der Kunststoffeinsatz 20 kann in ein Gehäuse eingeschoben werden, das
eine für einen RJ45-Stecker passende Ausnehmung aufweist.
[0033] Der Darstellung der Fig. 5 ist zu entnehmen, dass die Leiterabschnitte der einzelnen
Kontakte 1 bis 8 im wesentlichen bis zu dem Übergangsbereich, an den die Leiterabschnitte
in die Kontaktabschnitte 12 übergehen, in den Kunststoffeinsatz 20 eingespritzt sind.
Dadurch liegen die nahe dem Übergangsbereich angeordneten Überkreuzungen der Leiterabschnitte
14 fest im Kunststoffeinsatz 20 und beim Einfedern der Kontaktabschnitte 12 bleiben
die Überkreuzungen selbst in Ruhe, so dass sich der ohnehin nur geringe Abstand im
Bereich der Überkreuzungen nicht weiter verringern kann.
Um den Kunststoffeinsatz 20 sicher und passgenau in ein Gehäuse einführen zu können,
ist dieser an beiden Seiten jeweils mit einer Führungsleiste 22 versehen. Die Führungsleisten
22 greifen in passende Führungsnuten in einem in der Fig. 6 gestrichelt angedeuteten
Gehäuse 30 ein und sind jeweils mit einer Rastnase 24 versehen. Mittels der Rastnase
24, die in eine passende Ausnehmung in dem Gehäuse 30 eingreift, kann der Kunststoffeinsatz
20 mit den Kontakten 1 bis 8 sicher in dem Gehäuse arretiert werden.
[0034] In der Draufsicht der Fig. 6 auf den Kunststoffeinsatz 20 der Fig. 5 sind die beiden
Führungsschienen 22 sowie die Rastnasen 24 gut zu erkennen, die in passende Nuten
bzw. Ausnehmungen in dem Gehäuse 30 eingreifen. Ebenfalls gut zu erkennen ist, dass
die Leiterabschnitte 14 bis unmittelbar an den Übergangsbereich zu den Kontaktabschnitten
12 in das Kunststoffmaterial des Kunststoffeinsatzes 20 eingebettet sind. Hierzu weist
der Kunststoffeinsatz 20 beispielsweise eine Nase 26 auf, die sich bis über den Überkreuzungsbereich
der Kontakte 4 und 5 erstreckt. In Einschubrichtung eines passenden Steckers gesehen
rechts und links der Nase 26 ist der Kunststoffeinsatz zurückgenommen, um auch die
Kontakte 3 und 6 lediglich bis zu deren Überkreuzungsbereich einzubetten. Zwei Vorsprünge
28 sind an dem Kunststoffeinsatz 20 vorgesehen, um die Kontakte 1 und 2 bzw. 7 und
8 bis zu deren Übergangsbereich einzubetten.
[0035] In der Darstellung der Fig. 7 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
bei der gegenüber der in den Fig. 1 bis 6 dargestellten Ausführungsform aber lediglich
die Anschlussabschnitte 10 der einzelnen Kontakte abgewinkelt sind. Dadurch kann eine
Einschubrichtung eines RJ45-Steckers in die RJ45-Buchse der Fig. 7 beispielsweise
schräg zu einer Platine verlaufen, in die die Anschlussabschnitte 10 eingelötet sind.
Neben der in der Fig. 7 gezeigten Winkelstellung können die Anschlussabschnitte 10
jede beliebige Winkelstellung einnehmen und beispielsweise um 90° abgewinkelt sein,
um eine Einschubrichtung parallel zu einer Platine zu erreichen.
1. Elektrischer Steckverbinder für die Datentechnik, insbesondere RJ45-Buchse, mit mehreren
in Kontaktpaaren angeordneten Kontakten, die jeweils einen Anschlussabschnitt, einen
Kontaktabschnitt für den Eingriff mit Kontakten eines weiteren elektrischen Steckverbinders
und einen Leiterabschnitt aufweisen, der den Anschlussabschnitt mit dem Kontaktabschnitt
verbindet, wobei die Kontaktabschnitte in zueinander parallelen ersten Ebenen angeordnet
sind, alle Leiterabschnitte wenigstens abschnittsweise parallel zueinander und in
einer gemeinsamen zweiten Ebene verlaufen, die Leiterabschnitte und die Kontaktabschnitte
jedes Kontaktes in einem Winkel zueinander angeordnet sind und alle Kontakte im Übergangsbereich
zwischen Leiterabschnitt und Kontaktbereich gleichsinnig gebogen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsbereiche von Kontakten bei wenigstens zwei unterschiedlichen Kontaktpaaren
zwischen Leiterabschnitt und Kontaktabschnitt in den jeweiligen parallelen ersten
Ebenen einen unterschiedlichen Verlauf aufweisen und die Übergangsbereiche von wenigstens
zwei unterschiedlichen Kontaktpaaren in einer Richtung parallel zu den Leiterabschnitten
und in der gemeinsamen zweiten Ebene liegend voneinander beabstandet sind.
2. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsbereiche von Kontakten bei wenigstens drei unterschiedlichen Kontaktpaaren
zwischen Leiterabschnitt und Kontaktabschnitt in den jeweiligen parallelen ersten
Ebenen einen unterschiedlichen Verlauf aufweisen.
3. Elektrischer Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergangsbereiche von Kontakten bei wenigstens drei unterschiedlichen Kontaktparen
in einer Richtung parallel zu den Leiterabschnitten voneinander beabstandet sind.
4. Elektrischer Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte eines Kontaktpaares bei wenigstens drei Kontaktpaaren überkreuzt sind,
wobei zwischen verschiedenen Kontaktpaaren wenigstens zwei unterschiedliche Überkreuzungswinkel
gewählt sind.
5. Elektrischer Steckverbinder für die Datentechnik nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktabschnitte von wenigstens drei unterschiedlichen Kontaktpaaren bei eingestecktem
passenden Steckverbinder nicht in einer gemeinsamen, zu den parallelen Ebenen senkrechten
Ebene liegend angeordnet sind.
6. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontakte in einem Kunststoffeinsatz durch Einbetten wenigstens der Überkreuzungen
von Kontakten fixiert sind.
7. Steckverbinder nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffeinsatz mit den Kontakten in ein Gehäuse einschiebbar ausgebildet ist,
wobei der Kunststoffeinsatz und/oder das Gehäuse wenigstens ein Rastelement zum Fixieren
des Kunststoffeinsatzes in einer vorbestimmten Position in dem Gehäuse aufweisen.
8. Steckverbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente im Bereich einer Führungsschiene oder Führungsnut an dem Kunststoffeinsatz
angeordnet sind.
9. Kunststoffeinsatz mit Kontakten für einen elektrischen Steckverbinder nach einem der
Ansprüche 6 bis 8.