(19)
(11) EP 1 347 690 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.01.2004  Patentblatt  2004/03

(21) Anmeldenummer: 01995693.7

(22) Anmeldetag:  18.12.2001
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A24C 5/40
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2001/014946
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2002/049462 (27.06.2002 Gazette  2002/26)

(54)

FEINSCHNITT-TEILMENGENVERPACKUNG

FINE CUT UNIT PACK

CONDITIONNEMENT POUR FINE COUPE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
RO SI

(30) Priorität: 20.12.2000 DE 10063543

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
01.10.2003  Patentblatt  2003/40

(73) Patentinhaber: Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH
22605 Hamburg (DE)

(72) Erfinder:
  • GURKE, Inga
    22763 Hamburg (DE)
  • MENTZEL, Edgar
    25451 Quickborn (DE)
  • SEIDEL, Henning
    21358 Mechtersen (DE)
  • SCHUMACHER, Uwe
    25492 Heist (DE)
  • BLATTNER, Stefan
    79104 Freiburg (DE)
  • REINIGER, Gerald
    77960 Seelbach (DE)

(74) Vertreter: UEXKÜLL & STOLBERG 
Patentanwälte Beselerstrasse 4
22607 Hamburg
22607 Hamburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 490 098
US-A- 5 018 536
DE-A- 3 706 960
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Feinschnitt-Teilmengenverpackung zur Selbstverfertigung von Cigaretten mittels einer Cigarettenpapierhülse und einer Stopfvorrichtung mit Kolben bzw. einem losen, freihändig handhabbaren stangenförmigen Kolben.

    [0002] Die hierfür bislang auch als "Tabakpatronen" bekannten Produkte mit einer an sich nicht abrauchbaren und deswegen perforierten Umhüllung haben sich für den Verbraucher als ungeeignet erwiesen, weil die Patronen entweder in ihrer gesamten Länge mit dem Kolben über eine Einstecktülle vollständig in die Cigarettenpapierhülse hineingeschoben werden mußten oder weil beim Überführen des zusammengepreßten Tabakstranges in die Cigarettenpapierhülse Reibungswiderstände zu überwinden waren, die eine für den Verbraucher gefällige Überführung der Tabakportion in die Cigarettenpapierhülse erschwerten. Letztlich bestand eine Gefahr darin, daß der Verbraucher die gesamte Patrone in die Cigarettenpapiezhülse einführte und versehentlich mit der Kunststoffumhüllung abrauchte.

    [0003] Es ist zwar aus der EP 0 123 150 A1 eine Tabakpatrone bekannt, die aus einer eine Feinschnitt-Tabakeinlage umgebenden und an beiden Enden offenen rohrförmigen Umhüllung aus nicht abrauchbarem und an der Innenseite glatten Folienmaterial besteht, deren Innendurchmesser geringfügig größer als der Außendurchmesser des Kolbens und deren Außendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser der Cigarettenpapierhülse ist, und deren Länge etwas größer als die der zur Befüllung vorgesehenen Cigarettenpapierhülse ist, wobei die Stopfdichte der Tabakeinlage geringer als die für die gewünschte gestopfte Cigarette ist, und bei der das aus der Feinschnitt-Tabakeinlage und der Umhüllung bestehende Produkt mit einer koaxial verlaufenden Klebenaht auf einer herkömmlichen Cigarettenstrangmaschine gefertigt werden kann.

    [0004] Auch diese Produkte haben sich als ungeeignet erwiesen, weil das für die Umhülhung des Tabakstranges vorgesehene Folienmaterial entweder an seiner Innenfläche hinsichtlich Gleitfähigkeit nicht ausreichend ist, um die Feinschnitt-Tabakeinlage leicht in die Cigarettenhülse einzuschieben, und/oder an seiner Außenfläche zu glatt ist, so daß die in die Cigarettenhülse bereits eingeschobene Tabakpatrone bei Schrighattung oder anderweitigem ungeschickten Manipulieren aus der Cigarettenhülse herausrutscht, bevor die Tabakeinlage in letztere überführt werden konnte. Letztlich können insbesondere bei Verwendung von Kunststoff-Folien beim Herausschieben des Tabakstranges elektrostatische Reibungskräfte auftreten, die hinderlich sind.

    [0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine auf wirtschaftliche Weise herstellbare und optisch ansprechende Feinschnitt-Teilmengenverpackung vorzuschlagen, die einerseits ein unkompliziertes und reibungsloses Überführen des Tabakstranges aus dieser Verpackung in die Cigarettenpapierhülse ermöglicht, und andererseits an der Außenfläche so beschaffen ist, daß sie einmal trotz leichter Einführbarkeit in die Cigarettenpapierhülse nicht aus dieser herausrutschen kann und zum anderen mit Wamhinweisen bedruckbar ist, um den Verbraucher darauf hinzuweisen, daß die Teilmengenverpackung an sich nicht abrauchbar ist

    [0006] Zur Lösung dieser Aufgabe wird daher eine Feinschnitt-Teilmengenverpackung analog der letztlich erwähnten Art vorgeschlagen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die die Tabakeinlage umgebende Umhüllung um mindestens 0,5 cm länger als die zur Befüllung vorgesehene Cigarettenpapierhülse ist und aus einer außenseitig bedruckbaren papierkaschierten Aluminiumfolie besteht, deren an der Innenfläche der Aluminiumfolie nach DIN 53 375 gemessene Haftreibungszahl unter 0,6 und deren Gleitreibungszahl im Bereich von 0,15 bis 0,5 liegt, and daß die Stopfdichte der Tabakeinlage mindestens 4 bis 20 % unterhalb des für die gestopfte Cigarette vorgesehenen Wertes liegt.

    [0007] Die erfindungsgemäße Teilmengenverpackung für Feinschnitt ermöglicht nicht nur beim Einschieben des Tabaks in die Cigarettenpapierhülse, also beim Verdichten, eine über die gesamte Länge gleichmäßige Stopfdichte und damit ein gleichförmiges Pro-Zug-Angebot weil (a) die die Tabakeinlage umgebende Umhüllung mindstens 0,5 cm länger als die zur Befüllung vorgesehene Cigarettenpapierhülse ist und (b) die Stopfdichte der Tabakeinlage mindestens 4 bis 20 % unterhalb des für die gestopfte Cigarette gewünschten Wertes liegt, sondern sie führt auch überraschenderweise dazu, daß man die Teilmengenverpackung in ihrem Außendurchmesser so dimensionieren kann, daß sie sich leicht in die Cigarettenpapierhülse einführen läßt, aber wegen der papierkaschierten Außenfläche nicht aus Versehen aus der Cigarerttenpapierhülse herausrutscht, andererseits aber wegen ihrer glatten aus Aluminiumfolie bestehenden Innenfläche eine hinreichend niedrige Gleit- bzw. Haftreibung zum reibungslosen Herausschieben des Tabakstranges und eine leichtere Handhabung der jeweiligen Stopfgeräte ermöglicht. Schließlich ermöglichen die Materialeigenschaften der papierkaschierten Außenfläche der Umhüllung nicht nur eine vorteilhafte optische und haptische Gestaltung dieser, sondern lassen auch eine Bedruckung, beispielsweise mit Warnhinweisen über die Nichtabrauchbarkeit der Umhüllung zu.

    [0008] Vorzugsweise besteht die Umhüllung aus einer papierkaschierten Aluminiumfolie, deren Innenseite in streifenförmigen Teilbereichen oder vollflächig mit einem Gleitlack beschichtet ist und die eine Gleitreibungszahl nach DIN 53 375 im Bereich von 0,15 bis 0,3 hat. Eine vollflächige Gleitlackbeschichtung ist bei der Folienherstellung meist einfacher, wenngleich eine beispielsweise in Längsrichtung erfolgende streifenförmige Beschichtung zu einer Materialersparnis führt und das leichte Herausdrücken der Tabakfüllung kaum beeinträchtigt.

    [0009] Es ist vorteilhaft, wenn die papierkaschierte Folie eine Wandstärke von 0,5 bis 0,005 mm hat, wobei diese zweckmäßig aus einer 6 bis 20 µm dicken Aluminiumfolie besteht, deren Papierkaschierung 10 bis 40 g/m2 beträgt.

    [0010] Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Innenfläche der Aluminiumfolie mit einem Gleitlack beschichtet ist, der bei Temperaturen von 50 bis 200 °C mit der papierkaschierten Außenfläche der Folie versiegelbar ist. Insbesondere soll die Innenfläche der Aluminiumfolie mindestens im Bereich der koaxialen Klebenaht mit einem bei 50 bis 200 °C versiegelbaren Lack beschichtet sein.

    [0011] Dadurch können die Teilmengenverpackungen bei der in Längsnaht erfolgenden Versiegelung des auch mit dem Gleitlack beschichteten inneren Randstreifens der Umhüllung auf dem entsprechenden Außenbereich der papierkaschierten Folie sehr viel schneller bzw. wirtschaftlicher auf üblichen Cigarettenstrangmaschinen gefertigt werden, da es bei der Fertigung nicht mehr erforderlich ist, eine gesonderte Klebenaht mittels Klebemittel vorzusehen.

    [0012] Ferner ist es vorteilhaft, wenn die die Tabakeinlage umgebende Umhüllung jeweils mit geringem Abstand zu den beiden Endbereichen derselben eine vorzugsweise ringförmig umlaufende sichtbare Perforierung aufweist. Hierdurch wird zusätzlich zu den gegebenenfalls auf der papierbeschichteten Außenfläche der Umhüllung aufgedruckten Hinweisen verdeutlicht, daß die Teilmengenverpackung nicht abrauchbar ist. Der erwähnte geringe Abstand zu den Endbereichen beträgt etwa 5 mm und liegt somit in einem Bereich, daß die in die kürzere Cigarettenpapierhülse eingeschobene längere Teilmengenverpackung mit ihrer Perforierung noch aus der Cigarettenpapierhülse erkennbar herausragt. Die Perforierung soll aus diesem Grunde auch also solche sichtbar sein und hat vorzugsweise eine Lochgröße von 0,2 bis 0,4 mm. Die zweckmäßig ringförmige Perforierung ist an beiden Endbereichen der Teilmengenverpackung vorgesehen, da es nicht vorhersehbar ist, mit welchem Ende der Verbraucher die Teilmengenverpackung in die Cigarettenpapierhülse einbringt.

    [0013] Es ist erfindungsgemäß auch möglich, zur Verbesserung der Gleitfähigkeit auf der Innenseite der Umhüllung axial oder schraubenförmig verlaufende Rillen oder Stege in einer Tiefe bzw. Höhe von weniger als 0,1 mm vorzusehen oder einzuprägen.

    [0014] Der Einsatz dieser erfindungsgemäßen Feinschnitt-Teilmengenverpackung zur Herstellung der Cigaretten durch den Verbraucher, also das "Stopfen", geschieht insbesondere in Abkehr von älteren Verfahren wie folgt:

    [0015] Beim ersten Schritt wird die Teilmengenverpackung - also das an beiden Enden offene Umhüllungsrohr aus der nicht abrauchbaren papierkaschierten Aluminiumfolie mit der Feinschnitt-Einlage - entweder mit einer Stopfvorrichtung oder von Hand - in die Cigarettenpapierhülse eingeschoben. Beim vollständigen Einschieben der röhrchenförmigen Teilverpackung in die etwas kürzere Cigarettenpapierhülse ragt ein mindestens etwa 0,5 cm langes Ende der Verpackung aus der Hülse heraus und kann leicht zwischen zwei Fingern oder von einer flexiblen Manschette eines Stopfgerätes festgehalten werden. Dieses Zwischenprodukt mit dem etwa um 0,5 cm oder mehr herausragenden Ende der Teilmengenverpackung ist auch von dem ungeschicktesten Raucher nicht als Cigarette abrauchbar.

    [0016] Im Hinblick auf die verhältnismäßig geringere Stopfdichte der vorgegebenen Feinschnittmenge in einem etwas längeren Umhüllungsrohr ist es auch nicht mehr so kritisch, den Durchmesser der Teilmengenverpackung eng an den Innendurchmesser der Cigarettenpapierhülse anzupassen; ein geringer Abstand von etwa 0,5 mm ist ohne Schwierigkeiten tolerierbar und erleichtert das Einschieben der Teilmengenverpackung in die Cigarettenpapierhülse.

    [0017] Bei dem nunmehr erfolgenden zweiten Schritt muß der Verbraucher - also der "Selbststopfer" - (a) entweder mit einem zusätzlichen Gerät, nämlich einer Stopfvorrichtung mit Kolben, die Feinschnitt-Teilmenge unter geringer Verdichtung aus der röhrenförmigen Verpackung in die Cigarettenpapierhülse hineindrücken, oder (b) der Verbraucher hält das aus der Cigarettenpapierhülse herausragende oder vorstehende äußere Ende der Verpackung mit den Fingern, vorzugsweise Zeigefinger und Daumen, fest, um dann mit einem losen, freihändig handhabbaren stangenförmigen Kolben oder mit einem Stift, die Feinschnitt-Teilmenge unter geringer Verdichtung aus der röhrenförmigen Verpackung in die Cigarettenpapierhülse hinein zu drücken, wodurch die selbstgestopfte Cigarette erhalten wird und die Einweg-Verpackung, nämlich die röhrenförmige Verpackungshülle, verworfen werden kann.

    [0018] Um ein sicheres und vollständiges Überführen des Feinschnitts aus der Teilmengenverpackung in die Cigarettenpapierhülse zu ermöglichen, kann man den Kolben oder den Stift mit entsprechenden Markierungen versehen.

    [0019] Die Stopfdichte des Feinschnitts in der erfindungsgemäßen etwas länger ausgebildeten Feinschnitt-Teilmengenverpackung soll grundsätzlich etwas niedriger liegen als sie in der etwas kürzer ausgebildeten und später gestopften Cigarettenpapierhülse gewünscht ist. Dadurch erhält man als Endprodukt eine selbstgefertigte Cigarette mit der gewünschten und üblichen Stopfdichte.

    [0020] Standard-Cigarettenpapierhülsen haben beispielsweise einen Durchmesser von 8,0 mm und eine Länge von 69 mm und sind meist zusätzlich mit einem Filtermundstück ausgerüstet. Die hierfür geeigneten Feinschnitt-Teilmengenverpackungen können in der Länge variiert werden und liegen beispielsweise in einem Bereich von 75 bis 84 mm Länge, wobei sie nach vollständigem Einführen der röhrchenförmigen Verpackung in die Standard-Hülse etwa 5 bis 15 mm aus dieser hervorragen und somit leicht mit zwei Fingern an dem freien Ende festgehalten werden können. Vorzugsweise beträgt die Länge des aus der Cigarettenpapierhülse herausragenden Endes der röhrchenförmigen Verpackung etwa 10 mm. Der Durchmesser der röhrchenförmigen Verpackung kann ebenfalls variiert werden, wobei der Höchstwert im Bereich von etwa 7,9 mm liegt und ein Einführen der Verpackung gerade noch ermöglicht. Bei geringerem Durchmesser wird das Einführen der Verpackung in die Cigarettenpapierhülse erleichtert, wobei bei Einhaltung der Stopfdichte allerdings die Länge der Verpackung vergrößert werden sollte. Der Mindestwert des Durchmessers der röhrchenförmigen Verpackung wird durch praktische Erwägungen und auch durch die Struktur des abgepackten Feinschnitts begrenzt. Bei einem zu kleinen Durchmesser wird das Herausdrücken einer zu langen oder stärker zusammen gepreßten Feinschnittfüllung erschwert.

    [0021] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert.

    Beispiel 1



    [0022] Um die Änderung der Stopfdichte bei Verwendung einer erfindungsgemäßen Feinschnitt-Teilmengenverpackung mit unterschiedlichem Durchmesser und Länge zu gelegen, wurden bei einem konstanten Tabakeinsatzgewicht von 647 mg Feinschnitt übliche Cigarettenpapierhülsen mit Filter und einem Befüllungsraum in einer Länge von 69 mm und mit einem Durchmesser von 8,0 mm Durchmesser eingesetzt.

    [0023] In der folgenden Tabelle I sind die Längen und Durchmesser verschiedener Teilmengenverpackungen (VP) bei gleichem Tabakeinsatzgewicht von 647 mg und deren jeweiligen Werte der Stopfdichte in mg/cm3 im Vergleich zu der gestopften Cigarettenpapierhülse (Endprodukt) und die prozentuale Verringerung der Stopfdichte der Verpackung gegenüber dem Endprodukt aufgeführt:
    Tabelle I
    Verpackung Durchmesser
    in mm
    Länge
    in mm
    Stopfdichte
    in mg/cm3
    Verringerung der
    Stopfdichte in %
    VP-1a 7,9 84 157 19,9
    VP-1b 7,9 75 176 9,3
    VP-2a 7,8 84 161 17,1
    VP-2b 7,8 75 180 7,2
    VP-3a 7,7 84 165 15,0
    VP-3b 7,7 75 185 4,6
    Endprodukt 7,9 69 194 0,0


    [0024] Die obige Tabelle zeigt, daß die bevorzugten Stopfdichten der erfindungsgemäßen Feinschnitt-Teilmengenverpackungen um mindestens 4 bis 20 % niedriger als bei dem gewünschten Endprodukt, nämlich der gestopftem Cigarettenpapierhülse, liegen. Bei einer Gesamtlänge der Feinschnitt-Teilmengenverpackungen von 75 mm liegt die bevorzugte Stopfdichte in einem Bereich unterhalb von 4 bis 10 % und bei einer Gesamtlänge von 84 mm von 15 bis 20 % unterhalb der gewünschten Stopfdichte des Endproduktes. Feinschnitt-Teilmengenverpackungen der obigen Abmessungen können mit Tabakeinsatzmengen von etwa 600 bis 850 mg hergestellt werden.

    Beispiel 2



    [0025] Auf einer herkömmlichen Strangmaschine (Decouflé LOG) wurde ein Feinschnitt-Endlosstrang mit einer papierkaschierten Aluminiumfolie in einer Stärke von 20 µm und einer Papierkaschierung von etwa 30 g/m2 umhüllt. Die Folie war eine innenseitig vollflächig mit einem Gleitlack auf Basis von Nitrocellulose beschichtet und hatte eine nach DIN 53 375 gemessene Haftreibungszahl von 0,46. Die Stopfdichte der Feinschnitteinlage betrug 176 mg/cm3, wobei 60 Gew% Blähtabak verwendet wurden. Es wurden 75 mm lange Teilmengenportionen mit einem Durchmesser von 7,9 mm erhalten, die in Cigarettenpapierhülsen in einer Standardgröße von 69 mm Länge und 8,0 mm Durchmesser eingebracht wurden, wobei die endgültige Stopfdichte der gefertigten Cigarette 194 mg/cm3 betrug.

    [0026] Das Einführen der Feinschnitt-Teilmengenverpackungen in die Cigarettenpapierhülsen ergab wegen der Durchmesserdifferenz von 0,1 mm keine Schwierigkeiten. Auch das Herausdrücken der Tabakeinlage aus der Feinschnitt-Teilmengenverpackungen erfolgte glatt und gleichmäßig. Ein vorzeitiges Herausrutschen der eingeführten Feinschnitt-Teilmengenverpackungen aus der Cigarettenpapierhülse wurde nicht beobachtet. Die erzielte Stopfdichte der fertigen Cigarette war zufriedenstellend.

    Beispiel 3



    [0027] Es wurden analog Beispiel 2 Feinschnitt-Teilmengenverpackungen in einer Länge von 75 und 84 mm und mit einem Durchmesser von 7,9 mm hergestellt, wobei eine papierkaschierte Aluminumfolie in einer Stärke von 20 µm mit einer an der Innenfläche gemessenen Gleitreibungszahl von 0,2 und einer Papierkaschierung von etwa 35 g/m2 verwendet wurde. Auf eine gesonderte Verleimung konnte verzichtet werden, da wegen der Siegelfähigkeit des Gleitlackes mit einer Heißsiegeleinrichtung eine gleichmäßige Versiegelung der Naht ermöglicht werden konnte. Die Ergebnisse entsprachen denen des Beispiels 2.

    Beispiel 4



    [0028] Es wurden analog Beispiel 2 Feinschnitt-Teilmengenverpackungen in einer Länge von 84 mm mit einem jetzt geringeren Durchmesser von 7,7 mm auf einer üblichen Strangmaschine gefertigt, wobei als Umhüllung eine papierkaschierte, von außen mit Warnhinweisen bedruckte Aluminiumfolie mit einer Gleitreibungszahl von 0,3 verwendet wurde. Die Tabakstopfdichte betrug hier 165 mg/cm3 . Das Einführen der im Durchmesser geringeren Feinschnitt-Teilmengenverpackungen in die Standard-Cigarettenpapierhülsen war für den Verbraucher einfacher, ein Herausfallen dieser wurde bei der Handhabung durch die Testpersonen nicht beobachtet und das Einbringen der Tabakeinlage erfolgte reibungslos.


    Ansprüche

    1. Feinschnitt-Teilmengenverpackung zur Selbstverfertigung von Cigaretten mittels einer üblichen Cigarettenpapierhülse und einer Stopfvorrichtung mit Kolben bzw. einem losen, freihändig handhabbaren stangenförmigen Kolben, die aus einer eine Feinschnitt-Tabakeinlage umgebenden und an beiden Enden offenen rohrförmigen Umhüllung aus nicht abrauchbarem und an der Innenseite glatten Folienmaterial besteht, deren Innendurchmesser geringfügig größer als der Außendurehmesser des Kolbens und deren Außendurchmesser kleiner als der Innendurchmesser der Cigarettenpapierhülse ist, und deren Länge etwas größer als die der zur Befüllung vorgesehenen Cigarettenpapierhülse ist, wobei die Stopfdichte der Tabakeinlage geringer als die für die gewünschte gestopfte Cigarette ist, und welche aus Feinschnitt-Tabakeinlage und Umhüllung bestehende Feinschnitt-Teilmengenverpackung mit einer koaxial verlaufenden Klebenaht auf einer Cigarettenstrangmaschine gefertigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die die Tabakeinlage umgebende Umhüllung um mindestens 0,5 cm länger als die zur Befüllung vorgesehene Cigarettenpapierhülse ist und aus einer außenseitig bedruckbaren papierkaschierten Aluminiumfolie besteht, deren an der Innenfläche der Alumminiumfolie nach DIN 53 375 gemessene Haftreibungszahl unter 0,6 und deren Gleitreibungszahl im Bereich von 0,15 bis 0,5 liegt, und daß die Stapfdichte der Tabakeinlage mindestens 4 bis 20 % unterhalb des für die gestopfte Cigarette vorgesehenen Wertes liegt.
     
    2. Feinschnitt-Teilmengenverpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite der Aluminiumfolie in strienförmigen Teilbereichen oder vollflächig mit einem Gleitlack beschichtet ist und eine Gleitreibungszahl (nach DIN 53 375) im Bereich von 0,15 bis 0,3 hat.
     
    3. Feinschnitt-Teilmengenverpackung nach einem der Ansprüche 1 und 2; dadurch gekennzeichnet, daß die Folie der Umhüllung eine Wandstärke 0,5 bis 0,005 mm hat.
     
    4. Feinschnitt-Teilmengenverpackung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß die Umhüllung aus einer 6 bis 20 µm dicken Aluminiumfolie besteht, deren Papierkaschierung 10 bis 40 g/m2 beträgt.
     
    5. Feinschnitt-Teümengenverpackung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Innenfläche der Aluminiumfolie mit einem Gleitlack beschichtet ist, der bei Temperaturen von 50 bis 200 °C mit der papierkaschierten Außenfläche der Folie versiegelbar ist.
     
    6. Feinschnitt-Teilmengenverpackung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenfläche der Aluminiumfolie mindestens im Bereich der koaxialen Klebenaht mit dem bei 50 bis 200 °C siegelfähigen Kleblack beschichtet ist.
     
    7. Feinschnitt-Teilmengenverpackung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Tabakeinlage umgebende Umhüllung jeweils mit geringem Abstand zu den beiden Endbereichen derselben eine vorzugsweise ringförmig umlaufende sichtbare Perforierung aufweist.
     
    8. Feinschnitt-Teilmengenverpackung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Innenseite der Umhüllung axial oder schraubenförmig verlaufende Rillen oder Stege in eine Tiefe bzw. Höhe von weniger als 0,1 mm vorgesehen sind.
     


    Claims

    1. A fine-cut unit pack for producing home-made cigarettes by means of a conventional cigarette paper wrapper and a plugging device with plunger or a loose, rod-shaped plunger that can be manipulated with free hands,
    which fine-cut unit pack consists of a tubular covering surrounding a fine-cut tobacco filling and open at both ends and made from a non-smokeable foil material which is smooth on the inside, the internal diameter of which is slightly greater than the external diameter of the plunger and the external diameter of which is smaller than the internal diameter of the cigarette paper wrapper, and the length of which is slightly greater than the cigarette paper wrapper provided for the filling,
    wherein the packing density of the tobacco filling is less than that for the desired packed cigarette, and which fine-cut tobacco unit pack consisting of a fine-cut tobacco filling and covering is produced with a coaxially extending glued seam on a cigarette string machine,
    characterised in that the covering surrounding the tobacco filling is at least 0.5 cm longer than the cigarette paper wrap to be filled and is made from a paper-lined aluminium foil which can be printed on the outside, whose coefficient of static friction measured on the inner face of the aluminium foil in accordance with DIN 53 375 is below 0.6 and whose coefficient of sliding friction ranges from 0.15 to 0.5,
    and in that the packing density of the tobacco filling is at least 4 to 20 % below the value provided for the packed cigarette.
     
    2. A fine-cut unit pack according to Claim 1,
    characterised in that the inner side of the aluminium foil is coated in strip-shaped sub-regions or over its entire surface with a varnish with slip properties and has a coefficient of sliding friction (according to DIN 53 375) in the range from 0.15 to 0.3.
     
    3. A fine-cut unit pack according to one of Claims 1 and 2,
    characterised in that the foil of the covering has a wall thickness of 0.5 to 0.005 mm.
     
    4. A fine-cut unit pack according to Claim 1 to 3,
    characterised in that the covering is made from an aluminium foil 6 to 20 µm thick, the paper lining of which is 10 to 40 g/m2.
     
    5. A fine-cut unit pack according to Claim 2 to 4,
    characterised in that the inner face of the aluminium foil is coated with a varnish with slip properties which at temperatures of 50 to 200 °C can be sealed with the paper-lined outer surface of the foil.
     
    6. A fine-cut unit pack according to Claim 2 to 4,
    characterised in that the inner surface of the aluminium foil is coated with the adhesive varnish that can be sealed at 50 to 200 °C at least in the region of the coaxial adhesive seam.
     
    7. A fine-cut unit pack according to Claim 1 to 4,
    characterised in that the covering surrounding the tobacco filling in each case comprises a visible perforation, which preferably runs in an annular shape, a short distance from the two end regions.
     
    8. A fine-cut unit pack according to Claim 1 to 6,
    characterised in that grooves or webs running axially or helically over the inside of the covering with a depth or height of less than 0.1 mm are provided.
     


    Revendications

    1. Conditionnement d'un sous-ensemble de tabac fin pour la fabrication de cigarettes en régie propre, au moyen d'un étui de papier à cigarette courant et d'un dispositif de bourrage à piston et/ou d'un piston en forme de barre, mobile, maniable à main levée, dispositif constitué d'une gaine tubulaire ouverte à ses deux extrémités, en matériau non fumable de lamelles lisses, et contenant une garniture de tabac fin, le diamètre intérieur de la gaine étant légèrement plus grand que le diamètre extérieur du piston et son diamètre extérieur plus petit que le diamètre intérieur de l'étui du papier à cigarette, et sa longueur un peu plus grande que celle de l'étui du papier à cigarette prévu pour le bourrage, la densité apparente de la garniture de tabac étant plus faible que celle désirée pour la cigarette bourrée, et celle-ci se composant du conditionnement du sous-ensemble de tabac fin constitué d'une garniture de tabac fin et d'une gaine, avec une couture collée évoluant de manière coaxiale en utilisant une machine à bourrer les cigarettes, caractérisé en ce que la gaine entourant la garniture de tabac est plus longue d'au moins 0,5 cm que l'étui de papier à cigarette prévu pour le bourrage et en ce qu'elle est constituée d'une feuille d'aluminium contrecollée de papier, imprimable à l'extérieur, dont le coefficient d'adhérence mesuré sur la surface intérieure de la feuille d'aluminium est, selon DIN 53 375, inférieur à 0,6 et dont le coefficient de friction de glissement est situé entre 0,15 et 0,5, et en ce que la densité apparente de la garniture de tabac se situe au moins à 4 à 20% au-dessous de la valeur prévue pour la cigarette bourrée.
     
    2. Conditionnement d'un sous-ensemble de tabac fin selon la revendication 1, caractérisé en ce que le côté intérieur de la feuille d'aluminium, dans des secteurs partiels striés ou sur toute la surface, est enduit d'un vernis lisse et qu'il possède un coefficient de friction de glissement (selon DIN 53 375) situé entre 0,15 et 0,3.
     
    3. Conditionnement d'un sous-ensemble de tabac fin selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que la feuille de la gaine possède une épaisseur de paroi située entre 0,5 et 0,005 mm.
     
    4. Conditionnement d'un sous-ensemble de tabac fin selon les revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la gaine est constituée d'une feuille d'aluminium d'une épaisseur de 6 à 20 µm, dont le contrecollage de papier est de 10 à 40 g/m2.
     
    5. Conditionnement d'un sous-ensemble de tabac fin selon les revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la surface intérieure de la feuille d'aluminium est enduite d'un vernis lisse qui, à des températures situées entre 50 et 200°C, peut se cimenter à la surface extérieure du papier contrecollé.
     
    6. Conditionnement d'un sous-ensemble de tabac fin selon les revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la surface intérieure de la feuille d'aluminium, est enduite, au moins dans le secteur de la couture collée coaxiale, de ce vernis collant qui peut se cimenter entre 50 et 200°C.
     
    7. Conditionnement d'un sous-ensemble de tabac fin selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la gaine qui entoure la garniture de tabac, chaque fois à un faible intervalle des deux secteurs d'extrémité de celle-ci, présente une perforation visiblement courbe, de préférence en forme d'anneau.
     
    8. Conditionnement d'un sous-ensemble de tabac fin selon les revendications 1 à 6, caractérisé en ce que des gorges ou brides axiales ou en forme de vis évoluant à une profondeur et/ou à une hauteur de moins de 0,1 mm, sont prévues sur le côté intérieur de la gaine.