[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen optischen Rauchmelder nach dem Extinktionsprinzip,
mit einer optischen Brücke, welche eine Lichtquelle und eine Mess- und eine Referenzstrecke
mit je einem Empfänger aufweist, und mit einer Auswerteschaltung.
Beim Extinktionsmessverfahren wird bekanntlich ein Lichtstrahl durch die der Umgebungsluft
und damit eventuellem Rauch zugängliche Messstrecke und durch die dem Rauch nicht
zugängliche Referenzstrecke gesandt und es werden die beiden Empfangssignale miteinander
verglichen. Da sowohl die Lichtstreuung an den Rauchpartikeln als auch die Absorption
durch diese zur Extinktion beiträgt und das Licht von hellen Partikeln zum grössten
Teil gestreut und von dunklen Partikeln zum grössten Teil absorbiert wird, besitzt
das Extinktionsmessverfahren eine relativ gleichmässige Empfindlichkeit auf verschiedene
Rauchpartikel und ist daher zur Detektion von Schwelbränden (helle Partikel) und von
offenen Bränden (dunkle Partikel) gleichermassen gut geeignet. Bei Anwendung des Extinktionsmessverfahrens
bei Punktmeldern, das sind Rauchmelder, die vollständig in einem einzigen Gehäuse
untergebracht sind, kann die Extinktion der Aerosole in der Luft nur über eine sehr
kurze Messstrecke bestimmt werden, wodurch die Anforderungen an die Empfindlichkeit
der Transmissionsmessung entsprechend steigen.
In der EP-A-1 017 034 ist ein Punkt-Extinktionsmelder beschrieben, der eine einfache
optische Brücke benützt, die neben der Lichtquelle und den beiden Empfängern als einzige
optische Elemente zwei vor der Lichtquelle angeordnete Lochblenden aufweist. Dieser
Extinktionsmelder hat gegenüber anderen bekannten Extinktionsmeldern (EP-A-0 740 146,
EP-A-0 578 189) mit Parabolspiegeln und Linsen den Vorteil, dass der Wegfall der Spiegel
und Linsen zu einer deutlichen Reduktion der Temperaturabhängigkeit der optischen
Brücke und damit zu einer Verbesserung der Stabilität des Extinktionsmelders führt.
Gerade diese Stabilität ist aber sehr wichtig, weil bei einer Messstrecke von beispielsweise
10 cm Länge die Alarmschwelle von 4% pro Meter bei einer Transmission von 99.6% der
Referenztransmission liegt. Und wenn Transmissionswerte unterhalb der Alarmschwelle
ausgelöst werden sollen, dann müssen Werte von beispielsweise 99.96% Transmission
erkennbar sein, was an die Stabilität der Elektronik, der Optoelektronik und der Mechanik
dieser Melder ausserordentlich hohe Anforderungen stellt.
[0002] Weitere potentielle Fehlerquellen sind die Temperaturdrift der Empfänger und deren
Betauungsempfindlichkeit, letzteres gilt übrigens für alle optischen Rauchmelder.
Darunter ist zu verstehen, dass die unter bestimmten Umständen, beispielsweise beim
Duschen oder Baden in Hotelzimmern, auftretende Bildung von Wasserdampf zu einer Betauung
des Empfängers in der Messstrecke führen kann, wogegen der Empfänger in der Referenzstrecke
unbetaut bleibt, da diese ja gegenüber der Umgebung abgeschlossen ist. Die Betauung
des Messempfängers bewirkt einen Abfall von dessen Fotostrom, was der Melder als Rauch
interpretieren und was daher zur Auslösung eines Fehlalarms führen kann.
[0003] Durch die Erfindung soll nun ein Punkt-Extinktionsmelder angegeben werden, welcher
eine Detektion und Kompensation von Betauung und Temperaturdrift der Empfänger ermöglicht..
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine zweite Lichtquelle
vorgesehen ist, und dass von jeder Lichtquelle eine nach aussen offene Messstrecke
zu dem einen und eine gegen aussen abgeschirmte Referenzstrecke zu dem anderen Empfänger
führt, wobei jeder Empfänger für die eine Lichtquelle als Mess- und für die andere
als Referenzempfänger und umgekehrt wirkt.
[0005] Der erfindungsgemässe Rauchmelder verwendet also eine doppelte optische Brücke mit
zwei Lichtquellen und zwei Empfängern. Ein Punkt-Extinktionsmelder mit zwei Lichtquellen
und zwei Empfängern ist im Prinzip aus der EP-A-0 578 189 bekannt. Bei diesem Melder
ist aber nur eine Messstrecke vorgesehen und daher die Kompensation von Betauung nicht
möglich.
[0006] Eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass eine Regelung der Emission der beiden Lichtquellen auf einen
stabilen Fotostrom im jeweiligen Referenzempfänger erfolgt, und dass die Auswerteschaltung
Mittel für die Auswertung der Differenz der Signale der beiden Empfänger aufweist.
[0007] Eine zweite bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass die beiden Lichtquellen sequentiell aktivierbar sind und mit
den zugeordneten Empfängern jeweils einen Kanal bilden, und dass für den einen Kanal
ein Differenzsignal Messstrecke minus Referenzstrecke und für den anderen Kanal ein
Differenzsignal Referenzstrecke minus Messstrecke gebildet wird.
[0008] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass die beiden genannten Differenzsignale auf etwaige Änderungen
untersucht werden, und dass eine gegensinnige Änderung der Differenzsignale als Auftreten
von Rauch interpretiert wird. Eine gleichsinnige Änderung der genannten Differenzsignale
wird als Hinweis auf eine durch eine Änderung der Umgebungstemperatur oder durch Betauung
verursachte ungleiche Veränderung der Empfindlichkeit der Empfänger interpretiert.
[0009] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass die genannte ungleiche Veränderung der Empfindlichkeit der Empfänger
durch die Regelung der Emission der Lichtquellen kompensiert wird, und dass eine ein
bestimmtes Mass übersteigende Regelung eine Störungsmeldung auslöst.
[0010] Im Gleichgewichtszustand der doppelten Brücke ohne Rauch oder Tau werden die Ausgangsspannungen
der beiden Empfänger und damit die Differenzsignal der beiden Kanäle im Gleichgewicht
sein. Wenn die eine Lichtquelle aktiviert ist, wird der Fotostrom im Referenzempfänger
der einen Lichtquelle stabil sein, wenn die andere Lichtquelle aktiviert ist, der
Fotostrom im Referenzempfänger der anderen Lichtquelle. Wenn nun Rauch in die Messstrecken
eintritt, nehmen die Fotoströme im Messempfänger ab und das Differenzsignal wird im
einen Kanal ab- und im anderen zunehmen. Wenn hingegen die Empfänger betaut werden
oder sich infolge einer Änderung der Umgebungstemperatur ihre Empfindlichkeit ändert,
verändern sich die beiden Differenzsignale in die gleiche Richtung.
[0011] Eine derartige Empfindlichkeitsänderung der Empfänger ist durch die automatisch erfolgende
Nachregelung der Fotoströme im jeweiligen Referenzempfänger erkennbar. Wenn die Drift
der Empfänger so stark ist, dass sie durch die automatische Nachregelung nicht mehr
ausreichend kompensiert werden kann, dann liegt eine starke Betauung vor und es wird
eine Störungsmeldung abgesetzt.
[0012] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Lichtquellen und die Empfänger von einem gemeinsamen, in
ein Gehäuse einsetzbaren, Bauteil getragen sind. Vorzugsweise weist das gemeinsame
Bauteil die Form eines länglichen Prismas auf, an dessen einer Stirnseite die Lichtquellen
und an dessen anderer Stirnseite die Empfänger montiert sind, und zwar jeweils entlang
einer der beiden Diagonalen der Stirnseiten.
[0013] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass das prismatische Bauteil in seinem Zentrum eine einen Messraum
bildende Durchbrechung aufweist, welche von den beiden Messstrecken durchsetzt ist,
und dass die beiden Referenzstrecken in von dieser Durchbrechung räumlich abgetrennten
Bereichen des prismatischen Bauteils verlaufen.
[0014] Die Erfindung betrifft ausserdem eine Verwendung des erfindungsgemässen Rauchmelders
in Badezimmern und/oder mit diesen verbundenen Räumen oder in Frachträumen von Flugzeugen.
[0015] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnungen
näher erläutert, es zeigt:
- Fig. 1
- eine Blockbilddarstellung eines erfindungsgemässen Rauchmelders,
- Fig. 2
- eine teilweise aufgeschnittene, perspektivische Darstellung eines Details des Melders
von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Ansicht in Richtung des Pfeils III von Fig. 2; und
- Fig. 4
- eine Ansicht in Richtung des Pfeils IV von Fig. 3.
[0016] Der in Fig. 1 schematisch dargestellte Rauchmelder ist ein so genannter Punkt-Extinktionsoder
Durchlichtmelder, der aus einem Sockel, einem Meldereinsatz mit einem Messmodul und
einer Auswerteelektronik und einer Haube besteht. Die Darstellung von Fig. 1 bezieht
sich auf das Messmodul und die Auswerteelektronik, Sockel und Haube sind nicht dargestellt.
Der Meldereinsatz ist in bekannter Weise zur Befestigung in dem vorzugsweise an der
Decke eines zu überwachenden Raumes montierten Sockel vorgesehen. Die den Meldereinsatz
und gegebenenfalls auch den Sockel abdeckende Melderhaube ist über den Meldereinsatz
gestülpt und mit dem Sockel verriegelt. Dieser Melderaufbau ist bekannt und wird deswegen
hier nicht näher beschrieben; es wird in diesem Zusammenhang auf die Brandmelder der
Reihe
AlgoRex der Siemens Building Technologies AG, Männedorf (früher Cerberus AG), verwiesen (
AlgoRex -eingetragenes Warenzeichen der Siemens Building Technologies AG bzw. der Cerberus
AG).
[0017] Das mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnete Messmodul enthält eine doppelte optische
Brücke mit zwei durch Leuchtdioden (LED) oder Infrarot-LEDs (IRED) gebildeten Lichtquellen
L
1 und L
2 und zwei durch Fotodioden gebildeten Empfängern E
1 und E
2. Von jeder Lichtquelle L
1, L
2 führt je eine gegenüber der Umgebung offene und damit für Aerosole zugängliche Messstrecke
und eine von der Umwelt abgeschirmte Referenzstrecke M
1, R
1 bzw. M
2, R
2 zu den beiden Empfängern, wobei jeder Empfänger E
1, E
2 für die eine Lichtquelle den Messempfänger und für die andere Lichtquelle den Referenzempfänger
bildet. Darstellungsgemäss ist der Empfänger E
1 für die Lichtquelle L
1 der Referenz- und für die Lichtquelle L
2 der Messempfänger und der Empfänger E
2 für die Lichtquelle L
2 der Referenz- und für die Lichtquelle L
1 der Messempfänger.
[0018] Die beiden Lichtquellen L
1 und L
2 werden sequentiell in einem Rhythmus von ungefähr 1 Sekunde angesteuert und geben
im aktivierten Modus je eine Pulssequenz von 8 Einzelimpulsen von 50µsec Dauer mit
ebensolchen Lücken dazwischen ab. Der auf der rechten Seite von Fig. 1 eingezeichnete
Schaltungsteil 2, der Teil der Auswerteelektronik 3 bildet, misst die Differenz der
Fotoströme i
n durch die Empfänger E
n. Das mit dem Bezugszeichen S
m bezeichnete Ausgangssignal des Schaltungsteils 2 ist eine der Differenz der Fotoströme
i
n proportionale Spannung. Im Gleichgewichtszustand ohne Rauch in den Messstrecken,
ohne Betauung und Temperaturänderung sind die Ausgangssignale S
m im Gleichgewicht.
[0019] Wenn man im Kanal der einen LED die Differenz Messstrecke minus Referenzstrecke und
im Kanal der anderen LED die Differenz Referenzstrecke minus Messstrecke bildet, dann
sollten die beiden Ausgangssignale S
m der Schaltungsstufe 2 gleich gross sein:


[0020] Die Emission von L
1 wird so geregelt, dass der Fotostrom ihres Referenzstrahls auf der Fotodiode E
1, also i
1(L
1) sehr stabile 5µA beträgt. Dasselbe gilt für die LED L
2 und ihren Referenzstrahl auf der Fotodiode E
2, also i
2(L
2). Es gilt also i
1(L
1) = 5µA und i
2(L
2) = 5µA.
[0021] Wenn Rauch in die Messstrecken M
1 und M
2 eindringt, dann nehmen die entsprechenden Fotoströme i
2(L
1) bzw. i
1(L
2) ab und das bedeutet, dass S
1 ab- und S
2 zunimmt, und zwar um


[0022] Durch Differenzbildung in einem ebenfalls Teil der Auswerteelektronik 3 bildenden
Mikroprozessors 4 erhält man:

[0023] Das Ergebnis dieser Differenzbildung ist die doppelte durch den Rauch im Einzelkanal
verursachte Signaländerung.
[0024] Wenn sich die Umgebungstemperatur ändert und als Folge davon sich die Empfindlichkeit
der beiden Fotodioden E
1 und E
2 unterschiedlich verändert, oder wenn es zu einer ungleichen Betauung der Fotodioden
kommt, dann ändern sich S
1 und S
2 in die gleiche Richtung, so dass sich bei der Differenzbildung im Mikroprozessor
4 der Wert Null ergibt:

[0025] Eine derartige Empfindlichkeitsveränderung der Fotodioden E
1 und E
2, gleichgültig ob durch Temperaturänderung oder Betauung verursacht, wird anhand der
automatisch erfolgenden Nachregelung der Fotodiodenströme in den Referenzkanälen angezeigt.
[0026] Wenn der Fall eintritt, dass die Betauung so stark ist oder so abrupt erfolgt, dass
die Drift der Fotodioden auf die beschriebene Art nicht mehr ausreichend eliminiert
werden kann, was sich beispielsweise darin äussert, dass die Drift nicht innerhalb
einer vorgegebenen Zeit eliminiert werden kann, dann wird durch den Mikroprozessor
4 die Alarmausgabe blockiert und durch eine Störungsmeldung ersetzt.
[0027] Die Fig. 2 bis 4 zeigen eine konkrete Ausbildung des die doppelte optische Brücke
tragenden Meldereinsatzes. Fig. 2 zeigt den mit dem Bezugszeichen 5 bezeichneten Meldereinsatz
teilweise geschnitten, wobei die durch eine Schraffur markierte Schnittebene zweifach
diagonal durch den Meldereinsatz verläuft und die beiden Lichtquellen L
1 und L
2 sowie die Fotodiode E
2 enthält. Der Meldereinsatz 5 hat die Form eines Prismas von beispielsweise quadratischem
Querschnitt und mit gewölbten (konkaven) Stirnflächen 6 und 7. Wie aus den Figuren
2 und 4 ersichtlich ist, weist das Prisma in der Mitte eine von einer Seitenwand zur
anderen durchgehende Ausnehmung 8 auf, welche den eigentlichen Messraum bildet und
von den Messstrecken M
1 und M
2 durchsetzt ist.
[0028] Oben und unten im Anschluss an die Ausnehmung 8 befinden sich nach aussen abgeschlossene
Bereiche mit den Referenzstrecken R
1, R
2. Grundsätzlich könnten die letzteren Bereiche aus vollem Material bestehen und lediglich
je eine Bohrung für die betreffende Referenzstrecke aufweisen. Es hat sich aber als
praktischer erwiesen, in diese Bereiche eine etwa dreieckförmige Vertiefung 9 einzuarbeiten
und in diese Vertiefung dann eine genau passende Platte 10 einzusetzen, die zum Reinigen
der die Referenzstrecke bildenden Bohrung herausgenommen werden kann (siehe Fig. 2,
in der die obere Platte 10 herausgenommen ist).
[0029] An der in den Figuren linken Stirnseite 6 sind die beiden Lichtquellen L
1 und L
2 und an der rechten Stirnseite 7 sind die Fotodioden E
1 und E
2 angeordnet und zwar jeweils diagonal an der betreffenden Stirnseite und relativ zueinander
über Kreuz. Der Meldereinsatz 5, der aus einem Material mit gutem Wärmeleitvermögen,
beispielsweise Aluminium, besteht, ist mit Ausnahme der beiden Platten 10 einstückig
hergestellt und ist dadurch robust und leicht zu handhaben. Die Abmessungen des Meldereinsatzes
5 sind so gewählt, dass dieser in das Gehäuse eines optischen Rauchmelders vom Typ
AlgoRex eingebaut werden kann. Das bedeutet, dass die Länge des Meldereinsatzes jedenfalls
unterhalb von 10cm liegt.
[0030] Der erfindungsgemässe Rauchmelder kann ohne Gefahr eines durch Drift der Fotodioden
verursachten Fehlalarms an Orten eingesetzt werden, wo es durch raue Umweltbedingungen
zu Taubildung oder zu starken Temperaturschwankungen kommen kann. Beispiele für solche
Orte sind Badezimmer und mit diesen verbundenen Vorzimmer/Eingänge, insbesondere in
Hotelzimmern, und insbesondere auch die Frachträume von Flugzeugen, in denen es beim
Landeanflug zu einem starken Temperaturanstieg und zu damit verbundener Taubildung
kommt.
1. Optische Rauchmelder nach dem Extinktionsprinzip, mit einer optischen Brücke, welche
eine Lichtquelle (L1) und eine Mess- und eine Referenzstrecke (M1, R1) mit je einem Empfänger (E2, E1) aufweist, und mit einer Auswerteschaltung (3), dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Lichtquelle (L2) vorgesehen ist, und dass von jeder Lichtquelle (L1, L2) eine nach aussen offene Messstrecke zu dem einen und eine gegen aussen abgeschirmte
Referenzstrecke zu dem anderen Empfänger führt, wobei jeder Empfänger für die eine
Lichtquelle als Mess- und für die andere als Referenzempfänger und umgekehrt wirkt.
2. Rauchmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Regelung der Emission der beiden Lichtquellen (L1, L2) auf einen stabilen Fotostrom im jeweiligen Referenzempfänger (E1, E2) erfolgt, und dass die Auswerteschaltung (3) Mittel (2) für die Auswertung der Differenz
der Signale der beiden Empfänger aufweist.
3. Rauchmelder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lichtquellen (L1, L2) sequentiell aktivierbar sind und mit den zugeordneten Empfängern (E1, E2) jeweils einen Kanal bilden, und dass für den einen Kanal ein Differenzsignal Messstrecke
minus Referenzstrecke und für den anderen Kanal ein Differenzsignal Referenzstrecke
minus Messstrecke gebildet wird.
4. Rauchmelder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden genannten Differenzsignale (Sm) auf etwaige Änderungen untersucht werden, und dass eine gegensinnige Änderung der
Differenzsignale (Sm) als Auftreten von Rauch interpretiert wird.
5. Rauchmelder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine gleichsinnige Änderung der genannten Differenzsignale (Sm) als Hinweis auf eine durch eine Änderung der Umgebungstemperatur oder durch Betauung
verursachte ungleiche Veränderung der Empfindlichkeit der Empfänger (E1, E2) interpretiert wird.
6. Rauchmelder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte ungleiche Veränderung der Empfindlichkeit der Empfänger (E1, E2) durch die Regelung der Emission der Lichtquellen (L1, L2) kompensiert wird, und dass eine ein bestimmtes Mass übersteigende Regelung eine
Störungsmeldung auslöst.
7. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquellen (L1, L2) und die Empfänger (E1, E2) von einem gemeinsamen, in ein Gehäuse einsetzbaren, Bauteil (5) getragen sind.
8. Rauchmelder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Bauteil (5) die Form eines länglichen Prismas aufweist, an dessen
einer Stirnseite (6) die Lichtquellen (L1, L2) und an dessen anderer Stirnseite (7) die Empfänger (E1, E2) montiert sind, und zwar jeweils entlang einer der beiden Diagonalen der Stirnseiten
(6 bzw. 7).
9. Rauchmelder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das prismatische Bauteil (5) in seinem Zentrum eine einen Messraum bildende Durchbrechung
(8) aufweist, welche von den beiden Messstrecken (M1, M2) durchsetzt ist, und dass die beiden Referenzstrecken (R1, R2) in von dieser Durchbrechung (8) räumlich abgetrennten Bereichen des prismatischen
Bauteils (5) verlaufen.
10. Verwendung des Rauchmelders nach einem der Ansprüche 1 bis 9 in Badezimmern und/ oder
mit diesen verbundenen Räumen oder in Frachträumen von Flugzeugen.