[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine tensidhaltige Waschmittel-, Spülmittel- oder
Reinigungsmittel-Portion und betrifft insbesondere eine tensidhaltige Waschmittel-,
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion, die von einer Umhüllung umgeben ist und
in ihrem Innern ein feinverteiltes Gas enthält.
[0002] Tensidhaltige Zubereitungen mit darin enthaltenen feinverteilten Gasen sind bekannt
und können beispielsweise als tensidhaltige Schäume vorliegen, wie sie für viele Anwendungen
erhältlich sind. So können Rasiercremes als Schäume bereitgestellt werden, können
das Haar festigende oder anderweitig konditionierende Mittel aufgeschäumt werden,
können Reiniger für Glasflächen und andere harte Oberflächen, beispielsweise im Bereich
Bad und/oder Küche, in Schaum-Form aufgetragen werden und können Reiniger für Teppiche
und Polster vorteilhafterweise als Schäume aufgetragen bzw. appliziert werden. In
jüngerer Zeit wurde auch von reinigenden bzw. Flecken beseitigenden Mitteln für Textilien
berichtet, die in Form eines Schaums auf zu reinigende Stellen bzw. Flecken aufgetragen
werden. Der Schaum ermöglicht eine gewisse "Standzeit" des reinigenden Mittels auf
der zu reinigenden Stelle bzw. auf dem Flecken, ohne die Zusammensetzung des reinigenden
Mittels stark in Richtung auf eine hohe Viskosität verändern zu müssen, die früher
ein Mittel dazu war, den Reiniger an der Stelle zu halten, an der seine Einwirkung
erwünscht war.
[0003] Tensidhaltige Schäume sind auch in der Druckschrift
WO 97/03176 (The Procter & Gamble Company) beschrieben. Die in der genannten Druckschrift auch
als "mousses" bezeichneten Schäume sollen leicht dosierbar und in Wasser lösbar, suspendierbar
oder emulgierbar sein, wenn sie eine Rohdichte < 250 g/l haben, an der Luft unter
durch Standardmessung definierten Bedingungen eine Stabilität (oder Kollabierzeit
auf das halbe Schaum-Volumen) von ≥ 15 s haben und auf Wasser einer Temperatur von
20 °C - ebenfalls unter Standard-Bedingungen - eine Stabilität von < 2 h haben. Außer
durch die Wahl von CO
2 als Treibmittel sind der Druckschrift keine Maßnahmen dazu zu entnehmen, wie eine
geringe Schaumstabilität auf Wasser bzw. ein schnelles Lösen, Suspendieren oder Emulgieren
des Schaums in Wasser erreicht werden kann.
[0004] Ferner sind aus der
US 4,115,292 Reinigungsgegenstände bekannt, die Enzyme eingebettet in einen wasserlöslichen Film
und Reinigungsmittel umhüllt von einem weiteren wasserlöslichen Film enthalten. Die
Reinigungsmittel können dabei fest oder flüssig sein.
[0005] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung war ebenfalls eine Aufgabe, eine tensidhaltigen
Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion bereitzustellen, deren Inhalt
sich schnell in einem wäßrigen System oder in Wasser lösen, suspendieren oder emulgieren
läßt. Im Gegensatz zum Stand cer Technik sollte dies jedoch nicht mit einem aus einem
Spendersystem entnommenen bzw. dosierten Schaum erreicht werden, sondern mit einer
hinsichtlich der äußeren Form fixierten, tensidhaltigen Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portion und insbesondere mit einer tensidhaltigen Waschmittel-,
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion, die von einer Umhüllung umgeben ist.
[0006] Die vorliegende Erfindung betrifft somit eine Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion
gemäß Anspruch 1.
[0007] Weiter betrifft die Erfindung auch ein Waschverfahren, ein Spülverfahren und ein
Reinigungsverfahren unter Verwendung der nachfolgend im einzelnen beschriebenen Waschmittel-,
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion.
[0008] Erfindungsgemäß umfaßt die Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion
einen Schaumformkörper mit mindestens einem Tensid, gegebenenfalls zusammen mit einem
oder mehreren weiteren waschaktiven, spülaktiven oder reinigungsaktiven Bestandteil(en),
in einer in Wasser desintegrierbaren Umhüllung. Es kann ein Tensid eingesetzt werden,
oder es können mehrere miteinander kompatible, bevorzugt sich in ihren Eigenschaften
(einschließlich in ihrem Schaumverhalten) ergänzende Tenside eingesetzt werden. Dabei
können alle Tenside einem Tensid-Typ angehören; vorzugsweise werden jedoch bei Verwendung
mehrerer Tenside Tenside unterschiedlichen Typs verwendet. beispielsweise ein oder
mehrere Aniontensid(e) zusammen mit einem oder mehreren Niotensid(en).
[0009] Erfindungsgemäß sind anionische Tenside oder Aniontensid(e) enthaltende Tensidmischungen
oder Tensidcompounds aus ökonomischen Gründen und aufgrund ihres Leistungsspektrums
und Schaumverhaltens deutlich bevorzugt.
[0010] Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C
9-13-Alkylbenzolsufonate, Olefinsulfonate, d.h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, in Betracht, wie man sie beispielsweise aus C
12-18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse bzw. Neutralisation gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von 2-Sulfofettsäuren
(Estersulfonate), z.B. die 2-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern-
oder Talgfettsäuren geeignet.
[0011] Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglycerinestern
sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei der
Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder
bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevorzugte
sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fettsäuren
mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Caprinsäure,
Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
[0012] Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester
der C
12-C
18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkylsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche beispielsweise gemäß den
US-Patentschriften 3,234,258 oder
5,075,041 hergestellt werden und als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen
DAN® erhalten werden können, sind geeignete Aniontenside.
[0013] Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen
oder verzweigten C
7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C
9-11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet. Sie können in Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung aufgrund ihres hohen Schaumverhaltens
bereits in relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen von 1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt
werden.
[0014] Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure,
die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden, und
die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise
Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte
Sulfosuccinate enthalten C
8-18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet,
die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Beschreibung siehe unten).
Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten
Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso
ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen
in der Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.
[0015] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, z.B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
[0016] Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-,
Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-,
Di- oder Triethanolamin oder auch Monoisopropylamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen
die anionischen Tenside in Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form
der Natriumsalze vor. In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung werden Tenside
in Form ihrer Magnesiumsalze eingesetzt.
[0017] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
bevorzugt, die 5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 7,5 bis 40 Gew.-% und insbesondere 15
bis 25 Gew.-% eines oder mehrerer anionischer Tensid(e), enthalten, jeweils bezogen
auf das Gewicht der Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion.
[0018] Bei der Auswahl der anionischen Tenside, die in der erfindungsgemäßen Waschmittel-,
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion zum Einsatz kommen, stehen der Formulierungsfreiheit
keine einzuhaltenden Beschränkungen im Weg. Eine bevorzugte Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portion gemäß der Erfindung weist jedoch einen Gehalt an Seife
auf, der 0,2 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Portion, übersteigt. Bevorzugt
einzusetzende anionische Tenside sind dabei die Alkylbenzolsulfonate und Fettalkohol(ether)sulfate,
wobei bevorzugte Portionen 2 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 2,5 bis 15 Gew.-% und insbesondere
5 bis 10 Gew.-% Fettalkohol(ether)sulfat(e), jeweils bezogen auf das Gewicht der Waschmittel-,
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion, enthalten
[0019] In einer weiteren, ebenfalls bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann eine
erfindungsgemäße Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion anstelle
des/der anionischen Tenside(s) oder zusätzlich zu dem/den anionischen Tensid(en) wenigstens
ein nicht-ionisches, kationisches und/oder zwitterionisches Tensid umfassen.
[0020] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte
und/oder propoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen
und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) und/oder Propylenoxid (PO) pro
Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung
methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten
kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch
Alkoholethoxylate und/oder -propoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen
Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol,
und durchschnittlich 2 bis 8 EO und/oder PO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten
ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, sowie Mischungen aus
C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Auch entsprechende propoxylierte Verbindungen sind verwendbar, genauso
wie auch Verbindungen, die neben EO auch PO enthalten. Die angegebenen Ethoxylierungsgrade
bzw. Propoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles
Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Bevorzugte Alkoholethoxylate
und/oder -propoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow range
ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole
mit mehr als 12 EO bzw. PO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol
mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO und/oder PO.
[0021] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nicht-ionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der
japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach dem in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
[0022] Eine weitere Klasse von nichtionischen Tensiden, die vorteilhaft eingesetzt werden
kann, sind die Alkylpolyglycoside (APG). Einsetzbare Alkylpolyglycoside genügen der
allgemeinen Formel RO(G)
z, in der R für einen linearen oder verzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten,
gesättigten oder ungesättigten, aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis
18 C-Atomen steht und G das Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen,
vorzugsweise für Glucose, steht. Der Glycosidierungsgrad z liegt dabei zwischen 1,0
und 4,0, vorzugsweise zwischen 1,0 und 2,0 und insbesondere zwischen 1,1 und 1,4.
[0023] Bevorzugt eingesetzt werden lineare Alkylpolyglucoside, also Alkylpolyglycoside,
in denen der Polyglycosylrest ein Glucoserest und der Alkylrest ein n-Alkylrest ist.
[0024] Die erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen können
bevorzugt Alkylpolyglycoside enthalten, wobei Gehalte der Portionen an APG über 0,2
Gew.-%, bezogen auf die gesamte Portion, bevorzugt sind. Besonders bevorzugte Waschmittel-,
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung enthalten APG in Mengen
von 0,2 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen von 0,2 bis 5 Gew.-% und insbesondere
in Mengen von 0,5 bis 3 Gew.-%.
[0025] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vorzugsweise nicht mehr als
die der ethoxylierten bzw. propoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als
die Hälfte davon.
[0026] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (I),

in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
1 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können.
[0027] Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel (II),

in der R
2 für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12 Kohlenstoffatomen,
R
3 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
4 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest
steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder
alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propxylierte Derivate dieses Restes.
[0028] [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten,
beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose.
Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielweise
nach der Lehre der internationalen Anmeldung
WO-A-95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator
in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide überführt werden.
[0029] Weiterhin kann es bevorzugt sein, neben anionischen und nichtionischen Tensiden auch
kationische Tenside einzusetzen. Ihr Einsatz erfolgt dabei bevorzugt als Waschleistungsbooster,
wobei nur kleine Mengen an kationischen Tensiden erforderlich sind. Werden kationische
Tenside eingesetzt, so sind sie in den Schaum-Formkörpern bevorzugt in Mengen von
0,01 bis 10 Gew.-%, insbesondere von 0,1 bis 3,0 Gew.-% enthalten.
[0030] In den Fällen, in denen es sich bei den erfindungsgemäßen Portionen um Waschmittel
handelt, enthalten diese üblicherweise ein oder mehrere Tensid(e) in Gesamtmengen
von 5 bis 50 Gew.-%, bevorzugt in Mengen von 10 bis 35 Gew.-%, wobei in Teilportionen
der erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen Tenside
in größerer oder kleinerer Menge enthalten sein können. Mit anderen Worten: Die Tensidmenge
ist nicht in allen Teilportionen gleich; vielmehr können Teilportionen mit relativ
größerem und Teilportionen mit relativ kleinerem Tensidgehalt vorgesehen werden.
[0031] In den Fällen, in denen es sich bei den erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portionen um Reinigungsmittel handelt, insbesondere um Geschirrspülmittel,
enthalten diese üblicherweise ein oder mehrere Tensid(e) in Gesamtmengen von 0,1 bis
10 Gew.-%, bevorzugt in Mengen von 0,5 bis 5 Gew.-%, wobei in Teilportionen der erfindungsgemäßen
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen Tenside in größerer oder kleinerer Menge
enthalten sein können. Mit anderen Worten: Die Tensidmenge ist auch bei Reinigungs-
bzw. Geschirrspülmitteln nicht in allen Teilportionen gleich; vielmehr können Teilportionen
mit relativ größerem und Teilportionen mit relativ kleinerem Tensidgehalt vorgesehen
werden.
[0032] Für den Inhalt der erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
geeignete Gase können grundsätzlich alle denkbaren Gase sein, deren Verwendung ökonomisch
vertretbar ist, die nicht mit einer oder mehreren anderen Komponenten der erfindungsgemäßen
Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen in nachteiliger Weise in
Wechselwirkung treten, die für den Verbraucher bei Lagerung und Gebrauch der Portionen
nicht schädlich sind und die keine nachteilige Wirkung auf das Waschgut, Spülgut oder
zu reinigende Gut haben. Als Gase kommen beispielsweise Einzelstoffe aus der Gruppe
Luft, Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid, Helium, Argon, Distickstoffoxid, Stickstoffmonoxid,
Fluorkohlenstoff(e) wie beispielsweise CFC, HCFC und HFC und Alkan(e) wie beispielsweise
Methan, Ethan, Propan, Butan, Pentan oder Hexan infrage. Die genannten Gase können
einzeln oder in beliebigen Mischungen (auch Mischungen in beliebigen Mengenverhältnissen
der beteiligten Gase untereinander) von zwei oder mehr von Ihnen Verwendung finden.
[0033] Unter bestimmten Bedingungen bildet das Gas/bilden die Gase zusammen mit anderen
waschaktiven, spülaktiven oder reinigungsaktiven Komponenten der erfindungsgemäßen
Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen einen Schaum. Der aus dem/den
Tensid(en) bzw. ihren Lösungen in Wasser und dem/den Gas(en) gebildete Schaum ist
eine Dispersion von Gas(en) in einer relativ kleinen flüssigen Phase, wobei die die
Tensid(e) umfassende Phase die kontinuierliche flüssige Phase ist und die Gasphase
hierin dispergiert ist. Typischerweise haben die Gasblasen der dispergierten Phase
eine mehr oder weniger breite Verteilung der Größe; die Werte der Blasengröße können
herstellungsbedingt im Bereich von 1 nm bis 10 mm schwanken. Die mittlere Blasendurchmesser
liegt bevorzugt im Bereich von 2 nm bis 1 mm. Natürlich können auch kleinere oder
größere Gasblasen realisiert werden.
[0034] Als weitere Komponente umfassen die Schaum-Formkörper gemäß der vorliegenden Erfindung
eine in Wasser desintegrierbare Umhüllung. Darunter wird eine vollständig die anderen
Komponenten der Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion umgebende
und diese zumindest mechanisch, weiter bevorzugt auch weitgehend gas- und feuchtigkeitsdicht
von der Außenumgebung abschirmende Umhüllung verstanden. Diese muß in Wasser desintegrierbar
sein, also sich entweder ganz auflösen, was erfindungsgemäß bevorzugt ist, oder sich
in Abhängigkeit von bestimmten Parametern wie Temperatur, Elektrolytkonzentration,
pH-Wert, Enzymkonzentration oder anderer Parameter in der Wasch-, Spül- oder Reinigungsflotte
sukzessive vollständig oder partiell lösen.
[0035] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfassen die Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portionen als in Wasser desintegrierbare Umhüllung ein wasserlösliches
Polymer-Material. Dabei besteht die Möglichkeit, daß die Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portion eine Umhüllung aus einem oder mehreren wasserlöslichen
Polymer-Material(ien) umgibt oder daß mehrere Umfassungen aus gleichen oder unterschiedlichen
Materialien enthalten sind. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung ist das Vorhandensein
einer Umhüllung bevorzugt, was Vorteile bei der Materialwahl und auch im Hinblick
auf das Erfordernis bringt, daß sich das wasserlösliche Polymer-Material letzten Endes
rückstandsfrei in der Wasch-, Spül- oder Reinigungsflotte lösen muß. Die Umhüllung(en)
kann/können aus einem einzigen wasserlöslichen Polymer-Material oder kann/können aus
mehreren verschiedenen Polymer-Materialien gebildet sein, die gegebenenfalls unterschiedliche
Löslichkeit in Wasser aufweisen können. Im Hinblick auf die vorliegende Aufgabenstellung
kann erfindungsgemäß die Verwendung mehrerer verschiedenen Polymer-Materialien besonders
bevorzugt sein, worauf nachfolgend gesondert eingegangen wird.
[0036] Die spezielle Form der in Wasser desinterierbaren Umhüllung der Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portion der vorliegenden Erfindung ist nicht kritisch. So können
die Umhüllungen flächig ausgebildet sein oder auch in Form von Kapseln oder ähnlichen
Formkörpern vorliegen. Bevorzugt sind natürlich Formkörper, die eine maximale Kontaktfläche
zwischen der Flotte und der zu desintegrierenden Umhüllung sicherstellen.
[0037] Es entspricht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, daß die Waschmittel-,
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion als in Wasser desintegrierbare Umhüllung
ein wasserlösliches Polymer unterschiedlicher Schichtdicke umfaßt. Bei gleichbleibendem
Material lösen sich die Bereiche der Umhüllung mit geringerer Schichtdicke schneller
als diejenigen mit größerer Schichtdicke, so daß sich mit fortschreitendem Lösungsprozeß
der Umhüllung in Wasser eine mit Poren oder Löchern versehene Umhüllung ausbildet.
Durch die Poren oder Löcher kann Wasser in das Innere der Umhüllung eintreten, den
von der Umhüllung umgebenen Inhalt der Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion
sukzessive lösen und durch die Poren oder Löcher nach außen, d. h. in die Waschflotte,
Spülflotte oder Reinigungsflotte, transportieren.
[0038] Ein ähnlicher Effekt kann sich bei einer weiteren, ebenfalls bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung einstellen, gemäß der die Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion
als in Wasser desintegrierbare Umhüllung ein Polymer-Material mit Bereichen guter
Wasserlöslichkeit und mit Bereichen weniger guter Wasserlöslichkeit umfaßt. Dies kann
Resultat einer unterschiedlichen Wasserlöslichkeit des Polymers selbst sein, beispielsweise
durch seine unterschiedliche chemische Natur (Beispiel: Polyvinylalkohole mit unterschiedlichem
Acetalisierungsgrad), oder kann Resultat der Tatsache sein, daß Polymere mit unterschiedlicher
Wasserlöslichkeit gezielt gemischt werden oder daß in Polymer-Materialien mit beispielsweise
weniger guter Wasserlöslichkeit andere Materialien (beispielsweise gut wasserlösliche
anorganische oder organische Salze) eingelagert sind, die bei Kontakt mit Wasser schnell
in der Waschflotte, Spülflotte oder Reinigungsflotte in Lösung gehen und so ebenfalls
eine mit Poren oder Löchern versehene Struktur schaffen.
[0039] Als wasserlösliche Polymer-Materialien kommen grundsätzlich alle Polymer-Materialien
infrage, die sich unter den gegebenen Bedingungen (Temperatur, pH-Wert, Konzentration
an waschaktiven Komponenten) in wäßriger Phase mehr oder weniger vollständig lösen
können. Die Polymer-Materialien können besonders bevorzugt den Gruppen (acetalisierter)
Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Polyethylenoxid, Gelatine, Cellulose und deren
Derivate und Mischungen der genannten Materialien zugehören.
[0040] Polyvinylalkohole (abgekürzt PVAL) sind Polymere der allgemeinen Struktur
[-CH
2-CH(OH)-]
n
die in geringen Mengen auch Struktureinheiten des Typs
[-CH
2-CH(OH)-CH(OH)-CH
2-]
enthalten. Da das entsprechend Monomer (Vinylalkohol) in freier Form nicht beständig
ist, werden Polyvinylalkohole über polymeranaloge Reaktionen durch Hydrolyse, technisch
insbesondere durch alkalisch katalysierte Umesterung von Polyvinylacetaten mit Alkoholen,
vorzugsweise mit Methanol, erhalten. Durch diese technischen Verfahren sind auch PVAL
zugänglich, die einen vorbestimmten Restanteil an Acetat-Gruppen enthalten.
[0041] Handelsübliche PVAL (z.B. Mowiol®-Typen der Firma Hoechst) kommen als weißgelbliche
Pulver oder Granulate mit Polymerisationsgraden im Bereich von ca. 500 bis 2.500 (entsprechend
Molmassen von ca. 20.000 bis 100.000 g/mol) in den Handel und haben unterschiedliche
Hydrolysegrade von beispielsweise 98 bis 99 bzw. 87 bis 89 Mol-%. Sie sind also teilverseifte
Polyvinylacetate mit einem Restgehalt an Acetyl-Gruppen von beispielsweise etwa 1
bis 2 bzw. 11 bis 13 Mol-%.
[0042] Die Wasserlöslichkeit von PVAL kann man durch Nachbehandlung mit Aldehyden (Acetalisierung),
durch Komplexierung mit Ni- oder Cu-Salzen oder durch Behandlung mit Dichromaten,
Borsäure, Borax verringern und so gezielt auf gewünschte Werte einstellen. Folien
aus PVAL sind weitgehend undurchdringlich für Gase wie Sauerstoff, Stickstoff, Helium,
Wasserstoff, Kohlendioxid, lassen jedoch Wasserdampf hindurchtreten.
[0043] Beispiele geeigneter wasserlöslicher PVAL-Folien sind die unter Bezeichnung "SOLUBLON®"
von der Firma Syntana Handelsgesellschaft E. Harke GmbH & Co. erhältlichen PVAL-Folien.
Deren Löslichkeit in Wasser läßt sich Grad-genau einstellen, und es sind Folien dieser
Produktreihe erhältlich, die in allen für die Anwendung relevanten Temperaturbereichen
in wäßriger Phase löslich sind.
[0044] Polyvinylpyrrolidone, kurz als PVP bezeichnet, lassen sich durch die folgende allgemeine
Formel beschreiben:

PVP werden durch radikalische Polymerisation von 1-Vinylpyrrolidon hergestellt. Handelsübliche
PVP haben Molmassen im Bereich von ca. 2500 bis 750.000 g/mol und werden als weiße,
hygroskopische Pulver oder als wäßrige Lösungen angeboten.
[0045] Polyethylenoxide, kurz PEOX, sind Polyalkylenglykole der allgemeinen Formel
H-[O-CH
2-CH
2]
n-OH
die technisch durch basisch katalysierte Polyaddition von Ethylenoxid (Oxiran) in
meist geringe Mengen Wasser enthaltenden Systemen mit Ethylenglykol als Startmolekül
hergestellt werden. Sie haben Molmassen im Bereich von ca. 200 bis 5.000.000 g/mol,
entsprechend Polymerisationsgraden n von ca. 5 bis >100.000. Polyethylenoxide besitzen
eine äußerst niedrige Konzentration an reaktiven Hydroxy-Endgruppen und zeigen nur
noch schwache Glykol-Eigenschaften.
[0046] Gelatine ist ein Polypeptid (Molmasse: ca. 15.000 bis >250.000 g/mol), das vornehmlich
durch Hydrolyse des in Haut und Knochen von Tieren enthaltenen Kollagens unter sauren
oder alkalischen Bedingungen gewonnen wird. Die Aminosäuren-Zusammensetzung der Gelatine
entspricht weitgehend der des Kollagens, aus dem sie gewonnen wurde, und variiert
in Abhängigkeit von dessen Provenienz. Die Verwendung von Gelatine als wasserlösliches
Hüllmaterial ist insbesondere in der Pharmazie in Form von Hart- oder Weichgelatinekapseln
äußerst weit verbreitet. In Form von Folien findet Gelatine wegen ihres im Vergleich
zu den vorstehend genannten Polymeren hohen Preises nur geringe Verwendung.
[0047] Bevorzugt sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portionen, deren Umhüllung aus wasserlöslicher Folie aus mindestens
einem Polymer aus der Gruppe Stärke und Stärkederivate, Cellulose und Cellulosederivate,
insbesondere Methylcellulose und Mischungen hieraus besteht.
[0048] Stärke ist ein Homoglykan, wobei die Glucose-Einheiten α-glykosidisch verknüpft sind.
Stärke ist aus zwei Komponenten unterschiedlichen Molekulargewichts aufgebaut: aus
ca. 20 bis 30% geradkettiger Amylose (MG. ca. 50.000 bis 150.000) und 70 bis 80% verzweigtkettigem
Amylopektin (MG. ca. 300.000 bis 2.000.000). Daneben sind noch geringe Mengen Lipide,
Phosphorsäure und Kationen enthalten. Während die Amylose infolge der Bindung in 1,4-Stellung
lange, schraubenförmige, verschlungene Ketten mit etwa 300 bis 1200 Glucose-Molekülen
bildet, verzweigt sich die Kette beim Amylopektin nach durchschnittlich 25 Glucose-Bausteinen
durch 1,6-Bindung zu einem astähnlichen Gebilde mit etwa 1.500 bis 12.000 Molekülen
Glucose. Neben reiner Stärke sind zur Herstellung wasserlöslicher Umhüllungen der
Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen im Rahmen der vorliegenden
Erfindung auch Stärke-Derivate, die durch polymeranaloge Reaktionen aus Stärke erhältlich
sind. Solche chemisch modifizierten Stärken umfassen dabei beispielsweise Produkte
aus Veresterungen bzw. Veretherungen, in denen Hydroxy-Wasserstoffatome substituiert
wurden. Aber auch Stärken, in denen die Hydroxy-Gruppen gegen funktionelle Gruppen,
die nicht über ein Sauerstoffatom gebunden sind, ersetzt wurden, lassen sich als Stärke-Derivate
einsetzen. In die Gruppe der Stärke-Derivate fallen beispielsweise Alkalistärken,
Carboxymethylstärke (CMS), Stärkeester und -ether sowie Aminostärken.
[0049] Reine Cellulose weist die formale Bruttozusammensetzung (C
6H
10O
5)
n auf und stellt formal betrachtet ein β-1,4-Polyacetal von Cellobiose dar, die ihrerseits
aus zwei Molekülen Glucose aufgebaut ist. Geeignete Cellulosen bestehen dabei aus
ca. 500 bis 5000 Glucose-Einheiten und haben demzufolge durchschnittliche Molmassen
von 50.000 bis 500.000. Als Desintegrationsmittel auf Cellulosebasis verwendbar sind
im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Cellulose-Derivate, die durch polymeranaloge
Reaktionen aus Cellulose erhältlich sind. Solche chemisch modifizierten Cellulosen
umfassen dabei beispielsweise Produkte aus Veresterungen bzw. Veretherungen, in denen
Hydroxy-Wasserstoffatome substituiert wurden. Aber auch Cellulosen, in denen die Hydroxy-Gruppen
gegen funktionelle Gruppen, die nicht über ein Sauerstoffatom gebunden sind, ersetzt
wurden, lassen sich als Cellulose-Derivate einsetzen. In die Gruppe der Cellulose-Derivate
fallen beispielsweise Alkalicellulosen, Carboxymethylcellulose (CMC), Celluloseester
und -ether sowie Aminocellulosen.
[0050] Bevorzugte Umhüllungen aus wasserlöslichem Polymer-Material bestehen aus einem Polymer
mit einer Molmasse zwischen 5.000 und 500.000 Dalton, vorzugsweise zwischen 7.500
und 250.000 Dalton und insbesondere zwischen 10.000 und 100.000 Dalton. Das wasserlösliche
Polymer-Material, das die Umhüllung bildet, weist vorzugsweise eine Dicke von 1 bis
150 µm, vorzugsweise von 2 bis 100 µm, besonders bevorzugt von 5 bis 75 µm und insbesondere
von 10 bis 50 µm, auf.
[0051] Diese wasserlöslichen Folien aus Polymer-Material können nach verschiedenen Herstellverfahren
hergestellt werden. Hier sind prinzipiell Blas-, Kalandrier- und Gießverfahren zu
nennen. Bei einem bevorzugten Verfahren werden die Folien dabei ausgehend von einer
Schmelze mit Luft über einen Blasdorn zu einem Schlauch geblasen. Bei dem Kalandrierverfahren,
das ebenfalls zu den bevorzugt eingesetzten Herstellverfahren gehört, werden die durch
geeignete Zusätze plastifizierten Rohstoffe zur Ausformung der Folien verdüst. Hier
kann es insbesondere erforderlich sein, an die Verdüsungen eine Trocknung anzuschließen.
Bei dem Gießverfahren, das ebenfalls zu den bevorzugten Herstellverfahren gehört,
wird eine wäßrige Polymerzubereitung auf eine beheizbare Trockenwalze gegeben, nach
dem Verdampfen des Wassers wird optional gekühlt und die Folie als Film abgezogen.
Gegebenenfalls wird dieser Film vor oder während des Abziehens zusätzlich abgepudert.
[0052] Es entspricht einer weiteren, ebenfalls bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen bereitzustellen, die als
in Wasser desintegrierbare Umhüllung eine Umhüllung aus einem kristallinen Material
umfassen, wobei das kristalline Material organischer oder anorganischer Natur sein
kann. Typische Beispiele organischer kristalliner Materialien sind alle wasserlöslichen
kristallinen Materialien, insbesondere Zucker, während typische Beispiele anorganischer
kristalliner Materialien wasserlösliche Salze, insbesondere Schwermetall-freie Salze
sind. Besonders bevorzugt können dabei Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
sein, deren Umhüllungen aus einem kristallinen Material bestehen, das im Wasch-, Spül-
oder Reinigungsprozeß eine spezielle Funktion übernehmen kann, wenn es durch den Lösevorgang
in Wasser in die Waschflotte, Spülflotte oder Reinigungsflotte gelangt ist. Ein Beispiel
hierfür sind Polyphosphate. Diese können im Wasser enthaltene Calcium- und Magnesium-Ionen
komplexieren und dadurch dazu beitragen, daß eine Enthärtung des Wassers nicht separat
(beispielsweise durch Salz-Zusatz in der Geschirrspülmaschine) durchgeführt werden
muß.
[0053] Weiter bevorzugt sind erfindungsgemäß Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen,
deren Dichte - abhängig von den Komponenten (z. B. des Schaums) - im Bereich von 0,8
bis 1,7 g/ml liegt, vorzugsweise im Bereich von 0,9 bis 1,5 g/ml liegt. Waschmittel-,
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen mit einer derartigen Dichte können kostengünstig
hergestellt werden, da preiswert zur Verfügung stehende Gase oder Gasgemische ansonsten
zu verwendende Lösungsmittel als Füllstoff ersetzen können. Die resultierenden, relativ
großen Volumina der so hergestellten Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
haben darüber hinaus noch den weiteren Vorteil, daß dem gesetzlichen Erfordernis Rechnung
getragen wird, derartige Formkörper in einer Größe herzustellen, daß ein Verschlucken
der Portionen durch Kinder unmöglich ist.
[0054] Die erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen können
in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform noch einen oder mehrere weitere(n) waschaktive(n),
spülaktive(n) oder reinigungsaktive(n) Komponente(n) enthalten. Unter dem Begriff
"waschaktive Komponente" oder "spülaktive Komponente" oder "reinigungsaktive Komponente"
werden im Rahmen der vorliegenden Erfindung Zubereitungen aller denkbaren, im Zusammenhang
mit einem Wasch-, Spül- oder Reinigungsvorgang relevanten Substanzen verstanden. Dies
sind in erster Linie die eigentlichen Waschmittel, Spülmittel oder Reinigungsmittel
mit ihren im weiteren Verlauf der Beschreibung näher erläuterten Einzelkomponenten.
Darunter fallen Aktivstoffe wie die oben näher beschriebenen Tenside (anionische,
nicht-ionische, kationische und amphotere Tenside), Buildersubstanzen (anorganische
und organische Buildersubstanzen), Bleichmittel (wie beispielsweise Peroxo-Bleichmittel
und Chlor-Bleichmittel), Bleichaktivatoren, Bleichstabilisatoren, Bleichkatalysatoren,
Enzyme, spezielle Polymere (beispielsweise solche mit Cobuilder-Eigenschaften), Vergrauungsinhibitoren,
Farbstoffe und Duftstoffe (Parfums), ohne daß die Begriffe auf diese Substanzgruppen
beschränkt sind.
[0055] Es werden unter dem Begriff "waschaktive Komponenten", "spülaktive Komponenten" oder
"reinigungsaktive Komponenten" jedoch auch Waschhilfsmittel, Spülhilfsmittel oder
Reinigungshilfsmittel verstanden. Beispiele für diese sind optische Aufheller, UV-Schutzsubstanzen,
sog. Soil Repellents, also Polymere, die einer Wiederanschmutzung von Fasern oder
harten Oberflächen entgegenwirken, sowie Silberschutzmittel. Auch Wäsche-Behandlungsmittel
wie Weichspüler bzw. Geschirrspülmittel-Zusätze wie Klarspüler werden erfindungsgemäß
als "waschaktive Komponenten", "spülaktive Komponenten" oder "reinigungsaktive Komponenten"
betrachtet.
[0056] Die in den erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
verwendbaren Tenside wurden bereits oben im Detail beschrieben.
[0057] Neben den Tensiden sind Gerüststoffe die wichtigsten Inhaltsstoffe von Wasch- und
Reinigungsmitteln. In den erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
können üblicherweise in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzte Gerüststoffe enthalten
sein, insbesondere also Zeolithe, Silicate, Carbonate, organische Cobuilder und -
wo keine ökologischen Vorurteile gegen ihren Einsatz bestehen - auch Phosphate.
[0058] Geeignete kristalline, schichtförmige Natriumsilicate besitzen die allgemeine Formel
NaMSi
xO
2x+1 .H
2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine
Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Derartige kristalline
Schichtsilicate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung
EP-A-0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate der angegebenen Formel sind solche,
in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl
β- als auch δ-Natriumdisilicate Na
2Si
2O
5 · yH
2O bevorzugt, wobei β-Natriumdisilicat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden
kann, das in der internationalen Patentanmeldung
WO-A-91/08171 beschrieben ist.
[0059] Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilicate mit einem Modul Na
2O :SiO
2 von 1 : 2 bis 1 : 3,3, vorzugsweise von 1 : 2 bis 1 : 2,8 und insbesondere von 1
: 2 bis 1 : 2,6, welche löseverzögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen.
Die Löseverzögerung gegenüber herkömmlichen amorphen Natriumsilicaten kann dabei auf
verschiedene Weise, beispielsweise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/Verdichtung
oder durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird
unter dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silicate
bei Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für
kristalline Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der
gestreuten Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels
aufweisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften
führen, wenn die Silicatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder
sogar scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Produkte
mikrokristalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte
bis max. 50 nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige sogenannte
röntgenamorphe Silicate, welche ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen
Wassergläsern aufweisen, werden beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung
DE-A- 44 00 024 beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Silicate,
compoundierte amorphe Silicate und übertrocknete röntgenamorphe Silicate.
[0060] Ein gegebenenfalls eingesetzter feinkristalliner, synthetischer und gebundenes Wasser
enthaltender Zeolith ist vorzugsweise Zeolith A und/oder P. Als Zeolith des P-Typs
wird Zeolith MAP (z. B. Handelsprodukt: Doucil A24 der Firma Crosfield) besonders
bevorzugt. Geeignet sind jedoch auch Zeolith X sowie Mischungen aus A, X und/oder
P. Kommerziell erhältlich und im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugt einsetzbar
ist beispielsweise auch ein Co-Kristallisat aus Zeolith X und Zeolith A (ca. 80 Gew.-%
Zeolith X), das von der Firma CONDEA Augusta S.p.A. unter dem Markennamen VEGOBOND
AX® vertrieben wird und durch die Formel
nNa
2O·(1-n)K
2O·Al
2O
3·(2-2,5)SiO
2·(3,5-5,5)H
2O
beschrieben werden kann. Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchengröße von
weniger als 10 µm (Volumenverteilung; Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten
vorzugsweise 18 bis 22 Gew.-%, insbesondere 20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
[0061] Selbstverständlich ist in den erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersubstanzen möglich,
sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden werden sollte.
Geeignet sind insbesondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Pyrophosphate
und insbesondere der Tripolyphosphate.
[0062] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze
einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden
werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise sind dies Citronensäure,
Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure,
Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern deren Einsatz
aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen. Bevorzugte
Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure,
Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus diesen. Auch die Säuren an
sich können eingesetzt werden. Die Säuren besitzen neben ihrer Builderwirkung typischerweise
auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen somit auch zur Einstellung
eines niedrigeren und milderen pH-Wertes von Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen
gemäß der Erfindung. Insbesondere sind in diesem Zusammenhang Citronensäure, Bernsteinsäure,
Glutarsäure, Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen von diesen zu nennen.
[0063] Als Builder sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet. Dies sind beispielsweise
die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise
solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70.000 g/mol.
[0064] Bei den für polymere Polycarboxylate angegebenen Molmassen handelt es sich im Rahmen
der vorliegenden Erfindung um gewichtsmittlere Molmassen M
w der jeweiligen Säureform, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie
(GPC) bestimmt wurden, wobei ein UV-Detektor eingesetzt wurde. Die Messung erfolgte
dabei gegen einen externen Polyacrylsäure-Standard, der aufgrund seiner strukturellen
Verwandtschaft mit den untersuchten Polymeren realistische Molgewichtswerte liefert.
Diese Angaben weichen deutlich von den Molgewichtsangaben ab, bei denen Polystyrolsulfonsäuren
als Standard eingesetzt werden. Die gegen Polystyrolsäuren gemessenen Molmassen sind
in der Regel deutlich höher als die im Rahmen der vorliegenden Erfindung angegebenen
Molmassen.
[0065] Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molmasse von
2.000 bis 20.000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können aus
dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate bevorzugt sein, die Molmassen
von 2.000 bis 10.000 g/mol, besonders bevorzugt von 3.000 bis 5.000 g/mol, aufweisen.
[0066] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure oder der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders
geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis
90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molmasse,
bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2.000 bis 70.000 g/mol, vorzugsweise
20.000 bis 50.000 g/mol und insbesondere 30.000 bis 40.000 g/mol.
[0067] Die (co-)polymeren Polycarboxylate können entweder als Pulver oder als wäßrige Lösung
eingesetzt werden. Der Gehalt der erfindungsgemäßen Schaum-Formkörper an (co-)polymeren
Polycarboxylaten beträgt vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 3 bis 10 Gew.-%.
[0068] Zur Verbesserung der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfonsäuren,
wie beispielsweise in der
EP-B 0 727 448, Allyloxybenzolsulfonsäure und Methallylsulfonsäure als Monomer enthalten.
[0069] Insbesondere bevorzugt sich auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei
verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die gemäß der
DE-A 43 00 772 als Monomere Salze der Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate
oder gemäß der
DE-C 42 21 381 als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zucker-Derivate
enthalten.
[0071] Ebenso sind als weitere bevorzugte Buildersubstanzen polymere Aminodicarbonsäuren,
deren Salze oder deren Vorläufersubstanzen zu nennen. Besonders bevorzugt sind Polyasparaginsäuren
bzw. deren Salze und Derivate, von denen in der
deutschen Patentanmeldung DE-A 195 40 086 offenbart wird, daß sie neben Co-Builder-Eigenschaften auch eine bleichstabilisierende
Wirkung aufweisen.
[0072] Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, die durch Umsetzung von Dialdehyden
mit Polyolcarbonsäuren erhalten werden können, die 5 bis 7 Kohlenstoffatome und mindestens
3 Hydroxygruppen aufweisen, beispielsweise wie beschrieben in der
europäischen Patentanmeldung EP-A 0 280 223. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie Glyoxal, Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd
sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure
erhalten.
[0073] Weitere geeignete organische Buildersubstanzen sind Dextrine, beispielsweise Oligomere
bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten
werden können. Die Hydrolyse kann nach üblichen, beispielsweise säure- oder enzymkatalysierten
Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit
mittleren Molmassen im Bereich von 400 bis 500.000 g/mol. Dabei ist ein Polysaccharid
mit einem Dextrose-Äquivalent (DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis
30, bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung eines
Polysaccharids im Vergleich zu Dextrose ist, welche ein DE von 100 besitzt. Brauchbar
sind sowohl Maltodextrine mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe
mit einem DE zwischen 20 und 37 als auch sogenannte Gelbdextrine und Weißdextrine
mit höheren Molmassen im Bereich von 2.000 bis 30.000 g/mol. Ein bevorzugtes Dextrin
ist in der
britischen Patentanmeldung 94 19 091 beschrieben.
[0075] Auch Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten, vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat
sind weitere geeignete Co-Builder. Dabei wird Ethylendiamin-N,N'-disuccinat (EDDS),
dessen Synthese beispielsweise in der Druckschrift
US-A 3,158,615 beschrieben wird, bevorzugt in Form seiner Natrium- oder Magnesiumsalze verwendet.
Weiterhin bevorzugt sind in diesem Zusammenhang auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate,
wie sie beispielsweise in den
US-Patentschriften US-A 4,524,009 und
US-A 4,639,325, in der
europäischen Patentanmeldung EP-A 0 150 930 und in der
japanischen Patentanmeldung JP-A 93/339,896 beschrieben werden. Geeignete Einsatzmengen liegen in zeolithhaltigen und/oder silicathaltigen
Formulierungen bei 3 bis 15 Gew.-%.
[0076] Weitere brauchbare organische Co-Builder sind beispielsweise acetylierte Hydroxycarbonsäuren
bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lactonform vorliegen können und welche
mindestens 4 Kohlenstoffatome und wenigstens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei
Säuregruppen enthalten. Derartige Co-Builder werden beispielsweise in der internationalen
Patentanmeldung WO 95/20029 beschrieben.
[0077] Eine weitere Substanzklasse mit Co-Builder-Eigenschaften stellen die Phosphonate
dar. Dabei handelt es sich insbesondere um Hydroxyalkan- bzw. Aminoalkanphosphonate.
Unter den Hydroalkanphosphonaten ist das 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat (HEDP) von
besonderer Bedeutung als Co-Builder. Es wird vorzugsweise als Natriumsalz eingesetzt,
wobei das Dinatriumsalz neutral und das Tetranatriumsalz alkalisch (pH = 9) reagiert.
Als Aminoalkanphosphonate kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphosphonat
(EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat (DTPMP) sowie deren höhere Homologe
in Frage. Sie werden vorzugsweise in Form der neutralreagierenden Natriumsalze, z.B.
als Hexanatriumsalz der EDTMP bzw. als Hepta- und Octanatriumsalz der DTPMP, eingesetzt.
Als Builder wird dabei aus der Klasse der Phosphonate bevorzugt HEDP verwendet. Die
Aminoalkanphosphonate besitzen zudem ein ausgeprägtes Schwermetallbindevermögen. Dementsprechend
kann es, insbesondere wenn die erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
auch Bleiche enthalten, bevorzugt sein, Aminoalkanphosphonate, insbesondere DTPMP,
einzusetzen oder Mischungen aus den genannten Phosphonaten zu verwenden.
[0078] Darüber hinaus können alle Verbindungen, die in der Lage sind, Komplexe mit Erdalkalimetallionen
zu bilden, als Co-Builder eingesetzt werden.
[0079] Neben den genannten Bestandteilen Tensid und Builder können die erfindungsgemäßen
Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen einen oder mehrere weitere
in Wasch-, Spül- oder Reinigungsmitteln übliche Inhaltsstoffe aus der Gruppe der Bleichmittel,
Bleichaktivatoren, Enzyme, Duftstoffe, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe,
Schauminhibitoren, Siliconöle, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren,
Farbübertragungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren enthalten.
[0080] Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H
2O
2 liefernden Verbindungen haben das Natriumperborat-tetrahydrat und das Natriumperborat-monohydrat
besondere Bedeutung. Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat,
Peroxypyrophosphate, Citratperhydrate sowie H
2O
2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Perbenzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure,
Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandisäure. Werden Reinigungs- oder Bleichmittel-Zubereitungen
für das maschinelle Geschirrspülen hergestellt, so können auch Bleichmittel aus der
Gruppe der organischen Bleichmittel eingesetzt werden. Typische organische Bleichmittel
sind die Diacylperoxide, wie z.B. Dibenzoylperoxid. Weitere typische organische Bleichmittel
sind die Peroxysäuren, wobei als Beispiele besonders die Alkylperoxysäuren und die
Arylperoxysäuren genannt werden. Bevorzugte Vertreter sind (a) die Peroxybenzoesäure
und ihre ringsubstituierten Derivate, wie Alkylperoxybenzoesäuren, aber auch Peroxy-α-Naphtoesäure
und Magnesiummonoperphthalat; (b) die aliphatischen oder substituiert aliphatischen
Peroxysäuren, wie Peroxylaurinsäure, Peroxystearinsäure, ε-Phthalimidoperoxy-capronsäure
[Phthaloiminoperoxyhexansäure (PAP)], o-Carboxybenzamido-peroxycapronsäure, N-Nonenylamidoperadipinsäure
und N-Nonenylamidoper-succinate; und (c) aliphatische und araliphatische Peroxydicarbonsäuren,
wie 1,12-Diperoxycarbonsäure, 1,9-Diperoxyazelainsäure, Diperocysebacinsäure, Diperoxybrassylsäure,
die Diperoxyphthalsäuren, 2-Decyldiperoxybutan-1,4-disäure, N,N-Terephthaloyl-di(6-aminopercapronsäure).
[0081] Als Bleichmittel in Zusammensetzungen für das maschinelle Geschirrspülen können auch
Chlor oder Brom freisetzende Substanzen eingesetzt werden. Unter den geeigneten Chlor
oder Brom freisetzenden Materialien kommen beispielsweise heterocyclische N-Brom-
und N-Chloramide, beispielsweise Trichlorisocyanursäure, Tribromisocyanursäure, Dibromisocyanursäure
und/oder Dichlorisocyanursäure (DICA) und/oder deren Salze mit Kationen wie Kalium
und Natrium in Betracht. Hydantoinverbindungen, wie 1,3-Dichlor5,5-dimethylhydantoin
sind ebenfalls geeignet.
[0082] Um beim Waschen oder Reinigen bei Temperaturen von 60 °C und darunter eine verbesserte
Bleichwirkung zu erreichen, können Bleichaktivatoren in die Wasch- und Reinigungsmittel-Portionen
eingearbeitet werden. Als Bleichaktivatoren können Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen
aliphatische Peroxocarbonsäuren mit vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2
bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt
werden. Geeignet sind Substanzen, die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl
und/oder gegebenenfalls substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach
acylierte Alkylendiamine, insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte
Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT),
acylierte Glykolurile, insbesondere Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere
N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder
Isononanoyloxybenzolsulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, insbesondere
Phthalsäureanhydrid, acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat
und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran.
[0083] Zusätzlich zu den konventionellen Bleichaktivatoren oder an deren Stelle können auch
sogenannte Bleichkatalysatoren in die Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
gemäß der Erfindung eingearbeitet werden. Bei diesen Stoffen handelt es sich um bleichverstärkende
Übergangsmetallsalze bzw. Übergangsmetallkomplexe wie beispielsweise Mn-, Fe-, Co-,
Ru - oder Mo-Salenkomplexe oder -carbonylkomple-xe. Auch Mn-, Fe-, Co-, Ru-, Mo-,
Ti-, V- und Cu-Komplexe mit N-haltigen Tripod-Liganden sowie Co-, Fe-, Cu- und Ru-Amminkomplexe
sind als Bleichkatalysatoren verwendbar.
[0084] Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Cellulasen
bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder
Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces griseus gewonnene
enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere
Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen,
beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase oder Protease und
Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase und Lipase oder
Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Cellulase-haltige Mischungen von
besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in einigen Fällen
als geeignet erwiesen. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert und/oder in Hüllsubstanzen
eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der Anteil der Enzyme,
Enzymmischungen oder Enzymgranulate in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen kann
beispielsweise etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis etwa 2 Gew.-% betragen.
[0085] Enzyme werden nach dem Stand der Technik in erster Linie einer Reinigungsmittel-Zubereitung
zugesetzt, insbesondere einem Geschirrspülmittel zugesetzt, das für den Hauptspülgang
bestimmt ist. Nachteil war dabei, daß das Wirkungsoptimum verwendeter Enzyme die Temperaturwahl
beschränkte und auch Probleme bei der Stabilität der Enzyme im stark alkalischen Milieu
auftraten. Mit den erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
ist es möglich, Enzyme auch im Vorspülgang zu verwenden und damit den Vorspülgang
zusätzlich zum Hauptspülgang für eine Enzymeinwirkung auf Verschmutzungen des Spülguts
zu nutzen.
[0086] Erfindungsgemäß besonders bevorzugt ist also, der für den Vorspülgang vorgesehenen
waschaktiven Zubereitung oder Teilportion einer Reinigungsmittel-Portion Enzyme zuzusetzen.
Die Enzyme sind weiter bevorzugt für den Einsatz unter den Bedingungen des Vorspülgangs,
also beispielsweise in kaltem Wasser, optimiert.
[0087] Vorteilhaft können die erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
dann sein, wenn die Enzymzubereitungen flüssig vorliegen, wie sie teilweise im Handel
angeboten werden, weil dann eine schnelle Wirkung erwartet werden kann, die bereits
im (relativ kurzen und in kaltem Wasser durchgeführten) Vorspülgang eintritt. Auch
wenn - wie üblich - die Enzyme in fester Form eingesetzt werden und diese mit einer
Umhüllung aus einem wasserlöslichen Material versehen sind, das bereits in kaltem
Wasser löslich ist, können die Enzyme bereits vor dem Hauptwaschgang bzw. Hauptreinigungsgang
ihre Wirkung entfalten. Vorteil der Verwendung einer Umfassung aus wasserlöslichem
Material, insbesondere aus kaltwasserlöslichem Material ist, daß das Enzym/die Enzyme
in kaltem Wasser nach Auflösen der Umfassung schnell zur Wirkung kommt/kommen. Damit
kann deren Wirkungszeit ausgedehnt werden, was dem Wasch- bzw. Spülergebnis zugute
kommt.
[0088] Die Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen gemäß der Erfindung
enthalten gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform noch weitere Additive,
wie sie aus dem Stand der Technik als Additive für Wasch- bzw. Spül- bzw. Reinigungsmittel-Zubereitungen
bekannt sind. Diese können entweder einer oder mehreren, im Bedarfsfall auch allen
Teil-Portionen (waschaktiven Zubereitungen) der erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portionen zugesetzt werden oder - wie in der parallel anhängigen
Patentanmeldung Nr.
199 29 098.9 mit dem Titel "Wirkstoff-Portionspackung" beschrieben - in die wasserlöslichen, die
Zubereitungen umhüllenden Materialien, also beispielsweise in die wasserlöslichen
Folien, aber auch in die erfindungsgemäßen Kapseln oder Coatings eingearbeitet werden.
[0089] Eine bevorzugte Gruppe erfindungsgemäß verwendeter Additive sind optische Aufheller.
Verwendet werden können hier die in Waschmitteln üblichen optischen Aufheller. Diese
werden als wäßrige Lösung oder als Lösung in einem organischen Lösungsmittel der Polymerlösung
beigegeben, die in die Folie umgewandelt wird, oder werden einer TeilPortion (waschaktiven
Zubereitung) einer Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion in fester
oder flüssiger Form zugesetzt. Beispiele für optische Aufheller sind Derivate von
Diaminostilbendisulfonsäure bzw. deren Alkalimetallsalze. Geeignet sind z. B. Salze
der 4, 4'-Bis(2-anilino-4-morpholino1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine
Diethanolamino-Gruppe, eine Methylamino-Gruppe, eine Anilino-Gruppe oder eine 2-Methoxyethylamino-Gruppe
tragen. Weiterhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle in den
Teil-Portionen (waschaktiven Zubereitun-gen) der erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel-Portionen
enthalten sein, z. B. die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl-)diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl-)diphenyls
oder 4-(4-Chlorstyryl-)4'-(2-sulfostyryl-)diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten
Aufheller können verwendet werden.
[0090] Eine weitere erfindungsgemäß bevorzugte Gruppe von Additiven sind UV-Schutz-Substanzen.
Dabei handelt es sich um Stoffe, die beim Waschprozeß oder bei dem nachfolgenden Weichspülprozeß
in der Waschflotte freigesetzt werden und die sich auf der Faser akkumulativ anhäufen,
um dann einen UV-Schutz-Effekt zu erzielen. Geeignet sind die unter der Bezeichnung
Tinosorb
R im Handel befindlichen Produkte der Firma Ciba Speciality Chemicals.
[0091] Weitere denkbare und in speziellen Ausführungsformen bevorzugte Additive sind Tenside,
die insbesondere die Löslichkeit der wasserlöslichen Folie beeinflussen können, aber
auch deren Benetzbarkeit und die Schaumbildung beim Auflösen steuern können, sowie
Schauminhibitoren, aber auch Bitterstoffe, die ein versehentliches Verschlucken solcher
Verpackungen oder Teile solcher Verpackungen von Kindern verhindern können.
[0092] Eine weitere erfindungsgemäß bevorzugte Gruppe von Additiven sind Farbstoffe, insbesondere
wasserlösliche oder wasserdispergierbare Farbstoffe. Bevorzugt sind hier Farbstoffe,
wie sie zur Verbesserung der optischen Produktanmutung in Wasch- und Reinigungsmitteln
üblicherweise eingesetzt werden. Die Auswahl derartiger Farbstoffe bereitet dem Fachmann
keine Schwierigkeiten, insbesondere da derartige übliche Farbstoffe eine hohe Lagerstabilität
und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portionen und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität
gegenüber Textilfasern haben, um diese nicht anzufärben. Die Farbstoffe sind erfindungsgemäß
in den Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen in Mengen von unter
0,01 Gew.-% zugegen.
[0093] Eine weitere Klasse von Additiven, die erfindungsgemäß den Waschmittel-, Spülmittel-
oder Reinigungsmittel-Portionen zugesetzt werden kann, sind Polymere. Unter diesen
Polymeren kommen zum einen Polymere in Frage, die beim Waschen oder Reinigen bzw.
Spülen Cobuilder-Eigenschaften zeigen, also zum Beispiel Polyacrylsäuren, auch modifizierte
Polyacrylsäuren oder entsprechende Copolymere. Eine weitere Gruppe von Polymeren sind
Polyvinylpyrrolidon und andere Vergrauungsinhibitoren, wie Copolymere von Polyvinylpyrrolidon,
Cellulose-Ether und dergleichen. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
kommen als Polymere auch sogenannte Soil Repellents in Frage, wie sie dem Wasch- und
Reinigungsmittel-Fachmann bekannt sind und nachfolgend im einzelnen beschrieben werden.
[0094] Eine weitere Gruppe von Additiven sind Bleichkatalysatoren, insbesondere Bleichkatalysatoren
für maschinelle Geschirrspülmittel oder Waschmittel. Verwendet werden hier Komplexe
des Mangans und des Cobalts, insbesondere mit stickstoffhaltigen Liganden.
[0095] Eine weitere im Sinne der Erfindung bevorzugte Gruppe von Additiven sind Silberschutzmittel.
Es handelt sich hier um eine Vielzahl von meist cyclischen organischen Verbindungen,
die ebenfalls dem hier angesprochen Fachmann geläufig sind und dazu beitragen, das
Anlaufen von Silber enthaltenden Gegenständen beim Reinigungsprozeß zu verhindern.
Spezielle Beispiele können Triazole, Benzotriazole und deren Komplexe mit Metallen
wie beispielsweise Mn, Co, Zn, Fe, Mo, W oder Cu sein.
[0096] Als weitere erfindungsgemäße Zusätze können die Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
auch sogenannte Soil Repellents enthalten, also Polymere, die auf Fasern oder harte
Flächen (beispielsweise auf Porzellan und Glas) aufziehen, die Öl- und Fettauswaschbarkeit
aus Textilien positiv beeinflussen und damit einer Wiederanschmutzung gezielt entgegenwirken.
Dieser Effekt wird besonders deutlich, wenn ein Textil oder ein harter Gegenstand
(Porzellan, Glas) verschmutzt wird, das/der bereits vorher mehrfach mit einer erfindungsgemäßen
Portion, das diese öl- und fettlösende Komponente enthält, gewaschen oder gereinigt
wurde. Zu den bevorzugten öl- und fettlösenden Komponenten zählen beispielsweise nichtionische
Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose mit einem Anteil
an Methoxy-Gruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropoxy-Gruppen von 1 bis 15
Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie die aus dem Stand
der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure bzw. von
deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglykolterephthalaten
oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen. Besonders
bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate der Phthalsäure- und der Terephthalsäure-Polymere.
[0097] Alle diese Additive werden den erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
in Mengen bis höchstens 30 Gew.-%, vorzugsweise 2 bis 20 Gew.-%, zugesetzt. Wie bereits
gesagt, kann der Zusatz auch zu einem Material einer wasserlöslichen Umfassung erfolgen,
das die oder eine der waschaktive(n) Zubereitung(en) umfaßt. Um die Ausgewogenheit
der Rezeptur zu erhalten, ist es dem Fachmann daher möglich, das Kunststoffmaterial
für die Umfassung entweder in seinem Gewicht zu steigern, um so den Depot-Effekt der
gemäß Erfindung erzielt wird, auszunutzen oder aber die genannten Additive zusätzlich
zumindest anteilsweise in der restlichen Portion zu halten. Dies ist jedoch weniger
bevorzugt.
[0098] Duftstoffe werden den erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
zugesetzt, um den ästhetischen Gesamteindruck der Produkte zu verbessern und dem Verbraucher
neben der technischen Leistung (Weichspülergebnis) ein sensorisch typisches und unverwechselbares
Produkt zur Verfügung zu stellen. Als Parfümöle oder Duftstoffe können einzelne Riechstoff-Verbindungen
verwendet werden, beispielsweise die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether,
Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe. Riechstoff-Verbindungen vom Typ
der Ester sind beispielsweise Benzyl-acetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-t-Butylcyclohexylacetat,
Linalylacetat, Dimethylbenz-ylcarbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat,
Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat.
Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether. Zu den Aldehyden zählen z. B.
lineare Alkanale mit 8 bis 18 C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd,
Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lileal und Bourgeonal.
[0099] Zu den Ketonen zählen die lonone, α-Isomethylionon, und Methylcedrylketon. Zu den
Alkoholen zählen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol
und Terpineol. Zu den Kohlenwasserstoffen zählen hauptsächlich Terpene wie Limonen
und Pinen. Bevorzugt werden Mischungen verschie-dener Riechstoffe verwendet, die so
aufeinander abgestimmt sind, daß sie gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen.
Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoff-Gemische enthalten, wie sie aus
pflanzlichen Quellen zugänglich sind. Beispiele sind Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouli-,
Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskatöl, Salbeiöl, Kamillenöl,
Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl,
Olibanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliol, Orangenschalenöl
und Sandelholzöl.
[0100] Üblicherweise liegt der Gehalt an Duftstoffen im Bereich bis zu 2 Gew.-% der gesamten
Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion.
[0101] Die Duftstoffe können direkt in die Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
eingearbeitet werden; es kann aber auch vorteilhaft sein, die Duftstoffe auf Träger
aufzubringen, die die Haftung des Parfüms auf der Wäsche verstärken und durch eine
langsamere Duftfreisetzung für langanhaltenden Duft der Textilien sorgen. Als solche
Trägermaterialien haben sich beispielsweise Cyclodextrine bewährt. Dabei können die
Cyclodextrin-Parfüm-Komplexe zusätzlich noch mit weiteren Hilfsstoffen beschichtet
werden.
[0102] Die Parfüm- und Duftstoffe können grundsätzlich in jeder der Teil-Portionen (waschaktive
Zubereitungen) der erfindungsgemäßen Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
enthalten sein. Besonders bevorzugt ist es jedoch, daß sie in einem Waschmittel in
einer für den Nachwaschgang oder Weichspülgang vorgesehenen Teil-Waschmittel-Portion
bzw. in einem Reinigungsmittel, besonders in einem Geschirrspülmittel, in einer für
den Nachspülgang bzw. Klarspülgang vorgesehenen Teil-Reinigungsmittel-Portion, speziell
Teil-Spülmittel-Portion, enthalten sind. Sie müssen daher erfindungsgemäß von einem
nur bei den Bedingungen (insbesondere bei der Temperatur) des Nachwaschgangs bzw.
Nachspülgangs wasserlöslichen, bei den Bedingungen (insbesondere bei der Temperatur)
der vorangehenden Waschgänge bzw. Spülgänge wasserunlöslichen Material, insbesondere
von einer entsprechenden Folie oder Kapsel umfaßt sein. Erfindungsgemäß ist dies beispielsweise
mit einem aus mehreren Kammern bestehenden Beutel aus Folien unterschiedlicher Wasserlöslichkeit
machbar.
[0103] Gemäß zwei weiteren bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung werden Waschmittel-,
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen mit einem in Innern der in Wasser desintegrierbaren
Umhüllung herrschenden Druck des aufschäumenden Gases/der aufschäumenden Gase geschaffen,
der mindestens gleich dem Atmosphärendruck ist, der jedoch - weiter bevorzugt - größer
als Atmosphärendruck ist. Damit wird in vorteilhafter Weise ermöglicht, daß ein Eindringen
von Feuchtigkeit in das Innere der Umhüllung erschwert wird und die im Innern enthaltenen
Komponenten der Portion besser vor einem schädigenden Einfluß geschützt ist. Dies
kann in einer alternativen Ausführungsform der Erfindung auch erreicht werden, indem
man eine oder mehrere in der Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion
enthaltene Komponenten, die in Gefahr sind, in Gegenwart von Feuchtigkeit einem teilweisen
oder vollständigen Aktivitätsverlust zu unterliegen, vor dem Zutritt von Wasser oder
Feuchtigkeit durch ein Coating schützt.
[0104] Im Hinblick auf die Notwendigkeit, die desintegrierbare Umhüllung der Waschmittel-,
Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen vor einer vorzeitigen Desintegration durch
Wasser zu schützen, sollte der Wassergehalt der Komponenten des Schaum-Formkörpers
gemäß der Erfindung beschränkt werden. Er liegt in einer besonders bevorzugten Ausführungsform
bei höchstens 15 Gew.-%, weiter bevorzugt bei 1 bis 10 Gew.-%,
[0105] Bei der Herstellung der Umhüllungen der Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portionen
kann man beispielsweise zwei Folien unterschiedlicher Zusammensetzung parallel ablaufen
lassen und daraus die aus den beiden verschiedenen Materialien gebildeten Folien zusammensetzen.
Die allgemeine Vorgehensweise ist als solche aus dem Stand der Technik wohlbekannt
und bedarf keiner weiteren Erläuterung.
[0106] Besonders bevorzugt ist ein Verfahren, bei dem die Komponenten der Umhüllung nach
der chemischen Synthese (Ausbildung der Bindungen wie vorstehend beschrieben) extrudiert
und zu Granulaten verarbeitet werden, wofür - je nach der Temperaturstabilität der
beteiligten Verbindungen - auch eine erhöhte Temperatur angewendet werden kann. Die
erhaltenen Granulate werden bei Bedarf aufgeschmolzen, gegebenenfalls in Gegenwart
eines Plastifiziermittels, und werden dann z. B. nach herkömmlichen, an sich bekannten
Verfahren zu Schlauchbeuteln verarbeitet.
[0107] Eine weitere, erfindungsgemäß anwendbare Verfahrensweise ist unter der Bezeichnung
"rotary die"-Verfahren bekannt. Bei diesem laufen zwei vorher hergestellte Folien,
die beispielsweise die vorstehend beschriebenen Charakteristiken haben können, in
einem mehr oder weniger spitzen Winkel in den Walzenspalt eines Walzenpaares, dessen
Oberflächen mit z. B. halbkugelförmigen Vertiefungen versehen sind. Auf der Höhe des
Walzenspaltes wird in die zusammenlaufenden Folien die Mischung aus waschaktiven,
spülaktiven oder reinigungsaktiven "Inhalts-"Komponenten eingefüllt, die sich dann
- in den beispielsweise halbkugelförmigen Vertiefungen - zu einer mit den Komponenten
gefüllten Kugel-Portion mit einer vollständigen Umhüllung aus der Folie formen lassen.
Auch dieses Verfahren ist allgemein bekannt und bedarf daher an dieser Stelle keiner
weiteren Beschreibung.
[0108] Die Erfindung betrifft darüber hinaus auch noch ein Waschverfahren, insbesondere
Verfahren zum maschinellen Waschen von Wäsche, in dem man das Waschgut mit Wasser
und einer oder mehreren Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion(en)
gemäß der obigen detaillierten Beschreibung in Kontakt bringt.
[0109] Die Erfindung betrifft weiter ein Spülverfahren, insbesondere Verfahren zum maschinellen
Spülen von Geschirr, Glas und Metall, in dem man das Spülgut mit Wasser in Kontakt
bringt, in dem eine oder mehrere Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion(en)
gemäß der obigen detaillierten Beschreibung der Einwirkung des Wassers ausgesetzt
sind.
[0110] Die Erfindung betrifft abschließend auch ein Reinigungsverfahren, insbesondere Verfahren
zur Reinigung harter Oberflächen, in dem man das zu reinigende Gut mit Wasser und
einer oder mehreren Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion(en) nach
der obigen detaillierten Beschreibung in Kontakt bringt.
[0111] Die Erfindung betrifft weiter auch ein Reinigungsverfahren, insbesondere Verfahren
zur Reinigung harter Oberflächen, in dem man das zu reinigende Gut mit Wasser in Kontakt
bringt, in dem eine oder mehrere Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion(en)
gemäß der obigen detaillierten Beschreibung der Einwirkung des Wassers ausgesetzt
sind.
[0112] Die Erfindung wird weiter durch die nachfolgenden Beispiele erläutert, ohne jedoch
auf diese beschränkt zu sein.
Beispiele 1 bis 5
[0113] Es wurden die folgenden Rezepturen für Waschmittel auf an sich bekannem Weg durch
zusammengeben und Mischen der in der nachfolgenden Tabelle 1 angegebenen Komponenten
hergestellt. Die Rezepturen wurden in wasserlösliche PVA-Folien abgefüllt.
[0114] Die so hergestellten Waschmittel-Portionen konnten erfolgreich im Waschprozeß verwendet
werden und erbrachten hervorragende Waschleistungen.
Tabelle 1
| Rezepturbeispiele für Waschmittel-Portionen |
| Beispiel Nr. |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
| |
|
|
|
|
|
| ABS-Pulver |
- |
20 |
15,5 |
- |
20 |
| Sulfopon 1218 G |
- |
- |
- |
1,5 |
- |
| Lutensol AO 7 |
- |
- |
- |
- |
10 |
| Lutensol AO 5 |
- |
- |
- |
- |
15 |
| Lutensol AO 3 |
- |
- |
- |
- |
10 |
| Dehydol LT 7 |
- |
35 |
27,6 |
- |
- |
| Dehydol LS 5 |
38 |
- |
- |
- |
- |
| Dehypon LS 54 |
17,73 |
21,85 |
- |
- |
- |
| Dehypon LS 52 R |
- |
- |
- |
61,6 |
- |
| Tixogel MP 250 = modifiziertes Schichtsilicat |
- |
- |
- |
0,6 |
- |
| Propylencarbonat |
1,14 |
0,92 |
- |
1,8 |
0,8 |
| Thixatrol Plus |
0,29 |
0,23 |
- |
- |
0,2 |
| Perborat-monohydrat |
15 |
- |
19,3 |
14 |
- |
| TAED-Granulat |
5 |
- |
- |
5,5 |
- |
| Propylenglykol |
- |
- |
- |
- |
19 |
| Triethylacetylcitrat |
- |
- |
22,1 |
- |
- |
| Tri-Natriumcitrat wasserfrei |
15 |
10 |
- |
10 |
- |
| Na-SKS-6 |
- |
- |
6,9 |
- |
- |
| Soda |
- |
- |
- |
- |
13,2 |
| Sokalan CP 5-Pulver |
3,2 |
5,2 |
5,5 |
- |
5 |
| Turpinal 2 NZ (HEDP 2Na-Salz) |
1 |
1,2 |
1,1 |
1 |
1,2 |
| Velvetol 251C = Soil repellant |
- |
- |
- |
0,2 |
- |
| UV-Absorber Tinosorb FD |
- |
- |
0,1 |
- |
- |
| opt Aufheller Tinopal CBS-X |
0,1 |
0,1 |
- |
0,1 |
0,1 |
| Siliconentschäumer VP1132 |
0,5 |
0,5 |
0,3 |
0,2 |
0,5 |
| Parfüm |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Protease |
+ |
+ |
- |
+ |
+ |
| Amylase |
+ |
+ |
- |
+ |
+ |
| Farbstoff |
+ |
+ |
- |
+ |
+ |
| Restsalze |
Auf 100 |
Auf 100 |
Auf 100 |
Auf 100 |
Auf 100 |
[0115] Die angegebenen Handelsnamen stehen für Produkte der folgenden chemischen Zusammensetzung:
- ABS-Pulver =
- Alkylbenzolsulfonat 90%ig ex Fa. Unger
- Sulfopon 1218 G =
- C12-C18 Fettalkoholsulfat Granulat ex Fa. Cognis
- Lutensol AO7 =
- C13C15-Oxoalkoholethoxylat mit 7 Mol EO
- Lutensol AO5 =
- C13C15-Oxoalkoholethoxylat mit 5 Mol EO
- Lutensol AO3 =
- C13C15-Oxoalkoholethoxylat mit 3 Mol EO
- Dehydol LT7 =
- C12-C18-Fettalkoholethoxylat mit 7 Mol EO ex Fa. Cognis
- Dehydol LS5 =
- C12-C14-Fettalkoholethoxylat mit 5 Mol EO ex Fa. Cognis
- Dehypon LS54 =
- C12-C14-Fettalkoholethoxylat/propoxylat mit 5 Mol EO und 4 Mol PO ex Fa. Cognis
- Dehypon LS 52R =
- C12-C14-Fettalkoholethoxylat/propoxylat random mit 5 Mol EO und 2 Mol PO ex Fa. Cognis
- Tixogel MP 250 =
- organisch modifiziertes Schichtsilikat ex Fa. Südchemie
- Thixatrol Plus =
- Diamidwachsmischung ex Fa. Rheox
- TAED =
- Tetraacetyldiamin ex Fa. Warwick
- Triacetin =
- Glycerintriacetat ex Fa. Cognis
- Na-SKS-6 =
- ex Fa. Clariant
- Sokalan CP 5 =
- Polycarboxylat ex Fa. BASF
- Turpinal 2NZ =
- Hydroxyethandiphosphonsäure-di-Natrium-Salz ex. Fa. Cognis
- Velvetol 251 C =
- Terephthalsäure-Ethyleglycol-PEG-Polyester ex Fa. Rhodia
- Tinopal CBS-X =
- opt. Aufheller ex Fa. Ciba
- Tinosorb FD =
- UV-Absorber ex Fa. Ciba
- VP1132 =
- Siliconentschäumer ex. Fa. Wacker
- Marlox MO 154 =
- C12-C14-Fettalkoholethoxylat/propoxylat mit 5 Mol EO und 4 Mol PO ex Fa. Condea
- Marlinat 242/90M =
- C12-C14 Fettalkoholpolyethylenglycol-(2EO)-ethersulfat - Monoisopropanolaminsalz ex
Fa. Condea
- LAS-Mipa =
- Lineares Alkylbenzolsulfonat Monoisopropylamin-Salz ex Fa. Condea
- Edenor K12-18 =
- C12-C18 Fettsäure ex Fa. Cognis
Beispiele 6 bis 9
[0116] Weitere Waschmittel-Rezepturen für Waschmittel ohne Feststoff-Anteil gemäß der nachfolgenden
Tabelle 2 wurden wie oben beschrieben hergestellt. Die in der Tabelle angegebenen
Komponenten sind die vorstehend aufgeführten chemischen Komponenten.
[0117] Die so hergestellten Waschmittel-Portionen konnten erfolgreich im Waschprozeß verwendet
werden und erbrachten hervorragende Waschleistungen.
Tabelle 2
| Komponente / Beispiel Nr. |
6 |
7 |
8 |
9 |
| Marlox MO 154 |
26 |
26 |
- |
22,5 |
| Lutensol AO 3 |
- |
- |
18,2 |
- |
| Lutensol AO 7 |
- |
- |
40 |
- |
| LAS-Mipa |
- |
- |
20 |
28 |
| Marlinat 242/90M |
24 |
24 |
- |
- |
| Edenor K12-18 |
15 |
15 |
- |
22,3 |
| Ethanol |
- |
- |
- |
3,5 |
| Glycerin |
- |
21,8 |
- |
1 |
| Propylenglycol |
8,3 |
- |
- |
15 |
| Polyethylenglycol 400 |
20 |
- |
- |
- |
| Triethanolamin |
- |
10,2 |
- |
- |
| Monoethanolamin |
4,2 |
- |
- |
6,3 |
| Triacetin |
|
- |
18,2 |
- |
| Hydroxyethandiphosphonsäure |
- |
0,5 |
- |
- |
| Tinopal CBS-X |
- |
- |
0,1 |
0,1 |
| Siliconentschäumer |
- |
- |
+ |
- |
| Parfüm |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Protease |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Amylase |
+ |
+ |
+ |
- |
| Cellulase |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Farbstoff |
+ |
+ |
+ |
+ |
1. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion, umfassend einen Schaum-Formkörper
mit mindestens einem Tensid, gegebenenfalls zusammen mit einem oder mehreren weiteren
waschaktiven, spülaktiven oder reinigungsaktiven Bestandteil(en), und mindestens ein
mit den anderen Bestandteilen verträgliches, in der Portion feinverteiltes Gas, das
nicht zu einer einzigen Gasblase zusammenläuft, in mindestens einer in Wasser desintegrierbaren
Umhüllung, wobei der Schaum eine Dispersion von Gas(en) in einer relativ kleinen flüssigen
Phase ist, wobei die die Tensid(e) umfassende Phase die kontinuierliche flüssige Phase
ist und darin eine Gasphase dispergiert ist, wobei der Gasanteil, bezogen auf das
Volumen, von 20 bis 90 % beträgt.
2. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 1, umfassend
mindestens ein anionisches Tensid.
3. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 1 oder Anspruch
2, umfassend als anionisches Tensid ein Tensid aus der Gruppe Fettalkoholsufat, Fettalkoholethersulfat,
Alkylbenzolsulfonat und Olefinsulfonat.
4. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 3, umfassend zusätzlich zu einem oder mehreren anionischen Tensid(en) wenigstens
ein nichtionisches, kationisches und/oder zwitterionisches Tensid.
5. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 4, umfassend als Gas ein Gas oder eine Mischung von Gasen aus der Gruppe Luft,
Stickstoff, Sauerstoff, Kohlendioxid, Helium, Argon, Distickstoffoxid, Stickstoffmonoxid,
Fluorkohlenstoff(e) und Alkan(e).
6. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 5, umfassend als in Wasser desintegrierbare Umhüllung ein wasserlösliches Polymer-Material.
7. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 5, umfassend als in Wasser desintegrierbare Umhüllung ein wasserlösliches Polymer-Material
unterschiedlicher Schichtdicken.
8. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 5, umfassend als in Wasser desintegrierbare Umhüllung ein Polymer-Material mit
Bereichen guter Wasserlöslichkeit.
9. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 8, umfassend als in Wasser desintegrierbare Umhüllung eine Umhüllung aus gegebenenfalls
acetalisiertem Polyvinylalkohol.
10. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 8, umfassend als in Wasser desintegrierbare Umhüllung eine Umhüllung aus Polyphosphat.
11. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 10 mit einem mittleren Durchmesser der in der Portion verteilten Gasblasen im
Bereich von 2 nm bis 1 mm.
12. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 11 mit einer Dichte im Bereich von 0,8 bis 1,7 g/ml.
13. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 12, enthaltend als zusätzliche waschaktive, spülaktive oder reinigungsaktive Bestandteile
ein oder mehrere Komponenten aus der Gruppe bestehend aus Tensiden, Buildern, Bleichmitteln,
Bleichaktivatoren, Enzymen, Schauminhibitoren, Farb- und Duftstoffen.
14. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 13 mit einem im Innern der in Wasser desintegrierbaren Umhüllung herrschenden
Druck des Gases, der mindestens gleich dem Atmosphärendruck ist.
15. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach Anspruch 14 mit einem
im Innern der in Wasser desintegrierbaren Umhüllung herrschenden Druck des Gases,
der größer als der Atmosphärendruck ist.
16. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 15, enthaltend zusätzlich eine oder mehrere Komponenten in einer vor dem Zutritt
von Wasser oder Feuchtigkeit durch ein Coating geschützten Form.
17. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 16, enthaltend zusätzlich eine oder mehrere Komponenten in der in Wasser desintegrierbaren
Umhüllung.
18. Waschmittel-, Spülmittel- oder Reinigungsmittel-Portion nach einem der Ansprüche 1
bis 17, enthaltend Wasser in einer Menge von höchstens 15 Gew.-%, bezogen auf das
Gesamtgewicht der Portion, vorzugsweise in einer Menge im Bereich von 1 bis 10 Gew.-%.
19. Waschverfahren, insbesondere Verfahren zum maschinellen Waschen von Wäsche, in dem
man das Waschgut mit Wasser und einer oder mehreren Waschmittel-Portion(en) nach einem
der Ansprüche 1 bis 18 in Kontakt bringt.
20. Spülverfahren, insbesondere Verfahren zum maschinellen Spülen von Geschirr, Glas und
Metall, in dem man das Spülgut mit Wasser in Kontakt bringt, in dem ein oder mehrere
Spülmittel-Portionen nach einem der Ansprüche 1 bis 18 der Einwirkung des Wassers
ausgesetzt sind.
21. Reinigungsverfahren, insbesondere Verfahren zur Reinigung harter Oberflächen, in dem
man das zu reinigende Gut mit Wasser und einer oder mehreren Reinigungsmittel-Portion(en)
nach einem der Ansprüche 1 bis 18 in Kontakt bringt.
22. Reinigungsverfahren, insbesondere Verfahren zur Reinigung harter Oberflächen, in dem
man das zu reinigende Gut mit Wasser in Kontakt bringt, in dem eine oder mehrere Reinigungsmittel-Portion(en)
nach einem der Ansprüche 1 bis 18 der Einwirkung des Wassers ausgesetzt sind.
1. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion comprising
a foam moulding with at least one surfactant, optionally together with one or more
further laundering, dishwashing or cleaning constituent(s), and at least one gas which
is finely divided in the portion, is compatible with the other constituents and does
not combine to give a single gas bubble, in at least one coating disintegrable in
water, wherein the foam is a dispersion of gas(es) in a relatively small liquid phase,
in which the phase comprising the surfactant(s) is the continuous liquid phase and
the gas phase is dispersed therein, the proportion of gas, based on the volume, amounting
to 20 to 90%.
2. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to Claim 1, comprising at least one anionic surfactant.
3. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to Claim 1 or Claim 2, comprising, as the anionic surfactant, a surfactant from the
group of fatty alcohol sulphate, fatty alcohol ether sulphate, alkylbenzenesulphonate
and olefinsulphonate.
4. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 3, comprising, in addition to one or more anionic surfactant(s),
at least one nonionic, cationic and/or zwitterionic surfactant.
5. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 4, comprising, as the gas, a gas or a mixture of gases from
the group of air, nitrogen, oxygen, carbon dioxide, helium, argon, dinitrogen oxide,
nitrogen monoxide, fluorocarbon(s) and alkane(s).
6. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 5, comprising, as the coating disintegrable in water, a water-soluble
polymer material.
7. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 5, comprising, as the coating disintegrable in water, a water-soluble
polymer material of different layer thicknesses.
8. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 5, comprising, as the coating disintegrable in water, a polymer
material with regions of good water solubility.
9. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 8, comprising, as the coating disintegrable in water, a coating
composed of optionally acetalized polyvinyl alcohol.
10. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 8, comprising, as the coating disintegrable in water, a coating
composed of polyphosphate.
11. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 10, having an average diameter of the gas bubbles distributed
in the portion in the range of 2 nm to 1 mm.
12. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 11, having a density in the range of 0.8 to 1.7 g/ml.
13. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 12, comprising, as additional laundering, dishwashing or cleaning
constituents, one or more components from the group consisting of surfactants, builders,
bleaches, bleach activators, enzymes, foam inhibitors, dyes and fragrances.
14. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 13, having a pressure of the gas within the interior of the
coating disintegrable in water which is at least equal to atmospheric pressure.
15. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to Claim 14, having a pressure of the gas within the interior of the coating disintegrable
in water which is greater than atmospheric pressure.
16. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 15, comprising additionally one or more components in a form
protected by a coating before the entry of water or moisture.
17. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 16, comprising additionally one or more components in the coating
disintegrable in water.
18. Laundry detergent, dishwasher detergent or cleaning composition portion according
to one of Claims 1 to 17, comprising water in an amount of at most 15% by weight based
on the total weight of the portion, preferably in an amount in the range of 1 to 10%
by weight.
19. Washing process, especially process for machine washing of laundry, in which the laundry
is brought into contact with water and one or more laundry detergent portion(s) according
to one of Claims 1 to 18.
20. Dish washing process, especially process for machine washing of dishware, glass and
metal, in which the ware is brought into contact with water, in which one or more
dishwasher detergent portions according to one of Claims 1 to 18 are exposed to the
action of water.
21. Cleaning process, especially process for cleaning hard surfaces, in which the ware
to be cleaned is brought into contact with water and one or more cleaning composition
portion(s) according to one of Claims 1 to 18.
22. Cleaning process, especially process for cleaning hard surfaces, in which the ware
to be cleaned is brought into contact with water, in which one or more cleaning composition
portion(s) according to one of Claims 1 to 18 is/are exposed to the action of water.
1. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage, comprenant un corps façonné
en mousse comprenant au moins un agent tensioactif, le cas échéant avec un ou plusieurs
constituants actifs en lavage, en rinçage ou en nettoyage et au moins un gaz compatible
avec les autres constituants, finement réparti dans la portion, qui ne se rassemble
pas sous forme d'une seule bulle de gaz, dans au moins une enveloppe pouvant être
désintégrée dans l'eau, dans laquelle la mousse est une dispersion de gaz dans une
phase liquide relativement petite, la phase comprenant le ou les agents tensioactifs
étant la phase liquide continue et une phase gazeuse étant dispersée dans celle-ci,
la proportion de gaz par rapport au volume représentant de 20 à 90%.
2. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon la revendication 1, comprenant
au moins un agent tensioactif anionique.
3. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon la revendication 1 ou
la revendication 2, comprenant, comme agent tensioactif anionique un agent tensioactif
du groupe constitué par les sulfates d'alcool gras, les éthersulfates d'alcool gras,
les alkylbenzènesulfonates et les oléfinesulfonates.
4. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 3, comprenant en plus d'un ou de plusieurs agents tensioactifs anioniques au moins
un agent tensioactif non ionique, cationique et/ou zwittérionique.
5. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, comprenant, en tant que gaz, un gaz ou un mélange de gaz du groupe constitué
par l'air, l'azote, l'oxygène, le dioxyde de carbone, l'hélium, l'argon, le protoxyde
d'azote, le monoxyde d'azote, les hydrocarbures fluorés et les alcanes.
6. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, comprenant, comme enveloppe pouvant être désintégrée dans l'eau un matériau
polymère soluble dans l'eau.
7. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, comprenant comme enveloppe pouvant être désintégrée dans l'eau un matériau
polymère soluble dans l'eau présentant différentes épaisseurs de couche.
8. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 5, comprenant comme enveloppe pouvant être désintégrée dans l'eau un matériau
polymère avec des zones présentant une bonne solubilité dans l'eau.
9. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, comprenant comme enveloppe pouvant être désintégrée dans l'eau une enveloppe
en poly(alcool vinylique) le cas échéant acétalisé.
10. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 8, comprenant comme enveloppe pouvant être désintégrée dans l'eau une enveloppe
en polyphosphate.
11. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 10 présentant un diamètre moyen des bulles de gaz réparties dans la portion dans
la plage de 2 nm à 1 mm.
12. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 11 avec une densité dans la plage de 0,8 à 1,7 g/ml.
13. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 12, contenant comme constituants supplémentaires actifs en lavage, en rinçage
ou en nettoyage un ou plusieurs composants du groupe constitué par les agents tensioactifs,
les builder, les agents de blanchiment, les activateurs de blanchiment, les enzymes,
les inhibiteurs de mousse, les colorants et les parfums.
14. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 13 avec une pression du gaz régnant à l'intérieur de l'enveloppe pouvant être
désintégrée dans l'eau qui est au moins égale à la pression atmosphérique.
15. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon la revendication 14 avec
une pression du gaz régnant à l'intérieur de l'enveloppe pouvant être désintégrée
dans l'eau qui est supérieure à la pression atmosphérique.
16. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 15, contenant en outre un ou plusieurs composants sous une forme protégée par
un revêtement contre l'entrée d'eau ou d'humidité.
17. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 16, contenant en outre un ou plusieurs composants dans l'enveloppe pouvant être
désintégrée dans l'eau.
18. Portion d'agent de lavage, de rinçage ou de nettoyage selon l'une quelconque des revendications
1 à 17, contenant de l'eau en une quantité d'au maximum 15% en poids, par rapport
au poids total de la portion, de préférence en une quantité dans la plage de 1 à 10%
en poids.
19. Procédé de lavage, en particulier procédé pour le lavage en machine de linge, dans
lequel on met en contact le linge avec de l'eau et une ou plusieurs portions d'agent
de lavage selon l'une quelconque des revendications 1 à 18.
20. Procédé de rinçage, en particulier procédé pour le lavage en machine de vaisselle,
de verre et de métal, dans lequel on met en contact les objets à rincer avec de l'eau,
dans lequel une ou plusieurs portions d'agent de rinçage selon l'une quelconque des
revendications 1 à 18 sont soumises à l'effet de l'eau.
21. Procédé de nettoyage, en particulier procédé pour le nettoyage de surfaces dures dans
lequel on met en contact les objets à nettoyer avec de l'eau et une ou plusieurs portions
d'agent de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 18.
22. Procédé de nettoyage, en particulier procédé pour le nettoyage de surfaces dures dans
lequel on met les objets à nettoyer en contact avec de l'eau, dans lequel une ou plusieurs
portions d'agent de nettoyage selon l'une quelconque des revendications 1 à 18 sont
soumises à l'effet de l'eau.