[0001] Verfahren zur optischen Hervorhebung von Informationen eines Bereichs der Benutzeroberfläche
einer Computer-Anwenderstation
[0002] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur optischen Hervorhebung von Informationen
mindestens eines Bereichs auf der Benutzeroberfläche einer Computer-Anwenderstation.
[0003] Aus der allgemeinen Lebenserfahrung ist es als Stand der Technik bekannt, dass auf
einer Benutzeroberfläche einer Computer-Anwenderstation dargestellte Informationen
oftmals verkleinert abgebildet sind und insbesondere von Benutzern mit einer Sehschwäche
nur durch eine vom Benutzer vorgenommene lokale Vergrößerung lesbar dargestellt werden
können. Ein derartiges Problem besteht bei hochauflösenden Darstellungen auf Benutzeroberflächen
und bei kleineren Anzeigeflächen, z.B. von Handheld-Geräten.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur optischen Hervorhebung
von Informationen eines Bereichs auf der Benutzeroberfläche einer Computer-Anwenderstation
anzubieten.
[0005] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Verfahrensvarianten
werden in den Unteransprüchen 2 - 9 beschrieben.
[0006] Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst ein aktiver Bereich der Benutzeroberfläche
der Computer-Anwenderstation automatisch identifiziert. Ein derartig identifizierter
Bereich wird dann zur Verbesserung der Lesbarkeit vergrößert dargestellt. Damit wird
dem Benutzer die Aufgabe abgenommen, bestimmte Bereiche der Benutzeroberfläche, welche
für ihn interessant sein könnten, anzusteuern und separat vergrößert darzustellen.
[0007] Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden dem Benutzer interessierende und aktive Bereiche
automatisch identifiziert und zeitsparend für den Benutzer vergrößert dargestellt.
Somit kann die Bedienung der Computer-Anwenderstation durch den Benutzer beschleunigt
werden. Ferner können auch hochauflösende Darstellungen auf Benutzeroberflächen oder
kleinere Benutzeroberflächen (z.B. von Handheld-Geräten) verwendet werden. Durch das
erfindungsgemäße Verfahren werden Bereiche der Benutzeroberfläche, die als aktiv identifiziert
wurden, automatisch vergrößert dargestellt und sind somit für den Benutzer einsehbar.
[0008] Eine Identifizierung aktiver Bereiche der Benutzeroberfläche kann auf verschiedene
Art und Weise geschehen. In einer ersten Ausführungsform kann ein Dialogfeld auf der
Benutzeroberfläche zur Abfrage von bestimmten vom Benutzer einzugebenden Informationen
und damit der Bereich (Teilfläche) der Benutzeroberfläche, in welcher das Dialogfenster
aufgebaut wird, als aktiv identifiziert werden. In einem zweiten Schritt wird dieser
Bereich, also das Dialogfeld, automatisch vergrößert dargestellt und kann damit besonders
sicher vom Benutzer wahrgenommen werden.
[0009] Eine automatische Identifizierung aktiver Bereiche der Benutzeroberfläche kann bei
Mitteilung bestimmter interner Zuständen und deren Visualisierung durch Informationsfelder
auf der Benutzeroberfläche erfolgen. So kann die Mitteilung, dass z.B. nur noch ein
bestimmter Speicherplatz zur Verfügung steht oder bei der Verarbeitung ein Verarbeitungsfehler
aufgetreten ist, als Mitteilung eines internen Zustandes mit dem zugehörigen Informationsfeld
automatisch als aktiver Bereich identifiziert und umgehend vergrößert dargestellt
werden.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform kann die Position eines Cursors, z.B. zur Darstellung
der Position einer Maus oder eines Screw-Balls, automatisch als Hinweis auf einen
identifizierten aktiven Bereich der Benutzeroberfläche dienen.
[0011] Die Zielposition des Cursors wird automatisch als aktiver und zu identifizierender
Bereich eingestuft, so dass die Umgebung der Zielposition automatisch vergrößert wird.
Dem liegt die Einschätzung zugrunde, dass die Aufmerksamkeit des Benutzers sich oftmals
auf dem Bereich konzentriert, in dem sich der Cursor auf der Benutzeroberfläche befindet.
[0012] Nach einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform können Augenbewegungen
des Benutzers durch an sich bekannte Eye-Tracking-Verfahren, also Verfahren zur Feststellung
der Augenposition des Benutzers, festgestellt werden. Wenn nun der Benutzer seine
Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Teilbereich der Benutzeroberfläche konzentriert,
kann dies durch das genannte Verfahren ermittelt und der dortige Bereich automatisch
als aktiv identifiziert werden.
[0013] Der vergrößerte identifizierte Bereich kann mit einem fließenden Übergang (von Großdarstellung
zu Kleindarstellung)zu nicht vergrößerten umgebenden Bereichen dargestellt werden.
Dieser Übergang wird vom Benutzer als besonders angenehm und harmonisch empfunden,
so dass die im vergrößerten Bereich angeordnete Information oftmals besonders vorteilhaft
wahrgenommen wird.
[0014] Ein vereinfachter Programmieraufwand kann auch durch einen abrupten Übergang zwischen
vergrößertem Bereich und nicht vergrößertem Bereichen in Umgebung des vergrößerten
Bereichs erfolgen.
[0015] Dabei kann die Vergrößerung mit einem feststehenden Vergrößerungsfaktor dargestellt
werden. Dieser kann vorgegeben und auch an Wünsche des Benutzers angepasst werden.
[0016] Insgesamt ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren die Hervorhebung von Informationen
in als aktiv identifizierten Bereichen zusätzlichen neben bisherigen Hervorhebungsmitteln,
wie z.B. Blinken oder Fettdarstellung. Damit wird eine fokusorientierte Lesehilfe
auch bei feinst auflösenden Darstellungen auf Benutzeroberflächen oder für Benutzer
ermöglicht.
[0017] Durch das erfindungsgemäße Verfahren zur optischen Hervorhebung von Informationen
kann die gesamte Darstellung von Informationen auf der Benutzeroberfläche bewusst
klein und mit höchster Auflösung dargestellt werden, wodurch sich die Packungsdichte
der Darstellung erhöht und z.B. auch großformatige Darstellungen auf der Benutzeroberfläche
visualisiert werden können. Gleichzeitig kann durch die beschriebene Vergrößerung
aktiver Bereiche dennoch eine Lesbarkeit der Benutzeroberfläche erhalten werden.
[0018] Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in den Zeichnungsfiguren näher
dargestellt. Es zeigen:
- FIG 1
- eine Benutzeroberfläche ohne vergrößerte Bereiche,
- FIG 2
- eine Benutzeroberfläche mit einem vergrößerten aktiven Bereich.
[0019] FIG 1 zeigt in schematischer Darstellung eine Benutzeroberfläche 1 (Bildschirm) einer
an sich bekannten Computer-Anwenderstation (nicht näher abgebildet), z.B. eines Personal-Computers,
oder eines sonstigen Gerätes mit Display-Element (z.B. eines Handheld-Gerätes) z.B.
zur Ansteuerung eines technischen Systems (Produktionsanlage, Kraftwerk etc.). Dabei
sind ein Dialogfeld 2 sowie allgemeine Textinformationen "ddd" auf dem Bildschirm
angezeigt.
[0020] FIG 2 zeigt das Dialogfeld 2 vergrößert mit einer nun lesbaren Dialogabfrage "Soll
jetzt gespeichert werden? Ja/Nein" .
[0021] Aufgrund seiner Eigenschaft als Dialogfeld 2 wurde dieses auf der Benutzeroberfläche
1 nach FIG 1 als aktiver Bereich automatisch identifiziert und auf der Benutzeroberfläche
1 nach FIG 2 vergrößert dargestellt.
[0022] Damit wird durch das Ereignis des Aufbaus eines Dialogfeldes 2 auf einer Benutzeroberfläche
1 dieser Bereich (Teilfläche) der Benutzeroberfläche 1 als aktiv identifiziert, automatisch
vergrößert dargestellt und kann somit vom Benutzer leichter wahrgenommen werden.
[0023] In der Darstellung nach FIG 2 besteht ein abrupter Übergang zwischen dem vergrößerten
Dialogfeld 2 und den nicht vergrößerten Textinformationen "ddd". Dieser Übergang kann
auch fließend sein (nicht abgebildet).
1. Verfahren zur optischen Hervorhebung von Informationen mindestens eines Bereichs auf
der Benutzeroberfläche einer Computer-Anwenderstation, insbesondere einer Computer-Anwenderstation
zur Ansteuerung eines technischen Systems, mit folgenden Verfahrensschritten:
- Identifizierung eines aktiven Bereichs der Benutzeroberfläche,
- Vergrößerung des identifizierten Bereichs auf der Benutzeroberfläche zur Verbesserung
der Lesbarkeit.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein Dialogfeld auf der Benutzeroberfläche als aktiver
Bereich identifiziert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei eine Mitteilung interner Zustände der Computer-Anwenderstation
auf der Benutzeroberfläche als aktiver Bereich identifiziert wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Position eines Cursors,
z.B. zur Anzeige der Position einer Mausbedienung oder eines Screw-Balls, als aktiver
Bereich identifiziert wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Augenposition des Benutzers
im Zusammenhang mit der Benutzeroberfläche als aktiver Bereich der Benutzeroberfläche
identifiziert wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der vergrößerte identifizierte
Bereich einen fließenden Übergang zu nicht vergrößerten nicht identifizierten Bereichen
aufweist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der vergrößerte identifizierte
Bereich einen abrupten Übergang zu nicht vergrößerten nicht identifizierten Bereichen
aufweist.
8. Verfahren nach einem vorhergehenden Ansprüche, wobei der identifizierte Bereich mit
einem vorgewählten Vergrößerungsfaktor vergrößert gegenüber nicht identifizierten
Bereichen der Benutzeroberfläche dargestellt ist.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Vergrößerungsfaktor einstellbar
ist.