[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Magnetfeldsensor, der axial verstellfähig am
Gehäuse eines Arbeitszylinders angeordnet wird. Solche Magnetfeldsensoren haben sich
zur genauen Positionsbestimmung durch berührungsloses Erfassen der Stellung von z.
B. Pneumatik- oder Hydraulikkolben innerhalb eines Arbeitszylinders bewährt. Zu diesem
Zweck sind an den Außenflächen des Gehäuses des Arbeitszylinders Führungsnuten angebracht
in welchen die Magnetfeldsensoren axial verstellt und anschließend arretiert werden.
Die Führungsnuten, die sowohl einen zylindrischen als auch rechteckigen Querschnitt
aufweisen, sind über eine Spaltöffnung nach Außen geöffnet.
Eine derartige Halterung von Magnetfeldsensoren an einem Arbeitszylinder ist aus der
DE 44 35 671 A1 bekannt. Der darin beschriebene Magnetfeldsensor hat im Wesentlichen
einen kreisförmigen Querschnitt und wird in einer nach Außen geschlitzt ausgeführten
Zylindernut gehalten.
[0002] Um diesen Magnetfeldsensor in die C-Nut einzuführen, ist es notwendig, diesen über
das frei liegende Ende der Führungsnut einzuschieben. Innerhalb dieser Nut kann dieser
Sensor dann verschoben und anschließend positioniert werden. Wenn dieser Sensor wieder
aus der C-Nut entfernt werden muss, ist dies ebenfalls nur dann möglich, wenn der
Sensor am frei liegenden Ende aus der Führungsnut herausgeschoben wird. Diese Ein-
bzw. Ausbauart des Sensors am Gehäuse eines Arbeitszylinders ist besonders dann von
Nachteil, wenn innerhalb einer Führungsnut gleichzeitig mehrere Magnetfeldsensoren
positioniert sind, weil diese dann seriell nacheinander hinein- bzw. aus der Führungsnut
herausgeschoben werden müssen. In der DE 196 43 413 und DE 196 53 222 sind deshalb
Magnetfeldsensoren beschrieben, welche einen derartigen Querschnitt aufweisen, dass
sie beliebig an jeder Stelle in die teilweise geöffnete Führungsnut eingesetzt werden
können. Diese Magnetfeldsensoren haben einen derartigen Querschnitt, dass sie über
ihre Schmalseite in eine Führungsnut eingesetzt werden und nach dem Einsetzen in die
Führungsnut gedreht und arretiert werden. Die Arretierung des Magnetfeldsensors erfolgt
dadurch, dass mittels einer Feststellschraube, welche sich am Nutboden abstützt, der
Sensor gegen die Nutschulter gepresst wird. Nachteilig an diesem bekannten Stand der
Technik ist jedoch, dass durch die zwangsläufig vorhandenen mechanischen Toleranzen
der Führungsnut als auch die Toleranzen im Querschnitt des Magnetfeldsensors, der
Luftabstand des Sensors zum Arbeitszylinder im Gehäuse verändert wird. Diese Abstandsveränderung
führt zwangsläufig zu einer Magnetfeldänderung, die sich hinsichtlich der Funktionsgenauigkeit
des Sensors negativ auswirkt. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass die Magnetfeldsensoren,
bei dieser Art der Arretierung mittels der Feststellschraube mechanisch belastet werden,
was zum Verbiegen oder gar zur Beschädigung der Magnetfeldsensoren führen kann.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Magnetfeldsensor so auszubilden,
dass er in möglichst viele Aufnahmenuten, die herstellerbedingt verschiedenartig ausgestaltet
sind, an jeder Stelle beliebig eingesetzt werden kann und anschließend arretierbar
ist. Bei der Arretierung soll sich der Luftabstand des Sensors zum Arbeitszylinder
nicht verändern und darüber hinaus soll die mechanische Beanspruchung des Magnetfeldsensors
minimiert werden. Ferner soll die axiale Verstellung des Magnetfeldsensor in der Führungsnut
leichtgängig, präzise und reproduzierbar möglich sein.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe sind alle Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. Zweckmäßige
Ausgestaltungen und vorteilhafte Weiterbildungen sind aus den nachgeordneten Unteransprüchen
ersichtlich.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der Magnetfeldsensor die Form
eines ellipsenähnlichen Zylinders aufweist und dadurch in einer bestimmten Lage beliebig
in die Führungsnut eingesetzt und danach axial verdreht werden kann. Die Arretierung
des Magnetfeldsensors wird mit einer darin eingeschraubten Linsenkopfschraube durchgeführt.
Dazu wird die Linsenkopfschraube etwas aus dem Magnetfeldsensor herausgedreht, bis
sich diese an den Nutschultern, die neben der Spaltöffnung angebracht sind, abstützt
und den Sensor gegen den Nutboden drückt. Dadurch ist der Abstand des Magnetfeldsensors
zum Kolben im Arbeitszylinder konstant gehalten.
[0006] Durch die Verwendung einer speziellen Linsenkopfschraube, deren Außendurchmesser
und Abflachungsradius an die Spaltöffnung der Führungsnut angepasst ist, ergibt sich
weiterhin der Vorteil, dass der Magnetfeldsensor beim Festziehen der Schraube zentriert
zur Spaltöffnung arretiert ist.
[0007] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung greift die Linsenkopfschraube zur Arretierung
des Magnetfeldsensors in das Innengewinde einer in dem Magnetfeldsensor eingesetzten
Buchse ein, welche aus der zum Nutboden hinweisenden Sensorfläche geringfügig aus
dem Magnetfeldsensor herausragt. Durch diese vorteilhafte Ausführungsform der Arretierung
wird der Magnetfeldsensor selbst beim Festziehen der Schraube mechanisch nicht belastet,
denn nur die Baugruppe "Schraube mit Buchse" verspannt sich zwischen der Nutschulter
und dem Nutboden.
[0008] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung befindet sich die Schraube
zum Arretieren des Magnetfeldsensors in der Nähe jener Stirnfläche des Sensors, in
welche das Anschlusskabel eingeführt wird. Dadurch werden die gegebenenfalls über
das Anschlusskabel auf den Magnetfeldsensor einwirkenden Kräfte abgefangen und können
sich somit nicht negativ auf die Elektronik auswirken. Darüber hinaus ergibt sich
damit der zusätzliche Vorteil, dass das Sensorelement sehr nah an der Sensorspitze
angebracht werden kann, wodurch der Magnetfeldsensor in der Lage ist, die Endlagen
der Kolbenposition im Grenzfall noch über die Führungsnut hinaus detektieren zu können.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es dann, wenn bei Magnetfeldsensoren in einem Kunststoffgehäuse
für die eingesetzte Buchse ein Metallwerkstoff verwendet wird.
Da in der Regel bei einer Schraubbefestigung ein Festziehen durch Drehung der Schraube
im Uhrzeigersinn stattfindet, ist es von Vorteil, bei der Verbindung von Schraube
und Buchse ein Linksgewinde zu verwenden, weil damit bei Rechtsdrehung der Linsenkopfschraube
die Klemmfunktion eingeleitet wird.
[0010] Im Folgenden wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen im Einzelnen erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Magnetfeldsensors
- Figur 2a,b
- eine schematische Darstellung der Einfügung und Arretierung des Magnetfeldsensors
in einer Führungsnut
- Figur 3
- eine in der Längsachse der Linsenkopfschraube geschnittene Seitenansicht des erfindungsgemäßen
Magnetfeldsensors in einer Führungsnut.
[0011] Figur 1 zeigt einen Magnetfeldsensor 1 mit einem elektrischen Anschlusskabel 2. In
dem Magnetfeldsensor 1 ist eine Linsenkopfschraube 3 versenkt angebracht, welche im
hier dargestellten eingedrehten Zustand nicht über den ellipsenähnlichen Zylinderquerschnitt
herausragt. Neben der Linsenkopfschraube 3 ist ein Fenster 4 angebracht, in welchem
eine Funktionsanzeige angebracht ist.
[0012] In Figur 2a ist zu ersehen, dass die der kleinen Achse 6 des ellipsenähnlichen Querschnittes
5 entsprechende Abmessung geringer ist, als eine Spaltöffnung 7 einer Führungsnut
8 und deshalb der Magnetfeldsensor an jeder Stelle beliebig eingesetzt werden kann.
[0013] Nach radialer Drehung des Magnetfeldsensors 1 um ca. 90° liegt, wie in Figur 2b dargestellt,
die große Achse 9 des ellipsenähnlichen Querschnittes parallel zur Spaltöffnung 7,
wodurch der Magnetfeldsensor in dieser Lage nicht mehr aus der Führungsnut herausgenommen
werden kann. Zur Arretierung des Magnetfeldsensors 1 in der Führungsnut wird die Linsenkopfschraube
3 derart gedreht, dass sich diese in Richtung der Spaltöffnung 7 bewegt.
Auf der in Längsachse der Linsenkopfschraube geschnittenen Seitenansicht nach Figur
3, ist ein Ausschnitt eines Gehäuses 10 eines Arbeitszylinders dargestellt. In diesem
Gehäuse ist eine rechteckige Führungsnut 8 eingelassen, welche durch die Spaltöffnung
7 nach Außen geöffnet ist. Seitlich der Spaltöffnung 7 sind an der Innenseite der
Führungsnut zwei Nutschultern 11 und 12 angebracht. Im Magnetfeldsensor 1 ist eine
Buchse 13 mit Innengewinde eingelassen, in welche die Linsenkopfschraube 3 eingeschraubt
ist. Da der maximale Durchmesser an der Unterseite des Schraubenkopfes größer als
die Spaltöffnung 7 der Führungsnut ist, stützt sich beim Herausdrehen der Linsenkopfschraube
3 aus der Buchse 13 diese mit den abfallenden Flanken 15, 16 an den Nutschultern 11,
12 ab und drückt den Magnetfeldsensor 1 mit dessen Buchse, die geringfügig aus dem
Magnetfeldsensor 1 herausragt, gegen einen Nutboden 14. Die abfallenden Flanken der
speziellen Linsenkopfschraube 3 zentrieren dabei gleichzeitig den Magnetfeldsensor
1 in der Symmetrieachse 17 der Führungsnut.
1. Anordnung zur axial verstellbaren Halterung eines Magnetfeldsensors innerhalb einer
am Außenbereich eines Arbeitszylinders vorgesehenen Führungsnut, in die durch eine
Spaltöffnung ein zylindrischer Sensor einsetzbar und nach Drehung um seine Längsachse
in der Führungsnut platzierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine in das Gehäuse des Magnetfeldsensors eingreifende Kopfschraube sich bei Drehung
an den seitlich neben der Spaltöffnung angebrachten Nutschultern abstützt und dadurch
den Magnetfeldsensor gegen den Nutboden verspannt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfschraube in eine in den Magnetfeldsensor eingesetzte Buchse, vorzugsweise
eine Metallbuchse, mit Innengewinde eingreift und damit den Magnetfeldsensor über
die Buchse gegen den Nutboden verspannt.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die eingesetzte Buchse auf der dem Nutboden zugewandten Seite geringfügig über den
Magnetfeldsensor hinausragt, so dass beim Verdrehen der Kopfschraube nur diese Buchse
mit dem Nutboden verspannt wird.
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubenkopf eine linsenkopfähnliche Schraube ist die mit einem kegelförmig
verlaufenden Bereich ausgebildet ist, welcher beim Anpressen der Kopfschraube an die
Nutschultern den Magnetfeldsensor in der Spaltöffnung zentriert.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfschraube und das im Magnetfeldsensor angebrachte Innengewinde zur Aufnahme
der Kopfschraube mit einem Linksgewinde versehen sind.
6. Anordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die eingesetzte Metallbuchse in einen Magnetfeldsensor mit Kunststoffgehäuse eingebaut
ist.
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopfschraube nahe an der Stirnseite des Magnetfeldsensors angebracht ist, an
welcher das Anschlusskabel in den Sensor eingeführt ist.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das für die Detektierung der Kolbenstellung verantwortliche Sensorelement in der
Nähe der dem Anschlusskabel gegenüberliegenden Stirnfläche des Sensors angeordnet
ist.