[0001] Die Erfindung betrifft einen Pressschuh einer Schuhpresseinheit, die zusammen mit
einer Gegenfläche einen Pressspalt bildet, durch den eine zu bildende oder zu behandelnde
Materialbahn, insbesondere Tissuebahn, hindurchgeführt ist. Sie betrifft ferner eine
Tissue-Maschine mit wenigstens einem solchen, einem Trockenzylinder, insbesondere
Yankee-Zylinder, zugeordnetem Pressschuh.
[0002] Die bisher üblichen Pressschuhe besitzen eine über die Breite quer zur Bahnlaufrichtung
konstante Dicke.
[0003] Insbesondere bei Tissue-Maschinen mit so genannten Yankee-Trockenzylindern tritt
nun aber das Problem auf, dass der Pressspalt über die Breite nicht gerade verläuft,
sondern sich der Kontur des Mantels des Yankee-Zylinders anpassen muss, um über die
Breite beispielsweise konstante Trockengehaltswerte für die Tissuebahn zu erreichen.
Die Kontur eines Yankee-Zylinders verändert sich infolge des Dampfdruckes im Innern
sowie infolge einer Temperaturausdehnung der Stirndeckel. Wird nun ein Pressschuh
zur Bildung eines Pressspaltes oder Pressnips gegen den Yankee-Zylinder gepresst,
so ist der sich im Spalt ergebende Pressdruckverlauf in Querrichtung nicht mehr konstant,
sondern weicht an den Rändern nach oben oder unten ab. Der Pressschuh muss also über
die Breite gesehen gebogen werden. Obwohl der Pressschuh relativ dünn ist und somit
im Vergleich zu einer Sauganpresswalze ein relativ kleines Biegeträgheitsmoment aufweist,
setzt er einem jeweiligen Biegemoment einen zu großen Widerstand entgegen. Dies hat
zur Folge, dass der auf die Tissuebahnränder wirkende Pressdruck größer wird als in
der Bahnmitte. Um diesem Problem zu begegnen, wurde bereits versucht, die Dicke des
Pressschuhes gleichmäßig über die Breite zu reduzieren, um ein kleineres Biegeträgheitsmoment
bzw. Widerstandsmoment zu erzielen. Diese Maßnahme führt jedoch aus fertigungstechnischen
Gründen nicht zum gewünschten Ergebnis. Auch durch eine unterschiedliche Anpressung
im Randbereich konnte das Problem nicht vollständig gelöst werden, da die Anpresskräfte
benachbarter Anpresselemente und entsprechend die Restfehler zu groß waren.
[0004] Ziel der Erfindung ist es, einen Pressschuh sowie eine Tissue-Maschine der eingangs
genannten Art zu schaffen, mit denen die zuvor genannten Probleme beseitigt sind.
[0005] Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Pressschuhes erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass dieser in seinen beiden seitlichen, den Bahnrändern benachbarten Randbereichen
zumindest abschnittsweise eine geringere Biegesteifigkeit besitzt als in seinem dazwischen
liegenden mittleren Bereich. Dabei kann die betreffende geringere Biegesteifigkeit
beispielsweise dadurch erreicht werden, dass der Pressschuh in den Randbereichen eine
geringere Dicke besitzt als in seinem dazwischen liegenden Bereich und/oder das Material
des Pressschuhs entsprechend gewählt wird.
[0006] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht also darin, die Biegesteifigkeit im Randbereich
des Schuhes zu reduzieren, um dort einen gewünschten Pressdruckverlauf einstellen
zu können.
[0007] Im Fall einer Dickenreduzierung wird die Pressschuhdicke also beispielsweise nur
in den Randbereichen reduziert.
[0008] Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Pressschuhs
besitzt ein jeweiliger Randbereich geringerer Biegesteifigkeit eine quer zur Maschinenlaufrichtung
gemessene Breite von höchstens etwa 1000 mm, insbesondere von höchstens etwa 700 mm
und vorzugsweise von höchstens etwa 500 mm. Die Breite eines jeweiligen Randbereichs
kann sich beispielsweise über zwei Anpresselemente, vorzugsweise über drei Anpresselemente
und insbesondere über vier Anpresselemente erstrecken.
[0009] In bestimmten Fällen ist es von Vorteil, wenn die Dicke in einem jeweiligen Randbereich
zum betreffenden Schuhrand hin zunehmend kleiner wird. Dabei kann die Dicke in einem
jeweiligen Randbereich zum betreffenden Schuhrand hin beispielsweise stufenweise kleiner
werden. Der Übergang zwischen den einzelnen Stufen kann insbesondere kontinuierlich
erfolgen. Grundsätzlich ist jedoch auch eine solche Ausführungsform denkbar, bei der
die Dicke in einem jeweiligen Randbereich zum betreffenden Schuhrand hin kontinuierlich
oder stetig kleiner wird.
[0010] Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform weist der Pressschuh in einem
jeweiligen Randbereich eine Mehrzahl von lokalen Materialaussparungen auf. Diese können
insbesondere durch Einschnitte oder dergleichen gebildet sein, die sich zumindest
teilweise insbesondere in Querrichtung oder in Bahnlaufrichtung erstrecken können.
[0011] Die Materialaussparungen können beispielsweise eine gleiche Größe besitzen. So können
die Materialaussparungen beispielsweise durch Einsschnitte konstanter Tiefe gebildet
sein.
[0012] Grundsätzlich können die Materialaussparungen jedoch auch durch Einschnitte variabler
Tiefe gebildet sein. So ist beispielsweise eine solche Ausführungsform denkbar, bei
der sich die Einschnitte zumindest teilweise in Querrichtung erstrecken und die Einschnitte
jeweils eine zum betreffenden Schuhrand hin zunehmende Tiefe besitzen.
[0013] Die Materialaussparungen können aber auch zumindest teilweise eine unterschiedliche
Größe besitzen. In diesem Fall können sie beispielsweise durch Einschnitte unterschiedlicher
Tiefe gebildet sein. So kann z.B. die Tiefe von sich in Querrichtung erstreckenden
Einschnitten zum betreffenden Schuhrand hin größer werden.
[0014] Die beispielsweise durch Einschnitte gebildeten Materialaussparungen können in einem
gleichen Abstand oder auch in unterschiedlichem Abstand voneinander angeordnet sein.
Im letzteren Fall können die Materialaussparungen beispielsweise zum betreffenden
Schuhrand hin dichter angeordnet sein.
[0015] Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Pressschuhs
ist nur auf der vom Pressspalt abgewandten Seite des Pressschuhes eine entsprechende
Dickenreduzierung vorgesehene.
[0016] In bestimmten Fällen kann es jedoch auch von Vorteil sein, wenn sowohl auf der vom
Pressspalt abgewandten Seite als auch auf der dem Pressspalt zugewandten Seite des
Pressschuhes jeweils eine Dickenreduzierung vorgesehen ist.
[0017] Grundsätzlich ist jedoch auch eine solche Ausführung denkbar, bei der nur auf der
dem Pressspalt zugewandten Seite des Pressschuhes eine entsprechende Dickenreduzierung
vorgesehen ist.
[0018] Wie bereits erwähnt, kann in einem jeweiligen Randbereich insbesondere auch eine
zum betreffenden Schuhrand hin stetige Dickenreduzierung vorgesehen sein. Es ist jedoch
beispielsweise auch eine gestufte Dickenreduzierung denkbar.
[0019] Vorzugsweise ist die in einem jeweiligen Randbereich vorgesehene Dickenreduzierung
so gewählt, dass die Biegesteifigkeit des Pressschuhes zum betreffenden Schuhrand
hin abnimmt.
[0020] Der Pressschuh kann einteilig oder auch mehrteilig ausgeführt sein.
[0021] Alternativ oder zusätzlich kann der Pressschuh insbesondere auch aus unterschiedlichen
Materialien bestehen. Gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform kann der
Pressschuh in den Randbereichen beispielsweise zumindest teilweise aus einem biegeweicheren
Material bestehen als im mittleren Bereich.
[0022] Die eingangs angegebene Aufgabe wird nach der Erfindung überdies gelöst durch eine
Maschine zur Herstellung einer Tissuebahn mit einem erfindungsgemäßen Pressschuh,
der zur Bildung eines Pressspaltes einem Trockenzylinder, insbesondere Yankee-Zylinder,
zugeordnet und über mehrere Anpresselemente gegen den Trockenzylinder pressbar ist,
die in zumindest einer sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckenden Reihe angeordnet
sind.
[0023] Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tissue-Maschine
sind zumindest die den beiden Randbereichen des Pressschuhes zugeordneten Anpresselemente
wenigstens teilweise getrennt beaufschlagbar oder ansteuerbar.
[0024] Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert; in dieser zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Längsschnittdarstellung einer einen Yankee-Zylinder mit zugeordnetem
herkömmlichen Pressschuh umfassenden Schuhpresse im nicht belasteten Zustand,
- Figur 2
- eine schematische Längsschnittdarstellung der einen YankeeZylinder mit zugeordnetem
herkömmlichen Pressschuh umfassenden Schuhpresse im Betriebszustand (Dampfdruck, Temperatur,
Pressdruck),
- Figur 3
- eine schematische Längsschnittdarstellung einer erfindungsgemäßen Schuhpresse im Betriebszustand
mit einem YankeeZylinder und einem diesem zugeordneten erfindungsgemäßen Pressschuh,
- Figur 4
- eine schematische Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pressschuhes, wobei nur auf der vom Pressspalt abgewandten Seite des Pressschuhes
eine entsprechende Dickenreduzierung vorgesehen ist und die Dicke in einem jeweiligen
Randbereich zum betreffenden Schuhrand hin stufenweise kleiner wird,
- Figur 5
- eine schematische Stirnansicht des Pressschuhes gemäß Figur 4,
- Figur 6
- eine schematische Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pressschuhes, wobei in einem jeweiligen Randbereich des Pressschuhes auf der vom Pressspalt
abgewandten Seite eine Mehrzahl von sich in Bahnlaufrichtung erstreckenden Einschnitten
vorgesehen ist,
- Figur 7
- eine schematische Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pressschuhes, wobei in einem jeweiligen Randbereich des Pressschuhes auf der dem Pressspalt
zugewandten Seite eine zum jeweiligen Schuhrand hin stetige Dickenreduzierung vorgesehen
ist,
- Figur 8
- eine schematische Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pressschuhes, wobei in einem jeweiligen Randbereich des Pressschuhes auf der vom Pressspalt
abgewandten Seite sich in Querrichtung erstreckende Einschnitte vorgesehene sind,
deren Tiefe zum jeweiligen Schuhrand hin zunimmt,
- Figur 9
- eine schematische Stirnansicht des Pressschuhes gemäß Figur 8 in Richtung des Pfeils
"A" der Figur 8 und
- Figur 10
- eine schematische Teildarstellung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pressschuhes, wobei der Pressschuh aus unterschiedlichen Materialien besteht.
[0025] Figur 1 zeigt in schematischer Längsschnittdarstellung eine einen Trockenzylinder
10, insbesondere Yankee-Zylinder, mit zugeordnetem herkömmlichen Pressschuh 12 umfassende
Schuhpresse 14 im nicht belasteten Zustand. Der Mantel 16 des Trockenzylinders 10
ist im vorliegenden Fall also nicht durchgebogen.
[0026] Der Pressschuh 12 wird durch wenigstens eine Reihe von Anpresselemente 18 gegen den
Trockenzylinder 10 gepresst. Der Pressschuh 12 bildet mit dem Trockenzylinder 16 den
Pressspalt 20, durch den die Tissuebahn zusammen mit wenigstens einem Trägerband (nicht
gezeigt) geführt wird. Vorzugsweise läuft die Tissuebahn zusammen mit einem wasserundurchlässigen
Pressmantel und einem Filz (wasseraufnehmend) durch diesen Pressspalt oder Nip 20.
[0027] Figur 2 zeigt eine mit der der Figur 1 vergleichbare Darstellung der Schuhpresse
14 im belasteten Zustand, d.h. im Betriebszustand. Im Betriebszustand verformt sich
die Kontur des Trockenzylinders 10 durch den Zylinderinnendruck (Dampf) und eine stärkere
Ausdehnung der Stirndeckel des Trockenzylinders infolge der Dampftemperatur sowie
durch andere konstruktionsbedingte Faktoren. Desweiteren wird die Kontur des Trocken-
bzw. Yankee-Zylinders 10 insbesondere im Bereich des Pressnips 20 durch unterschiedliche
Pressdrücke bzw. Linienkräfte beeinflusst. Der Mantel 16 des Trockenzylinders 22 ist
hier also durchgebogen. Wie anhand der Figur 2 zu erkennen ist, ergibt sich eine entsprechende
Durchbiegung auch bei dem Pressschuh 12.
[0028] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte herkömmliche Pressschuh 12 besitzt eine über
die Breite konstante Dicke.
[0029] Figur 3 zeigt in schematischer Längsschnittdarstellung eine erfindungsgemäße Schuhpresse
21 mit einem Trockenzylinder 22, insbesondere Yankee-Zylinder, und einem diesem zugeordneten
erfindungsgemäßen Pressschuh 24 mit zugeordneten Anpresselementen 26, die in zumindest
einer sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckenden Reihe angeordnet sind und über
die der Pressschuh 24 gegen den Trockenzylinder 22 pressbar ist. Der Pressschuh 24
kann einteilig oder auch mehrteilig ausgeführt sein. In dieser Figur 3 ist die Schuhpresse
22 im Betriebszustand dargestellt.
[0030] Der Pressschuh 24 bildet mit dem Trockenzylinder 22 den Pressspalt 28, durch den
die Tissuebahn zusammen mit wenigstens einem Trägerband (nicht gezeigt) geführt wird.
Vorzugsweise läuft die Tissuebahn wieder zusammen mit einem wasserundurchlässigen
Pressmantel und einem Filz (wasseraufnehmend) durch diesen Pressspalt oder Nip 28.
[0031] Der Mantel 30 des Trockenzylinders 22 ist im dargestellten Betriebszustand durchgebogen.
Wie anhand der Figur 3 zu erkennen ist, ergibt sich eine entsprechende Durchbiegung
auch wieder bei dem Pressschuh 24.
[0032] Im vorliegenden Fall sind den beiden seitlichen Randbereichen R des Pressschuhs 24
jeweils mehrere, hier z.B. drei Anpresselemente 26
1 - 26
3 zugeordnet. Dem mittleren Bereich können Anpresselemente 26
z zugeordnet sein (vgl. die Figuren 4 und 6).
[0033] Wie anhand der Figur 3 zu erkennen ist, besitzt der Pressschuh 24 in seinen beiden
seitlichen, den Bahnrändern benachbarten Randbereichen R zumindest abschnittsweise
eine geringere Dicke d als in seinem dazwischen liegenden mittleren Bereich M.
[0034] Dabei können, wie anhand des linken Teils der Figur 3 zu erkennen ist, zur Bildung
einer entsprechenden Dickenreduzierung 34 beispielsweise auf der vom Pressspalt 28
abgewandten Seite des Pressschuhs 24 Materialaussparungen in Form von Einschnitten
32 oder dergleichen vorgesehen sein, die sich im vorliegenden Fall beispielsweise
in Bahnlaufrichtung erstrecken.
[0035] Wie anhand des rechten Teils der Figur 3 zu erkennen ist, kann in einem jeweiligen
Randbereich R auch eine zumindest im wesentlichen durchgehende Dickenreduzierung 34
vorgesehen sein. Diese Dickenreduzierung 34 ist auch im vorliegenden Fall z.B. wieder
auf der vom Pressspalt 28 abgewandten Seite des Pressschuhes 24 vorgesehen. Wie in
der Figur 3 gezeigt, kann der Übergang vom mittleren Bereich M in den dickenreduzierten
Randbereich R beispielsweise kontinuierlich verlaufen.
[0036] Zumindest die den beiden Randbereichen R des Pressschuhs 24 zugeordneten Anpresselemente
26 können wenigstens teilweise getrennt beaufschlagbar oder ansteuerbar sein. Die
insbesondere hydraulischen Anpresselemente 26
i - 26
3 können also insbesondere mit unterschiedlichen Drücken beaufschlagt werden, wodurch
entsprechend unterschiedliche Anpresskräfte erzeugt werden. Dabei können die Anpresselemente
so beaufschlagt und/oder angesteuert werden, dass sich im Pressspalt 28 ein zumindest
im wesentlichen gleichmäßiges Pressdruckquerprofil oder Linienkraftprofil ergibt.
Grundsätzlich können auch dem mittleren Bereich M entsprechende Anpresselemente 26
z (vgl. die Figuren 4 und 5) zugeordnet sein. Auch diese mittleren Anpresselemente
26
z können grundsätzlich zumindest teilweise wieder getrennt beaufschlagbar oder ansteuerbar
sein.
[0037] Ein jeweiliger Randbereich R geringerer Dicke d kann beispielsweise eine quer zur
Maschinenlaufrichtung gemessene Breite von höchstens etwa 1000 mm, insbesondere von
höchstens etwa 700 mm und vorzugsweise von höchstens etwa 500 mm besitzen.
[0038] Figur 4 zeigt in schematischer Teildarstellung eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pressschuhes 24, bei dem wieder nur auf der vom Pressspalt abgewandten Seite eine
entsprechende Dickenreduzierung 34 vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall wird die Dicke
in einem jeweiligen Randbereich R zum betreffenden Schuhrand R' hin stufenweise kleiner.
Dabei kann zwischen den einzelnen Stufen 34', wie dargestellt, beispielsweise ein
kontinuierlicher Übergang erfolgen.
[0039] Einem jeweiligen entsprechend dickenreduzierten Randbereich R können insbesondere
wieder getrennt beaufschlagbare oder ansteuerbare Anpresselemente 26
1, 26
2 zugeordnet sein. Im vorliegenden Fall sind einem jeweiligen Randbereich R beispielsweise
zwei solche Anpresselemente 26
1, 26
2 zugeordnet. Der mittlere Bereich M des Pressschuhes ist über Anpresselemente 26
z beaufschlagbar, die ebenfalls zumindest teilweise wieder getrennt ansteuerbar oder
beaufschlagbar sein können.
[0040] Figur 5 zeigt eine schematische Stirnansicht des Pressschuhes 24 gemäß Figur 4.
[0041] Figur 6 zeigt in schematischer Teildarstellung eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pressschuhes 24, bei dem ebenfalls wieder nur auf der vom Pressspalt abgewandten Seite
eine jeweilige Dickenreduzierung 34 vorgesehen ist. Im vorliegenden Fall sind in einem
jeweiligen Randbereich R mehrere sich hier beispielsweise in Bahnlaufrichtung erstreckende
Einschnitte 32 vorgesehen. Den Randbereichen R sind jeweils wieder insbesondere mehrere,
vorzugsweise zumindest teilweise getrennt beaufschlagbare oder ansteuerbare Anpresselemente
26
1 - 26
3 zugeordnet. Auch der mittlere Bereich wird hier wieder von entsprechenden Anpresselementen
26
z beaufschlagt.
[0042] Figur 7 zeigt in schematischer Teildarstellung eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pressschuhes 24, wobei in diesem Fall die entsprechende Dickenreduzierung 34 jedoch
auf der dem Pressspalt zugewandten Seite des Pressschuhs 24 vorgesehen ist. Dabei
wird die Dicke d des Pressschuhes 24 in einem jeweiligen Randbereich R zum betreffenden
Schuhrand R' hin zunehmend kleiner.
[0043] Auch im vorliegenden Fall können insbesondere den Randbereichen R wieder vorzugsweise
getrennt beaufschlagbare oder ansteuerbare Anpresselemente (nicht gezeigt) zugeordnet
sein.
[0044] Figur 8 zeigt in schematischer Teildarstellung eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Pressschuhes 24, bei dem die betreffende Dickenreduzierung 34 in den Randbereichen
R jedoch wieder auf der vom Pressspalt abgewandten Seite des Pressschuhes 24 vorgesehen
ist. In diesem Fall sind sich in Querrichtung erstreckende Einschnitte 34 vorgesehen,
deren Tiefe zum jeweiligen Schuhrand R' hin zunimmt.
[0045] Figur 9 zeigt eine schematische Stirnansicht eines Teils des Pressschuhes 24 gemäß
Figur 8 in Richtung des Pfeils "A" der Figur 8.
[0046] Figur 10 zeigt in schematischer Teildarstellung eine weitere Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Pressschuhes 24, wobei in diesem Fall der Pressschuh 24 aus unterschiedlichen
Materialien besteht. Es ist beispielsweise möglich, dass der Pressschuh 24 im Randbereich
R teilweise oder ganz aus einem biegeweicheren Material besteht als im mittleren Bereich
M.
[0047] Wie anhand der Figur 10 zu erkennen ist, kann der Pressschuh 24 beispielsweise aus
einem ersten Material 36, z.B. Messing oder dergleichen, und einem Trägermaterial
38, z.B. faserverstärktem Kunststoff oder dergleichen, bestehen. Beim vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist das Trägermaterial im Randbereich R dickenreduziert.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 10
- Trockenzylinder, Yankee-Zylinder
- 12
- Pressschuh
- 14
- Schuhpresse
- 16
- Mantel
- 18
- Anpresselement
- 20
- Pressspalt, Nip
- 21
- Schuhpresse
- 24
- Pressschuh
- 26
- Anpresselement
- 28
- Pressspalt, Nip
- 30
- Mantel
- 32
- Materialaussparung, Einschnitt
- 34
- Dickenreduzierung
- 34'
- Stufe
- 36
- Material
- 38
- Trägermaterial
- M
- mittlerer Bereich
- R
- Randbereich
- R'
- Schuhrand
- d
- Dicke
1. Pressschuh (24) einer Schuhpresseinheit, die zusammen mit einer Gegenfläche einen
Pressspalt (28) bildet, durch den eine zu bildende oder zu behandelnde Materialbahn,
insbesondere Tissuebahn, hindurchgeführt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass er in seinen beiden seitlichen, den Bahnrändern benachbarten Randbereichen (R) zumindest
abschnittsweise eine geringere Biegesteifigkeit besitzt als in seinem dazwischen liegenden
mittleren Bereich (M).
2. Pressschuh nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass er in den Randbereichen (R) eine geringere Dicke (d) besitzt als in seinem dazwischen
liegenden mittleren Bereich (M).
3. Pressschuh nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Material des Pressschuhes (24) in den Randbereichen (R) so gewählt ist, dass
der Pressschuh (24) in diesen Randbereichen (R) eine geringere Biegesteifigkeit besitzt
als in seinem dazwischen liegenden mittleren Bereich (M).
4. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein jeweiliger Randbereich (R) geringerer Biegesteifigkeit eine quer zur Maschinenlaufrichtung
gemessene Breite von höchstens etwa 1000 mm, insbesondere von höchstens etwa 700 mm
und vorzugsweise von höchstens etwa 500 mm besitzt.
5. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Breite eines jeweiligen Randbereiches (R) über zwei Anpresselemente, vorzugsweise
über drei Anpresselemente und insbesondere über vier Anpresselemente erstreckt.
6. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dicke (d) in einem jeweiligen Randbereich (R) zum betreffenden Schuhrand (R')
hin zunehmend kleiner wird.
7. Pressschuh nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dicke (d) in einem jeweiligen Randbereich (R) zum betreffenden Schuhrand (R')
hin stufenweise kleiner wird.
8. Pressschuh nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den einzelnen Stufen (34') ein kontinuierlicher Übergang erfolgt.
9. Pressschuh nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dicke (d) in einem jeweiligen Randbereich (R) zum betreffenden Schuhrand (R')
hin zumindest abschnittsweise kontinuierlich oder stetig kleiner wird.
10. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er in einem jeweiligen Randbereich (R) eine Mehrzahl von lokalen Materialaussparungen
(32) aufweist.
11. Pressschuh nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialaussparungen durch Einschnitte (32) oder dergleichen gebildet sind.
12. Pressschuh nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Einschnitte (32) zumindest teilweise in Querrichtung erstrecken.
13. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Einschnitte (32) zumindest teilweise in Bahnlaufrichtung erstrecken.
14. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialaussparungen (32) eine gleiche Größe besitzen.
15. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialaussparungen (32) durch Einschnitte konstanter Tiefe gebildet sind.
16. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialeinsparungen (32) durch Einschnitte variabler Tiefe gebildet sind.
17. Pressschuh nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Einschnitte (32) zumindest teilweise in Querrichtung erstrecken und die
Einschnitte jeweils eine zum betreffenden Schuhrand (R') hin zunehmende Tiefe besitzen.
18. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialaussparungen (32) zumindest teilweise eine unterschiedliche Größe besitzen.
19. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialaussparungen (32) durch Einschnitte unterschiedlicher Tiefe gebildet
sind.
20. Pressschuh nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Tiefe der Einschnitte (32) zum betreffenden Schuhrand (R') hin größer wird.
21. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialaussparungen (32) in einem gleichen Abstand voneinander angeordnet sind.
22. Pressschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Materialaussparungen (32) zum betreffenden Schuhrand (R') hin dichter angeordnet
sind.
23. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass nur auf der vom Pressspalt (28) abgewandten Seite des Pressschuhes eine entsprechende
Dickenreduzierung (34) vorgesehen ist.
24. Pressschuh nach einem Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass sowohl auf der vom Pressspalt (28) abgewandten Seite als auch auf der dem Pressspalt
zuwandten Seite des Pressschuhes jeweils eine Dickenreduzierung (34) vorgesehen ist.
25. Pressschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet,
dass nur auf der dem Pressspalt (28) zugewandten Seite des Pressschuhes (24) eine entsprechende
Dickenreduzierung (34) vorgesehen ist.
26. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem jeweiligen Randbereich (R) eine zum betreffenden Schuhrand (R') hin stetige
Dickenreduzierung (34) vorgesehen ist.
27. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in einem jeweiligen Randbereich (R) vorgesehene Dickenreduzierung (34) so gewählt
ist, dass die Biegesteifigkeit des Presschuhes (24) zum betreffenden Schuhrand (R')
hin abnimmt.
28. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er einteilig ausgeführt ist.
29. Pressschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 27,
dadurch gekennzeichnet,
dass er mehrteilig ausgeführt ist.
30. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er aus unterschiedlichen Materialien besteht.
31. Pressschuh nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er in den Randbereichen (R) zumindest teilweise aus einem biegeweicheren Material
besteht als im mittleren Bereich (M).
32. Maschine zur Herstellung einer Tissuebahn, mit einem Pressschuh (24) nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, wobei der Pressschuh (24) zur Bildung eines Pressspaltes
(28) einem Trockenzylinder (22), insbesondere Yankee-Zylinder, zugeordnet und über
mehrere Anpresselemente (26) gegen den Trockenzylinder (22) pressbar ist, die in zumindest
einer sich quer zur Bahnlaufrichtung erstreckenden Reihe angeordnet sind.
33. Maschine nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest die den beiden Randbereichen (R) des Pressschuhes (24) zugeordneten Anpresselemente
(26) wenigstens teilweise getrennt beaufschlagbar oder ansteuerbar sind.