I. Stand der Technik
[0001] Eine derartige Glühlampe ist beispielsweise in der internationalen Patentanmeldung
mit der Veröffentlichungsnummer WO 98/38670 offenbart. Diese Schrift beschreibt eine
Halogenglühlampe für einen Kraftfahrzeugscheinwerfer, deren Glühwendeln an ihren Enden
jeweils von einer Molybdänfolie umhüllt sind, um sie mit einer Stromzuführung zu verschweißen.
Da die Stromzuführung üblicherweise ebenfalls aus Molybdän besteht, können bei der
vorgenannten Schweißung die Stromzuführung oder die Molybdänfolie oder auch beide
Teile geschmolzen werden. Eine sichere Verbindung zwischen der Stromzuführung und
dem in der Molybdänfolie eingebetteten Ende der Glühwendel kann daher nicht garantiert
werden.
[0002] Die Offenlegungsschrift EP 1 073 094 A2 beschreibt eine Halogenglühlampe mit einem
Tantal enthaltenden Getter, der zwischen der Glühwendel und dem abgedichteten Ende
des Lampengefäßes lokalisiert ist und an dem Gestell zur Halterung der Glühwendel
befestigt ist.
II. Darstellung der Erfindung
[0003] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine elektrische Glühlampe mit einer verbesserten
Verbindung zwischen der Glühwendel und ihren Stromzuführungen bereitzustellen.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Besonders vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen
beschrieben.
[0005] Die erfindungsgemäße elektrische Glühlampe besitzt mindestens eine Glühwendel und
Stromzuführungen für die mindestens eine Glühwendel, wobei mindestens ein Ende der
mindestens einen Glühwendel von einer metallischen Hülle umschlossen ist, die mit
einer Stromzuführung verschweißt ist und erfindungsgemäß im wesentlichen aus Tantal
oder einer Tantallegierung besteht.
[0006] Die im wesentlichen aus Tantal oder einer Tantallegierung bestehende metallische
Hülle dient als Hilfsmittel zum Verschweißen der Glühwendel mit ihren Stromzuführungen.
Die metallische Hülle ist mit der üblicherweise aus Molybdän gefertigten Stromzuführung
durch eine Schweißung, beispielsweise eine Widerstandsschweißung, verbunden. Da die
metallische Hülle im wesentlichen aus Tantal oder einer Tantallegierung besteht, besitzt
sie einen wesentlich höheren Schmelzpunkt als die Stromzuführung. Dadurch wird bei
der Herstellung der Schweißverbindung zwischen der Hülle und der Stromzuführung das
Metall der Stromzuführung geschmolzen, nicht aber das Metall der Hülle. Das von der
Hülle umschlossene Ende der Glühwendel wird daher beim Schweißen von der Schmelze
des Stromzuführungsmetalls benetzt. Die Hülle und das darin angeordnete Ende der Glühwendel
sind nach dem Erstarren der Schmelze zuverlässig in dem erstarrten Metall der Stromzuführung
fixiert. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber der in der Offenlegungsschrift
WO 98/38670 offenbarten Verbindungstechnik. Außerdem dient die im wesentlichen aus
Tantal oder einer Tantallegierung bestehende Hülle als Getter für zahlreiche gasförmige
Verunreinigungen, die im Innenraum des Lampengefäßes angeordnet sein können. Beispielsweise
wirkt das Tantal der Hülle als Getter für Sauerstoff, Wasserstoff, Stickstoff und
auch für Kohlenstoff. Dadurch kann auf andere Getter verzichtet werden. Die im wesentlichen
aus Tantal oder einer Tantallegierung bestehende Hülle besitzt in der erfindungsgemäßen
Glühlampe zwei unterschiedliche Funktionen. Sie dient einerseits als Schweißhilfe
beim Fixieren der Glühwendel an ihren Stromzuführungen und andererseits dient sie
als Getter für unerwünschte Verunreinigungen innerhalb des Lampengefäßes.
[0007] Als besonders vorteilhaft hat sich auch die Verwendung der im wesentlich aus Tantal
oder einer Tantallegierung bestehenden Hülle in Halogenglühlampen erwiesen, weil durch
die Anwesenheit des Tantals der Halogenkreisprozess nicht beeinträchtigt wird und
auf weitere Getter verzichtet werden kann. Die Erfindung kann daher besonders vorteilhaft
bei Scheinwerferlampen für Kraftfahrzeuge wie zum Beispiel H4-Lampen oder H7-Lampen
oder ähnlichen Lampen angewandt werden.
[0008] Die im wesentlichen aus Tantal oder einer Tantallegierung bestehende Hülle ist vorteilhafterweise
als Band oder Folie ausgebildet, die das mit der Stromzuführung zu verbindende Ende
der Glühwendel umschließt. Das Band oder die Folie können auf einfache Weise um das
Ende der Glühwendel gewickelt werden, so dass die dabei entstehende Hülle mit Klemmsitz
auf dem Ende der Glühwendel angeordnet ist. Alternativ kann die im wesentlichen aus
Tantal oder einer Tantallegierung bestehende Hülle als Rohr ausgebildet sein, das
mit Klemmsitz auf dem mit der Stromzuführung zu verbindenden Ende der Glühwendel angeordnet
ist. Das Rohr wird auf das Ende der Glühwendel aufgefädelt und durch anschließendes
Quetschen des Rohres wird der Klemmsitz mit dem Ende der Glühwendel hergestellt. Auf
diese Weise wird in beiden vorgenannten Fällen eine zuverlässige Befestigung der Hülle
an der Glühwendel erzielt. Für die Herstellung einer zuverlässigen Schweißverbindung
mit der Stromzuführung ist es vorteilhaft, wenn das Band oder Folie eine Dicke von
ungefähr 0,1 mm bis 0,15 mm besitzt beziehungsweise das Rohr eine Wandstärke von ungefähr
0,1 mm bis 0,15 mm aufweist.
III. Beschreibung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
[0009] Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher
erläutert.
[0010] Die Figur zeigt eine Seitenansicht einer Glühlampe gemäß des bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung. Bei dieser Lampe handelt es sich um eine Halogenglühlampe, insbesondere
eine H4-Lampe, die zum Einsatz in dem Scheinwerfer eines Kraftfahrzeugs vorgesehen
ist.
[0011] Diese Glühlampe besitzt ein gläsernes Lampengefäß 1, das in einem metallischen Sockel
2 fixiert ist. Innerhalb des Lampengefäßes 1 sind eine erste Glühwendel 3 zur Erzeugung
des Abblendlichts und eine zweite Glühwendel 4 zur Erzeugung des Fernlichts sowie
eine Abblendkappe 5 angeordnet. Die beiden Glühwendeln 3, 4 bestehen aus Wolfram und
die Abblendkappe 5 besteht aus einem Molybdänblech. Die Enden 31, 32 bzw. 41, 42 der
Glühwendeln 3, 4 sind jeweils von einer Folie 61, 62, 63, 64 umwickelt, die im wesentlichen
aus Tantal besteht. Der Tantalanteil in den Folien 61, 62, 63, 64 beträgt mehr als
99 Gewichtsprozent. Die Tantalfolien 61, 62, 63, 64 besitzen eine Dicke von 0,12 mm
und sind jeweils zu einer rohrartigen Hülle geformt, die das jeweilige Ende 31, 32,
41 bzw. 42 mit Klemmsitz umschließt. Zur Halterung und elektrischen Spannungsversorgung
der Glühwendeln 3, 4 dienen drei Stromzuführungsdrähte 7, 8, 9, die aus Molybdän gefertigt
sind. Die Stromzuführungsdrähte 7, 8, 9 sind in einem Steg 10 aus Quarzglas fixiert,
aus dem abgedichteten Ende 11 des Lampengefäßes 1 herausgeführt und jeweils mit einem
elektrischen Kontakt 20, 21 des Sockels 2 verbunden.
[0012] Das von der Tantalfolie 61 umwickelte erste Ende 31 der ersten Glühwendel 3 ist mit
dem ersten Stromzuführungsdraht 7 durch eine Widerstandsschweißung zwischen der Tantalfolie
61 und dem ersten Stromzuführungsdraht 7 verbunden. Das von der Tantalfolie 62 umhüllte
zweite Ende 32 der ersten Glühwendel 3 ist an der Abblendkappe 5 durch eine Widerstandsschweißung
zwischen der Tantalfolie 62 und einem in dem Molybdänblech der Abblendkappe 5 angeordneten
Buckel 50 fixiert. Die Abblendkappe 5 dient hier zusammen mit dem ersten 7 und dritten
Stromzuführungsdraht 9 zusätzlich auch als Stromzuführung für die erste Glühwendel
3.
[0013] Analog dazu ist die zweite Glühwendel 4 an den Stromzuführungsdrähten 8, 9 fixiert.
Das von der Tantalfolie 63 umhüllte erste Ende 41 der zweiten Glühwendel 4 ist durch
eine Widerstandsschweißung zwischen der Tantalfolie 63 und dem dritten Stromzuführungsdraht
9 an dem Stromzuführungsdraht 9 befestigt. Das von der Tantalfolie 64 umhüllte zweite
Ende 42 der zweiten Glühwendel 4 ist durch eine Widerstandsschweißung zwischen der
Tantalfolie 64 und dem zweiten Stromzuführungsdraht 8 an dem Stromzuführungsdraht
8 befestigt.
[0014] Beim Ausführen der vorgenannten Widerstandsschweißungen wird das Molybdän der Stromzuführungsdrähte
7, 8, 9 bzw. der Abblendkappe 5 geschmolzen und das jeweilige von der Tantalfolie
umhüllte Glühwendelende von der Molybdänschmelze benetzt. Nach dem Erstarren der Molybdänschmelze
ist das jeweilige, von der Tantalfolie umhüllte Glühwendelende an der entsprechenden
Stromzuführung fixiert. Anstelle einer Widerstandsschweißung kann aber auch eine Laser-Schweißung
durchgeführt werden.
[0015] Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das oben näher erläuterte Ausführungsbeispiel.
Statt der oben beschriebenen Tantalfolien können beispielsweise auch Folien verwendet
werden, die aus einer Tantallegierung, beispielsweise einer Tantal-Molybdän-Legierung,
bestehen.
1. Elektrische Glühlampe mit mindestens einer Glühwendel (4) und Stromzuführungen (8,
9) für die mindestens eine Glühwendel (4), wobei mindestens ein Ende (41) der mindestens
einen Glühwendel (4) von einer metallischen Hülle (63) umschlossen ist, und die metallische
Hülle (63) mit einer Stromzuführung (9) verschweißt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die metallische Hülle (63) im wesentlichen aus Tantal oder einer Tantallegierung besteht.
2. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (63) aus einem Band oder einer Folie besteht, das bzw. die das mindestens
eine Ende (41) der mindestens einen Glühwendel (4) umschließt.
3. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (63) als Rohr ausgebildet ist, das mit Klemmsitz auf dem mindestens einem
Ende (41) der mindestens einen Glühwendel (4) angeordnet ist.
4. Elektrische Glühlampe nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass beide Enden (63, 64) der mindestens einen Glühwendel (4) jeweils von einer metallischen
Hülle (63, 64) umschlossen sind, wobei die metallischen Hüllen (63, 64) jeweils mit
einer Stromzuführung (8, 9) verschweißt sind.
5. Elektrische Glühlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühlampe eine Halogenglühlampe ist.