[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fahne aus einem textilen Flächengebilde mit
den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
[0002] Fahnen aus textilen Flächengebilden sind in vielerlei Ausgestaltungen bekannt, wobei
hier nur beispielhaft die Nationalfahnen der jeweiligen Staaten, Fahnen von Ländern
oder Kommunen, Fahnen von entsprechenden Industrieunternehmen oder auch die Fahnen
von Vereinen oder sonstigen Organisationen zu nennen sind.
[0003] Um diese Vielfalt von Fahnen herzustellen, wird ein entsprechendes Flächengebilde
mit dem jeweiligen Muster bedruckt. Abhängig von der jeweils angewandten Drucktechnologie,
sei es Flachdruck oder Rotationsdruck, muß hierfür mindestens eine planare oder zylindrische
Druckschablone angefertigt werden, was zunächst erhebliche Kosten verursacht. Desweiteren
muß das jeweils mit dem Muster zu bedruckende Flächengebilde gewaschen, getrocknete
und anschließend fixiert werden, bevor es dem eigentlichen Druckvorgang vorgelegt
wird. Nach dem Bedrucken des textilen Flächengebildes muß der Druck durch Dämpfen
fixiert und der nicht fixierte Farbstoff sowie die Druckverdickung ausgewaschen werden,
woran sich ein erneutes Trocknen und Glätten auf einem entsprechenden Spannrahmen
anschließt. Erst hiernach kann die Konfektionierung der Fahne erfolgen.
[0004] Die zuvor wiedergegebene kurze Beschreibung der für die Herstellung von Fahnen erforderlichen
Arbeitsschritte machen deutlich, daß hierfür erhebliche Kosten anfallen und desweiteren
wegen der Vielfalt der einzelnen Verfahrensschritte auch erhebliche Fehlermöglichkeiten
gegeben sind.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fahne zur Verfügung zu
stellen, deren Herstellung erheblich vereinfacht ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Fahne mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0007] Die erfindungsgemäße Fahne besteht, wie die bekannte Fahne, aus einem entsprechenden
textilen Flächengebilde, wobei in und/oder auf dem Flächengebilde ein Muster vorgesehen
ist, das sich farblich von der Farbe des Flächengebildes oder von hierzu benachbarten
Bereichen abhebt. Die zuvor verwendete Formulierung bedeutet, daß das diesbezügliche
Muster sowohl auf dem Flächengebilde selbst angeordnet werden kann, so daß es entsprechend
über die Oberfläche des Flächengebilde hinausragt, als auch daß das Muster in der
Ebene des Flächengebildes angeordnet ist, so daß sich die Oberfläche des Musters in
der Ebene des Flächengebildes befindet und sich von daher auch nicht abhebt, wobei
in jedem Fall jedoch zwischen dem Flächengebilde bzw. den benachbarten Bereichen der
Fahne und dem Muster eine farbliche Differenz besteht. Bei der erfindungsgemäßen Fahne
ist dieses Muster ausschließlich durch Weben, Wirken, Nähwirken, Stricken oder durch
Legen gleichzeitig mit der Herstellung des Flächengebildes erstellt, so daß dementsprechend
nach der Herstellung des diesbezüglichen Flächengebildes eine fertige Fahne vorliegt,
die nur noch ggf. konfektioniert werden muß.
[0008] Der in der vorliegenden Anmeldung verwendete Begriff Fahne deckt selbstverständlich
auch fahnenartig gemusterte Flächengebilde, Wimpel, Standarten, Flaggen, fahnenartige
Wandbehänge, Banner sowie grafisch gestaltete textile Werbeträger o.dgl. ab.
[0009] Der hinter den erfindungsgemäßen Fahnen steckende Grundgedanke läßt sich dahingehend
auch formulieren, daß mit der Erstellung des die erfindungsgemäße Fahne bildenden
textilen Flächengebildes das hier vorgesehene, sich vom übrigen Flächengebilde farblich
abhebende Muster durch Weben, Wirken, Nähwirken, Stricken oder durch Legen gleichzeitig
mit der Herstellung des Flächengebildes selbst erstellt wird, so daß am Ende dieses,
das Flächengebilde herstellenden Verarbeitungsschrittes die fertige Fahne vorliegt,
die ggf. nur noch konfektioniert werden muß, wobei der Begriff konfektionieren ein
Zuschneiden, eine Randverfestigung, so insbesondere ein Säumen, und/oder das Anbringen
von entsprechenden Befestigungselementen, so zum Beispiel Haken, Ösen oder Schnüren,
umfaßt.
[0010] Bedingt dadurch, daß die erfindungsgemäße Fahne bereits während der Herstellung des
eigentlichen textilen Flächengebildes mit dem entsprechenden, farblich hiervon abgesetzten
Muster versehen wird, resultieren wesentliche Vorteile, die der erfindungsgemäßen
Fahne zuzurechnen sind. So weist die erfindungsgemäße Fahne wesentlich weniger Fehler
auf, was darauf zurückgeführt wird, daß die Herstellung der erfindungsgemäßen Fahne
im Vergleich zu einer herkömmlich hergestellten bedruckten Fahne erheblich vereinfacht
ist und sich auf einen einzigen Herstellungsschritt beschränkt, während für die Herstellung
der herkömmlich bedruckten Fahne eine Reihe von Bearbeitungsschritten erforderlich
ist, mit der Gefahr, daß hier jeweils Fehler entstehen, so daß herkömmlich hergestellte
Fahnen eine wesentlich höhere Fehlerhäufigkeit zeigen. Bedingt dadurch, daß herkömmliche
bedruckte Fahnen eine Vielzahl von Bearbeitungsschritten durchlaufen müssen, die teilweise
auch zu einer Materialschädigung führen können, besitzt die erfindungsgemäße Fahne
im Vergleich zu der herkömmlich bedruckten Fahne bei Verwendung von identischen Ausgangsmaterialien
für das Flächengebilde eine teilweise erheblich höhere Festigkeit, die sich insbesondere
dann auch in einer entsprechend längeren Gebrauchszeit der erfindungsgemäßen Fahne,
insbesondere auch unter extremen Witterungsbedingungen, ausdrückt. Darüber hinaus
ist die erfindungsgemäße Fahne auch wesentlich preiswerter herstellbar, was nicht
nur dadurch erklärt wird, daß hierbei das Herstellungsverfahren, wie vorstehend beschrieben,
auf einen einzigen Herstellungsschritt beschränkt wird, sondern auch dadurch begründet
ist, daß umweltbeeinflussende Faktoren, wie zum Beispiel Wasserund Energieverbrauch,
bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Fahne minimiert werden.
[0011] Der bei der erfindungsgemäßen Fahne verwendete Begriff Muster soll ein einzelnes,
einfarbiges Muster, eine Vielzahl von einfarbigen Mustern, ein einzelnes mehrfarbiges
Muster sowie eine Vielzahl von mehrfarbigen Mustern abdecken. Desweiteren wird im
vorliegenden Text der Begriff Farbe auch für weiße, d.h. somit auch für ungefärbte
Garne verwendet.
[0012] Bei einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahne besteht diese aus einem
textilen Flächengebilde, bei dem das Muster aus gefärbten Garnen gleichzeitig mit
der Herstellung des Flächengebildes erstellt ist. Hierbei werden diese Garne vor dem
Weben, Wirken, Nähwirken, Stricken und/oder dem Legen gefärbt, so daß dementsprechend
gefärbte Garne während der Herstellung des Flächengebildes zur Erstellung des Musters
zugeführt werden.
[0013] Bezüglich des Materials, aus dem die erfindungsgemäße Fahne besteht, ist grundsätzlich
festzuhalten, daß hierfür jedes Material verwendet werden kann, so insbesondere eine
Naturfaser, eine modifizierte Naturfaser und/oder eine Synthesefaser, wobei vorzugsweise
die erfindungsgemäße Fahne aus Synthesefasern und insbesondere aus multifilen Synthesefasern
besteht. Hierbei deckt der Begriff Synthesefasern alle an sich bekannten synthetischen
Fasersubstrate ab, wobei jedoch insbesondere Polyesterfaser (Polyethylenterephthalatfasern),
Polyamid6-Fasern, Polyamid6.6-Fasern und/oder Polyalkylenfasern, insbesondere Polyethylen-Fasern
und PolypropylenFasern, zur Herstellung der erfindungsgemäßen Fahne eingesetzt werden.
[0014] Um eine farbig sehr brillant gemusterte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fahne
zur Verfügung zu stellen, sieht eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Fahne vor,
daß hierbei das Muster aus solchen Synthesefasern, insbesondere aus solchen multifilen
Synthesefasern und vorzugsweise auch aus solchen multifilen Polyesterfasern, besteht,
die nach einem Ausziehfärbeverfahren gefärbt sind. Hierbei sind die Synthesefasern
dann über ihren Querschnitt gesehen durchgefärbt, so daß die hieraus erstellten farbigen
Muster in der Fahne im Vergleich zu den bedruckten Mustern bei herkömmlichen Fahnen
erheblich verbesserte Echtheiten, insbesondere auch Reib-, Naß- und Lichtechtheiten,
aufweisen, was im Gebrauch der erfindungsgemäßen Fahne dazu führt, daß diese wesentlich
länger ihr ansprechendes Aussehen bewahrt.
[0015] Eine andere, besonders haltbare und extrem strapazierbare Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Fahne sieht vor, daß hierbei das Muster aus solchen Synthesefasern, insbesondere aus
solchen multifilen Synthesefasern und vorzugsweise aus solchen multifilen Polyesterfasern,
besteht, die nach einem Spinndüsenfärbeverfahren gefärbt sind. Hierbei sind somit
innerhalb einer jeden Einzelfaser Farbpigmente vorhanden, die bei der Herstellung
der Synthesefasern der Schmelze zugesetzt und somit eingesponnen sind, so daß sich
eine derartige Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fahne durch eine maximale Lichtechtheit
und desweiteren durch besonders gute Farbechtheiten, so insbesondere Naßechtheiten
und Heißlichtechtheiten, auszeichnet.
[0016] Eine besonders geeignete Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahne weist ein rechteckiges
und insbesondere ein einfarbiges Muster auf, wobei vorzugsweise mindestens eine Kante
und somit auch die hierzu gegenüberliegende Kante des Musters parallel zum Fahnenrand
der rechteckigen Fahne ausgerichtet sind. Hierbei handelt es sich insbesondere um
solche Fahnen, die als Muster parallel verlaufende Streifen in identischen oder unterschiedlichen
Farbstellungen aufweisen, wie dies beispielsweise auf die Nationalfahnen von Ägypten,
Argentinien, Belgien, Bolivien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Irland, Island,
Italien, Luxemburg, Österreich, Norwegen, Peru, Polen, Spanien, und/oder Thailand,
zutrifft.
[0017] Bei einer bevorzugten Weiterbildung der zuvor beschriebenen Fahnen, die ein rechteckiges
und insbesondere ein einfarbiges Muster bzw. eine Vielzahl von rechteckigen und insbesondere
einfarbige Muster, aufweist, ist dieses einfarbige Muster, das sich in seiner Farbe
von der Farbe des übrigen textilen Flächengebildes im unmittelbar hieran angrenzenden
Bereich oder das sich in seiner Farbe von benachbarten Mustern unterscheidet, in das
textile Flächengebilde eingewebt.
[0018] Hierbei bestehen mehrere Möglichkeiten, um webtechnisch eine derartige Fahne zu konstruieren.
[0019] So sieht die erste Möglichkeit zur Ausbildung einer derartigen Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Fahne vor, daß die Kettgarne und die Schußgarne im Bereich des Musters
eine einheitliche Farbe aufweisen, die der Farbe des einfarbigen Musters entspricht.
Das Anordnen von unterschiedlich gefärbten Kettgarnen auf einem Kettgarnbaum, der
der Webmaschine vorgelegt wird, bereitet keine Schwierigkeiten, so daß im Bereich
eines in Kettrichtung verlaufenden Block- bzw. Streifenmusters dann die das Block-
bzw. Streifenmuster bildenden Kettgarne die Farbe aufweisen, die das spätere Block-
bzw. Streifenmuster zeigen soll.
[0020] Da die beim Weben eingetragenen Schußgarne über ihre Länge gesehen ebenfalls eine
einheitliche Farbe besitzen, sind benachbarte Bereiche zu dem in Kettrichtung verlaufenden
Block- bzw. Streifenmuster aufgrund ihrer hiermit identisch angefärbten Schußgarne
ebenfalls entsprechend farbig, was insbesondere dann stören könnte, wenn die hieran
angrenzenden Bereiche eine sehr helle Farbe aufweisen müssen. Um diesen störenden
Effekt jedoch zu unterdrücken, wird bei dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Fahne die Garndichte der Kettgarne im Vergleich zur Schußgarndichte deutlich erhöht
und zusätzlich oder alternativ der Schußgarntiter im Vergleich zum Kettgarntiter deutlich
reduziert, wobei vorzugsweise dann eine derartige Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Fahne Kettgarndichten aufweist, die um den Faktor 3 bis zum den Faktor 30 und vorzugsweise
um den Faktor 10 bis um den Faktor 20 höher liegen als die Schußgarndichte. Zusätzlich
oder alternativ ist dann bei dieser Weiterbildung der erfindungsgemäßen Fahne der
Titer des Schußgarnes im Vergleich zum Titer des Kettgarnes vorzugsweise um 20 % bis
80 % und insbesondere um 40 % bis 60 %, relativ zum Titer des Kettgarnes, reduziert,
so daß in den zum Muster benachbarten Bereichen die in der Farbe des Musters eingefärbten
Schußfäden von den Kettfäden so weit abgedeckt werden, daß sie nicht stören oder zumindestens
dann nicht stören, wenn diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahne aus einem
Abstand von wenigen Metern betrachtet wird.
[0021] Die zweite Möglichkeit zur Erstellung einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Fahne sieht vor, daß hierbei im Bereich des Musters nur die Kettgarne oder nur die
Schußgarne eine Farbe besitzen, die der Farbe des einfarbigen Musters entspricht.
Vorzugsweise besitzt dann das jeweils andere, nicht in der Farbe des Musters gefärbte
Garn, d.h. entweder das Kettgarn oder das Schußgarn, eine Farbe, die der Farbe der
übrigen Fahne oder der übrigen Fahnenmuster entspricht. Um hierbei das Hervortreten
der jeweils nicht in der Farbe des Musters eingefärbten Kettgarne oder der nicht in
der Farbe des Musters eingefärbten Schußgarne zu unterdrücken, so daß das entsprechende
Muster zumindestens aus einem üblichen Abstand von wenigen Metern einfarbig erscheint,
werden die Fadendichte von Kettgarnen und Schußgarnen und zusätzlich oder alternativ
die Titer von Kettgarnen und Schußgarnen so aufeinander abgestimmt, wie dies vorstehend
dargelegt und konkretisiert ist.
[0022] Um der erfindungsgemäßen Fahne die erforderliche mechanische Stabilität insbesondere
während ihres Gebrauchs zu verleihen, sieht eine besonders bevorzugte und während
des Gebrauchs haltbare Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahne vor, daß hierbei
die Kettgarne und die Schußgarne eine geringe Fadenflottung, insbesondere eine Fadenflottung
von 1:1 bis 1:2, aufweisen. Hierbei bedeutet eine Fadenflottung von 1:1, daß jedes
Kettgarn ein Schußgarn und umgekehrt einbindet, während eine Fadenflottung von 1:2
besagt, daß ein Kettgarn zwei Schußgarne oder ein Schußgarn zwei Kettgarne abbindet.
[0023] Eine andere, grundsätzliche Möglichkeit der erfindungsgemäßen Fahne sieht vor, daß
hierbei die Fahne nicht, wie vorstehend beschrieben, aus einem gewebten sondern stattdessen
aus einem gewirkten Flächengebilde besteht, wobei das das Muster ausbildende Garnsystem
eine andere Farbe aufweist als das Garnsystem, das das übrige Flächengebilde bzw.
die hierzu benachbarten Bereiche ausmacht. Mit anderen Worten ist hierbei somit das
Muster, wie auch bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen, farblich von den an
das Muster angrenzenden Bereichen des übrigen Flächengebildes abgehoben, wobei jedoch
diese Ausführungsform sich im wesentlichen von den zuvor beschriebenen Ausführungsformen
dadurch unterscheidet, daß hierbei das die Fahne bildende Flächengebilde nicht durch
Weben sondern statt dessen durch Wirken erstellt ist. Hierbei deckt der Begriff Wirken
sowohl ein Flachwirken als auch ein Rundwirken sowie ein Kettenwirken ab.
[0024] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fahne, die sich insbesondere
durch die hohe Strapazierfähigkeit beim Gebrauch des die Fahne bildenden Flächengebildes
auszeichnet, sieht vor, daß hierbei die Fahne aus einem flachgewirkten und insbesondere
aus einer zwei- bis vierschienigen und vorzugsweise dreischienigen Kettenwirkware
besteht.
[0025] Wird die erfindungsgemäße Fahne aus einer dreischienigen Kettenwirkware erstellt,
so bestehen mehrere Möglichkeiten, hierfür bevorzugte Bindungen auszuwählen, wie dies
nachfolgend ausführlich erläutert ist.
[0026] So sehen diese Möglichkeiten bezüglich bevorzugter Ausführungsformen der Bindung
zunächst vor, daß hierbei die dreischienig kettengewirkte Fahne eine Bindung mit der
Bezeichnung Satin geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen, gegenlegig
oder eine Bindung mit der Bezeichnung Schuß unter 2 - Trikot geschlossen, gegenlegig
- Franse offen, gegenlegig oder eine Bindung mit der Bezeichnung Samt geschlossen
- Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen, gegenlegig - oder eine Bindung mit
der Bezeichnung Trikot geschlossen, - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig -, besitzt, wobei die zuvor aufgeführten grundsätzlichen Bindungen desweiteren
noch im Farbübergangsbereich zwischen zwei aneinanderstoßenden Mustern bzw. im Farbübergangsbereich
zwischen der Grundfarbe des Flächengebildes und dem hierin eingearbeiteten Muster
durch Variation des Fadeneinzuges und der Anfangsstellungen der Legeschienen dahingehend
variiert werden können, daß die im Farbübergangsbereich unmittelbar aneinanderstoßenden
unterschiedlichen Farben eine mehr oder weniger scharfe Trennung erfahren. Hierunter
ist zu verstehen, daß insbesondere durch Abstimmung von Bindung, Fadeneinzug der drei
Schienen (Legebarren) und/oder der Anfangsstellung der drei Legeschienen die jeweilige
Kontur dieses Farbübergangsbereiches variiert werden kann, so daß die farblich unterschiedlichen
und das Muster bzw. die Grundfarbe der Fahne ausbildenden Garne eine scharfe Trennlinie
zwischen den aneinanderstoßenden Bereichen von Muster und Muster oder von Muster und
Grundfarbe des die Fahne bildenden kettengewirkten Flächengebildes bestimmen.
[0027] Eine akzeptable Konturenschärfe im Farbenübergangsbereich wird bei einem dreischienigen
kettengewirkten Flächengebildes mit der Bindung Satin geschlossen - Trikot geschlossen,
gegenlegig - Franse offen, gegenlegig dann erreicht, wenn diese Kettenwirkware im
Farbübergangsbereich zwischen zwei aneinanderstoßenden Mustern bzw. im Farbübergangsbereich
zwischen Grundfarbe und Muster einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 eine Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 eine Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
eine nicht belegte Nadel und darauf folgend zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
zwei nicht belegte Nadeln und darauf folgend zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten
Farbe,
- für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit zwei Garnen der ersten Farbe und hierauf
folgend eine Nadel mit zwei Garnen der zweiten Farbe und hierauf folgend drei Nadeln
mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
zwei mit einem weißen Garn belegte Nadeln und hierauf folgend zwei Nadeln mit dem
Garn der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht.
[0028] Wird bei der zuvor aufgeführten Bindung und den dort beschriebenen unterschiedlichen
Fadeneinzügen jeweils die Anfangsstellung der Legeschiene L1 auf 1 nach 0, jeweils
die Anfangsstellung der Legeschiene L2 auf 1 nach 2 und jeweils die Anfangsstellung
der Legeschiene L3 auf 0 nach 1 ausgewählt, so verbessert sich hierdurch noch zusätzlich
die Konturenschärfe im Farbübergangsbereich, so daß dementsprechend eine so dreischienig
kettengewirkte Fahne auch schon aus einem relativ kurzen Betrachtungsabstand von einem
halben Meter bis etwa zwei Meter von einer einwandfrei bedruckten Fahne von der Konturenschärfe
her nicht zu unterscheiden ist.
[0029] Ebenso wird eine akzeptable Konturenschärfe im Farbenübergangsbereich bei einem dreischienigen
kettengewirkten Flächengebildes mit der Bindung - Schuß unter 2 - Trikot geschlossen
(oder Trikot geschlossen - Schuß unter 2), gegenlegig - Franse offen, gegenlegig dann
erreicht, wenn diese Kettenwirkware im Farbübergangsbereich zwischen zwei aneinanderstoßenden
Mustern bzw. im Farbübergangsbereich zwischen Grundfarbe und Muster einen Fadeneinzug
aufweist, der
- für die erste Schiene L1 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
eine Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
eine Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder
einen Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
eine Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
eine Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder
wobei in diesen speziellen Fällen dann vorzugsweise eine Anfangsstellung der Legeschiene
L1 auf 0 nach 0, jeweils die Anfangsstellung der Legeschiene L2 auf 1 nach 2 und jeweils
die Anfangsstellung der Legeschiene L3 auf 0 nach 1 und beim zweiten zuvor beschriebenen
Fadeneinzug die Anfangsstellung der Legeschiene L1 auf 1 nach 2, die Anfangsstellung
der Legeschiene L2 auf 0 nach 0 und die Anfangsstellung der Legeschiene L3 auf 0 nach
1 ausgewählt werden.
[0030] Ebenso ergibt sich eine zufriedenstellende bis gute Konturenschärfe im Farbenübergangsbereich
bei einem dreischienigen kettengewirkten Flächengebildes mit der Bindung - Samt geschlossen
- Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen, gegenlegig - wenn diese Kettenwirkware
im Farbübergangsbereich zwischen zwei aneinanderstoßenden Mustern bzw. im Farbübergangsbereich
zwischen Grundfarbe und Muster einen Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
zwei nicht belegte Nadeln und hieran anschließend zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten
Farbe,
- für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
drei Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht oder einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe oder einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
eine nicht belegte Nadel und hieran anschließend drei Nadeln mit dem Garn der zweiten
Farbe,
- für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht oder einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
drei nicht belegte Nadeln und hieran anschließend zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten
Farbe,
- für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht oder einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
zwei Nadeln, jeweils mit den Garnen von beiden Farben, hierauf folgend drei Nadeln
mit dem Garn der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht oder einen
Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
zwei, mit weißem Garn belegte Nadeln und hierauf folgend zwei Nadeln mit dem Garn
der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
- für die dritte Schiene L3 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht.
[0031] Wird zudem noch bei der zuvor beschriebenen Bindung und bei den vorstehend erwähnten
sechs Fadeneinzugsmöglichkeiten jeweils eine Anfangsstellung der Legeschiene L1 auf
1 nach 0, jeweils eine Anfangsstellung der Legeschiene L2 auf 1 nach 2 und jeweils
eine Anfangsstellung der Legeschiene L3 auf 0 nach 1 ausgewählt, so läßt sich hierdurch
die Konturenschärfe noch weiter verbessern.
[0032] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahne, die aus einem
dreischienigen kettengewirkten Flächengebilde besteht, sieht hierbei vor, daß die
Kettenwirkware im Farbübergangsbereich in einer Bindung mit der Bezeichnung - Trikot
geschlossen, Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen, gegenlegig - konstruiert
ist, wobei vorzugsweise zwischen zwei aneinanderstoßenden Mustern mit jeweils einer
unterschiedlichen Farbe oder zwischen einem farblich abgehobenen Muster und der Grundfarbe
des Flächengebildes einen Fadeneinzug aufweist, der
- für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hieran anschließend
zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
- für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
- für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
eine Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe, vorsieht, wobei
insbesondere im Fadeneinzug jeweils die Anfangsstellung der Legeschiene L1 auf 1
nach 0, jeweils die Anfangsstellung der Legeschiene L2 auf 1 nach 2 und jeweils die
Anfangsstellung der Legeschiene L3 auf 0 nach 1 sind. Der besondere Vorzug dieser
zuvor beschriebenen speziellen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fahne zeichnet
sich nicht nur durch eine sehr hohe Konturenschärfe sondern auch durch eine hohe Festigkeit
insbesondere im Farbübergangsbereich aus, so daß eine derart konstruierte Fahne die
Vorteile eines hervorragenden ästhetischen Aussehens mit einer extrem langen Benutzungsdauer
und Standzeit kombiniert.
[0033] Bei einer grundsätzlich anderen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fahne besteht
diese aus einem nähgewirkten Flächengebilde, wobei das das Muster ausbildende Garnsystem
eine andere Farbe aufweist als das Garnsystem, das als Grundfarbe das übrige Flächengebilde
ausbildet. Mit anderen Worten ist somit hierbei die Fahne insgesamt aus einem nähgewirkten
Flächengebilde erstellt, das insbesondere zwei bis vier Lagen aufweist.
[0034] Ebenso vorteilhaft kann die erfindungsgemäße Fahne aus einem gestrickten Flächengebilde
bestehen, wobei das das Muster ausbildende Garnsystem, wie bei den zuvor beschriebenen
Ausführungsformen, hierbei ebenfalls eine andere Farbe aufweist als das Garnsystem,
das das restliche Flächengebilde oder benachbarte Muster ausbildet.
[0035] Insbesondere dann, wenn die Fahne aus einem rundgestrickten Single Jersey besteht,
lassen sich aufgrund der Einfädigkeit dieses rundgestrickten Single Jerseys ohne Schwierigkeiten
die zuvor beschriebenen Block- bzw. Streifenmuster erstellen, da es hierfür lediglich
erforderlich ist, beim Stricken des Single Jerseys für eine vorgegebene Länge ein
andersfarbiges Garn einzusetzen. Der hierbei resultierende Schlauch wird dann lediglich
aufgeschnitten und weist über seine Breite die gewünschten andersfarbigen Block- bzw.
Streifenmuster in der gewünschten Stärke (Breite) auf. Falls dies erwünscht und erforderlich
ist, wird ein derartiger Single Jersey dann noch zur Stabilisierung mit einer entsprechenden
Ausrüstung versehen, so daß dementsprechend die so konstruierte Fahne auch die erwünschten
Flattereigenschaften oder die sonstigen erforderlichen Endeigenschaften besitzt.
[0036] Desweiteren kann die erfindungsgemäße Fahne auch aus einem gelegten und als Vlies
vorliegenden Flächengebilde bestehen, wobei, wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Fahne, hier das das Muster bildende Garnsystem eine andere Farbe
besitzt als das Garnsystem, das das restliche Flächengebilde ausbildet. Vorzugsweise
wird dabei auf ein mehrlagiges Vlies zurückgegriffen, wobei ein derartiges mehrlagiges
Vlies dann eine Grundlage, beispielsweise aus einer Wirrfaservliesanordnung, und eine
damit verbundene ausgerichtete Lage besitzt, die die Grundlage abdeckt und die das
für das Musterausbildung farbige Garn aufweist, wobei diese ausgerichtete Lage vorzugsweise
dann auf beiden Oberflächen der Grundlage vorgesehen ist.
[0037] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Fahne sind in den Unteransprüchen
angegeben.
[0038] Die erfindungsgemäße Fahne wird nachfolgend zunächst anhand eines gewebten Ausführungsbeispiels
in Verbindung mit der Zeichnung erläutert. Hierbei bildet die Zeichnung beispielhaft
die polnische Nationalfahne ab, die zweifarbig ausgestaltet ist, wobei die untere
Hälfte dieser polnischen Nationalfahne rot und die obere Hälfte dieser polnischen
Nationalfahne weiß gestaltet sind.
[0039] Desweiteren wird die erfindungsgemäße Fahne nachfolgend anhand von 15 weiteren Ausführungsbeispielen
näher erläutert, wobei alle weiteren 15 Ausführungsbeispiele dreischienig kettengewirkte
Fahnen betreffen.
[0040] Die in der Zeichnung abgebildete und insgesamt mit 1 bezeichnete polnische Nationalflagge
besteht aus einem gewebten textilen Flächengebilde 2, wobei das gewebte textile Flächengebilde
2 ein rot gestaltetes, unteres Blockmuster 4, das schraffiert gezeichnet ist und das
nachfolgend auch kurz rotes Blockmuster 4 bezeichnet wird, und ein oberes, weißes
Blockmuster 3, wobei dieses Muster nachstehend auch als weißes Blockmuster 3 bezeichnet
wird.
[0041] Wie bereits zuvor dargelegt ist, ist die Fahne 1 gewebt. Hierbei verlaufen die Garne
der Kette in Pfeilrichtung 5, während dementsprechend die Garne des Schusses unter
einem Winkel von 90° zur Kettrichtung 5 ausgerichtet sind.
[0042] Im Bereich des roten Blockmusters 4 wurden entsprechend rote Kettgarne beim Weben
vorgesehen, während im Bereich des weißen Blockmusters 3 weiße Kettgarne angeordnet
sind.
[0043] Die für die Herstellung des Schusses erforderlichen Schußgarne weisen eine weiße
Farbe auf. Kett- und Schußgarne sind mit einer Fadenflottung von 1:1 miteinander verwebt,
was nichts anderes bedeutet, daß das gewebte Flächengebilde 2 eine Leinwandbindung,
die auch als Tuchbindung oder Leinenbindung bezeichnet wird, aufweist.
[0044] Um das Durchscheinen dieses weißen Schußgarnes in den Kreuzungspunkten von Kett-
und Schußgarnen im roten Blockbereich zu unterdrücken, beträgt die Schußdichte nur
50 % der Kettdichte. Desweiteren weisen die Schußgarne einen Titer auf, der nur 45
% des Titers der Kettgarne beträgt, mit der Folge, daß bereits in einem Abstand von
etwa 1 m die durch die zuvor genannten Maßnahme (Abstimmung von Kettdichte und Titer)
entsprechend verkleinerten, weißen Kreuzungspunkte im roten Blockmuster nicht mehr
zu erkennen sind.
[0045] Eine weitere Verbesserung der Nichterkennens dieser Kreuzungspunkte kann dadurch
erzielt werden, daß das weiße Schußgarn durch ein ecrue bis hellbeige gefärbtes Schußgarn
ersetzt wird.
[0046] Die nachfolgend im Detail beschriebenen Ausführungsbeispiele 1 bis 15, die alle dreischienig
kettengewirkte Flächengebilde betreffen, wurden unter Verwendung jeweils eines roten,
gelben und schwarzen gefärbten Polyestergarns der Type 50/24 dtex Z 450 PES tex. erstellt.
[0047] Die verwendete Maschine war ein Rechts / Links Labor - Kettenwirkautomat (KL 4) mit
vier Grundlegebarren und Spitzennadeln. Die Arbeitsbreite betrug bei diesem Laborgerät
559 mm. Die Feinheit der Maschine war E 28 und die Anzahl der Nadeln pro Legebarre
betrug 616 Nadeln. Die Mustereinrichtung war eine Musterkette, die auf einer Trommel
angeordnet war. Die Musterkette bestand aus 48 Kettengliedern, die mit Verbindungsbolzen
zu einer Endloskette verbunden waren. Zu jeder Legebarre gab es auf der Trommel eine
Kettengliederspur. Die Ketten wurden anhand eines Kettensetzplanes, wie dieser zusammengefaßt
für alle Ausführungsbeispiele angegeben ist, gesetzt. Die Ausrichtung der Ketten zueinander
wird durch den Legeplan vorgegeben.
[0048] Das Kettmaterial war ein 50 / 24 Z 450 PES - Garn welches auf drei Teilkettbäumen
zu 70 Fäden rot und 70 Fäden gelb geschärt und drei Teilkettbäumen zu 40 Fäden schwarz,
60 Fäden rot und 60 Fäden gelb geschärt waren. Die Schärlänge betrug 1500 m und die
Schärbreite 11,7 cm.
[0049] Das Garn wurde desweiteren auf sechs Teilkettbäumen nach folgender Anordnung geschärt.
Teilkettbäume 1 - 3: 70 Fäden rot, 70 Fäden gelb, Teilkettbäume 4 - 6: 40 Fäden schwarz,
60 Fäden rot, 40 Fäden gelb.
[0050] Die Kettbäume 1 - 3 wurden mittig zu den Lochnadelschienen ausgerichtet. Die Fäden
des Kettbaumes 1 wurden über die Fadenwippe hinweg zu der Lochnadelschiene L1 abgezogen.
Die Nadeln wurden in Abschlagstellung gefahren. Die Lochnadelschiene L1 wurde als
erstes gemäß den angegebenen Einzugplänen eingezogen. Für den Vorgang zum Einziehen
wurden die Zugfeder und die Schubstange der Lochnadelschiene L1 entfernt. Die Lochnadelschiene
L1 wurde aus ihrer Führung genommen und in eine Schienenaufnahme gelegt. Der nächste
Einrichtungsschritt bestand darin, die Fäden mit dem Einlesekamm in einer Fadenschar
durch die Lochnadeln einzuziehen bzw. durchzuziehen, um sie hinter den Lochnadeln
miteinander zu verknoten. Nach Abarbeiten des Einzugsplanes wurde die Lochnadelschiene
L1 in ihre Führung zurückgehängt. Nachfolgend wurden erst die Lochnadelschiene L2
und dann die Lochnadelschiene L3 eingerichtet.
[0051] Als nächster Schritt wurden die Musterketten nach der Vorgabe des Kettensetzplan
des jeweiligen Ausführungsbeispiels gesetzt.
[0052] Die Musterkette 01 wurde auf der Mustertrommel nach Ausrichtung zur Abschlagstellung
befestigt. Es wurde die Zugfeder und Schubstange der Lochnadelschiene L1 eingefügt
und mustergemäß eingearbeitet. Nach der Ausrichtung (Einschwungstellung, Lochnadelstellung
zu den Spitzennadeln und Fadenspannung) der Lochnadelschiene L1 wurde die Zugfeder
und Schubstange der Lochnadelschiene L2 eingefügt und Lochnadelschiene L2 zu L1 eingestellt
und eingearbeitet. Zuletzt wurde die Lochnadelschiene L3 eingesetzt, die Zugfeder
und Schubstange eingefügt und die Lochnadelschiene L3 zu L1 und L2 eingestellt und
eingearbeitet. Das entsprechend gewirkte Muster wurde auf eine Steigdocke aufgewickelt.
[0053] Nachfolgend werden die einzelnen Angaben zu den jeweiligen Ausführungsbeispielen
detailliert beschrieben, wobei jedes Muster eine Nennbreite von 22 Zoll bei einer
Maschinenfeinheit von 28 E aufwies. Die nachfolgend grau oder schwarz abgebildeten
Garne stellen unterschiedlich gefärbte Garne dar.
Ausführungsbeispiel 1
[0054]
| Maschineneinstellungen: |
| Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2170 mm/Rack |
140 |
voll |
1-0 / 3-4 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Satin geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 1:
[0055]
| L 1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
170 Nd. leer |
70 Nd.voll rot |
70 Nd.voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
166 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
1:
[0056] 
Beurteilung:
[0057] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 2
[0058]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2170 mm/Rack |
139 |
speziell (s. Plan) |
1-0 / 3-4 // |
| L2 |
1450mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Satin geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 2:
[0059]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
170 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
69 Nd. voll gelb |
1 Nd. leer |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
166 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. 70 leer |
Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
2:
[0060] 
Beurteilung:
[0061] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 3
[0062]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2170 mm/Rack |
138 |
speziell (s. Plan) |
1-0 / 3-4 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Satin geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 3 :
[0063]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
170 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
68 Nd. voll gelb |
2 Nd. leer |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
166 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
3:
[0064] 
Beurteilung:
[0065] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 4
[0066]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
1000 mm/Rack |
140 |
voll |
2-2 / 0-0 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Schuß unter 2 - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 4:
[0067]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
4:
[0068] 
Beurteilung:
[0069] Die textile Fläche bereitete einige Laufproblemen, insbesondere bei der Einbindung
der Fäden von L2. Die gewirkte Fläche zeigte einen erhöhten Einsprung und Rollneigung.
Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 5
[0070]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2170 mm/Rack |
140 |
voll |
1-0 / 3-4 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0// |
| Bindungsbezeichnung: Satin geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 5:
[0071]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
169 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
167 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
5:
[0072] 
Beurteilung:
[0073] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 6
[0074]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2170 mm/Rack |
140 |
voll |
1-0 / 3-4 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
142 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0// |
| Bindungsbezeichnung: Satin geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 6:
[0075]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
169 Nd.leer |
70 Nd.voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
167 Nd. leer |
|
|
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd.leer |
70 Nd. voll rot |
69 Nd. voll gelb |
1 Nd. voll / gelb |
1 Nd. dp voll / schwarz |
39 Nd. dp · voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd leer |
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd.leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
|
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
6:
[0076] 

Beurteilung:
[0077] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 7
[0078]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L2 |
1000 mm/Rack |
140 |
voll |
2-2 / 0-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Trikot geschlossen - Schuß unter 2, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 7:
[0079]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
170 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
166 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd.voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
7:
[0080] 
Beurteilung:
[0081] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 8
[0082]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2170 mm/Rack |
138 |
speziell (s. Plan) |
1-0 / 4-5 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Samt geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 8:
[0083]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
170 Nd. 70 leer |
Nd. voll rot |
68 Nd. voll gelb |
2 Nd. leer |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
166 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. 70 voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
8:
[0084] 
Beurteilung:
[0085] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 9
[0086]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2170 mm/Rack |
138 + 2 |
voll |
1-0 / 3-4 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0// |
| Bindungsbezeichnung: Samt geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 9:
[0087]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
169 Nd.leer |
70 Nd. voll rot |
68 Nd. voll gelb |
2 Nd. voll weiß |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
167 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
9:
[0088] 

Beurteilung:
[0089] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Im Farbübergangsbereich traten sporadisch geringe Laufprobleme auf.
Ausführungsbeispiel 10
[0090]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
.Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2170 mm/Rack |
138 + 2 |
voll |
1-0 / 3-4 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0// |
| Bindungsbezeichnung: Satin geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 10:
[0091]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
169 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
68 Nd. voll gelb |
2 Nd. voll grau |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
167 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
10:
[0092] 
Beurteilung:
[0093] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Im Farbübergangsbereich traten sporadisch geringe Laufprobleme auf.
Ausführungsbeispiel 11
[0094]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2650 mm/Rack |
140 |
voll |
1-0 / 4-5 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Samt geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 11:
[0095]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
169 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
167 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
11:
[0096] 
Beurteilung:
[0097] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 12
[0098]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2650 mm/Rack |
139 |
voll |
1-0 / 4-5 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Samt geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 12
[0099]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
69 Nd. voll gelb |
1 Nd. leer |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
12:
[0100] 

Beurteilung:
[0101] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 13
[0102]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2650 mm/Rack |
137 |
voll |
1-0 / 4-5 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Samt geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 13
[0103]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
68 Nd. voll gelb |
3 Nd. leer |
39 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd.voll gelb |
168 Nd. leer |
|
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
|
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
13:
[0104] 
Beurteilung:
[0105] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 14
[0106]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
2650 mm/Rack |
142 |
speziell (s. Plan) |
1-0 / 4-5 // |
| L2 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Samt geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse offen,
gegenlegig |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 14:
[0107]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
71 Nd. voll gelb |
41 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 2 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
14:
[0108] 
Beurteilung:
[0109] Die textile Fläche ließ sich in der Fadenzuführung sowie an der Arbeitsstelle ohne
Probleme wirken und zeigte nach Fertigstellung auch hat kaum Einsprung oder die Neigung
zum Rollen. Der Farbübergangsbereich zeigte eine zufriedenstellende Konturenschärfe.
Ausführungsbeispiel 15
[0110]
| Maschineneinstellungen: |
| |
Einlauf |
Fadenzahl: |
Einzug: |
Legungsplan: |
| L1 |
1450 mm/Rack |
140 |
voll |
1-2 / 1-0 // |
| L2 |
1000 mm/Rack |
140 |
voll |
1-0 / 1-2 // |
| L3 |
1340 mm/Rack |
140 |
voll |
0-1 / 1-0 // |
| Bindungsbezeichnung: Trikot geschlossen - Trikot geschlossen, gegenlegig - Franse
offen, gegenlegig; |
Einzugsplan für Ausführungsbeispiel 15:
[0111]
| L1 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 2 |
Nadelh Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
| L 3 |
Nadeln Einzug Garnfarbe |
168 Nd. leer |
70 Nd. voll rot |
70 Nd. voll gelb |
40 Nd. voll schwarz |
60 Nd. voll rot |
40 Nd. voll gelb |
168 Nd. leer |
Legungsbild mit Lochnadelstellung im Farbübergangsbereich für Ausführungsbeispiel
15:
[0112] 

Beurteilung:
1. Fahne aus einem textilen Flächengebilde mit einem in und/oder auf dem Flächengebilde
vorgesehenen, sich farblich von der Farbe des Flächengebildes abhebenden Musters,
dadurch gekennzeichnet, daß das Muster (3, 4) ausschließlich durch Weben, Wirken, Nähwirken, Stricken oder durch
Legen gleichzeitig mit der Herstellung des Flächengebildes (2) erstellt ist.
2. Fahne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das textile Flächengebilde (2) ein aus gefärbten Garnen vor dem Weben, Wirken, Nähwirken,
Stricken und/oder dem Legen erstelltes Muster (3, 4) aufweist.
3. Fahne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne (1) aus Synthesefasern, insbesondere aus multifilen Synthesefasern, besteht.
4. Fahne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Muster (3, 4) aus solchen Synthesefasern, insbesondere aus solchen multifilen
Synthesefasern, besteht, die nach einem Ausziehfärbeverfahren gefärbt sind.
5. Fahne nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Muster (3, 4) aus solchen Synthesefasern, insbesondere aus solchen multifilen
Synthesefasern, besteht, die nach einem Spinndüsenfärbeverfahren gefärbt sind.
6. Fahne nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne (1) mindestens ein rechteckiges und insbesondere mindestens ein einfarbiges
Muster (3, 4) aufweist.
7. Fahne nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten des rechteckigen Musters (3, 4) parallel zum Fahnenrand ausgerichtet sind.
8. Fahne nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das rechteckige, insbesondere einfarbige Muster (3,4), das sich in seiner Farbe von
der Farbe des übrigen, unmittelbar an das Muster angrenzenden Bereiches des textilen
Flächengebildes (2) unterscheidet, in das textile Flächengebilde (2) eingewebt ist.
9. Fahne nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettgarne und die Schußgarne im Bereich des Musters (3, 4) eine einheitliche
Farbe aufweisen, die der Farbe des einfarbigen Musters (3, 4) entspricht.
10. Fahne nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Musters (3, 4) nur die Kettgarne oder nur die Schußgarne eine Farbe
besitzen, die der Farbe des einfarbigen Musters (3, 4) entspricht.
11. Fahne nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im textilen Flächengebilde die Kettgarne und die Schußgarne eine geringe Fadenflottung,
insbesondere eine Fadenflottung von 1:1 bis 1:2, aufweisen.
12. Fahne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne (1) aus einem gewirkten Flächengebilde (2) besteht, wobei das das Muster
(3, 4) ausbildende Garnsystem eine andere Farbe aufweist als das Garnsystem, das das
übrige Flächengebilde (2) ausbildet.
13. Fahne nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne (1) aus einem flachgewirkten Flächengebilde und insbesondere aus einer
Kettenwirkware (2) besteht.
14. Fahne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne (1) aus einer dreischienigen Kettenwirkware (2) besteht.
15. Fahne nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne (1) aus einer dreischienigen Kettenwirkware (2)
a) in einer ersten Bindung mit der Bezeichnung Satin geschlossen - Trikot geschlossen,
gegenlegig - Franse offen, gegenlegig oder
b) in einer zweiten Bindung mit der Bezeichnung Schuß unter 2 - Trikot geschlossen,
gegenlegig - Franse offen, gegenlegig oder
c) in einer dritten Bindung mit der Bezeichnung Samt geschlossen - Trikot geschlossen,
gegenlegig - Franse offen, gegenlegig - oder
d) in einer vierten Bindung mit der Bezeichnung Trikot geschlossen - Trikot geschlossen,
gegenlegig - Franse offen, gegenlegig -, besteht.
16. Fahne nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenwirkware im Übergangsbereich zwischen zwei aneinanderstoßenden Mustern
mit jeweils einer unterschiedlichen Farbe bei der ersten Bindung a) einen
ersten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder einen
zweiten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
eine nicht belegte Nadel und darauf folgend zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder einen
dritten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
zwei nicht belegte Nadeln und darauf folgend zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten
Farbe,
• für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder einen
vierten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder einen
fünften Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit zwei Garnen der ersten Farbe und hierauf
folgend eine Nadel mit zwei Garnen der zweiten Farbe und hierauf folgend drei Nadeln
mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht, oder einen
sechsten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
zwei, mit einem weißen Garn belegte Nadeln und hierauf folgend zwei Nadeln mit dem
Garn der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die dritte Schiene L3 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht.
17. Fahne nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten bis sechsten Fadeneinzug jeweils die Anfangsstellung der Legeschiene L1
auf 1 nach 0, jeweils die Anfangsstellung der Legeschiene L2 auf 1 nach 2 und jeweils
die Anfangsstellung der Legeschiene L3 auf 0 nach 1 sind.
18. Fahne nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenwirkware im Übergangsbereich zwischen zwei aneinanderstoßenden Mustern
mit jeweils einer unterschiedlichen Farbe bei der zweiten Bindung b) einen
ersten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
eine Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend eine Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe oder einen
zweiten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend eine Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend eine Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht.
19. Fahne nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten Fadeneinzug die Anfangsstellung der Legeschiene L1 auf 0 nach 0, die Anfangsstellung
der Legeschiene L2 auf 1 nach 2 und die Anfangsstellung der Legeschiene L3 auf 0 nach
1 und im zweiten Fadeneinzug die Anfangsstellung der Legeschiene L1 auf 1 nach 2,
die Anfangsstellung der Legeschiene L2 auf 0 nach 0 und die Anfangsstellung der Legeschiene
L3 auf 0 nach 1 sind.
20. Fahne nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenwirkware im Übergangsbereich zwischen zwei aneinanderstoßenden Mustern
mit jeweils einer unterschiedlichen Farbe bei der dritten Bindung c) einen
ersten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
zwei nicht belegte Nadeln und hieran anschließend zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten
Farbe,
• für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
drei Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht oder einen
zweiten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe oder einen
dritten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
eine nicht belegte Nadel und hieran anschließend drei Nadeln mit dem Garn der zweiten
Farbe,
• für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend drei Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht oder einen
vierten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
drei nicht belegte Nadeln und hieran anschließend zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten
Farbe,
• für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht oder einen
fünften Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
zwei Nadeln, jeweils mit den Garnen von beiden Farben, hierauf folgend drei Nadeln
mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht oder einen
sechsten Fadeneinzug aufweist, der
• für die erste Schiene L1 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe, hierauf folgend
zwei, mit weißem Garn belegte Nadeln und hierauf folgend zwei Nadeln mit dem Garn
der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 eine Nadel mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf folgend
vier Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die dritte Schiene L3 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend drei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe vorsieht.
21. Fahne nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß im Fadeneinzug jeweils die Anfangsstellung der Legeschiene L1 auf 1 nach 0, jeweils
die Anfangsstellung der Legeschiene L2 auf 1 nach 2 und jeweils die Anfangsstellung
der Legeschiene L3 auf 0 nach 1 sind.
22. Fahne nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenwirkware im Übergangsbereich zwischen zwei aneinanderstoßenden Mustern
mit jeweils einer unterschiedlichen Farbe bei der vierten Bindung d) einen
Fadeneinzug, der
• für die erste Schiene L1 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hieran anschließend
zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe,
• für die zweite Schiene L2 zwei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend zwei Nadeln mit dem Garn der zweiten Farbe und
• für die dritte Schiene L3 drei Nadeln mit dem Garn der ersten Farbe und hierauf
folgend eine Nadel mit dem Garn der zweiten Farbe, aufweist, und daß
im Fadeneinzug jeweils die Anfangsstellung der Legeschiene L1 auf 1 nach 0, jeweils
die Anfangsstellung der Legeschiene L2 auf 1 nach 2 und jeweils die Anfangsstellung
der Legeschiene L3 auf 0 nach 1 sind.
23. Fahne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne (1) aus einem nähgewirkten Flächengebilde (2) besteht, wobei das das Muster
(3, 4) ausbildende Garnsystem eine andere Farbe aufweist als das Garnsystem, das das
übrige Flächengebilde (2) ausbildet.
24. Fahne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne (1) aus einem gestrickten Flächengebilde (2) besteht, wobei das das Muster
(3, 4) ausbildende Garnsystem eine andere Farbe aufweist als das Garnsystem, das das
übrige Flächengebilde (2) ausbildet.
25. Fahne nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne (1) aus einem Single Jersey (2) besteht.
26. Fahne nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahne (1) aus einem gelegten und als Vlies vorliegenden Flächengebilde (2) besteht,
wobei das das Muster (3, 4) ausbildende Garnsystem eine andere Farbe aufweist als
das Garnsystem, das das übrige Flächengebilde (2) ausbildet.