[0001] Die Erfindung betrifft einen Farbkasten für eine Druckmaschine, gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Druckmaschine mit mindestens
einem Farbkasten nach dem Oberbegriff des Anspruchs 6.
[0002] Druckmaschinen, insbesondere Rollendruckmaschinen, weisen mindestens einen Farbkasten
auf. Der Farbkasten wird mit jeweils einer zum Druck erforderlichen Farbe, insbesondere
Druckfarbe, gefüllt. Um die Versorgung der Druckmaschine mit Farbe zu gewährleisten
wird eine jedem Farbkasten zugeordnete Farbwalze durch teilweises Eintauchen in den
Farbkasten an der Oberfläche mit der jeweiligen Farbe benetzt. Die so aus dem Farbkasten
mitgenommene Farbe wird an weitere Organe der Druckmaschine weitergegeben.
[0003] Aus der
DE-A-195 30 958 und der
EP-A-0 508 031 sind Farbkästen bekannt, die zur Aufnahme der Farbe Einsätze aufweisen, die in einen
äußeren Behälter des Farbkastens einsetzbar sind. Zum Befüllen mit Farbe oder auch
bei Farbwechseln und wartungsbedingten Arbeiten können die Einsätze der Druckmaschine
entnommen werden.
[0004] Ausgehend vom Vorstehenden liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen einen
Behälter und einen Einsatz aufweisenden Farbkasten für eine Druckmaschine und eine
vorzugsweise mehrere solcher Farbkästen aufweisende Druckmaschine zu schaffen, womit
schnelle und einfache Farbwechsel ohne aufwändige Reinigung möglich sind, eine Verschmutzung
der Behälter vermieden wird und zudem die Einsätze kostengünstigO herzustellen sind.
[0005] Ein Farbkasten zur Lösung dieser Aufgabe weist die Merkmale des Anspruchs 1 auf.
Dadurch, dass ein umlaufender Rand des Einsatzes einen nach außen vorstehenden, umlaufenden
Kragen aufweist, wird der Rand des äußeren Behälters zumindest abschnittsweise überdeckt,
vorzugsweise umgriffen. Ferner ist der Einsatz des Farbkastens derart ausgebildet,
dass ein Boden des Einsatzes vollflächig auf dem Boden des äußeren Behälters aufliegt,
wobei der Kragen des Einsatzes nicht auf dem Rand des äußeren Behälters aufliegt.
[0006] Der Kragen oder vorzugsweise eine Umbördelung dienen zum einen der mechanischen Stabilisierung
des Einsatzes, sodass der Einsatz einfach aus dem äußeren Behälter herausgenommen
werden kann. Zum anderen verhindert der Kragen, dass Farbe unkontrolliert in den Zwischenraum
zwischen dem Einsatz und dem äußeren Behälter des Farbkastens gelangen kann. Durch
eine vollflächig ausgebildete Öffnung des Einsatzes wird schließlich das Ein- bzw.
das Nachfüllen von Farbe durch den Anwender in den mit dem Einsatz versehenen Farbkasten
erleichtert. Außerdem ist durch diese konstruktive Ausgestaltung gewährleistet, dass
der Einsatz des Farbkastens sich in etwa vollflächig auf dem Boden des äußeren Behälters
des Farbkastens abstützt, sodass der Einsatz selbst keine nennenswerten tragenden
Eigenschaften aufweisen muss. Dies übernimmt der vorzugsweise aus Edelstahl gebildete
äußere Behälter des Farbkastens. Deshalb kann für die Ausbildung des Einsatzes ein
Material mit einer relativ geringen Wandstärke gewählt werden. Ferner kann der Anwender
bei einer Reinigung den Rand des Einsatzes einfacher erfassen und aus dem äußeren
Behälter herausnehmen.
[0007] Durch die Anordnung des Einsatzes zur Aufnahme von Farbe im äußeren Behälter des
Farbkastens, ist eine schnelle und einfache Reinigung des Farbkastens gewährleistet.
Idealerweise erübrigt sich die Reinigung des Farbkastens. Darüber hinaus ergeben sich
durch den Einsatz des Farbkastens stark verringerte Umrüstzeiten der Druckmaschine
sowie eine geringere Umweltbelastung, weil keine Putzlappen, Reinigungsmittel oder
Lösungsmittel zur Reinigung des Farbkastens verwendet werden müssen, was eine Kostenersparnis
erbringt. Bei einer Reinigung oder einem erforderlichen Farbwechsel wird der Einsatz
einfach aus dem Farbkasten herausgenommen und dem Recyclingkreislauf zugeführt. Vor
einer erneuten Befüllung des Farbkastens der Druckmaschine wird einfach ein neuer
Einsatz in den äußeren Behälter des Farbkastens eingesetzt. Anschließend ist der Einsatz
des Farbkastens mit Farbe zu befüllen. Die Farbe kann aber auch schon im Einsatz eingefüllt
sein, wenn dieser in den (äußeren) Behälter des Farbkastens eingesetzt wird.
[0008] Vorzugsweise ist der Farbkasten derart ausgebildet, dass dieser an die Kontur des
Innenraums des äußeren Behälters im Wesentlichen angepasst ist und in bevorzugter
Weise die äußere Kontur des Einsatzes mit dem Innenraum des Behälters korrespondiert.
Hierdurch ist gewährleistet, dass das Volumen des Farbkastens durch die Verwendung
des Einsatzes nicht nennenswert vermindert wird. Weiterhin ist durch diese konstruktive
Ausgestaltung sichergestellt, dass die Verwendung von Anbauteilen im Zusammenhang
mit dem Farbkasten durch die Verwendung des Einsatzes nicht beeinträchtigt wird.
[0009] Vom Boden des Einsatzes ausgehende Seitenwände bilden einen Innenraum, wobei obere
Kanten der Seitenwände die vollflächige Öffnung umgeben und einen umlaufenden Rand
der Öffnung des Einsatzes bilden. Die Seitenwände können leicht konisch verlaufen,
derart, dass sie zum oberen Rand hin leicht auseinanderlaufen. Dadurch können (leere)
Einsätze raumsparend ineinandergestapelt werden.
[0010] Nach einer weiteren Ausgestaltung des Farbkastens weist der äußere Behälter und/oder
der Einsatz Befestigungsmittel zur Befestigung des Einsatzes im äußeren Behälter auf.
Hierdurch wird ein ungewolltes Anheben des Einsatzes während des Betriebs der Druckmaschine
vermieden.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung des Farbkastens ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Einsatz vorzugsweise im Bereich des Bodens und/oder der Seitenwände Verstärkungselemente
aufweist. Durch diese Ausgestaltung wird das Einsetzen und das Wiederherausnehmen
des Einsatzes aus dem äußeren Behälter des Farbkastens weiter erleichtert.
[0012] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Einsatzes ist dieser aus einem
Kunststoffmaterial mit einer geringen Materialstärke gebildet. Durch das Kunststoffmaterial
ist eine hohe Resistenz des erfindungsgemäßen Einsatzes gegenüber chemisch aggressiven
Farben in der Drucktechnik gewährleistet. Durch die vorzugsweise geringe Materialstärke
des Einsatzes ist darüber hinaus eine gute Anpassbarkeit desselben an die Kontur des
äußeren Behälters des Farbkastens und eine Minimierung der zu entsorgenden Abfallmenge
sichergestellt.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführung des erfindungsgemäßen Farbkastens ist der Einsatz
vorzugsweise als tiefgezogener, wannenartiger Formkörper aus Kunststoffmaterial gebildet.
Durch diese Ausgestaltung ist eine einfache, schnelle und kostengünstige Herstellung
des Farbkastens in großen Stückzahlen möglich.
[0014] Eine Druckmaschine zur Lösung der eingangs genannten Aufgabe weist die Merkmale des
Anspruchs 6 auf. Dadurch, dass der Farbkasten nach mindestens einem der Ansprüche
1 bis 5 ausgebildet ist, ist eine schnelle und damit kostensparende Reinigung der
mit dem erfindungsgemäßen Farbkasten ausgestatteten Druckmaschine, beispielsweise
im Falle eines Farbwechsels, zu Wartungsarbeiten, aber gegebenenfalls auch zum Nachfüllen
neuer Farbe gewährleistet.
[0015] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Farbkastens wird nachfolgend
anhand der Zeichnung näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1:
- Eine schematische Seitenansicht einer Rollendruckmaschine mit Farbkästen,
- Fig. 2:
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils der Rollendruckmaschine mit Farbkasten gemäß
der Fig. 1 in einer perspektivischen Ansicht mit herausgezogenem Farbkasten ohne Einsatz,
- Fig. 3:
- eine vergrößerte Ansicht des Farbkastens mit einem strichliniert angedeuteten Einsatz,
und
- Fig. 4:
- ein Querschnitt durch äußeren Behälter des Farbkastens mit Einsatz gemäß der Fig.
3.
[0016] Die Fig. 1 zeigt eine bekannte Druckmaschine 10 in einer Seitenansicht. Die Druckmaschine
10 ist im Wesentlichen aus einer Zuführungseinheit 11, mehreren gleichartig aufgebauten
Druckeinheiten 12 sowie einer Ausgabeeinheit 13 aufgebaut. Jede Druckeinheit 12 weist
einen, der Übersichtlichkeit halber in der Fig. 1 nicht dargestellten, Farbkasten
14 auf.
[0017] Die Fig. 2 zeigt exemplarisch eine Druckeinheit 12, in die ein Farbkasten 14 in Richtung
des Pfeils 15 eingeschoben werden kann. Der Übersichtlichkeit halber ist der im Farbkasten
14 angeordnete Einsatz in der Fig. 2 nicht dargestellt. Der Farbkasten 14 ist unter
anderem aus einem äußeren Behälter 16 mit einem Boden 17 sowie von dem Boden 17 ausgehenden
Seitenwänden 18 gebildet. Die oberen Kanten 19 der Seitenwände 18 bilden einen umlaufenden
Rand 20, der eine Öffnung 21 des äußeren Behälters 16 begrenzt. In bevorzugter Weise
ist der äußere Behälter 16 des Farbkastens 14, wie exemplarisch in der Fig. 2 gezeigt,
im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet, wobei die vollflächige Öffnung 21 nach oben
weist. Abweichend vom gezeigten Ausführungsbeispiel sind aber auch andere Geometrien
des äußeren Behälters 16, beispielsweise halbzylindrische, denkbar. Der umlaufende
Rand 20 kann, wie aus der Fig. 2 ersichtlich, bereichsweise Absenkungen oder Ausnehmungen
aufweisen, um beispielsweise Platz für Organe zur Lagerung einer Farbwalze oder andere
Zusatzeinrichtungen zu schaffen.
[0018] Die Fig. 3 zeigt den erfindungsgemäßen Farbkasten 14 mit einem darin angeordneten
Einsatz 22 zur Aufnahme der Farbe für die Druckmaschine 10 in vergrößerter Darstellung.
Der Einsatz 22 kann in den äußeren Behälter 16 eingesetzt und nach der Benutzung leicht
wieder herausgenommen werden. Nach vollständiger Austrocknung etwaiger Farbreste kann
der Einsatz ordnungsgemäß entsorgt und dem Recyclingkreislauf zugeführt werden. Eine
aufwändige Reinigung des Farbkastens 14 entfällt. Weiterhin ergibt sich eine Schonung
von Umweltressourcen, weil keine Putzlappen, Reinigungsmittel, Lösungsmittel für die
Reinigung erforderlich sind.
[0019] Der Einsatz 22 weist einen Boden 23 sowie vom Boden 23 ausgehende Seitenwände 24
zur Bildung eines Innenraums 25 auf. Abweichend von den Darstellungen in den Fig.
3 und 4 kann der Einsatz 22 leicht schräggerichtete Seitenwände 24 aufweisen, die
ausgehend vom Boden 23 geringfügig divergierend verlaufen. Die oberen Kanten 26 des
Einsatzes 22 bilden einen umlaufenden Rand 27 um eine vorzugsweise vollflächig ausgebildete
Öffnung 28 des Einsatzes 22. Der Rand 27 weist bevorzugt einen umlaufenden Kragen
29 auf. Der Kragen 29 kann abschnittsweise oder durchgehend am Rand 27 angeordnet
sein. Der Kragen 29 des Randes 27 stabilisiert zum einen den Einsatz 22 mechanisch
und erleichtert zum anderen die Herausnahme des Einsatzes 22 aus dem äußeren Behälter
16. Weiterhin verhindert der Kragen 29, dass Farbe zwischen den Einsatz 22 und den
äußeren Behälter 16 gelangen kann. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist der Einsatz 22
korrespondierend zum Innenraum des äußeren Behälters 16 ausgebildet, derart, dass
der Einsatz 22 mit geringen Zwischenräumen der Kontur des Innenraums des äußeren Behälters
16 folgt oder auch teilweise innen am Farbkasten 14 anliegt. Dadurch verringert der
Einsatz 22 das für die Farbe im Farbkasten 14 zur Verfügung stehende Volumen kaum.
Zudem braucht der Einsatz 22 aufgrund der nahezu vollflächigen Anlage auf dem Boden
17 des äußeren Behälters 16 und der hierdurch bedingten Abstützung nur eine geringe
Materialstärke aufzuweisen, wodurch die Abfallmenge weiter reduziert wird.
[0020] Die Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Farbkasten 14. Der
Rand 27 mit dem Kragen 29 liegt nicht auf dem Rand 20 des äußeren Behälters 16 auf,
sondern verläuft mit Abstand in etwa parallel zu diesem. In diesem Falle liegt der
Boden 23 des Einsatzes 22 vorzugsweise vollflächig auf dem Boden 17 des Behälters
16 auf. Mittels dieser Ausgestaltung wird das Ergreifen des Einsatzes 22 beim Herausnehmen
desselben aus dem äußeren Einsatz 16 weiter erleichtert. Der Kragen 29 des Randes
27 des Einsatzes 22 kann alternativ aber auch ganzflächig oder abschnittsweise auf
dem Rand 20 des äußeren Behälters 16 aufliegen, wobei der Boden 23 des Einsatzes 22
derart ausgebildet sein kann, dass dieser den Boden 17 des äußeren Behälters 16 nicht
oder nur bereichsweise berührt. In dieser Ausführungsform wird der Einsatz 22 in den
äußeren Behälter "eingehängt". Gleichzeitig wird der Rand 27 des Einsatzes 22 mechanisch
besser gestützt, weil dieser zumindest abschnittsweise auf dem Rand 20 des äußeren
Behälters 16 aufliegt.
[0021] Der Kragen 29 des umlaufenden Randes 27 des Einsatzes 22 kann darüber hinaus derart
ausgebildet werden, dass dieser den Rand 20 des äußeren Behälters 16, wie in Fig.
4 dargestellt, umgreift. Dazu weist der Kragen 29 einen etwa U-förmigen Querschnitt
auf, der nach unten offen ist. Der Kragen 29 bildet dadurch eine Art Umbördelung des
Randes 20 des Behälters 16. Hierdurch wird die mechanische Stabilität des Randes 27
weiter erhöht, ein fester Sitz des Einsatzes 22 im äußeren Behälter 16 gewährleistet
und zugleich die Herausnehmbarkeit des Einsatzes 22 verbessert. Weiterhin können zusätzliche
Verstärkungselemente im Bereich des Bodens 23 und/oder der Seitenwände 24 des Einsatzes
22, wie beispielsweise Sicken oder Ausprägungen, vorgesehen werden. Derartige Verstärkungselemente
sind der Übersichtlichkeit halber in der Fig. 4 nicht näher dargestellt. Weiterhin
ist es möglich, in der Fig. 4 nicht dargestellte, zusätzliche Befestigungsmittel,
beispielsweise im Bereich des umlaufenden Randes 27 des Einsatzes 22 und des Randes
20 des äußeren Behälters 16 vorzusehen, um ein ungewolltes Anheben des Einsatzes 22
im äußeren Behälter 16 beim Betrieb der Druckmaschine 10 zu vermeiden.
[0022] Die Fig. 3 zeigt etwa halbkreisförmige Ausnehmungen in gegenüberliegenden (schmalen)
Seitenwänden 18 des Farbkastens 14. Die Ausnehmungen gehen aus vom oberen Rand 20
des Farbkastens 14. Der Einsatz 22 ist korrespondierend zu den Ausnehmungen im Farbkasten
14 ausgebildet. Demzufolge verfügen gegenüberliegende schmale Seitenwände 24 des Einsatzes
22 auch über entsprechende Ausnehmungen, die vom Rand 20 ausgehen. Der als Umbördelung
ausgebildete Kragen 29 des Einsatzes 22 erstreckt sich vorzugsweise auch über den
Verlauf der Ausnehmungen, so dass auch die Ausnehmungen vom Kragen 29 umgeben sind
und die Kanten der Ausnehmungen im Farbkasten 14 vom diesem zugeordneten Bereich des
Kragens 29 etwa U-förmig umgriffen werden, wie das in den übrigen Bereichen des Kragens
29 der Fall ist. Somit wird auch in den Bereichen der Ausnehmungen zuverlässig vermieden,
dass Farbe aus dem Einsatz 22 in den Farbkasten 14 gelangen kann.
[0023] Die Wandstärke des Einsatzes 22 beträgt bis zu 1 mm, vorzugsweise zwischen 0,3 mm
und 0,8 mm. Der Einsatz 22 wird bevorzugt durch Tiefziehen eines thermoplastischen
Kunststoffmaterials in bekannter Weise gefertigt. Hierdurch ist eine gute Anpassbarkeit
des Einsatzes 22 an die Kontur der Innenräume verschiedenster Farbkästen 14 von Druckmaschinen
gegeben.
[0024] Als thermoplastisches Kunststoffmaterial kommen für die Herstellung des Einsatzes
22 beispielsweise Polyäthylenterephthalat (PET), Polyvinylchlorid (PVC), Polypropylen
(PP) sowie Polyäthylen (PE) in Betracht. Aufgrund der hohen chemischen Resistenz dieser
Kunststoffmaterialien ist es nicht erforderlich für die Herstellung des äußeren Behälters
16 des Farbkastens 14 der Druckmaschine 10 teure, korrosionsbeständige Materialien,
wie beispielsweise Edelstahl, zu verwenden, wodurch sich weitere Einspareffekte ergeben.
Der Einsatz 22 kann aber auch aus anderen Kunststoffmaterialien, beispielsweise Duroplasten,
Silikonen oder beliebigen Mischungen von thermoplastischen und/oder duroplastischen
Kunststoffmaterialien gefertigt werden. Denkbar ist auch die Verwendung von faserverstärkten
Kunststoffmaterialien, um gegebenenfalls die Stabilität des Einsatzes 22 zu erhöhen.
[0025] Nachfolgend wird die Funktion des Farbkastens 14 und des Einsatzes 22 näher beschrieben:
[0026] Da die Farbe sich im Einsatz 22 befindet, der im Farbkasten 14 angeordnet wird, kommt
der eigentliche Farbkasten 14 mit keiner Farbe in Berührung, bleibt also sauber. Farbe
befindet sich nur im Einsatz 22. Um den Farbkasten 14 der Farbe, insbesondere Druckfarbe,
zu befüllen, wird zunächst in den noch leeren Farbkasten 14 der Einsatz 22 eingesetzt
und anschließend in den Einsatz 22 die Farbe eingefüllt. Es ist aber auch denkbar,
den Einsatz 22 zusammen mit der darin bereits abgefüllten Farbe in den Farbkasten
14 einzusetzen. Es kann dazu vorgesehen sein, die Öffnung des mit Farbe befüllten
Einsatzes 22 zu verschließen, beispielsweise durch eine Siegelfolie, die nach dem
Einsetzen des Einsatzes 22 in den Farbkasten 14 entfernt wird und dabei die obere
vollflächige Öffnung des Einsatzes 22 freigibt.
[0027] Soll beispielsweise zum Farbwechsel die Farbe aus dem Farbkasten 14 entfernt werden,
geschieht dies zusammen mit dem Einsatz 22. Der Einsatz 22 dient also gleichzeitig
zur Entsorgung der Farbe.
[0028] Die Farbe wird vor der endgültigen Entsorgung im Einsatz 22 getrocknet bzw. ausgehärtet.
Das Aushärten von Farbe, die durch ultraviolettes Licht trocknet, erfolgt durch eine
kurzzeitige Bestrahlung der Farbe bzw. des Farbrestes mit ultravioletten Strahlen,
was beispielsweise in einem Trocknungsschrank erfolgen kann. Nachdem die Farbe getrocknet
bzw. ausgehärtet ist, bildet sie mit dem Einsatz 22 eine feste Einheit, die als Ganzes
der Entsorgung zugeführt werden kann.
Bezugszeichenliste:
[0029]
- 10
- Druckmaschine
- 11
- Zuführungseinheit
- 12
- Druckeinheiten
- 13
- Ausgabeeinheit
- 14
- Farbkasten
- 15
- Pfeil
- 16
- äußerer Behälter
- 17
- Boden
- 18
- Seitenwand
- 19
- obere Kante
- 20
- Rand
- 21
- Öffnung
- 22
- Einsatz
- 23
- Boden
- 24
- Seitenwand
- 25
- Innenraum
- 26
- Kanten
- 27
- Rand
- 28
- Öffnung
- 29
- Kragen
1. Farbkasten (14) für eine Druckmaschine (10), insbesondere eine Rollendruckmaschine,
mit einem äußeren Behälter (16), der einen Boden (17), vom Boden (17) ausgehende Seitenwände
(18) zur Bildung eines Innenraums, und eine von oberen Kanten (19) der Seitenwände
(18) umgebene Öffnung (21) aufweist, wobei die oberen Kanten (19) der Seitenwände
(18) einen umlaufenden Rand (20) der Öffnung (21) bilden, und im Farbkasten (14) mindestens
ein Einsatz (22) zur Aufnahme von Farbe angeordnet ist, der einen Boden (23) sowie
vom Boden (23) ausgehende Seitenwände (24) zur Bildung eines Innenraums (25), und
eine von oberen Kanten (26) der Seitenwände (18) umgebene, vollflächige Öffnung (28)
aufweist, die einen von den oberen Kanten (26) gebildeten umlaufenden Rand (27) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rand (27) des Einsatzes (22) einen umlaufenden Kragen (29) aufweist, der nach
außen vorstehend ausgebildet ist, derart, dass der Kragen (29) den Rand (20) des äußeren
Behälters (16) zumindest abschnittsweise überdeckt und dass der Boden (23) des Einsatzes
(22) vollflächig auf dem Boden (17) des äußeren Behälters (16) aufliegt, wobei der
Kragen (29) nicht auf dem Rand (20) des äußeren Behälters (16) aufliegt.
2. Farbkasten (14) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (22) an die Kontur des Innenraums des äußeren Behälters (16) angepasst
ist, indem die äußere Kontur des Einsatzes (22) mit dem Innenraum des äußeren Behälters
(16) korrespondiert.
3. Farbkasten (14) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Behälter (16) und/oder der Einsatz (22) Befestigungsmittel zur Befestigung
des Einsatzes (22) im äußeren Behälter (16) aufweisen.
4. Farbkasten (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (22) flüssigkeitsdicht und aus farbresistentem Material gebildet ist,
vorzugsweise der Einsatz (22) aus einem tiefziehfähigen Kunststoffmaterial mit geringer
Materialstärke gebildet ist, wobei insbesondere der Einsatz (22) nach dem Herausnehmen
aus dem äußeren Behälter (16) zusammenlegbar ist.
5. Farbkasten (14) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (22) im Bereich des Bodens (23) und/oder der Seitenwände (24) Verstärkungselemente
aufweist.
6. Druckmaschine (10), insbesondere Rollendruckmaschine, mit mindestens einem Farbkasten
(14), dadurch gekennzeichnet, dass der Farbkasten (14) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5 ausgebildet ist.
1. Ink fountain (14) for a printing press (10), in particular a web-fed printing press,
having an outer container (16) which has a bottom (17), side walls (18) which start
from the bottom (17) in order to form an inner space, and an opening (21) which is
surrounded by upper edges (19) of the side walls (18), the upper edges (19) of the
side walls (18) forming a circumferential edge (20) of the opening (21), and at least
one insert (22) for receiving ink being arranged in the ink fountain (14), which insert
(22) has a bottom (23) and side walls (24) which start from the bottom (23) in order
to form an inner space (25), and a full-surface-area opening (28) which is surrounded
by upper edges (26) of the side walls (18) and has a circumferential edge (27) which
is formed by the upper edges (26), characterized in that the edge (27) of the insert (22) has a circumferential collar (29) which is configured
so as to project to the outside in such a way that the collar (29) covers the edge
(20) of the outer container (16) at least in sections, and in such a way that the
bottom (23) of the insert (22) lies over its full surface area on the bottom (17)
of the outer container (16), the collar (29) not lying on the edge (20) of the outer
container (16).
2. Ink fountain (14) according to Claim 1, characterized in that the insert (22) is adapted to the contour of the inner space of the outer container
(16) by the outer contour of the insert (22) corresponding with the inner space of
the outer container (16).
3. Ink fountain (14) according to Claim 1 or 2, characterized in that the outer container (16) and/or the insert (22) have/has fastening means for fastening
the insert (22) in the outer container (16).
4. Ink fountain (14) according to one of the preceding claims, characterized in that the insert (22) is formed in a liquid-tight manner and from ink-resistant material,
preferably the insert (22) is formed from a plastic material which can be deep-drawn
and has a small material thickness, it being possible, in particular, for the insert
(22) to be folded up after it has been removed from the outer container (16).
5. Ink fountain (14) according to one of the preceding claims, characterized in that the insert (22) has reinforcing elements in the region of the bottom (23) and/or
the side walls (24).
6. Printing press (10), in particular web-fed printing press, having at least one ink
fountain (14), characterized in that the ink fountain (14) is configured according to at least one of Claims 1 to 5.
1. Bac à encre (14) pour une imprimante (10), notamment une imprimante rotative, comprenant
un récipient extérieur (16), qui présente un fond (17), des parois latérales (18)
partant du fond (17) pour former un espace interne, et une ouverture (21) entourée
par les arêtes supérieures (19) des parois latérales (18), les arêtes supérieures
(19) des parois latérales (18) formant un bord périphérique (20) de l'ouverture (21),
et au moins un insert (22) pour recevoir l'encre étant disposé dans le bac à encre
(14), lequel présente un fond (23) ainsi que des parois latérales (24) partant du
fond (23) pour former un espace interne (25) et une ouverture de grande surface (28)
entourée par les arêtes supérieures (26) des parois latérales (18), qui présente un
bord périphérique (27) formé par les arêtes supérieures (26), caractérisé en ce que le bord (27) de l'insert (22) présente un collet périphérique (29), qui est réalisé
de manière saillante vers l'extérieur, de telle sorte que le collet (29) recouvre
au moins en partie le bord (20) du récipient extérieur (16) et en ce que le fond (23) de l'insert (22) repose sur toute sa surface sur le fond (17) du récipient
extérieur (16), le collet (29) ne reposant pas sur le bord (20) du récipient extérieur
(16).
2. Bac à encre (14) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'insert (22) est adapté au contour de l'espace interne du récipient extérieur (16),
en ce que le contour extérieur de l'insert (22) correspond à l'espace interne du récipient
extérieur (16).
3. Bac à encre (14) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le récipient extérieur (16) et/ou l'insert (22) présentent des moyens de fixation
pour la fixation de l'insert (22) dans le récipient extérieur (16).
4. Bac à encre (14) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'insert (22) est formé de manière étanche aux liquides et résistante à l'encre,
de préférence l'insert (22) est formé d'un matériau en plastique emboutissable, avec
une faible épaisseur de matériau, l'insert (22) pouvant en particulier être replié
après avoir été ressorti du récipient extérieur (16).
5. Bac à encre (14) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'insert (22) présente, dans la région du fond (23) et/ou des parois latérales (24),
des éléments de renforcement.
6. Imprimante (10), notamment imprimante rotative, comprenant au moins un bac à encre
(14), caractérisée en ce que le bac à encre (14) est réalisé selon au moins l'une quelconque des revendications
1 à 5.