[0001] Die Erfindung betrifft einen Mehrschicht-Stoffauflauf für eine Papiermaschine, mit
mehreren Düsenräumen, die jeweils einer der verschiedenen Schichten zugeordneten sind
und in denen jeweils ein der betreffenden Schicht zugeordneter Teilsuspensionsstrom
bis zu einem am Düsenraumende vorgesehenen Austrittsspalt geführt ist. Ein solcher
Mehrschicht-Stoffauflauf ist beispielsweise aus der EP 0 581 051 B1 bekannt.
[0002] Mehrschicht-Stoffaufläufe werden bisher mit annähernd gleichen Düsenlängen pro Schicht
gebaut. Längenunterschiede, die sich konstruktiv ergeben, liegen deutlich unter 1
% der angegebenen Düsenlänge.
[0003] Ziel der Erfindung ist es, einen verbesserten Mehrschicht-Stoffauflauf der eingangs
genannten Art zu schaffen.
[0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die Düsenräume zumindest
teilweise eine unterschiedliche in Strömungsrichtung gemessene Länge besitzen.
[0005] Aufgrund dieser Ausbildung werden in dem Mehrschicht-Stoffauflauf die technologischen
Vorteile der langen Düsen mit denen der kurzen Düsen miteinander kombiniert. Es versteht
sich, dass die betreffenden Längenunterschiede der Düsenräume über die eingangs erwähnten,
sich konstruktiv ergebenden Längenunterschiede hinausgehen.
[0006] Die maximale Düsenraumlänge beträgt vorzugsweise etwa 800 mm. Es ergibt sich nämlich
eine deutliche Verbesserung der Strahlstabilität mit steigender Düsenlänge bis ca.
800 mm.
[0007] Die minimale Düsenraumlänge ist zweckmäßigerweise kleiner oder gleich 400 mm, insbesondere
kleiner oder gleich 350 mm und vorzugsweise etwa gleich 300 mm. Kurze Düsen generieren
höhere Turbulenzen als lange Düsen. Mit kurzen Düsen kann ein deutlich niedrigeres
Reißlängenverhältnis und damit eine höhere Querfestigkeit erzielt werden.
[0008] Eine bevorzugte zweckmäßige Ausführungsform des erfindungsgemäßen Mehrschicht-Stoffauflaufs
zeichnet sich dadurch aus, dass er für zumindest drei Schichten auslegt ist und dass
die den beiden Außenschichten zugeordneten Düsenräume eine größere Länge besitzen
als zumindest ein einer mittleren Schicht zugeordneter Düsenraum. Dabei können die
den beiden Außenschichten zugeordneten Düsenräume insbesondere eine gleiche Länge
besitzen.
[0009] Ein solcher für zumindest drei Schichten ausgelegter Stoffauflauf kann vorteilhafterweise
insbesondere in Verbindung mit einem Gapformer eingesetzt werden.
[0010] Die Längendifferenz zwischen unterschiedlich langen Düsenräumen kann vorteilhafterweise
durch eine in Strömungsrichtung betrachtet zwischen dem jeweils kürzeren Düsenraum
und dem betreffenden Querstromverteiler angeordnete Zwischenkammer überbrückt werden.
Die Zwischenkammer kann in Strömungsrichtung betrachtet insbesondere zwischen zwei
Turbulenzerzeugerabschnitten angeordnet sein.
[0011] Grundsätzlich ist jedoch auch eine solche Ausführungsform denkbar, bei der die den
verschiedenen Schichten zugeordneten Querstromverteiler entsprechend einer jeweiligen
Längendifferenz zwischen unterschiedlich langen Düsenräumen in Strömungsrichtung gegeneinander
versetzt sind.
[0012] So ist beispielsweise ein Dreischicht-Stoffauflauf an einem Gapformer oder dergleichen
denkbar, der beispielsweise mit zwei langen Düsen für die Außenschichten und einer
kurzen Düse für die Mittelschicht versehen ist. Die turbulenter erzeugte Mittelschicht
hält das Gesamt-L/Q-Verhältnis niedrig und sorgt für eine hohe Querfestigkeit. Infolge
der Erzeugung der Außenschichten mit langen Düsen werden eine gute Abdeckung sowie
eine optimale Formation erreicht.
[0013] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Stoffauflauf als Zweischicht-Stoffauflauf
ausgeführt, wobei die den beiden Schichten zugeordneten Düsenräume eine unterschiedliche
in Strömungsrichtung gemessene Länge besitzen. Dabei sind vorzugsweise der längere
Düsenraum einer Deckenschicht und der kürzere Düsenraum einer Rückenschicht zugeordnet.
Der Rücken wird also mit kurzer und die Decke mit langer Düse produziert. Der Rücken
wird in diesem Fall mit niedrigem L/Q-Verhältnis und die Decke mit einem optimalen
Strahl für eine gute Abdeckung und Formation gefahren.
[0014] Die den beiden verschiedenen Schichten zugeordneten Querstromverteiler können entsprechend
der Längendifferenz zwischen den beiden unterschiedlich langen Düsenräumen in Strömungsrichtung
gegeneinander versetzt sein. Die Längendifferenz kann jedoch beispielsweise auch wieder
durch eine in Strömungsrichtung betrachtet zwischen dem kürzeren Düsenraum und dem
betreffenden Querstromverteiler angeordnete Zwischenkammer überbrückt werden. Eine
solche Zwischenkammer kann insbesondere wieder in Strömungsrichtung betrachtet zwischen
zwei Turbulenzerzeugerabschnitten angeordnet sein.
[0015] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Schnittdarstellung eines Dreischicht-Stoffauflaufs mit zwei den
beiden Außenschichten zugeordneten längeren Düsenräumen und einem im Vergleich dazu
kürzeren Düsenraum für die mittlere Schicht, wobei die Längendifferenz zwischen den
unterschiedlich langen Düsenräumen durch eine Zwischenkammer überbrückt ist,
- Figur 2
- eine schematische Schnittdarstellung eines vergleichbaren Dreischicht-Stoffauflaufs
ohne Zwischenraum und
- Figur 3
- eine schematische Schnittdarstellung eines ZweischichtStoffauflaufs, dessen den beiden
Schichten zugeordnete Düsenräume eine unterschiedliche Länge besitzen.
[0016] Figur 1 zeigt in schematischer Schnittdarstellung einen Dreischicht-Stoffauflauf
10 mit zwei den beiden Außenschichten zugeordneten längeren Düsenräumen 12, 14 und
einem im Vergleich dazu deutlich kürzeren Düsenraum 16 für die mittlere Schicht. Wie
anhand der Figur 1 zu erkennen ist, ist im vorliegenden Fall der mittlere Düsenraum
16 etwa um 1/3 kürzer als die beiden äußeren Düsenräume 12, 14.
[0017] In den Düsenräumen 12 - 16 werden die betreffenden Teilsuspensionsströme jeweils
bis zu einem am Düsenraumende vorgesehenen Austrittsspalt 18 - 22 geführt.
[0018] Zwischen den Düsenräumen 12 - 16 und den der jeweiligen Schicht zugeordneten Querstromverteilern
kann jeweils ein Turbulenzerzeuger 30 - 34 vorgesehen sein.
[0019] Im vorliegenden Fall ist die Längendifferenz zwischen den unterschiedlich langen
Düsenräumen 12 - 16 durch eine Zwischenkammer 36 überbrückt, die in Strömungsrichtung
S betrachtet zwischen dem für die mittlere Schicht bestimmten Querstromverteiler 28
und dem zugeordneten Düsenraum 16 angeordnet ist.
[0020] Die maximale Düsenraumlänge kann beispielsweise etwa 800 mm betragen. Die minimale
Düsenraumlänge ist beispielsweise kleiner oder gleich 400 mm, insbesondere kleiner
oder gleich 350 mm und vorzugsweise etwa gleich 300 mm.
[0021] Die Zwischenkammer 36 ist im vorliegenden Fall zwischen zwei Turbulenzerzeugerabschnitten
34', 34" angeordnet.
[0022] Ein solcher Mehrschicht-Stoffauflauf 10 kann insbesondere in Verbindung mit einem
Gapformer eingesetzt werden.
[0023] Figur 2 zeigt in schematischer Schnittdarstellung einen mit dem der Figur 1 vergleichbaren
Dreischicht-Stoffauflauf 10 mit zwei den beiden Außenschichten zugeordneten längeren
Düsenräumen 12, 14 und einem im Vergleich dazu deutlich kürzeren Düsenraum 16 für
die mittlere Schicht. Dieser Dreischicht-Stoffauflauf 10 unterscheidet sich von dem
der Figur 1 lediglich dadurch, dass hier die Zwischenkammer fehlt und stattdessen
die den verschiedenen Schichten zugeordneten Querstromverteiler 24- 28 entsprechend
der Längedifferenz zwischen dem kürzeren mittleren Düsenraum 16 einerseits und den
beiden längeren Düsenräumen 12, 14 andererseits in Strömungsrichtung S gegeneinander
versetzt sind. In der Figur 2 ist der mittlere Querstromverteiler also gegenüber den
beiden äußeren Querstromverteilern 24, 26 nach links, d.h. zu den Austrittsspalten
18 - 22 hin versetzt. Zwischen dem Querstromverteiler 28 und dem Düsenraum 16 ist
im vorliegenden Fall also nur ein einziger Turbulenzerzeuger 34 vorgesehen.
[0024] Im übrigen besitzt dieser Dreischicht-Stoffauflauf 10 zumindest im wesentlichen wieder
den gleichen Aufbau wie der der Figur 1. Einander entsprechenden Teilen sind gleiche
Bezugszeichen zugeordnet.
[0025] Bei den zuvor beschriebenen Dreischicht-Stoffaufläufen hält die turbulenter erzeugte
Mittelschicht das Gesamt-L/Q-Verhältnis niedrig und sorgt für eine hohe Querfestigkeit.
Mit der Erzeugung der Außenschichten durch lange Düsen werden eine gute Abdeckung
und eine optimale Formation erzielt.
[0026] Ähnlich kann z.B. auch ein Zweischicht-Stoffauflauf ausgeführt sein.
[0027] Figur 3 zeigt in schematischer Schnittdarstellung einen solchen Zweischicht-Stoffauflauf
38, bei dem die den beiden Schichten zugeordneten Düsenräume 40, 42 eine unterschiedliche
in Strömungsrichtung S gemessene Länge besitzen. Der Rücken wird mit der den kürzeren
Düsenraum 40 aufweisenden Düse und die Decke mit der den längeren Düsenraum 42 aufweisenden
Düse produziert.
[0028] Der Rücken wird im vorliegenden Fall also mit einem relativ niedrigem L/Q-Verhältnis
produziert, während die Decke mit einem optimalen Strahl für eine gute Abdeckung und
Formation gefahren wird.
[0029] In Strömungsrichtung S zwischen den Strömungsräumen 40, 42 und den zugeordneten Querstromverteilern
44, 46 kann jeweils beispielsweise wieder ein Turbulenzerzeuger 48 bzw. 50 vorgesehen
sein.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 10
- Dreischicht-Stoffauflauf
- 12
- längerer Düsenraum
- 14
- längerer Düsenraum
- 16
- kürzerer Düsenraum
- 18
- Austrittsspalt
- 20
- Austrittsspalt
- 22
- Austrittsspalt
- 24
- Querstromverteiler
- 26
- Querstromverteiler
- 28
- Querstromverteiler
- 30
- Turbulenzerzeuger
- 32
- Turbulenzerzeuger
- 34
- Turbulenzerzeuger
- 34'
- Turbulenzerzeugerabschnitt
- 34"
- Turbulenzerzeugerabschnitt
- 36
- Zwischenkammer
- 38
- Zweischicht-Stoffauflauf
- 40
- kürzerer Düsenraum
- 42
- längerer Düsenraum
- 44
- Querstromverteiler
- 46
- Querstromverteiler
- 48
- Turbulenzerzeuger
- 50
- Turbulenzerzeuger
- S
- Strömungsrichtung
1. Mehrschicht-Stoffauflauf (10; 38) für eine Papiermaschine, mit mehreren Düsenräumen
(12-16; 40, 42), die jeweils einer der verschiedenen Schichten zugeordneten sind und
in denen jeweils ein der betreffenden Schicht zugeordneter Teilsuspensionsstrom bis
zu einem am Düsenraumende vorgesehenen Austrittsspalt (18-22) geführt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Düsenräume (12-16; 40, 42) zumindest teilweise eine unterschiedliche in Strömungsrichtung
(S) gemessene Länge besitzen.
2. Mehrschicht-Stoffauflauf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die maximale Düsenraumlänge etwa 800 mm beträgt.
3. Mehrschicht-Stoffauflauf nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die minimale Düsenraumlänge kleiner oder gleich 400 mm, insbesondere kleiner oder
gleich 350 mm und vorzugsweise etwa gleich 300 mm ist.
4. Mehrschicht-Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er für zumindest drei Schichten auslegt ist und dass die den beiden Aussenschichten
zugeordneten Düsenräume (12, 14) eine größere Länge besitzen als zumindest ein einer
mittleren Schicht zugeordneter Düsenraum (16).
5. Mehrschicht-Stoffauflauf nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die den beiden Aussenschichten zugeordneten Düsenräume (12, 14) eine gleiche Länge
besitzen.
6. Mehrschicht-Stoffauflauf nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längendifferenz zwischen unterschiedlich langen Düsenräumen (12-16) durch eine
in Strömungsrichtung betrachtet zwischen dem jeweils kürzeren Düsenraum (16) und dem
betreffenden Querstromverteiler (28) angeordnete Zwischenkammer (36) überbrückt ist.
7. Mehrschicht-Stoffauflauf nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zwischenkammer (36) in Strömungsrichtung betrachtet zwischen zwei Turbulenzerzeugerabschnitten
(34', 34") angeordnet ist.
8. Mehrschicht-Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die den verschiedenen Schichten zugeordneten Querstromverteiler (24-28) entsprechend
einer jeweiligen Längendifferenz zwischen unterschiedlich langen Düsenräumen (12-16)
in Strömungsrichtung (S) gegeneinander versetzt sind.
9. Mehrschicht-Stoffauflauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er als Zweischicht-Stoffauflauf (38) ausgeführt ist und die den beiden Schichten
zugeordneten Düsenräume (40, 42) eine unterschiedliche in Strömungsrichtung (S) gemessene
Länge besitzen.
10. Mehrschicht-Stoffauflauf nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der längere Düsenraum (40) einer Deckenschicht und der kürzere Düsenraum (42) einer
Rückenschicht zugeordnet ist.
11. Mehrschicht-Stoffauflauf nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die den beiden verschiedenen Schichten zugeordneten Querstromverteiler (44, 46) entsprechend
der Längendifferenz zwischen den beiden unterschiedlich langen Düsenräumen (40, 42)
in Strömungsrichtung (S) gegeneinander versetzt sind.
12. Mehrschicht-Stoffauflauf nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Längendifferenz zwischen den beiden unterschiedlich langen Düsenräumen (42, 40)
durch eine in Strömungsrichtung (S) betrachtet zwischen dem kürzeren Düsenraum (40)
und dem betreffenden Querstromverteiler (44) angeordnete Zwischenkammer überbrückt
ist.
13. Mehrschicht-Stoffauflauf nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zwischenkammer in Strömungsrichtung betrachtet zwischen zwei Turbulenzerzeugerabschnitten
angeordnet ist.